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Forschung

Jun 12 2014
11:15

Europäische Physikalische Gesellschaft würdigt das Labor Otto Sterns in Frankfurt

Einer der bedeutendsten Orte der Physik

FRANKFURT. Das Laborgebäude, in dem Otto Stern, Physiker an der Universität Frankfurt, seine 1943 mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Experimente mit Molekularstrahlen durchführte, ist in die Liste der historisch bedeutenden Orte der Europäischen Physikalischen Gesellschaft (EPS) aufgenommen worden. Die von Stern entwickelte Molekularstrahltechnik sei die vielleicht erfolgreichste Experimentiertechnik der modernen Quantenphysik und –chemie, so die EPS in ihrer Begründung. An dem Gebäude in der Robert-Mayer-Straße 2-4 wird im Rahmen einer Erinnerungs-Zeremonie eine Plakette angebracht.

Das 2011 von der EPS ins Leben gerufene Programm „Historic sites“ zeichnet Laboratorien, Gebäude, Institutionen oder Universitäten aus, an denen herausragende physikalische Entdeckungen stattfanden. Otto Stern und Walter Gerlach konnten 1921 mit der Molekularstrahlmethode erstmals nachweisen, dass Atome ein magnetisches Moment haben. 1922 führten sie hier das berühmte Stern-Gerlach-Experiment aus, das die Richtungsquantelung im Magnetfeld nachweist.

Seit dem Umzug des Fachbereichs Physik vom Stadtteil Bockenheim auf den Campus Riedberg gehört das Gebäude zur Senckenbergischen Stiftung. Es ist nach wie vor das Zuhause des Physikalischen Vereins, der 1824 als ältester Physikalischer Verein Deutschlands von Frankfurter Bürgern gegründet wurde.

Informationen: Prof. Horst Schmidt-Böcking, Institut für Kernphysik, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-47002, hsb@atom.uni-frankfurt.de.

Veranstaltungen

Jun 11 2014
12:28

100 Jahre Goethe-Universität: „Burg“-Schauspieler und international gefeierter Film-Darsteller Klaus Maria Brandauer kommt auf Einladung der Universität Frankfurt und der Steirischen Landesregierung nach Frankfurt / Medienöffentlicher Probentermin um 14.30 Uhr!

„Faust-Stoff gehört zu den Säulen unserer Zivilisation.“

FRANKFURT. Die Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität nehmen Anlauf zu einem weiteren kulturellen Höhepunkt: Zu Gast mit einer musikalischen und szenischen Lesung unter dem Titel „Faust … ein gefesselter Prometheus?!“ ist am 12. Juni 2014 der bekannte Schauspieler Klaus Maria Brandauer zusammen mit dem Pianisten, Komponisten und Dirigenten Arno Waschk.

Brandauer selbst sagte in einem Exklusivinterview für die Zeitung UniReport über sein Frankfurter Programm, dieses weise über Goethes Faust-Figur hinaus: „Der Abend heißt „Faust… ein gefesselter Prometheus...?!“ und reicht von der Antike über das Volksbuch bis in die Gegenwart. Der Faust-Stoff gehört zu den Säulen unserer Zivilisation und ich meine das jetzt gar nicht im bildungsbürgerlichen Sinne. Es ist ein universaler Mythos. In ihm spiegelt sich eine besondere Facette unseres Daseins, das Nachfragen, das Sichnichtzufriedengeben – manchmal auf eine sehr deutsche Weise. Für Faust ist das Leben eine Reise ins Ungewisse, zwar mit Anfang und Ende, aber mit unvorhersehbarer Wegstrecke. Das finde ich spannend und das macht ihn so heutig.“

Über den Beruf des Schauspielers sagt er: „Schauspieler kann man nicht werden, sondern nur sein. Neben dem Handwerkszeug, ohne dass es nicht geht, das man aber lernen kann und muss, geht es um eine bestimmte Form der Präsenz, ein Vermögen, sich mitzuteilen, die Bereitschaft, das eigene Erleben einfließen zu lassen. Es braucht den Zugriff auf das eigene gelebte Leben. Dass ist die wichtigste Ressource des Schauspielers.“

Seit Anfang der siebziger Jahre ist Klaus Maria Brandauer einer der gefragtesten Schauspieler auf deutschsprachigen Bühnen. Zu seinen wichtigsten Rollen zählen Shakespeares Romeo, Schillers Fiesco, Büchners Leonce und der Prinz in Lessings Emilia Galotti, welchen er in der legendären Inszenierung von Fritz Kortner spielte. Seit 1972 ist er Mitglied am Wiener Burgtheater, dessen Ehrenmitglied er heute ist und wo er als Don Carlos, als Ferdinand, als Tartuffe, über hundert Mal als Hamlet und als Lessings Nathan der Weise aufgetreten ist. Im Dezember 2013 kehrte er als König Lear an sein Stammhaus zurück.

Im Jahr 2007 spielte er den Wallenstein in der zehnstündigen Inszenierung von Peter Stein am Berliner Ensemble. Zusammen mit Peter Stein erarbeitete er ebenfalls den Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug und die Titelrolle in Sophokles Ödipus auf Kolonos. Mit dieser Produktion kehrte er im Sommer 2010 zu den Salzburger Festspielen zurück, wo er bis 1990 den Jedermann gespielt hatte.

Neben seiner schauspielerischen Arbeit führt Klaus Maria Brandauer immer wieder Regie. Sein Debüt gab er bereits 1964 in Salzburg mit Aimée von Heinz Coubier. In den letzten Jahren inszenierte er Esther Vilars Speer in Berlin und London, Hamlet am Wiener Burgtheater, Richard Wagners Lohengrin an der Oper Köln und Bertolt Brechts Die Dreigroschenoper im Berliner Admiralspalast. Klaus Maria Brandauer gehört zu den wenigen deutschsprachigen Schauspielern, die weltweite Anerkennung gefunden haben. 1970 gab er in der Hollywood-Produktion The Salzburg Connection sein Filmdebüt. Im Laufe der Jahre folgten der James Bond-Streifen Never Say Never Again, Out Of Africa, White Fang, Streets Of Gold, Rembrandt und Introducing Dorothy sowie erst kürzlich Tetro in der Regie von Francis Ford Coppola. Mit seinem Freund István Szabó schuf er die Filmtrilogie Oberst Redl–Mephisto-Hanussen. Als Regisseur verfilmte er Georg Elser – Einer aus Deutschland und Mario und der Zauberer von Thomas Mann.

Klaus Maria Brandauer ist ordentlicher Professor am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, Ehrendoktor der Universität Tel Aviv und der Universität Salzburg, Ehrenbürger von Altaussee in der Steiermark und Haynes in Alaska. Wichtig ist ihm das Spiel mit verschiedenen Rollen: „Zuschauer, Schauspieler, Regisseur – nichts möchte ich immer und ausschließlich sein müssen. Theater und Film – auf keines von beiden möchte ich mich immer und ausschließlich festlegen müssen. Ich brauche das Spiel der Möglichkeiten. Ich brauche die Möglichkeiten des Spiels. Bleiben tu’ ich mir nicht. Noch nicht.“ Arno Waschk dirigierte 2009 Musiktheater-Uraufführungen von Sören Nils Eichberg in Tangermünde sowie von Christoph Schlingensiefs Mea Culpa am Burgtheater Wien, für das er zahlreiche eigene Kompositionen beisteuerte. Für die Burgtheater-Inszenierung von Faust I von Matthias Hartmann Im September 2009 komponierte er die Bühnenmusiken. Zudem war er an Schönbergs Moses und Aron auf der Ruhrtriennale sowie an der Uraufführung von Proserpina von Wolfgang Rihm in Schwetzingen beteiligt. Seit 2008 spielte er in Matthäuspassion (Regie: Sebastian Hartmann) am Centraltheater Leipzig. Er tritt regelmäßig als Klavierpartner von Klaus Maria Brandauer auf.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl erklärte: „Der Abend mit Klaus Maria Brandauer stellt einen besonderen Höhepunkt in unserem Jubiläumsjahr dar. Ich danke Herrn Brandauer für seine Bereitschaft und sein großes Engagement und dem Land Steiermark und der steirischen Landesregierung für die nachhaltige Unterstützung dieser Veranstaltung und die Organisation eines steirischen Abends. Einmal mehr zeigt sich im Jubiläumsjahr, dass internationale Zusammenarbeit großartige Ergebnisse hervorbringen kann.“

Der für Wirtschaft, Europa und Kultur verantwortliche Landesrat der steirischen Landesregierung, Dr. Christian Buchmann, betonte: „Seit vielen Jahren besteht eine enge politische Kooperation und Freundschaft zwischen der Steiermark und dem Land Hessen. Der 100. Geburtstag der Goethe-Universität ist der denkbar beste Anlass, auf diese enge Verbindung hinzuweisen und diese angemessen zu feiern. Wir freuen uns auf einen großartigen Abend in Frankfurt, mit dem das Land Steiermark einen wichtigen Beitrag für das Hochschuljubiläum leistet.“

Der für das Jubiläum federführende Vizepräsident und gebürtige Steirer, Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, der mit seinen Kontakten in sein Heimatland die Veranstaltung anbahnte, sagte, dieser Abend biete auch Gelegenheit, die intensive Zusammenarbeit zwischen Hessen und dem Land Steiermark weiter zu vertiefen. Graz verfüge über eine der besten Universitäten Österreichs. Eine stärkere Kooperation  zwischen beiden Universitäten zum Beispiel im Bereich der Medizin und Biowissenschaften sei sehr wünschenswert. Hierzu werde es mit der politisch hochrangigen Delegation aus der Steiermark in Frankfurt weitere Gespräche geben.

Im Anschluss an die Lesung lädt das bei der Veranstaltung ebenfalls gastgebende Land Steiermark zu einem Steirischen Abend ein. Dieser dient der Präsentation kulinarischer und musikalischer Genüsse des österreichischen Bundeslandes. Der Steirische Abend steht geladenen Gästen offen.

Hinweise für die Medien: Anstatt eines Medientermins bietet Herr Brandauer Medienvertretern die Möglichkeit, am 12. Juni von 14:30 bis 14.45 Uhr an einer Probe zu „Faust … ein gefesselter Prometheus?“ im Hörsaal 1+2 teilzunehmen (Adresse: Goethe-Universität, Campus Westend, Hörsaalzentrum, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt). Hier können vom Ablauf der Probe Bild- und Tonaufnahmen hergestellt werden. Zugelassen sind nur akkreditierte Journalisten. Es bestehen jedoch nach derzeitigem Stand keine Möglichkeiten für individuelle Interviews.

Der Künstler legt großen Wert darauf, dass während der abendlichen Lesung keine Ton- und Bildaufnahmen hergestellt werden. Diese Möglichkeit besteht erst nach dem Schlussapplaus. Akkreditierungen bitte unter der E-Mail-Adresse: ott@pvw.uni-frankfurt.de Hinweise für Interessente: Die Veranstaltung ist leider bereits vollständig ausgebucht. Zusätzliche Kartenwünsche können daher nicht mehr berücksichtigt werden. Eine Übertragung der Lesung in andere Hörsäle der Universität ist aus technischen Gründen leider nicht möglich.

Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn, Abteilung Marketing und Kommunikation, Campus Westend, Tel.: 069/798-13035, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

Forschung

Jun 11 2014
10:33

Faszination Gehirn: experimentieren, erleben und verstehen Gemeinnützige Hertie-Stiftung fördert im Jubiläumsjahr der Goethe-Universität innovative Lehreinrichtung für Schüler mit 318.000 Euro

Neues Schülerlabor für Hirnforschung an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die Goethe-Universität Frankfurt richten ein Schülerlabor ein, in dem Schülerinnen und Schüler die Funktionsweise des menschlichen Gehirns kennen lernen und sich intensiv mit den Methoden der Neurowissenschaften auseinander setzen können. Die Goethe-Universität wird die Räumlichkeiten und die personelle Leitung des Schülerlabors zur Verfügung stellen, die Gemeinnützige Hertie-Stiftung übernimmt die Ausstattung des Labors und die Betriebskosten für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren in Höhe von knapp 320.000 €. Ab Sommer 2015 sollen jährlich 1000 Schülerinnen und Schüler aus Frankfurt und Umgebung das Schülerlabor nutzen können.

Kinder und Jugendliche sind für die Gemeinnützige Hertie-Stiftung eine wichtige Zielgruppe, für die spezielle Projekte entwickelt werden. „Das Schülerlabor Neurowissenschaften erweitert unser Portfolio in hervorragender Weise. Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, welche zentrale Rolle das Gehirn hat und wie wichtig Hirnforschung für unsere Gesellschaft ist. Zudem verstehen wir es als Geschenk an die Goethe-Universität und an die Menschen der Stadt Frankfurt, der wir uns als Sitz der Stiftung besonderes verbunden fühlen“, so Prof. Michael Madeja, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Im Schülerlabor können Schulklassen ab der Mittelstufe  Experimente durchführen, die das Schulwissen zum Gehirn greifbar machen und die Faszination des Gehirns und seiner Erforschung vermitteln. Themen wie Wahrnehmung, Lernen und Gedächtnis, aber auch das Wissen über Prozesse im gesunden und kranken Gehirn werden hier zum Leben erweckt.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich die Hertie-Stiftung zum 100. Geburtstag der Goethe-Universität für die wissenschaftliche Nachwuchsarbeit und Lehrforschung einsetze: „Mit einem Schülerlabor Neurowissenschaften konkretisieren die Hertie-Stiftung und die Goethe-Universität gemeinsam die Idee einer Bürgeruniversität. Mit diesem Neuro-Labor ermöglichen wir Schülerinnen und Schülern die unmittelbare Begegnung mit Wissenschaft und Wissenschaftlern auf einem spannenden Forschungsfeld und unseren Lehramtsstudenten einen praktischen Anwendungsbezug“, so der Präsident. „Insofern entsteht das Schülerlabor zur richtigen Zeit und am richtigen Ort. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Die Goethe-Universität erweitert damit ihr Angebot für Schülerinnen und Schüler. Prof. Paul Dierkes, der bisher schon im Rahmen der Lehramtsausbildung das „Goethe-BioLab“ in den Biowissenschaften leitet, sprach von „faszinierenden neuen Möglichkeiten“, die sich mit dem neuen Labor und seiner apparativen Ausstattung für die Verbesserung der Lehre und Lehrforschung ergeben. „Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse von der Universität in den Schulunterricht ist ein wichtiges Ziel unserer fachdidaktischen Forschung.  Das geplante Schülerlabor eröffnet Lehramtsstudierenden als Lehr-Lern-Labor eine Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens in einem wissenschaftlich hoch attraktiven Feld.“

 

Forschung

Jun 11 2014
10:30

Neues DFG-Schwerpunkt-Programm zu Algorithmen für Big Data unter Beteiligung der Goethe-Universität

Wie bewältigen wir die Datenflut?

FRANKFURT. Wir sammeln und produzieren jedes Jahr eine exponentiell wachsende Zahl von Daten: Twitter User generieren täglich über 300 Millionen Tweets und eine vergleichbar große Zahl von Bildern wird täglich von Google-Nutzern hochgeladen. Die Masse der Daten aus DNA-Sequenzierungen wächst inzwischen schneller als die Entwicklung der Hardware und Software, mit der diese Daten verarbeitet werden können. „Wir leben in einer Big Data World, in der das wirkliche Problem in der Bewältigung ihrer ungeheuren Masse liegt“, fasst der Informatiker Prof. Ulrich Meyer die Situation zusammen. Er ist Professor für Algorithm Engineering an der Goethe-Universität und wissenschaftlicher Koordinator eines neuen Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das sich zum Ziel gesetzt hat, Algorithmen für die Verarbeitung großer Datenmengen zu entwickeln.

In dieser Woche treffen sich einige Projektleiter und Mitarbeiter des Big Data Schwerpunktprogramms, an dem insgesamt acht deutsche Universitäten beteiligt sind, zum Projektstart auf dem Campus Riedberg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Vorhaben in den nächsten sechs Jahren mit insgesamt 4,9 Millionen Euro, wobei 878.000 Euro nach Frankfurt gehen. 596.000 Euro erhält Ulrich Meyer für die Koordinierung des Schwerpunktprogramms und projektübergreifende Aktionen, 282.000 Euro für das eigene Forschungsprojekt "Big-Data-DynAmO“. In diesem Projekt geht es unter anderem darum, Algorithmen für riesige Graphen zu entwickeln, die sich dynamisch ändern. Bei der Routenplanung wäre dies beispielsweise die Berücksichtigung von Staus, die eine schnelle Routenänderung erforderlich machen. Hier soll der Ansatz verfolgt werden, auf bereits berechneten Lösungen aufzubauen, anstatt die Berechnung komplett von vorn zu beginnen. „In manchen Big Data Szenarien müssen wir uns von einer exakten Lösung verabschieden und stattdessen zwischen dem Rechenaufwand und der Qualität einer genäherten Lösung abwägen“, erläutert Meyer das allgemeine Vorgehen.

Ein wichtiges Anliegen ist den Forschern die multidisziplinäre Herangehensweise an Probleme aus verschiedensten Praxisbereichen von der Genomforschung über Suchmaschinen und Routenplanern bis hin zu Kommunikationsnetzwerken wie Facebook. „Diese Communities haben oft ähnliche Probleme bei der Bewältigung großer Datenmengen, kooperieren aber bisher nur wenig miteinander“, so Meyer. In dem DFG-Schwerpunktprogramm soll wissenschaftliche Grundlagenforschung eng mit den Problemen der Anwender verzahnt werden. Wichtig ist den Projektleitern dabei auch die Ausbildung der nächsten Generation von Informatikern und explizit auch Informatikerinnen, die der Datenflut künftig Herr werden müssen.

Informationen: Prof. Ulrich Meyer, Institut für Informatik, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798-28433, umeyer@cs.uni-frankfurt.de.

 

Veranstaltungen

Jun 10 2014
13:25

Spektakuläre Kunstinstallation des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl mit 400 Skulpturen auf dem Campus Westend zum 100. Geburtstag der Goethe-Universität

Goethe gastiert auf dem Campus Westend

FRANKFURT. Der Campus Westend der Goethe-Universität ist im universitären Jubiläumsjahr 2014 Schauplatz einer spektakulären Kunstaktion mit Bezug zum Namensstifter Johann Wolfgang Goethe. Konzeptkünstler Ottmar Hörl, unter anderem bekannt durch die „Euro-Skulptur“ auf dem Platz vor der Europäischen Zentralbank, hat in der letzten Woche auf dem Rasen vor dem IG-Farben Gebäude 400 Goethe-Skulpturen aufgestellt. Mit der temporären Kunst-Installation verwandelt er die Grünfläche in eine Identität stiftende, bildstarke, kommunikative Großskulptur. Damit soll ein Impuls zur zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dem 1749 in Frankfurt geborenen Universalgelehrten gesetzt werden:

Purpurrot, Enzianblau, Honiggelb und Türkisgrün sind die Farben für die monochromen Skulpturen aus Kunststoff. Mit der Farbauswahl wird eine Verbindung zu den Gründungsfakultäten der Goethe-Universität hergestellt: „Die Goethe-Figuren sind Botschafter unserer Universität im Jubiläumsjahr“, so der für das Jubiläum zuständige Vizepräsident, Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz. „Die Goethe-Figuren werfen auch die Frage auf, was uns Goethe heute noch im Hinblick auf das Selbstverständnis der Goethe-Universität sagen kann“, erklärte Schubert-Zsilavecz.

Nach dem „Gastspiel“ in der Grünanlage seiner „Heimat-Universität“ werden einige der Goethe-Figuren noch als Botschafter auf Reisen gehen: Geplant sind Präsentationen in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden sowie den Hessischen Landesvertretungen in Berlin und Brüssel.

„Goethe ist der berühmteste Sohn der Stadt. Goethe IST Frankfurt! Und er ist eine der faszinierendsten Frankfurter Persönlichkeiten. Er war weltoffen, neugierig, blickte über den eigenen Tellerrand, entwickelte in vielen Bereichen eine unglaubliche Bandbreite, das kann Inspiration für zukünftige Generationen sein“, betont der Künstler Ottmar Hörl, der auch Professor für Bildende Kunst und Präsident der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg ist.

In Kooperation mit:

Die Biotest AG tritt  als Sponsor des Rahmenprogramms rund um die Eröffnungsfeier für die Kunstinstallation am 10. Juni hervor: Der Vorsitzender des Vorstandes, Prof. Gregor Schulz, hebt hervor, das die Biotest AG, als forschendes Pharmaunternehmen, eine enge Zusammenarbeit mit der Goethe Universität unterhält, und sich als aktiver Förderer von Wissenschaft und Kunst versteht:  „Die Installation von Ottmar Hörl auf einem der baulich schönsten Universitätsstandorte Europas eröffnet die Möglichkeit, Kunst und Wissenschaft in eine besondere Wechselwirkung treten zu lassen. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Beitrag helfen können, die Wirkung weiter zu erhöhen.“

Der Künstler Ottmar Hörl hat – wie Goethe – in Frankfurt gelebt. So studierte er hier an der Städelschule, der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste. Zahlreiche seiner Werke prägen die Main-Metropole, darunter die weltweit in den Medien präsente „Euro-Skulptur“, „Mr. Quick“ vor dem dpa-Gebäude, die weit sichtbaren plastischen Dachaufbauten auf den Finanzämtern oder die Arbeit „Wortwechsel“, entstanden in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Union Investment GmbH. In zahlreichen Projekten hat er gezeigt, wie die Kunst ihren notwendigen Platz im öffentlichen Leben zurückgewinnen kann. In vielen Städten hat er Kunstprojekte und Installationen realisiert, zuletzt in Wien für die Albertina sowie in Aachen „Karl der Große“. Mit einer seriellen Installation dieser Art ist der Künstler erstmals in Frankfurt aktiv. Seit vielen Jahren überrascht Ottmar Hörl die Welt mit verblüffenden plastischen Konzepten, basierend auf der Maxime „Skulptur als Organisationsprinzip“. Seine Vision: Möglichst viele Menschen in einen kulturellen Diskurs mit einzubeziehen.

Ziel des künstlerischen Konzepts ist es, dass jeder, der mit der Goethe-Installation in Berührung kommt, auch ein Teil davon wird. Zum Abschluss der Präsentation im Juli besteht für die Bevölkerung daher die Möglichkeit, mit Goethe auch ganz privat auch Tuchfühlung zu gehen. Goethe-Fans haben die Möglichkeit ein Exemplar zu erwerben und „ihren Goethe“ mit nach Hause zu nehmen. Jeder neue Besitzer wird somit auch zu einem Botschafter für Goethe, die Goethe-Universität, für Frankfurt und sein kulturhistorisches Erbe. Das finanzielle Risiko für seine aufwändigen Installationen trägt der Künstler selbst.

Informationen:

Die Kunstinstallation ist vom 11. Juni bis 20. Juli 2014 auf dem Campus Westend zu sehen.

Bis Ende der Präsentation besteht noch die Gelegenheit sich eine Skulptur zum vergünstigten Subskriptionspreis zu sichern. Signierte Exemplare können für 500 Euro erworben werden (danach 700 Euro), Auflage 100 Exemplare pro Farbe. Unsignierte Figuren sind für 350 Euro erhältlich.

Kontakt für Reservierungen von Goethe-Figuren: Cornelia Regner-Hörl, E-Mail: shop@ottmarhoerl.de, Internet: www.ottmar-hoerl.de

Weitere Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn, Abteilung Marketing und Kommunikation, Campus Westend, Tel.: 069/798-13035, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jun 6 2014
12:36

Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität veranstaltet Aktionswoche zu Studien- und Arbeitsbedingungen des Fachs.

Erziehung und Bildung zwischen Erwartung und Realität

FRANKFURT. In der Woche vom 10. bis zum 13. Juni 2014 lädt der Fachbereich Erziehungswissenschaften alle Statusgruppen der Goethe-Universität zu einer Aktionswoche ein. An dieser haben sich Studierende, die administrativ Tätigen, der Mittelbau und die Professorinnen und Professoren beteiligt. Eine solche Allianz hat es in der Geschichte des Fachbereichs lange nicht mehr gegeben. Unter dem Titel „Erziehung und Bildung zwischen Erwartung und Realität: Der kritische Blick aus Wissenschaft, Politik, Fachpraxis und Öffentlichkeit“ soll über angemessene Studien- und Arbeitsbedingungen am Fachbereich Erziehungswissenschaften diskutiert werden.

In dieser Aktionswoche soll es um die finanzielle Situation des Fachbereichs Erziehungswissenschaften gehen und Fragen der inneruniversitären Verteilungsgerechtigkeit diskutiert werden. Dabei geht es besonders darum, dass Forschung, Lehre und Studium unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr den eigenen Qualitätsansprüchen genügen kann. Zudem sollen im Gespräch mit hessischen Landespolitikern sowie mit Vertretern aus der pädagogischen Praxis Erwartungen, Ansprüche an die Erziehungswissenschaft und Realitäten der Bildungspolitik diskutiert werden.

An den vier Tagen der Aktionswoche steht jeweils ein Themenfeld im Fokus:

- Am 10.6. diskutiert der Fachbereich mit Landespolitikern über Erziehung, Bildung und Wissenschaft in der hessischen Landespolitik.
- Am 11.6. finden über 20 Workshops mit pädagogischen Praktikern statt, in denen u.a. die gegenseitigen Erwartungen von Wissenschaft und Praxis diskutiert werden.
- Am 12.6. wird es um die Berichterstattung von Bildung, Erziehung und den Forschungsergebnissen des Faches durch die Medien gehen. 
- Am 13.6. wird schließlich auf der Grundlage der Ergebnisse der ersten drei Tage der Dialog mit dem Präsidium der Goethe Universität gesucht.

Der Fachbereich versteht diese Aktionswoche als Teil einer bildungspolitischen Praxis. Diese gehört nicht zuletzt zum Untersuchungs- und Erkenntnisgegenstand der Erziehungswissenschaften. Mit der Aktionswoche will der Fachbereich auch seine Expertise in dem Bereich der Analyse, Reflexion und Kritik von Bildungsinstitutionen einbringen und seine Reichweite in die Gesellschaft kritisch prüfen.

Mehr Informationen zum Programm der Aktionswoche unter http://www.fachschaft04.de/?p=848

Veranstaltungen

Jun 6 2014
12:34

Im Rahmen des 100. Universitätsgeburtstags präsentieren prominente Juristen auf Einladung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Fachbereich Rechtswissenschaft Perspektiven eines internationalen öffentlichen Rechts

Im Spannungsfeld zwischen Regelungsbedarf und Freiheit

FRANKFURT AM MAIN. Jubiläen, insbesondere runde, laden dazu ein, Reisen durch die Zeit zu unternehmen. Fragen der historischen Erfahrung und der Erwartungen, mit denen sich das internationale öffentliche Recht konfrontiert sieht, stehen im Zentrum einer Vortragsveranstaltung, die mit vier prominenten Sprechern den Bogen spannt vom Völkerrecht über Fragen der Internet-Verfassung zum Europarecht.

Termin: Mittwoch, 11.06.2014 von 14 – 20 Uhr
Ort: Campus Westend, Casino, Raum 1.801 

Der erste, völkerrechtlich ausgerichtete Teil der Vorlesungen wird eröffnet von Michael Bothe, emeritierter Professor für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht der Goethe-Universität. Sein Vortrag „Public International Law in Frankfurt“ beschäftigt sich mit der Geschichte der Frankfurter Fakultät. Die historischen Hintergründe als Grundlage künftiger Entwicklungen betrachtet Martti Koskenniemi, Professor für internationales Recht an der Universität Helsinki, mit dem Vortrag: „The Future of Public International Law“.

Aktuelle Problemstellungen stehen im Zentrum des zweiten Teils der Veranstaltung. „The Internet in Global Constitutionalism“ ist der Titel des Vortrags, den Ingolf Pernice, Professor für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Humboldt-Universität zu Berlin, hält. Joseph H.H. Weiler, Professor für Völker- und Europarecht an der New York University School of Law schließt mit „The Future of European (Union) Law“ die Vortragsreihe ab.

Der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und der Fachbereich Rechtswissenschaft freuen sich, mit den vier Referenten nicht nur bedeutende Vertreter ihrer Fachrichtungen, sondern auch außerhalb der akademischen Sphäre bekannte Persönlichkeiten gewonnen zu haben. Michael Bothes Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich des Völkerrechts, insbesondere forscht er zum Friedenssicherungsrecht und zur Rüstungskontrolle, zum humanitären Völkerrecht, zum internationalen Umweltrecht und zum vergleichenden Staats- und Verfassungsrecht. Darüber hinaus leitet Michael Bothe seit 1995 den „Fachausschuss Humanitäres Völkerrecht“ des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und war von 2001 bis 2005 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht.

Martti Koskenniemi ist einer der international führenden Völkerrechtler. Er lehrt Internationales Recht an der Universität Helsinki und ist Direktor des dortigen „Erik Castrén Institute of International Law and Human Rights“. Er war zudem mehrfach Hauser Global Professor of Law an der New York University School of Law (NYU). Außerdem war er auch tätig als Berater des finnischen Außenministeriums sowie Vertreter seines Landes bei der UN-Menschenrechtskommission und der Völkerrechtskommission der Vereinten Nationen. Koskenniemi erhielt im Jahr 2011 die Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität und hielt im gleichen Jahr die Frankfurt Lectures des Exzellenzclusters. Bekannt wurde Koskenniemi unter anderem mit seinen Büchern „From Apology to Utopia. The Structure of International Legal Argument” und „The Gentle Civilizer of Nations: The Rise and Fall of International Law 1870-1960“.

Ingolf Pernice ist Gründer und Direktor des Walter Hallstein-Instituts für Europäisches Verfassungsrecht in Berlin. Das Institut erforscht die Grundlagen, Strukturen und Inhalte einer europäischen Verfassungsordnung und gibt dabei insbesondere auch Politikern aus dem In- und Ausland die Gelegenheit, im Rahmen von Vorträgen und Konferenzen ihre Vorstellungen zur Europa- und Weltpolitik öffentlich zur Diskussion zu stellen. Bekannt wurde Ingolf Pernice für seine Theorie der europäischen Mehrebenenverfassung. Er ist Ehrendoktor der New Bulgarian University in Sofia. 

Joseph H.H. Weiler ist einer der führenden internationalen Europarechtler. Er lehrt als Joseph Straus Professor of Law an der New York University und ist Präsident des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz. Er hat als Mitglied eines Juristen-Gremiums des Europäischen Parlaments am Entwurf zur Europäischen Grundrechtecharta mitgearbeitet. Außerdem vertrat Joseph H.H. Weiler die Regierung von acht Staaten vor der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte im Fall Lautsi vs. Italien. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Abhandlungen, unter anderen „The Constitution of Europe“ und „European Constitutionalism Beyond the State“, Joseph H.H. Weiler ist aber auch mit „Der Fall Steinmann“ Verfasser eines Romans.

Die Jubiläumsveranstaltung findet am Mittwoch, 11. Juni 2014, statt. Nach einer Begrüßung ab 14:00 Uhr sprechen zunächst Michael Bothe („Public International Law in Frankfurt“) und Martti Koskenniemi („The Future of Public International Law“).

Ab 17:00 Uhr halten Ingolf Pernice und Joseph H.H. Weiler die Vorträge „The Internet in Global Constitutionalism“ und  „The Future of European (Union) Law“.

Vortragsort ist der Raum 1.801 im Casino auf dem Campus Westend.

Die Öffentlichkeit und die Presse sind herzlich eingeladen.

Eine weitere Veranstaltung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen des Jubiläumsprogramms „100 Jahre Goethe-Universität“ findet in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am 27. Juni 2014 um 19.00 Uhr im Museum für Moderne Kunst statt.

An diesem Tag hält im Rahmen der Ringvorlesung „Gesetz und Gewalt im Kino“ die an der Universität Mannheim lehrende Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin Angela Keppler, assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters, den Vortrag „Eine Travestie der Gewaltverhältnisse innerhalb und außerhalb des Kinos“ über den Film „Viva Maria!“ (Louis Malle, F-I 1965). Im Anschluss an den Vortrag wird der Film im Original mit Untertiteln vorgeführt; danach wird es die Gelegenheit zur Diskussion geben.

Informationen im Internet:

www.normativeorders.net/gu-100.

Kontakt:

Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin), Tel.: 069/798-31401, rebecca.schmidt@normativeorders.net; www.normativeorders.net

Personalia/Preise

Jun 6 2014
12:33

Akademische Feier zum Abschluss der Week of Science am Campus Riedberg

Neuer Preis für gute Lehre und Umweltpreis

FRANKFURT. Einen neuen Preis für hervorragende Lehre in den Naturwissenschaften hat die Stadt Bad Homburg v.d. Höhe der Goethe-Universität zu ihrem 100jährigen Jubiläum gestiftet. Der Preisträger ist Dr. Markus Fauth, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Molekulare Biowissenschaften. Der mit 1000 Euro dotierte Preis wird in Anwesenheit des Bad Homburger Oberbürgermeisters Michael Korwisi am Freitag, dem 6. Juni um 17 Uhr in der Lounge des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) verliehen. Während der akademischen Feier, die zum Abschluss der Week of Science stattfindet, wird auch der Procter und Gamble-Nachhaltigkeitspreis vergeben.

Der P&G Nachhaltigkeitspreis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird jährlich für die beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit verliehen. Der mit 3000 € dotierte Hauptpreis geht an Dr. Daria Demers-Stepien aus dem Fachbereich Geowissenschaften / Geographie. Sie konnte in ihrer Dissertation zeigen, dass der Ether 1,4-Dioxan in Kläranlagen nicht abgebaut wird und schließt daraus, dass entsprechende Grenzwerte im Trinkwasser definiert und regelmäßig überprüft werden sollten.

Den mit 1500 € dotierten Förderpreis erhält Juliette Halli aus dem Fachbereich Biochemie, Chemie und Pharmazie. Sie entwickelte in ihrer Masterarbeit eine besonders nachhaltige Ein-Topf- und Multikomponentenreaktion zur Herstellung von Aminosäurederivaten. Diese Reaktion benötigt ökologisch weitgehend unbedenkliche Katalysatoren, erzeugt als einziges Nebenprodukt Wasser und ist außerdem auch in ionischen Flüssigkeiten durchführbar.

Informationen:

Preis für hervorragende Lehre: Dr. Cornelius Gröschel, Referat für Hochschulentwicklung, CampusWestend, Tel.: (069) 798-13636, groeschel@pvw.uni-frankfurt.de.

P&G Nachhaltigkeitspreis: Prof. Dr. Heinrich Thiemeyer, Fachbereich Geowissenschaften / Geographie, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798 40 159; thiemeyer@em.uni-frankfurt.de.

Veranstaltungen

Jun 5 2014
10:54

Tagung „The University and the City“ führt im Jubiläumsjahr der Goethe-Universität Entscheider aus Städten und Universitäten der ganzen Welt zusammen, viele davon aus Frankfurts Partnerstädten

Anstiftung zu universitärer Freiheit

FRANKFURT. Die Idee der europäischen Universität ist untrennbar mit dem Gedanken der Autonomie verknüpft. Seit dem späten Mittelalter waren sie Orte, an denen sich die akademische Selbstbestimmung und die Freiheit von Forschung und Lehre als Grundideen der universitären Identität entwickeln konnten. Das Modell einer freien Universität jenseits von Staat und Kirche hat sich inzwischen weltweit verbreitet.

Wie ist es um diese historisch errungenen Freiheiten der Universitäten am Anfang des 21. Jahrhunderts bestellt? Und wie hängt diese Freiheit auch mit dem Geist der Städte zusammen, in denen freie Universitäten wie die Goethe-Universität auch noch im frühen 20. Jahrhundert entstanden? Solche Fragen geht die internationale Tagung „The University and the City 2014“ vom 5. bis zum 7. Juni 2014 an der Goethe-Universität nach. Die Tagung führt erstmals Vertreter von Universitäten zahlreichen Frankfurter Partnerstädte an der Goethe-Universität und im Römer zusammen und wird daher auch von städtischer Seite intensiv mit begleitet und vorbereitet. Mit dabei sind Vertreter aus Partnerstädten wie Toronto, Birmingham, Tel Aviv, Prag, Lyon, Krakau, aber auch aus weiteren Städten wie Philadelphia, Vilnius, Shanghai und Osaka, mit deren Universitäten die Goethe-Universität seit langem kooperiert.

Mit besonderer Spannung in Bezug auf die Bedeutung universitärer Autonomie wird am Donnerstag, den 5. Juni 2014 der Vortrag von Lesley Wilson, Generalsekretärin der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), erwartet. Vor dem Hintergrund ihrer langjährigen internationalen Erfahrung wird Wilson in Ihrem Eröffnungsvortrag auf historische Zusammenhänge und aktuelle Entwicklungen der universitären Autonomie in Europa und der Welt eingehen.

Ein Tagungshighlight ist auch die von Studierenden der Goethe-Universität erstellte Studie „Perspektive 2035“. Die Studierenden haben für die hiesige Metropolregion im Auftrag der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e. V. drei Zukunftsszenarien bis 2035 entwickelt. Im Zentrum steht die Frage, welche Ansprüche und Erwartungen junge Menschen an ein Leben in einer attraktiven Metropolregion im Jahr 2035 haben. Dabei gehen sie besonders auf einen möglichen Wertewandel ein, d.h. die potenzielle Verschiebung persönlicher Prioritäten weg von klassischen Karrieremöglichkeiten und einem Fokus auf monetäre Aspekte hin zu hoher Lebensqualität durch guten sozialen Zusammenhalt und ausgeglichene Work-Life-Balance.

Der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Peter Feldmann, erklärte: „Frankfurt ist die internationalste Stadt Deutschlands. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in einer weit überdurchschnittlichen Quote von Menschen mit ausländischem Pass wieder, die an der Goethe-Universität studieren, lehren und forschen. Auch durch die enge Verzahnung zur Goethe-Universität und den anderen Hochschulen gelingt es Frankfurt immer besser, Spitzenkräfte aus aller Welt nach Frankfurt zu locken. Hier finden sie herausragende Arbeits- und Lebensbedingungen. Stadt und Universität bilden zumindest hier in Frankfurt eine Einheit, was nicht zuletzt auch an der einzigartigen Gründungsgeschichte der Universität liegt. Als erste deutsche Stiftung Universität wurde sie mit Mitteln philanthropischer Frankfurter Bürger aufgebaut und erlangte schnell Weltgeltung.“

Wilhelm Bender, Vorstandsvorsitzender der Freundesvereinigung der Goethe-Universität und Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Rhein-Main hob hervor: „Für eine international vernetzte Region wie Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet ist eine starke Universität unverzichtbar. Überall auf der Welt gewinnen Städte und die sie umgebenden Regionen ihre geistige und ökonomische Stärke durch das intensive Zusammenspiel zwischen Bürgergeist und Innovationskraft. Das trifft auch auf Frankfurt zu. Die Stadt übt aufgrund ihrer Ausstrahlung eine große Anziehungskraft aus auf Spitzenkräfte aus aller Welt wie auch auf internationale Studierende. Diese Anziehungskraft bildet die Basis für den künftigen Erfolg Frankfurts als Wirtschafts- und Wissenschaftsmetropole. Ich wünsche dieser Tagung daher viel Erfolg. Denn sie stellt einen echten Schritt in Richtung einer weiteren Internationalisierung unserer Region dar. Die Goethe-Universität wird damit im 100. Jahr ihres Bestehens zu einem wichtigen Motor für mehr internationale Vernetzung und kann sich damit heute auch im globalen Vergleich sehen lassen.“

Der für die Tagung verantwortliche Vizepräsident, Prof. Rainer Klump, sagte: „Ich bin gespannt darauf, mit universitären Kollegen und kommunalen Vertretern aus aller Welt über die Frage zu diskutieren, wie Universitäten auch in Zukunft Ihre institutionelle und ideelle Eigenständigkeit weiterentwickeln können. Autonomie darf dabei kein Selbstzweck. Sie ist aber aus meiner Sicht seit Jahrhunderten der bestmögliche Rahmen, in dem Universitäten ihre Möglichkeiten entfalten können. Bei der Frage, inwieweit das gelingt, spielt natürlich auch das entsprechende urbane Umfeld eine entscheidende Rolle, wie am Beispiel der Goethe-Universität zu erkennen ist: War sie doch 1914 die erste in Deutschland von Bürgern gestiftete Hochschule. Damit kommt ihr auch eine Vorreiterrolle zu – vor allem seit sie 2008 wieder zu ihrem Stiftungsmodell zurückgekehrt ist.“

Die Goethe-Universität hatte 2013 ein neues Internationalisierungskonzept verabschiedet, in dessen Zentrum vertiefte Beziehungen zu Universitäten der Frankfurter Partnerstädte stehen. Das Format der Konferenz „The Universität and the City“ wurde 2010 an der Goethe-Universität entwickelt und 2012 an der University of Toronto wiederholt.

Getragen wird diese Jubiläumstagung Tagung der Goethe-Universität von einem breiten Netzwerk von Förderern: Neben der Stadt Frankfurt als Mitveranstalterin sind dies der Deutsche Akademische Austausch Dienst, die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e. V., die Aventis Foundation, die Santander Bank, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Tagung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Anmeldungen sind unter der E-Mail-Adresse d.ploner@vdv.uni-frankfurt.de erbeten. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer: http://sid-frankfurt.de/wp-content/uploads/2014/05/University-and-the-City.pdf

 Kontakt: Dr. Mathias Diederich, International Office, Telefon: +49 69/798-15090, -7980, E-Mail:. diederich@em.uni-frankfurt.de

„The University and the City 2014” – Autonomie von Universitäten, Autonomie von Städten, 5. bis 7. Juni 2014, Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum 1.801 (Renate von Metzler-Saal), Grüneburgplatz 1, 60 323 Frankfurt am Main, Beginn: Donnerstag 5. Juni, 12:00 Uhr, Ende: Samstag, 7. Juni, 13:00 Uhr 

Veranstaltungen

Einladung zum Mediengespräch

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Goethe-Universität feiert in diesem Jahr ihr 100 jähriges Bestehen. Einer der künstlerischen Höhepunkte ist die Goethe-Installation des mit Frankfurt eng verbundenen, international renommierten Konzeptkünstlers Prof. Ottmar Hörl, der unter anderem das weltbekannte Euro-Zeichen auf dem Vorplatz der Europäischen Zentralbank schuf. Vom 11. Juni bis 20. Juli 2014 verwandeln 400 serielle Goethe-Figuren den Campus Westend in eine öffentlichkeitswirksame, Identität stiftende Großskulptur.

Das Präsidium der Goethe-Universität, der Künstler sowie der Sponsor Biotest AG möchten Sie aus diesem Grund

am Dienstag, den 10. Juni 2014
um 11.00 Uhr, IG Farben-Gebäude,
Eisenhower-Saal (Raum 1.314, 1. Etage)
Campus Westend der Goethe-Universität
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt/Main.

bei einem Mediengespräch über diese einzigartige Kunstaktion informieren. Im Anschluss an die Pressekonferenz besteht die Gelegenheit, zusammen mit dem Künstler die Kunst-Installation vor Ort zu besichtigen. Die Teilnehmer des Mediengesprächs stehen dort auch für Interviews zur Verfügung.

Ihre Gesprächspartner:

  • Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität
  • Professor Ottmar Hörl, Konzept-Künstler
  • Prof. Gregor Schulz, Vorsitzender des Vorstandes Biotest AG

Die Biotest AG ist Sponsor des Rahmenprogramms der Eröffnungsfeier für die Goethe-Installation.

Bitte lassen Sie uns bis 6. Juni 2014 per E-Mail (ott@pvw.uni-frankfurt.de) wissen, ob Sie an der Pressekonferenz teilnehmen werden. Wir freuen uns auf einen inspirierenden Vormittag mit Herrn Prof. Ottmar Hörl und Ihnen.

Weitere Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn, Abteilung Marketing und Kommunikation, Campus Westend, Tel.: 069/798-13035, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de, Dr. Dirk Frank, Abteilung Marketing und Kommunikation, Campus Westend, Tel.: 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

Und der Pressestelle von Ottmar Hörl: Eva Schickler M.A. Tel.: 0911 436592, Mobil 0151 70827722, evaschickler@yahoo.de

Pressestelle der Biotest AG: Dr. Monika Buttkereit, Tel: 06103 801 4406 

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn

Veranstaltungen

Jun 2 2014
14:38

Goethe Universität und Santander Bank laden zur Eröffnung der neuen Serviceeinrichtung für internationale Forscher ein. 6. Juni, 15 Uhr, Campus Riedberg

Startschuss für das Goethe Welcome Centre

Medieneinladung

FRANKFURT. Feierliche Eröffnung auf dem Campus Riedberg: Das Goethe Welcome Centre (GWC) ist die zentrale nichtakademische Beratungsstelle und Serviceeinrichtung für internationale Professoren, Postdoktoranden und  Doktoranden mit GU-Arbeitsvertrag. Darüber hinaus unterstützt das GWC aktiv die sozio-kulturelle und sprachliche Integration der internationalen Forscher. Dazu gehören Freizeitaktivitäten, Exkursionen, das Patenprogramm, Seminare und auch Kurse für Deutsch als Fremdsprache auf unterschiedlichen Niveaus. Gefördert wird das GWC durch eine großzügige Unterstützung der Santander Bank.

Die feierliche Eröffnung des Goethe Welcome Centre findet statt am

6. Juni, 15 Uhr, im Biozentrum, Gebäude N100, Raum 010,
Max-von-Laue-Str. 9, Campus Riedberg.

Es sprechen: Prof. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität; Pedro de Elejabeitia, Member of Board, Santander Consumer Bank AG; Dr. Martin Bickl, Leiter des International Office an der Goethe-Universität.

Bitte teilen Sie uns mit (presse@uni-frankfurt.de), ob wir mit Ihrem Kommen rechnen können.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dirk Frank
Pressereferent

Mehr Informationen zum Goethe Welcome Centre unter http://www2.uni-frankfurt.de/45476115/Willkommen

Veranstaltungen

Jun 2 2014
14:36

Kongress „The University and the City“ bringt im Jubiläumsjahr Spitzenvertreter von Frankfurts Partnerstädten aus Wissenschaft und Politik zusammen/Vorstellung einer studentischen Studie zur Zukunft Frankfurts

Die Welt zu Gast an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Die gemeinsame Tagung „The University and the City“ von Goethe-Universität und Stadt Frankfurt führt vom 5. bis 7. Juni 2014 Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft aus Frankfurts Partnerstädten und anderen Teilen der Welt anlässlich des Jubiläums an der Goethe-Universität zusammen. Thematisch stehen die Autonomie von Hochschulen und Städten und die dadurch entstehende Wechselwirkung für die Anziehungskraft und das geistige Potenzial urbaner Räume im Fokus. Anlässlich der Tagung möchten wir Ihnen zentrale Gedanken und Akteure dieser Tagung in einem Mediengespräch vorstellen und dabei gleichzeitig die studentische Studie „Perspektive 2035“ präsentieren, die im Auftrag der Wirtschaftsinitiative Rhein-Main drei Zukunftsszenarien bis 2035 für Frankfurt und die Region entwickelt.

Wann: Donnerstag, 5. Juni 2014, 10.30 Uhr

Wo: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, 1. Etage, Raum 1.801 (Renate von Metzler-Saal), Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main

Ihr Gesprächspartner:

Professor Rainer Klump, Vizepräsident der Goethe-Universität und Tagungsverantwortlicher

Professor Lesley Wilson, Generalsekretärin der Vereinigung europäischer Universitäten

Prof. Wilhelm Bender, ehemaliger Vorstandsvorsitzender Fraport, Vorstandsvorsitzender der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe Universität

Studierende/r, der/die an der Studie mitgewirkt hat.

Hinweis: Die Tagung ist öffentlich, der Eintritt frei. Anmeldungen sind unter der E-Mail-Adresse d.ploner@vdv.uni-frankfurt.de erbeten.

„The University and the City 2014” – Autonomie von Universitäten, Autonomie von Städten, 5. bis 7. Juni 2014, Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum 1.801 (Renate von Metzler-Saal), Grüneburgplatz 1, 60 323 Frankfurt am Main, Beginn: Donnerstag 5. Juni, 12:00 Uhr, Ende: Samstag, 7. Juni, 13:00 Uhr

Über Ihr Interesse freuen wir uns. Bitte teilen Sie uns mit (ott@pvw.uni-frankfurt.de), ob wir mit Ihrem Kommen rechnen können.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher Goethe-Universität

Hochschulpolitische Themen

Jun 2 2014
14:18

Goethe-Universität bundesweit erfolgreichste Universität bei den Deutschland-Stipendien

Verantwortung für Studierende

FRANKFURT. Unter allen deutschen Hochschulen ist die Goethe-Universität die erfolgreichste beim Einwerben von Deutschlandstipendien. Im vergangenen Jahr konnte sie insgesamt 867 Studierende mit monatlich 300 Euro unterstützen. In einer teuren Stadt wie Frankfurt ist das für Studierende ein echtes Plus im Portemonnaie. Möglich wurde dies durch Spenden von Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und Alumni, die knapp 800.000 Euro aufbrachten.  Dazu kommt ein Bundesanteil in derselben Höhe, so dass die Goethe-Universität im Jahr 2013 fast 1.6 Mio. Euro an ihre Stipendiaten ausschütten konnte.

Universitätspräsident Professor Werner Müller-Esterl bezeichnet dies als großen Erfolg der Stiftungsuniversität, der es immer besser gelinge, private Mittel für Forschung und Lehre, aber eben auch für die Studienfinanzierung zu gewinnen. „Die Goethe-Universität übernimmt hier Verantwortung für ihre Studierenden. Ohne die Einbindung unserer Universität in Stadt und Region wäre ein solcher Erfolg undenkbar.“

Er hob hervor, dass von den Stipendien Studierende aller Fachbereiche und sozialer Schichten profitieren. „Die Stipendien werden an leistungsstarke Studierende vergeben. Berücksichtigt werden dabei nicht nur Noten, sondern auch Leistungen wie zum Beispiel das gesellschaftliche Engagement der Aspiranten“, sagte der Präsident.

Was das Frankfurter Modell des Deutschlandstipendiums auszeichne sei das ideelle Begleitprogramm. In insgesamt 14 Mentorengruppen arbeiten die Stipendiaten an Projekten wie zum Beispiel der Verbesserung der Lebenssituation von Randgruppen. „Damit geben unsere Stipendiaten der Stadt und der Region etwas zurück“, sagte Müller-Esterl. Das ideelle Begleitprogramm war im letzten Jahr vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden.

Der Präsident dankte den Bürgerinnen und Bürger sowie den Unternehmen der Stadt und der Region für ihr bemerkenswertes Engagement für die klugen Köpfe von morgen. „Ich finde es großartig, dass Menschen wie Unternehmen das Deutschland-Stipendium zu ihrer Sache gemacht haben.“ Gerade in ihrem Jubliäumsjahr hat die Goethe-Universität, die am 18. Oktober 2014 ihren 100. Geburtstag feiert, Großes vor: sie will insgesamt 2,4 Millionen Euro für Deutschland-Stipendien ausschütten. Damit könnten etwa 1.5% ihrer Studierenden in den Genuss eines Stipendiums kommen.

Veranstaltungen

Mai 30 2014
12:32

Im Rahmen des 100-jährigen Universitätsjubiläums spricht Seyla Benhabib auf Einladung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ zu historischen Dimensionen und aktuellen Fragen der Kritischen Theorie

Öffentlicher Jubiläumsvortrag von Seyla Benhabib

FRANKFURT. Von der „Negativen Dialektik“ zu einem „Kosmopolitismus ohne Illusionen“: Der Vortrag mit dem Titel „Der ethisch-politische Horizont der Kritischen Theorie: Gestern und heute“ ist eine tour d'horizon der Kritischen Theorie von Horkheimer und Adorno in den 1930ern über Jürgen Habermas‘ Werk bis in die Gegenwart.

Gehalten wird er von Seyla Benhabib, Eugene Meyer Professorin für Politische Wissenschaften und Philosophie an der Yale University, einer politischen Denkerin, die diese Tradition fortschreibt, indem sie den philosophischen Diskurs der Moderne mit neuen Themen und den wichtigen Fragen unserer Zeit konfrontiert: Wie lassen sich jene Formen der Unterdrückung, die durch Exil, Staatenlosigkeit und Flucht entstehen, gesellschaftstheoretisch artikulieren? Wie relevant ist die Idee der Kritik als Krisentheorie für den Umgang mit aktuellen Erscheinungen des globalen Finanzkapitalismus? Lassen sich die verschiedenen, manchmal konkurrierenden Denkrichtungen der Kritischen Theorie zu einem kohärenten Verständnis dieser Tradition zusammenführen? Welche Brüche, welche Kontinuitäten weisen die Methoden und Ideen der Frankfurter Schule aus, die als Kritische Theorie weit über Frankfurt hinaus Heimstätten gefunden hat? Was verbindet Benhabibs Utopie eines Kosmopolitismus ohne Illusionen mit der Hoffnungslosigkeit der Negativen Dialektik der frühen Kritischen Theorie?

Seyla Benhabib gilt als eine der bedeutendsten politischen Philosophinnen unserer Zeit und ist Preisträgerin zahlreicher Ehrungen, darunter der Ernst Bloch Preis 2009 und der Meister Eckart-Preis 2014. Zu den wichtigsten Büchern gehören Kritik, Norm und Utopie. Die normativen Grundlagen der Kritischen Theorie (1992); Selbst im Kontext: Kommunikative Ethik im Spannungsfeld von Feminismus, Kommunitarismus und Postmoderne (1995), Der Streit um Differenz (1993), Hannah Arendt. Die melancholische Denkerin der Moderne (2006), Die Rechte der Anderen (2008) und Gleichheit und Differenz (2013).

Seyla Benhabib, die von 1979 bis 1981 mit Jürgen Habermas am Starnberger Max-Planck Institut forschte und für das folgende Jahrzehnt mit ihm nach Frankfurt wechselte, ist bis heute aufs engste mit der Goethe-Universität verbunden, die sie ihre „zweite alma mater“ nennt. Ihr erstes großes Werk Kritik, Norm und Utopie, in dem sich Benhabib erstmals mit den normativen Grundlagen der Kritischen Theorie auseinandersetzt, ist, so blickt sie zurück, „der Ertrag meiner Lehrjahre in Frankfurt“. Seit 2007 ist Seyla Benhabib Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität. Der Vortrag gehört zu den Veranstaltungen, mit denen sich der Exzellenzcluster an dem Jubiläumsprogramm „100 Jahre Goethe-Universität“ beteiligt.

Der Festvortrag von Prof. Seyla Benhabib mit dem Titel „Der ethisch-politische Horizont der Kritischen Theorie: Gestern und heute“ findet statt am Mittwoch, 4. Juni, um 19:30 Uhr und wird auf Deutsch gehalten. Vortragsort ist der Hörsaal HZ 5, im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend. Die Öffentlichkeit und die Presse sind herzlich eingeladen.

Eine weitere Veranstaltung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen des Jubiläumsprogramms „100 Jahre Goethe-Universität“ findet in Kooperation mit dem Fachbereich Rechtswissenschaften am 11. Juni 2014 ab 14 Uhr auf dem Campus Westend statt. An diesem Tag beteiligen sich die führenden Vertreter des Völkerrechts, darunter Prof. Martti Koskenniemi, Universität Helsinki und Prof. Joseph H. H. Weiler, New York University School of Law, mit Vorträgen zur Zukunft des Völker- und Europarechts an der Ringvorlesung "Rechtswissenschaft in Frankfurt vor den Herausforderungen der nächsten 100 Jahre".

Informationen im Internet: www.normativeorders.net/gu-100.

Kontakt: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin), Tel.: 069/798-31401, rebecca.schmidt@normativeorders.net; www.normativeorders.net

Personalia/Preise

Mai 30 2014
12:30

Bewerbungen mit Beiträgen zu Hochschul- und Wissenschaftspolitik, die nach dem 1. Januar 2013 erschienen sind, bis 31. Juli 2014 möglich

Goethe-Medienpreis prämiert herausragenden Journalismus

FRANKFURT. Der Goethe-Medienpreis für hochschul- und wissenschaftspolitischen Journalismus von Goethe-Universität und FAZIT-Stiftung ging mit einer Ausschreibung im Fachmagazin „Der Journalist“ im Mai 2014 in eine neue Ausschreibungsrunde. Bewerben können sich bis zum 31. Juli 2014 mit ihren hochschul- und wissenschaftspolitischen Beiträgen alle Vertreter von Print- und Online-Medien sowie Hörfunk aus dem deutschsprachigen Raum sowie von deutschsprachigen Medien aus aller Welt.

Der Goethe-Medienpreis, der im zweijährigen Turnus ausgeschrieben wird, ist einzigartig in Deutschland. Bis zu seiner Gründung 2008 gab es keine vergleichbare Auszeichnung, die Beiträge von wissenschafts- und hochschulpolitisch tätigen Journalisten prämierte. Diese Gattung von Journalismus stand stets im Schatten einer forschungsorientierten Wissenschaftsberichterstattung.

Der Pressesprecher der Goethe-Universität, Dr. Olaf Kaltenborn, auf dessen Initiative der Preis ins Leben gerufen wurde, sagte: „Der Goethe-Medienpreis lenkt den Fokus auf ein unterschätztes Feld des deutschen Journalismus und verschafft ihm das verdiente Maß an Aufmerksamkeit. In den vergangenen Jahren ist es immer gelungen, Beispiele für herausragenden Journalismus zu prämieren und die Preisträger einer bundesweiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dies ist zusamen mit der FAZIT-Stiftung auch 2014 unser Ziel.“

In der letzten Ausschreibungsrunde 2012 hatten sich insgesamt knapp 40 Medienvertreter um den Preis beworben, überwiegend von überregionalen Leitmedien wie Der Spiegel, Die Zeit Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) sowie Deutsche Universitäts-Zeitung (DUZ). 2012 waren die beiden Redakteure, Dr. Tanjev Schulz und Roland Preuß von der Süddeutschen Zeitung für die Aufdeckung der Plagiats-Affäre um den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg („Verteidigungsfall“) mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden.

In seiner Laudatio der beiden Preisträger hatte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Prof. Bernhard Kempen, der gleichzeitig Mitglied der Jury ist, hervorgehoben: „Der Artikel „Verteidigungsfall“ ist verständlich und stilistisch herausragend. Indem er das wissenschaftliche Fehlverhalten des damaligen Medienstars zu Guttenberg zum Thema macht, hat er markante Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich von Wissenschafts- und Hochschulpolitik einem breiten Publikum vermittelt. Ihr Bericht über die Affäre Guttenberg ist und war notwendig. Er wirkt im Zuge der Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Standards weiter.“

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist am 31. Juli kommt im November 2014 die Jury in Frankfurt zusammen, um die Preisträger zu bestimmen; im Januar 2015 ist die feierliche Preisverleihung an der Goethe-Universität.

Je Bewerber ist nur ein Beitrag zulässig. Im Falle einer thematisch orientierten Artikelserie eines Autoren-Teams wird der Preis auf die Mitglieder der Autorengruppe aufgeteilt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bewerberinnen und Bewerber schicken bitte ihre formlose Bewerbung mit dem entsprechenden Beitrag zusammen mit einer maximal einseitigen Begründung, weshalb sie Ihre Arbeit für preiswürdig halten, unter dem Stichwort „Goethe-Medienpreis“ an folgende Adresse: Goethe-Universität Frankfurt, Abteilung Marketing und Kommunikation, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main.

Der Jury des Goethe-Medienpreises gehören führende Medien- und Wissenschaftsvertreter an:

  • Prof. Dr. Bernhard Kempen (Präsident des Deutschen Hochschulverbandes),
  • Prof. Dr. Margret Wintermantel (Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes),
  • Werner D‘Inka (Co-Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung),
  • Prof. Dr. Christian Floto (Abteilungsleiter Wissenschaft und Bildung, Deutschlandfunk),
  • Prof. Dr. Reinhard Grunwald (Generalsekretär a.D. der Deutschen Forschungsgemeinschaft),
  • Dr. Martin Doerry (DER SPIEGEL)
  • Dr. Wolfgang Heuser (Herausgeber Deutsche Universitätszeitung)

 

Nähere Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn, Abteilung Marketing und Kommunikation, Campus Westend, Tel.: 069/798-13035, Fax.: 069/798 763 12531, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

http://goethe-medienpreis.uni-frankfurt.de/  (Seite wird Anfang Juni aktualisiert)

Veranstaltungen

Mai 28 2014
15:07

Der Autor der „Vermessung der Welt“ und neue Poetikdozent beginnt seine Vorlesungsreihe am 3. Juni, 18 Uhr, Campus Westend

Frankfurter Poetikvorlesungen mit Daniel Kehlmann

FRANKFURT. Mit Daniel Kehlmann wird ein Autor die Frankfurter Poetikdozentur innehaben, der mit seinem Bestseller „Die Vermessung der Welt“ (2005) einen der größten deutschen Bucherfolge der Nachkriegszeit publiziert hat. Unter dem Titel „Kommt, Geister“ wird Kehlmann im Sommersemester 2014 ab dem 3. Juni vor einem akademischen Publikum und einer literarisch interessierten Öffentlichkeit Einblick in sein künstlerisches Schaffen geben und über Grundlagen und Bedingungen zeitgenössischen literarischen Schreibens sprechen.

Im aktuellen UniReport (erscheint am 30. Mai) betont Kehlmann  unter anderem seine Bewunderung für die Vorträge von Ingeborg Bachmann, die sie im Rahmen der ersten Frankfurter Poetikvorlesungen gehalten hat. Kehlmann spricht im Interview ebenfalls über seine Vorliebe für TV-Serien und die Treue zu seinem Füller.

Link zum Interview (PDF)

Sein Debüt gab Kehlmann 1997 mit dem Roman „Beerholms Vorstellung“. Mit „Ich und Kaminski“ (2003) gelang ihm sowohl in Deutschland als auch international der große Durchbruch. Diesen Erfolg konnte Kehlmann mit „Die Vermessung der Welt“ noch übertreffen. Sein jüngster Roman „F“ erschien 2013 und wurde in die Longlist des Deutschen Buchpreises 2013 aufgenommen. Für sein Werk, das in viele Sprachen übersetzt und zum Teil auch verfilmt wurde, erhielt er zahlreiche Preise, u.a. den Förderpreis des Österreichischen Bundeskanzleramts (2003), den Kleist-Preis (2006), den Thomas-Mann-Preis (2008) und den Nestroy-Theaterpreis (Autorenpreis) (2012).

„Kommt, Geister“ – Frankfurter Poetikvorlesungen mit Daniel Kehlmann (Sommersemester 2014)

3.6., 10.6., 17.6., 24.6., 1.7. Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ1/2.

Beginn jeweils 18 Uhr c.t., Eintritt frei.
Abschlusslesung: 2. Juli 2014, Literaturhaus Frankfurt
Begleitausstellung: „Fenster zur Stadt“, Braubachstraße 18-22 

Mehr Informationen zur Stiftungsgastdozentur Poetik unter www.poetikvorlesung.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mai 28 2014
14:21

Am 2. Juni spricht Dr. Thomas Schäfer in der Vorlesung „Public Finance“ zum Thema: Länderfinanzausgleich und Kommunaler Schutzschirm in Hessen

Gastvortrag: Hessens Finanzminister Schäfer kommt an die Goethe-Universität

FRANKFURT. Im Rahmen der Vorlesung (mit Übung) „Public Finance“ von Dr. Vilen Lipatov (Lehrstuhl Prof. Dr. A. Weichenrieder) wird Finanzminister Dr. Schäfer am Montag einen Gastvortrag über die praktische Finanzpolitik des Öffentlichen Sektors am Beispiel des Landes Hessen halten. Schwerpunktthemen werden der Länderfinanzausgleich und der Kommunale Schutzschirm sein. Dabei geht es um einen Aufriss der jeweiligen Problematik, gesetzliche und verfassungsrechtliche Vorgaben, politische Weichenstellungen, Handlungsoptionen und finanzielle Auswirkungen bei vertikaler und horizontaler Umverteilung.

Wann? Montag, 2. Juni 2014, 12.15 – 13.45 Uhr
Wo? Hörsaalgebäude Raum HZ 12 (oberstes Stockwerk), Goethe-Universität, Campus Westend.

Dr. Thomas Schäfer hat nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Kreissparkasse Biedenkopf ein Jura-Studium an der Marburger Philipps-Universität aufgenommen. Parallel dazu arbeitete er weiterhin für die Sparkassengruppe, u.a. auch als Dozent in der Aus- und Weiterbildung, sowie später nebenberuflich als Dozent für Privates und Öffentliches Recht an der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) in Marburg.

Nach der Promotion zum Dr. jur. war er zunächst als Syndikusanwalt bei der Commerzbank AG in Frankfurt/Main beschäftigt und wurde dann 1999 Leiter des Ministerbüros des damaligen Hessischen Justizministers Dr. Christean Wagner. Im Anschluss folgte eine Tätigkeit als Leiter der Grundsatzabteilung und Büroleiter des Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Dieser berief ihn 2005 zum Staatssekretär im Hessischen Ministerium der Justiz, 2009 folgte der Wechsel als Staatssekretär ins Hessische Ministerium der Finanzen. Für dasselbe Ressort berief ihn 2010 Ministerpräsident Volker Bouffier zum Staatsminister. Seitdem ist Thomas Schäfer Hessischer Minister der Finanzen.

Veranstaltungen

Mai 28 2014
14:20

Studiengalerie 1.357 eröffnet Ausstellung mit 25 Bildern, die 1996 in dem damals leeren Gebäude aufgenommen wurden – Bis 17. Juli geöffnet

Fotografien von Günther Förg: Das IG-Farben Haus in der Phase des Übergangs

FRANKFURT. Die Ausstellung „Das IG-Farben-Haus /Architekt Hans Poelzig“ rund um Günther Förg (1952-2013) und seine Fotografien des Gebäudes eröffnet am Mittwoch (4. Juni) um 20 Uhr in der Studiengalerie 1.357 im IG-Farben-Haus, Campus Westend. Die Goethe-Universität Frankfurt stellt die 1996 entstandenen Aufnahmen bis 17. Juli öffentlich aus. Förgs Fotoarbeiten vom Zentralgebäude der IG-Farbenindustrie AG werden damit erstmals an ihrem Entstehungsort präsentiert.

Die 22 Fotografien des Gebäudes aus dem Jahr 1996 zeigen die Innenräume und die Fassade eines verlassenen, menschenleeren Ortes im Zustand des Übergangs. In blassen Farben führen Detailansichten die geometrisch gerasterte Fassade und die konvex-konkaven Formen des Baus in ihrer Abstraktion vor. Im Zentrum stehen die Spannungen zwischen architektonischer Form und fotografischer Darstellung. Der repräsentierte Raum der Fotografien kann immer auch als flächige geometrische Anordnung gesehen werden. Besucher der Ausstellung sollen bei der Betrachtung der Bilder, die sich auf die Architektur des leerstehenden Gebäudes beschränken, auch zu historischen Assoziationen zur Firmenzentrale der I.G. Farben als Monument des industrialisierten Völkermordes angeregt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das IG-Farben-Haus als Hauptquartier der US-Army in Europa. 1996 erwarb die Hessische Landesregierung das Gebäude für den Umzug der Goethe-Universität vom Campus Bockenheim in das Westend. Seit 2001 wird das Gebäude von der Universität genutzt. Förgs Fotografien entstanden zwischen diesen beiden Nutzungsphasen.

Der Künstler Günther Förg, der sich neben der Fotografie auch mit Malerei und Skulpturen beschäftigte, wandte sich immer wieder der Architektur zu – vor allem der des Rationalismus und der Moderne des 20. Jahrhunderts. Förg war besonders von den neoklassizistischen Bauten Italiens fasziniert und setzte bereits früheren Erkundungen, der als faschistoid verschmähten Architektur, das Innere eines Bauwerks aus der Spätphase des Expressionismus entgegen: das von Hans Poelzig 1928 entworfene I.G. Farben–Haus in Frankfurt. Die Arbeiten von Förg wurden u.a. bereits 2011 in der Frankfurter Galerie Bärbel Grässlin ausgestellt.

Förgs Fotografien dokumentieren nicht nur die zugleich raumgreifenden wie flächigen Elemente der modernen Architektur. Vielmehr stellen sie das Verhältnis von Fläche und Raum auch als ein fotografisches Gestaltungselement aus. Die Auswahl der Motive findet zudem eine Entsprechung in den monochromen Wandmalereien des Künstlers. Ebenso erinnert die geometrisch gerasterte Fassade an Förgs abstrakte Bildkompositionen.

Die Studiengalerie 1.357 ist während des Semesters von Montag bis Donnerstag zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet. In der Studiengruppe „Geschichtspolitik Gedächtnispolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“ arbeiten Studierende und Lehrende verschiedener Disziplinen in enger Kooperation mit dem Städel Museum projektorientiert an der Erforschung des bildlichen Umgangs moderner Gesellschaften mit Geschichte. Die Studiengruppe stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus.

Informationen: Prof. Dr. Bernhard Jussen, Historisches Seminar, Campus Westend, Tel.: 069/798-32424, jussen@em.uni-frankfurt.de; Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter für Kunst nach 1945 am Städel Museum, Tel.: 069/605098210, engler@staedelmuseum.de; Dr. Henning Engelke, Kunsthistorisches Institut, Campus Bockenheim, Tel 069/798-23470, engelke@kunst.uni-frankfurt.de; Nicole Kreckel, Studentische Mitarbeiterin der Studiengalerie 1.357, frau.n.kreckel@stud.uni-frankfurt.de; Blog der Studiengalerie: http://studiengalerie1357.wordpress.com .

Veranstaltungen

Mai 28 2014
14:18

Vortrag des belgischen Wissenschaftler Sébastien Fevry in der Mittwochskonferenz des Forschungszentrums für historische Geisteswissenschaften

Frankreich, der „sepia film“ und die nationalen Erinnerungsdynamiken

FRANKFURT. Der belgische Wissenschaftler Sébastien Fevry nimmt in einem öffentlichen Vortrag die Welle nostalgischer Kinoproduktionen in Frankreich in den Blick, die während der Präsidentschaftszeit Nicolas Sarkozys ihren Höhepunkt fand und von einigen Filmkritikern als „sepia cinema“ bezeichnet worden ist. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Mittwochskonferenz des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften am Mittwoch (4. Juni) um 18 Uhr im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend, statt.

Nach dem Erfolg von Les Choristes (Barratier 2004, dt. Die Kinder des Monsieur Mathieu) erschien eine größere Zahl an Filmen, die auf gewisse Art altmodisch erscheinen – wie etwa Le Petit Nicolas (Tirard 2009, dt. Der kleine Nick) oder La Nouvelle Guerre des Boutons (Barratier 2011, dt. Krieg der Knöpfe). Interessant an diesen Filmen ist das idealisierte Bild der Vergangenheit, in dem die französische Gesellschaft dargestellt wird, die zusehends auf ihre nationale Erinnerung fixiert ist.

Der Vortrag „Sepia cinema in Nicolas Sarkozy’s France. Nostalgia and National Identity“ beschäftigt sich mit den Erinnerungsdynamiken, an denen das „sepia cinema“ in den soziokulturellen Kontexten Frankreichs teilhat. Sébastien Fevry möchte im Detail zeigen, dass das Verhältnis zwischen politischem Raum und „sepia film“ weitaus komplexer ist als das Phänomen einer einfachen Echokammer. Der Referent ist Professor am Institut für Sprache und Kommunikation der Katholischen Universität in Louvain, Belgien.

Informationen: Prof. Dr. Bernhard Jussen, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798- 32427, jussen@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Veranstaltungen

Mai 28 2014
14:17

Die Bürger-Universität präsentiert ein Frankfurter Kind und einen berühmten Alumni der Goethe-Universität – Theodor W. Adorno

Vordenker der Frankfurter Schule

FRANKFURT. Nach Ludwig Erhard dreht sich im Rahmen der Bürger-Universität alles um den wohl berühmtesten Alumnus der Goethe-Universität, Theodor W. Adorno. Sein Name ist nicht nur eng mit der Goethe-Universität verbunden, sondern auch mit der Frankfurter Schule bzw. der Kritischen Theorie und der Stadt selbst.

Um Adornos Zeit in Frankfurt soll es dann auch im Vortrag von Reinhard Pabst gehen. Denn was genau wissen wir eigentlich über diese Zeit des Philosophen, Soziologen, Musiktheoretikers und Komponisten?

„Teddie“ – wie Adorno von Weggefährten genannt wurde - war früh der Musik und Philosophie zugetan. Letztere wurde ihm besonders durch seinen 14 Jahre älteren Freund Sigfried Kracauer vermittelt. Nach seinem Studium an der Frankfurter Universität, folgte ein Aufenthalt in Wien, dann ging es zurück nach Frankfurt. Im nationalsozialistischen Deutschland der Anfangsjahre blieb Adorno als Halbjude zwar „Handlungsspielraum“, dennoch emigrierte er 1938 in die USA. Fünf Jahre nach seiner Rückkehr nach Frankfurt übernimmt er die Leitung des wiedereröffneten Instituts für Sozialforschung. Besonders in den 1960er Jahren gelten Adorno sowie seine Kollegen Max Horkheimer und Herbert Marcuse als die theoretischen Köpfe der Studentenbewegung. Deren gewalttätige Zuspitzung lehnen sie jedoch strikt ab.

Die Veranstaltung ist Teil der vom Soziologen Prof. Tilman Allert konzipierten Vortragsreihe: „Deutsche Biografien – Wie wir wurden, wer wir sind“. Die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität stellt an insgesamt sechs Abenden Lebensläufe berühmter Protagonisten deutscher Sozial- und Kulturgeschichte vor. Stellvertretend für die Biografie der deutschen Nation betrachtet Reinhard Pabst, freier kulturhistorischer Autor, auch die individuellen Voraussetzungen Theodor W. Adornos und präsentiert neuentdeckte biografische Dokumente zu Werk und Leben.

Patriot der eigenen Kindheit – Theodor W. Adorno
Referent: Reinhard Pabst, freier kulturhistorischer Autor

am: Montag, 02. Juni 2014, um 19.30 Uhr,
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt

Anfahrt: www.stadtbuecherei.frankfurt.de

Eintritt frei

Das komplette Programm der 11. Frankfurter Bürger-Uni:  www.buerger.uni-frankfurt.de