​​​​​Pressemitteilungen ​

Sonstige

Apr 30 2013
14:55

Fortbildungsprogramm „Buch- und Medienpraxis“ startet Initiative – Wochenend-Workshop mit Profis

„dauerWelle“ – ein Campusradio von Studierenden für Studierende

FRANKFURT. Die Goethe-Universität bekommt im Sommersemester ihr eigenes Campus-Radio: Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, damit die „dauerWelle“ Anfang Juli auf Sendung gehen kann. Auf Initiative des Fortbildungsprogramms Buch- und Medienpraxis wurden Fördergelder eingeworben und die Rahmenstrukturen für den online-Sender geschaffen. Studierende des Programms entwickelten Name, Logo und Website des Radios.

Nach der Startphase werden die Studierenden der GU ihre „dauerWelle“ eigenständig betreiben. Ziel ist es, ein Campusradio zu schaffen, das die Studierendenschaft sowohl als Hörer erreicht, als auch aktiv in die eigene Arbeit einbindet – ein Campusradio von Studierenden für Studierende, bei dem alle ihre Ideen einbringen können.

Den großen Auftakt bildet ein Kick-off-Workshop am kommenden Wochenende (4. und 5. Mai) mit Hörfunkexperten von hr, FFH, YOU FM sowie von den erfolgreichen Campus-Radios Mephisto 97.6 aus Leipzig und Radio Q aus Münster. Bei der Veranstaltung wird grundlegendes Praxis-Know-how vermittelt: auf dem Programm stehen u.a. Workshops zu Interviewführung, Schreiben fürs Sprechen, Schnitttechnik, Recherche- und Redaktionsabläufen. Zugleich entwickeln die Studierenden die Programmstruktur ihres Radios und organisieren sich in Redaktionsgruppen. Direkt im Anschluss an den Workshop geht die praktische Arbeit mit Unterstützung durch Redaktions-Paten vom hr weiter. Die Resonanz auf das Angebot ist sehr positiv: Alle 60 Plätze sind belegt, weitere 20 Interessenten stehen auf der Warteliste.

Studierende erhalten so die Chance, sich praktisch mit dem Medium Radio vertraut zu machen, nicht zuletzt im Hinblick auf einen möglichen Berufseinstieg. Zudem wird das Engagement bei der „dauerWelle“ in das Modulsystem des Bachelor- und Masterstudiums integriert. Studierende können sich ihre Mitarbeit in Form von Credit Points anrechnen lassen.

Informationen: Maren Illinger und Malte Kleinjung, Fortbildungsprogramms Buch- und Medienpraxis, Campus Westend, Tel: (069)798-23626, dauerwelle@uni-frankfurt.de, www.dauerwelle.uni-frankfurt.de/, www.buchundmedienpraxis.de

 

Veranstaltungen

Apr 30 2013
10:50

Der renommierte Politikwissenschaftler hält zum Semesterstart im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften einen Vortrag über die Realisierungszwänge von Politik. Donnerstag, 7. Mai, 18 Uhr, Campus Westend

Claus Leggewie zu Gast an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Von der Agenda 2010 über die Schuldenbremse bis zu verbindlichen Klimaschutzzielen der EU – politische Entscheidungen sind zunehmend unter einen Realisierungszwang in der näheren und ferneren Zukunft gestellt, um die Chancen künftiger Generationen zu wahren. Politik im Modus von Futur zwei – lässt sich Solidarität mit Ungeborenen oder der Zwang von Ökodienstleistungen mit dem Freiheitsversprechen verbinden? Prof. Dr. Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) Essen, spricht in seinem Vortrag auf Einladung des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften zum Thema

„Wie weiter? Vorüberlegungen zu einer Geschichtsschreibung der Zukunft“.

Dienstag, 7. Mai 2013, 18 Uhr s.t., Raum 1.G191, PEG-Gebäude, Campus Westend.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Claus Leggewie gehört zu den bekanntesten politischen Publizisten Deutschlands und ist Autor zahlreicher politischer Sachbücher und politikwissenschaftlicher Studien. Er ist Direktor des renommierten Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) Essen und Co-Direktor des Käte Hamburger-Kollegs „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“. Seine aktuellen Forschungen befassen sich mit der Politik und Kultur des Klimawandels, mit der Entwicklung des europäischen Südens und der Globalisierung von Kulturen und Religionen. Zuletzt erschien „Zukunft im Süden. Wie die Mittelmeerunion Europa wiederbeleben kann“ (2012); „Unter Piraten. Erkundungen in einer neuen politischen Arena“ (2012); „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie“ (2009).

Weitere Informationen:  Prof. Dr. Sighard Neckel, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Institut für Soziologie, Goethe-Universität Frankfurt a. M., Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel. (069) 798-36572 /-36593; http://www.fb03.uni-frankfurt.de/soziologie/sneckel

Hochschulpolitische Themen

Apr 30 2013
10:47

Vereinbarung in Frankfurt unterzeichnet

TU Darmstadt und Goethe-Universität bekräftigen strategische Partnerschaft

FRANKFURT. Die Goethe-Universität Frankfurt und die Technische Universität Darmstadt werden im Rahmen einer strategischen Partnerschaft in Forschung, Lehre und Weiterbildung zukünftig noch enger zusammenarbeiten. Die Universitätspräsidenten Professor Werner Müller-Esterl und Professor Hans Jürgen Prömel unterzeichneten in Frankfurt eine entsprechende Vereinbarung.

Bei regelmäßigen Treffen werden sich die Präsidien beider Hochschulen in der Struktur- und Entwicklungsplanung künftig noch enger abstimmen, unter anderem hinsichtlich neuer Forschungskooperationen, der Einrichtung und Aufhebung von Studiengängen, der Curricula und Prüfungsordnungen kooperierender Fächer, der Graduiertenprogramme, der Ausschreibung von Professuren und der Koordination der E-Learning-Aktivitäten.

„Durch die enge Abstimmung in nahezu allen Bereichen schaffen wir langfristig eine Profilierung beider Partneruniversitäten, die sich hervorragend ergänzen und gegenseitig stärken. Gleichzeitig eröffnen wir unseren Studierenden breitere Perspektiven und vermeiden ineffiziente Doppelungen“, sagt TU-Präsident Prömel.

„Wir wollen in komplementären Disziplinen Synergien schaffen und in verwandten Fächern gemeinsame Schwerpunkte bilden. Dazu werden wir die bestehenden kooperativen Forschungsprojekte weiterentwickeln und offensiv neue Projekte angehen“, ergänzt der Präsident der Goethe-Universität Müller-Esterl.

Als führende Forschungsuniversitäten Hessens arbeiten die TU Darmstadt und die Goethe-Universität Frankfurt auf Basis der im Jahr 2005 vereinbarten strategischen Partnerschaft auf vielen Gebieten eng zusammen: In der Lehre können Studierende kooperierender Fachbereiche nicht nur an Lehrveranstaltungen der jeweiligen Partner-Uni teilnehmen, Leistungsnachweise erwerben und Teilprüfungen ablegen, sondern auch die gemeinsamen Master-Studiengänge „Politische Theorie“ und „Internationale Studien/Friedens- und Konfliktforschung“ studieren. In der Forschung arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Partneruniversitäten in Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereichen und anderen Forschungsprojekten – wie im Frankfurter Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, im Darmstädter House of IT oder im LOEWE-Zentrum HIC for FAIR – Seite an Seite. Dazu entstehen laufend weitere kooperative Forschungsprojekte, zuletzt auf dem Gebiet der Dentaltechnik zwischen dem Fachbereichs Maschinenbau der TU Darmstadt und dem Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität.

Personalia/Preise

Apr 29 2013
10:35

Helmut Grubmüller ist Rolf-Sammet-Gastprofessor an der Goethe-Universität

Nanomaschinen bei der Arbeit zusehen

FRANKFURT. 2008 kürten die renommierten Fachzeitschriften „Nature“ und „Science“ eine Publikation mit dem Titel "Proteine bei der Arbeit" zu einem der Forschungs-Highlights des Jahres. Einer ihrer Autoren war Helmut Grubmüller vom Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen. Der Biophysiker ist ein weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Theoretischen und Computergestützten Biophysik. Er erforscht vor allem die Funktion komplexer Proteine, die biochemischen "Nano-Maschinen" in der Zelle. Vom 7. bis 15. Mai ist er Rolf-Sammet-Gastprofessor an der Goethe-Universität. Die öffentliche Vorlesung mit dem Titel „May the force be with you: Biomachines at work“

am:     Dienstag, den am 7. Mai 2013 um 17.15 Uhr
im:       Biozentrum, Campus Riedberg, Hörsaal B1

richtet sich an eine interessierte Öffentlichkeit.

Eine der wichtigsten Nano-Maschinen, deren Funktion Grubmüller aufgeklärt hat, ist die F-ATPase. Mit ihrem Durchmesser von einem 10 Millionstel Millimeter ist sie der kleinste Motor der Welt. Im Körper synthetisiert sie das Molekül Adenosintriphosphat (ATP), den universellen Träger chemischer Energie. Um die einzelnen Phasen der Umwandlung von mechanischer in chemische Energie in der F-ATPase bis ins atomare Detail aufzuklären, hat die Arbeitsgruppe von Grubmüller aufwändige Computersimulationen gemacht. Zwei Jahre Rechenzeit eines Großcomputers waren dafür erforderlich.

Grubmüllers Arbeit ist unter anderem für die medizinische Grundlagenforschung von Bedeutung – so die 2008 gekürte Arbeit über das Ubiquitin. Das im Körper allgegenwärtige kleine Protein markiert beschädigte oder ausgediente Proteine für die Zerlegung im „Schredder“ der Zelle, dem Proteasom. Ist diese Funktion gestört, können zahlreiche Krankheiten entstehen, unter anderem Krebs, Alzheimer oder Parkinson. Zusammen mit Bert de Groot und Christian Griesinger konnte Grubmüller aufklären, wie das Molekül es schafft, ganz unterschiedliche Partnermoleküle zu erkennen und zu binden. Das Ubiquitin stellte sich als wahrer Verwandlungskünstler heraus; innerhalb von Mikrosekunden ändert es fortwährend seine Form. Passt eine dieser Formen zufällig zu einem seiner Partner, binden sich die beiden Proteine spontan aneinander.

Helmut Grubmüller, Jahrgang 1965, hat an der Technischen Universität München Physik studiert und dort 1994 auch promoviert. Danach arbeitete er als Assistent in der Sektion Physik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Stipendiat der EMBO, einer europäischen Organisation zur Förderung von Exzellenz in den Lebenswissenschaften, ging er an die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich. 1998 gründete am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen die Arbeitsgruppe "Theoretische molekulare Biophysik". Seit 2005 ist er Direktor des Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie.

Die Rolf-Sammet-Gastprofessur zählt zu den ältesten Gastprofessuren an der Goethe-Universität. Sie wurde 1985 von der Hoechst Aktiengesellschaft ins Leben gerufen und wird heute vom Rolf Sammet-Fonds der Aventis Foundation in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität vergeben. Jedes Jahr wird ein international renommierter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Chemie/Biochemie nach Frankfurt eingeladen, um sein Forschungsgebiet und seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte in kompakter Form vorzustellen. Neben Vorlesungen, Seminar- und Laborbesuchen gehören dabei auch öffentliche Vorträge an der Universität Frankfurt zum Programm. Von den 27 bisherigen Preisträgern haben 10 inzwischen den Nobelpreis in Chemie oder Medizin erhalten. 

Informationen: Prof. Josef Wachtveitl, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-29351, wveitl@theochem.uni-frankfurt.de.

Veranstaltungen

Apr 29 2013
10:32

Erste Veranstaltung der Reihe findet an der Goethe-Universität statt. 6. Mai, 18.30 Uhr, Campus Westend

„Helmholtz&Uni“ — Neues Dialogforum zur künftigen Wissenschaftslandschaft

FRANKFURT. Mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Helmholtz&Uni“ will die Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mit Universitäten offen über das Zusammenspiel von Universitäten und der außeruniversitären Forschung diskutieren – und zwar dort, wo seit Jahrhunderten das Herz der Wissenschaft schlägt: an den Universitäten selbst. „Helmholtz & Uni“  wird von nun an mehrmals im Jahr stattfinden und aktuelle Fragen zur Entwicklung der deutschen Hochschullandschaft und des deutschen Wissenschaftssystems aufgreifen. Auftakt ist am 6. Mai in der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Wie wird Wissenschaft künftig organisiert sein? Welchen Stellenwert werden die Universitäten haben? Welche Kooperationsformen werden die Forschung am effizientesten fördern? Und welche Rolle sollen und können außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie die Helmholtz-Gemeinschaft zukünftig spielen?

Wenn es um die Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems geht, sind viele Fragen offen. Die Antworten müssen Hand und Fuß haben, denn sie werden die Zukunft unsere Wissenschaftslandschaft prägen. Helmholtz&Uni gibt verschiedensten Standpunkten ein Forum und lädt zum offenen Dialog ein.

Die erste Helmholtz&Uni-Veranstaltung findet

Montag, 6. Mai 2013, um 18.30 Uhr an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Präsidiumsgebäude, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt a. M.

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Stefanie Dimmeler, Universitätsklinik Frankfurt
  • Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft
  • Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt a.M.
  • Prof. Dr. Wolf Singer, Max Planck Institute for Brain Research / Ernst Strüngmann Institute (ESI) for Neuroscience in Cooperation with Max Planck Society

Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard (Hessischer Rundfunk)

Helmholtz&Uni ist eine öffentliche Veranstaltung. Die nächste Helmholtz&Uni findet im Juni 2013 statt. www.helmholtz.de

Weitere Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter Marketing und Kommunikation, Tel. (069) 798-13035, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Apr 26 2013
10:22

Ausgezeichnete Dissertationen zu Themen der Verteilungsentscheidung und der Compliance

Baker & McKenzie-Preis 2012 geht an zwei Rechtswissenschaftler

FRANKFURT. Zwei herausragende Dissertationen aus dem Bereich des Wirtschaftsrechts werden heute Nachmittag (Freitag) mit dem diesjährigen Baker & McKenzie-Preis ausgezeichnet. Die beiden Preisträger Matthias Hamdorf und Daniel Klösel nehmen die mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Auszeichnung  während der Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität  entgegen.

Matthias Hamdorf erhielt den Preis für seine Dissertation „Die Verteilungsentscheidung. Transparenz und Diskriminierungsfreiheit bei der Zuteilung knapper Güter“, die Prof. Dr. Georg Hermes betreute. „Wie das aktuelle Problem der Verteilung von Journalistenplätzen vor dem Prozess des Oberlandesgerichts München zeigt, hat das Thema erhebliche aktuelle Bedeutung“, so Hermes. Die Aktualität zeige sich außerdem bei Unternehmen in den Netzsektoren Strom, Gas und Eisenbahn, die eine marktbeherrschende oder eine Monopolstellung besitzen. Denn das allgemeine Wettbewerbsrecht oder das sektorspezifische Regulierungsrecht der Netzwirtschaften verpflichte diese Unternehmen zu Verteilungsverfahren und Verteilungsentscheidungen, die mit denen staatlicher Stellen durchaus vergleichbar seien. Die Laudatio während des Festaktes hält Prof. Dr. Günter Frankenberg.

Daniel Klösel bekommt die Auszeichnung für sein Werk „Compliance-Richtlinien – Zum Funktionswandel des Zivilrechts im Gewährleistungsstaat“. Diese Dissertation betreute Prof. Dr. Gunther Teubner. „Daniel Klösels Arbeit fragt am Beispiel auf transnationaler Geltung angelegter Compliance-Richtlinien in multinationalen Unternehmen, ob und inwieweit sich diese Form privater Selbstregulierung mit dem überkommenen Rechtsbegriff, mit dem internationalen Privatrecht und mit der Privatrechtsordnung schlechthin vereinbaren lässt. Diese Frage verneint er und entwickelt für alle drei Felder eine jeweils grundlegend neue Konzeption“, verdeutlicht Prof. Dr. Manfred Weiss, der stellvertretend für Teubner die Laudatio hält. Die Untersuchung könne prägenden Einfluss haben, wenn über den Funktionswandel des Privatrechts und über den Stellenwert privater Selbstregulierung im Kontext einer öffentlich-privaten Steuerungsarchitektur debattiert werde.

„Die Förderung von ausgezeichneten juristischen Nachwuchskräften ist uns ein besonderes Anliegen“, betonte Dr. Christian Reichel, geschäftsführender Partner von Baker & McKenzie Deutschland und Österreich, und gratulierte den beiden Preisträger Matthias Hamdorf und Daniel Klösel zu ihren hervorragenden Dissertationen. Der Baker & McKenzie-Preis wird seit 1988 jährlich an junge Rechtswissenschaftler der Goethe-Universität verliehen. Baker & McKenzie zählt heute mit mehr als 4.000 Anwälten an 73 Standorten und einem weltweiten Umsatz von über 2,3 Milliarden US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr zu den größten und leistungsstärksten Anwaltskanzleien der Welt.

Informationen: Iris Meinking, Baker & McKenzie Partnerschaftsgesellschaft,  Tel. (069) 299 08 322, iris.meinking@bakermckenzie.com

Veranstaltungen

Apr 26 2013
10:10

Gemeinsame Veranstaltung der Montagsgesellschaft und Studierenden des Deutschland-Stipendiums stellt die Frage nach Zukunft des Bildungssystems. Kultusministerin Nicola Beer im Gespräch mit Schulleitern

Konferenz zum Thema Bildungsgerechtigkeit

FRANKFURT. „Gute Bildung für die Reichen – Mittelmaß für Jedermann. Der Weg in Deutschlands Zukunft?“ So lautet der Titel der 1. Frankfurter Bildungskonferenz, die am 29. April an der Goethe-Universität stattfindet. Organisiert wurde die Veranstaltung von Goethe-Stipendiaten des Deutschland-Stipendiums und der Montagsgesellschaft. Zum Auftakt wird Hessens Kultusministerin Nicola Beer mit Leitern Frankfurter Schulen unter anderem darüber sprechen, ob qualitativ hochwertige Bildung ohne finanziellen Beitrag der Eltern überhaupt noch zu bewerkstelligen ist.

Montag, 29. April 2013, um 19:30 Uhr. Goethe-Universität, Gebäude: Casino/Festsaal. Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main.

Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang mit Imbiss. Anmeldungen unter info@montagsgesellschaft.de

Weitere Informationen: Dr. Stefan Knoll, Vorsitzender der Montagsgesellschaft e. V., Tel. 0172-8479512, info@montagsgesellschaft.de

Zum Deutschland-Stipendium in Frankfurt: Die Goethe-Universität, die 2012 bundesweit die zweitmeisten Deutschlandstipendien (382) eingeworben hat, unterstützt das Deutschlandstipendium mit einem einzigartigen ideellen Förderprogramm: Mentoren und Studierende entwickeln Konzepte, die der gesamten Region zugute kommen - vom Umweltpreis über das friedliche Fußballstadion bis hin zum studentischen Wohnen. Eine Stipendiatengruppe hat gemeinsam mit der Montagsgesellschaft die 1. Frankfurter Bildungskonferenz organisiert. Mehr Infos unter http://www2.uni-frankfurt.de/44476311/GruppeO

Veranstaltungen

Apr 25 2013
15:42

Vortrag des Philosophen Darrel Moellendorf am 6. Mai 2013 am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität

Wer bezahlt für den Klimaschutz – und warum?

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Der Klimawandel ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Nun gilt es, das Ausmaß strikt zu begrenzen und die Folgen in den Griff zu bekommen. Doch das erfordert Anstrengungen, ist ganz ohne Verzicht nicht zu haben – und kostet Geld. Wer aber soll diese Lasten tragen? Da sind zum einen die Industrienationen, die lange Zeit fast ausschließlich für die Treibhausgase verantwortlich waren. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr aufstrebende Länder, die durch den Einsatz billiger fossiler Energie zum Wohlstand des Westens aufschließen wollen. Wen kann man nun mit welcher Begründung in die Pflicht nehmen? Diese Frage wird insbesondere auch auf den Klimakonferenzen der Vereinten Nationen diskutiert. Was dabei zur Debatte steht, erläutert und bewertet der amerikanische Philosoph Darrel Moellendorf in einem öffentlichen Vortrag zum

Thema: „Uno-Klimakonferenzen – Wer soll die Kosten des Klimawandels tragen?
am: Montag, den 6. Mai 2013, um 19.00 Uhr
Ort: Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe

Darrel Moellendorf ist Professor für Philosophie und Direktor des Institute for Ethics and Public Affairs an der San Diego State University in Kalifornien. Aktuell gehört er zu den renommierten Gastwissenschaftlern der Forschergruppe „Justitia Amplificata: Erweiterte Gerechtigkeit“, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Goethe-Universität gefördert wird. Moellendorf lebt und arbeitet als Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg. Die Einführung und Moderation seines dortigen Vortrags liegt in den Händen von Rainer Forst, Professor für Politische Theorie, Direktoriumsmitglied des Forschungskollegs, Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und stellvertretender Sprecher der „Justitia“-Gruppe.

Darrel Moellendorf hat in Bad Homburg das Manuskript eines Buches fertiggestellt. Es behandelt den „Gefährlichen Klimawandel“, heißt mit vollem Titel „Dangerous Climate Change: Values, Poverty, and Policy“ und wird noch in diesem Jahr im Verlag Cambridge University Press erscheinen. Darin bezieht sich Moellendorf auf die 1992 ins Leben gerufene Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, die „United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC)“. Auch in seinem Vortrag wird er auf das internationale Abkommen verweisen, mit dem ein kontinuierlicher Verhandlungsprozess zum Schutz des Klimas ins Leben gerufen wurde. Die Konvention, der mittlerweile 195 Staaten beigetreten sind, biete, so Moellendorf, die bestmögliche Basis für eine vernünftige Übereinkunft im Umgang mit dem Klimawandel.

In Artikel 3 der Klimakonvention heißt es, „die Vertragsparteien sollen auf der Grundlage der Gerechtigkeit und entsprechend ihren gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und ihren jeweiligen Fähigkeiten das Klimasystem zum Wohl heutiger und künftiger Generationen schützen“. Konkret kann der Klimaschutz beispielsweise daraus bestehen, mehr für Energie zu bezahlen, weil erneuerbare Energie teurer ist als Kohle, Öl und andere fossile Stoffe. Bei der Frage, wer diese Kosten auf sich nehmen sollte, werden im Kern zwei Prinzipien diskutiert. Nach dem Verursacherprinzip (polluter-pays) sollen die Kosten in ein Verhältnis zu der Schadstoffmenge gesetzt werden, die ein Land emittiert oder in der Vergangenheit emittiert hat. Nach dem Prinzip der Zahlungsfähigkeit (ability-to-pay) sollen die Staaten die Kosten übernehmen, die dazu in der Lage sind.

Das Polluter-pays-Prinzip mag auf den ersten Blick plausibel sein. Es hat aber, so Moellendorf, einige gravierende Schwachstellen. Zum einen können Industriestaaten nicht ohne weiteres für Emissionen verantwortlich gemacht werden, die Jahrzehnte zurückliegen. Denn damals waren die Auswirkungen so noch nicht absehbar. Jetzt, wo der Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und von Menschen verursachten Klimaveränderungen erwiesen scheint, müssten auch die weniger entwickelten Länder bezahlen, weil sie sich ja der Folgen ihres Handels bewusst sein müssten. Weniger entwickelte Länder sind bei ihrer Energiegewinnung allerdings auf die nach wie vor relativ billigen fossilen Brennstoffe angewiesen. Höhere Kosten könnten ihre weitere Entwicklung nicht nur hemmen, sondern zu noch größerer Armut führen.

Auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die UNFCCC jedem Staat ausdrücklich das Recht auf eine nachhaltige Entwicklung zuspricht, plädiert Darrel Moellendorf für ein Konzept einer verteilenden und ausgleichenden Gerechtigkeit im internationalen Maßstab, bei der manche Staaten - deren anhaltender Wohlstand nicht zuletzt mit einer langen Phase der CO2-Produktion verbunden ist - soziale Verantwortung übernehmen und die Hauptlast des Klimaschutzes tragen.

Die interessierte Öffentlichkeit ist nach vorheriger Anmeldung herzlich willkommen.

Anmeldung: Andreas Reichhardt, Tel: (06172) 13977-16, Fax: (06172) 13977-39, a.reichhardt@forschungskolleg-humanwissenschaften.de, www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Informationen: Ingrid Rudolph, Geschäftsführerin des Forschungskollegs, Tel.: 06172-13977-10, i.rudolph@forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Veranstaltungen

Apr 25 2013
15:04

Informationsabend am 23. Mai auf dem Campus Westend

Bewerbung für neuen Jahrgang der „Buch- und Medienpraxis“ an der Goethe-Universität Frankfurt

FRANKFURT. Zum Wintersemester 2013/14 startet ein neuer Kurs des Fortbildungs-programms „Buch- und Medienpraxis“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Die Bewerbungsfrist für den zweisemestrigen Studiengang läuft bis zum 31. Juli 2013. Das in der Bundesrepublik einzigartige Programm wendet sich an qualifizierte Hochschulabsolventen und -absolventinnen und vermittelt zwischen dem geistes-, kultur- und gesellschaftlichen Studium einerseits, der buch- und medienbezogenen Berufspraxis andererseits.

Interessenten erhalten am 23. Mai (Donnerstag) ab 19 Uhr (Campus Westend, Casino, Raum 1.812), ausführliche Informationen zum Programm. Darüber hinaus stellen sich Dozenten und Dozentinnen vor und aktuelle und ehemalige Teilnehmer berichten von ihren Erfahrungen.

Dazu kooperiert die „Buch- und Medienpraxis“ seit 1997 mit Verlagen, Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsendern und Museen sowie anderen kulturellen Einrichtungen außerhalb der Universität. Die Dozentinnen und Dozenten sind profilierte Vertreter aus diesen Bereichen und machen die Teilnehmer durch berufspraktische Übungen mit dem Erwartungshorizont ihres Berufsfeldes vertraut. Am Ende mehrere Kurse steht die Durchführung eigener Veranstaltungen und Projekte durch die Teilnehmer.

In den insgesamt zwölf Kursen, die an drei Abenden der Woche (Montag, Dienstag, Mittwoch) von 18 bis 22 Uhr stattfinden, befassen sich die maximal 30 Teilnehmer mit den Themen Lektorat, Buchhandel und Verlagswesen, Hörfunkredaktion, Fernsehredaktion, Zeitungsredaktion, Literaturkritik, Medienkritik, Öffentlichkeitsarbeit, Kulturmanagement, Ausstellungskonzeption sowie Online-Publishing.

Informationen: Prof. Dr. Heinz Drügh (Wissenschaftliche Leitung), Maren Illinger und Malte Kleinjung (Koordination), Fortbildungsprogramm „Buch- und Medienpraxis“, Institut für Deutsche Sprache und ihre Didaktik, Campus Westend, Tel:( 069)798-23626, Fax: 069/798-25093, bmp@lingua.uni-frankfurt.de, www.buchundmedienpraxis.de

Hochschulpolitische Themen

Apr 25 2013
15:04

Tarifeinigung sieht Gehaltssteigerung von 2,8 Prozent in zwei Stufen sowie Einmalzahlungen vor

Mehr Gehalt für Beschäftigte der Goethe-Universität

FRANKFURT. Die Goethe-Universität und die Gewerkschaften ver.di, GEW und der dbb haben am 24. April eine Tarifeinigung erzielt. Ab dem 1. Juli 2013 sollen die Gehälter der Tarif-Beschäftigten an der Goethe-Universität um 2,8 Prozent steigen. Zum 1. April 2014 erfolgt dann eine weitere Steigung um 2,8 Prozent. Dazu sollen zwei Einmalzahlungen kommen: Im Juli 2013 eine Einmalzahlung von 450 Euro, im April 2014 dann noch einmal 225 Euro. Die Erhöhung entspricht dem Tarifabschluss für die Beschäftigten des Landes Hessen. Holger Gottschalk, Kanzler der Goethe-Universität, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir freuen uns, dass wir uns mit den Gewerkschaften in konstruktiven Gesprächen auf diesen Abschluss einigen konnten.“

Auszubildende bekommen rückwirkend zum 1. Januar 2013 einen festen monatlichen  Zuschlag von 50 Euro und ab dem 1. Januar 2014 eine Gehaltserhöhung von 3 Prozent. Wichtige Änderungen ergeben sich mit dem neuen Tarifvertrag auch beim Urlaubsanspruch. Rückwirkend zum 1. Januar haben Beschäftigte nun – unabhängig vom Alter – 30 Tage Urlaub im Jahr, Auszubildende 27 Tage. Der neue Tarifvertrag läuft bis Ende 2014.

Weitere Informationen: Manfred Gerlach, Bereichsleiter Personal und Recht, Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Grüneburplatz 1, 60323 Frankfurt am Main. Tel. (069) 798-17140, M.Gerlach@em.uni-frankfurt.de

Hochschulpolitische Themen

Apr 24 2013
14:08

Goethe-Universität erneut als „Ökoprofit-Betrieb“ ausgezeichnet

Mehr Öko durch weniger Energieverbrauch

FRANKFURT. Die Goethe-Universität erhält dieses Jahr bereits zum dritten Mal eine Auszeichnung für ihr Engagement beim Thema Energie sparen. Am gestrigen Dienstag zeichnete Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig insgesamt 21 Frankfurter Unternehmen als „Ökoprofit Betrieb Frankfurt 2013“ aus. Ein Jahr lang hatten die Unternehmen Zeit, vom Einsatz von LEDs, über Gebäudedämmung bis zur Müllvermeidung, energiesparende Umweltmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. In dieser Runde unterzog  die Goethe-Universität das Nebengebäude des IG-Hochhauses einem Energiecheck und bestand die anschließende Prüfung der Experten-Kommission.

Im Detail wurden dort folgende Verbesserungen erzielt:

Erneuerung der Heizungspumpen: Die alten Heizungsumwälzpumpen im Nebengebäude des IG-Hochhauses wurden im Februar dieses Jahres durch Hocheffizienzpumpen ausgetauscht. Damit sollen Stromeinsparungen für den Betrieb der Pumpen selbst von rund 25 Prozent erzielt werden. Einsparung 630 kWh/a Strom, 240kg/a C02.

Erneuerung der Kälteanlage: Auch für die bestehende Kältemaschine steht ein Austausch an (Einbau voraussichtlich im Mai).  Durch den Einsatz der neuen bedarfsgerechten Maschine wird hier eine Stromeinsparung von circa 35 Prozent erwartet. Einsparung: 58.900 kWh/a Strom, 22.560 kg/a C02.

Für ihr Umweltengagement wurde die Goethe-Universität bereits zweimal als „Ökoprofit-Betrieb“ ausgezeichnet: im vergangenen Jahr  in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk für das Casino-Gebäude am Campus Westend und ein Jahr davor für das IG-Hochhaus.

Mehr Informationen:  www.oekoprofit-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 23 2013
16:14

Vortrag von Karen Vousden über die „Wächter des Genoms“

Schottische Krebsforscherin an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Die renommierte Krebsforscherin Karen Vousden, Direktorin des Beatson Institute for Cancer Research in Glasgow, besucht die Goethe-Universität im Rahmen der Vortragsreihe „Perspectives in Oncology“. In ihrem  Vortrag geht sie auf die Rolle des Proteins p53 ein, das in der Literatur als „Wächter des Genoms“ bezeichnet wird. 50 Prozent aller menschlichen Tumore sind auf eine Mutation des p53-Gens zurückzuführen, welches somit eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Krebs spielt.

Wann? Montag, 29. April 2013, 18:15 Uhr
Wo? Klinikum der Goethe-Universität, Hörsaal-Gebäude 22

p53 ist ein Schlüsselprotein mit enormer Bedeutung.  Bei Schädigung der DNS – etwa durch Bestrahlung oder spontane Mutationen – wird es vermehrt exprimiert. In der Folge wird der Zellzyklus angehalten und der programmierter Zelltod ausgelöst, um Schlimmeres zu verhindern.  Fehlt dieser Tumorsuppressor, beginnen sich Zellen mit einer geschädigten DNA unkontrolliert zu teilen; es entstehen Tumore.

Vousden und ihr Team versuchen mit Hilfe von bestimmten Medikamenten, die in Krebszellen verloren gegangene p53-Funktion wiederherzustellen. Die Forscher hoffen, das Krebswachstum auf diese Weise aufhalten und die entarteten Zellen töten zu können.

Informationen: Prof. Ivan Dikic, Insitut für Biochemie II, Campus Niederrad, Tel: (069) 6301-5652, ivan.dikic@biochem2.de.

Veranstaltungen

Apr 23 2013
16:08

Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität startet am 29. April mit der Biografie von Angela Merkel

„Ich will dem Land dienen“

FRANKFURT. Jeder kennt sie, Angela Merkel ist Deutschlands erste Bundeskanzlerin. Wer ist diese Frau? Wie wurde sie zu einer der einflussreichsten Politikerinnen unserer Zeit? Beantworten will diese Frage der erste Vortrag im Rahmen der Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität, „Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien“. Prof. Tilman Allert, Kurator der Reihe und Referent des Abends, stellt die Pfarrerstochter aus Hamburg in den Mittelpunkt seiner soziologischen Betrachtungen. Angela Merkel wächst zur Zeit der SED-Herrschaft im deutschen Osten auf. Ihr beruflicher Werdegang spiegelt Wertvorstellungen, die für das Nachkriegsdeutschland bestimmend wurden. Doch so prägnant sich ihr Gestaltungswille über die Grenzen der nationalen Politik hinaus Gehör verschafft, so wenig bekannt sind diese biografischen Voraussetzungen ihres Aufstiegs in die Politik.

Bereits zum dritten Mal untersucht Tilman Allert bekannte Biografien aus unterschiedlichsten Bereichen. An insgesamt sechs Abenden werden von Allert und weiteren Referenten Lebensläufe vorgestellt und dabei exemplarisch Stationen der deutschen Sozial- und Kulturgeschichte entworfen.

„Ich will dem Land dienen“ - Angela Merkel

am: Montag, 29. April 2013, um 19.30 Uhr,
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt

Weitere Vorträge:

  • 6. Mai 2013 / Dr. Michael Maaser
    Vincent Klink
    Häuptling eigener Herd
  • 27. Mai 2013 / Melanie Mühl
    Frank Elstner
    Der Chronist des Samstagabends
  • 10. Juni 2013/ Prof. Tilman Allert
    Alice Schwarzer
    Kampf gegen die weibliche Ohnmacht
  • 24. Juni 2013 / Prof. Regine Prange
    Gerhard Richter
    „Meine Bilder sind klüger als ich“
  • 8. Juli 2013 / Stefan Lukschy
    Loriot
    „Sagen Sie jetzt bitte nichts“

Beginn jeweils um 19.30 Uhr / Eintritt frei

Anfahrt: www.stadtbuecherei.frankfurt.de

Das komplette Programm der 9. Frankfurter Bürger-Uni:  www.buerger.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 22 2013
11:58

Institut für Studien der Kultur und Religion veranstaltet öffentliche Ringvorlesung

Islam zwischen historischer Wirklichkeit und Transzendenz

FRANKFURT. Seine Ringvorlesung im Sommersemester hat das Institut für Studien der Kultur und Religion der Goethe-Universität unter das Thema gestellt: „Historizität und Transzendenz im Islam: Geschichte, Recht und Offenbarung“. Dabei geht es um das Spannungsverhältnis zwischen der historischen Wirklichkeit und dem religiösen Anspruch auf das Transzendente – also das Übersinnliche. Dieses ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um das Hinterfragen der islamischen Theologie geht, die damit ihrem wissenschaftlichen Anspruch im universitären Kontext gerecht wird.

In der öffentlichen Vorlesungsreihe werden sowohl klassische als auch kontextbezogene und moderne Fragestellungen thematisiert. Dazu bieten sich verschiedene methodische wie thematische Schwerpunkte an, die die Referenten aus dem In- und Ausland mit ihren Vorträgen in deutscher Sprache abdecken. Die Vorlesungen finden jeweils dienstags zwischen 18 und 20 Uhr auf dem Campus Bockenheim, Jügelhaus H 12 (3. Etage) statt.

Das Programm im Detail:

30. April 2013
Prof. Dr. Mojtahed Shabestari / Teheran: „Die Koranische Offenbarung: eine menschliche Lesart“

14. Mai 2013
Prof. Dr. Alexander Flores / Bremen „Das Sakrale und das Säkulare im Islam“

28. Mai 2013
Dr. Abdelmalek Hibaoui / Tübingen: „Universalität und kulturelle
Partikularität im islamischen Recht“

11. Juni 2013
Dr. Sarhan Dhouib / Kassel: „Das Verhältnis zwischen Philosophie und Theologie am Beispiel des Offenbarungsbgeriffes bei Al-Farabi“

25. Juni 2013
Prof. Dr. Mohamed Turki / Tunis- Frankfurt: „Geschichte und Offenbarung. Eine historische Annäherung am Beispiel von Hicham Djait“

9. Juli 2013
Dr. Ludwig Ammann /Freiburg: „Islamische Geschichtsschreibung: Geschichte und Metageschichte“

Informationen: Dr. Jameleddine Ben Abdeljelil, Institut für Studien der Kultur und Religion, Campus Bockenheim, Tel. (069) 798-32752, benabdeljelil@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 22 2013
11:55

Studiengalerie 1.357 zeigt „The Horrorshow file“ des ägyptischen Künstlers Wael Shawky

Zeitgenössische Videokunst erzählt Kreuzzüge aus arabischer Perspektive

FRANKFURT. Vom 25. April bis 6. Juni wird in der Studiengalerie 1.357 auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ein neues Werk zeitgenössischer Videokunst präsentiert: Der Künstler und documenta 13-Teilnehmer Wael Shawky aus Alexandria entführt den Betrachter mit der Arbeit „The Horrorshow file“ in die Zeit der Kreuzzüge und erzählt die Geschichte dieser Ära aus arabischer Perspektive. Zur Eröffnung der Studiengalerie gibt es am Mittwoch (24. April) um 20 Uhr eine Einführung in Shawkys Arbeit, zu der alle Interessierten in das IG-Farben-Haus, Raum 1.357 eingeladen sind. Geöffnet ist die Studiengalerie montags bis donnerstags von 12 bis 17 Uhr.

Bei dieser großangelegten Produktion verbindet der Künstler Elemente des Puppentheaters, Kabaretts und des Spielfilms. Dabei unterlegt der 32-Jährige das neu geschaffene Genre mit digitalen Klangwelten. Der Zusammenhang zwischen Form und Inhalt scheint verschlüsselt und erzeugt eine eigenartige Spannung. Blutrünstige Gefechte, Gesang, Tanz, Predigt und Stille wechseln sich in rücksichtsloser Reihenfolge miteinander ab, wobei der Betrachter in einen Zustand einer befremdlichen Verzauberung verfällt, der er sich kaum entziehen kann.

„The Horrorshow file“ ist der erste Teil der aufwendigen Produktionsreihe „Cabaret Crusades“. Ausgangspunkt und Inspirationsquelle seines Werks war Shawky das Buch „The Crusades through Arab eyes“ von Amin Maalouf. Der dort dargestellte Konflikt thematisiert die zentrale Bedeutung der Manipulation im Umgang mit gegenwärtigen, vergangenen und zukünftigen Konflikten – kurzum: „Eine Analyse wie wir Geschichte schreiben und interpretieren“ (Shawky).

Der ägyptische Videokünstler studierte Bildende Kunst an der Universität von Alexandria und an der Graduate School of Fine Arts der University of Pennsylvania. 2011 wurde er mit dem Kunstpreis der Schering Stiftung ausgezeichnet. Die „Cabaret Crusades“ – Auskopplung „Path to Cairo“ von Wael Shawky wurde unter anderem auf der documenta 13 präsentiert. Seitdem er sich an den folgenreichen revolutionären Protesten in Ägypten beteiligte, arbeitete Shawky zudem erfolgreich am Aufbau einer alternativen künstlerischen Bildungsinstitution in Kairo, um jungen Künstlern eine Alternative zu offiziellen Akademien zu ermöglichen.

In der Studiengalerie 1.357 werden Ausstellungsprojekte der Studiengruppe „Geschichtspolitik Gedächtnispolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“ präsentiert. Studierende und Lehrende verschiedener Disziplinen arbeiten in enger Kooperation mit dem Städel Museum projektorientiert an der Erforschung des bildlichen Umgangs moderner Gesellschaften mit Geschichte. Die Studiengruppe stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus.

Informationen: N. Kreckel, Studiengruppe „„Geschichtspolitik Gedächtnispolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“, Campus Westend, Tel. (069) 798-32424, n.kreckel@yahoo.de, Blog der Studiengalerie: http://studiengalerie1357.wordpress.com

 

Veranstaltungen

Apr 19 2013
14:28

Podiumsdiskussion zum geplanten Deutschen Romantik-Museum in Frankfurt

Die Epoche der Romantik sprengt Grenzen zwischen den Künsten

FRANKFURT. Die Literaturwissenschaftler Anne Bohnenkamp-Renken und Günther Oesterle diskutieren mit den Kunsthistorikern Werner Busch und Petra Maisak über neue Perspektiven und grenzüberschreitende Projekte für das in Frankfurt geplante Romantik-Museum: Bei der Podiumsdiskussion am 24. April (Mittwoch) geht es unter anderem um die Ausstellung „Verwandlung der Welt. Die romantische Arabeske“, deren Eröffnung am 1. Dezember im Frankfurter Goethe-Haus geplant ist, und um die Chancen, die sich mit dem geplanten Romantik-Museum für die Forschung eröffnen.

Diese öffentliche Podiumsdiskussion beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend; sie findet im Rahmen der Mittwochskonferenz statt, die das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität während des Semesters regelmäßig veranstaltet. Zu den Podiumsteilnehmern: Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken ist Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Professorin am Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik der Goethe-Universität, unter ihrer Federführung ist das Konzept für das Deutsche Romantik Museum erarbeitet worden; Dr. Petra Maisak leitet das Frankfurter Goethe-Haus, das auch zum Hochstift gehört; Prof. Dr. Werner Busch ist Emeritus des Kunsthistorischen Instituts der FU Berlin; Prof. Dr. Günter Oesterle hat an der Justus-Liebig-Universität, Gießen, eine Professur für Neuere deutsche Literatur; die Moderation übernimmt Prof. Dr. Thomas Kirchner, Kunsthistoriker an der Goethe-Universität.

Auch wenn die Finanzierung des Museums nach den Sparbeschlüssen des Frankfurter Magistrats noch nicht gesichert ist, lebt das Projekt weiter. Der Spendenaufruf des Deutschen Hochstifts als Träger des Romantik-Museum stößt nicht nur in Frankfurt auf positive Resonanz. „Das  macht uns Mut, nichts unversucht zu lassen, um das Deutsche Romantik-Museum doch noch zu realisieren und damit die Möglichkeit zu schaffen, die seit über 100 Jahren gesammelten Schätze der Romantik einem breiten Publikum zeigen zu können, den notwendigen Raum für unsere Bildungsarbeit zu schaffen und Goethe – aus internationaler Perspektive der größte deutsche Romantiker – ganz neu wahrzunehmen“, so die Initiatoren des Projekt, zu denen insbesondere Anne Bohnenkamp-Renken gehört. „Intermedialität und Romantik“ sind die beiden zentralen Begriffe, deren Verbindung in der Podiumsdiskussion vertieft werden: Charakteristisch für die Epoche der Romantik ist nicht zuletzt der Versuch, Grenzen zwischen den Künsten, zwischen Literatur, Bildender Kunst und Musik zu sprengen. „Romantische Konzepte von Synästhesie, Intermedialität und Transdisziplinarität muten im digitalen Zeitalter ausgesprochen modern an“, so Dr. Falk Müller vom Forschungszentrum in der Ankündigung.

Informationen: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Hochschulpolitische Themen

Apr 19 2013
11:09

Dr. Heiner Schnelling wird Leitender Bibliotheksdirektor an der drittgrößten deutschen Universität

Goethe-Universität mit neuer Bibliotheksleitung

FRANKFURT. Der neue Direktor der Bibliothek steht fest: Das Auswahlgremium der Goethe-Universität hat sich einstimmig für Dr. Heiner Schnelling entschieden. Der gebürtige Bottroper ist seit 1996 Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle (Saale). Prof. Enrico Schleiff, Vizepräsident der Goethe-Universität, zeigt sich hochzufrieden mit der Wahl Schnellings: „Mit Heiner Schnelling haben wir einen ausgewiesenen Experten für unser Bibliothekssystem gewinnen können. Ich bin mir sicher, dass er in Frankfurt das Zusammenspiel von Tradition und Innovation gemäß den Anforderungen von Lehre und Forschung kompetent und ideenreich fortführen wird.“

Weitere Stationen im Werdegang des promovierten Literaturwissenschaftlers Schnelling waren unter anderem die FU Berlin, die Universität Konstanz und die Universität Gießen. Schnelling verfügt über breite Erfahrungen in bibliotheksrelevanten Gremien. Er war unter anderem Vorsitzender des Bibliotheksausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ist Vorstandsmitglied in LIBER (Ligue des Bibliothèques Européennes de Recherche). Ferner hat sich Schnelling in zahlreichen Fachveröffentlichungen mit Strukturfragen von Bibliothekssystemen, Personal- und Finanzverwaltung sowie Baufragen beschäftigt.

Dr. Heiner Schnelling freut sich auf seine neue Tätigkeit an der Goethe-Universität: „Die Leitung der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg stellt für mich eine außerordentlich spannende Aufgabe dar. Die bedeutenden historischen und archivalischen Bestände der Frankfurter Universitätsbibliothek sowie das breite Angebot aktueller Forschungsliteratur in gedruckter und digitaler Form müssen den Vergleich mit den immer wieder genannten Forschungsbibliotheken nicht scheuen“, so Schnelling. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sieht er folgendermaßen: „Zunächst die Neustrukturierung der Bibliotheksverbünde in Deutschland: Hier hat die DFG gerade der UB Frankfurt und HeBIS eine maßgebliche Gestaltungsaufgabe übertragen; sodann die kontinuierliche Digitalisierung der Bibliotheksbestände. Die vielleicht größte Herausforderung jedoch könnte im Neubau der Zentralbibliothek auf dem Campus Westend bestehen.“
 
Zum Bibliothekssystem der Goethe-Universität gehören neben der Zentralbibliothek sechs Bereichsbibliotheken sowie die HeBIS Verbundzentrale.  Mit über 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Gesamtbudget von ca. 23 Mio. € wird die Informationsversorgung  für fast 45.000 Studierende sowie 5.000 Mitarbeiter durch 9 Mio. Medieneinheiten, davon 30.000 elektronische Zeitschriften und 70.000 E-Books sowie Onlinedienste, sichergestellt. Darüber hinaus ist die Bibliothek auf regionaler und überregionaler Ebene vielfältig aktiv.

Dr. Heiner Schnelling tritt die Nachfolge von Berndt Dugall an, der die Bibliothek seit 1988 leitete und Ende September 2013 altersbedingt ausscheiden wird.

Weitere Informationen: Dr. Jörn Diekmann, Präsidialabteilung, Referent für Informationsmanagement, Grüneburgplatz 1, 60629 Frankfurt am Main, Tel (069) 798-13636, diekmann@ltg.uni-frankfurt.de

Forschung

Apr 19 2013
08:03

Vereisung vor über 33 Millionen Jahren förderte Evolution der Wale und Pinguine

Was Fossilien über Ökosysteme in der Antarktis verraten

FRANKFURT. Die Entstehung des Plankton-Ökosystems in den Ozeanen um die Antarktis geht auf einen Klimawandel zurück. Vor 33,6 Millionen Jahren begannen gewaltige Eismassen den antarktischen Kontinent zu bedecken, und in den angrenzenden Gewässern bildete sich Meereis. Das hatte unmittelbare Folgen für das dortige Plankton-Ökosystem, das als Nahrungsgrundlage für die Meeresbewohner dient. Das neue Meereis-Ökosystem ermöglichte die Evolution der heutigen Bartenwale und Pinguine, so vermuten Wissenschaftler der Goethe-Universität und des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) in der Fachzeitschrift „Science“.

Die Wissenschaftler analysierten Sedimentproben aus Bohrkernen vom Meeresgrund, die 2010 im Rahmen des Integrated Ocean Drilling Program (IODP) vor der Küste der Antarktis gewonnen wurden. Diese reichen bis zu einen Kilometer unter den Meeresboden und erlauben völlig neue Einblicke in längst vergangene Zeiten. Anhand dieser Bohrkerne zeigte sich, dass vor 53 Millionen Jahren subtropische Verhältnisse in der Antarktis geherrscht haben, die das Wachstum von Palmen ermöglichten. In den folgenden 20 Millionen Jahren kühlte das Klima kontinuierlich ab. Die jetzt erschienene Studie nimmt den Zeitraum vor circa 33,6 Millionen Jahren in den Blick, als sich innerhalb kurzer Zeit ein gewaltiger Eisschild über die Antarktis ausbreitete. Durch ihn änderten sich die Lebensbedingungen und damit die Ökosysteme auf dem antarktischen Kontinent und im angrenzenden Südozean radikal.

Winzige Zeitzeugen: Dinoflagellaten
Während die meisten Algen, aus denen das Plankton der Ozeane zu großen Teilen besteht, keinerlei Rückstände in den Sedimenten der Bohrkerne hinterlassen, überdauern die Überreste von Dinoflagellaten Jahrmillionen. Die Wissenschaftler konnten so anhand fossiler Spuren dieser einzelligen Organismen in den antarktischen Sedimentkernen die Umwälzung der Plankton-Ökosysteme, die mit dem Einbruch der Kälteperiode vor 33,6 Millionen Jahren begann, eindeutig rekonstruieren. Für den Zeitraum, als die Antarktis noch komplett eisfrei war, fanden die Forscher eine Vielzahl von Dinoflagellatenarten, die für warmes Klima typisch sind. Mit dem Entstehen des antarktischen Eisschilds brach diese Vielfalt plötzlich zusammen; von nun an kamen nur noch Arten vor, die an die zeitweilige Eisbedeckung des Ozeans angepasst waren und auch heute für antarktische Gewässer typisch sind. Sie kommen nur saisonal, nämlich kurz nach der Eisschmelze im Frühjahr und Sommer, in hohen Konzentrationen vor. Dann bilden sie eine Nahrungsquelle für die Lebewesen, die weiter oben in der Nahrungskette stehen.

Neue Arten dank Nahrungsknappheit
Die Gewässer rund um die Antarktis spielen eine Schlüsselrolle im globalen Nahrungsnetz der Ozeane. Wenn im antarktischen Sommer das Meereis schmilzt, treten starke Algenblüten auf. „Dass die Zahl der Dinoflagellaten, die an eine zumindest zeitweise Eisbedeckung adaptiert sind, plötzlich explodierte, hatte zur Folge, dass sich das gesamte Nahrungsnetz im Südozean neu organisieren musste“, so Prof. Jörg Pross, Mitautor der neuen Studie in „Science“ und Paläoklimatologe an der Goethe-Universität Frankfurt sowie des Biodiversität und Klima-Forschungszentrums (BiK-F). Organismen, die in der Nahrungspyramide des Ozeans weiter oben angesiedelt sind, mussten sich darauf einstellen, dass sie nur noch für wenige Monate im Jahr ein üppiges Nahrungsangebot vorfanden. Jörg Pross resümiert: „Unsere Daten deuten darauf hin, dass diese Umstellung einen Entwicklungsschub für die Bartenwale und Pinguine bewirkte“. Damit unterstreichen die Ergebnisse der neuen Studie, dass Zeiten starken Klimawandels oft mit besonders rascher biologischer Evolution verbunden sind.

Publikation: Houben, Bijl, Pross et al.: Reorganization of Southern Ocean Plankton Ecosystem at the Onset of Antarctic Glaciation, in: Science, DOI: 10.1126/science.1223646

Bilder zum Download finden Sie hier (.zip).

Bildtexte:

  1. Gerölle in einem Sediment-Bohrkern aus den Küstengewässern der Antarktis. Die Gerölle wurden von Eisbergen in das offene Meer getragen und fielen dann beim Schmelzen des Eises auf den Meeresboden. (Bild: Saiko Sugisaki)
  2. Meereis-Schollen in den Küstengewässern der Antarktis.  Das Foto stammt von der Bohrexpedition im Februar 2010, spiegelt also die Sommersituation auf der Südhalbkugel wider. (Bild: Annick Fehr)
  3. Das Forschungsschiff JOIDES Resolution, das die Sediment-Bohrkerne 2010 in den Antarktischen Küstengewässern gewann. (Bildrechte: Integrated Ocean Drilling Program, IODP)
  4. Das Expeditionsschiff JOIDES Resolution. (Bild: Integrated Ocean Drilling Program)
  5. Fossile Reste eines Dinoflagellaten – einer Alge, wie sie für die Sedimente aus dem frühen Oligozän vor 33 Millionen Jahren typisch ist. Der Durchmesser beträgt etwa 100 Mikrometer. (Bild: Alexander Houben)
  6. Fossile Reste eines Dinoflagellaten – einer Alge, wie sie für die Sedimente aus dem frühen Oligozän vor 33 Millionen Jahren typisch ist. Der Durchmesser beträgt etwa 50 Mikrometer. (Bild: Alexander Houben)

Veranstaltungen

Apr 18 2013
14:59

Naturwissenschaftliche und mathematische Fachbereichen locken mit einem attraktiven Angebot

Über 100 Mädchen kommen zum Girl´s Day

FRANKFURT. Am Donnerstag, den 25. April 2013 ist es wieder soweit:  Zum bundesweiten Girls´ Day öffnen die naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Goethe-Universität für über 100  Mädchen ihre (Labor-) Türen. Auf dem Campus Riedberg werden Schülerinnen ab der 5. Klasse einen Tag lang Einblicke in naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder erhalten, die als frauenuntypisch gelten und deshalb von vielen Mädchen nicht in Betracht gezogen werden. Beim Girl’s Day können sie ihre Fähigkeiten erproben und eine realistische Vorstellung von naturwissenschaftlichen und technischen Berufen gewinnen.  

Nach der Begrüßung durch den Vizepräsidenten Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz und einem Einführungsvortrag von Prof. Theo Dingermann mit dem Titel „Wirken Medikamente bei allen Menschen gleich?“ beginnt die praktische Arbeit in den Laboren und Werkstätten. Die Mädchen können herausfinden, woraus ein Lippenfettstift besteht (Chemie), wie eine Standortbestimmung mit Smartphones funktioniert (Geowissenschaften) und wie Aussagen über Schadstoffbelastungen getroffen werden (Biowissenschaften). Außerdem kann mit physikalischem Geschick Eis produziert werden (Physik). Die Mathematik und Informatik bieten Vorträge und Spiele an.

Der Girls´ Day ist das bundesweit größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2001 nutzten insgesamt mehr als eine Million Mädchen die Chance, in einen als frauenuntypisch geltenden Beruf hinein zu schnuppern. An der Goethe-Universität wächst die Zahl der angebotenen Plätze seit Jahren kontinuierlich an. Von 50 Plätzen 2008 steigerte sich das Angebot der teilnehmenden Fachbereiche dieses Jahr auf über 100 Plätze. Wie in den letzten Jahren sind auch beim Girls'Day 2013 alle Plätze schon Wochen vorher restlos ausgebucht.

Informationen: Alexander Löwer, Geo-Agentur,  Tel.: (069) 798-40207, Geo-Agentur@uni-frankfurt.de; Doris Paare, Koordinierungsstelle der Fachbereiche 11-15,  Tel.: (069) 798-22051, paare@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 16 2013
15:31

Präsidenten beider Hochschulrektorenkonferenzen und die saarländische Ministerpräsidentin diskutieren auf Einladung des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA) und der Goethe-Universität

Zur Zukunft der deutschen und französischen Universitäten in Europa

FRANKFURT. „Wie gestalten wir die Zukunft der deutschen und französischen Universitäten in Europa?“ Diese aktuelle Frage diskutieren hochkarätige Gäste am Freitag (19. April) um 12 Uhr in der Goethe-Universität. An der Debatte beteiligen sich mit eigenen kurzen Beiträgen: Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlands und Bevollmächtigte Deutschlands für die deutsch-französische Zusammenarbeit in kulturellen Angelegenheiten; Prof. Dr. Gérard Blanchard, Vize-Präsident der französischen Hochschulrektorenkonferenz und Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident der deutschen Hochschulkonferenz. Gastgeber sind: Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität, und Prof. Dr. Pierre Monnet, Leiter des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA).

„Die Zeit scheint gekommen, den Mehrwert, die Situation, die Erwartungen und die Leistungen der Universitäten in unseren beiden Gesellschaften zu gewichten und in die Zukunft zu projizieren“, so Prof. Monnet, der die Festveranstaltung aus Anlass des 50. Jahrestages des Elysée-Vertrages und der Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA) am Campus Westend konzipiert und organisiert hat. Über 100 Vertreter aus Wissenschaft, Kultur und Politik sind zu dieser Veranstaltung eingeladen, die um 12 Uhr im Casino des IG-Farben-Hauses (Renate von Metzler-Raum) beginnt und auch genügend Raum für gemeinsame Gespräche über Weiterentwicklung des deutsch-franzözsische Verhältnisses bieten wird.

Bereits seit zehn Jahren gibt es sowohl im deutschen als auch im französischen Universitätssystem grundsätzliche Reformen. Diese beziehen sich nicht nur auf den Bologna-Prozess und auf die Exzellenzinitiativen, sondern finden auch im Kontext der Globalisierung, der Lissabon-Erklärung, in der Europa als eine wettbewerbsfähige Wissensgesellschaft proklamiert wurde, und der wachsenden interkulturellen Kompetenzen der künftigen Fachkräfte statt.

Das Institut français d’histoire en Allemagne, das seit 2009 eng mit Wissenschaftlern in verschiedenen Fachbereichen der Goethe-Universität zusammenarbeitet, nimmt das 50. Jubiläum des Elysée-Vertrages bewusst zum Anlass, um die deutsch-französischen Beziehungen mit Kooperationen im Wissenschaftsbereichs weiter zu vertiefen. Seit 1977, zunächst in Göttingen und nun in Frankfurt, widmet sich das IFHA der Förderung des akademischen und intellektuellen Austauschs zwischen deutschen und französischen Wissenschaftlern im Bereich der Geisteswissenschaften. „Denn die Mobilität der Studierenden und Forscher zwischen Frankreich und Deutschland und innerhalb Europas wird immer wichtiger“, betont Monnet.

Die Kooperation, die sich zwischen der Goethe-Universität und dem Institut français d’histoire en Allemagne als einem angesehenen französischen Forschungsinstitut entwickele, fördere den bilateralen intellektuellen und interkulturellen Austausch über die akademische Welt hinaus, so Monnet. Neben Lesungen französischsprachiger Autoren und vielen anderen Veranstaltungen macht das kulturelle Angebot des Instituts wissenschaftliche Forschung auch für ein breites Publikum zugänglich. Im Januar 2013 war das Institut darüber hinaus Partner der deutsch-französischen Schülerwoche in Frankfurt.

Informationen: Céline Lebret, Kulturbeauftragte des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA), Campus Westend, Tel. (069) 798 31 900, celine.lebret@institutfrancais.de