Pressemitteilungen 

Veranstaltungen

Mai 8 2015
11:47

Der Frankfurter Mediävist wird für seine Arbeiten über die Auswirkungen der Hirnforschung auf die Geschichtswissenschaft ausgezeichnet

Carl Friedrich Gauß-Medaille für Prof. Johannes Fried

FRANKFURT. Der renommierte Frankfurter Mediävist Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Fried wird heute Nachmittag in Braunschweig mit der Carl Friedrich Gauß-Medaille 2015 der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft ausgezeichnet. Der 73-Jährige erhält die Auszeichnung in Würdigung „seiner wegweisenden Arbeiten zur Umformung menschlicher Gedächtnisleistungen und ihres Niederschlags in historischen Quellen“, heißt es in der Pressemitteilung der Gesellschaft.

Den Historiker, zu dessen Forschungsschwerpunkten das Früh- und Hochmittelalter sowie die Geschichte von Bildung und Wissen mit Erinnern und Vergessen im Mittelalter zählen, beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit den Auswirkungen der Hirnforschung auf die Geschichtswissenschaft. Er ermuntert die Historiker, nicht nur zu erforschen, wie es war, sondern auch, wie Erinnerungskulturen funktionieren. Die Geschichtswissenschaft habe schriftlichen Zeugnissen allzu oft vertraut, so Fried, ohne die Erinnerungsfähigkeit der Zeugen zu überprüfen. Die Mediävisten müssten ihre Quellen ganz besonders unter die Lupe nehmen, denn häufig hätten Zeugen erst Jahrzehnte später ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Nicht zuletzt um einen Umdenkungsprozess anzustoßen, sucht Fried auch immer wieder den Kontakt zu den Kognitionswissenschaftlern.

In seinem 2004 erschienenen Buch „Der Schleier der Erinnerung“ geht Fried intensiv auf das Problem ein, dass unser Gedächtnis für Ereignisse und Tatsachen unzuverlässig ist. In jahrzehntelanger Arbeit hat er die relevante neurowissenschaftliche Literatur zusammengetragen, die das Faktum belegt. „Kein Übersichtsartikel eines professionellen Hirn- oder Kognitionswissenschaftlers könnte zum Thema gründlicher und autoritativer sein“, schrieb der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Christoph von der Malsburg in einer Rezension. Fried schildert in seinem methodologischen Hauptwerk ausführlich verschiedene gedächtnisverfälschende Faktoren an entsprechenden Beispielen aus der Geschichte. In der Würdigung der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft heißt es: „Seine Darstellungen zur früh- und hochmittelalterlichen europäischen und deutschen Geschichte sind beispielhaft in ihrer literarischen Qualität und entfalten eine Wirkung weit über die Fachwelt hinaus. Seine innovativen Interpretationen historischer Schlüsselquellen stellen immer wieder gewohnte Sichtweisen in Frage.“

Im Herbst 2013 erzielte Fried mit einer umfassenden Biografie zu Karl dem Großen, dem berühmtesten Herrscher des Mittelalters, bei Historikern wie Geschichtsinteressierten hohe Aufmerksamkeit. Der Frankfurter Professor zieht in seinem „Opus magnum“, das ein Jahr vor dem 1200. Todestag des Herrschers erschien, alle historischen Register, spürt anhand von Quellen und Artefakten, Indizien und Analogieschlüssen Karl nach, lässt Wissen, modernste Methoden der Gedächtnisforschung und die schöpferische Intuition ineinander spielen, um ein Zeitalter und eine Herrschergestalt zum Leben zu erwecken.

Johannes Fried hat an der Universität Heidelberg Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften studiert. Nach seiner Habilitation 1977 war er von 1980 bis 1982 Professor an der Universität zu Köln und folgte dann einem Ruf auf die Professur für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität. Von 1996 bis 2000 war der Mediävist Vorsitzender des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. 1995 forschte Fried als Fellow des berühmten „Institute for Advanced Studies“ in Princeton (USA). Er ist Mitglied in zwei nationalen und zwei internationalen wissenschaftlichen Akademien. 2006 wurde er von der Deutschen Akademie für Sprache mit dem Sigmund-Freud-Preis für Wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet, 2008 verlieh ihm die RWTH Aachen die Ehrendoktorwürde.

Die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft ist eine traditionsreiche Gelehrtengesellschaft des Landes Niedersachsen. Sie fördert durch eigene Tätigkeit und in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen im In- und Ausland die Wissenschaften, insbesondere das Zusammenwirken von Naturwissenschaften, Technischen Wissenschaften und Geisteswissenschaften. Seit 1949 vergibt sie die Gauß-Medaille in der Regel einmal jährlich für herausragende wissenschaftliche Leistungen.

Veranstaltungen

Mai 7 2015
15:22

Neues Veranstaltungsformat des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit der Stadt Offenbach startet mit vier Vorträgen

Medieneinladung: Goethe geht nach Offenbach

FRANKFURT/OFFENBACH. „Offenbach Goethe Lectures“ heißt ein neues Veranstaltungsformat, bei dem der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität mit der Stadt Offenbach zusammenarbeitet. Ziel der Reihe, die in diesem Sommersemester beginnt und im Jahr 2015 vier Veranstaltungen beinhaltet, ist die Intensivierung des Dialogs mit der Öffentlichkeit über die Frankfurter Stadtgrenzen hinaus. Die Vorträge finden im Offenbacher Klingspor-Museum statt. Damit möchte der Exzellenzcluster seine Kooperation mit regionalen Einrichtungen der Wissenserzeugung und -vermittlung weiter ausbauen.

Für die Stadt Offenbach besteht nach zwei bereits erfolgreichen Kooperationen mit dem Frankfurter Exzellenzcluster das Ziel, mit der neuerlichen Zusammenarbeit den Bekanntheitsgrad des Kreativ- und Designstandorts Offenbach in der Wissenschaftslandschaft weiter zu erhöhen, sowie den Wissenstransfer des Exzellenzclusters in die Stadtgesellschaft Offenbachs zu forcieren und damit auch wieder den Offenbacher Kultur- und Kreativschaffenden neue Ansätze zum Austausch zu geben. Mitveranstalter auf Seiten Offenbachs sind die städtische Wirtschaftsförderung und das Klingspor-Museum Offenbach.

Die Vortragenden aus den Reihen des geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbundes sind sowohl profilierte Professorinnen und Professoren als auch fortgeschrittene Nachwuchswissenschaftler, die mit ihren Schwerpunkten innovative Forschungsgebiete erschließen. In der ersten „Goethe Lecture Offenbach“ erörtert der Soziologie-Professor Sighard Neckel unter dem Titel „Burnout. Das gesellschaftliche Leid der Erschöpfung“ am 21. Mai den Zusammenhang zwischen subjektivem Leid und gesellschaftlichen Problemen. Dabei wird Neckel auch der Frage nachgehen, ob Burnout als subjektives Phänomen einer Krise des ökonomischen Wachstumsregimes auch als Beginn eines sozialen Wandels verstanden werden kann.

Hintergründe zur Idee der Gesamtreihe und Details zu einzelnen Vorträgen würden wir Ihnen gerne persönlich vorstellen. Wir laden Sie ganz herzlich ein zu einem

Mediengespräch
am Mittwoch, 13. Mai 2015, um 10.30 Uhr,
Ort: Klingspor-Museum Offenbach
Herrnstraße 80 (Südflügel des Büsing Palais)
63065 Offenbach am Main

Teilnehmer: 

  • Jürgen Amberger, Amtsleiter Wirtschaftsförderung, Stadt Offenbach
  • Ria Baumann, Ansprechpartnerin Kreativwirtschaft, Wirtschaftsförderung, Stadt Offenbach
  • Prof. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters und Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität
  • Prof. Sighard Neckel, Mitglied des Exzellenzclusters und Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziale Ungleichheit an der Goethe-Universität
  • Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters an der Goethe-Universität
  • Dr. Stefan Soltek, Leiter, Klingspor-Museum

Eine kurze Mitteilung, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen, wäre sehr freundlich. Bitte per Mail an: bernd.frye@normativeorders.net

Informationen: Bernd Frye, Pressereferent des Exzellenzclusters, Tel.: 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net; www.normativeorders.net/de

Ria Baumann, Wirtschaftsförderung Stadt Offenbach, Tel.: 069 80652392, kreativwirtschaft@offenbach.de, www.offenbach.de/wirtschaft

Veranstaltungen

Mai 6 2015
16:53

„Rendezvous mit Chopin“: Ehrensenatorinnen der Goethe-Universität laden ein zu Konzert mit Pianistin Olga Scheps

Stuttgarter Kammerorchester gastiert auf dem Campus Westend

FRANKFURT. Karin Giersch, Renate von Metzler und Johanna Quandt, Ehrensenatorinnen der Goethe-Universität, sind am 7. Mai die Gastgeberinnen eines „Rendezvous mit Chopin“ auf dem Campus Westend. Die Pianistin Olga Scheps und das Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Johannes Klumpp spielen 

Chopins „Klavierkonzert Nr. 2 in f-Moll“, in dessen Zentrum das Klavier steht. Das Orchester begleitet dezent und unterstreicht Farben und Spannungsbögen. Die Begrüßung übernimmt Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff.

Die drei Ehrensenatorinnen werden die Gäste des Abends um eine Spende bitten  zugunsten von Projekten, die den über 700 ausländischen Studierenden an der Goethe-Universität den Einstieg ins Studium erleichtern und sie zu einem erfolgreichen Studienabschluss führen sollen. Angebote wie Einführungsprogramme, Sprachkurse und Exkursionen sollen mithilfe von Spenden künftig noch ausgebaut werden.

„Rendezvous mit Chopin“. Olga Scheps u. Stuttgarter Kammerorchester.
Donnerstag, 7. Mai 2015, 19 Uhr. Casino, Campus Westend.

Medienvertreter sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen. Sie erhalten selbstverständlich die Möglichkeit, mit den Organisatorinnen des Abends ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen: Nike von Wersebe, Gesamtorganisation. Tel. (069) 798-12234; wersebe@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mai 6 2015
11:05

Ein Workshop-Angebot für spät- und kurzentschlossene Abiturienten

„Schule aus - was nun? Was tun!“

FRANKFURT. Die Bewerbungsfrist für die meisten Studiengänge endet am 15. Juli 2015. Höchste Zeit also, wichtige Informationen zu Studieninhalten, Anforderungen, Studienplatzaussichten und den eventuellen Alternativen einzuholen. Für die Abiturientinnen und Abiturienten, die noch gar nicht wissen, was und ob sie studieren sollen, bietet die Zentrale Studienberatung der Goethe-Universität am Samstag, den 4. Juli 2015, ein besonderes Workshop-Angebot an: In kleinen Gruppen soll an Themen wie eigene Stärken und Werte oder Interessen- und Entscheidungsfindung gearbeitet werden. Dabei gibt es neben Hilfestellungen und Impulsen natürlich auch jede Menge Gesprächsmöglichkeiten mit Studierenden der unterschiedlichsten Fächer und zahlreiche Informationen zu Bewerbungs- und Zulassungsmodalitäten.

Mit diesem Workshop-Angebot reiht sich die Goethe-Universität ein in vergleichbare Veranstaltungen anderer hessischer Hochschulen, die Anfang Juli stattfinden und unter dem Motto - „Schule aus – Was nun? Was tun!“ - stehen. Die Angebote reichen dabei von Workshops und Infoständen über Vorträge und offenen Sprechstunden bis zu Gruppengesprächen und Einzelberatungen. Das Besondere: die Veranstaltungen finden meist nicht während der normalen Öffnungszeiten, sondern bis in den späten Abend hinein oder am Wochenende statt, so dass auch diejenigen, die jobben oder schon ein Praktikum machen, daran teilnehmen können.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit zum Workshop-Angebot der Goethe-Universität unter: www.uni-frankfurt.de/Studieninteressierte

Die Veranstaltungsformate der anderen hessischen Hochschulen können eingesehen werden unter: http://www.hochschullandschaft-hessen.de/

Kontakt: Elisabeth Kummert, Zentrale Studienberatung, Campus Westend, Tel. (069) 798 18485, kummert@em.uni-frankfurt.de

Hochschulpolitische Themen

Mai 5 2015
14:31

Wissenschaftsminister Boris Rhein eröffnete am 5. Mai zusammen mit Universitätspräsidentin Birgitta Wolff neues Seminarhaus auf dem Campus Westend

Gelungene Balance zwischen Funktion und Ästhetik

FRANKFURT. Eine Rekordbauzeit von nur zwei Jahren, errichtet in universitärer Eigenregie und im vorgesehenen Kostenrahmen – das neue Seminarhaus der Goethe-Universität hat zum Start des Sommersemesters am 13. April wie geplant seinen Betrieb aufgenommen; und es begeistert nicht nur wegen seiner spektakulären Farbgebung im Inneren und des großzügigen Raumgefühls. Auch außen ist das vom Frankfurter Architekten Ferdinand Heide geplante Gebäude ein weiterer architektonischer Meilenstein auf dem Campus Westend: Durch die asymmetrische Verteilung und Anordnung größerer und kleinerer Fenstergruppen und spektakuläre Mauereinlässe ergibt sich eine ausgesprochen spannende Textur der honiggelben Travertin-Fassade, die man in ähnlicher Weise bereits vom 2008 eröffneten Hörsaalzentrum in der Nachbarschaft kennt.

Anlässlich der offiziellen Eröffnung am 5. Mai zeigte sich der Hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein beeindruckt: „Hier ist ein wirklich sehr ansprechendes Gebäude entstanden, das auch durch seine Farbgestaltung im Inneren sehr heiter wirkt. Ich bin überzeugt, dass die Studierenden dieses Haus als eine echte Bereicherung für den Campus und ihren Studienalltag ansehen werden. Dass mit dem kompakten und energieoptimierten Gebäude ein weiterer Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz des Landes geleistet wird, ist dabei noch ein wichtiger Nebeneffekt.“

Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, sagte: „Der Zuwachs an Seminarräumen ist ein Glücksfall für die Uni. In der Vergangenheit war die Raumnot zum Teil wirklich eklatant. Schön ist auch, dass unsere Bauabteilung hier unter Beweis stellen konnte, dass wir auch in Eigenregie pünktlich und im Kostenrahmen bauen können.“

Die Gebäude-Daten lassen erkennen, dass bei der Realisierung Gestaltung und Praxistauglichkeit in idealer Weise in Einklang gebracht wurden: Fast 4.200 Quadratmeter an Nutzfläche, 51 zusätzliche Seminarräume mit Flächen zwischen von 35 m² bis 144 m² lassen in Verbindung mit dem 2013 ebenfalls in universitärer Eigenregie fertiggestellten Seminarpavillon die Raumnot früherer Zeiten auf dem Campus Westend vergessen; die maximale Kapazität liegt bei fast 3.000 Personen. 11,5 Mio. Euro flossen aus dem von Bund und Ländern finanzierten Hochschulpakt 2020 in den Bau. Der Differenzbetrag zu den insgesamt rd. 23,4 Mio. Euro betragenden Gesamtkosten wurde aus QSL- und Heureka-Mitteln des Landes gedeckt. Besonders um die Verwendung der QSL-Mittel hatte es im Vorfeld intensive Diskussionen mit Studierendenvertretern gegeben. Letztlich aber befürworteten das Land und auch der Uni-Senat eine Verwendung der Mittel für ein Haus der Lehre. Das Seminarhaus war nötig geworden, um angesichts historisch hoher Studierendenzahlen an der Goethe-Universität den mit Bachelor und Master entstandenen Mehrbedarf an mittleren und kleinen Seminarräumen zu decken.

„Die Investitionen der Landesregierung lohnen sich in jeder Hinsicht und schaffen beste Rahmenbedingungen für die Hochschulen und die Studierenden. Mit dem neuen hessischen Hochschulpakt garantieren wir den Hochschulen auch für die Jahre 1016 bis 2020 Planungssicherheit und insgesamt 9 Milliarden Euro für die Hochschulfinanzierung“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Daten und Fakten:

Projektleitung und –steuerung:  Goethe-Universität Frankfurt, Abteilung Planen und Bauen,

Architektur: Büro Ferdinand Heide, Frankfurt,

TGA-Planer: Kofler Energies, Frankfurt,

Tragwerksplanung, Bauphysik und Raumakustik, Wärmeschutznachweis:

B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH, Frankfurt

Kosten einschließlich technische Ausstattung: ca. 23,4 Mio. €,

Wettbewerbsentscheidung: März 2012,

Baubeginn: April 2013,

Richtfest: Dezember 2013,

Inbetriebnahme: 13. April 2015,

Nutzfläche: 4.180m²

Max.  Belegungszahl: 2.820 Personen,

Seminarräume: 51 (35m² bis 144m²)

  • 14 Seminarräume a 35 m²,
  • 24 Seminarräume a 70 m²,
  • 12 Seminarräume a 105 m²,
  • 1 Seminaraum a 144 m²,

Fahrradstellplätze: 80

Möblierte Lernbereiche im Foyer: 6

Spinde: 600,

Bürofläche: 150m²,

Barrierefreier Bau mit 2 Aufzügen, Medientechnik mit festinstallierten Medienpulten in jedem Raum, strukturierte Glasfaserverkabelung, Flächendeckender WLAN, Cafe des Studentenwerks.

Fotos zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/55436884

Hochschulpolitische Themen

Mai 5 2015
14:29

Zwei Fächer der Goethe-Universität schneiden im aktuellen CHE-Ranking besonders gut ab

Große Zufriedenheit der Geografie- und Pharmazie-Studierenden

FRANKFURT. Mit der Studiensituation ihres Faches sind die Studierenden der Geografie und der Pharmazie an der Goethe-Universität sehr zufrieden. Das geht aus dem aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervor: Beide Fächer landen beim Kriterium „Studiensituation insgesamt“ jeweils in der Spitzengruppe. Während die Pharmazie auch bei „Betreuung durch Lehrende“ und „Wissenschaftliche Veröffentlichungen“ in der Spitzengruppe rangiert, wird bei der Geografie der „Bezug zu Berufspraxis“ sehr positiv bewertet.

Das Fach Sportwissenschaft konnte bei den Kriterien „Bezug zu Berufspraxis“, „Wissenschaftliche Veröffentlichungen“ und „Internationale Ausrichtung“ punkten und gelangte damit in die Spitzengruppe. Der „Bezug zu Berufspraxis“ brachte auch die Geowissenschaften  in die Spitzengruppe des Faches.

Für das aktuelle CHE Hochschulranking wurden über 300 Universitäten und Fachhochschulen untersucht. Ein Drittel der Fächer wurde neu bewertet. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking auch Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule.

Weitere Informationen zum CHE Hochschulranking: www.zeit.de/hochschulranking

Veranstaltungen

Mai 4 2015
13:23

Esoterische und parawissenschaftliche Theorien auf dem kritischen Prüfstand – Interessierte Öffentlichkeit willkommen

Gurus, Geister, Galileo. Die „SkepKon 2015“ zu Gast am Campus Westend

FRANKFURT. Zur „SkepKon“, Jahreskonferenz der „Skeptiker“, treffen sich vom 14. bis 16. Mai die Mitglieder der Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) auf dem Campus Westend. Auf der Veranstaltung stellen Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachbereiche esoterische und parawissenschaftliche Theorien auf den kritischen Prüfstand. Während der Eröffnungstag am 14. Mai für alle Neugierigen gedacht ist, richten sich die Vorträge am 15. und 16. Mai eher an fachlich Interessierte.

Dr. Stephanie Dreyfürst, Leiterin des Schreibzentrums der Goethe-Universität und gleichzeitig Vorstandsmitglied der GWUP, freut sich auf das „Heimspiel“ am Frankfurter Campus Westend. Sie wird in ihrem Vortrag auf der SkepKon der Frage nachgehen, warum Wissenschaftler wie Galileo oder Einstein wie Heilige oder Popstars verehrt wurden und werden. Neben diesem eher kulturwissenschaftlichen Blick auf Wissenschaft(ler) kommen auch andere Disziplinen nicht zu kurz: Die Biologin Bettina Wurche wirft am Eröffnungstag einen Blick in die (nicht ganz) extra-terrestrische Fauna des Star Wars-Universums, der selbsternannte „Guru“ Lorenz Meyer erklärt, wie er auszog, der Welt Sheng Fui zu bringen. Und Deutschlands bekanntester Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke führt in die Geheimnisse ungeklärter Todesfälle ein, bevor am Abend des Eröffnungstags die englische Bloggerin Hayley Stevens aus ihrem Dasein als ehemalige Geisterjägerin berichtet.

Mit großer Spannung erwartet wird auch der Vortrag von Dr. David Bardens, der über seinen gerade erkämpften „Sieg“ im so genannten Masernprozess berichten wird. Daneben stehen am Freitag und Samstag die Versprechungen der Beauty-Hersteller im Fokus (Claudia Courts), das esoterische Erziehungskonzept der Maria Montessori (Marc Fabian Buck) sowie Esoterik in der Unternehmensberatung (Dr. Holm Hümmler) – ein Thema, über das sich in „Mainhattan“ trefflich diskutieren lässt. Dass die Skeptiker sich auch in die vermeintlich dunkelsten Ecken wagen, beweist der Vortrag von Lydia Benecke, Kriminalpsychologin, die in ihrem Vortrag „Teufelswerk oder Hexenjagd“ untersucht, was es mit den angeblichen Satanistenmorden der „Schwarzen Szene“ wirklich auf sich hat.

Die GWUP ist eine Gesellschaft zur kritischen Aufklärung und im Sinne des Verbraucherschutzes. In dem 1987 gegründeten gemeinnützigen Verein mit Sitz in Roßdorf bei Darmstadt sind über 1300 Wissenschaftler und interessierte Laien organisiert. Die GWUP klärt die Öffentlichkeit über para- und pseudowissenschaftliche Behauptungen auf Basis des aktuellen Wissensstandes auf. Im deutschsprachigen Raum ist sie die zentrale Informationsstelle für Behörden, Medien und alle anderen Anfragenden. Die GWUP fordert einen besseren Schutz der Gesellschaft vor unseriösen Anbietern, insbesondere im medizinischen und therapeutischen Bereich.

Tagungsort ist das IG Farben-Haus, Campus Westend der Goethe-Universität. Der Eintritt fürs Nachmittags- und Abendprogramm am Donnerstag (14. Mai), kostet jeweils 5 Euro, die Tageskarte 8 Euro. Tickets für die gesamte Konferenz sind ab 70 Euro erhältlich. Studierende der Goethe-Universität erhalten bei Vorlage ihres Studierendenausweises einen Sonderrabatt: Wer an allen drei Tagen an der Konferenz teilnehmen möchte, zahlt 50 Euro, wer Mitglied der GWUP wird, nur 35 Euro. Studierende anderer Unis können ab 15 Teilnehmern einen Gruppenrabatt bekommen und zahlen dann ebenfalls nur 35 Euro.

Informationen: Dr. Stephanie Dreyfürst, Schreibzentrum der Goethe-Universität, dreyfuerst@lingua.uni-frankfurt.de; Dr. Martin Mahner, Tel. 06154-695023; Inge Hüsgen, Tel. 06154-695024; presse@gwup.org;Programm unter; www.skepkon.org

Anmeldung unter skepkon.org; Anmeldung für Studierende bei Dr. Stephanie Dreyfürst unter dreyfuerst@lingua.uni-frankfurt.de (Kopie des Studienausweises bitte per Mail mitschicken).

Veranstaltungen

Mai 4 2015
12:54

Lektorat Niederländisch der Goethe-Universität lädt zu Lesungen

Bildromane und Poesie aus den Niederlanden

FRANKFURT. Es ist noch eine Weile hin bis zur Buchmesse 2016, deren Ehrengäste die Niederlande und Flandern sein werden. Einen Vorgeschmack auf die niederländischsprachige Literatur bietet schon jetzt das Lektorat Niederländisch der Goethe-Universität: An drei Abenden im Mai werden die Literaturgattungen Graphic Novel und Poesie erlebbar.

Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung, die am 7. Mai um 19 Uhr am Campus Westend stattfindet, stehen Judith Vanistendael aus Flandern und Typex (Pseudonym für Raymond Koot) aus Amsterdam, deren Werke deutlich machen, dass die Graphic Novel durchaus geeignet ist für ernste Themen. In ihrem Bildroman „Als David seine Stimme verlor“ erzählt Vanistendael von einer todbringenden Krebserkrankung. In ausdrucksstarken Aquarellbildern zeigt die belgische Künstlerin, wie die einzelnen Familienmitglieder und auch der Kranke selbst mit dem Schicksal umgehen. Die Künstlerbiographie „Rembrandt“ des Niederländers Typex holt den wohl berühmtesten niederländischen Maler Rembrandt van Rijn ins 21. Jahrhundert und zeigt den Künstler von seiner menschlichen Seite. Das Buch, das leider noch nicht in deutscher Sprache vorliegt, erntete viel positive Kritik. Die vollkommene Einheit von Erzähltem und bildlich anspruchsvoller Darstellung in den Graphic Novels dieser beiden renommierten Illustratoren verspricht einen spannenden Abend. Die Veranstaltung ist zweisprachig, Auszüge aus den Werken werden mit Beamer an die Wand projiziert.

Zum „Treffen der Nationaldichter“ kommt es am Donnerstag, 21. Mai: Charles Ducal aus Flandern und Anne Vegter aus den Niederlanden wurden in ihrem jeweiligen Heimatland zum „Dichter des Vaterlands“ gekürt. Diesen Titel gibt es in den Niederlanden seit dem Jahre 2000, in Belgien seit 2014. Die Geehrten haben die Aufgabe, zu wichtigen Ereignissen im Land Gedichte zu schreiben. Ducal und Vegter werden aus ihren „nationalen“ Gedichten auf Niederländisch und auf Deutsch vorlesen. Sie werden über ihr Amt und dessen Ausfüllung sowie über die Entstehungsgeschichte der nationalen Gedichte erzählen. Der Abend wird ebenfalls zweisprachig sein. Im Anschluss bietet die Generaldirektion der Regierung Flanderns in Berlin einen Empfang an.

Auch der Auftaktabend zum dreitägigen 8. Europäischen Poesiefestival Frankfurt am darauffolgenden Tag präsentiert zwei niederländischsprachige Poeten: Willem van Toorn (Niederlande) und Miriam Van hee (Belgien) werden ebenso wie Franco Buffoni (Italien) und Barbara Zeizinger (Deutschland) aus ihren Werken vortragen. Anschließend findet eine Diskussion statt zum Thema: „Europa heute. Wie die Dichter es empfinden“.

Graphic Novel: Lesung mit Judith Vanistendael und Typex, Donnerstag, 7. Mai 2015, 19 Uhr, PEG-Gebäude, Raum 1.G.135, Campus Westend

Treffen der Nationaldichter: Lesung mit Charles Ducal und Anne Vegter, Donnerstag, 21. Mai 2015, 19 Uhr, Raum 1.801, Casinogebäude, Campus Westend

Auftakt zum 8. Europäischen Poesiefestival: Lesung mit Willem van Toorn und Miram Van hee, Freitag, 22. Mai 2015, 19 Uhr, Raum 1.802,  Casinogebäude, Campus Westend

Bilder zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/55414632

Bildtexte:

1) Der Amsterdamer Illustrator Typex hat eine kongeniale Bildbiographie des Künstlers Rembrandt van Rijn geschaffen.

2) Eine beeindruckende Persönlichkeit: In seinem Bildroman „Oog & Blik“ hat Typex den Maler Rembrandt van Rijn ins 21. Jahrhundert geholt.

Forschung

Mai 4 2015
12:41

Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung lädt zu Diskussion und Vorträgen

Alternsforschung blickt über den Tellerrand einzelner Disziplinen

FRANKFURT. Das Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung der Goethe-Universität (FFIA) beleuchtet das Phänomen des Alterns aus ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Blickwinkeln. Dazu lädt das Forum am Donnerstag, 7. Mai zu zwei Vorträgen und einer Diskussion auf den Campus Westend.

„Herausforderungen und Nutzen interdisziplinärer Alternsforschung“ – unter diesem Titel stellt der Psychologe Manfred Diehl seine Beobachtungen und Reflektionen vor. Diehl lehrt und forscht an der Colorado State University in den USA. Er kommt ursprünglich aus Deutschland, hat in den USA viele Jahre selbst ein interdisziplinäres Zentrum für Alternsforschung geleitet und kennt die Herausforderungen der Forschung über den Tellerrand aus eigener Erfahrung. In seiner eigenen Tätigkeit geht er unter anderem der Frage nach, wie Menschen das Älterwerden überhaupt wahrnehmen und wie sie mit alltäglichen Belastungen im Alltag umgehen. Der Sozialwissenschaftler und ehemalige Altenpfleger Hermann Brandenburg, der den Lehrstuhl für Gerontologische Pflege an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar innehat, wird über das Thema Interdisziplinarität aus Sicht der Philosophie und Pflegewissenschaft sprechen. Antworten sowohl auf Fragen des gesunden und mobilen Alterns, als auch des Alterns mit Belastungen werden künftig im Zusammenspiel verschiedener Disziplinen gegeben werden. Nach den Vorträgen gibt es Gelegenheit zur Diskussion im Plenum. Die Veranstaltung findet am 7. Mai von 10 bis 12 Uhr in der Lobby des PA-Gebäudes auf dem Campus Westend statt (der Eintritt ist frei).

Im Anschluss an die Veranstaltung finden sich die Mitglieder des FFIA zur nichtöffentlichen konstituierenden Sitzung zusammen. Das Forum, das am 16. Oktober 2014 feierlich eröffnet wurde, bringt Wissenschaftler/-innen aus den Fachbereichen Rechtswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie und Sportwissenschaften, Geographie und Medizin zusammen. Sie alle haben in ihrer Forschung mit Phänomenen des Alterns zu tun. Ziel des Forums ist es, neuartigen interdisziplinären Projekten zum Durchbruch zu verhelfen, den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Promotionsstipendien gezielt zu fördern und Frankfurt als Standort für die Alternsforschung sichtbarer zu machen. Sprecher der Initiativgruppe ist Prof. Dr. Frank Oswald. Das Besondere an der Frankfurter Alternsforschung ist die Verknüpfung von lebens-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven mit dem Ziel der Förderung und Erhaltung von Lebensqualität. Inhaltlich geht es bisher beispielsweise um Wohnen im Quartier, Gesundheitskompetenz, Mobilität und Klimawandel, Kommunikation und Kunsterleben bei Demenz, Chancen und Grenzen von Robotik, oder um die Vermeidung von Risiken in der häuslichen Pflege. Altern wird dabei nicht als Defizit oder Krankheit betrachtet, sondern als normaler Abschnitt unseres Lebens. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich das Leben im Alternsverlauf gestalten und meistern lässt, was also Individuen und Gesellschaft lernen und leisten müssen, um erfolgreich, zufrieden und würdevoll zu altern.

Informationen: Professor Dr. Frank Oswald, Telefon +49 (0)69  798 36398, E-Mail: oswald@em.uni-frankfurt.de

Forschung

Apr 30 2015
20:00

Frankfurter Physiker fanden lange gesuchten Efimov-Zustand im Helium-Trimer/ Publikation in Science

Quantenmechanisches Trio aus Helium

FRANKFURT. Einen vor 40 Jahren von dem russischen Theoretiker Efimov vorhergesagten Quantenzustand haben Physiker der Goethe-Universität in einem Molekül aus drei Helium-Atomen entdeckt. Das vergleichsweise riesige Molekül kann nur in dem von der Quantenphysik eröffneten Tunnelbereich existieren, erklären die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science.

Vitaly Efimov hatte 1970 ein Dreiteilchen-Quantensystem untersucht, in dem die Anziehung zwischen zwei der Teilchen so klein wird, dass sich die Bindung auflöst. Seine Vorhersage: Anstatt zu zerbrechen, kann das Molekül aus drei Teilchen dann unendlich viele gebundene Zustände annehmen, wobei die Abstände zwischen den Bindungspartnern riesig werden. „Jede klassische Vorstellung, warum eine solche Konstruktion hält, versagt hier“, erklärt Prof. Reinhard Dörner, Leiter der Arbeitsgruppe am Institut für Kernphysik.

Diese seltsame Vorhersage begründete das heute boomende Feld der „Efimov-Physik“. Schon bald zeichnete sich ab, dass ein System aus drei Helium-Atomen, ein sogenanntes Trimer, das Paradebeispiel für diesen quantenmechanischen Effekt sein würde. Doch alle Versuche, das gigantisch große, nur extrem schwach gebundene Helium-System nachzuweisen, schlugen fehl.

Indirekte Hinweise auf Efimov-Systeme fanden Physiker der Universität Innsbruck erstmals 2006 in kalten Quantengasen aus Cäsium-Atomen. In den von ihnen verwendeten Atomfallen kann die Wechselwirkung zwischen den Teilchen von außen gesteuert werden. So erzeugte Efimov-Systeme werden aber, sobald sie entstehen, aus der künstlichen Umgebung der Falle herausgeschleudert und zerfallen ungesehen.

Der Frankfurter Physiker Dr. Maksim Kunitski aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dörner hat nun ein stabiles Efimov-System aus drei Helium-Atomen hergestellt, indem er ein Helium-Gas bei der Temperatur von nur acht Grad über dem absoluten Nullpunkt durch eine sehr feine Düse in ein Vakuum expandieren ließ. In dem Molekularstrahl bildeten sich Helium-Moleküle mit zwei, drei oder mehr Helium-Atomen. Durch die Beugung des Molekularstrahls an einem hyperfeinen Gitter konnte der Physiker die Trimere räumlich abtrennen.

Um die Struktur und insbesondere die Bindungsabstände im Trimer vermessen zu können, wurde jedes Helium-Atom des Moleküls mithilfe eines Laserstrahls ionisiert. Das nunmehr dreifach positiv geladene Trimer brach aufgrund der elektrostatischen Abstoßung explosionsartig auseinander. Mittels des an der Goethe-Universität entwickelten Coltrims-Mikroskops konnten die Forscher anschließend die Spur und den Impuls der Helium-Ionen dreidimensional messen und so die Geometrie des Trimers rekonstruieren.

Maksim Kunitski fand in Zusammenarbeit mit der Theoretikerin Doerte Blume von der Washington State University, USA, heraus, dass tatsächlich einer der vielen möglichen Efimov-Zustände auf natürliche Weise in dem Molekularstrahl entstanden war. Die Bindungsabstände in dem riesigen Molekül betrugen 100 Angström und mehr (im Vergleich dazu sind es in einem Wasser-Molekül nur zwei Angström). Dabei bilden die Atome kein gleichschenkliges Dreieck, sondern sind asymmetrisch angeordnet. Das ist in sehr guter Übereinstimmung mit den schon seit vielen Jahren vorliegenden theoretischen Vorhersagen.

„Dies ist das erste stabile Efimov System, das jemals entdeckt wurde. Das Dreiteilchensystem fliegt ohne weitere Wechselwirkung und ohne dass äußere Felder nötig sind in seiner Vakuumkammer durch das Labor“, erklärt Dörner. „Maksim Kunitski hat diese grandiose Arbeit in einem Laserlabor an der Goethe-Universität Frankfurt durchgeführt. Eine große Maschine hat er dafür nicht gebraucht“.

„Der Efimov-Zustand ist kein exotischer Spezialfall, sondern ein Beispiel für einen universellen Quanteneffekt, der in vielen Bereichen der Physik eine wichtige Rolle spielt“, erklärt Kunitski. Beispiele sind kalte Atome, Cluster, die Kernphysik und neuerdings auch die Festkörperphysik. Darüber hinaus gibt es auch erste Berichte über dessen Bedeutung in der Biologie.

Ein in Bezug auf die Erfolgsaussichten derartig riskantes Forschungsprojekt anzugehen konnte sich Reinhard Dörner leisten, weil die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ihm 2009 im Rahmen des Koselleck Programms 1,25 Millionen Euro zur Verfügung stellte. „Es war ein eher verwegener Plan“, sagt Dörner im Rückblick, „aber jetzt, am Ende des Projektes, und wirklich nur, weil mir die DFG diesen großen Betrag von für ein Risikoprojekt ohne Detailplanung zur Verfügung gestellt hat – war die Suche erfolgreich.“

Publikation: M. Kunitski et al.: Observation of the Efimov state of the helium trimer, in Science, 1. Mai 2015, DOI: 10.1126/science.aaa5601

Bilder zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/55392281

Bildtexte:

1)  Efimov Trimer in einem Gasstrahl anderer Teilchen. Die drei Heliumatome bilden ein spitzwinkliges Dreieck, ihr Abstand der gelb dargestellten Quantenwolke beträgt das Hundertfache der Größe der Atome.  

2) Dr. Maksim Kunitski an dem Frankfurter COLTRIMS Mikroskop, mit dem er den Efimov Zustand des Helium Trimers entdeckt hat.

Informationen: Prof. Reinhard Dörner, Institut für Kernphysik, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-47003, doerner@atom.uni-frankfurt.de.

Veranstaltungen

Apr 30 2015
14:40

Wissenschaftsminister Boris Rhein und Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff eröffnen am 5. Mai auf dem Campus Westend neues Haus der Lehre mit 51 zusätzlichen Räumen

Medieneinladung: Feierliche Eröffnung des Seminarhauses

FRANKFURT. Zur offiziellen Eröffnungsfeier des neuen Seminarhauses auf dem Campus Westend der Goethe-Universität möchten wir Sie herzlich einladen. An der Veranstaltung nehmen u.a. der Hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein, Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff sowie der Architekt Ferdinand Heide teil.

Die Feier findet statt

am Dienstag, 5. Mai 2015, 16 Uhr
Ort: Goethe-Universität, Campus Westend, Foyer Seminarhaus,
Max-Horkheimer-Str. 4 (früher: Lübecker Straße)

Über Ihr Kommen freuen wir uns. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie teilnehmen möchten (Frau Ott, Tel.: 069/798-12472, Mail: ott@pvw.uni-frankfurt.de).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher
Goethe-Universität

Hochschulpolitische Themen

Apr 30 2015
10:31

Einwerbungen steigen 2014 auf insgesamt knapp 182 Millionen € - gut 5 % mehr als im Vorjahr

Goethe Universität erneut mit Drittmittelrekord

FRANKFURT. Die Goethe Universität hat 2014 ihre Drittmitteleinnahmen weiter steigern können. Mit knapp 182 Millionen Euro übertraf sie das Vorjahresergebnis von 173,2 Millionen Euro um knapp 9 Millionen Euro. Das entspricht über 30 % des universitären Gesamtetats. Die Zahl beinhaltet auch die im Wettbewerb eingeworbenen Mittel aus der Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE).

Zur positiven Entwicklung trug eine Steigerung der Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) um mehr als 3 Millionen Euro auf jetzt 64,3 Millionen Euro bei. Die DFG ist die renommierteste staatliche Förderorganisation für die Wissenschaft in Deutschland. Seit 2005 haben sich somit die Mittel der DFG von 37,7 Mio. auf 64,3 Mio. Euro p.a. erhöht – eine Steigerung um mehr als 70 % - hinter Spenden (+ 105 %) der höchste prozentuale Aufwuchs aller Drittmittelpositionen.

Auch die im Landeswettbewerb vergebenden LOEWE-Mittel entwickelten sich dynamisch: über 27 Mio. Euro flossen an die Goethe-Universität, eine Steigerung von mehr als 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Zudem entwickelte sich 2014 dank des Jubiläums auch die Spendensituation positiv. Hier stehen insgesamt über 15 Millionen Euro auf der Habenseite, eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um rund 24 %.

Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff sagte, in den Zahlen spiegle sich die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Goethe-Universität wieder – sie könne das noch ohne jegliches Eigenlob anerkennen. Sie dankte den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Goethe-Universität für ihr großes Engagement, auch jenseits drittmittelfinanzierter Projekte.

Personalia/Preise

Apr 29 2015
16:48

Strukturbiochemiker Wolfgang Baumeister ist diesjähriger Rolf-Sammet-Professor

Ein tiefer Blick in die Zelle

FRANKFURT. Wolfgang Baumeister vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München ist diesjähriger Rolf-Sammet-Stiftungsgastprofessor an der Goethe-Universität. Der Pionier der Kryo-Elektronentomographie hält zum Auftakt seiner Vorlesungsreihe am 4. Mai einen allgemein verständlichen Vortrag zur „Renaissance der Elektronenmikroskopie“. Er erklärt, warum anfängliche Untersuchungen an biologischem Material in den sechziger Jahren scheiterten und welche methodischen Fortschritte notwendig waren, um heute molekulare Komplexe und Zellorganellen erforschen zu könne. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sind zu dem Vortrag herzlich eingeladen.

Was?  Vortrag zur Renaissance der Elektronenmikroskopie
Wann? 4. Mai um 17:00 Uhr
Wo? Hörsaal B1 des Biozentrums auf dem Campus Riedberg

Wolfgang Baumeister hat ein Verfahren entwickelt, Zellbestandteile blitzschnell auf fast -270 Grad Celsius abzukühlen ohne sie dabei zu zerstören. Elektronen durchleuchten dann scheibchenweise die gefrorenen Strukturen, die per Computer zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt werden. Die entstehen Aufnahmen von Objekten, die nur wenige Nanometer groß sind, erreichen eine bis dahin unbekannte Qualität. 2007 gelang auf diese Weise zum ersten Mal die Untersuchung eines kompletten einzelligen Lebewesens mit Zellkern und Zellmembran. In Verbindung mit weiteren biophysikalischen Methoden verfeinerte Baumeister die Methodik, die nun tiefe Blicke in die Zelle gewährt: Zellmembranen und Zellporen werden sichtbar, synaptische Proteinkomplexe bei der Kommunikation von Nervenzelle zu Nervenzelle und Wechselwirkungen innerhalb supramolekularer Komplexe, die den Proteinhaushalt kontrollieren.

Indem Wolfgang Baumeister die toxischen Proteinaggregate bei neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson untersucht, leistet er zudem wertvolle Beiträge für die medizinische Forschung. In seinen Abbildungen des Proteosoms, einer gigantischen Zellmaschinerie für die Qualitätskontrolle von Proteinen, lassen sich therapeutische Ansätze zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen finden.

Wie mikrobielle Schädlinge sich innerhalb ihrer Wirtszellen entlang des Zytoskeletts bewegen, erklärt Wolfgang Baumeister am 5. Mai um 18:15 Uhr auf dem Campus Niederrad für Mediziner. Schnappschüsse von Molekülnetzwerken und anderen biologischen Strukturen zu gewinnen, und sie dabei unverfälscht zu präsentieren, ist das Thema am Mittwoch, 6. Mai um 17:00 Uhr auf dem Campus Riedberg. Praktische Aspekte werden am 7. Mai um 10:00 Uhr auf dem Campus Riedberg erläutert. Dabei können Studenten lernen, wie man sich den „Ultrastrukturen einer Zelle“ im Labor nähert. Mit einer wissenschaftlichen Highlight-Vorlesung am Freitag, 8. Mai 2015 um 16:00 Uhr, endet die intensive Woche in Frankfurt.

Wolfgang Baumeister studierte Biologie, Chemie und Physik an den Universitäten in Münster und Bonn. Nach seiner Promotion an der Universität Düsseldorf habilitierte er sich in Biophysik. Ein Heisenberg-Stipendium ermöglichte ihm einen Forschungsaufenthalt am Cavendish Laboratorium in Cambridge, England. Er hatte Professuren an der Universität Düsseldorf und der Technischen Universität München inne, bevor er 1988 den Ruf an das Max Planck-Institut für Biochemie in Martinsried annahm. Für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie hat er 30 renommierte Forschungspreise erhalten; in den vergangenen 15 Jahren zunehmend aus dem Ausland.

Die Rolf-Sammet-Gastprofessur zählt zu den ältesten Gastprofessuren an der Goethe-Universität und wird heute vom Rolf Sammet-Fonds der Aventis Foundation in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität vergeben. Jedes Jahr wird ein international renommierter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Chemie/Biochemie nach Frankfurt eingeladen, um sein Forschungsgebiet und seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte in kompakter Form vorzustellen. Neben Vorlesungen, Seminar- und Laborbesuchen gehören dabei auch öffentliche Vorträge an der Universität Frankfurt zum Programm. Von den 29 bisherigen Preisträgern haben 10 inzwischen den Nobelpreis in Chemie oder Medizin erhalten.

Informationen: Prof. Harald Schwalbe, Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie, Campus Riedberg, Tel.: (069)-798-29737, schwalbe@nmr.uni-frankfurt.de.

Hochschulpolitische Themen

Apr 29 2015
15:39

Präsidialteam wird durch Brigitte Haar, Manfred Schubert-Zsilavecz und Enrico Schleiff verstärkt

Goethe-Universität wählt drei neue Vizepräsidenten

FRANKFURT. Prof. Brigitte Haar, Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz und Prof. Enrico Schleiff werden neue Vizepräsidentin, bzw. –präsidenten der Goethe-Universität. Der Erweiterte Senat votierte heute (29. April) im ersten Wahlgang mehrheitlich für die Wahlvorschläge der neuen Präsidentin, Prof. Birgitta Wolff. „Schön, dass der Erweiterte Senat unsere Arbeit mit diesem Vertrauensvotum unterstützt!“, kommentierte Birgitta Wolff. Nach der Wahl verfügt die Goethe-Universität damit zum ersten Mal in ihrer über 100-jährigen Geschichte über die gleiche Anzahl von Frauen und Männern im Führungsgremium.

Die drei Gewählten ergänzen das Präsidium, das derzeit aus der Präsidentin, der Vizepräsidentin Prof. Tanja Brühl und dem Universitätskanzler Holger Gottschalk besteht; diese standen zu diesem Termin nicht zur Wahl. Damit umfasst das Leitungs-Team jetzt sechs Personen. Die neuen Mitglieder sind bekannte wie neue Gesichter: Manfred Schubert-Zsilavecz und Enrico Schleiff waren bereits im früheren Präsidium tätig, Brigitte Haar kommt neu hinzu. Die Gewählten gelten als Fachleute in Fragen der Internationalisierung (Haar), Nachwuchsförderung und Infrastruktur (Schleiff) sowie privater Hochschulförderung (Schubert-Zsilavecz). Ihre Amtszeit beginnt im Mai und beträgt drei Jahre. Zuvor hatte bereits der Hochschulrat die Kandidaten einstimmig bestätigt.

Die Juristin Prof. Brigitte Haar LL.M. (Univ. Chicago) hat seit 2004 eine Professur für Bürgerliches Recht, deutsches, europäisches und internationales Wirtschaftsrecht sowie Law and Finance und Rechtsvergleichung im House of Finance inne. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Vertragsrecht in rechtsvergleichender und ökonomischer Perspektive. In ihren Publikationen widmet sie sich vor allem dem Kapitalmarktrecht, der Finanzmarktregulierung sowie der Corporate Governance. Haar ist Sprecherin des von der Stiftung Geld und Währung geförderten Graduiertenkollegs Law and Economics of Money and Finance, Mitglied des Präsidiums des House of Finance und Principal Investigator am Forschungszentrum Sustainable Architecture for Finance in Europe (SAFE).

Prof. Enrico Schleiff ist seit 2007 Professor für Molekulare Zellbiologie der Pflanzen an der Goethe-Universität und war von 2009 bis 2012 als geschäftsführender Direktor des Center of Membrane Proteomics tätig. Seit April 2012 war er Vizepräsident der Goethe-Universität; dabei setzte er wichtige Impulse zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. So erarbeitete er ein Konzept für ein neues Tenure Track, um exzellenten jungen Leuten dauerhaft in Frankfurt Perspektiven zu geben. Außerdem setzte er sich für die Fortentwicklung der Graduiertenschule GRADE ein und trieb das Modell Kooperativer Promotionen mit Fachhochschulen voran. Seit 2014 ist er Direktor des Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften. Beteiligt ist er zudem am Sonderforschungsbereich Molekulare Mechanismen der RNA-basierten Regulation.

Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz ist seit 1997 Professor für Pharmazeutische Chemie an der Goethe-Universität und war seit 2009 als Vizepräsident tätig. In dieser Funktion trat er für die Verbesserung von Lehre und Studium ein; u.a. indem er die „Bologna-Werkstätten“ zur Reform von Studiengängen initiierte und die Goethe-Universität beim „Qualitätspakt Lehre“ zum Erfolg führte. Seit 2009 ist er Vorsitzender des Verwaltungsrates des Frankfurter Studentenwerkes und des Aufsichtsrates der Firma Innovectis sowie seit 2014 Vorsitzender des House of Pharma and Healthcare. Anfang 2015 wurde Schubert-Zsilavecz zum stellvertretenden Vorsitzenden der Auswahlkommission für den Qualitätspakt Lehre im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ernannt. Nicht zuletzt trug er entscheidend dazu bei, dass im Jahr des Universitätsjubiläums, 2014, ca. 70 Mio. Euro aus privaten Quellen eingeworben werden konnten.

Rolle des Präsidiums: Das Präsidium bildet die Exekutive der Universität - Senat und Hochschulrat begleiten seine Arbeit aus interner und externer Sicht.

Fotos zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/55371238

Foto 01: Die neuen Mitglieder des Präsidiums (von links nach rechts): Prof. Enrico Schleiff, Prof. Brigitte Haar, Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz

Foto 02: Das gesamte Präsidium (von links nach rechts): Prof. Tanja Brühl, Prof. Enrico Schleiff, Prof. Birgitta Wolff, Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Prof. Brigitte Haar, Holger Gottschalk

Veranstaltungen

Apr 29 2015
14:54

Zum fünften Mal stehen deutsche Biografien im Fokus der Frankfurter Bürger-Universität

Wie wir wurden, wer wir sind

FRANKFURT. Mit einem beliebten „Klassiker“ startet die Frankfurter Bürgeruniversität ins Sommersemester. Die fünfte Auflage der Vortragsreihe „Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien“, kuratiert vom Soziologen Prof. Tilman Allert, bringt wieder klangvolle Namen ins Foyer der Frankfurter Stadtbücherei. Unter dem Titel „Die zweite Mutter der Nation“ beschäftigt sich Allert zum Auftakt mit der Biografie von Ursula von der Leyen. Vielen gilt von der Leyen als potentielle Nachfolgerin Angela Merkels. Um die Abwägung ihrer Chancen soll es in dem Vortrag jedoch weniger gehen, sondern vielmehr um ihre Herkunft aus der westdeutschen Oberschicht, ihren demonstrativen Fleiß in der Führung unterschiedlicher politischer Großbürokratien und ihr Bild als moderne Frau, die es schafft, Familienleben und Karriere virtuos auszubalancieren.

Im Verlauf des Sommersemesters 2015 werden an insgesamt sechs Abenden sechs deutsche Lebensläufe vorgestellt, die Deutschland nach 1945 geprägt haben oder weiterhin prägen. Die Lebensgeschichten aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern vergegenwärtigen exemplarisch Stationen der deutschen Kultur- und Sozialgeschichte.

Die Frankfurter Bürger-Universität wird von einer umfangreichen Broschüre begleitet. Diese beinhaltet neben der eigens konzipierten Vortragsreihe auch zahlreiche Veranstaltungen aus den Fachbereichen der Goethe-Universität. Alle stehen für die Bürgerinnen und Bürger Frankfurts und des Rhein-Main-Gebiets meist kostenfrei offen. Zusammen mit dem Institut für sozial-ökologische Forschung veranstaltet die Goethe-Universität eine Diskussionsreihe über „Die kostbare Ressource Wasser und wie wir damit umgehen (müssen)“, die Poetikdozentur übernimmt im laufenden Sommersemester der Autor Clemens Meyer. Das Institut für Theater- Film- und Medienwissenschaften lädt ein, das Kino von Pier Paolo Pasolini kennen zu lernen und das Exzellenzcluster Normative Ordnungen startet am 21. Mai mit einer neuen Veranstaltungsreihe, den Offenbach Lectures.

Hinzu kommen Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Pharmazie und Archäologie, vom Cornelia Goethe Centrum sowie vom Fritz Bauer Institut und vielen mehr.

Die Broschüre mit insgesamt etwa 120 Veranstaltungen steht auf der Homepage unter www.buerger.uni-frankfurt.de zur Verfügung.

Folgende Termine und Biografien erwarten Sie im Sommersemester:

04. Mai 2015
Ursula von der Leyen
Die zweite Mutter der Nation
Referent: Prof. Tilman Allert, Goethe-Universität Frankfurt

18. Mai 2015
Jürgen Habermas
Kluge Mahnung aus Frankfurt
Referent: Prof. Stefan Müller-Doohm, Autor der 2014 erschienenen Habermas-Biografie

01. Juni 2015
Udo Lindenberg
„Im Sonderzug nach Pankow“
Referentin: Marthe Lisson, Goethe-Universität Frankfurt

15. Juni 2015
Peter Ludwig
Sammeln für die Öffentlichkeit
Referent: Prof. Heinz Bude, Universität Kassel

29. Juni 2015
Georg Baselitz
„Die große Nacht im Eimer“
Referentin: Dr. Julia Voss, Frankfurter Allgemeine Zeitung

13. Juli 2015
Annemarie Lindner
Die gute Fee der Erscheinung
Referent: Prof. Tilman Allert, Goethe-Universität Frankfurt

Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Wichtige Hinweise: Alle Veranstaltungen finden im Foyer der Zentralbibliothek der Stadtbücherei (Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main) statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.buerger.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 28 2015
16:24

Beratungsstelle MAINKIND sucht Teilnehmer zwischen acht und zwölf

Trainingsprojekt „Wenn, dann: Selbst!“ für Kinder mit Selbstregulationsschwierigkeiten

FRANKFURT. Die Beratungsstelle MAINKIND der Goethe-Universität bietet aktuell das Gruppentraining „Wenn, dann: Selbst!“ für Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren mit Schwierigkeiten im Bereich der Selbstregulation an. Für die Gruppen, die im Juni 2015 beginnen, werden noch interessierte Teilnehmer gesucht. In vier Sitzungen von jeweils 90 Minuten lernen die teilnehmenden Kinder, ihre Fähigkeiten zur Selbstkontrolle zu verbessern. Das Training wird unter der Leitung von Gerhard Büttner, Professor für Pädagogische Psychologie, wissenschaftlich evaluiert.

Selbstregulation ist die Fähigkeit, eigene Gefühle und Impulse überwachen und kontrollieren sowie das eigene Verhalten steuern zu können. Schwierigkeiten in der Selbstregulierung können sich bemerkbar machen, indem es einem Kind beispielsweise schwerfällt, die Hausaufgaben selbstständig zu erledigen, beim Essen stillzusitzen oder abzuwarten, bis es an der Reihe ist. Zahlreiche Studien belegen, dass eine gute Selbstregulierung eine große Bedeutung für die Gesundheit, das eigene Wohlbefinden und die schulische Leistungsfähigkeit hat.

MAINKIND bietet Kindern, Jugendlichen und deren Familien eine ausführliche Diagnostik und Beratung zu Lernauffälligkeiten und Hochbegabung an. Die Beratungsstelle arbeitet mit Schulen und Kindertagesstätten, Beratungsstellen und Einrichtungen der Stadt Frankfurt sowie medizinischen und therapeutischen Fachkollegen zusammen. Durch diese Kooperationen und die Angliederung an den Arbeitsbereich Pädagogische Psychologie der Goethe-Universität ist es möglich, Forschung, Lehre, Studium und Praxis miteinander zu verknüpfen. Gefördert wird die Einrichtung durch die Karg-Stiftung, das Forschungszentrum Individuelle Entwicklung und Lernförderung und die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL).

Für das Trainingsprojekt wird um Anmeldung bis spätestens Mittwoch, den 13. Mai 2015, per E-Mail an WennDannSelbst@psych.uni-frankfurt.de gebeten. Außerdem können weitere Informationen unter dieser E-Mailadresse sowie innerhalb der telefonischen Sprechstunde dienstags von 15 bis 16 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 14 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer (069) 798-22440 angefragt werden.

Kontakt: Dr. Kathrin Schmitt, Institut für Psychologie, Beratungsstelle MAINKIND, Tel. (069) 798-35385, Schmitt@paed.psych.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 28 2015
15:20

Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, spricht im Forschungskolleg Humanwissenschaften über Perspektiven eines europäischen Bundesstaates

Das Europäische Parlament emanzipiert sich

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes Ulrike Lunacek hat einen Vorschlag, wie die europäische Union aus ihrer heutigen Situation herausgeführt werden kann: Ihr Vortrag mit dem Titel „Das europäische Parlament emanzipiert sich − aber es darf noch mehr sein!“ findet statt im Rahmen der Vortragsreihe EuropaDialoge/Dialogues d’Europe am Donnerstag, dem 30. April, um 18.00 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften (Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe). Manfred Schubert-Zsilavecz, Professor für Pharmazeutische Chemie an der Goethe-Universität, wird in das Thema einführen.

Ausgangspunkt der Überlegungen Lunaceks ist der Lissabon-Vertrag vom Dezember 2007. Dieser hat dem Europäischen Parlament einige zusätzliche Kompetenzen gebracht. Gleichwohl spielt der Europäische Rat nach wie vor die Erste Geige in der europäischen Politik − was sehr oft zu Disharmonie und Taktfehlern im EU-Orchester führt. Lunacek entwickelt vor diesem Hintergrund die Forderung, dass sich die Organe der EU − Rat, Kommission und Parlament − über die kleingeistigen nationalen Widersprüche hinwegsetzen und zu einem weiteren größeren Sprung in Richtung eines europäischen Bundesstaates ansetzen. Dabei sollen Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik sowie eine ökologisch nachhaltige Politik in einem geschickten Zusammenspiel ineinander gefügt werden.

Ulrike Lunacek ist seit Juli 2014 Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Die engagierte Politikerin aus Österreich wurde 2009 als Delegationsleiterin der österreichischen Grünen ins Parlament gewählt. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Außen-, Frauen- und Menschenrechtspolitik. So ist sie u.a. Kosovo-Berichterstatterin des Parlaments, Ko-Vorsitzende der LGBT-Intergroup (working for the rights of lesbian, gay, bisexual, transgender and intersex people) sowie Vorstandsmitglied der Single Seat Steering Group.

Der Vortrag ist Teil der Reihe EuropaDialoge/Dialogues d’Europe, die gemeinsam vom Forschungskolleg Humanwissenschaften und dem Institut français d’histoire en Allemagne veranstaltet wird. In diesem Rahmen sind Experten aus Politik und Wirtschaft sowie aus den Rechts-, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften dazu eingeladen, die Frage zu diskutieren, was aus Europa werden kann und werden sollte.

Im Sommersemester 2015 tragen weiterhin vor: der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio (27. Mai 2015), der französische Historiker Michael Werner (10. Juni 2015) und der Frankfurter Ökonom Otmar Issing (24. Juni 2015). Nähere Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden sich auf den Homepages des Forschungskollegs Humanwissenschaften www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de und des Institut français d’histoire en Allemagne www.ifha.fr. Die Fortsetzung der Reihe im Wintersemester ist in Planung.

Anmeldung: Um Anmeldung zu der Veranstaltung unter info@forschungskolleg-humanwissenschaften.de wird gebeten.

Weitere Informationen:  Professor Dr. Dr. Lutz-Bachmann (lutz-bachmann@em.uni-frankfurt.de); Professor Dr. Pierre Monnet (pierre.monnet@institutfrancais.de).

Personalia/Preise

Apr 24 2015
13:53

Jakob Kadelbach wird bei Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft ausgezeichnet

Baker & McKenzie-Preis 2014 für hervorragende Dissertation zum internationalen Investitionsrecht

FRANKFURT. Die internationale Sozietät Baker & McKenzie verleiht heute Nachmittag den Preis für die beste wirtschaftsrechtliche Dissertation. Der Preisträger Jakob Kadelbach nimmt den mit 6.000 Euro dotierten Baker & McKenzie-Preis während der Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität entgegen. Er erhält die Auszeichnung für seine Dissertation „Regimeübergreifende Konkretisierung im internationalen Investitionsrecht“. Die Arbeit betreute Prof. Dr. Dr. Rainer Hofmann, der an der Frankfurter Goethe-Universität den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht innehat.

Das internationale Investitionsrecht gehöre zu den Teilbereichen des Völkerrechts, die in jüngerer Zeit eine besonders dynamische Entwicklung durchlaufen haben, so der Betreuer der Dissertation. In seinem Erstgutachten lobt Hofmann die „schlicht hervorragende Arbeit“: Er betont die Fähigkeit des Autors, „auf der Grundlage ausgezeichneter völkerrechtlicher Kenntnisse eine eigenständige Lösung eines zentralen Problems zu erarbeiten, die theoretisch schlüssig und praktisch anwendbar ist.“ Die Erfassung von einschlägiger Literatur und Rechtsprechung sei in beeindruckender Weise umfassend. Es handele sich um eine grundlegende Arbeit nicht nur zum Internationalen Investitionsrecht, sondern auch zum allgemeinen Völkervertragsrecht.

Baker & McKenzie verleiht den Preis seit 1988 jährlich für herausragende Dissertationen oder Habilitationen aus dem Bereich des Wirtschaftsrechts, die am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität entstanden sind. Die Werke müssen mit „summa cum laude“ benotet sein und wirtschaftsrechtliche Themen – idealerweise mit internationalem Bezug – beleuchten, um in die enge Wahl zu kommen. „Der Preis ist ein wichtiger Baustein der juristischen Nachwuchsförderung unserer Kanzlei“, sagt Dr. Christian Reichel, geschäftsführender Partner von Baker & McKenzie Deutschland und Österreich, der die Auszeichnung an Jakob Kadelbach überreichen wird. Reichel weist darüber hinaus auf die enge Verbundenheit der Sozietät mit der Goethe-Universität hin: „Mehrere unserer Anwälte sind als Lehrende an der Goethe-Universität tätig und unsere Kanzlei engagiert sich als Förderer der ersten Stunde im Rahmen des Stipendienprogramms der Universität.“

Über Baker & McKenzie:
Seit ihrer Gründung 1949 berät die internationale Anwaltskanzlei Baker & McKenzie viele der erfolgreichsten Unternehmen auf der ganzen Welt. Mit fast 4.250 Anwälten an 77 Standorten und einem globalen Umsatz von über 2,5 Milliarden US-Dollar ist Baker & McKenzie die größte und leistungsstärkste Kanzlei der Welt. In Deutschland vertreten rund 200 Anwälte mit ausgewiesener fachlicher Expertise und internationaler Erfahrung die Interessen ihrer Mandanten an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München. Als eine der führenden deutschen Anwaltskanzleien berät Baker & McKenzie nationale und internationale Unternehmen und Institutionen auf allen Gebieten des Wirtschaftsrechts.

Informationen: Iris Meinking, HR Communications Baker & McKenzie Partnerschaftsgesellschaft mbB Tel. (069) 299 08 322 iris.meinking@bakermckenzie.com

Foto zum Download anzufordern unter: presse@uni-frankfurt.de

 

Hochschulpolitische Themen

Apr 23 2015
13:56

Goethe-Universität verbessert Situation von Hilfskräften

„Wir reden nicht nur, wir handeln!“

FRANKFURT. Die Goethe-Universität will sich für eine Verbesserung der Situation ihrer wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Hilfskräfte einsetzen. So plant das Präsidium der Goethe-Universität in Abstimmung mit den Fachbereichen die Vergütung in zwei Schritten zum 1. Oktober 2015 und 1. Januar 2016 um bis zu 12 Prozent zu erhöhen. Konkret wird die Besoldung  bei allen Hilfskräften zum 1.10. um zunächst 50 ct. pro Stunde angehoben; im Januar 2016 erfolgt dann eine weitere Erhöhung. „Insgesamt wird die Goethe-Universität dafür fast eine Mio. Euro zusätzlich pro Jahr aufwenden“, sagte Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff. „Damit zeigen wir, dass wir nicht nur reden, sondern auch handeln und das unter finanziell weiterhin schwierigen Bedingungen.“

Darüber hinaus wird  eine Einigung angestrebt, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen soll: „Wir sind zuversichtlich, dass wir die bereits seit längerer Zeit laufenden Gesprächen mit den Studierenden und den Fachbereichen über eine verbesserte Arbeitssituation bis spätestens Frühsommer zu einem positiven Ergebnis führen können“, sagte Universitätskanzler Holger Gottschalk. Hierbei geht es um Punkte wie Arbeitsplatzsituation, Urlaubregelung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Planungssicherheit. „Wir regeln das im Sinne einer universitären Selbstverpflichtung mit bindendem Charakter“, so Gottschalk.

Dazu könnte auch erstmals eine eigene Interessenvertretung für Hilfskräfte gehören. Eine Arbeitsgruppe, die vom Senat auf seiner gestrigen Sitzung beschlossen wurde, soll dies prüfen; ebenso soll ein Länderabgleich erfolgen, um zu erfahren, ob und wenn welche tariflichen Vereinbarungen für Hilfskräfte getroffen werden könnten.

Veranstaltungen

Apr 22 2015
14:05

Vom 4. bis 10. Mai: Kostenlose Workshops, Diskussionen und Führungen, ermäßigte Ticket für alle Vorstellungen

Blick hinter die Kulissen: Schauspiel Frankfurt veranstaltet „Studententage“

FRANKFURT. Das Schauspiel Frankfurt lädt vom 4. Bis 10. Mai wieder zu den „Studententagen“ ein. Studierende können an Gesprächen, Führungen und Workshops teilnehmen und Vorstellungen zu ermäßigten Preisen besuchen. Die „Studententage“ finden in Kooperation mit der Goethe-Universität, der Frankfurt University of Applied Sciences (Fachhochschule) und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach statt.

Nach welchen Kriterien werden die Stücke für den Spielplan ausgewählt? Wie lange dauert der Probenprozess? Was macht eigentlich ein Dramaturg? Wer macht die Besetzungen? Und wie viele Menschen wirken an der Entstehung eines Bühnenbildes mit? In 14 Workshops bieten Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Theaters wie Regie, Dramaturgie, Kostümabteilung und Werkstätten individuelle Führungen und Einblicke in ihre Arbeit. Das komplette Workshop-Programm gibt es als Download auf www.schauspielfrankfurt.de. Alle Workshops sind kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich unter uni@schauspielfrankfurt.de.

Für alle Vorstellungen im Schauspielhaus und in den Kammerspielen erhalten Studierende bei Vorlage eines gültigen Studentenausweises ermäßigte Tickets zum Studententage-Preis von 6 Euro (ausgenommen Premieren). Der Vorverkauf läuft bereits.

Karten und Infos unter (069) 212 49494 oder www.schauspielfrankfurt.de, Anmeldung unter uni@schauspielfrankfurt.de