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Veranstaltungen

Feb 5 2014
10:51

Sein Thema „Schlagzeilen vom Rand der Wirklichkeit“ – Vorlesung bei der Vortragsreihe „Vom Urknall ins Labor“ im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“

Prof. Harald Lesch hält öffentlichen Vortrag auf dem Campus Riedberg

FRANKFURT. Zum Abschluss der öffentlichen Vorlesungsreihe „Vom Urknall ins Labor“ hält am Montag (10. Februar) um 19 Uhr der bekannte Münchner Physiker Prof. Dr. Harald Lesch einen Vortrag, zu dem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in den großen Hörsaal des Otto-Stern-Zentrums auf dem Campus Riedberg eingeladen sind. Sein Thema „Schlagzeilen vom Rand der Wirklichkeit“; Lesch betrachtet die Physik als eine Reise an den Rand der Möglichkeiten. Er zeigt, wie die Physik sich nicht nur auf unser Bild von der Welt auswirkt, sondern auch unser Leben fast vollständig durchdringt.

Der Münchner Physiker beschäftigt sich auch mit der Frage, wieso wir so weit weg von den normalen Formen des Alltags und der Anschauung noch sinnvolle Aussagen über die Grenzbereiche der Wirklichkeit machen können. Seine knappe Antwort: „Wir irren uns empor!“ Nichtsdestotrotz hat die systematische Auseinandersetzung von Experiment und Hypothesen und Theorien die Physik zu einer extrem erfolgreichen Wissenschaft werden lassen, wie Lesch anschaulich unter Beweis stellen wird. Die Vorlesungsreihe „Vom Urknall ins Labor“ findet im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG statt. International renommierte Forscher haben interessierten Laien in diesem Wintersemester Blicke in die realen und virtuellen Laboratorien der Physik gewährt.

Prof. Dr. Harald Lesch studierte Physik und Philosophie an den Universitäten Gießen und Bonn. Er promovierte 1987 mit einer astrophysikalischen Arbeit über aktive galaktische Kerne. Danach war Lesch wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Landessternwarte Königstuhl in Heidelberg und am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Seit 1995 ist er Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik an der Universitätssternwarte der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zudem lehrt er als Professor für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München. Einem großen Publikum ist Lesch, der 2005 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet wurde, durch zahlreiche Fernseh- und Radiosendungen zu einem breiten Spektrum naturwissenschaftlicher Themen und als Sachbuchautor bekannt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne, Naturphilosophie.

Organisatoren und Veranstalter dieser Reihe sind neben der Goethe-Universität das „Helmholtz International Center for Fair“ (Hic for Fair) und das FIAS. Frankfurt ist als Austragungsort einer solchen Ringvorlesung besonders geeignet, da in der Rhein-Main-Region eine Reihe von führenden Forschungsinstitutionen dem Gebiet „Materie unter extremen Bedingungen“ beheimatet ist. Physiker der Goethe-Universität arbeiten eng zusammen mit dem Helmholtzzentrum GSI (Gesellschaft für Schwerionenforschung) in Darmstadt und mit der dort entstehenden Großforschungsanlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research). Begleitet werden diese Aktivitäten vom Mitveranstalter der Vortragsreihe, dem Helmholtz International Center for FAIR (HIC for FAIR), das demnächst sein neues Forschungsgebäude auf dem Campus Riedberg beziehen wird, und von dem benachbarten, theoretisch arbeitenden interdisziplinären Forschungsinstitut FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies).

Informationen: Prof. Dr. Marcus Bleicher, Helmholtz International Center for FAIR, Institut für Theoretische Physik, Campus Riedberg, Tel. (069) 798-47834, contact@hicforfair.de; Dr. Joachim Reinhardt, Frankfurt Institute for Advanced Studies, Institut für Theoretische Physik, Campus Riedberg, Tel. (069) 798-47866, reinhardt@fias.uni-frankfurt.de; fias.uni-frankfurt.de/materie

Personalia/Preise

Feb 4 2014
15:58

Biologin Anja Bremm ist neue Emmy Noether-Stipendiatin an der Goethe-Universität. Sie erforscht Ubiquitin

Kleines Protein mit vielen Funktionen

FRANKFURT. Als Anja Bremm sich Ende 2012 entschied, von Cambridge (UK) nach Frankfurt zu wechseln, war es wegen eines Proteins. Das kleine, im Körper allgegenwärtige Ubiquitin wird von einer Frankfurter Arbeitsgruppe um Prof. Ivan Dikic seit Jahren intensiv erforscht. Ubiquitin wird wie ein Etikett an Proteine in der Zelle geheftet. Diese Markierung kann, je nach Struktur, unterschiedlichste Funktionen in der Zelle übernehmen. Anja Bremm hat eine spezielle Ubiquitin-Struktur charakterisiert, die bei der Anpassung der Zelle an Stresssituationen eine Rolle spielen könnte. Mithilfe eines Emmy-Noether-Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft setzt die Biologin ihre Arbeiten an der Goethe-Universität fort und qualifiziert sich für eine wissenschaftliche Laufbahn.

„Zuerst dachte man, Ubiquitin diene ausschließlich dazu, beschädigte Proteine in der Zelle für die Entsorgung zu markieren“, erklärt die Biologin. „Dann entdeckte man, dass es auch an der Übermittlung von Signalen beteiligt ist.“ Dies läßt sich auf die Fähigkeit von Ubiquitin zurückführen, strukturell unterschiedliche Ketten zu bilden, welche von Adaptoren erkannt und in eine entsprechende Antwort übersetzt werden. Während ihrer Post-Doktoranden-Zeit am MRC Laboratory of Molecular Biology in Cambridge arbeitete Anja Bremm an einer atypischen und bis daher kaum untersuchten Ubiquitinkette. Sie konnte das betreffende Molekül anreichern, kristallisieren und dessen Struktur ermitteln.

Im Rahmen des Emmy Noether Programms wird Anja Bremm die Rolle dieses speziellen Ubiquitin-Signals untersuchen. Dabei wird ihr auch eine weitere Entdeckung aus ihrer Zeit in England helfen: Ein Enzym, das den schönen Namen Cezanne trägt, spaltet Ubiquitinketten dieses Typs spezifisch. Man hat damit ein Werkzeug, um neue physiologische Funktionen dieser atypischen Modifikation zu erforschen. „Soweit wir bisher wissen, spielen atypische Ubiquitin-Signale eine Rolle im zellulären Anpassungsprozess an Stresssituationen, die beispielsweise durch Sauerstoffmangel hervorgerufen werden. Unsere Erkenntnisse könnten künftig dazu beitragen, Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Medikamente zu finden“, erläutert Bremm. Bereits jetzt werden Wirkstoffe, die das Ubiquitin-System hemmen, in der Krebstherapie getestet. „Das verdeutlicht die Dringlichkeit intensiver Forschung auf diesem Gebiet“, unterstreicht die Forscherin. 

Mit Krebsforschung beschäftigte sich Anja Bremm schon während ihrer Doktorarbeit an der Technischen Universität München. Damals untersuchte sie den Zusammenhang von Zelladhäsion und Aktivität des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) im Magenkarzinom. Während dieser Zeit wurde auch ihr Interesse an der Strukturbiologie geweckt. Der berühmte Bruder von EGFR, der Her2-Rezeptor, spielt eine wichtige Rolle in Brustkrebszellen. Dieser kann heute durch einen Antikörper (Trastuzumab) gezielt blockiert werden, was die Prognose der Patientinnen deutlich verbessert. „Die Kristallstrukturen des Her2-Rezeptors, beschrieben von der Gruppe um Daniel J. Leahy in Baltimore (USA), und die Erkenntnisse die daraus gewonnen wurden, haben mir verdeutlicht, dass Zellbiologie in Kombination mit Strukturbiologie ein mächtiges Werkzeug sein kann“, erinnert sie sich.

Die Strukturbiologie ist ein Schwerpunkt des Exzellenzclusters Makromolekulare Komplexe an de Goethe-Universität. Sie beschäftigt sich insbesondere mit der Struktur von Proteinen in der Zelle und der Zellmembran. Deshalb hat Anja Bremm seit kurzem auch ein Büro und Laborräume im Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften auf dem Campus Riedberg bezogen.

Ein Foto zum Download finden Sie hier.

Informationen: Dr. Anja Bremm, Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42510, bremm@em.uni-frankfurt.de.

Veranstaltungen

Feb 4 2014
10:45

„Bewegliche Territorien“: Buch- und Medienpraxis der Goethe-Universität veranstaltet zwei Abende mit Lesung und Diskussion

Ukrainische Autoren in Frankfurt

FRANKFURT. Seit Ende November protestieren Ukrainer in Kiew auf dem Majdan Platz und in anderen Städten gegen die politische Führung des Präsidenten Janukowitsch und für eine Öffnung der Ukraine zur EU. Die politische Lage hat sich in den letzten Wochen noch verschärft. Vor diesem brisanten politischen Hintergrund veranstalten die Studierenden des Fortbildungsprogramms Buch- und Medienpraxis unter der Leitung von Hanne Kulessa zwei ukrainische Abende mit Literatur und Diskussion. Überschrieben sind die Abende, die Teil des Jubiläumsprogramms der Goethe-Universität sind, mit dem Titel „Bewegliche Territorien“. Der zweite Abend wird von einer Ausstellung begleitet, die ab 18.00 Uhr geöffnet ist.

Der erste Abend am Mittwoch, 5. Februar, findet im Literaturhaus Frankfurt statt. Es lesen die Autoren Juri Andruchowytsch, Tanja Maljartschuk, Jurko Prochasko und Serhij Zhadan, die zu den wichtigsten der ukrainischen Gegenwartsliteratur zählen, aus ihren Werken. Die Moderation übernimmt Katharina Raabe. Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 5/3 Euro.

Die Deutsch sprechenden Autoren werden dann am Donnerstag, 6. Februar, auf dem Campus Westend über die politische Situation in ihrem Land diskutieren. Moderieren wird der FAZ-Osteuropa-Korrespondent Konrad Schuller. Beginn: 19.30 Uhr, Casino, Renate-von-Metzler-Saal. Eintritt ist frei. 

Die Veranstaltungen werden von der Otto Wolff Stiftung (Köln) und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt) unterstützt. 

Weitere Informationen: http://ukraine.buchundmedienpraxis.de/ 

Hochschulpolitische Themen

Feb 3 2014
13:00

Architektenwettbewerb entschieden: 1. Preis für Gießener Büro „hjp architekten“

Studierendenhaus auf dem Campus Westend nimmt Gestalt an

FRANKFURT. Im Architektenwettbewerb zum Neubau des Studierendenhauses auf dem Campus Westend hat sich der Entwurf des Architekturbüros „hjp architekten“ aus Gießen unter insgesamt 22 eingereichten Arbeiten durchgesetzt. Der Neubau auf dem Campus Westend war nötig geworden, da die Goethe-Universität ihren Gründungsstandort Bockenheim bis 2017 aufgibt. Damit muss auch das traditionsreiche Studierendenhaus an den neuen Uni-Standort im Westend umziehen.

Das Bockenheimer Studierendenhaus wurde 1953 eröffnet. Es entstand durch eine großzügige Spende der Amerikanischen Hochkommission sowie durch Zuschüsse des Landes und der Stadt. Zweck des Studierendenhauses ist es damals wie heute, in gemeinnütziger Weise allen Studierenden als Stätte des Gemeinschaftslebens und der internationalen Verständigung zu dienen.

Das Studierendenhaus steht somit für den Erhalt und die Fortentwicklung der freiheitlichen und fortschrittlichen Tradition, die die Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung 1914 auszeichnet und durch die Rückkehr zu ihren Stiftungswurzeln im Jahr 2008 wieder besonderes Gewicht erhalten hat. Um diese Tradition auch am neuen Campus Westend Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, finanziert und errichtet das Land Hessen den Neubau eines Studierendenhauses, der mit der Wettbewerbsentscheidung am 27. Januar 2014 einen weiteren wichtigen Schritt voran gekommen ist.

Der Präsident der Goethe-Universität Prof. Werner Müller-Ersterl sagte bei einer Pressekonferenz am Montag (3. Februar) in Frankfurt, bei der der Siegerentwurf präsentiert wurde: „Wir sind dem Land Hessen sehr dankbar, dass es mit der Finanzierung des Studierendenhauses auch die einzigartige studentische Tradition an der Goethe-Universität würdigt und fortführt. Dies ist besonders in unserem Jubiläumsjahr ein schönes Signal! Das Ensemble des Westendcampus erfährt damit eine wichtige architektonische Ergänzung.“

Als Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst betonte Frau Ministerialdirigentin Irene Bauerfeind-Rossmann: „Ich freue mich, dass insbesondere durch die engagierte Beteiligung des ASTA als Vertreter der Studierendenschaft und zukünftigem Nutzer ein Bauentwurf ausgewählt werden konnte, der als Studierendenhaus einen starken eigenen Charakter entwickelt und sich gleichzeitig hervorragend in den Gesamtkontext des Campus Westend einfügt.“

Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurf des Architekturbüros „hjp architekten“ aus Gießen überzeugte durch eine eigenständige Lösung, die das architektonische Repertoire des Campus Westend geschickt und vielschichtig eingesetzt, um daraus den besonderen Baustein „Studierendenhaus“ zu entwickeln.

Durch einen plastischen Gestaltungsansatz für die Gebäudekubatur sowie eine Fassade mit spielerisch erscheinenden großmaßstäblichen Öffnungen in den öffentlichen Bereichen und einem regelmäßigen Fensterraster vor den Bürobereichen lassen sich die Nutzungen bereits von außen gut ablesen. Besonders signifikant ist ein zweigeschossiger, zum Zentrum des Campus ausgerichteter Fassadeneinschnitt, hinter dem sich das verglaste Foyer des großen Saales befindet, und der einen „Vorhang“ aus Rankpflanzen erhalten soll.

Überzeugend aus der Sicht der Studierenden war die innovative Fassadengestaltung, die sich deutlich vom restlichen Gesamtensemble des Westendcampus abhebt, ohne ihm zu widersprechen. Auch die gelungene Verbindung der inneren Organisation in Verbindung mit dem vorbildlichen Energiekonzept war für den ASTA ein Grund, dem Entwurf eine Sonderanerkennung in Höhe von 4.500 € zukommen zu lassen. Eine weitere Sonderanerkennung in Höhe von 1.500 € hat der Entwurf der Architekten Stein Hemmes Wirtz aus Frankfurt erhalten.

Das neue Gebäude auf dem Westend Campus, das spätestens bis 2017 fertiggestellt werden soll, eröffnet in neuer und zeitgemäßer Form Raum für die bestehenden Einrichtungen des Studierendenhauses in Bockenheim wie ein Café, ein Kino sowie Veranstaltungs- und Partyräume. Auf einer Fläche von mehr als 2.500 m² werden zudem Aufenthalts-, Lern- und Gruppenräume für die Studierenden, Büros für die Studierendenvertretung und eine Fahrradwerkstatt eingerichtet.

In der Preisgerichtssitzung am 27.01.2014 unter Vorsitz von Prof. Ulrike Lauber wurden insgesamt folgen Preise und Anerkennungen bestimmt:

1.  Preis (20.000 €): hjp architekten, Prof. Jürgen Hauck, Herbert Osel; Gießen

2.  Preis (14.000 €): Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH, Martin Bez, Thorsten Kock; Stuttgart

3.  Preis (10.000 €): bogevischs büro architekten & stadtplaner GmbH, Rainer Hoffmann; München

4. Preis (8.000 €): wulf architekten GmbH, Prof. Tobias Wulf, Kai Bierich, Alexander Vohl; Stuttgart

5.  Preis (6.000 €): pbr Planungsbüro Rohling AG, Architekten und Ingenieure, Heinrich Eustrup; Braunschweig

Anerkennung (4.000 €): Prof. Zvonko Turkali Architekt BDA – Turkali Architekten; Frankfurt am Main

Sonderpreis des ASTA: hjp architekten, Prof. Jürgen Hauck, Herbert Osel; Gießen (4.500 €) und Architekten Stein Hemmes Wirtz, Frankfurt am Main (1.500 €)

Dem Preisgericht gehörten an:

Fachpreisrichter

  • Cem Arat, Architekt, Stuttgart  
  • Sabina Freienstein, Architektin, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Inge Laste, Architektin, Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden
  • Prof. Ulrike Lauber, Architektin, München/Berlin
  • Prof. Kirsten Schemel, Architektin, Darmstadt
  • Prof. Kerstin Schultz, Architektin, Darmstadt
  • Prof. Ludwig Wappner, Architekt, München

Sachpreisrichter

  • Irene Bauerfeind-Rossmann Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst,

Wiesbaden

  • Guido Brennert Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden
  • Dr. Michael Kummer, Bauaufsicht, Stadt Frankfurt am Main
  • Prof. Werner Müller-Esterl, Präsident, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Giorgio Nasseh, AStA, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Thomas Platte, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Mai

Stellvertretende Fachpreisrichter

  • Ulrike Berendsen-Manderscheid, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Sibylle Waechter, Architektin, Darmstadt

Stellvertretende Sachpreisrichter

  • David Malcharczyk, AStA der Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Thorsten Schmidt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden

Als Sachverständige waren einbezogen

  • Julian Artner, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Bernd Becker, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Stefan Brückner, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main    
  • Antonio Cassi, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Mai
  • Ebru Celtikli, Baukoordinatorin AStA, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Thorsten Dettmer, Bauaufsicht, Stadt Frankfurt am Main
  • Dr. Albrecht Fester, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Andrea Georgi-Thomas, ee-conzept, Darmstadt
  • Monika Hauck, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Mathias Hillebrand, hbm, Frankfurt am Main
  • Jens Kunze, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Christoph Knickel, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Jessica Lehmann, hbm, Frankfurt am Main
  • Prof. Dirk Lorenz, IBC Ingenieurbau-Consult GmbH, Mainz
  • Christina Stiel, Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main
  • Birgit Welling, Bauaufsicht, Stadt Frankfurt am Main

Das Wettbewerbsmanagement übernahm das Büro ANP aus Kassel. Die Wettbewerbsarbeiten sind vom 4. bis 17. Februar 2014, Montags bis Freitags von 10:00 – 18:00 Uhr zu sehen in der Ehemaligen Neuen Mensa, Bockenheimer Landstraße 133, Frankfurt am Main.

Bild des Siegerentwurfes zum Download: hier.

Hochschulpolitische Themen

Feb 3 2014
10:41

Universitätspräsident Prof. Werner Müller Esterl zur Sprengung des AFE-Turms

Symbol des Abschieds und Aufbruchs

FRANKFURT. Als einen „symbolträchtigen“ Abriss bezeichnete Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl die Sprengung des AFE-Turms am vergangenen Sonntag. Im Beisein zehntausender Schaulustiger aus der ganzen Welt war das 116 Meter hohe, ehemalige Uni-Hochhaus an der Senckenberganlage um 10 Uhr gesprengt worden. 50.000 Tonnen Beton gingen zu Boden.

Die Sprengung sei für die Universität zugleich ein Symbol des Abschieds und des Aufbruchs: „Wir verabschieden uns – nicht ohne eine gewisse Sentimentalität – von unserem Gründungsstandort Bockenheim und verlegen bis 2017 die geistes-, sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächer komplett auf den Campus Westend.“ Dies sei für die Universität ein enormer Kraftakt, der seinen Ausgang bereits mit dem Bezug des IG-Farben-Gebäudes 2001 genommen habe, so Müller-Esterl.  Verbunden mit dem schrittweisen Umzug sei auch ein Prozess der Selbstvergewisserung der Goethe-Universität in Gang gekommen, der nicht zuletzt mit Blick auf das diesjährige Jubiläumsjahr zur Rückbesinnung auf die Ideale der Bürger- und Stiftungsuniversität geführt habe.

Müller-Esterl hob hervor, dass der AFE-Turm selbst zum Symbol einer wichtigen Epoche der Nachkriegsgeschichte geworden sei: „Er beherbergte Generationen von Studierenden und steht als Sinnbild für die Bildungsexpansion der 1960er und 1970er Jahre.“ Damit fügt er sich nahtlos in die Tradition der Goethe-Universität, nämlich ihrer Offenheit für die Gesellschaft und ihren Herausforderungen. „Wissenschaft findet hier nicht im Elfenbeinturm statt, sondern im steten Kontakt mit den Menschen. Ich würde mich freuen, wenn wir diesen Geist auch auf unseren Campus Westend mitnehmen.“

Download Bilder: hier (60MB). / Bild: Goethe-Universität / Uwe Dettmar 

Veranstaltungen

Jan 31 2014
10:41

Architektenwettbewerb prämiert Preisträgerentwürfe für ein Symbolgebäude der demokratisch verfassten Studierendenschaft

Ein neues Haus für die Studierenden

Medieneinladung

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim war das erste seiner Art in Deutschland. 1953 mit dem Geld der amerikanischen Besatzungsmacht errichtet, sollte es der Redemokratisierung der Frankfurter Studierendenschaft im Nachkriegsdeutschland dienen. Es wurde damit in Deutschland zum Symbol einer demokratisch verfassten Studierendenschaft.

Nach dem Umzug der Goethe-Universität vom Campus Bockenheim auf den Campus Westend soll diese bedeutende studentische Tradition gleichsam mit umziehen. Das neue Studierendenhaus auf dem Campus Westend nimmt Gestalt an: Ein Architektenwettbewerb unter Beteiligung renommierter Büros aus ganz Deutschland wurde gerade entschieden. Der Preisträger steht fest. Bei einem Mediengespräch

am Montag, den 3. Februar, 13- 14 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend,
Gebäude PA (Erdgeschoss), Raum 0.P22, Grüneburgplatz

möchten Ihnen die Beteiligten aus Politik, Wissenschaft, Studierendenschaft und Planung die Ergebnisse vorstellen.

Ihre Gesprächspartner: 

  • Prof. Werner Müller-Esterl, Präsident  der Goethe-Universität
  • Irene Bauerfeind-Roßmann, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
  • Giorgio Nasseh und Daniel Katzenmeier, AStA-Vorsitzende
  • Prof. Kerstin Schultz, Fachpreisrichterin der Wettbewerbsjury
  • Vertreter des 1. Preisträger-Büros

Hinweis an die Redaktionen:  Im Anschluss an die PK ist die Preisverleihung geplant. Anwesend sind die Vertreterinnen und Vertreter aller prämierten Büros.

Mit den besten Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn (Goethe-Universität Frankfurt)
Mark Kohlbecher (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Sonstige

Jan 31 2014
09:09

Universitätsarchiv der Goethe-Universität widmet dem AfE-Turm anlässlich der Sprengung eine kleine Essaysammlung

Der Turm als Biotop

FRANKFURT. Seine Sprengung wird tausende Schaulustige nach Bockenheim locken: Der AfE-Turm war aber auch schon zu der Zeit, in der in ihm noch geforscht und gelehrt wurde, ein ganz besonderer Ort. Um diese universitäre Lokalität zum Abschluss zu würdigen, hat das Universitätsarchiv der Goethe-Universität die Publikation „Der Turm. Drei Studien zu seiner Sprengung“ herausgebracht. Der Frankfurter Soziologe Prof. Tilman Allert, der selber viele Jahre zu den „Turmbewohnern“ zählte, geht in drei Essays den Besonderheiten dieses Biotops nach.

In „Kleine Soziologie der Turmsprüche“ untersucht Allert die „bizarr skurrilen Dokumente der Jungklugheit“ an den Wänden und lotet ihre ästhetischen, kommunikativen und gesellschaftlichen Bezüge aus.

In „‘Miss you.‘ Hommage an die Hausmeister“ beschäftigt sich Allert mit den „heimlichen Herrschern“ des Turms, die in ihrer „Schaltzentrale“ im Foyer des Turms sitzend sich freundlich und souverän dem „technologischen Kummer“ der akademischen Turmbewohner widmen.
Im Essay „Exzellenz trägt schwarz. Zum Kantianismus der Krähen“ schließlich geht Allert dem erstaunlichen Verhalten eines tierischen Turmbewohners nach: der Rabenkrähe, deren Futterrecherche dem Soziologen viel Stoff für begriffliche Differenzierungen und philosophische Spekulationen bietet.

Ergänzt werden die drei Essays durch eine kleine Fotosammlung.

Die Publikation ist ab sofort erhältlich in den Bockenheimern Universitätsbuchhandlungen, kann aber auch beim Universitätsarchiv zu einer Schutzgebühr von 4,- Euro bestellt werden.

Informationen: Wolfgang Schopf, Universitätsarchiv der Goethe-Universität, uniarchiv@uni-frankfurt.de  

Veranstaltungen

Jan 29 2014
11:17

Einwöchiger Sommerkurs bundesweit ausgeschrieben – Bewerbungsschluss 1. April 2014

Schülercampus der Goethe-Universität unterstützt Jugendliche bei der Studienwahl

FRANKFURT. Eine Woche Unialltag erleben, mit Wissenschaftlern forschen und verschiedene Studienfächer kennenlernen – all das bietet der Schülercampus, den die Goethe-Universität vom 6. bis 12. Juli 2014 veranstaltet. Ziel dieses Sommerkurses ist es, begabte Schülerinnen und Schüler bei der Studienorientierung zu unterstützten. Sie werden von Wissenschaftlern der Universität exemplarisch an einzelne Fächer sowie deren Fragestellungen und Methoden herangeführt. Interessierte Jugendliche aus ganz Deutschland können sich bis zum 1. April für einen der 90 Plätze bewerben und zwischen einer geistes- und sozialwissenschaftlichen sowie einer naturwissenschaftlichen Programmlinie wählen.

Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Goethe-Universität den Schülercampus, an dem Schülerinnen und Schüler aus fast allen Bundesländern teilnehmen. Der Bedarf an Orientierung ist angesichts der wachsenden Zahl an Studienfächern groß. Der Schülercampus bietet hierbei frühzeitige und effektive Unterstützung. Die 16-jährige Marina Bohn aus Kiel etwa, Teilnehmerin des letztjährigen Schülercampus, stellt rückblickend fest: „Für mich hat sich die Woche auf jeden Fall gelohnt. Ich hatte nicht nur eine großartige Zeit in Frankfurt, sondern weiß jetzt auch wesentlich besser, welche Studienfächer für mich in Frage kommen.“

Das große Interesse am Schülercampus zeigt, dass auch motivierte und begabte Jugendliche Angebote benötigen, die ihnen die Wahl eines passenden Studienfachs erleichtern. Der Schülercampus bietet ihnen einen umfassenden Einblick in die Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften und thematisiert zugleich deren berufliche Perspektiven – ein Aspekt, der bereits bei der Studienwahl eine wichtige Rolle spielt. „Wir möchten natürlich auch interessierte und motivierte Schülerinnen und Schüler auf die Goethe-Universität aufmerksam machen. Mit dem Schülercampus bieten wir ihnen ein innovatives und anspruchsvolles Angebot zur Studienorientierung, bei dem auch der Spaß nicht zu kurz kommt“, betont Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität.

Das geistes- und sozialwissenschaftliche Programm gibt den Teilnehmern in verschiedenen Workshops Einblick in spezifische Gegenstände und Methoden einzelner Fächer. Die Kunsthistorikerinnen Dr. Bettina Marten und Dr. Helen Barr etwa führen die Schüler ins Frankfurter Städel Museum und gehen mit ihnen anhand ausgewählter Kunstwerke der Frage nach, was eigentlich ein Bild ist und was unser Bildverständnis für das Fach Kunstgeschichte bedeutet. Im Workshop Politikwissenschaften vermitteln Prof. Thomas Zittel und Prof. Claudius Wagemann am Beispiel der jüngsten Bundestagswahl, wie man Wahlen mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen kann. Die Juristin Fabienne Peter wiederum führt die Jugendlichen anhand der Frage „Darf Folter Leben retten?“ ins Strafrecht und damit zugleich ins Jurastudiums ein.

Im naturwissenschaftlichen Programm verbringen die Schüler den Großteil der Woche in einer fachspezifischen Arbeitsgruppe, wo sie im Seminarraum, im Labor sowie auf Exkursion einer konkreten Fragestellung auf den Grund gehen. Prof. Jürgen Wunderlich etwa leitet die AG Physische Geographie, in der sich die Schüler anhand von Bohrungen, Bodenanalysen und Geodatenauswertungen mit nachhaltiger Ressourcennutzung auseinandersetzen. Die biowissenschaftliche AG von Prof. Paul Dierkes nimmt Umweltgifte und deren Auswirkungen auf biologische Systeme anhand von Labor- und Feldversuchen unter die Lupe. In der AG des Informatikers Andreas Fürtig wiederum lernen die Jugendlichen die Funktionsweise von Robotern verstehen und programmieren diese schließlich auch selbst.

Für das einwöchige Programm inklusive Übernachtung und Verpflegung zahlen die Schüler einen Teilnahmebeitrag von 180 Euro. Die Reisekosten werden bis zu 100 Euro erstattet. Der Schülercampus wird gefördert durch die Deutsche Apotheker- und Ärztebank sowie durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die FAZIT-Stiftung und die Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität.

Informationen: Dr. Benjamin Gilde, Stabsstelle Lehre und Qualitätssicherung, Tel.: (069) 798-12457, schuelercampus@uni-frankfurt.de.

Bewerbungen unter www.schuelercampus.uni-frankfurt.de.

Hochschulpolitische Themen

Jan 28 2014
16:21

Universitätspräsident Prof. Müller-Esterl ruft Studierende zur Stimmabgabe bei der Wahl des Studierendenparlaments auf

„Gehen Sie bitte wählen!“

FRANKFURT. Vom 27.-30. Januar finden an der Goethe-Universität die Wahlen zum Studierendenparlament statt. Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl wendet sich in einem persönlichen Aufruf an alle Studierenden: „Gehen Sie bitte wählen. Mit Ihrer Stimme können Sie Ihre politischen Interessen artikulieren und stärken die Studierendenvertretung der Goethe-Universität.“

Hier der Aufruf im Wortlaut:

„Das Studierendenparlament der Goethe-Universität ist der Ort, an dem sich studentische Interessen artikulieren. Es ist wichtig, dass die Stimme der Studierenden innerhalb der Universität sichtbar und hörbar ist. Besonders in Frankfurt war dies mit einem selbstbewussten AStA in den letzten Jahren immer der Fall. Ich appelliere deshalb an Sie persönlich, dieser Stimme der Studierendenschaft durch ihre Stimmabgabe bei der Wahl zum Studierendenparlament das nötig demokratische Gewicht zu geben. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Arbeit der Studierendenvertretung. Gehen Sie bitte wählen und machen von ihrem demokratischen Recht Gebrauch. Mit Ihrer Stimme können Sie ihre politischen Interessen artikulieren und stärken die Studierendenvertretung der Goethe-Universität.“

Urnenwahl:

Mo., 27. Januar - Mi., 29. Januar 2014, 9.00-15.00 Uhr.
Do., 30. Januar 2014, 11.00-15.00 Uhr („Mensatag“)

Forschung

Jan 28 2014
16:19

Der Heidelberger Archäologe Tonio Hölscher spricht in der Mittwochskonferenz des Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften.

Vom Nutzen der Bildkunst in der Geschichte

FRANKFURT. „Bilder der Geschichte – Geschichte der Bilder. Vom Nutzen der Bildkunst für die Historie“ ist der Titel eines öffentlichen Vortrags, den Tonio Hölscher, emeritierter Professor für Klassische Archäologie an der Universität Heidelberg, am Mittwoch (29. Januar) hält. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus (Raum 411) auf dem Campus Westend; sie findet im Rahmen der Mittwochskonferenz statt, die das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität während des Semesters regelmäßig veranstaltet.

Die Aktualität der visuellen Medien und der „iconic turn“ der Kulturwissenschaften hätten zu einer extensiven, zugleich aber oft reduktiven Nutzung von Bildern in den Geschichtswissenschaften geführt, so Hölscher. In seinem Vortrag versucht der Archäologe, die Möglichkeiten der historischen Interpretation von Bildwerken als eines eigenständigen Mediums auszuloten, das mehr leistet als die Illustration und Ergänzung von Textzeugnissen. Dabei sollen zum einen die traditionellen Kategorien der archäologischen Bildwissenschaft beleuchtet, als auch neue Ansätze der kulturwissenschaftlichen Praxis fruchtbar gemacht werden. Sowohl die Bildwerke wie die Phänomene der Lebenswelt sollen in ihrem medialen Charakter erfasst und in einem Konzept der historischen Bildpraxis zusammengeführt werden.

Informationen: Monika Beck, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798- 32344, m.beck@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Forschung

Jan 28 2014
16:17

Münchner Astrophysiker spricht bei der öffentlichen Vortragsreihe „Vom Urknall ins Labor“ im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“

Rätselhafte Supernovae: Den Geheimnissen der größten kosmischen Explosionen auf der Spur

FRANKFURT. Mit den aufwändigsten Computermodellen und den empfindlichsten, je von Menschen gebauten Messinstrumenten schicken sich Astrophysiker und Teilchenphysiker an, die Vorgänge im Innern der sterbenden Sterne zu enträtseln und die Folgen und Signale von Supernovae vorherzusagen. In der öffentlichen Vorlesungsreihe „Vom Urknall ins Labor“ hält am Donnerstag (30. Januar) um 19 Uhr Hans-Thomas Janka, Max-Planck-Institut für Astrophysik, einen Vortrag zum Thema „Rätselhafte Supernovae – den Geheimnissen der größten kosmischen Explosionen auf der Spur“. Im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG gewähren international renommierte Forscher interessierten Laien in diesem Wintersemester einen Blick in die realen und virtuellen Laboratorien der Physik.

Bereits im Altertum und bis zu den Anfängen der neuzeitlichen Astronomie galten „neue Sterne“ oder „Gaststerne“ am sonst so unveränderlich erscheinenden Himmelsgewölbe als besonderes Zeichen göttlichen Wohlwollens. Heute wissen wir, dass die als Supernovae bekannten Sternexplosionen zu den gewaltigsten und hellsten kosmischen Erscheinungen zählen, ohne die weder die Erde noch irdisches Leben entstanden wären. Privatdozent Dr. Hans-Thomas Janka ist Experte für Supernova-Theorie, Gammablitze, Neutrino-Astrophysik, nukleare Astrophysik und numerische Astrophysik. Er  studierte Physik und promovierte 1991 mit einer astrophysikalischen Arbeit an der Technischen Universität München. Anschließend forschte er als Otto-Hahn-Fellow an der University of Chicago und am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Seit seiner Habilitation im Jahr 2002 lehrt Janka als Privatdozent an der TU München. Seit 2009 ist er Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Astrophysik und Teilbereichsleiter in mehreren DFG-Sonderforschungsbereichen sowie beim Excellenzcluster „Origin and Structure of the Universe“.

Die Vorlesung mit anschließender Diskussionsrunde beginnt um 19 Uhr auf dem Campus Riedberg, im Hörsaal 100 des „Frankfurt Institute for Advanced Studies“ (FIAS), Ruth-Moufang-Straße 1. Organisatoren und Veranstalter dieser Reihe sind neben der Goethe-Universität das „Helmholtz International Center for Fair“ (Hic for Fair) und das FIAS. Die Vorlesungen im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ richten sich an interessierte Bürger und Bürgerinnen sowie an Studierende und Angehörige aller wissenschaftlichen Institutionen im Rhein-Main-Gebiet.

Zum Abschluss der Vorlesungsreihe kommt am Montag (10. Februar) der aus zahlreichen Fernseh- und Hörfunksendungen bekannte Physiker Prof. Harald Lesch nach Frankfurt. Er nimmt seine Zuhörer mit auf eine Reise an den Rand der Möglichkeiten und legt dar, wie es der Wissenschaft gelingt, in Bereichen weitab von der alltäglichen Erfahrungswelt zu gültigen Erkenntnissen zu gelangen. Wegen des zu erwartenden großen Interesses wird diese Vorlesung im Hörsaal H1 des Otto-Stern-Zentrums auf dem Campus Riedberg,Ruth-Moufang-Straße 2, stattfinden.

Frankfurt ist als Austragungsort einer solchen Ringvorlesung besonders geeignet, da in der Rhein-Main-Region eine Reihe von führenden Forschungsinstitutionen dem Gebiet „Materie unter extremen Bedingungen“ beheimatet ist. Physiker der Goethe-Universität arbeiten eng zusammen mit dem Helmholtzzentrum GSI (Gesellschaft für Schwerionenforschung) in Darmstadt und mit der dort entstehenden Großforschungsanlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research). Begleitet werden diese Aktivitäten vom Mitveranstalter der Vortragsreihe, dem Helmholtz International Center for FAIR (HIC for FAIR), das demnächst sein neues Forschungsgebäude auf dem Campus Riedberg beziehen wird, und von dem benachbarten, theoretisch arbeitenden interdisziplinären Forschungsinstitut FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies).

Informationen: Prof. Dr. Marcus Bleicher, Helmholtz International Center for FAIR, Institut für Theoretische Physik, Campus Riedberg, Tel. (069) 798-47834, contact@hicforfair.de; Dr. Joachim Reinhardt, Frankfurt Institute for Advanced Studies, Institut für Theoretische Physik, Campus Riedberg, Tel. (069) 798-47866, reinhardt@fias.uni-frankfurt.de; fias.uni-frankfurt.de/materie

Sonstige

Jan 27 2014
17:58

PEG- und PA-Gebäude ab Dienstag, den 28. Januar, wieder eingeschränkt nutzbar. Service-Hotline eingerichtet

Nach Heizungsschaden: Gebäude des Campus Westend wieder in Betrieb

FRANKFURT. Nach dem schweren Wasserschaden durch einen Defekt in der Heizungsanlage am Samstag , 25.1., hat das Präsidium der Goethe-Universität heute entschieden, die beiden betroffenen Gebäude am Dienstag (28.1.) wieder in Betrieb zu nehmen. Die Heizung konnte in Handbetrieb wieder so weit angefahren werden, dass beide Gebäude grundständig mit Wärme versorgt werden. Auch die Brandmeldeanlage funktioniert seit dem heutigen Nachmittag wieder. Studierende und Lehrende könnten die Gebäude wieder nutzen. Auch die für den heutigen Montag freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten am Dienstag wieder ihre Arbeit aufnehmen. Die erste Etage der Tiefgarage kann ebenfalls wieder befahren werden.

Universitätskanzler Holger Gottschalk wies jedoch darauf hin, dass die betroffenen Häuser der Goethe-Universität von einem Normalbetrieb noch weit entfernt seien. „Ich bitte um Verständnis, dass auch in den kommenden Tagen noch Beeinträchtigungen entstehen können, da die Wärmeleistung der Heizung noch nicht ausreicht, alle Teile der Gebäude gleichermaßen zu versorgen.“ Durch den großen Schaden an der Regelungstechnik, die durch die Hitze des austretenden Wasserdampfs zum Teil komplett zerstört wurde, sei an einen Normalbetrieb auch in den nächsten Wochen kaum zu denken. „Wir müssen bis auf weiteres mit einem Provisorium arbeiten“, so Gottschalk, „und hoffen, dass dieses verlässlich funktioniert.“ Frühestens im Laufe der nächsten Wochen könne die neue Regelungstechnik installiert werden oder die alte repariert werden. Zu der Höhe des Schadens wollte sich Gottschalk nicht äußern. Gutachter seien mit der Schadenserhebung beauftragt. Auch würden Haftungsfragen und genaue Schadensursache derzeit von Gutachtern geprüft.

Am Samstagnachmittag war in der Heizzentrale der beiden Universitätsgebäude PEG (Psychologie, Erziehungswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften) und PA (Präsidium und Administration) der Zuleitungsschlauch eines von der Mainova betriebenen Wärmetauschers geborsten und hatte große Mengen Wasser und Wasserdampf freigesetzt. In Folge dieses Störfalls war auch die Sprinkleranlage in der Tiefgarage aktiviert worden. Das Präsidium hatte am Sonntag aufgrund der Schwere der Schäden entschieden, die Gebäude am 27. Januar zu schließen. Betroffen von dem Schaden sind rund 10.000 Studierende sowie etwa 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Goethe-Universität.

Die Goethe-Universität hat unter 069/798 -17112 eine Service-Hotline eingerichtet.

Nähere Informationen zum neuesten Stand unter www.muk.uni-frankfurt.de/49321697/news

Veranstaltungen

Jan 24 2014
12:16

Letzte Veranstaltung der Bürger-Universität zum Thema Bildungsgerechtigkeit, u.a. mit den Gründern von Alnatura und Rossmann und dem PISA-Studien Experten Manfred Prenzel

Wie viel Bildung verträgt der Mensch?

FRANKFURT. Wie kommt es, dass die Intelligenz eines Menschen inzwischen fast ausschließlich an seinem Schulabschluss gemessen wird? Warum hat ein Ausbildungsberuf zunehmend ein schlechteres Image  als ein akademischer Titel? „Abgehoben und überakademisiert? – Wie viel Bildung verträgt der Mensch?“  so der Titel der letzten Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität, zum Thema Bildungsgerechtigkeit . Die Abschlussveranstaltung der Diskussionsreihe „ Bildung ohne Gerechtigkeit? – Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“, richtet den Blick auf eine zunehmend überakademisierte Gesellschaft, deren Vorstellung von Bildung immer einseitigere Strukturen annimmt.

Welche Rolle spielen dabei Messinstrumente wie länderübergreifende Bildungsstudien und Wissensvergleiche? Der Erziehungswissenschaftler und PISA-Studien Experte Manfred Prenzel kennt die Zusammenhänge. Götz Rehn, Gründer der anthroposophisch geprägten Lebensmittelkette „Alnatura“ und Dirk Roßmann, Geschäftsführer der Drogeriemarktkette „Roßmann“, stehen hingegen für alternative Unternehmensstrukturen und Werte, die nicht nur die Nachhaltigkeit ihrer Produkte, sondern auch die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter betreffen sollen. Wie funktioniert das? Welche wirklichen Chancen haben hier auch Menschen ohne höheren Schulabschluss? Wo sehen die Unternehmer das (ungenutzte) Potenzial der „bildungsfernen Schichten“? Zu hinterfragen ist auch, von welchem Wissen wir sprechen, wenn von Allgemeinwissen die Rede ist? Denn in Zeiten unzähliger digitaler und auf dem Internet basierender Wissensportale, ist Wissen nicht gleich Wissen. Das beschäftigt auch Heiner Schnelling, Direktor der Frankfurter Universitätsbibliothek. Als Verwalter von traditionellen Bildungsquellen, muss er über Qualität und Nutzen digitaler Quellen entscheiden.

Mit der Veranstaltung am kommenden Montag, beendet die Frankfurter Bürger-Universität die Diskussionsreihe „Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“. Entwickelt mit der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) und unterstützt von hr-iNFO, dem Informationsradio des Hessischen Rundfunks, bildet die Reihe zugleich die Brücke ins Jubiläumsjahr der Goethe-Universität 2014. In der Tradition einer von Frankfurter Bürgern geschaffenen Hochschule beschäftigt sich die Goethe-Universität mit den wichtigsten gesellschaftspolitischen Debatten unserer Zeit. In der Frankfurter „Bürger-Uni“ diskutieren Wissenschaftler, Experten und Frankfurter Bürger gemeinsam.

Abgehoben und überakademisiert? Wie viel Bildung verträgt der Mensch?

am: Montag, 27. Januar 2014, um 19.30 Uhr.
Ort: Campus Westend, Casino Festsaal, Raum 823, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main Es diskutieren: Prof. Manfred Prenzel, Erziehungswissenschaftler und PISA-Studien Experte (Impulsvortrag) Götz Rehn, Gründer von Alnatura, Dirk Rossmann, Gründer von Rossmann Dr. Heiner Schnelling, Leiter der Universitätsbibliothek

und die Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern.

Moderation: Petra Boberg von hr-iNFO. / Freier Eintritt!

Wichtige Hinweise: Alle Veranstaltungen können auch per Livestream verfolgt werden und sind anschließend über unser Archiv abrufbar: www.buerger.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 24 2014
11:39

Feierliche Vergabe von über 600 Stipendien auf dem Campus Westend. Universität liegt damit auf dem ersten Platz deutscher Hochschulen

Goethe-Universität bei den Deutschland-Stipendien an der Spitze

FRANKFURT. Große Freude an der Goethe-Universität: Im Rahmen einer Feierstunde im Festsaal auf dem Campus Westend nahmen die Deutschland-Stipendiatinnen und -Stipendiaten des akademischen Jahres 2013/14 ihre Urkunden entgegen. In Anwesenheit des neuen Wissenschaftsministers Boris Rhein und zahlreichen Förderern überreichte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl die Auszeichnungen. Mit 606 Stipendien, dem Maximum der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung „gematchten“ Stipendien, liegt die Goethe-Universität auf dem ersten Platz aller deutschen Hochschulen.

Müller-Esterl gratulierte den Stipendiatinnen und Stipendiaten zu dieser Auszeichnung: „Wir sind stolz auf Sie!“ Müller-Esterl hob das bereits vom Stifterverband für Wissenschaft ausgezeichnete ideelle Förderprogramm hervor: So werden die Stipendiaten nicht nur in ihrer Begabung gefördert, sondern können auch im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements  zukunftsweisende Ideen für die Gesellschaft entwickeln.

Ganz ausdrücklich dankte der Universitätspräsident in seiner Rede allen Förderern und lobte in diesem Zusammenhang das gute Stiftungsumfeld: „Das Besondere in Frankfurt: Hier engagieren sich nicht nur Unternehmen, sondern ebenso Privatpersonen, Vereine, Clubs, Stiftungen und Verbände. Sie alle haben erkannt, dass es sich lohnt, in talentierte und leistungsstarke junge Menschen und damit in die Zukunft des Landes zu investieren.“

Besonders dankte Müller-Esterl einer Förderin, die mit ihrer großzügigen Spende das Rekordergebnis überhaupt erst möglich gemacht hatte: Johanna Quandt, die sich seit vielen Jahren für die Goethe-Universität engagiert und die Ehrensenatorenwürde trägt, hatte im Vorfeld die Zusage für 224 Stipendien gegeben, falls die Vorjahresmarke von 382 Stipendien erreicht würde. „Im Namen der Universität und der Stipendiaten gebührt Frau Quandt ein herzlicher Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz.“ Aufgrund der Zusage von Frau Quandt gingen bis Dezember zahlreiche Spenden-Zusagen ein.

Mit einer großen Spende der DekaBank über 42 Stipendien konnte schließlich das Gesamtergebnis von 606 Stipendien sichergestellt werden. „Auch Ihnen herzlichen Dank für diese großzügige Spende“, dankte Müller-Esterl Johannes Behrens-Türk, Leiter des Nachhaltigkeitsmanagement bei der DekaBank.

Zum Deutschland-Stipendium: Die Stipendiaten erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 300 Euro für mindestens ein Jahr. Die eine Hälfte der Förderung spenden private Förderer, die andere Hälfte gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung dazu. Gefördert werden sowohl Studienanfänger als auch Studierende höherer Semester, deren bisheriger Werdegang besonders gute Leistungen im Studium erwarten lässt oder bereits aufweist. Berücksichtigt werden außerdem das gesellschaftliche Engagement der Studierenden sowie besondere persönliche Umstände, die sich beispielsweise aus der familiären Herkunft, der Betreuung für Familienangehörige oder einem Migrationshintergrund ergeben.

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Stabsstelle Fundraising, Goethe-Universität. Tel. (069) 798-12756; Lentes@pvw.uni-frankfurt.de, www.chancenschenken.de.

Forschung

Jan 23 2014
13:26

EU-Projekt testet neue Hypothesen zur Schmerzentstehung und Toleranzentwicklung

Chronische Schmerzen: neue Medikamente gesucht

FRANKFURT. Chronische Schmerzen können bisher nur bei einer Minderheit der Patienten zufriedenstellend beseitigt werden. Das ist nicht nur für die Betroffenen belastend, sondern bringt auch gesundheitspolitische und –ökonomische Probleme mit sich. Die Europäische Union fördert deshalb zurzeit verstärkt Gemeinschaftsprojekte zur Schmerzforschung, darunter auch das Fünf-Jahres-Projekt „GLORIA“ (Sprecherin: Prof. Eija Kalso, Universität Helsinki), an dem auch Klinische Pharmakologen um Prof. Jörn Lötsch von der Goethe-Universität beteiligt sind.

Ein Fünftel der europäischen Bevölkerung leidet unter chronischen Schmerzen; bei den über 70-Jährigen sind es sogar bis zu einem Drittel. Die derzeit verfügbaren medikamentösen Behandlungsoptionen umfassen nur eine begrenzte Auswahl wirksamer Schmerzmittelklassen. Bei vielen Patienten sind die verfügbaren Medikamente bisher nicht oder nur unzureichend wirksam. Darüber hinaus können sie Nebenwirkungen verursachen, die zum Abbruch der Behandlung führen.

„Neue und innovative Schmerzmedikamente werden dringend benötigt“, weiß Prof. Jörn Lötsch vom Institut für Klinische Pharmakologie der Goethe-Universität. Im Forschungsprojekt „GLORIA“ arbeitet er daran zusammen mit Kollegen der Universität von Helsinki, dem Karolinska-Institut in Stockholm, dem „Centre Européen de Recherche en Biologie et Médecine“ in Straßburg sowie der Firma Chemedest in Tartu, Estland. Das Interesse der Forscher richtet sich auf die Rolle der Gliazellen. Sie machen etwa die Hälfte der Zellen im Gehirn aus. Bisher hatte man ihnen vorwiegend eine stützende und versorgende Funktion zugeschrieben, aber zunehmend entdecken Forscher, dass sie auch an der Übertragung und Speicherung von Informationen beteiligt sind.

„Unsere Haupthypothese ist, dass Entzündungen der Nervenzellen und die damit verbundene Aktivierung der Gliazellen eine wichtige Rolle bei chronischen Schmerzzuständen spielen“, so Lötsch. Dazu gehören sowohl neuropathische Schmerzen durch die Schädigung oder Kompression von Nervenzellen als auch Schmerzen anderer Ursache wie Arthrose oder Fibromyalgie. Die Aktivierung der Gliazellen könnte auch an Nebenwirkungen von Opioidanalgetika und der Toleranzentwicklung gegenüber dieser Medikamentengruppe beteiligt sein, vermuten die Forscher.

In dem Schmerzforschungsprojekt „GLORIA“ wollen Lötsch und seine Kollegen unter anderem auch genetische und epigenetische Faktoren untersuchen, die insbesondere das Opioidsystem, ein Hauptsystem der körpereigenen Schmerzunterdrückung und Ort der Wirkung von Opioidanalgetika, an seiner Schnittstelle zur den Gliazellen betreffen. Die Forscher wollen Patientengruppen identifizieren, denen ursächlich am Schmerzempfinden beteiligte genetischer Marker gemeinsam sind. Damit wollen sie die Grundlagen zur Entwicklung innovativer klinisch-pharmakologischer Therapieansätze legen, die es künftig erlauben werden, chronischen Schmerz individuell und wirksam zu behandeln.

Informationen: Prof. Dr. Jörn Lötsch, Institut für Klinische Pharmakologie, Campus Niederrad, E-Mail: j.loetsch@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 23 2014
13:21

Zwei Vorträge über den KZ-Arzt Josef Mengele sowie über jüdische Stifter und Gelehrte nach 1933 / Gedenkkonzert mit Adorno-Quartett

Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

FRANKFURT. Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar, beteiligt sich in ihrem Jubiläumsjahr die Goethe-Universität mit drei Veranstaltungen. Das Jahr 1933 markiert eine tiefe Zäsur in der 100-jährigen Geschichte der Universität, deren Gründung 1914 nur durch die maßgebliche Unterstützung jüdischer Stifterinnen und Stifter möglich gewesen war und an der bedeutende jüdische Wissenschaftler bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten forschten und lehrten.

Im Rahmen des Jubiläumsprogramms startet am Montag (27. Januar) um 18 Uhr im Casino (Raum1.802) auf dem Campus Westend die Ringvorlesung „Die Goethe-Universität in der NS-Zeit“ mit einem Vortrag von Prof. Benjamin Ortmeyer über Josef Mengele, den gnadenlosen KZ-Arzt von Auschwitz. Nach einer kleinen Pause findet (ab 20 Uhr) im gleichen Raum ein Konzert mit dem Adorno-Quartett statt. Auf dem Programm stehen u.a. Werke, die Viktor Ullmann und Gideon Klein im Ghetto Theresienstadt komponierten.

Benjamin Ortmeyer, Leiter der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität, hat seinem Vortrag den Titel „Jenseits des Hippokratischen Eids: Dr. Mengele und die Goethe-Universität“ gegeben. Mengele kam 1937 als Assistent an das Frankfurter Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene (Leitung Prof. Otmar Freiherr von Verschuer), wo er auch promovierte. 1940 wurde Mengele zum Wehrdienst einberufen, später meldete er sich freiwillig zur Waffen-SS. 1943 übernahm er den Posten als Chefarzt im Konzentrationslager Auschwitz. Dort erwies er sich als grausamer Vollstrecker der „Endlösung“; er war nicht nur verantwortlich für die Vergasung von tausenden Juden und anderen Häftlingen sondern auch für die „Selektionen“ – nicht zuletzt um seine wissenschaftliche Forschung über Rassenmerkmale, Anomalien wie Riesen- und Zwergwuchs, Rückgratverkrümmung etc. fortzusetzen. Mengele rückte erst während der frühen 1960er Jahre im Zuge der Ermittlungen zu den Auschwitz-Prozessen ins engere Blickfeld der Strafverfolger, wurde aber nie gefasst. 1961 erkannte ihm die Goethe-Universität den Doktortitel ab, wogegen Mengele sich sogar über seine Anwälte aus seinem südamerikanischen Versteck wehrte. Mengele lebte nach dem Krieg zunächst einige Jahre unter seinem echten Namen ungestört in Argentinien, er besuchte sogar in den 1950er Jahren legal die Bundesrepublik. Seine weitere Flucht über Paraguay nach Brasilien gab zu unzähligen Spekulationen und Legendenbildungen Anlass, konnte aber erst nach der Entdeckung seiner Leiche aufgeklärt werden. Er starb 1979 an den Folgen eines Herzinfarkts bei einem Badeunfall in Brasilien.

Für das Gedenkkonzert konnte das Adorno-Quartett mit Marat Dickermann (Violine), Elena Tsaur (Violine), Elen Guloyan (Viola) und Roland Horn (Violoncello) gewonnen werden. Das Frankfurter Ensemble hat es sich ebenso wie der Verein Musica Judaica zur Aufgabe gemacht, Werke jüdischer Komponisten durch Konzerte und Einspielungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Verbindung der Goethe-Universität ist seit kurzer Zeit dadurch intensiviert worden, dass die Frankfurter Musikwissenschaftlerin Prof. Daniela Philippi in den Vorstand des Vereins gewählt wurde. Auf dem Programm stehen: Gideon Klein, Fantasie und Fuge (1942/43); Józef Koffler, Ukrainische Skizzen (1941); Bernhard Sekles, Streichquartett op.31 (1923) und Victor Ullmann, Streichquartett Nr.3 (1943).

Mit diesen Werken für die klassische Besetzung Streichquartett werden vier Komponisten vorgestellt, die zu den Opfern des nationalsozialistischen Regimes zählen. Sie gehören drei verschiedenen Generationen an und erhielten ihre musikalische Prägung in Wien, Prag und Frankfurt. Alle vier beschäftigten sich sowohl mit den kompositorischen Neuerungen ihrer Zeit als auch mit der Musiktradition und kamen in diesem Spannungsfeld zu individuellen Lösungen. Bernhard Sekles (1872–1934) leitete viele Jahre das Frankfurter Hoch’sche Conservatorium, Józef Koffler (1896–1944) wirkte in Lemberg. Viktor Ullmann (1898–1944) und Gideon Klein (1919–1945) lebten zuletzt im Ghetto Theresienstadt und komponierten dort unter anderem auch die beiden im Konzert gespielten Werke.

Im Museum Judengasse (Kurt-Schumacher-Straße 10) hält am Montag (27. Januar) um 17 Uhr Christian Wiese, Inhaber der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität, einen Vortrag zum Thema „Das Ende der freien Wissenschaft. Der Ausschluss jüdischer Stifter und Gelehrter der Stiftungsuniversität Frankfurt nach 1933“. Jüdische Stifterinnen und Stifter und jüdische Gelehrte haben die junge Universität Frankfurt seit der Zeit ihrer Gründung 1914 in erheblichem Maße geprägt – in der Religionswissenschaft, der Orientalistik und Soziologie, ebenso wie in den Wirtschaftswissenschaften, der Medizin und allen Bereichen der Naturwissenschaften. Der Ausschluss und die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus bereiteten dieser in der akademischen Kultur in Deutschland vor und nach dem Ersten Weltkrieg einzigartigen Konstellation ein Ende. Wiese geht dieser Geschichte am Beispiel paradigmatischer Einzelfiguren nach und reflektiert über die tiefe Zäsur, die das Jahr 1933 für die Frankfurter Universitätsgeschichte und die jüdische Geschichte in Frankfurt markiert.

Drei weitere Vorträge sind im Rahmen der Ringvorlesung „Die Goethe-Universität in der NS-Zeit“ noch im laufenden Jahr geplant:

  • 12. Mai (Montag): „Erziehung als Zucht: Prof. Ernst Krieck – Rektor der Goethe-Universität 1933 (Prof. Benjamin Ortmeyer)
  • 9. Juni (Montag): „Nationalbewusste Mediävistik und bewusstes Judentum: Ernst Kantorowicz (Prof. Micha Brumlik)
  • 11. November (Montag): „Die Georg und Franzsika Speyersche Hochschulstiftung und die NS-Zeit (Prof. Benjamin Ortmeyer) 

Informationen: Prof. Benjamin Ortmeyer, Forschungsstelle NS-Pädagogik; Tel. (069) 798-22091, BOrtmeyer@t-online.de; Prof. Daniela Philippi, Institut für Musikwissenschaft, Tel. (069) 798-22161, philippi@em.uni-frankfurt.de; Prof. Christian Wiese, Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, (069) 798-33313, C.Wiese@em.uni-frankfurt.de

Das gesamte Programm zum 100-jährigen Jubiläum der Goethe-Universität: www2.uni-frankfurt.de/gu100

Veranstaltungen

Jan 22 2014
16:07

Goethe-Universität im dritten Jahrgang der Förderung so erfolgreich wie nie zuvor.

Feierliche Vergabe der Deutschland-Stipendien

FRANKFURT. Im Rahmen einer Feierstunde im Festsaal auf dem Campus Westend werden die Deutschland-Stipendien des akademischen Jahres 2013/14 vergeben. In Anwesenheit des neuen Wissenschaftsministers Boris Rhein und zahlreichen Spendern wird Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl den Studierenden die Urkunden übergeben. Im dritten Jahrgang des Deutschland-Stipendiums und zugleich auch im Jubiläumsjahr konnte die Goethe-Universität ein besonders gutes Ergebnis erzielen: Über 600 Stipendien können vergeben werden.

Mit dem Deutschland-Stipendium werden begabte und leistungsstarke Studierende mit je 300 Euro im Monat gefördert. Die eine Hälfte der Förderung spenden private Förderer, die andere Hälfte gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung dazu. Eine Besonderheit des Stipendiums an der Goethe-Universität ist das ideelle Förderprogramm.

Vergabefeier der Deutschland-Stipendien
Donnerstag, 23. Januar 2014, um 18 Uhr. Festsaal Casino, Campus Westend.

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Stabsstelle Fundraising, Goethe-Universität. Tel. (069) 798-12756; m.pacera@vdv.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 22 2014
16:03

Festredner ist Fields-Medaillenträger Cédric Villani

100 Jahre Mathematik an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Als die Goethe-Universität im Jahr 1914 gegründet wurde, war der Gründungsdekan der naturwissenschaftlichen Fakultät, Arthur Schoenflies, ein Mathematiker. Das Fach war somit von Anfang an in dieser Fakultät vertreten. In einer Festveranstaltung gedenkt das Institut für Mathematik seiner historischen Wurzeln und gibt Ausblicke auf aktuelle Perspektiven des Fachgebiets. Hauptredner der Veranstaltung ist Cédric Villani (Université de Lyon and Institut Henri Poincaré, Paris), einer der weltweit prominentesten Mathematiker, welcher insbesondere durch seinen faszinierenden Vorträge und sein autobiografisches Buch "Das lebendige Theorem" auch jenseits der universitären Fachwelt einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Villani wurde im Jahre 2010 für seine Arbeiten zur nichtlinearen Landau-Dämpfung und zur Boltzmann-Gleichung mit der Fields-Medaille die höchste mathematische Auszeichnung weltweit verliehen.

Was? Festveranstaltung "100 Years of Mathematics at the Goethe University"
Wann? Freitag, den 24.1.2014 um 16 Uhr
Wo? Festsaal, Casino, Campus Westend, Goethe-Universität.

In seinem Vortrag "Of Gases, Prices, Triangles and Men" wird Villani aktuelle mathematische Entdeckungen und ihre Bedeutung für die Physik und Wirtschaftswissenschaften darstellen. In einem weiteren Vortrag wird Moritz Epple,  Leiter der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte  an der Goethe-Universität, einen Einblick in die Anfangszeit der Universitätsmathematik in Frankfurt unter Arthur Schoenflies geben.

Informationen: Prof. Dr. Tobias Weth, Institut für Mathematik, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798-22547 bzw. 22511 (Sekretariat), weth@math.uni-frankfurt.de, www.math.uni-frankfurt.de/100years

Veranstaltungen

Jan 21 2014
16:38

JOB-MESSE für angehende Pädagogen. 24. Januar, Campus Westend.

Der pädagogischen Praxis auf der Spur

FRANKFURT.Auf der 2. JOB-MESSE können Studierende und Absolventen der Pädagogik, aber auch jene, die bereits im Beruf stehen, in Kontakt mit potentiellen Arbeitgebern treten. Die Teilnehmenden erhalten hier vielfältige Informationen zu möglichen Einsatzfeldern und den entsprechenden Jobperspektiven. Parallel gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit verschiedenen Workshops, für die man sich am Messetag anmelden kann. Die Unternehmen, Einrichtung und Institution wiederum haben die Chance, sich zu präsentieren und potentielle neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen zu lernen. 

„Der pädagogischen Praxis auf der Spur“ - 2. JOB-Messe für angehende Pädagoginnen und Pädagogen in den Feldern Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung und Sonderpädagogik . 

Freitag, den 24.01.14, von 10.00 -15.00 Uhr.
PEG-Gebäude am Campus Westend. 

Veranstaltet wird die JOB-MESSE vom Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität und dem Paritätischen Bildungswerk Hessen in Kooperation mit den Career Services der Goethe-Universität.

Weitere Informationen: www.jobmessen-uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 21 2014
14:03

Wintersemester-Produktion mit Theaterstück über Liebe, Betrug und Rache. Premiere: 31. Januar.

Chaincourt Theatre Company präsentiert: “Die Erbin”

FRANKFURT. Seit der Uraufführung 1949 erlebte „Die Erbineine lange und erfolgreiche Produktionshistorie, sowohl in Form von Spielfilmen als auch auf dem Broadway. Für die Wintersemester-Produktion bringt die Chaincourt Theatre Company (Institut für England- und Amerikastudien) diese Geschichte über Liebe, Betrug und Rache am Westend Campus fünf Mal zur Aufführung.

“Catherine, es ist an der Zeit die Wahrheit zu realisieren. Hunderte sind hübscher als du, Tausende intelligenter, du jedoch besitzt eine Eigenschaft die alle anderen Mädchen in den Schatten stellt. Dein Geld.” „Die Erbin“ spielt im Haus eines reichen und angesehenen Arztes in New York City. Es handelt vom Werben um die Tochter des Doktors, Catherine Sloper, einer mutterlosen und schüchternen doch reichen Frau im heiratsfähigen Alter. Deren Vater verdächtigt den Mann, in den sie sich verliebt hat, lediglich ein Mitgiftjäger zu sein. Auf sich allein gestellt, abgesehen von der Hilfe ihrer Tante, versucht Catherine jenen Mann trotzdem für sich zu gewinnen, denn sie denkt, dass er sie von einem weiteren einsamen Leben mit ihrem Vater bewahren wird. Ungeachtet der Konsequenzen ihres Verhaltens, erleben die Figuren des Stücks, genau wie in der realen Welt, ein nicht vorhersehbares Schicksal.

„Die Erbin“ („The Heiress“) ist ein Theaterstück von Ruth und Augustus Goetz, das auf der Novelle „Washington Square“ von Henry James basiert.

Vorstellungen: Premiere am 31. Januar 2014; weitere Aufführungen am 1., 6., 7. und 8. Februar 2014.
Ort: Goethe-Universität, Westend Campus, IG-Farben-Nebengebäude,
Raum 1.741.

Vorstellungsbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Karten: 10 €/5 € (ermäßigt); erhältlich an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn oder in „Zimmer 17“ (Raum 3.257, IG-Farben-Haus, Tel. 793 32550); Montag u. Dienstag 10-14; Mittwoch 10-12; Donnerstag 10-14.

Weitere Informationen:  James Fisk, Künstlerische Leitung Chaincourt Theatre Company. fisk@em.uni-frankfurt.de. www.chaincourt.org