Pressemitteilungen 

Personalia/Preise

Mär 25 2014
15:20

Prof. Ernst Stelzer erhielt höchsten Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie

Preis für bahnbrechende Arbeiten zur Lichtmikroskopie

FRANKFURT. Für seine herausragenden und bahnbrechenden Entwicklungsarbeiten zur modernen Lichtmikroskopie erhält Prof. Ernst Stelzer vom Buchmann Institute for Molecular Life Sciences der Goethe Universität die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ), die mit 7.000 Euro dotierte "Carl Zeiss Lecture". Basierend auf den Patenten von Prof. Stelzer zur "Light Sheet Microscopy" hat die Firma Carl Zeiss kürzlich ein neuartiges Fluoreszenzmikroskopiesystem auf den Markt gebracht, das vor allem der Entwicklungsbiologie und der Stammzellforschung enorme Möglichkeiten eröffnet. Die „Carl Zeiss Lecture" würdigt international herausragende Leistungen in der Zellbiologie sowie Methoden der Licht- und Elektronenmikroskopie, die für die Erforschung zellbiologischer Fragestellungen richtungsweisend sind.

Der Preis wurde auf der Internationalen DGZ-Tagung an der Universität Regensburg verliehen. Dr. Richard Ankerhold, verantwortlich für die Geschäftsfelder in den Biowissenschaften bei ZEISS, war am Auswahlprozess beteiligt. Er würdigte Ernst Stelzer als einen großartigen Forscher, dessen Arbeiten zu wegweisenden Methoden in der Zellbiologie geführt haben. Sie kämen heute in fast jedem modernen biomedizinischen Labor zum Einsatz: „Als Pionier der konfokalen Laser Scanning-Mikroskopie (LSM) und anderen bildgebenden Methoden hat er unser heutiges dreidimensionales Verständnis dynamischer zellulärer Zusammenhänge entscheidend beeinflusst“, so Ankerhold.

Die Carl Zeiss Lecture wurde 1990 von ZEISS gestiftet, um die DGZ dabei zu unterstützen, international anerkannte Wissenschaftler zu ihren Jahrestagungen einzuladen. 1993 vereinbarten ZEISS und die DGZ gemeinsam, die Carl Zeiss Lecture in einen Preis umzuwandeln. Die Vorlesung und Preisvergabe finden jährlich während der Eröffnungsveranstaltung der Jahrestagung der DGZ statt. Die Auswahl trifft ein Ausschuss, dem der Präsident der DGZ, der Tagungspräsident, ein Mitglied des Beirates sowie ein Vertreter von ZEISS angehören.

Informationen: Prof. Ernst Stelzer, Buchmann Institute for Molecular Life Sciences der Goethe Universität, Campus Riedberg, Tel.: (069)-798-42547, stelzer@bio.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mär 25 2014
13:23

Kooperation des Exzellenzclusters „Normative Ordnungen“ beim Luminale-Projekt „Say Say Say“ vom 30. März bis 4. April in Offenbach

Zwei, die was zu sagen haben

FRANKFURT. Kunst trifft Wissenschaft, und beide Partner ergänzen sich mit ihren jeweils eigenen Ausdrucksmitteln. Die Künstlerinnen Anny und Sibel Öztürk kooperieren mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität bei der diesjährigen Luminale, dem internationalen Festival der Lichtkultur im Rhein-Main-Gebiet. Die Luminale findet alle zwei Jahre im Rahmen der Frankfurter Messe „Light + Building“ statt. Allein 35 Lichtprojekte sind jetzt wieder in Offenbach zu sehen, darunter auch die Lichtinstallation von Anny und Sibel Öztürk mit dem Titel „Say Say Say“ an der Fassade des Rathauses. Sie lädt vom 30. März bis zum 4. April zum Anschauen, Nachdenken und Mitmachen ein und korrespondiert mit einem Vortrag des Philosophen Darrel Moellendorf, in dem es um globale Gerechtigkeit und Klimawandel geht. Prof. Moellendorf ist Mitglied des Clusters und spricht am 4. April um 19.00 Uhr im Foyer des Rathauses über „Energie, Armut und die Zukunft“.

„Mach das Licht aus, wenn Du gehst“ steht in großen schwarzen Lettern auf dem weißen Grund eines Leuchtkastens, der die Form einer Sprechblase hat. Er ist Teil der Installation „Say Say Say“ und einer von insgesamt fünf Leuchtkästen in Sprechblasenform unterschiedlicher Größe, die sich um eine Fensteröffnung an der Fassade des Offenbacher Rathauses gruppieren. Die Aufforderung, das Licht zu löschen, bietet Raum für verschiedene Assoziationen: Wenn beispielsweise „der Letzte“ das Licht ausmacht, ist es meistes schon zu spät. Man kann sich aber auch darauf beschränken, nur dann das Licht einzuschalten, wenn man es wirklich braucht – und damit ganz konkret einen Beitrag zur Schonung der Ressourcen leisten. Ohne diese Achtsamkeit könnte es zu ausweglosen Situationen kommen und damit das passieren, was auf einer anderen Sprechblase steht: „Der Rest ist Schweigen“.

Die Sicht der „Normativen Ordnungen“ erläutert dessen Co-Sprecher Prof. Klaus Günther auf der Vernissage am 30. März um 19.30 Uhr im Rathaus Offenbach. Der Forschungsverbund untersucht die weltweiten gesellschaftlichen Umbrüche unter dem Gesichtspunkt der Herausbildung und Geltung von Ordnungsvorstellungen. Die Frage nach „Gerechtigkeit“ ist dabei zentral. Gegenstand der Analysen sind beispielsweise der Kampf um Menschenrechte und Partizipation in verschiedenen Gesellschaften - und eben auch der Klimawandel. „Gegenwärtig ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit, Antworten darauf zu finden, wie wir adäquat auf den menschengemachten Klimawandel reagieren können. Der Klimawandel wirft eine Reihe von zunehmend wichtigen moralischen Problemen auf, denen politisch begegnet werden muss“, so Darrel Moellendorf.

In seinem Vortrag am 4. April wird der politische Philosoph dafür plädieren, den Verbrauch fossiler Brennstoffe erheblich zu reduzieren. Die Menschen müssten lernen, ohne fossile Brennstoffe zu leben. Gleichzeitig aber gebe es viele Menschen, die eigentlich mehr Energie benötigten. So hätten weltweit 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Strom, was ihre Chancen auf Bildung und Gesundheit erheblich beeinträchtige. Darrel Moellendorf: „Wir müssen daher zwei Ziele verfolgen, die auf den ersten Blick schwer miteinander zu vereinbaren sind: Einerseits müssen wir umgehend unsere CO2-Emissionen drastisch senken, andererseits sollte den Entwicklungsländern ermöglicht werden, mehr Energie zu verbrauchen.“

Informationen: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin), Tel.: 069/798-31401, rebecca.schmidt@normativeorders.net; www.normativeorders.net/de, www.normativeorders.net/saysaysay, www.offenbach.de/luminale

Forschung

Mär 25 2014
12:19

Frankfurter Forscher entwickeln in Hefe ein spezifisches Transportsystem für den Abfallzucker Xylose

Produktion von Bioethanol aus Abfällen beschleunigt

FRANKFURT / EDMONTON. Hefen schmeckt der hochwertige Zucker Glucose besser als die aus Pflanzenresten gewonnene Xylose. Deshalb vergären sie den Abfallzucker erst dann zu Bioethanol, wenn es keine Glukose mehr gibt. Das verlängert die Produktionszeiten und verursacht dadurch höhere Kosten. In der renommierten Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Science“ berichten Frankfurter Forscher um Prof. Eckhard Boles, wie es ihnen gelungen ist, dieses Problem zu umgehen: Sie konnten ein Glucosetransportsystem in der Zellmembran der Hefen in ein spezifisches Xylosetransportsystem umwandeln. Die Studie wurde unter anderem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziert.

In Biokraftstoffe der zweiten Generation werden große Hoffnungen gesetzt, weil sie aus Abfallstoffen gewonnen werden können und somit nicht die ethischen Probleme der „Teller-Tank Debatte“ aufwerfen. Zudem spart ihre Herstellung deutlich mehr Treibhausgase ein, als dies bei den Biokraftstoffen der Fall ist, die aus Nahrungs- oder Futtermitteln hergestellt werden. Bisher standen aber technische und finanzielle Gründe der Produktion dieser Abfallkraftstoffe entgegen.

 „Das Problem ist, dass die verschiedenen Zucker durch dasselbe Transportsystem in die Hefen aufgenommen werden müssen. Dieses System bevorzugt die Aufnahme von Glucose und erst wenn diese verbraucht ist, kann auch die Xylose aufgenommen und in Bioethanol umgewandelt werden“, erläutert Prof. Eckhard Boles vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Goethe-Universität. Schon seit mehr als 15 Jahren wird daher vergeblich nach Transportsystemen gesucht, die bevorzugt Xylose aufnehmen.

Alexander Farwick und Dr. Mislav Oreb aus der Arbeitsgruppe von Boles ist es nun gelungen, auf einem ganz anderen Wege ein Xylose-spezifisches Aufnahmesystem für die Hefen zu finden. Es gelang ihnen durch einen Trick, ein Glucosetransportsystem in ein spezifisches Xylosetransportsystem umzuwandeln. Solch ein System ist bisher in der Natur nicht bekannt. Verändert man nun die Hefen so, dass sie beide Transportsysteme besitzen, dann können sie in Zukunft die beiden Zucker Glucose und Xylose gleichzeitig und damit deutlich schneller zu Bioethanol umsetzen. „Damit ist ein weiterer Meilenstein bei der kostengünstigen Produktion von Bioethanol aus Abfallstoffen erreicht“, so Boles.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Boles hat in den vergangenen Jahren grundlegende Technologien entwickelt, um mit Hilfe von Hefen Abfallzucker zu Bioethanol umzusetzen. Die Produktion dieses sogenannten Cellulose-Ethanols ist inzwischen marktfähig geworden. Ende 2013 hat die Firma Beta Renewables in Norditalien die weltweit erste kommerzielle Produktion von jährlich etwa 75 Millionen Liter Bioethanol aus landwirtschaftlichen Reststoffen in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme weiterer Großanlagen in den USA soll im Laufe dieses Jahres folgen.

Publikation
Alexander Farwick, Stefan Bruder, Virginia Schadeweg, Mislav Oreb, und Eckhard Boles: Engineering of yeast hexose transporters to transport D-xylose without inhibition by D-glucose, in PNAS, doi: 10.1073/pnas.1323464111; http://www.pnas.org/content/early/2014/03/19/1323464111.abstract

Informationen: Prof. Eckhard Boles, Institut für Molekulare Biowissenschaften, Campus Riedberg, Tel.: (069)-798-29513, e.boles@bio.uni-frankfurt.de.

Veranstaltungen

Mär 24 2014
15:01

Veranstaltungen zum 150. Geburtstag des streitbaren Soziologen und Nationalökonomen – Biographie soeben erschienen

Oppenheimer: Bedeutender Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft und erster Soziologie-Professor an einer deutschen Universität

MEDIENEINLADUNG 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 30. März wäre Franz Oppenheimer 150 Jahre alt geworden. Anlass genug, um an diesen außergewöhnlichen Gelehrten zu erinnern, der mit seinen zukunftsweisenden Ideen nicht nur das liberale Klima an der Universität in den Zwanziger Jahren entscheidend prägte. Der streitbare Wissenschaftler war der erste Professor für Soziologie an einer deutschen Universität; sein von dem Frankfurter Mäzen Karl Kotzenberg gestifteter Lehrstuhl war der Soziologie und der theoretischen Nationalökonomie gewidmet. Oppenheimer gilt als einer der bedeutenden Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft. Seine Vorstellungen eines „liberalen Sozialismus“, seines „dritten Wegs“ zwischen Kommunismus und Kapitalismus, entwickelte sein berühmtester Schüler Ludwig Erhard als Wirtschaftsminister in der jungen Bundesrepublik weiter.

Soeben ist in der Reihe „Gründer, Gönner und Gelehrte“ seine Biographie unter dem Titel „Franz Oppenheimer – Ökonom und Soziologe der ersten Stunde“ erschienen. Darin zeichnen der Soziologe Prof. Klaus Lichtblau und der Ökonom Prof. Volker Caspari den außergewöhnlichen Lebensweg Oppenheimers nach, der als Sohn eines jüdischen Predigers zunächst in seiner Heimatstadt Berlin Medizin studierte und sich –  konfrontiert mit den sozialen Folgen der Industrialisierung – der Nationalökonomie und der Soziologie zuwandte. Sein leidenschaftliches Engagement für die Idee der Siedlungsgenossenschaft – auch im Rahmen der Zionistischen Bewegung – prägte Oppenheimer zeitlebens. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten diskriminiert und schikaniert, entschied er sich erst spät zur Flucht in die USA; 1943 starb er verarmt in Los Angeles.

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften stellt zum Gedenken an einen der berühmtesten und bedeutendsten Vertreter der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität seine von Fritz Kormis geschaffene Büste im Foyer des Gebäudes der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften aus.

Zu Kurzvorträgen und der anschließenden Enthüllung der Büste laden wir Sie herzlich ein 

am Montag, den 31. März, 18 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend,
Foyer des Gebäudes PA (Erdgeschoss), Grüneburgplatz 1.

Es werden sprechen: Vizepräsident der Goethe-Universität Prof. Rainer Klump; die beiden Autoren der Biographie, Prof. Volker Caspari und Prof. Klaus Lichtblau; Prof. Bertram Schefold (über den Bildhauer Fritz Kormis) und der stellvertretende Direktor des Jüdischen Museums, Michael Lenarz (über Jüdische Wissenschaftler im Frankfurt der Zwanziger Jahre).

Das Institut für Soziologie präsentiert vom 14. April bis 31. Mai unter dem Titel „Liberaler Sozialist, Zionist, Utopist“ eine Fotoausstellung. Gezeigt werden über 40 Fotos aus Oppenheimers in jeder Hinsicht ungewöhnlichem Lebensweg. Die Fotografien gewähren Einblicke in sein wissenschaftliches und familiäres Umfeld ebenso wie in den zeitgeschichtlichen Kontext, in dem er sich bewegt hat. Kuratiert wurde die Ausstellung von Claudia Willms M.A. und Prof. Lichtblau.

Zur Vernissage der Fotoausstellung laden wir sie ein

am Montag, den 14. April, 16 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend,
Foyer des Gebäudes PEG (Erdgeschoss), Grüneburgplatz 1. 

Es werden sprechen: Prof. Heather Hofmeister (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Soziologie der Goethe-Universität), Prof. Julius H. Schoeps (Moses Mendelssohn Zentrum, Europäisch-Jüdische Studien, Universität Potsdam), Prof. Klaus Lichtblau und Claudia Willms, M.A., Institut für Soziologie der Goethe-Universität.

Beide Veranstaltungen finden im Rahmen der 100-Jahrfeier der Goethe-Universität statt (www2.uni-frankfurt.de/gu100).

Wir freuen uns über eine kurze Rückmeldung, ob Sie an den Veranstaltungen teilnehmen können – am besten per Mail an: jaspers@pvw.uni-frankfurt.de. Wir stellen Ihnen auch gern ein Rezensionsexemplar der im Societäts-Verlag erschienenen Oppenheimer-Biographie zur Verfügung.

Mit den besten Grüßen
Ulrike Jaspers
Referentin für Wissenschaftskommunikation

Forschung

Mär 18 2014
09:27

Hydrologisches Modell WaterGAP unterschätzt Wasserspeicherung

GPS hilft auch bei der Analyse der globalen Wasserressourcen

FRANKFURT. WaterGAP ist ein hydrologisches Modell, das Wasserknappheit, Grundwasserzehrung, Hochwasser und Dürren unter dem Einfluss des Klimawandels auf allen Landflächen der Erde modelliert. Wie gut dieses Modell ist, überprüfte die Frankfurter Hydrologin Prof. Petra Döll erstmals mithilfe von GPS-Beobachtungen und Daten der GRACE-Satelliten, die das Schwerefeld der Erde messen. Die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Survey in Geophysics publizierte Studie zeigt: WaterGAP muss modifiziert werden.

„In den meisten Gebieten der Erde unterschätzt WaterGAP die saisonalen Schwankungen der kontinentalen Wasserspeicherung und hält das Niederschlagswasser nicht genügend lange auf den Kontinenten zurück“, fasst Petra Döll vom Institut für Physische Geographie der Goethe-Universität das Ergebnis zusammen. „Es wird also mehr Wasser gespeichert als das Modell in der Simulation vorhersagt.“

WaterGAP berechnet für jeden Tag und mit einer räumlichen Auflösung von circa 50 Kilometern verschiedenste Wasserflüsse wie Verdunstung, Grundwasserneubildung und den Durchfluss in Flüssen, ebenso wie die Wassermenge, die im Boden, im Grundwasser, in Oberflächengewässern und als Schnee gespeichert ist. Dabei werden auch Wasserentnahmen für Trinkwasserversorgung, Industrie und Landwirtschaft berücksichtigt. In die Modellberechnungen gehen eine Vielzahl von Daten ein: Klimadaten, Vegetations- und Bodendaten, sozioökonomische Daten und viele mehr.

Aufgrund der ungenauen Eingangsdaten und der Vereinfachungen, die bei einer Modellierung auf globaler Skala notwendig sind, sind die Ergebnisse unsicher. Um das Modell zu justieren und seine Güte zu überprüfen, wurden bisher die Durchflussdaten von Flüssen verwendet, aber leider existieren solche Daten nicht für alle wichtigen Flüsse. Außerdem muss ein Modell auch die Dynamik der gespeicherten Wassermengen gut abbilden können, um beispielsweise Wasserentnahmen durch den Menschen detektieren zu können.

Deshalb entschloss sich Petra Döll, den Einfluss der Wassermassen auf die Deformation der Erdkruste und das Schwerefeld der Erde zur Überprüfung des Modells zu verwenden. Zeitliche schwankende Wassermassen deformieren die Erdkruste, was dazu führt, dass die Lage von fest installierten GPS-Antennen im Millimeter-Bereich variiert. Gleichzeitig führen schwankende Wassermassen auch zu starken Variationen des Schwerefelds der Erde. Diese werden mithilfe der GRACE-Satelliten abgeschätzt.

Gemeinsam mit dem Dresdner Geodäten Dr. Mathias Fritsche, der auf die Auswertung von GPS-Beobachtungen spezialisiert ist, und mit der Bonner Geodätin Dr. Annette Eicker, die sich mit der Berechnung des Schwerefelds befasst, überprüfte Prof. Petra Döll die von WaterGAP berechnete Dynamik der kontinentalen Wasserspeicherung und konnte so die Schwachstellen des Modells identifizieren.

In der Studie wurden die gemessenen Lageänderungen von circa 200 weltweit verteilten GPS-Antennen mit den Lageänderungen verglichen, die laut Berechnungen von WaterGAP aufgrund Variationen der Wassermassen auftreten sollten. Außerdem setzten die Forscher die saisonalen Schwankungen des kontinentalen Anteils der GRACE-Schwerefelder zu den WaterGAP-Ergebnissen ins Verhältnis. Das Ergebnis: WaterGAP unterschätzt die saisonalen Schwankungen der kontinentalen Wasserspeicherung und wird deshalb in Zukunft modifiziert werden.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass die saisonalen Schwankungen des Schwerefelds der Erde nicht verwendet werden können, um Wasserentnahmen durch den Menschen zu entdecken. Dazu gibt es zu wenige feste GPS-Antennen, und die Genauigkeit und räumliche Auflösung des GRACE-Schwerefelds ist zu gering. „Nur wenn Wasserentnahmen zu einer Grundwasserzehrung führen, das heißt, die entnommenen Wassermengen größer sind als der Zufluss von Wasser, können die GRACE-Satellitenmessungen die Abschätzung von Wasserentnahmen unterstützen“, erläutert Prof. Döll. Diese Möglichkeit wurde in einer noch nicht veröffentlichten Folgestudie genutzt.

Die Arbeiten wurden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Schwerpunktprogramm "Massentransporte und Massenverteilungen im System Erde" gefördert.

Publikation: Döll, P., Fritsche, M., Eicker, A., Müller Schmied, H. (2014): Seasonal water storage variations as impacted by water abstractions: Comparing the output of a global hydrological model with GRACE and GPS observations. Surv Geophys. DOI 10.1007/s10712-014-9282-2

Online-Publikation: http://link.springer.com/article/10.1007/s10712-014-9282-2

Ein Bild zum Download finden Sie hier.

Bildtext: Die Karte zeigt, wo das Simulationsprogramm WaterGAP verbessert werden muss. Rote Punkte markieren feste GPS-Antennen, die anzeigen, wo Watergap die saisonale Wasserspeicherung unterschätzt. Rote Flächen zeigen an, wo das Programm die Wassermenge unterschätzt, wenn man sie mit dem vom GRACE-Satelliten gemessenen Schwerefeld der Erde vergleicht. In den abgedeckten Flächen ist das GRACE-Signal nicht aussagekräftig.

Informationen: Prof. Petra Döll, Institut für Physische Geographie, Campus Riedberg, Tel.: (069)-798-40219, p.doell@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mär 14 2014
13:57

Editionsprojekt des Musikwissenschaftlichen Instituts wurde mit Preis ausgezeichnet.

Präsentation mit Konzert des Projekts OPERA

FRANKFURT. Am 20. März 2014 um 18.30 Uhr lädt das Editionsprojekt OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen – zu einer Präsentation mit Konzert ein. Anlass ist die Publikation des Bandes «  Prima la musica et poi le parole » (Giambattista Casti, Antonio Salieri), der jüngst mit dem Musikeditionspreis  Best Edition des Deutschen Musikverleger-Verbandes ausgezeichnet wurde. Das Projekt OPERA ist am Musikwissenschaftlichen Institut der Goethe-Universität angesiedelt und wird mit Mitteln der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, gefördert.

Neben Redebeiträgen von Prof. Dr. Thomas Betzwieser (Projektleiter OPERA) und Prof. Dr. Silke Leopold (Vorsitzende des Ausschusses für musikwissenschaftliche Editionen, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften) wird Elisabeth Scholl zusammen mit ihrem Ensemble L’arco cantabile Ausschnitte aus Castis und Salieris 1786 uraufgeführter Oper Prima la musica e poi le parole vorstellen.

Die Moderation des Konzertes liegt in den Händen von Dr. Andreas Münzmay.

Ort: Casino-Gebäude der Goethe-Universität Frankfurt a. M. (Campus Westend), Renate-von-Metzler-Saal (Raum 1.801), Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt a. M.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung wird erbeten unter: opera@uni-frankfurt.de.

Forschung

Mär 14 2014
12:44

Betroffene können an zwei Therapiestudien teilnehmen

Neue Angebote der Trauma-Ambulanz an der Goethe-Universität für Opfer von sexuellem Missbrauch und Gewalt

FRANKFURT. „Jugendliche und Erwachsene, die mit den traumatischen Folgen nach sexuellem Missbrauch und Gewalt in der Kindheit zu kämpfen haben, können sich an uns wenden“, so die Leiterin der Arbeitseinheit Psychotraumatologie an der Goethe-Universität, Dr. Regina Steil. Die Arbeitsgruppe aus Psychologen und Psychotherapeuten ist an zwei großen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Studien zur Behandlung von Missbrauchs- und Gewaltopfern beteiligt. Für diese Studien werden noch Betroffene gesucht.

„Viele der Betroffenen entwickeln bereits in der Kindheit und Jugend oder später im Erwachsenenalter eine Posttraumatische Belastungsstörung: Sie leiden unter wiederkehrenden schmerzhaften Erinnerungen an die belastenden Ereignisse oder träumen immer wieder davon. Viele Betroffene leiden darüber hinaus unter starker Anspannung, Konzentrationsproblem und haben Schwierigkeiten, positive Gefühle wie Liebe und Glück zu empfinden“, weiß Steil aus ihrer Jahre langen Behandlung von Betroffenen. Von „sexuellem Missbrauch“ sprechen die Experten, erläutert Steil, „wenn der Täter gegenüber dem Opfer auf Grund seines Alters oder Einflusses in einer überlegenen Position ist und dieses zu sexuellen Handlungen drängt oder zwingt. Dies muss nicht immer gewaltsam sein. Die Täter sind häufig Verwandte, Freunde der Familie oder andere Jugendliche.“ Körperliche Misshandlungen liegen für die Psychologen dann vor, wenn Bezugspersonen körperliche Gewalt anwenden, die beim Opfer zu ernsthaften Verletzungen oder seelischen Schäden führt.

In einem der zwei Studien sollen nun Frauen behandelt werden, die vor dem 18. Lebensjahr körperliche und sexuelle Gewalt erlebt haben und gegenwärtig unter einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie starken Stimmungsschwankungen leiden. Im Rahmen dieses Projekts werden zwei Therapieformen miteinander verglichen: die Dialektisch Behaviorale Therapie für Posttraumatische Belastungsstörung (DBT-PTSD) und die Cognitive Processing Therapy (CPT). Bei der DBT-PTSD steht nach einer Stabilisierungsphase das Nacherleben der traumatischen Situation im Vordergrund, während die CPT sich hauptsächlich mit den Gedanken und Gefühlen, die in Folge des Traumas entstanden sind, auseinander setzt. 
Die Wirksamkeit beider Therapieverfahren ist gut belegt.

„Das Projekt bietet betroffenen Frauen die Möglichkeit, ohne die sonst üblichen langen Wartzeiten eine spezialisierte Behandlung bei eigens dafür geschulten Trauma-Therapeutinnen und Therapeuten zu bekommen“, erklärt Dr. Meike Müller-Engelmann, die dieses Projekt koordiniert. Insgesamt können in Frankfurt 60 Frauen behandelt werden. Die Therapien dauern ein Jahr und umfassen 45 Therapiesitzungen. Weitere Behandlungszentren sind in Mannheim und Berlin.

In einem zweiten Projekt werden Jugendliche und junge Erwachsene, die ebenfalls unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung in Folge von körperlichen oder sexuellen Gewalterfahrungen leiden, mit einem speziell an diese Altersgruppe angepassten Therapieprogramm behandelt, das sich bereits als sehr wirksam erwiesen hat (Matulis, Resick, Rosner, & Steil, 2013). „Diese Intervention konnte die Symptome der Jugendlichen deutlich reduzieren. Jetzt wollen wir verschiedene Wirkfaktoren genauer betrachten und suchen weitere Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, die an der Studie teilnehmen“, erklärt Dr. Regina Steil.

Die Behandlung ist als Einzeltherapie angelegt und umfasst nach einer ausführlichen Eingangsdiagnostik zwischen 30 und 36 Therapiesitzungen in einem Zeitraum von vier bis fünf Monaten. Die Therapie ist sehr kompakt und intensiv, da die Jugendlichen so am schnellsten eine Verbesserung der Symptome erzielen können. Nach einer anfänglichen Stabilisierung folgt eine fokussierte Traumabearbeitung.

Informationen: Ansprechpartnerin für das erste Projekt: Dipl.-Psych. Dr. Meike Müller-Engelmann Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Tel.: (069) 798-25365, traumatherapie@psych.uni-frankfurt.de

Ansprechpartnerinnen für das zweite Projekt: Dipl.-Psych. Anna Seiverth, Dipl.-Psych. Jana Gutermann, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Tel: (069) 798-23973/23989, a.seiverth@med.uni-frankfurt.de, gutermann@psych.uni-frankfurt.de

Ansprechpartnerin für Journalisten: Dipl.-Psych. Dr. Meike Müller-Engelmann , Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Tel.: (069) 798-25365, traumatherapie@psych.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mär 13 2014
11:30

Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Frankfurt

Der Kern der Dinge

FRANKFURT/BAD HONNEF. Die Fachverbände Hadronen und Kerne sowie der Fachverband Didaktik der Physik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) tagen in diesem Jahr erstmalig gemeinsam an der Goethe-Universität, die in 2014 ihr 100-jähriges Bestehen feiert.
1914 mit rein privaten Mitteln von freiheitlich orientierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern gegründet, fühlt sie sich als Bürgeruniversität bis heute dem Motto „Wissenschaft für die Gesellschaft“ in Forschung und Lehre verpflichtet. 2008  gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften.

Das exzellente wissenschaftliche Programm der DPG-Frühjahrstagung präsentiert aktuelle Ergebnisse der Forschung. Die Themen im Bereich Hadronen und Kerne reichen von Hadronenstruktur und -spektroskopie über Quark-Gluon-Plasma und nukleare Astrophysik bis hin zu Anwendungen kernphysikalischer Methoden. Die Themenschwerpunkte im Bereich der Didaktik der Physik sind ebenfalls breit gefächert: über alle Altersstufen, von Physik in der Grundschule bis zur Hochschuldidaktik, von Konzepten der Lehr- und Lernforschung bis zu neuen Praktikumsversuchen.

Ein besonderer Höhepunkt der Tagung ist der Vortrag von Michael Kobel (TU Dresden), dem diesjährigen Träger des Georg-Kerschensteiner-Preises der DPG. Kobel erhält den Preis für seine Beiträge zur Didaktik und Schulphysik, insbesondere für die Programme „Netzwerk Teilchenwelt“ und die „International Masterclasses“. Damit kommen neben Fachwissenschaftlern auch interessierte Lehrerinnen und Lehrer bei dieser Tagung nicht zu kurz.

Am Dienstagabend, den 18. März 2014, 20:00 Uhr, sind alle Interessierten zum öffentlichen Abendvortrag im Audimax HZ1 und HZ2, im Hörsaalzentrum auf dem Westend-Campus, herzlich eingeladen. Dr. Wilfried Paus, Managing Director Deutsche Bank, referiert über „Naturwissenschaftliche Methoden zur Steuerung von Banken“. Der Eintritt ist frei.

Hinweis für die Redaktionen: Bei vorheriger Akkreditierung unter presse@dpg-physik.de ist Teilnahme an der Tagung für Journalisten kostenfrei. Alle Informationen zu den Tagungen kompakt unter www.dpg-physik.de/presse/veranstaltungen/tagungen/index.html

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Achim Denig
Institut für Kernphysik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel 06131 3925830
E-Mail denig@kph.uni-mainz.de
http://frankfurt14.dpg-tagungen.de/kontakt/fv.html

Dr. Dirk Frank
Marketing und Kommunikation, Goethe-Universität
Tel 069 798 13753
E-Mail frank@pvw.uni-frankfurt.de
http://www.muk.uni-frankfurt.de/muk

Forschung

Mär 13 2014
10:17

Internationales Wissenschaftlerteam findet erste direkte Beweise für riesige Wassermengen in über 520km Tiefe

Jules Vernes Vision bestätigt: Es gibt Wasser im Erdinneren

FRANKFURT / EDMONTON. Jules Vernes Vision von großen Wassermengen im Erdinneren  konnte jetzt bestätigt werden. Die gemessenen Wassergehalte seien selbst für die optimistischsten Forscher überwältigend gewesen, berichten Frank Brenker von der Goethe-Universität und seine kanadischen Kollegen in der aktuellen Ausgabe von Nature. Ihren Berechnungen zufolge gibt es dort zumindest lokal bis zu ein Gewichtsprozent Wasser. Würde die gesamte Zone einen ähnlichen Wert aufweisen würde dort fast die sechsfache der Wassermenge der heutigen Ozeane verborgen liegen.

Schon länger vermuten Forscher, dass Wasser durch die Bewegung der Kontinentalplatten ins Erdinnere gelangt. Denn dabei schiebt sich der Ozeanboden entlang von Tiefseegräben in die Tiefe. Unklar war bisher, ob das Wasser aus diesen vollgesaugten Schichten aufgrund der hohen Drücke und Temperaturen im Inneren der Erde wieder herausgedrückt wird wie bei einem Schwamm. Von den Mineralen und Gesteinen des Erdmantels, der einen Großteil der Erde ausmacht, ist bekannt, dass sie meist nur sehr kleine Gehalte an Wasser zurückhalten können. Lediglich in einer relativ dünnen Schicht zwischen etwa 410 und 670 Kilometern Tiefe, die den Oberen vom Unteren Erdmantel trennt, könnten riesige Wassermengen gespeichert werden, denn dort ändert sich die Struktur der Minerale.

 „Es ist leichter, Untersuchungen an den entferntesten Punkten unseres Sonnensystems durchzuführen als direkt unter unseren Füßen. Mit Tiefbohrungen stoßen wir technisch bereits in etwas mehr als 10 Kilometern an unsere Grenzen“, erläutert Prof. Frank Brenker vom Institut für Geowissenschaften.  Da eine direkte Beprobung unmöglich ist, sind die Wissenschaftler darauf angewiesen, dass die Natur selbst Material an die Oberfläche fördert und dies möglichst schnell und ohne Austausch mit den umliegenden Gesteinsschichten.

Obwohl dies geradezu utopisch erscheint, entdeckte man vor einigen Jahrzehnten, dass es tatsächlich zu einem solchen Probentransport in der Erde kommt. Eine spezielle, hochexplosive Vulkanart, so genannte Kimberlite, können Material aus hunderten von Kilometern in nur wenigen Stunden an die Erdoberfläche fördern. Die letzten Kilometer überwinden die Magmen sogar mit Schallgeschwindigkeit. Bei ihrem Wachstum in großen Tiefen schließen sie manchmal umliegendes Probenmaterial ein. Mit Diamanten als „Transportcontainern“ bekommen die Wissenschaftler einzigartige Mineral- und manchmal auch Gesteinsfragmente für ihre Untersuchungen.

Der bisher einzigartige Fund eines Minerals mit dem schönen Namen Ringwoodit brachte die gewünschte Information an die Erdoberfläche. Dieses Mineral bildet sich erst bei einem Umgebungsdruck, der einer Tiefe von mindestens 520 Kilometern entspricht. Es ist das häufigste Mineral in dieser Tiefe und wird als einer der beiden wichtigsten Wasserspeicher gehandelt.

Nach einem weltweiten Untersuchungsmarathon an der Ringwoodit-Probe fand Brenker zusammen mit Kollegen der University of Alberta in Edmonton, Kanada, nun die Bestätigung. „Nun können wir endlich mit absoluter Gewissheit schließen, dass die Gesteinsschichten der tiefen Erde, zumindest lokal, sehr hohe Wassermengen gespeichert haben“, sagt er. Damit ist erneut eine Vision, die einst Jules Verne niederschrieb, Realität geworden. Auch wenn es sich dabei nicht um einen schiffbaren Ozean handelt.

Publikation: D.G. Pearson, F.E. Brenker et. Al.: A hydrous mantle transition zone indicated by ringwoodite included within diamond, in Nature. http://dx.doi.org/10.1038/nature13080

Bilder zum download finden Sie: hier.

Bildtexte:

Photo: Brasilianischer Diamant mit wasserhaltigen Mineraleinschlüssen, die den Wissenschaftlern Einblicke in für uns unerreichbare Tiefen gewähren.

Grafik: Schematischer Schnitt durch einen Teil der Erde, der die Bildungsregion von Ringwoodit verdeutlicht. Dieses Mineral hat in diesen Teil der Übergangszone einen Anteil von etwa 60 Vol%.  Der Diamant, der den wasserhaltigen Ringwoodit-Einschluss enthält der von Pearson, Brenker et al., (Nature, 2014) gefunden wurde stammt aus einer Region etwa 500 km unter der Erdoberfläche, in der zumindest lokal riesige Wassermengen über das Versenken ozeanischer Lithosphäre gespeichert wurden. Kimberlit-Vulkanismus in einem alten Kontinentbereich in Brasilien brachte den Diamant (JuC29) an die Erdoberfläche.

Credit: Kathy Mather

Informationen: Prof. Frank Brenker,  Dr. Sylvia Schmitz, Institut für Geowissenschaften, Campus Riedberg, Tel.: (069)-798-40134, f.brenker@em.uni-frankfurt.de, und (069) 798-40132, schmitz@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mär 10 2014
14:35

Frankfurter Stadtgespräch des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ am 19. März 2014 im Historischen Museum

Internationale Zusammenarbeit: „Werte oder Wirtschaft?“

FRANKFURT. Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit, internationale Zusammenarbeit: Schon in den Begriffen, um die es nicht selten Streit gibt, drücken sich unterschiedliche Konzepte, Haltungen und Erwartungen aus. Um welche es sich dabei handelt und wie sie zu bewerten sind, erörtert das nunmehr 14. Frankfurter Stadtgespräch, veranstaltet vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ mit Sitz an der Goethe-Universität. Das Gespräch findet im Historischen Museum Frankfurt statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen zu der Podiumsdiskussion mit dem

Thema: „Werte oder Wirtschaft? – Deutschlands Beitrag zur Internationalen Zusammenarbeit
am: Mittwoch, dem 19. März 2014, um 19.00 Uhr
Ort: Historisches Museum, Fahrtor 2 (Römerberg), 60311 Frankfurt

Gilt es Werte wie Demokratie, Frieden und Gleichberechtigung zu fördern, oder ist Entwicklungszusammenarbeit zumindest auch ein Teil der Außenwirtschaftspolitik? Wie geht man dabei mit Wertekonflikten um? Lassen sich Werte und Wirtschaft miteinander verknüpfen, und welche Rolle nimmt Deutschland unter den internationalen Akteuren ein? Vor allem auch über diese Fragen diskutieren die Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Tanja Gönner und Rainer Klump, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität. Die Moderation hat Rebecca Caroline Schmidt, Juristin und Geschäftsführerin des Exzellenzclusters.

Tanja Gönner steht seit Juli 2012 an der Spitze der GIZ, die als Bundesunternehmen die deutsche Regierung dabei unterstützt, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit zu erreichen. Als Mitglied der CDU, deren Bundesvorstand sie lange Zeit angehörte, war Tanja Gönner Mitglied des Deutschen Bundestages. Zu den politischen Stationen der Juristin gehörte auch das Amt der Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Baden-Württemberg.

Rainer Klump hat an der Goethe-Universität die Professur für Wirtschaftliche Entwicklung und Integration inne. Außerdem fungiert er als Co-Direktor des interdisziplinären Wilhelm Merton-Zentrums für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung an der Goethe-Universität. Prof. Klump ist Vize-Präsident der Universität und Mitglied des Exzellenzclusters.

Informationen: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin), Tel.: 069/798-31401, rebecca.schmidt@normativeorders.net; www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/frankfurter-stadtgespraech

Personalia/Preise

Mär 6 2014
11:25

Physikerin, Biologin und Molekularbiologe lehren und forschen künftig am Exzellenzcluster Makromolekulare Komplexe

Drei international erfahrene Juniorprofessoren verstärken Lebenswissenschaften

FRANKFURT. Drei neue Juniorprofessuren in den Lebenswissenschaften konnten in den vergangenen Monaten mit vielversprechenden Nachwuchswissenschaftlern besetzt werden. Die Physikerin Nina Morgner kam aus Oxford, die Biologin Michaela Müller-McNicoll aus Dresden und der Molekularbiologe Eric Geertsma aus Zürich nach Frankfurt. Am Exzellenzcluster Makromolekulare Komplexe erforschen sie die Struktur und Funktion von Proteinen in der Zelle und ihrer Membran.

Nina Morgner interessiert sich für die molekularen Maschinen, die viele wichtige Aufgaben in der Zelle erledigen. Die Physikerin nutzt ein schonendes experimentelles Verfahren, um komplexe Multi-Proteinstrukturen aus einer Lösung in die Gasphase zu bringen, ohne dass sie dabei zerbrechen. Anschließend möchte sie die Moleküle kontrolliert in ihre Bestandteile zerlegen und diese in einem Massenspektrometer charakterisieren. Die Massenspektrometrie ist ein bewährtes analytisches Verfahren, mit dem Moleküle anhand ihrer Masse identifiziert werden. Nina Morgner hat das schonende massenspektrometrische Verfahren LILBID während ihrer Doktorarbeit am Institut für Physikalische Chemie der Goethe-Universität gemeinsam mit ihrem Doktorvater Prof. Bernd Brutschy and seinem Mitarbeiter Dr. Hans-Dieter Barth entwickelt.

Nach Abschluss ihrer Doktorarbeit ging Nina Morgner 2008 als Postdoktorandin nach Cambridge und anschließend nach Oxford. Hier entwickelte sie sowohl die Hardware der Massenspektrometrie weiter als auch die Software zur Interpretation der komplizierten Daten. Als Juniorprofessorin möchte sie nun am Exzellenzcluster Makromolekulare Komplexe (CEF) ihre LILBID-Methode zusammen mit einer bereits etablierten massenspektrometrischen Methode (ESI) verwenden, um weitere biomolekulare Systeme zu untersuchen. Nina Morgners innovative Arbeit wird außerdem durch einen ERC Starting Grant der Europäischen Union gefördert.

Der gebürtige Niederländer Eric Geertsma wurde auf die Cluster-Juniorprofessor für Membran-/Lipid-Biochemie berufen. Er hat in den letzten zehn Jahren verschiedene Aspekte der Proteine in der Zellmembran studiert, von ihrer Biogenese und Rolle in der Physiologie der Zelle bis hin zu ihren mechanistischen Eigenschaften. Gegenwärtig konzentriert sich Eric Geertsma auf sekundär-aktive Transporter. Sie sind besonders bedeutend, da Fehlfunktionen in diesem Bereich oft zu Krankheiten führen.

Der Molekularbiologe promovierte 2005 an der Universität in Groningen in den Niederlanden. 2008 wechselte Eric Geertsma an die Universität Zürich. Seine dortige Arbeit wurde durch Stipendien des internationalen Human Frontier Science Program und der Federation of European Biochemical Societies gefördert. Eric Geertsma arbeitete bis zu seinem Wechsel nach Frankfurt an der strukturellen Charakterisierung von Membranproteinen homolog zu einer spezifischen menschlichen Familie sekundärer Transporter löslicher Substanzen. Es gelang ihm, neue hochaufgelöste Strukturinformation zu erlangen. Am CEF wird er die Forschung über Membranproteinkomplexe ergänzen.

Michaela Müller-McNicoll beschäftigt sich mit RNA, dem Informationsüberträger der Erbinformation in der Zelle, und ihrer Regulation. Die Biologin ging 2003 für ihre Diplomarbeit an die Laval-Universität in Quebec, wo sie die Mechanismen der Gen-Regulation in krankheitserregenden Parasiten erforschte. Sie promovierte 2009 und wurde mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet. 2010 kehrte Michaela Müller-McNicoll als EMBO Fellow nach Deutschland zurück, wo sie am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden über die Mechanismen der Gen Regulation in Säugerzellen arbeitete. Ihr besonderes Interesse galt dabei den SR-Proteinen, einer Familie von regulatorischen RNA-bindenden Proteinen, und deren Rolle während des Exports von RNA vom Zellkern ins Zytoplasma.

In Frankfurt möchte die Juniorprofessorin ihre Forschungserfahrungen aus Kanada und Dresden verbinden und mittels Zellbiologie, Strukturbiologie und Highthroughput-Sequenzierungsmethoden Einsichten in die Bildung von Protein-RNA-Komplexen gewinnen. Sie will auch untersuchen wie einzelne Schritte im RNA-Stoffwechsel durch RNA-bindende Proteine miteinander verknüpft werden.

Ein Foto zum Download finden Sie hier.

Bildtext: Eric Geertsma, Michaela Müller-McNicoll und Nina Morgner sind neue Juniorprofessoren in den Lebenswissenschaften.

Informationen: Dr. Tanja Schuler, Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42504, Tanja.Schuler@bmls.de

Hochschulpolitische Themen

Mär 6 2014
11:22

Hessens größte Universität wirbt 2013 171,1 Millionen € an Drittmitteln ein/Müller-Esterl: „Beleg für die große Leistungsfähigkeit der Goethe-Universität“

Drittmittelrekord an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Freude an der Goethe-Universität: Hessens größte Universität verzeichnet 2013 mit 171,1 Millionen € Drittmitteln ein Allzeithoch und den höchsten Wert aller hessischen Universitäten. Damit hat die Hochschule erneut rund 8,5 Millionen € mehr Drittmittel eingeworben als im Vorjahr. Seit Beginn der Amtszeit von Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl hat sich die jährliche Drittmitteleinwerbung sogar um mehr als 50 Millionen € gesteigert. 2009 hatte diese noch bei 120 Millionen € gelegen.

Als Drittmittel bezeichnet man im Wissenschaftsbetrieb jene Anteile an der Finanzierung von konkreten Forschungsvorhaben, die den Hochschulen nicht direkt aus den Etats der zuständigen Ministerien zur Verfügung gestellt werden – so genannte Grundmittel. Drittmittel stammen aus öffentlichen Forschungsförderungen wie z. B. der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung oder der EU, aber auch von privaten Stiftern oder aus der Wirtschaft.

Gleich um 16% auf 60 Millionen € stieg 2013 die projektbezogene Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft - mehr als je zuvor. Wieder stark präsentiert sich die Stiftungsuniversität auch bei der Einwerbung von Spenden und Stiftungsgeldern.

Universitätspräsident Prof. in Werner Müller-Esterl erklärte: „Die Drittmittelquote ist ein aussagekräftiger Indikator für die Leistungsfähigkeit einer Universität. Denn hier zeigt sich, in welchem Maß es unseren Forschern gelingt, gegen starke Konkurrenz aus externen Quellen große Summen für ihre Forschungsprojekte einzuwerben. Der Erfolg der Goethe-Universität ist umso bemerkenswerter, als viele Wissenschaftler aufgrund der stark gestiegenen Studierendenzahlen immer höhere Lehrverpflichtungen übernehmen müssen. Unter den großen und forschungsstärksten deutschen Volluniversitäten nimmt die Goethe-Universität damit einen vorderen Platz ein.“

Bezogen auf die Grundfinanzierung des Landes von rund 340 Millionen € betrage der Drittmittelanteil 2013 bereits knapp 50 %. In Relation zum Gesamtetat der Goethe-Universität von 560 Mio. EUR liegt der Drittmittelanteil 2013 bei 31%.

Müller-Esterl betonte, dass die Goethe-Universität dank der stark gestiegenen Drittmittel seit 2007 knapp 600 neue befristete Stellen geschaffen habe, die Forschung und Lehre zugutekommen: „Wir haben damit im Rhein-Main-Gebiet einen signifikanten Beschäftigungsimpuls ausgelöst, der ohne Drittmittel nicht möglich gewesen wäre.“

Hochschulpolitische Themen

Mär 5 2014
13:22

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl: „Ruf belegt internationale Strahlkraft der Goethe Universität.“

Klump als Rektor der Universität Luxemburg nominiert

FRANKFURT. „Die Goethe Universität beglückwünscht Prof. Rainer Klump zu seiner Nominierung als neuer Rektor der Universität Luxemburg ab 2015. Am Dienstag  hatte die Hochschule eine entsprechende Mitteilung veröffentlicht. „Die Goethe-Universität ist stolz darauf, dass ein Mitglied des Präsidiums auf eine hochrangige internationale Führungsposition berufen wird“, betonte Prof. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe Universität.  Ein solcher Ruf belege einmal mehr die internationale Strahlkraft unserer Universität. „Ich wünsche Herrn Klump für seine neue Position alles Gute. Gemeinsam haben wir vereinbart, dass er sein Amt als hauptamtlicher Vizepräsident der Goethe-Universität bis zum 31. Dezember 2014 mit vollem Einsatz ausübt.“

Vizepräsident Klump erklärte: „Ich habe viele gute Jahre als Forscher, als akademischer Lehrer und in universitären Leitungsfunktionen in Frankfurt verbracht. In dieser Zeit hat sich die Goethe-Universität zu einer der besten in Deutschland entwickelt. Bis zum Jahresende möchte ich mich hier noch mit ganzer Kraft wichtigen Projekten widmen. Ebenso freue ich mich auf die neuen Herausforderungen in Luxemburg. Die dortige Universität ist in Europa einzigartig. Sie steht vor einer neuen Phase ihrer noch jungen Entwicklung, in deren Gestaltung ich meine Frankfurter Erfahrungen sehr gut einbringen kann.“

Hochschulpolitische Themen

Mär 5 2014
13:19

Stadt und Universität wollen mehr internationale Unternehmen anlocken/gemeinsame Broschüre

Internationale Sichtbarkeit Frankfurts verbessern

FRANKFURT. Obwohl nur knapp 700.000 Einwohner groß, spielt Frankfurt im Konzert der wichtigsten Städte der Welt als Finanzzentrum, Kulturstandort, Verkehrsknoten, Wissenschaftsstandort und Dienstleistungszentrum ganz vorne mit. Frankfurt ist laut einem aktuellen Vergleich des „Globalization and World City Survey“ mit Platz 27 die einzige deutsche „Alpha World City“. Im Rating „World City Survey“ rangiert die Mainmetropole auf Position 14 und das renommierte Wirtschaftsmagazin „The Economist“ sieht Frankfurt unter den wettbewerbsfähigsten Städten der Welt sogar auf Platz 11.

Zu den wichtigsten Standortfaktoren der Mainmetropole zählen auch ihre international ausgerichteten Hochschulen, insbesondere die Goethe-Universität. Um den engen Schulterschluss zwischen Stadt und Universität bei der Anwerbung neuer internationaler Unternehmen und Investoren zu dokumentieren, stellten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Universitätspräsident Professor Werner Müller-Esterl am Dienstag (4. März) die erste gemeinsame Broschüre von Stadt und Universität vor. Unter dem Titel „Frankfurt – a city for entrepreneurs at the heart of Europe“ werden –  ausschließlich in englischer Sprache – die Potenziale Frankfurts als Wirtschafts-, Wissenschaftsstandort und attraktiver Lebensort hervorgehoben. Unternehmen aus aller Welt sollen damit für Investitionen und Innovationen in Frankfurt gewonnen werden.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte anlässlich der Präsentation: „Die Broschüre dokumentiert den engen Schulterschluss zwischen Stadt und Universität. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Verbesserung unseres internationalen Standortmarketings. Frankfurt hat hier sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Wir wollen noch mehr Unternehmen aus aller Welt von den besonderen Qualitäten Frankfurts überzeugen. Bei der Mobilisierung dieses Potenzials spielen die Hochschulen vor Ort, insbesondere die Goethe-Universität, eine entscheidende Rolle. Sie garantieren, dass Unternehmen aus aller Welt in Frankfurt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, die bestens ausgebildet sind und zwei Sprachen perfekt sprechen: Deutsch und die jeweilige Sprache des ausländischen Unternehmens“.

Universitätspräsident Professor Müller-Esterl hob hervor: „Die Internationalisierung der Goethe-Universität hat in den letzten zehn Jahren große Fortschritte gemacht. Allein im vergangenen Jahr habe die Universität Frankfurt 40 % ihrer Professuren mit Kandidaten mit ausländischem Pass besetzt - mehr als je zuvor. Laut einem Ranking der New York Times von 2012 wird die Qualität von Absolventen der Goethe-Universität auch weltweit wahrgenommen: Bei der Jobtauglichkeit ihrer Absolventen findet sich die Goethe-Universität als beste deutsche Hochschule global unter den zehn besten Ausbildungsstätten, so ein Urteil von Personalern und Managern internationaler Unternehmen. „Frankfurt profitiert auch von den 7.000 internationalen Studierenden an der Goethe-Universität. Diese Studierende sind wegen ihrer sprachlichen wie fachlichen Kompetenzen am Arbeitsmarkt sehr gefragt“, so Müller-Esterl.

„Hochschulen sind für die Stadt Frankfurt einer der wichtigsten Aktivposten“, betonte Oberbürgermeister Feldmann. Allein an der Goethe-Universität studierten derzeit mehr als 45.000 junge Menschen, in Frankfurt insgesamt mehr als 60.000. Die meisten von ihnen verfügten über Auslandserfahrung und beherrschten zwei Sprachen, oft sogar mehr. Frankfurt als vergleichsweise kleine Stadt verfüge zwar über alle Vorzüge einer echten Metropole, jedoch nicht über die Nachteile globaler Megastädte. „Diese Vorzüge wie soziale Sicherheit, Überschaubarkeit, hohes Ausbildungsniveau, Vielsprachigkeit und Weltoffenheit müssen wir internationalen Unternehmen und Investoren gegenüber noch stärker sichtbar machen“, so Feldmann.

Die Broschüre im Internet: http://www.muk.uni-frankfurt.de/45200613/broschuere_internationalitaet.pdf

Kontakt: Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation, Tel.: (069) 798 - 13035, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

Hochschulpolitische Themen

Mär 5 2014
13:17

Goethe-Universität schafft im Rahmen ihres Professurenprogramms 20 neue Senior- und weitere 20 reguläre Professuren

Professuren-Programm voller Erfolg

FRANKFURT. Die Goethe Universität hat ihr selbst gestecktes Ziel, 2013 vierzig neue Professuren zu schaffen, im Wintersemester 2013/14 erfüllt. Das bundesweit einzigartige Professurenprogramm wird finanziert aus so genannten Hochschulpakt 2020-Mitteln, von denen die Goethe-Universität 2013 einen Anteil von 28 Millionen € erhielt. Mit dem Programm reagiert die Universität auf die stark gestiegene Studierendenzahl, die im laufenden Wintersemester mehr als 45.000 beträgt.

Universitätspräsident Professor Werner Müller-Esterl hob hervor, dass damit ein weiteres Absinken der Betreuungsrelation vorerst gestoppt sei: „Dank des Programms ist es gelungen, eine große Zahl motivierter, hochklassiger Lehrkräfte zu gewinnen. Insbesondere für die Studierenden ist das eine gute Nachricht. Sie können davon ausgehen, dass sie im kommenden Sommersemester in vielen Fachbereichen eine bessere Betreuungssituation antreffen.“

Forschung

Mär 3 2014
10:14

Wie sich Bewegungsmuster von Kleinkindern und Touchscreen-Nutzern ähneln – Frankfurter Kunstpädagoge findet erstaunliche Parallelen

Berühren, Wischen, Zoomen

FRANKFURT. Ob Tablet-Computer oder Smartphone – Touchscreens lassen sich kinderleicht und intuitiv bedienen: berühren, wischen, zoomen. Bereits als Kleinkind erschließen wir uns diese sensomotorischen Fähigkeiten. Wenn Kinder zwischen acht und 13 Monaten beginnen, mit ihrem Zeigefinger den Brei auf der Tischplatte zu verschmieren, dann startet damit eine neue wichtige Erkundungsphase. Der Frankfurter Kunstpädagoge Prof. Dr. Georg Peez beobachtet, wie frühkindliche Bewegungsmuster mit der Bedienung eines Touchscreens korrespondieren.

Vier Bewegungsmuster unterscheidet der Frankfurter Wissenschaftler. In der Eingangsphase nimmt das Kind vorsichtig Kontakt mit dem weichen Material auf: Der Zeigefinger taucht in den Brei ein. „An der Fingerkuppe befinden sich viele sensible Rezeptoren, die u.a. taktile und thermische Reize, die das Material auslöst, aufnehmen“, so Peez. Und dieser ersten Phase entspricht beim Umgang mit dem Touchscreen das Auftippen mit der Kuppe des Zeigefingers auf ein Icon oder auf einen Link. Es folgt die zweite Stufe: Das Kind zieht mit dem Zeigefinger eine kurze Bewegungsspur in Richtung des eigenen Körpers; der Nutzer eines Touchscreens macht eine ähnliche lineare Bewegung nach unten, um sich in einer längeren Liste zu orientieren.

Beim dritten Bewegungsmuster dominieren ein Hin- und Her. „Diese leicht schwingenden Bewegungen können zunächst auf engem Raum nur mit einem oder wenigen Fingern erfolgen; hierbei erfassen die Finger das Schmiermaterial und verteilen es wischend seitlich“, hat Peez in zahlreichen Fallstudien mit Kleinkindern beobachten können. Und dieses seitliche Wischen mit den Fingern korrespondiert u.a. mit dem „Slide to unlock“, dem Entsperren, auf dem Start-Bildschirm des Smartphones. Das vierte und letzte Bewegungsmuster: Jeder Tablet- und Smartphone-Nutzer kennt den Pinzettengriff, um Bilder und Texte zu vergrößern und zu verkleinern. Ein typische Bewegung auch von Kleinkindern: Wenn sie den Brei als Nahrungsmittel erkennen, nehmen sie ihn zwischen Zeigefinger und Daumen und führen ihn in den Mund.

„Die Bedienung des Touchscreens knüpft offensichtlich an diese frühesten motorisch-kognitiven Vorgänge an“, fasst Peez zusammen. „Der sensomotorisch unmittelbare Zugang der Handhabung macht den großen Erfolg dieser Eingabeform plausibel.“ Sich Wissensaspekte über das Tippen mit dem Zeigefinger zu erschließen, diese aber auch durch seitliches Wegwischen wieder zu verwerfen oder durch das Zoomen mittels Pinzettengriff näher zu betrachten, schließt an – so der Frankfurter Kunstpädagoge – „an die frühesten Erfahrungen von ‚Selbstwirksamkeit‘ und die elementarsten Formen der Koppelung des Gehirns mit dem motorischen System“. Diese Befunde aus der Forschung zu Kinderzeichnungen will Peez mit seinem Team nun mit Ergebnissen der Neurowissenschaft und Weiterentwicklungen des Screendesigns in Bezug setzen. Er glaubt zwar nicht, dass diese Ähnlichkeiten rein zufällig sind, doch geht Peez davon aus, dass die Entwickler von Touchscreens sich nicht wissentlich am Verhalten von Kleinkindern orientiert haben.

Als Vorform des Kritzelns haben der Frankfurter Wissenschaftler Peez und seine Augsburger Kolleginnen Prof. Constanze Kirchner und Uschi Stritzker das Schmieren von Kleinkindern erforscht. Schmieren und Kritzeln sind mit verschiedenen sinnlichen Reizen verbunden und bilden wesentliche Erfahrungen, die Kinder zum ästhetischen Erleben animieren. Peez zu einem wichtigen Ergebnis der Untersuchungen: „Die sensomotorischen Ausdruckshandlungen der Kinder beim Schmieren und bei ihrem frühen Kritzeln sind äußerst ähnlich. Je älter das Kind wird, desto bewusster nimmt es die erzeugte Spur wahr und versucht dann ganz gezielt, bestimmte Spuren zu bewirken.“ Könnte das darauf hin deuten, dass Menschen, die sich nur langsam mit Touchscreens anfreunden können, als Kleinkind nicht genussvoll ihren Brei auf der Tischplatte verschmieren durften? Soweit möchte Peez nicht gehen – aber er fügt schmunzelnd an: „Vielleicht ist es gerade umgekehrt: Touchscreen-Nutzer holen das nach, was ihnen als Kleinkind verwehrt wurde.“

Bildunterschriften

Abb. 1 Die neuneinhalb Monate alte Lara schmiert konzentriert mit dem Zeigefinger mit einer leichten Wischbewegung.

Abb. 2 „Slide to unlock“: Beim Smartphone wird durch das Wischen mit dem Finger über den Startbildschirm „Lockscreen“ das Gerät aus dem Bereitschaftsmodus in Betrieb gesetzt.

Abb. 3 Der zwölf Monate alte Finn nimmt etwas Karottenbrei mit dem Pinzettengriff auf und führt den Brei zum Mund.

Abb. 4 Die Bewegung zum Vergrößern oder Verkleinern von Fotos oder Texten auf dem Touchscreen ist dem Pinzettengriff sehr ähnlich.

Abb. 5 Hans malt und schmiert auch noch im Alter von drei Jahren und zwei Monaten mit Vergnügen.

Abb. 6 Die neuneinhalb Monate alte Lara schmiert konzentriert mit einer leichten Wischbewegung und mehreren Fingern.

Bilder-Download: hier.

Informationen: Prof. Dr. Georg Peez, Institut für Kunstpädagogik, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798 23358, peez@kunst.uni-frankfurt.de.

Veranstaltungen

Feb 28 2014
13:43

Mediengespräch findet am Dienstag, 4. März, statt!

„Frankfurts Internationalität stärker nutzen“

Korrektur: Einladung zum gemeinsamen Medientermin

FRANKFURT.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei der Ankündigung des Medientermins zu „Frankfurts Internationalität“ hat sich leider ein falsches Datum eingeschlichen: Das Gespräch findet

am Dienstag, dem 4. März 2014, 12.15 Uhr,

am angegebenen Ort (Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Gebäude PA, Raum 21), statt.

Über Ihr Kommen würde ich mich sehr freuen. Bitte teilen Sie uns unter (ott@pvw.uni-frankfurt.de) mit, ob Sie an die Mediengespräch teilnehmen möchten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher

Veranstaltungen

Feb 28 2014
13:18

Stadt Frankfurt und Goethe-Universität präsentieren gemeinsame Broschüre zur Internationalität und Gewinnung ausländischer Unternehmen und Fachkräfte

Frankfurts Internationalität stärker nutzen

Einladung zum gemeinsamen Medientermin

FRANKFURT. Frankfurt ist die kleinste Metropole der Welt. In nahezu allen internationalen Ratings schneidet die Stadt am Main ganz hervorragend ab und rangiert, was ihre politische und ökonomische Bedeutung angeht – obwohl nur knapp 700.000 Einwohner stark –, in einer Liga mit Städten wie Los Angeles und Moskau.  Frankfurt laut einem aktuellen Vergleich des „Globalization and World City Survey“ mit Platz 27 die einzige deutsche Alpha World City. Im Rating „World City Survey“ rangiert die Mainmetropole sogar auf dem 14. Rang und das renommierte Wirtschaftsmagazin „The Economist“ sieht Frankfurt unter den wettbewerbsfähigsten Städten der Welt sogar auf Platz 11.

Diesen internationalen Rückenwind möchten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Universitätspräsident Prof. Dr. Werner Müller-Esterl künftig noch stärker nutzen, um gemeinsam internationale Unternehmen, aber auch Fach-und Führungskräfte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an den Main zu locken.

Neben einem neu eingerichteten Runden Tisch zur Internationalisierung dient eine gerade gemeinsam von Stadt und Universität aufgelegte ausschließlich englischsprachige Broschüre dazu, diesem Ziel näher zu kommen. Bei einem Mediengespräch

am Dienstag, dem 4. März 2014, 12.15 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend,
Gebäude PA (Präsidium und Administration),
Raum 21 (Erdgeschoss),

möchten Ihnen der Oberbürgermeister und der Universitätspräsident diese neue Broschüre vorstellen, Ihnen den Stand der Internationalisierung erläutern sowie einen Blick in die Zukunft Frankfurts und seiner Wissenschaftslandschaft werfen.

Über Ihr Kommen würde ich mich sehr freuen. Bitte teilen Sie uns unter (ott@pvw.uni-frankfurt.de) mit, ob Sie an die Mediengespräch teilnehmen möchten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn
 Pressesprecher

Hochschulpolitische Themen

Feb 28 2014
13:11

Befragung an der Goethe-Universität: Promovierende sind mehrheitlich zufrieden

Promotion made in Frankfurt

FRANKFURT. Die Promotion ist die große Unbekannte im deutschen Wissenschaftsbetrieb. Weder Anzahl der Promovierenden je Hochschule noch deren Zufriedenheit sind bekannt. Um Licht ins Dunkel zu bringen, beauftragte die Goethe-Universität das Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ), die entscheidenden Parameter zur Promotion in Frankfurt zu erfassen. Im April und Mai 2013 wurden 6.600 Promovierende und 1.600 Hochschullehrerinnen und -lehrer befragt. „Die Befragung liefert uns wichtige Erkenntnisse darüber, wie unsere Promovenden ihre Situation an der Universität bewerten. Auf der Grundlage können wir uns Aktivitäten überlegen, um die Qualität der Betreuung nachhaltig zu verbessern“, betont Prof. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität.

Die Hälfte der Promovierenden an der Goethe-Universität ist mit der Betreuung insgesamt zufrieden, nur eine Minderheit von zwölf Prozent ist vorwiegend unzufrieden. Vor allem Unterstützung bei inhaltlichen und methodischen Fragen der Dissertation ist gefragt. Für zwei von drei Promovierenden ist dies ein wichtiges Anliegen. Im Zuge einer gesellschaftlich anschlussfähigen Wissenschaft werden aber auch weitere als rein wissenschaftliche Fähigkeiten immer wichtiger.

20 % aller derzeit 6.600 Promovierenden sind Mitglieder der Goethe Graduate Academy (GRADE), und sogar 25% aller abgeschlossenen Promotionen in Frankfurt kommen von Mitgliedern der Graduiertenakademie, wo die wissenschaftliche Betreuung in strukturierten Programmen organisiert ist – ergänzt um die Vermittlung eben jener Fähigkeiten, die Absolventen auf eine Karriere innerhalb und außerhalb der Universität vorbereiten soll.

GRADE schneidet in der Umfrage insgesamt sehr gut ab.

Unter den GRADE-Services für Doktoranden wird das Trainingsangebot mit seinen Workshops extrem stark genutzt und überwiegend sehr positiv bewertet werden. Auch einer großen Mehrheit der Betreuerinnen und Betreuern der Frankfurter Universität ist GRADE bekannt, die meisten von ihnen empfehlen ihren Doktoranden eine Mitgliedschaft in der Akademie. Auch hier werden die Angebote der Graduiertenakademie – insbesondere die Workshops – überwiegend sehr positiv bewertet.

Am bekanntesten ist GRADE bei Promovierenden und Betreuern in den Bio- und den Geisteswissenschaften. Entsprechend hoch ist deren Anteil, wohingegen die Garduiertenakademie in Medizin und Rechtswissenschaft unterdurchschnittlich bekannt ist, mit wiederum entsprechend niedrigem Anteil. Dies ist auch der Grund dafür, dass Promovierende in GRADE im Durchschnitt häufiger als andere Doktoranden eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben. Promovierende aus Rechtswissenschaft und Medizin gehen in der Regel in eine außerwissenschaftliche Berufstätigkeit.

Verbesserungsbedarf sehen die Verantwortlichen besonders in einem Punkt: Anders als bei der „klassischen“ individuellen Promotion mit nur einem Hauptbetreuer werden in Frankfurt mehr als zwei Drittel der Doktoranden – insbesondere in GRADE – von mehr als einer Person betreut. Hier werde noch zu viel aneinander vorbei gearbeitet, sind Doktoranden wie Betreuer überzeugt. Ein gutes Instrument, das aber noch nicht mit Leben gefüllt sei. „Einer der nächsten Schritte wird nun ein Registrierungssystem für alle Doktoranden sein, damit wir weiter hohe Qualitätsstandards halten und an den richtigen Stellen noch verbessern können“, sagt GRADE-Geschäftsführerin PD Dr. Heike Zimmermann-Timm. Insgesamt zeige die Umfrage, dass GRADE auf einem richtigen Weg ist. „Die Umfrage insgesamt, vor allem aber die universitätsweite Erfassung von Doktoranden ist ein notwendiges Instrument zur Verbesserung der Situation“, erklärt Zimmermann-Timm. „So können wir unser Angebot auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Promovierenden noch besser abstimmen.“

Zusammenfassung der Ergebnisse unter http://www2.uni-frankfurt.de/49740480/iFQ_Befragung_Druckversion1402.pdf

Kontakt: PD Dr. Heike Zimmermann-Timm, Geschäftsführerin, GRADE - Goethe Graduate Academy. Tel. (069) 798-49401, zimmermann-timm@grade.uni-frankfurt.de. http://www.grade.uni-frankfurt.de

Hochschulpolitische Themen

Feb 26 2014
09:11

Bündnis 90/Grüne, Jusos und RCDS stärkste Gruppierungen. Wahlbeteiligung bei 14,5 Prozent

Studierende der Goethe-Universität wählen neues Parlament

FRANKFURT. Das amtliche Wahlergebnis der so genannten Kleinen Gremienwahl 2013/14 an der Goethe-Universität steht fest: Im neuen Studierendenparlament sind Bündnis 90/Die Grünen-Hochschulgruppe mit 1.244 Stimmen die stärkste Gruppierung und künftig mit 6 Sitzen vertreten. Auf Rang 2 kommen die Juso-Hochschulgruppe mit 1.187 Stimmen (5 Sitze). Die drittstärkste Gruppierung bildet RCDS – Die StudentenUNION mit 656 Stimmen und 3 Sitzen.

Bei der Wahl des neuen Studierendenparlaments beteiligten sich 6.570 der insgesamt 45.330 wahlberechtigten Studierenden. Die Wahlbeteiligung von 14,49 % liegt damit nur knapp über der der letztjährigen Wahl. Das Studierendenparlament ist das oberste beschlussfassende Organ der Studierendenschaft und wird für die Dauer eines Jahres gewählt. Es setzt sich aus 25 Mitgliedern zusammen.

Gewählt wurden in der Kleinen Gremienwahl ebenfalls die studentischen Vertreter in den Fachbereichsräten. Hier lag die Wahlbeteiligung bei 12,03 %. Der Fachbereichsrat berät Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung des Fachbereichs und besteht aus sieben Mitgliedern der Professorengruppe, drei Studierenden, zwei wissenschaftlichen und einem administrativ-technischen Mitglied. Er entscheidet unter anderem über Prüfungs- und Studienordnungen, Berufungsvorschläge der Berufungskommissionen und stimmt über Forschungsvorhaben ab.

Zur Wahl standen noch weitere studentische Gremien:

  • An der Wahl der Fachschaftsräte, die jeweils die fachlichen Belange der ihnen angehörenden Studierenden eines Fachbereiches vertreten, beteiligten sich 6556 Studierende (14,62 %).
  • 835 Studierende (12,21%) nahmen an der Wahl des Rates des L-Netzes teil. Der Rat vertritt die Fachschaft der Lehramtsstudierenden an der Goethe-Universität. Die Liste Deine Lehramtsfachschaft kommt künftig auf 5 Sitze im Rat, die Liste Die neue Lehramtsgemeinschaft auf 4.

Mehr Infos zu den einzelnen Ergebnissen auf den Webseiten des Wahlamtes der Goethe-Universität unter http://www2.uni-frankfurt.de/38941304/wahlamt