​​​​Pressemitteilungen ​

Veranstaltungen

Apr 22 2013
11:55

Studiengalerie 1.357 zeigt „The Horrorshow file“ des ägyptischen Künstlers Wael Shawky

Zeitgenössische Videokunst erzählt Kreuzzüge aus arabischer Perspektive

FRANKFURT. Vom 25. April bis 6. Juni wird in der Studiengalerie 1.357 auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ein neues Werk zeitgenössischer Videokunst präsentiert: Der Künstler und documenta 13-Teilnehmer Wael Shawky aus Alexandria entführt den Betrachter mit der Arbeit „The Horrorshow file“ in die Zeit der Kreuzzüge und erzählt die Geschichte dieser Ära aus arabischer Perspektive. Zur Eröffnung der Studiengalerie gibt es am Mittwoch (24. April) um 20 Uhr eine Einführung in Shawkys Arbeit, zu der alle Interessierten in das IG-Farben-Haus, Raum 1.357 eingeladen sind. Geöffnet ist die Studiengalerie montags bis donnerstags von 12 bis 17 Uhr.

Bei dieser großangelegten Produktion verbindet der Künstler Elemente des Puppentheaters, Kabaretts und des Spielfilms. Dabei unterlegt der 32-Jährige das neu geschaffene Genre mit digitalen Klangwelten. Der Zusammenhang zwischen Form und Inhalt scheint verschlüsselt und erzeugt eine eigenartige Spannung. Blutrünstige Gefechte, Gesang, Tanz, Predigt und Stille wechseln sich in rücksichtsloser Reihenfolge miteinander ab, wobei der Betrachter in einen Zustand einer befremdlichen Verzauberung verfällt, der er sich kaum entziehen kann.

„The Horrorshow file“ ist der erste Teil der aufwendigen Produktionsreihe „Cabaret Crusades“. Ausgangspunkt und Inspirationsquelle seines Werks war Shawky das Buch „The Crusades through Arab eyes“ von Amin Maalouf. Der dort dargestellte Konflikt thematisiert die zentrale Bedeutung der Manipulation im Umgang mit gegenwärtigen, vergangenen und zukünftigen Konflikten – kurzum: „Eine Analyse wie wir Geschichte schreiben und interpretieren“ (Shawky).

Der ägyptische Videokünstler studierte Bildende Kunst an der Universität von Alexandria und an der Graduate School of Fine Arts der University of Pennsylvania. 2011 wurde er mit dem Kunstpreis der Schering Stiftung ausgezeichnet. Die „Cabaret Crusades“ – Auskopplung „Path to Cairo“ von Wael Shawky wurde unter anderem auf der documenta 13 präsentiert. Seitdem er sich an den folgenreichen revolutionären Protesten in Ägypten beteiligte, arbeitete Shawky zudem erfolgreich am Aufbau einer alternativen künstlerischen Bildungsinstitution in Kairo, um jungen Künstlern eine Alternative zu offiziellen Akademien zu ermöglichen.

In der Studiengalerie 1.357 werden Ausstellungsprojekte der Studiengruppe „Geschichtspolitik Gedächtnispolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“ präsentiert. Studierende und Lehrende verschiedener Disziplinen arbeiten in enger Kooperation mit dem Städel Museum projektorientiert an der Erforschung des bildlichen Umgangs moderner Gesellschaften mit Geschichte. Die Studiengruppe stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus.

Informationen: N. Kreckel, Studiengruppe „„Geschichtspolitik Gedächtnispolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“, Campus Westend, Tel. (069) 798-32424, n.kreckel@yahoo.de, Blog der Studiengalerie: http://studiengalerie1357.wordpress.com

 

Veranstaltungen

Apr 19 2013
14:28

Podiumsdiskussion zum geplanten Deutschen Romantik-Museum in Frankfurt

Die Epoche der Romantik sprengt Grenzen zwischen den Künsten

FRANKFURT. Die Literaturwissenschaftler Anne Bohnenkamp-Renken und Günther Oesterle diskutieren mit den Kunsthistorikern Werner Busch und Petra Maisak über neue Perspektiven und grenzüberschreitende Projekte für das in Frankfurt geplante Romantik-Museum: Bei der Podiumsdiskussion am 24. April (Mittwoch) geht es unter anderem um die Ausstellung „Verwandlung der Welt. Die romantische Arabeske“, deren Eröffnung am 1. Dezember im Frankfurter Goethe-Haus geplant ist, und um die Chancen, die sich mit dem geplanten Romantik-Museum für die Forschung eröffnen.

Diese öffentliche Podiumsdiskussion beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend; sie findet im Rahmen der Mittwochskonferenz statt, die das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität während des Semesters regelmäßig veranstaltet. Zu den Podiumsteilnehmern: Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken ist Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Professorin am Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik der Goethe-Universität, unter ihrer Federführung ist das Konzept für das Deutsche Romantik Museum erarbeitet worden; Dr. Petra Maisak leitet das Frankfurter Goethe-Haus, das auch zum Hochstift gehört; Prof. Dr. Werner Busch ist Emeritus des Kunsthistorischen Instituts der FU Berlin; Prof. Dr. Günter Oesterle hat an der Justus-Liebig-Universität, Gießen, eine Professur für Neuere deutsche Literatur; die Moderation übernimmt Prof. Dr. Thomas Kirchner, Kunsthistoriker an der Goethe-Universität.

Auch wenn die Finanzierung des Museums nach den Sparbeschlüssen des Frankfurter Magistrats noch nicht gesichert ist, lebt das Projekt weiter. Der Spendenaufruf des Deutschen Hochstifts als Träger des Romantik-Museum stößt nicht nur in Frankfurt auf positive Resonanz. „Das  macht uns Mut, nichts unversucht zu lassen, um das Deutsche Romantik-Museum doch noch zu realisieren und damit die Möglichkeit zu schaffen, die seit über 100 Jahren gesammelten Schätze der Romantik einem breiten Publikum zeigen zu können, den notwendigen Raum für unsere Bildungsarbeit zu schaffen und Goethe – aus internationaler Perspektive der größte deutsche Romantiker – ganz neu wahrzunehmen“, so die Initiatoren des Projekt, zu denen insbesondere Anne Bohnenkamp-Renken gehört. „Intermedialität und Romantik“ sind die beiden zentralen Begriffe, deren Verbindung in der Podiumsdiskussion vertieft werden: Charakteristisch für die Epoche der Romantik ist nicht zuletzt der Versuch, Grenzen zwischen den Künsten, zwischen Literatur, Bildender Kunst und Musik zu sprengen. „Romantische Konzepte von Synästhesie, Intermedialität und Transdisziplinarität muten im digitalen Zeitalter ausgesprochen modern an“, so Dr. Falk Müller vom Forschungszentrum in der Ankündigung.

Informationen: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Hochschulpolitische Themen

Apr 19 2013
11:09

Dr. Heiner Schnelling wird Leitender Bibliotheksdirektor an der drittgrößten deutschen Universität

Goethe-Universität mit neuer Bibliotheksleitung

FRANKFURT. Der neue Direktor der Bibliothek steht fest: Das Auswahlgremium der Goethe-Universität hat sich einstimmig für Dr. Heiner Schnelling entschieden. Der gebürtige Bottroper ist seit 1996 Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle (Saale). Prof. Enrico Schleiff, Vizepräsident der Goethe-Universität, zeigt sich hochzufrieden mit der Wahl Schnellings: „Mit Heiner Schnelling haben wir einen ausgewiesenen Experten für unser Bibliothekssystem gewinnen können. Ich bin mir sicher, dass er in Frankfurt das Zusammenspiel von Tradition und Innovation gemäß den Anforderungen von Lehre und Forschung kompetent und ideenreich fortführen wird.“

Weitere Stationen im Werdegang des promovierten Literaturwissenschaftlers Schnelling waren unter anderem die FU Berlin, die Universität Konstanz und die Universität Gießen. Schnelling verfügt über breite Erfahrungen in bibliotheksrelevanten Gremien. Er war unter anderem Vorsitzender des Bibliotheksausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ist Vorstandsmitglied in LIBER (Ligue des Bibliothèques Européennes de Recherche). Ferner hat sich Schnelling in zahlreichen Fachveröffentlichungen mit Strukturfragen von Bibliothekssystemen, Personal- und Finanzverwaltung sowie Baufragen beschäftigt.

Dr. Heiner Schnelling freut sich auf seine neue Tätigkeit an der Goethe-Universität: „Die Leitung der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg stellt für mich eine außerordentlich spannende Aufgabe dar. Die bedeutenden historischen und archivalischen Bestände der Frankfurter Universitätsbibliothek sowie das breite Angebot aktueller Forschungsliteratur in gedruckter und digitaler Form müssen den Vergleich mit den immer wieder genannten Forschungsbibliotheken nicht scheuen“, so Schnelling. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sieht er folgendermaßen: „Zunächst die Neustrukturierung der Bibliotheksverbünde in Deutschland: Hier hat die DFG gerade der UB Frankfurt und HeBIS eine maßgebliche Gestaltungsaufgabe übertragen; sodann die kontinuierliche Digitalisierung der Bibliotheksbestände. Die vielleicht größte Herausforderung jedoch könnte im Neubau der Zentralbibliothek auf dem Campus Westend bestehen.“
 
Zum Bibliothekssystem der Goethe-Universität gehören neben der Zentralbibliothek sechs Bereichsbibliotheken sowie die HeBIS Verbundzentrale.  Mit über 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Gesamtbudget von ca. 23 Mio. € wird die Informationsversorgung  für fast 45.000 Studierende sowie 5.000 Mitarbeiter durch 9 Mio. Medieneinheiten, davon 30.000 elektronische Zeitschriften und 70.000 E-Books sowie Onlinedienste, sichergestellt. Darüber hinaus ist die Bibliothek auf regionaler und überregionaler Ebene vielfältig aktiv.

Dr. Heiner Schnelling tritt die Nachfolge von Berndt Dugall an, der die Bibliothek seit 1988 leitete und Ende September 2013 altersbedingt ausscheiden wird.

Weitere Informationen: Dr. Jörn Diekmann, Präsidialabteilung, Referent für Informationsmanagement, Grüneburgplatz 1, 60629 Frankfurt am Main, Tel (069) 798-13636, diekmann@ltg.uni-frankfurt.de

Forschung

Apr 19 2013
08:03

Vereisung vor über 33 Millionen Jahren förderte Evolution der Wale und Pinguine

Was Fossilien über Ökosysteme in der Antarktis verraten

FRANKFURT. Die Entstehung des Plankton-Ökosystems in den Ozeanen um die Antarktis geht auf einen Klimawandel zurück. Vor 33,6 Millionen Jahren begannen gewaltige Eismassen den antarktischen Kontinent zu bedecken, und in den angrenzenden Gewässern bildete sich Meereis. Das hatte unmittelbare Folgen für das dortige Plankton-Ökosystem, das als Nahrungsgrundlage für die Meeresbewohner dient. Das neue Meereis-Ökosystem ermöglichte die Evolution der heutigen Bartenwale und Pinguine, so vermuten Wissenschaftler der Goethe-Universität und des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) in der Fachzeitschrift „Science“.

Die Wissenschaftler analysierten Sedimentproben aus Bohrkernen vom Meeresgrund, die 2010 im Rahmen des Integrated Ocean Drilling Program (IODP) vor der Küste der Antarktis gewonnen wurden. Diese reichen bis zu einen Kilometer unter den Meeresboden und erlauben völlig neue Einblicke in längst vergangene Zeiten. Anhand dieser Bohrkerne zeigte sich, dass vor 53 Millionen Jahren subtropische Verhältnisse in der Antarktis geherrscht haben, die das Wachstum von Palmen ermöglichten. In den folgenden 20 Millionen Jahren kühlte das Klima kontinuierlich ab. Die jetzt erschienene Studie nimmt den Zeitraum vor circa 33,6 Millionen Jahren in den Blick, als sich innerhalb kurzer Zeit ein gewaltiger Eisschild über die Antarktis ausbreitete. Durch ihn änderten sich die Lebensbedingungen und damit die Ökosysteme auf dem antarktischen Kontinent und im angrenzenden Südozean radikal.

Winzige Zeitzeugen: Dinoflagellaten
Während die meisten Algen, aus denen das Plankton der Ozeane zu großen Teilen besteht, keinerlei Rückstände in den Sedimenten der Bohrkerne hinterlassen, überdauern die Überreste von Dinoflagellaten Jahrmillionen. Die Wissenschaftler konnten so anhand fossiler Spuren dieser einzelligen Organismen in den antarktischen Sedimentkernen die Umwälzung der Plankton-Ökosysteme, die mit dem Einbruch der Kälteperiode vor 33,6 Millionen Jahren begann, eindeutig rekonstruieren. Für den Zeitraum, als die Antarktis noch komplett eisfrei war, fanden die Forscher eine Vielzahl von Dinoflagellatenarten, die für warmes Klima typisch sind. Mit dem Entstehen des antarktischen Eisschilds brach diese Vielfalt plötzlich zusammen; von nun an kamen nur noch Arten vor, die an die zeitweilige Eisbedeckung des Ozeans angepasst waren und auch heute für antarktische Gewässer typisch sind. Sie kommen nur saisonal, nämlich kurz nach der Eisschmelze im Frühjahr und Sommer, in hohen Konzentrationen vor. Dann bilden sie eine Nahrungsquelle für die Lebewesen, die weiter oben in der Nahrungskette stehen.

Neue Arten dank Nahrungsknappheit
Die Gewässer rund um die Antarktis spielen eine Schlüsselrolle im globalen Nahrungsnetz der Ozeane. Wenn im antarktischen Sommer das Meereis schmilzt, treten starke Algenblüten auf. „Dass die Zahl der Dinoflagellaten, die an eine zumindest zeitweise Eisbedeckung adaptiert sind, plötzlich explodierte, hatte zur Folge, dass sich das gesamte Nahrungsnetz im Südozean neu organisieren musste“, so Prof. Jörg Pross, Mitautor der neuen Studie in „Science“ und Paläoklimatologe an der Goethe-Universität Frankfurt sowie des Biodiversität und Klima-Forschungszentrums (BiK-F). Organismen, die in der Nahrungspyramide des Ozeans weiter oben angesiedelt sind, mussten sich darauf einstellen, dass sie nur noch für wenige Monate im Jahr ein üppiges Nahrungsangebot vorfanden. Jörg Pross resümiert: „Unsere Daten deuten darauf hin, dass diese Umstellung einen Entwicklungsschub für die Bartenwale und Pinguine bewirkte“. Damit unterstreichen die Ergebnisse der neuen Studie, dass Zeiten starken Klimawandels oft mit besonders rascher biologischer Evolution verbunden sind.

Publikation: Houben, Bijl, Pross et al.: Reorganization of Southern Ocean Plankton Ecosystem at the Onset of Antarctic Glaciation, in: Science, DOI: 10.1126/science.1223646

Bilder zum Download finden Sie hier (.zip).

Bildtexte:

  1. Gerölle in einem Sediment-Bohrkern aus den Küstengewässern der Antarktis. Die Gerölle wurden von Eisbergen in das offene Meer getragen und fielen dann beim Schmelzen des Eises auf den Meeresboden. (Bild: Saiko Sugisaki)
  2. Meereis-Schollen in den Küstengewässern der Antarktis.  Das Foto stammt von der Bohrexpedition im Februar 2010, spiegelt also die Sommersituation auf der Südhalbkugel wider. (Bild: Annick Fehr)
  3. Das Forschungsschiff JOIDES Resolution, das die Sediment-Bohrkerne 2010 in den Antarktischen Küstengewässern gewann. (Bildrechte: Integrated Ocean Drilling Program, IODP)
  4. Das Expeditionsschiff JOIDES Resolution. (Bild: Integrated Ocean Drilling Program)
  5. Fossile Reste eines Dinoflagellaten – einer Alge, wie sie für die Sedimente aus dem frühen Oligozän vor 33 Millionen Jahren typisch ist. Der Durchmesser beträgt etwa 100 Mikrometer. (Bild: Alexander Houben)
  6. Fossile Reste eines Dinoflagellaten – einer Alge, wie sie für die Sedimente aus dem frühen Oligozän vor 33 Millionen Jahren typisch ist. Der Durchmesser beträgt etwa 50 Mikrometer. (Bild: Alexander Houben)

Veranstaltungen

Apr 18 2013
14:59

Naturwissenschaftliche und mathematische Fachbereichen locken mit einem attraktiven Angebot

Über 100 Mädchen kommen zum Girl´s Day

FRANKFURT. Am Donnerstag, den 25. April 2013 ist es wieder soweit:  Zum bundesweiten Girls´ Day öffnen die naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Goethe-Universität für über 100  Mädchen ihre (Labor-) Türen. Auf dem Campus Riedberg werden Schülerinnen ab der 5. Klasse einen Tag lang Einblicke in naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder erhalten, die als frauenuntypisch gelten und deshalb von vielen Mädchen nicht in Betracht gezogen werden. Beim Girl’s Day können sie ihre Fähigkeiten erproben und eine realistische Vorstellung von naturwissenschaftlichen und technischen Berufen gewinnen.  

Nach der Begrüßung durch den Vizepräsidenten Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz und einem Einführungsvortrag von Prof. Theo Dingermann mit dem Titel „Wirken Medikamente bei allen Menschen gleich?“ beginnt die praktische Arbeit in den Laboren und Werkstätten. Die Mädchen können herausfinden, woraus ein Lippenfettstift besteht (Chemie), wie eine Standortbestimmung mit Smartphones funktioniert (Geowissenschaften) und wie Aussagen über Schadstoffbelastungen getroffen werden (Biowissenschaften). Außerdem kann mit physikalischem Geschick Eis produziert werden (Physik). Die Mathematik und Informatik bieten Vorträge und Spiele an.

Der Girls´ Day ist das bundesweit größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2001 nutzten insgesamt mehr als eine Million Mädchen die Chance, in einen als frauenuntypisch geltenden Beruf hinein zu schnuppern. An der Goethe-Universität wächst die Zahl der angebotenen Plätze seit Jahren kontinuierlich an. Von 50 Plätzen 2008 steigerte sich das Angebot der teilnehmenden Fachbereiche dieses Jahr auf über 100 Plätze. Wie in den letzten Jahren sind auch beim Girls'Day 2013 alle Plätze schon Wochen vorher restlos ausgebucht.

Informationen: Alexander Löwer, Geo-Agentur,  Tel.: (069) 798-40207, Geo-Agentur@uni-frankfurt.de; Doris Paare, Koordinierungsstelle der Fachbereiche 11-15,  Tel.: (069) 798-22051, paare@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 16 2013
15:31

Präsidenten beider Hochschulrektorenkonferenzen und die saarländische Ministerpräsidentin diskutieren auf Einladung des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA) und der Goethe-Universität

Zur Zukunft der deutschen und französischen Universitäten in Europa

FRANKFURT. „Wie gestalten wir die Zukunft der deutschen und französischen Universitäten in Europa?“ Diese aktuelle Frage diskutieren hochkarätige Gäste am Freitag (19. April) um 12 Uhr in der Goethe-Universität. An der Debatte beteiligen sich mit eigenen kurzen Beiträgen: Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlands und Bevollmächtigte Deutschlands für die deutsch-französische Zusammenarbeit in kulturellen Angelegenheiten; Prof. Dr. Gérard Blanchard, Vize-Präsident der französischen Hochschulrektorenkonferenz und Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident der deutschen Hochschulkonferenz. Gastgeber sind: Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität, und Prof. Dr. Pierre Monnet, Leiter des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA).

„Die Zeit scheint gekommen, den Mehrwert, die Situation, die Erwartungen und die Leistungen der Universitäten in unseren beiden Gesellschaften zu gewichten und in die Zukunft zu projizieren“, so Prof. Monnet, der die Festveranstaltung aus Anlass des 50. Jahrestages des Elysée-Vertrages und der Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA) am Campus Westend konzipiert und organisiert hat. Über 100 Vertreter aus Wissenschaft, Kultur und Politik sind zu dieser Veranstaltung eingeladen, die um 12 Uhr im Casino des IG-Farben-Hauses (Renate von Metzler-Raum) beginnt und auch genügend Raum für gemeinsame Gespräche über Weiterentwicklung des deutsch-franzözsische Verhältnisses bieten wird.

Bereits seit zehn Jahren gibt es sowohl im deutschen als auch im französischen Universitätssystem grundsätzliche Reformen. Diese beziehen sich nicht nur auf den Bologna-Prozess und auf die Exzellenzinitiativen, sondern finden auch im Kontext der Globalisierung, der Lissabon-Erklärung, in der Europa als eine wettbewerbsfähige Wissensgesellschaft proklamiert wurde, und der wachsenden interkulturellen Kompetenzen der künftigen Fachkräfte statt.

Das Institut français d’histoire en Allemagne, das seit 2009 eng mit Wissenschaftlern in verschiedenen Fachbereichen der Goethe-Universität zusammenarbeitet, nimmt das 50. Jubiläum des Elysée-Vertrages bewusst zum Anlass, um die deutsch-französischen Beziehungen mit Kooperationen im Wissenschaftsbereichs weiter zu vertiefen. Seit 1977, zunächst in Göttingen und nun in Frankfurt, widmet sich das IFHA der Förderung des akademischen und intellektuellen Austauschs zwischen deutschen und französischen Wissenschaftlern im Bereich der Geisteswissenschaften. „Denn die Mobilität der Studierenden und Forscher zwischen Frankreich und Deutschland und innerhalb Europas wird immer wichtiger“, betont Monnet.

Die Kooperation, die sich zwischen der Goethe-Universität und dem Institut français d’histoire en Allemagne als einem angesehenen französischen Forschungsinstitut entwickele, fördere den bilateralen intellektuellen und interkulturellen Austausch über die akademische Welt hinaus, so Monnet. Neben Lesungen französischsprachiger Autoren und vielen anderen Veranstaltungen macht das kulturelle Angebot des Instituts wissenschaftliche Forschung auch für ein breites Publikum zugänglich. Im Januar 2013 war das Institut darüber hinaus Partner der deutsch-französischen Schülerwoche in Frankfurt.

Informationen: Céline Lebret, Kulturbeauftragte des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA), Campus Westend, Tel. (069) 798 31 900, celine.lebret@institutfrancais.de

Veranstaltungen

Apr 16 2013
14:38

Tagung beschäftigt sich Verhältnis der EU zu Forderungen nach globaler Gerechtigkeit und Demokratie

1. Kosmopolis-Symposium: Die Normativität der Europäischen Union

FRANKFURT. Die Europäische Union befindet sich aktuell in der größten Krise seit ihrer Gründung. „Angesichts dessen ist es wichtig, die normativen Grundlagen und Perspektiven dieser transnationalen politischen Organisation erneut zu bestimmen“, so Prof. Matthias Lutz-Bachmann, der gemeinsam mit Prof. Andreas Niederberger und Dr. Philipp Schink das 1. Kosmopolis-Symposium am Institut für Philosophie der Goethe-Universität veranstaltet. Zum Thema „Die Normativität der Europäischen Union“ diskutiert eine Reihe namhafter politischer Philosophen am 22. und 23. April (Montag und Dienstag) im IG-Farben-Haus auf dem Campus Westend.

Dabei wollen die Wissenschaftler vor allem das Verhältnis der EU zu Forderungen nach globaler Gerechtigkeit und Demokratie, aber auch zu demokratischen und wohlfahrtsstaatlichen Institutionen untersuchen. „Einige vermuten, dass diese möglicherweise so eng mit der Form des Nationalstaats verbunden sind, dass sie sich nicht auf den Raum jenseits der Staaten ausdehnen lassen“, sagt Niederberger, „weshalb zu untersuchen ist, ob eine solche Ausdehnung nicht doch möglich ist.“

Ausgehend von Erik O. Eriksens Arbeiten soll die normative Perspektive für die Europäische Union philosophisch und politiktheoretisch diskutiert werden. Erik O. Eriksen, Professor an der Osloer Universität, wird auch an der Tagung teilnehmen; er zählt zu den international renommiertesten Theoretikern des europäischen Einigungsprozesses. In einer Vielzahl von Publikationen zeigt er in durchaus kritischer Perspektive die normativen Grundlagen Europas auf und skizziert den Rahmen dringend erforderlicher institutioneller und demokratischer Reformen.

Neben Eriksen stehen Beiträge von weiteren Wissenschaftlern auf dem Programm der zweitägigen öffentlichen Veranstaltung: Dr. Oliver Eberl (Technische Universität Darmstadt), Prof. Claudia Landwehr (Universität Mainz), Prof. Andreas Niederberger (Goethe-Universität), Dr. Rosa Sierra (Goethe-Universität).

Die Kosmopolis-Symposien begleiten die gleichnamige neue Buchreihe im Alber Verlag, deren erster Band (David Held, Kosmopolitanismus. Ideal und Wirklichkeit) noch im April erscheinen wird. Herausgeber dieser Reihe sind die drei Organisatoren des Symposiums.

Informationen: Dr. Philipp Schink, Institut für Philosophie, Campus Westend, 069/798-32774, Schink@em.uni-frankfurt.de, http://www2.uni-frankfurt.de/43802715/Aktuelles

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Apr 15 2013
16:26

Konzert auf Einladung der Ehrensenatorinnen der Goethe-Universität soll Kinder-Uni und Goethe-Schüler-Laboren zugute kommen. Mittwoch, 17. April, 19.30 Uhr, Casino

Bach goes Tango auf dem Campus Westend

FRANKFURT. Karin Giersch, Renate von Metzler und Johanna Quandt, Ehrensenatorinnen der Goethe-Universität, bitten zu einem Konzert auf den Campus Westend: Unter der Leitung des französischen Cellisten und Kammermusikers Gautier Capuçon bietet das Stuttgarter Kammerorchester ein spannendes Programm zwischen „Bach und Tango“. Die Veranstalterinnen erhoffen sich von den Besucherinnen und Besuchern eine Spende zugunsten der Projekte „Kinder-Uni“ und „Goethe-Schüler-Labore“.

Mit der „Kinder-Uni“ lädt die Goethe-Universität seit 2003 Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse zu einer Vorlesungswoche ein, die ihre Neugier und Forscherdrang wecken soll. Inzwischen nehmen 14.000 Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Main-Gebiet an der Veranstaltung teil.

Mit den „Goethe-Schüler-Laboren“ wird ein frühförderndes Schülerprogramm in den Bereichen Physik, Biologie, Chemie und Mathematik/Informatik geboten. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Forschung hautnah mitzuerleben und selbst Experimente vorzunehmen.

Programm:
Begrüßung: Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität

„Bach goes Tango”: Johann Sebastian Bach (1685 — 1750): Concerto Nr. 3 G-Dur BWV 1048, 3. Brandenburgisches Konzert.

Joseph Haydn (1732 — 1809): Cellokonzert C-Dur.

Astor Piazzolla (1921 — 1992), Grand Tango und Libertango für Violoncello und Streichorchester.

Danksagung: Renate von Metzler, Ehrensenatorin der Goethe-Universität und Mitglied im Vorstand der Freunde und Förderer

Bitte teilen Sie uns mit, ob wir mit Ihrer Kommen rechnen dürfen (ott@pvw.uni-frankfurt.de).

Mit besten Grüßen
Dr. Dirk Frank
Stv. Leiter Abteilung Marketing und Kommunikation

Gesamtorganisation: Nike von Wersebe, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Grüneburgplatz 1, 60629 Frankfurt am Main, Tel. (069) 798-12234, wersebe@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 12 2013
16:33

5. Frankfurter Goethe-Vorlesungen für Bürger, Wissenschaftler und Studierende

Jüdisch-christliche Literaturkontakte vom Mittelalter bis in die Gegenwart

FRANKFURT. Im Sommersemester starten die 5. Frankfurter Goethe-Vorlesungen zum Thema „Jüdisch-christliche Literaturkontakte vom Mittelalter bis in die Gegenwart“. Wie sich der Kontakt zwischen Juden und Christen in Frankfurt und allgemein in Deutschland in literarischen Zeugnissen produktiv niederschlägt, wird in der Goethe-Ringvorlesung thematisiert. Im Fokus stehen die Rezeption, die Adaptation und der Transfer literarischer Werke jüdischer Autoren im christlichen Kontext und umgekehrt. Ziel ist es, das kreative Potenzial der jüdisch-christlichen Literaturkontakte vom Mittelalter bis in die Gegenwart aufzuzeigen und damit verbundene Probleme zu reflektieren.

Das Zusammenleben von Juden und Christen hat in Frankfurt eine lange Tradition – auch darauf wird in der Vorlesungsreihe eingegangen. Seit dem Mittelalter war die Frankfurter jüdische Gemeinde eine der bedeutendsten im deutschen Sprach- und Kulturraum; heute ist sie nach Berlin, München und Düsseldorf wieder die viertgrößte jüdische Gemeinde in der Bundesrepublik. Wichtige kulturelle Institutionen in Frankfurt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung oder auch die Goethe-Universität gehen auf jüdische Stiftungen zurück.

Die Veranstalterinnen dieser Reihe sind Privatdozentin Dr. Regina Toepfer vom Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik und Junior-Professorin Dr. Rebekka Voß vom Seminar für Judaistik der Goethe-Universität. Die öffentlichen Vorlesungen, die auch im Rahmen der Bürger-Uni stattfinden und zu denen alle Interessierten eingeladen sind, beginnen jeweils donnerstags um 18 Uhr im Raum IG 411, IG-Farben-Haus auf dem Campus Westend der Goethe-Universität; der Eintritt ist frei.

Das Programm im Detail:

18. April
Prof. Dr. Martin Przybilski (Universität Trier)
Fuchsfabeln – ein Kapitel literarischen Kulturtransfers zwischen Juden und Christen im europäischen Mittelalter

25. April
Dr. Astrid Lembke (Humboldt-Universität zu Berlin)
Aventiuren in Aschkenas. Jüdische Adaptation höfischer Stoffe im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit

2. Mai
Prof. Dr. Winfried Frey (Goethe-Universität Frankfurt)
Die Gottlosen. Antijüdische Tradition und innerchristlicher Wortkampf in der Zeit der Glaubensspaltung

16. Mai
Prof. Dr. Roland Gruschka (Hochschule für jüdische Studien Heidelberg)
Westjiddisch – Die frühere Sprache der Juden in Deutschland

23. Mai
Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp (Universität zu Köln)
Sefer nahar me-Eden. Die jüdische Kinderliteratur während der Haskala

6. Juni
Prof. Dr. Anat Feinberg (Hochschule für jüdische Studien Heidelberg)
Vergessene Worte. Zum Wandel der (Literatur-) Sprache im heutigen Israel

13. Juni
Dr. Andrea Schatz (King’s College London)
Tausendundeine Nacht auf Jiddisch. Jüdische Interpretationen des „Orient“

20. Juni
Prof. Dr. Ulrich Wyss (Goethe-Universität Frankfurt)
Rudolf Borchardt und das Problem des Judentums

27. Juni
Monique Behr, Jesko Bender (Goethe-Universität Frankfurt)
Emil Behr. Briefzeugenschaft vor – aus – nach Auschwitz (1938-59)

4. Juli
Dr. Tamar Lewinsky (Universität Basel)
Nicht für den deutschen Leser. Jiddische Literatur im Nachkriegsdeutschland

11. Juli
Prof. Christian Wiese (Goethe-Universität Frankfurt)
Banalität des Bösen? Die Geschichts- und Erinnerungsdebatten anlässlich von Hannah Arendts Eichmann in Jerusalem

18. Juli
Stefanie Zweig (Frankfurt)
Nirgendwo war Heimat – Lebenserinnerungen 

Informationen: Ninja Roth, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Campus Westend, (069) 798-32688, Roth@lingua.uni-frankfurt.de Tel.: (069) 798 32851, www.buerger.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 12 2013
16:31

Gastvortrag von Prof. Eric Olson aus Texas an der Goethe-Universität

Die Regeneration des Herzens stimulieren

FRANKFURT. Das Herz neugeborener Mäuse kann sich nach Verletzung vollständig regenerieren. Diese Fähigkeit geht aber schon in den ersten Lebensmonaten wieder verloren. Prof. Eric N. Olson von der Universität Texas erforscht seit Jahren die Mechanismen, die diese Selbstheilungskräfte in den Zellen aktivieren. Sein Ziel ist es, Herz-Kreislaufkrankheiten beim Menschen zu heilen. Über den Stand der Forschung berichtet er in seinem Vortrag in englischer Sprache

am:     Dienstag, den 16. April 2013 um 18.15 Uhr
im:      Klinikum der Goethe-Universität, Campus Niederrad Hörsaalgebäude 22-1.

Die äußeren Schichten des Organismus – Haut, Bronchienoberfläche und Darmzellen – bleiben durch ständige Regeneration intakt. Auch die Nerven an Armen und Beinen können sich nach Quetschungen einigermaßen erholen, Herzmuskelzellen dagegen kaum. Je tiefer die geschädigte Schicht im Körper liegt, desto schwächer ist ihre Fähigkeit zur Selbstheilung ausgeprägt. Doch zu Beginn des Lebens ist dies anders, wie die Arbeitsgruppe um Eric Olson herausgefunden hat. Sie entschlüsselte kürzlich Mechanismen im Herzen neugeborener Mäuse, die den Zellen eine vollständige Regeneration erlauben.

Von besonderer Bedeutung sind dabei kurze Gen-Schnipsel, microRNAs genannt, welche die Ausprägung bestimmter Gene kontrollieren. Die von Olson identifizierten microRNAs steuern die Regeneration und das Überleben von Muskelfasern sowie die Expression des wichtigen Muskeleiweiß Myosin. Mit Hilfe gezielter Gentherapien und Medikamenten versuchen die Forscher inzwischen, die Regeneration des Herzmuskels nach einem Infarkt gezielt zu stimulieren. Sie hoffen, ihre Erkenntnisse zukünftig auch auf andere Herzkreislauferkrankungen anwenden zu können.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Vortragsreihe „Perspectives in Molecular Medicine, gesponsert von Sanofi-Aventis.

Informationen: Prof. Stefanie Dimmeler, Institut für Kardiovaskuläre Regeneration, Campus Niederrad, Tel.: (069) 6301-7440, Dimmeler@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 12 2013
16:29

Zehn Veranstaltungen zeigen die Vielfalt wissenschaftlicher Weiterbildung in Hessen.

Das Netzwerk WissWeit startet seine Vortragreihe „weiter denken – weiter bilden!“

FRANKFURT. WissWeit, das Weiterbildungsnetzwerk der hessischen Universitäten und (Fach-)Hochschulen, präsentiert ab Dienstag, den 16. April 2013, seine Vortragsreihe zu aktuellen Themen der wissenschaftlichen Weiterbildung. Die Reihe startet mit dem Thema „Neue Formen netzgestützten Lehrens und Lernens – Beiträge zur Didaktik der Wissenschaftlichen Weiterbildung“. Referentin ist Claudia Bremer, Geschäftsführerin von studiumdigitale. (18-20 Uhr, Jügelhaus, Mertonstr. 17-21, Raum 32b).

An insgesamt zehn Terminen stellen die Weiterbildungseinrichtungen der hessischen Hochschulen Trends aus verschiedenen Themengebieten ihres Weiterbildungsangebots vor. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Reihe richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Unternehmen, Institutionen und alle sonstigen Interessierten, die eine Weiterqualifizierung auf Hochschulniveau suchen und von der Qualität und dem Know-how hochschulischer Weiterbildung profitieren möchten. Das vollständige Vortragsprogramm mit allen Themen und Terminen sowie eine PDF-Version des Flyers zur Reihe sind auf der Internetseite www.wissweit.de abrufbar.

Das Netzwerk WissWeit, mit Sitz an der Frankfurter Goethe-Universität, wurde im Jahre 2004 gegründet, um einen hochschulübergreifenden Verbund in der wissenschaftlichen Weiterbildung zu etablieren. Neben der Organisation von Veranstaltungen zum Thema Weiterbildung stellt das Netzwerk auch eine Datenbank bereit, die alle Angebote der staatlichen hessischen Hochschulen auf Basis einheitlicher Standards zusammenstellt und präsentiert.

Weitere Informationen: Koordinationsstelle Netzwerk WissWeit, Christine Kienzle, Michael Bastian, c/o Zentrum für Weiterbildung, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Senckenberganlage 15, 60325 Frankfurt am Main, Tel. (069) 798-22650, info@wissweit.de

Hochschulpolitische Themen

Apr 10 2013
11:32

Präsidium der Goethe-Universität begrüßt Initiative der Landesregierung für zusätzliche Wohnraumplätze

Goethe-Universität: Sonderprogramm für Wohnungsbau stärkt Studienstandort Hessen

FRANKFURT. Mit großer Zufriedenheit hat die Leitung der Goethe-Universität die Ankündigung der Landesregierung aufgenommen, den Bau von 2.000 studentischen Wohnheimplätzen zu fördern. „Der Raum Frankfurt hat hier im Vergleich zu anderen deutschen Metropolregionen noch starken Nachholbedarf. Daher ist die Initiative der Landesregierung ein Schritt in die richtige Richtung“, unterstreicht  Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl.

Er betont die schwierige Situation für viele Studierende, in einer hochpreisigen Großstadt wie Frankfurt günstigen Wohnraum zu finden: „An der Goethe-Universität studieren mittlerweile über 43.000 junge Menschen. Allein zum Sommersemester 2013 haben über 3.000 ein Studium an der Goethe-Universität aufgenommen. Die Situation am Wohnungsmarkt muss dringend entschärft werden.“ Auch langfristig sei mit hohen Studierendenzahlen zu rechnen, so Müller-Esterl.

Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität und Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Frankfurt, ergänzt: „Wir wollen unsere Studierenden aus der Republik und der ganzen Welt mit offenen Armen empfangen. Preisgünstiger studentischer Wohnraum spielt dabei eine wichtige Rolle.“

Zum Hintergrund: Die hessische Landesregierung hatte Anfang der Woche den Bau von zusätzlich 2.000 Plätzen für Studenten angekündigt. Das Land stellt 15 Millionen Euro als Zuschüsse bereit, um zusätzlichen Wohnraum für Studierende zu schaffen. Weitere 15 Millionen Euro dienen dazu, den Zinssatz von 75 Millionen Euro Kapitalmarktmitteln  zu verbilligen.

Veranstaltungen

Apr 10 2013
11:25

9. Frankfurter Bürger-Universität blickt auf die deutsche Identität und ihre Protagonisten

Wie wir wurden, wer wir sind

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach dem anhaltenden Erfolg der Frankfurter Bürger-Universität präsentiert die Goethe-Universität auch im Wintersemester zum 9. Mal ein umfangreiches Programm: Von April bis September werden unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl fast 100 Veranstaltungen angeboten, die aktuelle Forschung in allgemeinverständlicher Form präsentieren und Einblicke in verschiedene Bereiche der Universität ermöglichen. Wie bereits in den zurückliegenden Semestern, bietet eine begleitende Broschüre Orientierung und Informationen über die Vielfalt an Veranstaltungen. Besonders hinweisen möchten wir auf die eigens für die Frankfurter Bürger-Universität entwickelte Hauptreihe: „Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien“, die in Kooperation mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main stattfindet. Die sechs Abende umfassende Reihe sowie das vielfältige Gesamtprogramm der Frankfurter Bürger-Universität möchten wir Ihnen im Rahmen eines Mediengesprächs vorstellen. 

am:     Mittwoch, den 17.April 2013, um 10 Uhr
Ort:     Campus Westend, IG 1.418 (gegenüber dem Eisenhower-Saal), Grüneburgplatz 1, Frankfurt am Main

Als Gesprächspartner erwarten Sie die Initiatoren der Bürgeruniversität und mit dem Soziologen Tilman Allert der Vordenker der aktuellen Hauptreihe. Mit der Literaturwissenschaftlerin Susanne Komfort-Hein und Wolfgang Assmann, dem Geschäftsführer der Werner Reimers Stiftung, sind die Protagonisten von zwei weiteren Reihen zugegen.

Bitte teilen Sie uns mit , ob wir mit Ihrer Kommen rechnen dürfen.

Mit besten Grüßen

Dr. Olaf Kaltenborn
Leiter Abteilung Marketing und Kommunikation

Veranstaltungen

Apr 9 2013
14:00

Zur Messe unistart werden mehrere Tausend Studierende erwartet

Goethe-Universität begrüßt Erstsemester

FRANKFURT. Über 3.000 junge Menschen nehmen zum Sommersemester 2013 ein Studium an der Goethe-Universität auf. Mit der Veranstaltung „unistart“ begrüßen Universität und Stadt gemeinsam alle Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Zentrale Bereiche der Universität und ausgewählte Partner stellen sich auf der Messe von 14 bis 17 Uhr im Hörsaalzentrum vor und informieren über die vielfältigen Angebote und Serviceleistungen. Alle Erstsemester erhalten als Willkommensgeschenk eine Tasche der Universität, die für jede „unistart“-Veranstaltung individuell gestaltet und angefertigt wird.

Um 15.00 Uhr findet die offizielle Begrüßung im Audimax statt. Die Frankfurter Stadträtin Renate Sterzel wird gemeinsam mit Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität, und dem AStA-Vorstand Daniel Katzenmaier zu den Erststudierenden sprechen. Ab 21 Uhr beginnt dann im Anbau Casino die große unistart-Party mit DJs von planet radio.

Zum Programm:
Ab 14 Uhr: Messe unistart
14 Uhr: Infovortrag „Berufsorientierung für Studierende und Absolventen“, HZ 03
15 Uhr: Offizielle Begrüßungsansprachen vom Präsidium der Goethe-Universität, Magistrat der Stadt Frankfurt und AStA, HZ 2
16 Uhr: Infovortrag „Sicher durch den Beratungsdschungel“, HZ 03
Ab 21 Uhr: unistart-Party, Anbau Casino

„Unistart“ ist eine Veranstaltung der Goethe-Universität Frankfurt, organisiert von der Tochtergesellschaft der Universität, CAMPUSERVICE; die unistart-Party wird von der Universität gemeinsam mit planet radio gestaltet.

Medienvertreter sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen! Die Messe unistart bietet die ideale Möglichkeit, sich einen Eindruck von den neuen Studierenden, ihren Erwartungen und Interessen zu machen.

Kontakt: Dr. Dirk Frank, Pressereferent, Abteilung Marketing und Kommunikation, Tel. (mobil): 0170-2107012, frank@pvw.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Apr 9 2013
09:14

In VWL, BWL, Wirtschaftsinformatik und Naturwissenschaften unter den besten zehn deutschen Hochschulen

Goethe-Universität verbessert sich im Hochschul-Ranking der WirtschaftsWoche

Frankfurt. Die Goethe-Universität kann beim diesjährigen Ranking der WirtschaftsWoche punkten: Gleich in vier Bereichen schaffte sie es unter die besten zehn Hochschulen. Erstmals konnte auch in den Naturwissenschaften zu den Spitzenreitern aufgeschlossen werden. Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl freut sich über das gute Abschneiden der Goethe-Universität. Er sieht in den drei Exzellenzclustern der Goethe-Universität einen gewichtigen Grund für die hohe Reputation der Hochschule vor allem in den Naturwissenschaften: „Die Exzellenzcluster wecken die Aufmerksamkeit der Unternehmen.“

Die einzelnen Platzierungen: In der Volkswirtschaftslehre kommt die Goethe-Universität hinter der Universität Mannheim auf Platz 2 (2012: 4. Platz), in der Betriebswirtschaftslehre belegt sie den 7. Platz (2012: 8. Platz). Gleich um vier Plätze verbesserte sie sich in den Naturwissenschaften und kommt nun auf Platz 8. In der Wirtschaftsinformatik konnte die Goethe-Uni den 9. Platz aus dem Vorjahr behaupten.

Zum Hochschul-Ranking der WirtschaftsWoche: In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Universum Communications wurden über 500 Personaler von großen Konzernen, aber auch von kleinen Mittelständlern danach befragt, welche Hochschulen am besten ausbilden. Gefragt wird unter anderem: Welche Universitäten und Fachhochschulen bilden die Studierenden für Ihre Bedürfnisse vorbildlich aus, welche Softskills sind Ihnen wichtig? Der Fokus liegt in der jährlich durchgeführten Befragung auf wirtschaftsnahen Fächern wie BWL, VWL, Jura und Maschinenbau.

Hochschulpolitische Themen

Apr 3 2013
15:19

Unterlagen eines der bedeutendsten deutschen Philosophen seiner Generation kommen ins Archiv

Universitätsbibliothek erhält wissenschaftlichen Vorlass von Karl-Otto Apel

Frankfurt. Das Archivzentrum der Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg in Frankfurt am Main hat den wissenschaftlichen Vorlass des Philosophen Karl-Otto Apel (geb. 1922) erhalten. Apel, der von 1972 bis zu seiner Emeritierung 1990 als Professor in der Goethe-Universität Frankfurt am Main tätig war, übergab kurz nach seinem 91. Geburtstag große Teile der in seinem Haus befindlichen Unterlagen. Darunter befinden sich Korrespondenzen mit der gesamten internationalen philosophischen Fachwelt, teilweise unveröffentlichte wissenschaftliche Manuskripte sowie vereinzelt private Dokumente. Ein Archivvertrag mit der Goethe-Universität regelt die rechtlichen Angelegenheiten.

In einer ersten Umzugsphase wurden Mitte März über 25 Umzugskisten aus der Privatwohnung von Karl-Otto Apel im Taunus in das Archivzentrum gebracht. Darin befanden sich über 20.000 Seiten mit wertvollen und zahlreichen unveröffentlichten Archivalien, die in ihrem zeitlichen Umfang bis in die Bonner Studienzeit des Philosophen Ende der 1950er Jahre reichen und Apel bis zuletzt als Arbeitsgrundlage seiner Arbeiten dienten. Weitere Archivumzüge mit Materialien seit den 1980er Jahren sind für den Spätsommer dieses Jahres geplant.

Apel gehört zu den einflussreichsten Philosophen von internationalem Rang, sodass das überlassene Material ein gutes Stück der Philosophiegeschichte der vergangenen 60 Jahre widerspiegelt. Gemeinsam mit seinem Studienfreund Jürgen Habermas befreite er die deutsche Nachkriegsphilosophie in den 1980ern Jahren aus dem akademischen Elfenbeinturm und führte sie zu einem breiten Spektrum interdisziplinärer und dabei stringenter Diskurse. Der Leiter des Archivzentrums, Dr. Mathias Jehn, ist froh darüber, dass „diese für die Geschichte der Frankfurter Universität so wichtigen Unterlagen nun für die Nachwelt archiviert und sukzessive für eine wissenschaftliche Auswertung zur Verfügung gestellt werden können.“ Der Vorlass wird mit der Signatur „Na 67 Nachlass Karl-Otto Apel“ im Archivzentrum geführt und ist von montags bis freitags jeweils von 9.30 bis 16.30 Uhr nach Voranmeldung und im Rahmen der Benutzungsordnung und des Hessischen Archivgesetzes einsehbar.

Angaben zur Person: Karl-Otto Apel promovierte 1950 in Bonn mit einer Arbeit über Heidegger, 1961 habilitierte er sich in Mainz über die humanistische Sprachidee (Die Idee der Sprache in der Tradition des Humanismus von Dante bis Vico). Von 1962 bis 1969 war er ordentlicher Professor für Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, von 1969 bis 1972 ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Saarbrücken und von 1972 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1990 ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main. Die 1973 erschienene zweibändige Aufsatzsammlung "Transformation der Philosophie" gilt als Apels Hauptwerk.

Weitere Informationen: Dr. Mathias Jehn, Leiter des Archivzentrums, Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg, Bockenheimer Landstraße 134-138, 60325 Frankfurt am Main, Tel. (069) 798-39007, m.jehn@ub.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 3 2013
15:15

Studienorientierungsangebot für Schülerinnen und Schüler mit Einwanderungsgeschichte jetzt in acht Bundesländern.

Ausschreibung „Mehr Migranten werden Lehrer“ auch in Frankfurt

Frankfurt. Nach Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein findet der Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer“ nun auch in Hessen statt: Vom 1. bis 4. November 2013  gibt es das Studienorientierungsangebot für Oberstufenschüler auch in Frankfurt. Bewerbungen sind bis Anfang Oktober 2013 möglich.

Um die Vielfalt im Lehrerzimmer zu gewährleisten, werden bundesweit mehr Lehrer mit Migrationshintergrund gebraucht – als kompetente Vorbilder und Vertraute. Im Moment haben gerade einmal ein bis zwei Prozent der Lehrkräfte eine Einwanderungsgeschichte.  Befragungen unter ehemaligen Schülercampus-Teilnehmern zeigen, dass viele Oberstufenschüler mit Migrationshintergrund Vorurteile gegenüber dem Lehrerberuf hegen: Sie empfinden die Bezahlung als schlecht, Aufstiegsmöglichkeiten seien kaum vorhanden. Wenn sie sich für ein Studium entscheiden, dann oftmals eher für Jura oder Medizin.

Um diese Vorurteile abzubauen und junge Migrantinnen und Migranten für das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf zu interessieren, entwickelte die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius ihren Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer“. Der viertägige Kompaktkurs gibt Einblicke in das Lehramtsstudium und zeigt die Chancen des Lehrerberufs. Die Teilnehmer informieren sich über die Fähigkeiten und Voraussetzungen für das Lehramtsstudium. Sie hospitieren in Schulen und diskutieren mit Hochschullehrern und Lehrern die Erfordernisse dieses Berufes. So können sie eine überlegte Studienfachwahl treffen.

Die Initiative der ZEIT-Stiftung wird auch in Hessen mit starken Partnern – dem Hessischen Kultusministerium und der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) der Goethe-Universität Frankfurt – realisiert. Hinweise zur Bewerbung und weitere Informationen findet man unter www.mehr-migranten-werden-lehrer.de

Weitere Informationen: ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation, Tel. (040) 41336871,  hamann@zeit-stiftung.de; Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL), Rebecca Röhrich, Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation, Tel. (069) 798-25114, roehrich@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mär 26 2013
13:28

10 Jahre Zentrum für Biomolekulare Magnetische Resonanz am Campus Riedberg

Hier nehmen Forscher Molekül-Strukturen ins Visier

FRANKFURT. Mit einem Symposium feiern Forscher am Campus Riedberg das 10jährige Bestehen des  Zentrums für Biomolekulare Magnetische Resonanz – kurz BMRZ. Das technische Zentrum stellt die Technologie und Expertise für die die Magnetresonanzspektroskopie (NMR) zur Verfügung. Sie ist eine der komplexesten und leistungsfähigsten Methoden in der chemischen Analytik, in den Materialwissenschaften und zur Aufklärung von Struktur und Dynamik von Proteinen und Nukleinsäuren in lebenden Organismen und im Reagenzglas. 

„Bei diesem Zentrum handelt es sich um die einzige universitäre Großforschungseinrichtung Deutschlands in der Magnetresonanzspektroskopie. Die Hessische Landesregierung erkennt dies als besonders unterstützungswürdig an und fördert das Zentrum mit 1,5 Millionen Euro im Jahr“, sagte der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung.

Zwar sind die benötigten Betriebsmittel im Vergleich mit „großen“ Großforschungseinrichtungen wie der GSI in Darmstadt überschaubar, stellen aber dennoch das reguläre Universitätsbudget vor eine große Herausforderung.

„Eine der Stärken in der Forschung an der Goethe Universität sind die molekularen Lebenswissenschaften, was sich in den letzten Jahren in der erfolgreichen Gründung mehrerer Sonderforschungsbereiche sowie der Etablierung des Exzellenzclusters Makromolekulare Komplexe niedergeschlagen hat“, erläutert Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz. Wichtige Themen sind die Membranproteinforschung, die Rolle von RNA in der Genregulation sowie die Aufklärung molekularer Signalwege.

Studierenden bietet das BMRZ die Möglichkeit, Hochtechnologie und international wettbewerbsfähige Forschung hautnah zu erleben. Innerhalb der Goethe Universität ist das BMRZ einer der größten Einwerber von EU-Drittmitteln und konnte sich als European Large Scale Facility etablieren. Prof. Clemens Glaubitz, Sprecher des BMRZ: „Das Zentrum ein erfolgreiches Beispiel für gelebte Internationalisierung: Unsere Doktoranden und wissenschaftlichen Mitarbeiter kommen aus über 10 Nationen.“ Wissenschaftler aus der gesamten EU können über EU geförderte Programme am BMRZ forschen.

Die Grundlagenforschung am BMRZ ist nahe an der Anwendung, insbesondere bei der pharmazeutischen Wirkstoffentwicklung. Daraus resultieren enge Industriekontakte mit den im Rhein-Main Gebiet ansässigen Unternehmen, die sich in Auftragsforschung, wissenschaftlichen Kooperationen, Joint-Ventures und auch in der Widmung von Stiftungsgeldern für neue Professuren niederschlagen.   

Bei der Magnetischen Resonanz wechselwirken Elektronen oder Atomkerne mit starken Magnetfeldern. Im Fall von Kernen spricht man von Kernspinresonanzspektroskopie oder auch Nuklearmagnetischer Resonanz (NMR), im Fall von Elektronen heißt es Elektronenspinresonanz (ESR) oder Elektronenparamagnetische Resonanz (EPR).

Informationen: Prof. Clemens Glaubitz, Sprecher des BMRZ, Campus Riedberg, Tel: (069) 798-29927; glaubitz@chemie.uni-frankfurt.de; www.bmrz.de.

Forschung

Mär 21 2013
16:20

DFG fördert Forschergruppe zu T-Zell-Lymphomen mit zwei Millionen Euro

Die Heilungschancen von Lymphdrüsenkrebs verbessern

FRANKFURT. Krebserkrankungen des lymphatischen Systems verlaufen sehr unterschiedlich, sind schwer zu diagnostizieren und haben oft schlechte Prognosen. Eine kürzlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte Forschergruppe unter der Leitung der Goethe-Universität will nun die Entstehung „Reifer T-Zell-Lymphome“ besser verstehen und damit die Heilungschancen erhöhen. Die Forschergruppe wird in den kommenden drei Jahren mit zwei Millionen Euro gefördert.

T-Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen. Ihre unkontrollierte Vermehrung führt zu Lymphomen, umgangssprachlich Lymphdrüsenkrebs genannt. „Die Heilungschancen sind nach wie vor schlecht“, sagt Prof. Martin-Leo Hansmann vom Dr. Senckenbergischen Institut für Pathologie der Goethe-Universität, in dessen Labor die Gewebeproben der wichtigsten deutschen Studiengruppen zu Lymphomen untersucht werden. Nur etwa 30 Prozent der Patienten überleben die ersten fünf Jahre nach Stellung der Diagnose. Patienten, die an den häufigeren und besser erforschten B-Zell-Lymphomen leiden, können häufiger geheilt werden.

Die schlechte Prognose ist nicht nur dem oft aggressiveren Verlauf der Krankheit geschuldet. T-Zell-Lymphome sind seltener und treten in über 20 verschiedenen Ausprägungen auf. Entsprechend schwierig  ist ihre Diagnose. Deshalb kommen vergleichsweise viele Patienten erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zur Behandlung. Die Therapie orientiert sich an den zuvor entwickelten Strategien für die besser erforschten B-Zell-Lymphome. „Es ist dringend notwendig, dass wir die Entstehung der komplexen und bisher nur rudimentär erforschten reifen T-Zell-Lymphome grundlegend verstehen, damit wir eine rationale Basis für eine gezielte und effektive Therapie schaffen“, so Martin-Leo Hansmann. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er die Kräfte von Tumorbiologen und Immunologen in Deutschland in seiner Forschergruppe vereinigt.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist für die Tumorbiologen vor allem deshalb wichtig, weil Immunologen Prozesse erforschen, bei denen die Vermehrung von T-Zellen erwünscht sind, nämlich, wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen. Sind die Erreger besiegt, wird die Produktion der Immunzellen zurückgefahren. Die Forscher interessiert, wie der Körper dieses empfindliche Gleichgewicht reguliert und den jeweiligen Bedingungen anpasst. Untersuchen wollen sie Fehlregulationen auf der Ebene der Gene, der Signalkaskaden und der Zellbiologie. Forscher der Universität Dresden werden die komplexen Prozesse außerdem anhand biologischer und mathematischer Modelle im Computer simulieren.

Neben der Goethe-Universität beteiligen sich an der Forschergruppe das Institut für Zellbiologie, Universität Duisburg-Essen, das Paul-Ehrlich-Institut, Langen, das Institut für Medizinische Informatik und Biometrie, Dresden und die Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln.

Informationen: Prof. Martin-Leo Hansmann, Dr. Senckenbergisches Institut für Pathologie, Campus Niederrad, Sekretariat: Jacqueline Liebezeit, Tel: (069) 6301-5364, Jacqueline.Liebezeit@kgu.de

Personalia/Preise

Mär 20 2013
12:21

Max-von-Laue-Preis für Frankfurter Mineralogen Dr. Lkhamsuren Bayarjargal

Kalkspat wird zu Diamant

FRANKFURT. Die Deutsche Gesellschaft für Kristallographie (DGK) verleiht heute den mit 1.500 Euro dotierten Max-von-Laue Preis 2013 an Dr. Lkhamsuren Bayarjargal, 37, vom Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität. Mit diesem Preis zeichnet die DGK jährlich Nachwuchswissenschaftler für hervorragende wissenschaftliche Leistungen aus. Dr. Bayarjargal hat sich in den letzten Jahren insbesondere durch seine Arbeiten mit Hochleistungslasern hervorgetan. Unter anderem gelang ihm erstmalig die direkte Synthese von Diamant aus Calcit (Kalkspat). Damit machte er einen wichtigen Schritt zur Erklärung der Entstehung von Diamanten in der Erde.

In den letzten Jahren ist dies die dritte Auszeichnung für die Frankfurter Kristallographie unter der Leitung von Prof. Björn Winkler:  2011 wurde bereits Alexandra Friedrich mit dem Max-von-Laue Preis ausgezeichnet. Sie wird, ebenso wie Bayarjargal, im Nachwuchsprogramm Fokus der Goethe-Universität gefördert. Anfang des Jahres erhielt Nadine Rademacher ein Forschungsstipendium des International Center for Diffraction Data, das sich mit der Sammlung und Verbreitung kristallographischer Daten weltweit beschäftigt. Um diesen Preis gibt es einen harten internationalen Wettbewerb.

Informationen: Prof. Dr. Björn Winkler, Facheinheit Mineralogie, Institut für Geowissenschaften, Campus Riedberg, Tel: (069) 798-40107, b.winkler@ kristall.uni-frankfurt.de.