​​​​​​Pressemitteilungen ​​​

 

Okt 22 2019
11:00

Reich gedeckter Gabentisch am 105. Geburtstag für „Geburtstagskind“ Goethe-Universität 

Geschenke für die Goethe-Universität

FRANKFURT. Auch wenn der Stiftertag zum 105. Geburtstag (18. Oktober 2019) der Goethe-Universität eigentlich ein Fest und Geschenk der Uni FÜR die Stifterinnen und Stifter der Hochschule war, so brachte der Abend für das Geburtstagskind einige schöne Geschenk-Überraschungen. 

Für die Familie Merz, deren langjähriges Engagement für die Goethe-Universität einen der Höhepunkte des Abends bildete, kündigte Dr. Dania Hückmann, die Tochter des Ehrenbürgers und langjährigen Merz-Geschäftsführers Dr. Jochen Hückmann, an, künftig neben der Friedrich Merz-Stiftungsgastprofessor, die es seit 1985 gibt, noch eine weitere Stiftungsgastprofessur zu Ehren ihres verstorbenen Vaters einzurichten. Diese könne einen Beitrag leisten bei der Vorbereitung der nächsten Runde der Exzellenzstrategie.

Auch der frühere Fraport-Chef und heutige Vorstandsvorsitzende der „Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität“, Prof. Dr. Wilhelm Bender, kündigte spontan ein Geschenk für seine Alma Mater an. Zuvor hatte er von Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff die Würde eines Ehrensenators erhalten: Bender stiftet für die gegenwärtig laufende Uni-Kampagne für das Deutschlandstipendium aus privaten Mitteln fünf Deutschlandstipendien im Gesamtwert von 9.000 €.

Auch Prof. Dr. Mareike Kunter, die diesjährige Trägerin des mit 25.000 Euro dotierten Preises „Scientist of the Year“ der „Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung“ hatte ein Geschenk für die Goethe-Universität vorgesehen und kündigte in ihrer Danksagung an, einen Teil ihres Preisgeldes für die Durchführung einer wissenschaftlichen Tagung an der Goethe-Universität zu stiften, die sich ihrem Forschungsschwerpunkt, der professionellen Kompetenz von Lehrkräften, widmet.

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff sagte: „Wir fühlen uns reich beschenkt. Die spontanen Zusagen an unserem 105. Universitätsgeburtstag zeigen, wie lebendig und großzügig unsere große städtische und regionale Goethe-Uni-Familie ist. Diese Gesten lassen gleichzeitig erkennen, wie sehr die Freunde und Freundinnen unserer Stiftungsuniversität sich auch inhaltlich auf unsere strategischen Bedürfnisse einlassen. Dafür sind wir unendlich dankbar.“

 

Okt 21 2019
12:04

Goethe-Universität und Philipps-Universität Marburg feiern das 50-jährige Bestehen der Wilhelm-Hahn-und-Erben-Stiftung

Rückenwind für Dissertationsvorhaben

FRANKFURT. Seit 50 Jahren unterstützt die Wilhelm-Hahn-und-Erben-Stiftung Publikationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, vor allem mit Zuschüssen zu Druckkosten. Das 50-jährige Bestehen feiert die Stiftung am Mittwoch, 23. Oktober, um 16 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg mit einer Festveranstaltung.

Mit insgesamt mehr als 120.000 Euro hat die Stiftung unter Vorsitz ihres Präsidenten Ulrich C. Cannawurf Publikationen unterstützt – vor allem Dissertationen in den Geisteswissenschaften, aber auch Tagungsbände und Forschungsberichte. In den vergangenen zehn Jahren ist die jährliche Fördersumme kontinuierlich angestiegen. Allein im Jahr 2019 kamen sieben Publikationen in Marburg und Frankfurt in den Genuss der Förderung, die sich insgesamt auf 13.000 Euro belief. Seit 1974 wird zudem das Marburger Winckelmann-Programm unterstützt, eine Veröffentlichungsreihe des Archäologischen Seminars.

„Seit 2009 wurden an der Goethe-Universität insgesamt 30 Dissertationen durch die Stiftung gefördert. Im Einzelfall sind das keine Riesenbeträge, aber für die Antragsteller ist das ein willkommener Rückenwind auf dem Weg in die Forschung“, sagt Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident für Third Mission an der Goethe-Universität Frankfurt. „Dafür danke ich der Stiftung im Namen des Präsidiums sehr herzlich“, so der Vizepräsident.

„Die Stiftung hilft vor allem jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dabei, ihre Forschung in die Öffentlichkeit zu bringen. Gute Dissertationen sollen nicht daran scheitern, dass die Veröffentlichung aus finanziellen Gründen nicht möglich ist“, betont Prof. Dr. Michael Bölker, Vizepräsident für Forschung und Internationales an der Philipps-Universität.

Die Wilhelm-Hahn-und-Erben-Stiftung ist nach dem Bad Homburger Bürger Wilhelm Hahn (1855-1930) und seiner Tochter Karoline Wilhelmine Ebel (1891-1966) benannt. Karoline Wilhelmine Ebel vermachte ihr Vermögen der wissenschaftlichen Förderung kommender Generationen. Die gemeinnützige Wilhelm-Hahn-und-Erben-Stiftung wurde 1969 vom Bad Homburger Rechtsanwalt Ulrich C. Cannawurf gemeinsam mit dem damaligen Rektor der Goethe-Universität, Walter Rüegg, gegründet. Die Philipps-Universität Marburg ist ebenfalls beteiligt; der Ehemann der Stifterin, der Chemiker Carl Ebel, wurde in Marburg promoviert. Präsident der Stiftung ist seit der Gründung Ulrich C. Cannawurf.

Anmeldung erbeten unter: veranstaltungen@uni-frankfurt.de 

Informationen: Goethe-Universität, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12472, E-Mail: presse@uni-frankfurt.de; Philipps-Universität Marburg, Stabsstelle Hochschulkommunikation, Telefon 06421 28-26118, E-Mail: pressestelle@uni-marburg.de;

 

Okt 18 2019
18:32

Auszeichnungen der Goethe-Universität an Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Prof. Dr. Wilhelm Bender und Prof. Dr. Mareike Kunter

Stiftertag zum 105. Uni-Geburtstag bringt wichtige Ehrungen

FRANKFURT. Mit dem traditionellen Stiftertag begeht die Goethe-Universität am 18. Oktober 2019 ihren 105. Geburtstag. Im Mittelpunkt der Feier mit über 200 Gästen aus Universität und Stadtgesellschaft stehen auch in diesem Jahr Stifter-Persönlichkeiten und Institutionen, die sich durch ihr besonderes Engagement um die Goethe-Universität verdient machen.

Für die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff, spiegelt sich in dieser den Förderern und der Wissenschaft gewidmeten Geburtstagsfeier auch der besondere Charakter der Stiftungsuniversität: „Andere erhalten an ihrem Geburtstag Geschenke; das Geburtstagskind Goethe-Uni ehrt an seinem Stiftertag Persönlichkeiten und Institutionen, die es das ganze Jahr über beschenken: als Ermöglicher und Ermutiger mit beispielhaftem Einsatz für Forschung, Lehre und Third Mission und als Multiplikatoren der Goethe-Community in Stadt und Region. Es sind Unternehmen wie Merz Pharma und Persönlichkeiten, wie Prof. Wilhelm Bender, dem wir heute für seine besonderen Verdienste um die Goethe-Universität die Würde eines Ehrensenators verleihen. Wir freuen uns, sie an unserer Seite zu haben!“

Der für Third Mission zuständige Vizepräsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, ergänzte: „Merz Pharma steht für beispielhaftes Engagement an der Goethe-Universität über Disziplingrenzen hinweg. Die Friedrich Merz-Stiftungsgastprofessor stellt schon seit 1985 ein jährlich wiederkehrendes Highlight in der Wissenschaftsvermittlung dar. Dafür sind wir dem Unternehmen und der Familie Merz und dem leider verstorbenen früheren Merz-Geschäftsführer und Gesellschafter Dr. Jochen Hückmann auch ganz persönlich zu großem Dank verpflichtet. Unvergessen ist Jochen Hückmanns persönliches Geschenk von 500.000 Euro im universitären Jubiläumsjahr 2014. Seit seinem Tod engagiert sich die Familie Hückmann in seinem Sinne weiterhin an der Goethe-Universität.“

Die Friedrich Merz-Stiftungsgastprofessur war 1985 aus Anlass des 100. Geburtstags des Firmengründers eingerichtet worden und leistet seitdem einen dauerhaften Beitrag zur Förderung der wissenschaftlichen Entwicklung der Bereiche Pharmazie und Medizin. Jochen Hückmann war überzeugt, dass damit das Engagement des Großvaters fortgeführt und ein positiver langfristiger Beitrag zur Entwicklung unserer Gesellschaft und zum Wohlergehen der Gemeinschaft geleistet werde. Mit der Gastprofessur sollte nicht nur der Familientradition Rechnung getragen, sondern eine Form des philanthropischen Engagements geschaffen werden, die auf die Zukunft ausgerichtet ist und die von den Familienmitgliedern der nachfolgenden Generationen bis heute nachhaltig unterstützt wird. 

Michael Nick, Mitgesellschafter der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, sagte anlässlich der Ehrung: „Wir freuen uns sehr, dass unser langjähriges Engagement für die Goethe-Universität auf so fruchtbaren Boden fällt. Die Auszeichnung ist sowohl für die Familie Merz als auch für das gesamte Unternehmen ein Ansporn, sich für die gesellschaftliche Aufgabe von Forschung und Lehre weiter intensiv einzusetzen. Damit ehren wir auch Dr. Jochen Hückmann, für den es zeitlebens Aufgabe und Verpflichtung war, sich gesellschaftlich zu engagieren und die Wissenschaft zu unterstützen.“ 

Für seine besonderen Verdienste um die Goethe-Universität erhält anlässlich des Stiftertags der Vorstandsvorsitzende der Freundesvereinigung, Prof. Dr. Wilhelm Bender, die Ehrensenatorenwürde, die höchste Auszeichnung der Goethe-Universität für verdiente, langjährige Unterstützer. Seit 2010 steht Wilhelm Bender an der Spitze der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität und hat seitdem Vieles bewegt. Jahr für Jahr stiften die Freunde fast 1 Million Euro für Belange von Forschung und Lehre an der Goethe-Universität. In ihrem Jubiläumsjahr hat die Vereinigung auf Initiative von Wilhelm Bender diesen Einsatz auf 2 Millionen Euro verdoppelt. Mit diesem zusätzlichen Geld können unter anderem mehrere neue Stiftungsgastprofessuren zu wichtigen gesellschaftlichen Herausforderungen eingerichtet werden. 

Die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff, sagte in ihrer Laudatio: „Wilhelm Bender ist in Stadt und Region ein großartiger Netzwerker für die Goethe-Universität und als Alumnus seiner Universität aufs Engste verbunden. Seine Stimme hat Gewicht und findet Gehör. Mit ihm als Botschafter der Goethe-Uni und langjährigem Freunde-Chef hat die Reputation der Goethe-Universität weiter zugenommen. Besonders gefreut haben wir uns über das auf besondere Initiative von Wilhelm Bender entstandene Geburtstagsgeschenk der Freunde, das die Goethe-Uni 2018 erhalten hat: 1 Million Euro zusätzlich für Forschung, Lehre und Third Mission. Wer solche tollen Freunde hat, dem muss um die Zukunft nicht bange sein.“ 

Als „Scientist of the Year“ ausgezeichnet wurde für ihre wegweisende Forschung die Bildungsforscherin Prof. Dr. Mareike Kunter von der Goethe-Universität. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Kompetenz von Lehrkräften und wie sich diese auf die Qualität des Unterrichts auswirkt. Sie entwickelte ein Modell, das verschiedene Aspekte professioneller Kompetenz umfasst und mittlerweile sowohl national als auch international den Rahmen für systematische Lehrkräfteforschung darstellt. Damit entwickelte sie das Forschungsfeld nachhaltig weiter, da die bisherigen Forschungsansätze um eine ganz neue, hoch einflussreiche Perspektive ergänzt wurden. Die Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Gefördert wird der Preis von der Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung.

 

Okt 17 2019
11:09

Micha Brumlik und Armina Omerika diskutieren im „Café Europa“.

„Al-Andalus: Spanien gehört zu Europa, also der Islam“

FRANKFURT. Die spanische Region Andalusien hat ihre Bezeichnung aus dem arabischen al-andalus erhalten. Im europäischen Mittelalter stand es unter muslimischer Herrschaft, die nicht nur für beeindruckende Bauten sorgte, sondern auch Begegnungen von muslimischen, jüdischen und christlichen Gelehrten erlaubte. Córdoba war seinerzeit die größte Stadt Europas und ein Zentrum der Wissenschaften. Im „Café Europa“ in der Romanfabrik diskutieren Prof. Micha Brumlik und Prof. Armina Omerika über das Verhältnis von Islam und Europa.

Micha Brumlik ist jüdischer Gelehrter, zuletzt war er Professor für Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und Mitherausgeber der „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Armina Omerika ist Juniorprofessorin für die Ideengeschichte des Islam an der Goethe-Universität.

„Al-Andalus: Spanien gehört zu Europa, also der Islam“
Donnerstag, 24. Oktober 2019, 20.00 Uhr.
Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt
Eintritt frei – Anmeldung erforderlich!
Reservierung: (069) 49 08 48 28, reservierung@romanfabrik.de

Die Romanfabrik und das Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales/IFRA-SHS (Frankfurt) veranstalten gemeinsam seit Juni 2019 Vortrags- und Debattenabende unter dem Namen „Café Europa“. Mehrmals im Jahr halten kluge Köpfe Vorträge zu den verschiedensten Aspekten dessen, was Europa ausmacht.

Mehr Informationen unter http://www.romanfabrik.de/reihen-projekte/cafe-europa/

 

Okt 17 2019
11:05

Nächster Termin der „Goethe Lectures Offenbach“ des Forschungsverbundes Normative Ordnungen und der Stadt Offenbach am 24. Oktober 2019 im Offenbacher Klingspor Museum

Nah dran am Volk? Über autoritäre Führer und Regime

FRANKFURT/OFFENBACH. Der Aufstieg des Populismus und insbesondere der populistischen Neuen Rechten gilt als eine der größten Herausforderungen für die Demokratie. Eine geringe Achtung gegenüber Rechtsstaatlichkeit und repräsentativem Parlamentarismus paart sich bei Populisten oft mit der Behauptung, selbst ganz nah am Volk zu sein und dessen eigentliche Interessen zu vertreten. Was es mit dieser Nähe auf sich hat, ist das Thema des Juristen und Rechtsphilosophen Günter Frankenberg vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ bei der kommenden „Goethe Lecture Offenbach“. Die interessierte Öffentlichkeit ist bei freiem Eintritt herzlich eingeladen zu seinem Vortrag

„Kult der Unmittelbarkeit – Autoritäre Führer und Regime“
am Donnerstag, dem 24. Oktober 2019, um 19.00 Uhr
im Klingspor Museum, Herrnstraße 80, 63065 Offenbach am Main.

Autoritäre Führer und Regime schleifen, soweit möglich, die rechtsstaatliche Herrschaftsform der Distanz zu den Interessen und Leidenschaften der Straße. Ihr Ziel ist es, so der Rechtsprofessor Günter Frankenberg, die Foren für öffentliche Konflikte zu kontrollieren und diese nach ihrem Drehbuch zu inszenieren. Das autoritäre Personal verfolgt den Plan, Charisma und Propaganda unter Umgehung von Parlamenten und Parteien, Gerichten und Medien unvermittelt – in Wort, Bild und auf andere Weise – zur Geltung zu bringen. Unmittelbare Kommunikation in der illusorischen Gemeinschaft von „Führern“ und „Geführten“ ist ein auffälliges Markenzeichen nicht nur von faschistischen, sondern auch von Regimen, die als populistisch gelten.

Prof. Dr. Dr. Günter Frankenberg ist Professor für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung und assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören: Vergleichendes Verfassungsrecht, Rechts- und Verfassungstheorie sowie Gefahrenabwehr- und Migrationsrecht. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen, insbesondere zum Verfassungs- und zum Ausländerrecht. Zu seinen Publikationen gehören eine Einführung in das Grundgesetz und die Studie „Staatstechnik. Perspektiven auf Rechtsstaat und Ausnahmezustand“. Er gehört zu den Herausgebern der Zeitschrift „Kritische Justiz“.

Veranstalter des öffentlichen Vortragsabends im Klingspor Museum und auch der Gesamtreihe „Goethe Lectures Offenbach“ sind neben dem Exzellenzcluster die Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach, die einen deutlichen Fokus auf die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft legt, und das Klingspor Museum Offenbach, das sich mit seinen Schwerpunkten Schriftkunst und Typografie auch überregional einen Namen gemacht hat. Ziel der Partnerschaft der Institutionen, der bereits mehrere erfolgreiche Kooperationsprojekte in Offenbach vorausgegangen sind, ist der Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Stadtgesellschaft. Im Anschluss an den Vortrag besteht auch dieses Mal die Möglichkeit zur Diskussion.

Die „Goethe Lectures Offenbach“ im Internet: www.normativeorders.net/glo

Informationen: Ria Baumann, Wirtschaftsförderung Stadt Offenbach, Tel.: 069 80652392, kreativwirtschaft@offenbach.de, www.offenbach.de/wirtschaft Bernd Frye, Pressereferent des Exzellenzclusters, Tel.: 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net; www.normativeorders.net/de

 

Okt 15 2019
16:11

Ringvorlesung des Forschungsverbundes Normative Ordnungen zu rechtlichen Aspekten der Digitalen Revolution beginnt am 21. Oktober 

Vortragsreihe: Haftungsrecht und Künstliche Intelligenz

FRANKFURT. „Künstliche Intelligenz“ (KI) gehört zu den bestimmenden Themen unserer Zeit. Sie ist der maßgebliche Motor der Digitalen Revolution, die alle Lebensbereiche durchwirkt. Daraus ergeben sich auch die immer drängender werdenden Fragen, welche normativen Ordnungen KI immanent sind, wie diese unsere bisherigen normativen Ordnungsvorstellungen transformieren und wie sich KI – insbesondere durch das Recht – regulieren lässt. Aspekten dieses Themenkomplexes widmet sich ab dem 21. Oktober 2019 an vier Terminen die Ringvorlesung „Haftungsrecht und Künstliche Intelligenz“. Veranstalter ist das Forschungsnetzwerk „Die normative Ordnung künstlicher Intelligenz | NO:KI“ am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität.

Auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz sind in den letzten Jahren rapide technische Fortschritte erzielt worden, die das Privatrecht im Allgemeinen und das Haftungsregime im Besonderen vor grundlegende, neuartige Herausforderungen stellen: Wo autonome Systeme und künstliche neuronale Netze wie selbstfahrende Autos oder medizinische Diagnosetools zum Einsatz kommen, verschiebt sich der Schwerpunkt des Haftungsgeschehens von menschlichem Verhalten auf maschinelle Akteure. Dem spezifischen Gefährdungspotenzial dieser autonomen Technologien muss die Rechtsordnung normativ begegnen, will sie nicht verantwortungsfreie Räume und stetig wachsende Haftungslücken riskieren.

Inwieweit aber bietet das tradierte haftungsrechtliche Instrumentarium sachgerechte Lösungen für Schädigungen durch autonome Informationssysteme und wo hat die digitale Spezies Bedarf nach Neunormierungen zur Risikobewältigung und -steuerung aufkommen lassen? Diesen Fragen widmet sich die mit prominenten, international renommierten Experten besetzte Vortragsreihe an vier Veranstaltungsterminen. Unter welchen Voraussetzungen kann etwa dem Hersteller oder Betreiber das Verhalten des autonomen Systems haftungsbegründend zugerechnet werden? Darf ein kausales Fehlverhalten menschlicher Akteure überhaupt gefordert werden oder verlangt das Risiko digitaler Entscheidungsautonomie nach einer strikten Haftungsgrundlage nach Art einer Gefährdungs- oder Gehilfenhaftung? Oder wird gar das autonome System selbst kraft eigener, digitaler Rechtspersönlichkeit zum verantwortlichen Haftungssubjekt?

Konzeption und Organisation: Prof. Dr. Joachim Zekoll (Professor für Zivilrecht, Zivilprozessrecht und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Assoziiertes Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“).

Die Reihe ist Teil des Forschungsnetzwerks „Die normative Ordnung Künstlicher Intelligenz | NO:KI“ von Prof. Dr. Christoph Burchard (Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“).

Die Termine im Überblick:

21. Oktober 2019, 18 Uhr c.t., HZ 11
Digitale Rechtssubjekte? Zum privatrechtlichen Status autonomer Softwareagenten
Prof. em. Dr. Gunther Teubner (Goethe-Universität Frankfurt am Main) 

12. November 2019, 18 Uhr c.t., HZ 11
Digitale Rechtspersönlichkeit? Zur Diskussion um die zivilrechtliche Rechtsfähigkeit autonomer Systeme Prof. Dr. Thomas Riehm (Universität Passau)

9. Dezember 2019, 18 Uhr c.t., HZ 11 
Haftungsregime für autonome Systeme Prof. Dr. Gerhard Wagner, LL.M. University of Chicago (Humboldt-Universität zu Berlin) 

16. Dezember 2019, 18 Uhr c.t., HZ 6 
Spezifische KI-Risiken als Anknüpfungspunkt für Haftungsregelungen
Prof. Dr. Herbert Zech (Humboldt-Universität zu Berlin) 

Jeweils Hörsaalzentrum, Campus Westend 

Informationen: Bernd Frye, Pressereferent Exzellenzcluster, 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net; www.normativeorders.net,

 

Okt 14 2019
15:00

Neurobiologische Studie untersucht, warum sich kognitive Fähigkeiten zwischen Menschen unterscheiden.  

Stabilere Gehirnnetzwerke als Merkmal höherer Intelligenz

FRANKFURT. Die Vernetzung und Kommunikation zwischen verschiedenen Regionen des menschlichen Gehirns beeinflusst auf vielfältige Weise unser Erleben und Verhalten. Dies trifft auch auf Unterschiede in der kognitiven Leistungsfähigkeit zu. Intelligentere Menschen zeichnen sich durch zeitlich stabilere Interaktionen in neuronalen Netzwerken aus. Dies berichten Dr. Kirsten Hilger und Prof. Dr. Christian Fiebach vom Institut für Psychologie und Brain Imaging Center der Goethe-Universität Frankfurt in einer aktuellen Studie, die sie zusammen mit Dr. Makoto Fukushima und Prof. Dr. Olaf Sporns von der Indiana University in Bloomington, USA durchführten und die am 6. Oktober online in der Zeitschrift Human Brain Mapping veröffentlicht wurde.

Intelligenz und ihre neurobiologischen Grundlagen
Verschiedenste Annahmen existieren zu der Frage, warum sich kognitive Fähigkeiten zwischen Menschen unterscheiden. Auch neurobiologische Theorien wurden zur Erklärung dieses grundlegenden Phänomens der Psychologie herangezogen. So wurde beispielsweise angenommen, dass intelligentere Personen bestimmte Hirnregionen stärker nutzen, dass ihre Gehirne effizienter arbeiten oder dass bestimmte Gehirnregionen bei Intelligenteren besser vernetzt sind. Erst in den letzten Jahren wurde es möglich, auf der Grundlage funktioneller Magnetresonanztomographie-Messungen (fMRT) auch die zeitliche Dynamik der Vernetzung des menschlichen Gehirns genauer zu untersuchen. Ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Goethe-Universität Frankfurt und der Indiana University Bloomington wertete fMRT-Hirnscans von 281 Personen aus, um zu erforschen, wie dynamische Netzwerkeigenschaften des menschlichen Gehirns mit Intelligenz zusammenhängen.

Stabilität als Vorteil
Das menschliche Gehirn ist modular organisiert, das heißt, es lässt sich in verschiedene Netzwerke unterteilen, die mit unterschiedlichen Funktionen wie Sehen, Hören oder der Kontrolle zielgerichteten Handelns in Verbindung gebracht werden. In ihrer aktuellen Studie untersuchten Kirsten Hilger und Kollegen, ob sich diese modulare Netzwerkorganisation über die Zeit verändert und speziell, ob diese Veränderungen einen Bezug zum Intelligenzquotienten der Studienteilnehmerinnen und –teilnehmer aufweisen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die modulare Organisation der Hirnnetzwerke von Intelligenteren über die Dauer der fMRT-Messung geringeren Schwankungen unterworfen war. Diese stabilere Netzwerkorganisation zeigte sich besonders in Hirnsystemen, die mit der willentlichen Kontrolle von Aufmerksamkeit befasst sind.

Aufmerksamkeit hat eine Schlüsselfunktion
„Die Erforschung der zeitlichen Dynamik von Gehirnnetzwerken beim Menschen mittels fMRT ist ein relativ neues Forschungsgebiet“, so Hilger. Dennoch vermutet sie: „Es könnte sein, dass die zeitlich stabilere Netzwerkorganisation, die wir bei Intelligenteren beobachteten, verhindert, dass das Gehirn in ungünstige Netzwerkzustände fällt, in denen sich wichtige Netzwerke entkoppeln und die Kommunikation zwischen diesen beeinträchtigt wird.“ Offen bleibt jedoch die Frage, wie genau diese Netzwerkeigenschaften die kognitiven Leistungen beeinflussen: „Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, ob die zeitlich stabileren Verbindungen die Ursache höherer Intelligenz sind oder vielmehr ihre Folge. Unsere Ergebnisse legen jedoch nahe, dass Prozesse kontrollierter Aufmerksamkeit - also die Fähigkeit, sich gut konzentrieren zu können - für Intelligenz eine wichtige Rolle spielen“, so Hilger.

Publikation:
Hilger, K., Fukushima, M., Sporns, O., & Fiebach, C. F. (2019). Temporal Stability of Functional Brain Modules Associated with Human Intelligence. Human Brain Mapping. (DOI: https://doi.org/10.1002/hbm.24807)

Weitere Informationen:
Dr. Kirsten Hilger, Institut für Psychologie, Fachbereich 05, Theodor-W.-Adorno-Platz 6, 60323 Frankfurt. hilger@psych.uni-frankfurt.de, Tel. (0160) 3391686; vgl. Arbeitsgruppe für Neurokognitive Psychologie, http://fiebachlab.org

 

Okt 14 2019
14:00

Vorträge von Rainer Forst und Klaus Günther, den Sprechern des Forschungsverbundes Normative Ordnungen, am 16. und 17. Oktober im Rahmen der B3 Biennale des bewegten Bildes auf der Frankfurter Buchmesse

Normative Orders auf der B3: Die Realitäten im Blick

FRANKFURT. In Zeiten von „Fake News“ und „alternativen Wahrheiten“ kommt der Suche nach der Realität vielleicht ein ganz besonderer Stellenwert zu. Doch was genau bedeutet eigentlich „real“? Und wäre ein Plural nicht angemessener? „Realities“ heißt denn auch das Leitthema der diesjährigen B3 Biennale des bewegten Bildes, womit der Veranstalter, die Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG), zudem Bereiche wie Virtual Reality und Artificial Intelligence stärker in den Fokus rücken will. Auch bei der jüngsten Auflage beteiligt sich der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität mit eigenen Beiträgen an dem Festival, das diesmal zu großen Teilen auf der Buchmesse und in Zusammenarbeit mit THE ARTS+ Future of Culture Festival stattfindet.

Von Platon und dessen Höhlengleichnis über Immanuel Kant bis zu zeitgenössischen Philosophen – die Frage, was Realität ist und wie sie beschrieben werden kann, begleitet das menschliche Streben nach Erkenntnis. Gleichzeitig dienen Wörter und Bilder (zunehmend auch bewegte) der Erschaffung immer neuer Realitäten. Durch den Einsatz digitaler Technologien – ein Stichwort ist Augmented Reality (AR) – kann man sich schon heute in künstlichen Welten bewegen, deren „Echtheit“ von der analogen Wirklichkeit kaum mehr zu unterscheiden ist. Für die aktuelle B3 widmen sich die beiden Sprecher des interdisziplinären Forschungsverbundes Normative Ordnungen, der eine enge Verbindung zu den Künsten und der ihr eigenen Erkenntniskraft pflegt, dem Spannungsfeld von Realität, Fiktion und falschem Bewusstsein.

„Ach! Über wirkliche Fiktionen und fiktionale Wirklichkeiten“ heißt der Vortrag am Mittwoch, 16. Oktober, um 17 Uhr von Klaus Günther, Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität. Oftmals werden – so Günther, zu dessen Schwerpunkten auch die Rechtsphilosophie gehört – die virtuellen Realitäten der Online-Welt als Beispiel dafür genannt, dass sich der Unterschied zwischen Wirklichkeit und Fiktion heute zu verwischen beginne. Doch haben wir es auch in der Offline-Welt vielfach mit Fiktionen zu tun, die auf eigentümliche Weise Teil unserer Wirklichkeit sind, und in der das, was wir für wirklich halten, mit Fiktionen durchsetzt ist. Vor allem ist die Kunst ein Ort, an dem mit dieser Unterscheidung auf irritierende Weise gespielt wird.

Am Donnerstag, 17. Oktober, um 15.30 spricht Rainer Forst, Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität. Sein Thema: „In der Höhle. Über Wirklichkeit und Macht“. Wer das Wesen sozialer Macht verstehen will, muss in die Höhle der ideologischen Verblendung hinabsteigen, so der Philosoph. Aber was genau sieht man da? Und wie geblendet sind die, die aus dem Licht der wahren Wirklichkeit dorthin gelangen? Auch diesen Fragen geht Forst in seinem Vortrag nach.

Die B3 ist einer der zentralen europäischen Hotspots für zeitgenössische Medienkunst, das bewegte Bild, für innovative Medienentwicklungen und den wissenschaftlichen Diskurs. Bewegtbild- und Medienschaffende aus der ganzen Welt werden vom 16. bis 20. Oktober 2019 ihre Projekte, Werke und Ansichten in Ausstellungen, Screenings, Konferenzen und weiteren Events vorstellen. Träger der B3 ist das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK).

Die Termine des Forschungsverbundes Normative Ordnungen im Überblick:

16. Oktober 2019, 17.00 Uhr
Prof. Klaus Günther:
Ach! Über wirkliche Fiktionen und fiktionale Wirklichkeiten
Frankfurter Buchmesse, Halle 4.0, Business Club
Ludwig -Erhard Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main

17. Oktober 2019, 15.30 Uhr
Prof. Rainer Forst:
In der Höhle. Über Wirklichkeit und Macht
Frankfurter Buchmesse, Halle 4.1, Salon
Ludwig-Erhard Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main

Der Eintritt ist jeweils kostenpflichtig.
Weitere Informationen zu Tickets und zur B3: www.b3biennale.de

Veranstalter:
Hochschule für Gestaltung Offenbach in strategischer Kooperation mit THE ARTS+ Future of Culture Festival, Parcourspartner: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität

Informationen: Bernd Frye, Pressereferent Exzellenzcluster, 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net; www.normativeorders.net, www.normativeorders.net/b3

 

Okt 10 2019
15:00

Studierende der Goethe-Universität erforschen in Praxisseminaren, wie die Stadtentwicklung in Frankfurt auf die Herausforderungen klimatischer und sozialer Veränderungen reagieren kann.

Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Partizipation

FRANKFURT. Welche Maßnahmen kann man in Zeiten einer immer deutlicher werdenden Klimaerwärmung ergreifen, die der anderen großen Herausforderung, nämlich dem Bevölkerungswachstum, auch gerecht wird? Wie kann in strukturschwachen Stadtteilen die Bevölkerung an der Verbesserung von Wohnverhältnissen stärker beteiligt werden? Im neuen UniReport werden zwei Seminare aus der Geographie und der Soziologie vorgestellt, in denen Studierende konkrete Ideen für die Stadtentwicklung in Frankfurt und Umgebung entwickelt haben.

Der Geograph Dr. Rainer Dambeck hat in seinem Seminar „Klimawandel und Siedlungsentwicklung“ Studierende erforschen lassen, welche Maßnahmen das Stadtklima nachhaltig verbessert können. Zu den Ergebnissen der Projektgruppen gehörte unter anderem die Begrünung von Fassaden und Dachflächen, der Bau von Zisternen und eine flächenschonende Bauweise durch Häuser auf Stelzen.

Die Soziologin Dr. Sabine Flick hat ein Praxisseminar konzipiert, in dem die Studierenden die Lebensbedingungen im Frankfurter Stadtteil Riederwald untersuchten. Die Bewohner des als strukturschwach geltenden Stadtteil fungierten dabei als „Co-Forscher“; im Sinne einer partizipativen Sozialforschung ging es darum, die Menschen nicht zu Opfern zu machen, sondern in den Prozess mit einzubeziehen.

Die weiteren Themen im UniReport 5/Oktober 2019:

  • Der Gastlandauftritt Norwegens auf der Frankfurter Buchmesse 2019: Aktivitäten des Instituts für Skandinavistik.
  • Stimme der deutschen Jugendlichen: Zum zweiten Mal übernimmt ein Politikstudent der Goethe-Universität das Amt eines UN-Jugenddelegierten.
  • Pflanzen in der Schwerelosigkeit: Biowissenschaftler der Goethe-Universität nehmen mit zwei Experimenten an Parabelflügen teil.
  • Stumme Kulturboten in Übersee: Die Humboldt-Stipendiatin Prof. Julie Allen untersucht die Rolle des frühen europäischen Films in Australien und Neuseeland.
  • Seine beiden sprachlichen Standbeine in Afrika sind Zulu und Swahili: Porträt des Afrikanisten Prof. Axel Fleisch.
  • Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz im Blick behalten: Fragen an den Rechtswissenschaftler Christoph Burchard zur Konferenz „Wie können wir Algorithmen vertrauen?“
  • Neuer Vorsitz des Bewertergremiums für Erfindungen der Goethe-Universität: Prof. Jürgen Bereiter-Hahn verabschiedet sich.
  • Kraftvolle Meisterwerke: „Georg Heck (1897–1982) – Retrospektive“ im Museum Giersch der Goethe-Universität
  • Neues wirtschaftswissenschaftliches Doppelmasterprogramm: Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften pflegt eine intensive Kooperation mit der Université Paris-Dauphine-PSL.
  • Verbrechen, Wahnsinn und Ausgrenzung: Eine neue Reihe zur Literatur der Romantik möchte die Ambivalenz und Komplexität der Epoche zeigen; der Frankfurter Germanist und Mitherausgeber Roland Borgards freut sich vor allem auf schöne Bücher.
  • Rein ins Leben: Das Tandemprojekt »MILELE – miteinander lehren lernen« ermöglicht Lehramtsstudierenden und geflüchteten Lehrkräften praxisnahe Erfahrung an Schulen.
  • #MeToo in der griechischen Mythologie: Prof. Klaus Theweleit sprach auf der LOEWE-Konferenz 2019 „The Early History of War and Conflict“.
  • Kurzfristige Beratung bei persönlichen Problemen, Krisen und psychischen Erkrankungen: 50 Jahre Psychotherapeutische Beratungsstelle für Studierende.
  • Forum der Literaturbegeisterten: Die Zeitschrift „Johnny“ plant im fünften Jahr ihres Bestehens gerade die Jubiläumsausgabe, die dem Thema „Spuren“ gewidmet ist.
  • Wie stellt man Musiktheater in einem virtuellen Museum dar? Ein interdisziplinäres Seminar hat eine webbasierte Ausstellung zu Richard Strauss konzipiert.
  • Notwendige Namensänderung: Die Völkerkundliche Bibliothek heißt ab jetzt „Ethnologische Bibliothek Leo Frobenius“
  • Ein Netz für mehr Nachhaltigkeit: Neues Projekt soll Kräfte bündeln, um die Goethe-Uni zur grünen Hochschule zu machen.
  • Natur und Normativität: Rückblick auf ein Symposium der Johanna Quandt Young Academy in Brüssel.
  • Ehre für gute Lehre: Lukas Schulze-Vorberg, Ingo Feldhausen, Barbara Friebertshäuser und Detlef Krömker haben den 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre erhalten.
  • „Wenn die Leute mich fragen, wo ich herkomme, sage ich: aus Mühlheim am Main“: Das Projekt „Start ins Deutsche“ dient dem interkulturellen Austausch

Der UniReport 5/2019 steht zum kostenlosen Download bereit unter http://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe

 

Okt 10 2019
12:04

200 Jahre Arthur Schopenhauers „Die Welt als Wille und Vorstellung“ – Ausstellung in der Universitätsbibliothek Frankfurt

Selbst Denken

FRANKFURT. Vor 200 Jahren erschien das Hauptwerk des Frankfurter Philosophen Arthur Schopenhauer Die Welt als Wille und Vorstellung. Aus diesem Anlass präsentiert die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Zusammenarbeit mit der Schopenhauer-Gesellschaft e. V. die erste Ausstellung in ihrem neuen Schopenhauer-Studio.

Im Zentrum steht das Hauptwerk selbst. Es enthält laut Schopenhauer einen einzigen Gedanken, der aber nicht anders als in vier umfangreichen Büchern mitgeteilt werden kann. Den Kern bildet der Wille als zielloser Lebensdrang. In jedem Buch wird eine andere Perspektive auf ihn eingenommen. Die sich daraus ergebenden mannigfaltigen Verzweigungen in Erkenntnistheorie, Naturphilosophie, Ästhetik und Ethik eröffnen einen organisch strukturierten Gedankenraum, der in der Ausstellung anschaulich und begehbar wird. Eingangs werden die Besucherinnen und Besucher durch die Genese der Lehre vom Willen und ihre erkenntnistheoretischen Voraussetzungen geleitet. In einer ‚Schreibwerkstatt' wird anhand der Manuskripte und Handexemplare Schopenhauers sowie durch Einbeziehung von Büchern aus seiner Privatbibliothek die Arbeitsweise des Philosophen erlebbar gemacht.

Arthur Schopenhauer zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Philosophen. Mit seiner kritischen Einstellung zur Vernunft, der Aufwertung des Leiblichen, Irrationalen und Unbewussten und der Betonung der existentiellen Grundlage des Philosophierens nahm er Entwicklungen des 20. Jahrhunderts vorweg und gilt als Vorreiter der Moderne. Er wurde 1788 in Danzig geboren und lehrte ab 1820 als Privatdozent in Berlin, bevor er sich 1833 nach mehrfachem Ortswechsel endgültig in Frankfurt am Main niederließ. Hier verstarb er am 21. September 1860 in seiner Wohnung in der Schönen Aussicht 16. Er wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt.

In der Universitätsbibliothek werden Schopenhauers Nachlass und rund 600 Bände seiner Privatbibliothek aufbewahrt. Das Schopenhauer-Archiv ist auch Basis für die Ausstellung. Der Nachlass Schopenhauers digital: http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/schopenhauer 

Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 22. Oktober 2019, 18:00 Uhr.
Pressevertreter*innen bieten wir bereits ab 17:00 Uhr eine begleitete Vorbesichtigung an.

Ausstellungsdauer: 23. Oktober 2019 – 19. Januar 2020

Öffnungszeiten: Dienstag -Sonntag 13:00 – 18:00 Uhr; montags geschlossen Eintritt frei.
Öffnungszeiten während der Feiertage im Dezember/Januar finden Sie auf unserer Homepage https://www.ub.uni-frankfurt.de/, dort ebenfalls Informationen über das Begleitprogramm. 

Information: Jessica Zülch, Veranstaltungsmanagement, Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg, Bockenheimer Landstraße 134-138, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 (69) 798 39571, E-Mail: events@ub.uni-frankfurt.de

Kontakt für Pressefragen allgemein: Bernhard Wirth, Stabsstelle Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit der Bibliothek, Tel. +49 (69) 798 39223; Mail: pr-team@ub.uni-frankfurt.de

 

Okt 9 2019
13:58

Mathe mit der App: Das Team von Professor Matthias Ludwig präsentiert am europaweiten Erasmus Day Mathematikaufgaben in der Frankfurter Innenstadt. 

Mathtrails rund um Goetheplatz und Alte Oper

FRANKFURT. Am Samstag, den 12. Oktober 2019, ist ab 11:00 Uhr das MathCityMap-Team des Instituts für Didaktik der Mathematik und Informatik der Goethe-Universität im Außeneinsatz. Die Arbeitsgruppe MATIS I um Prof. Matthias Ludwig präsentiert im Rahmen des europaweiten Erasmus Days mitten in den Herbstferien das preisgekrönte Projekt MathCityMap und passende Mathtrails rund um den Goetheplatz und die Alte Oper.

Mathtrails sind Pfade, an denen entlang Mathematikaufgaben versteckt sind. Man wird die Innenstadt mit anderen Augen sehen: Wie schnell sind die Rolltreppen an der Hauptwache? Wie viel Wasser läuft aus dem Wasserspender in der Fressgasse? Wie oft werden die Briefkästen in der Biebergasse in einem Jahr geleert? Welche Steigung hat die schiefe Säule auf dem Goetheplatz und überhaupt: In welche Richtung schaut Goethe?

Dabei ist neuste Technologie im Einsatz. Eine an der Goethe-Universität entwickelte App leitet den Benutzer von Aufgabe zu Aufgabe, gibt Feedback zu den Lösungen und Hilfestellung, falls man mal nicht weiterkommt. Speziell für die Innenstadt wurden auch Trails für Familien mit kleinen und großen Kindern angelegt. Alles, was man braucht, ist ein GPS-fähiges Smartphone, einen Stift und Block. Einen Zollstock und ein Maßband kann sich an diesem Tag am Infostand des MathCityMap-Teams am Goetheplatz/Steinweg ausleihen. Die Mitarbeiter von MATIS I stehen am Samstag bis 15:00 Uhr mit Rat und Tat beiseite. Für besonders fleißige Aufgabenlöser gibt es eine Überraschung.

Mehr Infos unter www.mathcitymap.eu

 

Okt 9 2019
12:45

Goethe-Universität begrüßt neue Studierende. 

Start ins neue Semester

FRANKFURT. Über 8.000 Studierende werden am Donnerstag an der zentralen Erstsemesterveranstaltung der Goethe-Universität teilnehmen. Begrüßt werden die „Erstis“ auf der unistart-Messe im Hörsaalzentrum auch von Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff:

„Wir freuen uns über alle neuen Studierenden, die sich für ein Studium an der Goethe-Universität entschieden haben. Auf sie wartet eine aufregende Lebensphase, in der sie sich nicht nur berufliche Perspektiven erarbeiten, sondern auch unglaublich viele bereichernde Menschen kennen lernen und sich in unterschiedlichsten Initiativen engagieren können“, betont Wolff. Gerade die erste Phase des Studiums könne auch mal anstrengend sein, gelte es doch, einiges selbstständig zu organisieren. Doch stünden vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote der Universität, des Studentenwerks und des AStA zur Verfügung.

Zum Wintersemester starten an der Goethe-Universität einige neue Studiengänge: Erstmals wird der B.A./B.Sc. Natur- und Lebenswissenschaften angeboten, der eine zweisemestrige Orientierungsphase mit einem sechssemestrigen Fachstudium kombiniert. Die Orientierung dient dazu, Studierende bei einer fundierten und nachhaltigen Wahl ihres Studienfaches zu unterstützen. Ebenfalls neu sind die Masterstudiengänge „Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients“ und „Klassische Archäologie“. Der Masterstudiengang „Kinder- und Jugendbuchliteratur/Buchwissenschaft“ wird im Rahmen des Verbundes der drei Rhein-Main-Universitäten (RMU) angeboten.

Medienvertreter sind herzlich zur Semestereröffnung eingeladen.

Auf der Unistart-Messe mit ihrem Markt der Möglichkeiten können sich die neuen Studierenden über zahlreiche Angebote und Serviceleistungen der Goethe-Universität informieren: So präsentieren sich auf der Messe unter anderem das Studierenden-Service-Center (SSC), der Hochschulsport, das International Office und zahlreiche studentische Initiativen.

Programm der unistart-Messe, 10. Oktober 2019
13.00 bis 17.00 Uhr: Messe im Hörsaalzentrum, Campus Westend
Ab 13.00 Uhr: Verschiedene Vorträge und Präsentationen (u.a. Hochschulrechenzentrum, Deutschlandstipendium, Zentrale Studienberatung)
14.00 Uhr: Begrüßung durch die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Birgitta Wolff, den Stadtrat der Stadt Frankfurt, Mike Josef, den AStA-Vorstand und Fachschaftsvertreterinnen und -vertreter der Standorte der Goethe-Universität.
Ab 21.00 Uhr: Große unistart-Party im Casino

Weitere Informationen unter http://www.uni-frankfurt.de/48430354/Programm

 

Okt 7 2019
11:30

Oswin-Köhler-Archiv an der Goethe-Universität veranstaltet Workshop und Konferenz mit Gästen aus Namibia 

Gemeinsam Forschen mit Angehörigen der Herkunftskultur

FRANKFURT. Zahlreich sind die Sammlungen über außereuropäische Kulturen und Sprachen, die in europäischen Archiven und Museen lagern. In postkolonialen Zeiten ist die Wissenschaft aufgefordert, neue Formen der Bearbeitung und Erschließung zu finden – unter Einbeziehung der lokalen Expertinnen und Experten. Diesem Thema widmet sich vom heutigen Montag an eine Konferenz des Oswin-Köhler-Archivs am Institut für Afrikanistik der Goethe-Universität.

Nur noch etwa 10.000 Sprecherinnen und Sprecher gibt es, die das Khwe beherrschen, eine der Klicksprachen des südlichen Afrika. Die Sprache ist durchaus lebendig, Kinder lernen sie von ihren Eltern. Für die Zukunft gesichert ist das Idiom, das vor allem in einem 30 Kilometer schmalen Streifen im äußersten Nordosten von Namibia gesprochen wird, jedoch nicht, denn es gibt bisher keinen muttersprachlichen Unterricht an der Schule.

Mehr als 30 Jahre lang – von 1959 bis 1992 – hat der Kölner Afrikanist Prof. Dr. Oswin Köhler Material zu Sprache und Kultur der Khwe gesammelt, darunter originalsprachige Texte, Fotos, Filme, Audiodateien, Objekte, Zeichnungen und getrocknete Pflanzen. Bereits in diesem Zeitraum waren die Khwe von zahlreichen Änderungen betroffen, auch das wurde von Köhler dokumentiert. Aus der Textsammlung sollte eine zwölfteilige Enzyklopädie entstehen, deren erste vier Teile Köhler selbst bearbeitet hat. Nun haben die beiden Wissenschaftlerinnen Gertrud Boden und Anne-Maria Fehn sich mit dieser Aufgabe beschäftigt – mit veränderter Aufgabenstellung: „In deutscher Sprache können die Khwe selbst damit nichts anfangen. Damit auch sie davon profitieren, wollen wir auch gleich eine englische Übersetzung herausbringen“, sagt Gertrud Boden. Und auch die übrigen Materialien sollen so aufgearbeitet werden, dass die Khwe darauf zugreifen können.

Schon für ihre Dissertation hat sich Gertrud Boden mit der Kultur der Khwe befasst – und war vor Ort immer wieder mit der Frage konfrontiert: „Wie können wir Zugang zu den Dingen bekommen, die Oswin Köhler von unserer Sprache und Kultur dokumentiert hat?“ Dies hat durchaus auch einen politischen Hintergrund. Derzeit werden die Khwe in Namibia nicht als selbständige kulturelle Gemeinschaft anerkannt, was ihnen bestimmte Selbstbestimmungsrechte garantieren würde. „Dabei ist es vollkommen klar, dass das Khwe eine eigene Sprache ist, verbunden mit einer eigenen Kultur“, sagt Gertrud Boden.

Indem die Khwe ihre eigene Perspektive in die Aufarbeitung der Sammlung einbringen, setzen sie sich nicht nur mit ihrer Kultur und Geschichte auseinander, sondern bringen auch die Forschung voran. Zwei Angehörige der Khwe sind eigens hierfür zu einem Workshop nach Frankfurt gekommen. Geplant ist u.a., eine kleine Sammlungspräsentation mit Objekten und Medien aus der Köhlerschen Sammlung zu konzipieren, die die Perspektive der beteiligten Khwe wiederspiegelt. Hierfür kooperiert Gertrud Boden mit Dr. Judith Blume, die seit 2018 als Sammlungskoordinatorin an der Goethe-Universität tätig ist und die den Workshop mitgestaltet.

Um die Herausforderungen und Chancen einer Zusammenarbeit mit Angehörigen der Herkunftskulturen geht es auch bei einer internationalen Konferenz, die vom 7. bis 9. Oktober an der Goethe-Universität stattfindet. Wissenschaftler aus der ganzen Welt kommen hier zusammen, um über ähnliche Projekte zu berichten, so dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen voneinander lernen können.

Gäste sind willkommen, der Tagungsbeitrag liegt bei 25 Euro bzw. 15 Euro für Studierende.

Der dreiwöchige Workshop wird vom Zentrum für interdisziplinäre Afrikastudien der Goethe-Universität und der Schweizer Ubuntu Stiftung finanziert, die Konferenz von der Thyssen Stiftung.

Bilder und Bildunterschriften zum Download finden Sie unter: http://www.uni-frankfurt.de/81926708

Informationen: Dr. Gertrud Boden, Oswin-Köhler-Archiv, Institut für Afrikanistik, Telefon 069 798-25133, E-Mail boden@em.uni-frankfurt.de; Tagungsprogramm und Abstracts der Vorträge im Internet: http://www.uni-frankfurt.de/78403151/

 

Okt 2 2019
13:35

Susanne Schröter, Professorin an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbundes Normative Ordnungen, spricht am 16. Oktober im Historischen Museum über ihre jetzt erschienene Publikation.

Buchpräsentation zum politischen Islam

FRANKFURT. Die Mehrheit der Deutschen glaubt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Sie verbinden diese Religion vor allem mit dem Terror im Namen eines unbarmherzigen Gottes, der Unterdrückung von Frauen und Minderheiten sowie einer Ablehnung westlicher Werte. Für solche Assoziationen gibt es nachvollziehbare Gründe, sie resultieren aus dem Erstarken des politischen Islam. Seine Erforschung gehört zu den Schwerpunkten von Susanne Schröter, Professorin für Ethnologie und Mitglied des Forschungsverbundes Normative Ordnungen an der Goethe-Universität. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen bei der Vorstellung ihres Buches

„Politischer Islam – Stresstest für Deutschland“
am Mittwoch, dem 16. Oktober 2019, um 18.30 Uhr
im Historischen Museum Frankfurt,
Saalhof 1, Römerberg, 60311 Frankfurt am Main.

Der Eintritt ist frei. Veranstaltet wird die Buchpräsentation vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität. Die Begrüßung übernimmt Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbundes. Moderiert wird die öffentliche Veranstaltung von Jürgen Kaube, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Der politische Islam stellt eine Sonderform des Islam dar und sollte nicht als charakteristisch für diese Weltreligion insgesamt gesehen werden, die auch in Deutschland eine Vielzahl von Facetten besitzt. Gleichwohl übt gerade der politische Islam durch machtbewusstes und strategisch geschicktes Agieren seiner Funktionäre großen gesellschaftlichen Einfluss aus und dominiert zunehmend die staatliche Islampolitik sowie den öffentlichen Dialog. Vielen Menschen fehlt jedoch das Wissen über die Ursprünge und die Ausprägungen des politischen Islam, um Konfliktsituationen richtig einzuschätzen sowie angemessen argumentieren und handeln zu können. Das vorliegende Buch will diese Lücke mit einem fundierten und verständlichen Überblick schließen.

Susanne Schröter, ist Professorin für Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen an der Goethe-Universität, Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Gründungsdirektorin des „Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam“ (FFGI) am Exzellenzcluster. Zu ihren Forschungsgebieten gehören Islamismus und Dschihadismus, progressiver und liberaler Islam sowie Frauenbewegungen in der islamischen Welt. Sie ist Mitglied der „Hessischen Integrationskonferenz“ und des „Hessischen Präventionsnetzwerk gegen Salafismus“. Zu ihren jüngsten Publikationen zählen: „Religiöse Rechtfertigungen des Dschihadismus“, in: Schellhöh, Jennifer u.a., Hg.: Großerzählungen des Extremen. Neue Rechte, Populismus, Islamismus, War on Terror (Bielefeld: Transcript 2018) und „Islamischer Fundamentalismus“, in: Zentralrat der Juden in Deutschland, Hg.: Jüdische Bildungslandschaften (Berlin: Hentrich & Hentrich 2018).

Informationen: Oliver Bertrand, Exzellenzcluster „Normative Orders“, FFGI-Forschungskoordination, Tel.: +49 69 798-33062, o.bertrand@em.uni-frankfurt.de, www.normativeorders.net/de/

Hinweis: Bereits am Montag, 14. Oktober, 19.00 Uhr, wird Prof. Susanne Schröter ihr Buch „Politischer Islam – Stresstest für Deutschland“ im Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität (Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe) im Gespräch mit dem Journalisten Meinhard Schmidt-Degenhard vorstellen. Anmeldungen unter service@freiheit.org.

 

Okt 1 2019
13:39

Physiker der Goethe-Uni messen winzigen Effekt mit neuer super-COLTRIMS Apparatur/ Publikation in Nature Physics

Beyond Einstein: Rätsel um Photonen-Impuls gelöst

FRANKFURT. Den Nobelpreis erhielt Albert Einstein für die Erklärung des Photoeffekts: In seiner intuitivsten Form wird dabei ein einzelnes Atom mit Licht bestrahlt. Laut Einstein besteht das Licht aus Teilchen (Photonen), die ihre Energie nur gequantelt auf ein Elektron des Atoms übertragen. Reicht die Energie der Photonen aus, so schlagen sie das Elektron aus dem Atom heraus. Aber wohin geht dabei der Impuls der Photonen? Physiker der Goethe-Universität konnten diese Frage nun beantworten. Dafür entwickelten und bauten sie ein neues Spektrometer mit bisher unerreichter Auflösung.

Doktorand Alexander Hartung ist über den Bau der Apparatur zweimal Vater geworden. In dem drei Meter langen und 2,50 Meter hohen Gerät stecken ungefähr so viele Teile wie in einem Auto. In der Experimentierhalle der Physik auf dem Campus Riedberg ist es von einem blickdichten schwarzen Zelt umgeben, in dessen Innerem sich ein extrem leistungsfähiger Laser befindet. Seine Photonen treffen in der Apparatur auf einzelne Argon-Atome, denen sie jeweils ein Elektron entreißen. Der Impuls dieser Elektronen zum Zeitpunkt des Aufbrechens wird in einer langen Röhre der Apparatur mit extrem hoher Präzision gemessen.

Bei dem Gerät handelt es sich um eine Weiterentwicklung des in Frankfurt erfundenen und inzwischen weltweit verbreiteten COLTRIMS-Prinzips: Es besteht darin, einzelne Atome zu ionisieren oder Moleküle aufzubrechen und anschließend den Impuls der Bruchstücke exakt zu bestimmen. Allerdings ist der laut theoretischen Berechnungen erwartete Übertrag des Photonen-Impulses auf Elektronen so klein, dass er bisher nicht gemessen werden konnte. Deshalb hat Hartung das „super COLTRIMS“ gebaut.

Wenn viele Photonen aus einem gepulsten Laser auf ein Argon-Atom einprasseln, wird dieses ionisiert. Die Energie der Photonen wird dabei teilweise zum Aufbrechen des Atoms verbraucht. Die übrige Energie geht auf das freigesetzte Elektron über. Die Frage, bei welchem Reaktionspartner (Elektron und Atomkern) dabei der Impuls der Photonen bleibt, beschäftigt Physiker seit über 30 Jahren. „Die einfachste Idee wäre: Solange das Elektron gebunden ist, geht der Impuls auf das schwere Teilchen, also den Atomkern, über. Sobald es frei ist, geht der Photonen-Impuls auf das Elektron über“, erklärt Hartungs Doktorvater Prof. Reinhard Dörner vom Institut für Kernphysik. Das wäre etwa so, wie Wind, der seinen Impuls auf das Segel eines Boots überträgt. Solange das Segel fest ist, treibt der Windimpuls auch das Boot voran. In dem Moment, in dem die Leinen reißen, geht der ganze Windimpuls nur noch auf das Segel über.

Die Antwort, die Alexander Hartung in seinem Experiment gefunden hat, ist aber – wie man es von der Quantenmechanik kennt – noch überraschender: Das Elektron bekommt nicht nur den erwarteten Impuls, sondern auch noch ein Drittel des Photonenimpulses, der eigentlich auf den Atomkern hätte übergehen sollen. Das Segel des Boots „weiß“ also bereits vor dem Reißen der Seile von dem nahenden Unglück und klaut dem Boot etwas von dessen Impuls. Um das Ergebnis genauer zu erklären, greift Hartung auf das Bild des Lichts als elektromagnetische Welle zurück: „Wir wissen, dass die Elektronen eine schmale Energiebarriere durchtunneln. Dabei zieht sie das starke elektrische Feld des Laserlichts vom Atomkern weg, während das magnetische Feld den Elektronen diesen zusätzlichen Impuls überträgt.“

Für das Experiment verwendete Hartung eine geschickte Messanordnung: Um sicher zu gehen, dass der kleine Zusatzimpuls der Elektronen nicht versehentlich durch eine Asymmetrie in der Apparatur erzeugt wird, hat er den Laserpuls von zwei Seiten auf das Gas treffen lassen – mal nur von rechts oder links, und dann gleichzeitig, was die größte Herausforderung an die Messtechnik darstellte. Diese neue Art der Präzisionsmessung verspricht, die bisher unerforschte Rolle der magnetischen Komponente des Laserlichts in der Atomphysik tiefgreifend zu verstehen.

Bilder zum Download finden Sie unter: http://www.uni-frankfurt.de/82277680 

Bild 1: Foto des COLTRIMS-Reaktionsmikroskops, das Alexander Hartung im Rahmen seiner Doktorarbeit aufgebaut hat, in der Experimentierhalle des FB Physik. Copyright: Alexander Hartung

Bild 2: Technische Zeichnung des neu aufgebauten COLTRIMS-Reaktionsmikroskops. Die Zeichnung zeigt einen Schnitt durch den experimentellen Aufbau. Einzelne Gas-Atome, die im Bild durch das senkrechte Rohr von oben nach unten fliegen, werden von einem hochintensiven Laser ionisiert. Der Strahlengang des Lasers ist auf dem hinteren Tisch dargestellt. Die Impulse der Elektronen und Ionen, die in der Reaktion entstehen, werden durch das waagerecht gezeigte bronzefarbene Spektrometer in der Vakuumkammer sehr präzise vermessen. Dadurch kann die Auswirkung des winzig kleinen Impulses des ionisierenden Laserlichts auf die Elektronen genau untersucht werden. Copyright: Alexander Hartung

Publikation: A. Hartung, S. Eckart, S. Brennecke, J. Rist, D. Trabert, K. Fehre, M. Richter, H. Sann, S. Zeller, K. Henrichs, G. Kastirke, J. Hoehl, A. Kalinin, M. S. Schöffler, T. Jahnke, L. Ph. H. Schmidt, M. Lein, M. Kunitski, R. Dörner: Magnetic fields alter tunneling in strong-field ionization, in: Nature Physics, doi: 10.1038/s41567-019-0653-y. https://www.nature.com/articles/s41567-019-0653-y 

Informationen: Prof. Dr. Reinhard Dörner, Alexander Hartung, Institut für Kernphysik, Fachbereich Physik, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-47003 bzw. 47019; Email: doerner@atom.uni-frankfurt.de bzw. hartung@atom.uni-frankfurt.de.

 

Sep 30 2019
14:40

Wissenschaftspreis in Physischer Geographie für Prof. Severin Irl – Forschung zu Biodiversität auf Inseln

Kaum berufen, schon gekürt

FRANKFURT. Professor Severin Irl, der an der Goethe-Universität forscht und lehrt, ist im Rahmen des Deutschen Kongress für Geographie 2019 in Kiel mit dem Wissenschaftspreis 2019 in Physischer Geographie der Frithjof Voss-Stiftung ausgezeichnet worden – der wichtigsten Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler in der Physischen Geographie im deutschsprachigen Raum. Der Preis, der nur alle zwei Jahre vergeben wird, ist mit einem Preisgeld von 3000 Euro dotiert, die Severin Irl für Abschlussarbeiten seiner Studierenden auf der Kanareninsel La Palma nutzen möchte.

Severin Irl arbeitet erst seit einem Jahr an der Goethe-Universität: Seit 2018 hat er eine Tenure Track Professur inne. Er beschäftigt sich mit den Themen Biogeographie und Biodiversität. Gerade im Hinblick auf den stark in den Fokus gerückten Klimawandel sowie des globalen Biodiversitätsverlusts ein wichtiges Forschungsfeld: Schon in seiner Dissertation, die an der Universität Bayreuth entstanden ist, widmete sich Irl den globalen und lokalen räumlichen Mustern des Vorkommens von Pflanzenarten auf gebirgigen Inseln. Manche Arten gedeihen nur in ganz bestimmten Lebensräumen. Aktuell untersucht Severin Irl, wie Biodiversität entsteht und welche (menschlichen) Einflüsse Biodiversität gefährden. Dabei betrachtet er Inseln wie die Kanaren, aber auch inselhafte Habitate, wie im Rahmen seines aktuellen Forschungsprojektes über die einzigartige endemische Flora der sogenannten Quarzinseln der Knersvlakte in Südafrika. Severin Irl ist als Wissenschaftler äußerst produktiv: In nur acht Jahren hat er mehr als 20 Publikationen hervorgebracht. Nur vier Jahre nach der Promotion erhielt er den Ruf nach Frankfurt, wo er dabei ist, eine Arbeitsgruppe Biogeographie und Biodiversität aufzubauen.

Mit den Wissenschaftspreisen für Physische Geographie und Humangeographie sollen Nachwuchskräfte bis etwa zum 40. Lebensjahr auf der Grundlage ihres bisherigen Oeuvres für herausragende, zukunftsweisende wissenschaftliche oder methodische Leistungen ausgezeichnet werden, die maßgeblich zum Fortschritt und zum Ansehen der Geographie beigetragen haben oder beitragen werden, so heißt es von Seiten der Frithjof Voss Stiftung.

Bilder können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

Informationen: Prof. Dr. Severin Irl, Professor für Biogeographie und Biodiversität, Institut für Physische Geographie, Fachbereich 11 Geowissenschaften, Campus Riedberg, +49-69-798-40171, irl@geo.uni-frankfurt.de

 

Sep 30 2019
14:30

Wirtschaftswissenschaftlerin der Goethe-Universität berät zu Wirtschaftspolitik

Fuchs-Schündeln Mitglied in deutsch-französischem Expertenrat

FRANKFURT. Prof. Nicola Fuchs-Schündeln ist als Mitglied des neu gegründeten deutsch-französischen Expertenrats für Wirtschaft berufen worden. Die Frankfurter Wirtschaftswissenschaftlerin wird künftig die deutsch-französische Politik beraten.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität, wurde als Mitglied in den neu gegründeten Deutsch-Französischen Expertenrat für Wirtschaft berufen. Dies wurde während der 50. Sitzung des Deutsch-Französischen Wirtschafts- und Finanzministerrats in Paris beschlossen. Der Expertenrat besteht aus fünf deutschen und fünf französischen Wirtschaftsexpertinnen und -experten.

Mitglieder auf deutscher Seite sind neben Fuchs-Schündeln der Vorsitzende des deutschen Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts RWI Essen, Christoph M. Schmidt, die Bonner Wirtschaftsprofessorin Isabel Schnabel sowie die Präsidenten der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ifo, Marcel Fratzscher und Clemens Fuest. Auf französischer Seite ist unter anderem der derzeitige Vorsitzende des französischen Conseil d'analyse économique (CAE), Philippe Martin, vertreten.

Nicola Fuchs-Schündeln hat seit 2019 die Professur für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität inne. 2017 erhielt sie den renommierten Leibniz-Preis und 2018 einen Forschungspreis des European Research Councils. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Socialpolitik, des Vereins der deutschsprachigen Ökonomen, und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums. Außerdem ist sie Mitglied in den Herausgebergremien mehrerer wissenschaftlicher Fachzeitschriften, unter anderem der Review of Economic Studies. Vor ihrem Wechsel an die Goethe-Universität war Fuchs-Schündeln an der US-amerikanischen Harvard University tätig. Forschungsaufenthalte führten sie an die Stanford University und die University of New South Wales.

Ein Bild kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

 

Sep 27 2019
13:41

Prof. Klaus Theweleit hält Abendvortrag bei LOEWE-Konferenz an der Goethe-Universität

#Metoo in der griechischen Antike 

Mit dem Buch „Männerphantasien“ über die psychosoziale Vorgeschichte des Nationalsozialismus wurde er in den 1970er Jahren bekannt, nun ist Klaus Theweleit zu Gast an der Goethe-Universität. Im Rahmen der 4. Internationalen LOEWE-Konferenz 2019 „The Early History of War and Conflict“ des LOEWE-Schwerpunkts „Prähistorische Konfliktforschung“, die von 7. bis 9. Oktober stattfindet, spricht Professor Theweleit unter dem Titel „Am Anfang war #MeToo. Zur historischen Genese 'Griechenlands'“ am Montag, 7. Oktober, 19:30 Uhr, im Foyer des PA-Gebäudes (Campus Westend) über die realen Hintergründe der griechischen Mythologie, die ihren Anfang in der Einwanderung hat. Denn, so Theweleits Credo: Eine „Urbevölkerung“ gibt es nirgendwo. Die Vermischungen, die damals passierten, waren manchmal friedlich, oft jedoch gewaltsam. Die Erzählungen davon sei meist entstellend verglichen mit den realen Geschehnissen. Was bis heute als „griechische Mythologie“ bezeichnet wird, seien solche entstellenden Erzählungen vom Einwanderungsprozess indogermanischer Menschengruppen während der Bronzezeit in das Gebiet des heutigen Griechenlands. Vieles nehme seinen Anfang mit einer Art #MeToo – zwischen Göttern und Menschenfrauen.

Klaus Theweleit ist als Publizist, Autor und Literaturwissenschaftler in Deutschland, den USA, der Schweiz und Österreich tätig. Seit 1998 ist er Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Seine Untersuchung über die sexuelle, psychologische und soziopolitische Vorgeschichte des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik, die unter dem Titel „Männerphantasien“ bereits in den 1970er Jahren veröffentlicht worden ist, erscheint demnächst in einer Neuauflage im Matthes & Seitz Verlag. In seinem 2015 im Residenz-Verlag in Wien erschienenen Buch „Psychogramm der Tötungslust – Vom Lachen der Killer“ geht es um die Lust zu töten. 

Anmeldung für den Abendvortrag mit anschließendem Empfang per E-Mail an: office.konfliktforschung@em.uni-frankfurt.de

Ein Bild von Klaus Theweleit finden Sie zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/82294494 

Informationen zur Tagung: https://www.uni-frankfurt.de/78103997/Programm 

Kontakt: Prof. Dr. Rüdiger Krause, LOEWE-Schwerpunkt „Prähistorische Konfliktforschung“, Institut für Archäologische Wissenschaften, Fachbereich 09, Campus Westend, Telefon 0049(0)69 798-32122; E-Mail R.Krause@em.uni-frankfurt.de

 

Sep 26 2019
10:16

Eine Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Universität zeigt 150 Exponate des Max Beckmann-Schülers Georg Heck (1897 – 1982)

Auf der Suche nach künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten

FRANKFURT. Der Frankfurter Maler und Graphiker Georg Heck gehört zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Sein Werk und seine Biographie stehen zudem gleichsam exemplarisch für das 20. Jahrhundert mit seinen tiefgreifenden Veränderungen.

Die umfassende Retrospektive, die jetzt im Museum Giersch der Goethe-Universität gezeigt wird, veranschaulicht anhand von 150 Gemälden, Graphiken und Originaldruckstöcken die Bedeutung dieses Künstlers. Exponate von 15 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Umfeld ordnen Hecks Schaffen zudem in den Zeitkontext ein. Begleitend ermöglicht ein von der Aventis Foundation gefördertes Digitalprojekt mit erläuternden Beiträgen eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem heute zu Unrecht weitgehend vergessenen Künstler und seinem OEuvre.

Nach einer Lehre als Kunstschmied ausgebildet an der Frankfurter Städelschule und Meisterschüler von Max Beckmann, errang Heck um 1930 erste Erfolge. Während der Diktatur des Nationalsozialismus als „entartet“ verfemt, verlor er durch die Bombardierung Frankfurts 1944 nahezu sein gesamtes Frühwerk. Dennoch wagte er im Frankfurt der Nachkriegszeit den Neubeginn. So war er unter anderem 1953 Gründungsmitglied der Frankfurter Sezession sowie 1976 an der Konstitution der Ausstellungsgemeinschaft Frankfurter Kreis beteiligt.

Trotz vieler Schicksalsschläge entwickelte Georg Heck ein Werk von großer Eigenständigkeit. Stets auf der Suche nach künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, fand er in seinem Nachkriegswerk über Gattungs- und Stilgrenzen hinweg zu einer beeindruckenden Gestaltungskraft zwischen Abstraktion und Figuration. Insbesondere im Medium des Holzschnittes schuf er kraftvolle Meisterwerke.

Pressekonferenz:
Mittwoch, 9. Oktober 2019, 11 Uhr 

  • Dr. Manfred Großkinsky, Leiter Museum Giersch der Goethe-Universität 
  • Susanne Wartenberg M. A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin, Museum Giersch der Goethe-Universität
  • Christine Karmann, Presse und Marketing, Museum Giersch der Goethe-Universität

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 10. Oktober 2019, 18.30 Uhr 

Begrüßung und Dank:

  • Dr. Manfred Großkinsky, Leiter Museum Giersch der Goethe-Universität 

Grußwort:

  • Prof. Dr. rer. nat. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität

Einführung:

  • Susanne Wartenberg M. A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin, Museum Giersch der Goethe-Universität

Bilder zum Download unter: http://www.museum-giersch.de/#/Presse

Der Katalog erscheint im Michael Imhof Verlag und kostet 29,- € im Museum.

Weitere Informationen zum Begleitprogramm für Erwachsene und Kinder sowie zu Öffnungszeiten, Führungen und Eintritt unter www.museum-giersch.de. Finanzierung: Stiftung Giersch, Förderung: „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“, Familien-Schultz-Frentzel-Stiftung, VAN HAM Kunstauktionen, Alfred und Lore Nungesser-Stiftung

Informationen: Dipl-Kffr. Christine Karmann, Presse und Marketing Museum Giersch der Goethe-Universität, Tel: 069/138210121, E-Mail: presse@museum-giersch.de

 

Sep 19 2019
13:18

Prof. Georg Zizka spricht auf einer Führung durch den Wissenschaftsgarten über das Erfolgsgeheimnis der Blütenpflanzen.

Vielfalt der Früchte und Samen

FRANKFURT. Die Blütenpflanzen sind mit fast 400.000 Arten weltweit die erfolgreichste Pflanzengruppe, zudem stellen sie den größten Teil Biomasse auf unserem Planeten. Ein wichtiger Grund für den Erfolg ist die große Vielfalt der Früchte bei den Blütenpflanzen. Sie ist Grundlage der erfolgreichen Ausbreitung und ermöglicht vielfältige Wechselbeziehungen mit Tieren als Fruchtverbreitern. Im Rahmen einer Führung wird Prof. Georg Zizka, Biowissenschaftler an der Goethe-Universität und Leiter des Wissenschaftsgartens, wird an Beispielen die Fruchtvielfalt demonstrieren und die Botanik der wichtigen Fruchttypen vorstellen.

Freitag, 20. September 2019, 16.00-17.30 Uhr, Campus Riedberg, Wissenschaftsgarten.
Treffpunkt ist am Eingang Wissenschaftsgarten, Altenhöferallee 1f.

Mehr zu den Führungen im Wissenschaftsgarten finden Sie hier.