​​​​Pressemitteilungen ​

Veranstaltungen

Nov 1 2012
15:31

Ausstellung und Aufführungen zeigen das lebendige Werk des Schriftstellers und Karikaturisten

75. Geburtstag von F. K. Waechter

FRANKFURT. Am 3. November 2012 wäre F. K. Waechter 75 Jahre alt geworden. Neben graphischen Arbeiten schuf Waechter Theaterstücke, erzählende Prosa, Märchen, Opernlibretti, Filme, Drehbücher und Hörspiele. Einem vielseitigen Autor wird nun in Frankfurt gedacht: Die Geburtstagsfeier besteht aus der zweimonatigen Ausstellung im Fenster zur Stadt (ab dem 3. November) und aus insgesamt sechs Aufführungen unter Federführung von Michael Quast und der Fliegenden Volksbühne im Haus des Buches und im Museum für Komische Kunst.

Der schriftstellerische Nachlass Waechters befindet sich an seiner Arbeitsstätte in Frankfurt am Main. Das Vermächtnis umfasst tausende Blätter in Konvoluten zu ca. 80 Werken, oft umfangreiche, illustrierte Manuskriptsammlungen, die F. K. Waechter in mehrjährigen Arbeitsprozessen immer wieder überschrieb, wobei er seine Stoffe in unterschiedliche Textgattungen umformte. Dabei setzt er seine unterschiedlichen Disziplinen ein. Ob er zeichnend schreibt oder schreibend zeichnet, lässt sich schwer bestimmen. Zudem korrespondieren den Dokumenten andere Gegenstände wie Skizzen, Bühnenbilder und Kostüme, Photos, Plakate, Programmhefte oder Filme.

Hinter dem Unternehmen steht ein Frankfurter Konsortium: Die Dr. Marschner Stiftung ermöglicht das Programm; das Kuratorium, vertreten durch Wolfgang Schopf, wird getragen vom Fachbereich Neuere Philologien und dem Universitätsarchiv; als Veranstalter treten die Goethe-Universität/Fenster zur Stadt und die Fliegende Volksbühne Frankfurt Rhein Main auf. Gemeinsam mit Cornelia Volhard-Waechter wird mit dem Verlag der Autoren und Diogenes, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V., dem Museum für Komische Kunst und Margarete kooperiert.

Spuk! Wahnsinn! Teufelswerk! Eine Ausstellung und sechs Aufführungen zum 75. Geburtstag von F. K. Waechter.

Vernissage: 2. November, 19 Uhr, Fenster zur Stadt/Margarete, Braubachstraße 18-22,
Ausstellung:
3. November 2012 – 2. Januar 2013, Fenster zur Stadt

Aufführungen (jeweils 20 Uhr, im Haus des Buches, Braubachstr. 16; 18.11: Museum für Komische Kunst, Weckmarkt 17)
14.11.: Das Nashorn schläft
15.11.: Der singende Knochen
16.11., Gott Fritz/Der rote Wolf
17.11.: Nach Aschenfeld
18.11.: Wahrscheinlich kommt wieder kein Schwein
19.11. Der Teufel mit den drei goldenen Haaren.

Weitere Informationen: Wolfgang Schopf, Neuere Philologien/Universitätsarchiv, Tel. 069/798-22717, w.schopf@lingua.uni-frankfurt.de

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Nov 1 2012
10:03

Der niederländische Autor Marcel Möring beschäftigt sich in seiner Trilogie mit den Überlebenden des Holocaust und ihren Nachfahren

Die Geschichte des Jakob Noah

FRANKFURT. Der niederländische Schriftsteller Marcel Möring macht in seiner Triologie die Verfolgung der Juden und ihr Überleben nach dem Holocaust zu seinem Thema. Aus seinen beiden ersten Büchern „Der nächtige Ort“ (2009) und „Louteringsberg“(2011) liest er am Dienstag (6. November) um 20 Uhr. Der 1957 geborene Schriftsteller ist in Deutschland weniger bekannt als Leon de Winter, Arnon Grunberg und Jessica Durlacher, die sich alle diesem Thema zuwenden; ihre Eltern haben die Zeit im KZ entweder überlebt oder waren untergetaucht. Diese öffentliche Veranstaltung findet auf Initiative des Lektorats Niederländisch des Fachbereichs Neuere Philologien auf dem Campus Westend, Casino, Raum 1.811 (1. Stock) statt. Die Lesung ist in Niederländisch und in Deutsch. Der Eintritt ist frei, es gibt einen Büchertisch.

Wer mit Mörings Romanen „In Babylon“ (1997), „Das große Verlangen“ (1993), „Mendel“ (1990), die alle drei in den Niederlanden preisgekrönt sind, ein wenig vertraut ist, wird bald merken, dass Personen, Namen, Themen und Orte bereits in seinen früheren Werken anwesend sind. Es ist, als arbeite Möring an dem einen großen Epos, in dem alles mit allem verbunden ist. Möring bezieht sich auf die Weltliteratur (u.a. die „Divina Comedia“) und das Alte Testament um seine jüdisch-stämmigen Protagonisten der ersten und zweiten Nachkriegsgeneration herumirren und suchen zu lassen.

„Der nächtige Ort“ (bereits auf Deutsch erschienen) erzählt die Geschichte von Jakob Noah, der als einziger Holocaust-Überlebender der Familie nach dem Krieg wie ein Wurm aus einem niederländischen Erdloch zum Vorschein kriecht. Er hat überlebt, fühlt sich aber wie amputiert, da alle anderen fort sind. Und obwohl er eine niederländische Frau heiratet und drei Töchter bekommt, scheinen seine Gefühle wie abgestorben. In Teil II der Trilogie heiratet Jakob Noahs jüngste Tochter Chaja ihre Jugendliebe Markus Kolpa. Kurz darauf verschwindet sie unter mysteriösen Umständen. Markus zieht sich mit der gemeinsamen kleinen Tochter Rebecca auf den „Berg der Läuterung“ zurück. „Louteringsberg“ wird zurzeit ins Deutsche übersetzt. Der dritte Teil ist noch nicht erschienen.

Informationen: Laurette Artois, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Lektorat Niederländisch, Campus Westend, Tel.: (069) 798 32851, artois@lingua.uni-frankfurt.de,

www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/Niederlaendische_Sprache_Literatur_Kultur/index.html

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Nov 1 2012
09:58

Kunsthistorischer Vortrag im Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften

Zur religiösen Bildproduktion der Utrechter „Caravaggisten“

FRANKFURT. Mit Bild, Transfer und Kontext in der religiösen Malerei der Utrechter „Caravaggisten“ beschäftigt sich Valeska von Rosen, Professorin für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, am Mittwoch (7. November) in einem öffentlichen Vortrag. Dieser beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend. Die Kunsthistorikerin kommt auf Einladung des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität im Rahmen der Mittwochskonferenz.

Das Corpus der „Caravaggisten“ entstand in einem begrenzten Zeitraum von zwanzig Jahren – von ca. 1610 bis 1630. Diese Maler bezogen sich auf die hochgradig innovativen und tendenziell Norm zerstörenden Gemälde von Michelangelo Merisi da Caravaggi, der in der Behandlung christlicher Themen durch Verknüpfung des Sakralen mit dem Profanen neue Wege ging. Seine Bildlösungen mussten die holländischen Künstler an die veränderten Produktions- und Rezeptionsbedingungen anpassen, wie sie allein durch den Konfessionswechsel in den Niederlanden gegeben waren. „Kaum ein zweites vormodernes Gemäldecorpus ist für die Untersuchung von intendierten Bildtransfers so geeignet wie die religiöse Bildproduktion der niederländischen ‚Caravaggisten’“, so von Rosen. Die Kunsthistorikerin wird in ihrem Vortrag zeigen, wie damals die dynamischen Prozesse verliefen, in denen die Künstler ihre Möglichkeiten ausgelotet haben. Dabei ging es sowohl um die spezifischen lokalen Bedingungen wie auch um Konventionen des Geschmacks.

Informationen: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

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Okt 31 2012
15:55

Schreibzentrum der Goethe-Universität startet den ersten Frankfurter Akademischen Schreibmonat – Auch Externe können mitmachen

„Gemeinsam schreibt man weniger allein“

FRANKFURT. Morgen, am 1. November, beginnt der erste Frankfurter Akademische Schreibmonat. Innerhalb der nächsten 30 Tagen sind Studierende, Wissenschaftler und interessierte Schreibende auch von außerhalb der Universität dazu eingeladen, mit ihren Schreibprojekten ein gutes Stück weiterzukommen. Ihr Schreibziel legen die Teilnehmenden selbst fest. Die Auftaktveranstaltung findet morgen, Donnerstag, um 16 Uhr auf dem Campus Westend im Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften Q1, Gruppenarbeitsraum 6. OG, statt.

Wer Interesse hat, kann sich bis Ende November immer wieder mit Gleichgesinnten in der Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften, Q1, Gruppenarbeitsraum 6. OG treffen oder sich über den Blog des Schreibzentrums virtuell austauschen. Dr. des. Stephanie Dreyfürst vom Schreibzentrum der Goethe-Universität ist davon überzeugt: „Schreiben, auch wenn man meint, eigentlich keine Zeit dafür zu haben.“ Im Alltagsstress zwischen drängenden Terminen und sonstigen Verpflichtungen fällt es manchmal schwer, kontinuierlich an den eigenen Texten zu arbeiten. Hausarbeiten, Diplom- und Abschlussarbeiten, Forschungsprojekte, Drittmittelanträge, Zeitschriftenaufsätze, Doktorarbeiten – unterschiedliche Schreibaufgaben mit drängenden Abgabeterminen gibt es im universitären Alltag immer und viele.

„Gemeinsam schreibt man weniger allein,“ ist das Motto des Akademischen Schreibmonats. „Denn Erfahrungen anderer Schreibzentren haben gezeigt, dass es motivierend sein kann, sich – zumindest virtuell – als Teil einer Gruppe zu begreifen. Aus diesem Grund gibt es, angelehnt an den amerikanischen Academic Writing Month, nun die Möglichkeit, sich bewusst ‚Schreibzeiten‘ zu schaffen, zu denen man gleichzeitig mit anderen an den eigenen Texten arbeiten kann“, erläutert Dreyfürst.

Teilnehmer können täglich um 16 Uhr an einer „Einschreibübung" im Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften teilnehmen oder die Schreibtutoren wegen einer individuellen Schreibberatung ansprechen. Dazu Dreyfürst: „Wir stehen als Ansprechpartnerinnen zur Argumentation, zum Schreibprozess, zur Themenplanung, aber auch zum Zeitmanagement und zur Motivation bei umfangreichen Texten zur Verfügung.“ Wer nicht vor Ort mitschreiben kann, hat die Chance auch eine Online-Schreibberatung zu bekommen.

Teilnehmer tragen Sie sich auf der offiziellen Tabelle des Academic Writing Month (AcWriMo) ein, dort vermerken sie ihr Schreibziel und ihre Fortschritt und können sich mit den anderen Teilnehmenden vergleichen. Ihr Vorname oder ein Pseudonym reichen, ein Twitter-Account ist hilfreich, wenn man sich zwischendurch an Diskussionen beteiligen und mehr von anderen Schreibenden erfahren möchten.

Informationen: Dr. des. Stephanie Dreyfürst, Dr. Nadja Sennewald, Schreibzentrum Goethe-Universität, Campus Westend, Tel.: (069) 798-32845, dreyfuerst@lingua.uni-frankfurt.de oder sennewald@em.uni-frankfurt.de

Mehr zum Akademischen Schreibmonat: http://schreibzentrumfrankfurtmain.wordpress.com/, Twitter: #schreibmonat oder #AcWriMo

Forschung

Okt 31 2012
09:17

Verhaltenstherapie-Ambulanz sucht Patienten mit chronischer Depression für eine wissenschaftliche Studie

Hilft Meditation bei der Behandlung chronischer Depression?

FRANKFURT. Depressive Störungen gehören zu den Hauptursachen gesundheitlicher Beeinträchtigungen und sind eine der häufigsten psychischen Störungen. Viele Betroffene leiden über Jahre hinweg an einer chronischen Depression. Unter einer chronischen Depression versteht man, dass sich Betroffene über mindestens zwei Jahre durchgängig an mehr als der Hälfte der Tage niedergeschlagen oder antriebslos fühlen. Dazu können häufig Schlaf- und Konzentrationsstörungen, aber auch Gefühle der Hoffnungs- oder Wertlosigkeit auftreten. Trotz psychotherapeutischer und medikamentöser Therapie können die Symptome in einigen Fällen nicht ausreichend gelindert werden.

Um Patienten mit dieser überdauernden Form der Depression besser zu versorgen, führen Psychologen unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Stangier in der Verhaltenstherapie-Ambulanz der Goethe Universität ab Frühjahr 2013 eine Therapiestudie durch. Grundlage der Behandlung ist die Achtsamkeits-Meditation. Hierbei erlernen die Teilnehmer  gegenwärtigen Empfindungen mit nicht-wertender Aufmerksamkeit entgegenzutreten, was gerade bei Depressionen hilfreich sein kann, da Betroffene häufig starke Grübeltendenzen von sich kennen, die sich negativ auf ihr Befinden auswirken. In anderen Studien konnte bereits gezeigt werden, dass sich depressive Symptome durch achtsamkeitsbasierte Therapien deutlich reduzieren lassen. In der geplanten Studie sollen diese Prinzipien durch Methoden erweitert werden, die eine positivere Selbstsicht fördern, da Betroffene oft zu Selbstabwertung neigen.

Für diese Therapiestudie suchen die Frankfurter Psychologen ab sofort Betroffene, die seit mindestens zwei Jahren unter einer chronischen Depression leiden und Interesse haben, an diesem achtwöchigen Gruppentherapie-Programm teilzunehmen. Der eigentlichen Behandlung geht eine ausführliche Diagnostik voraus.

Informationen: Dipl.-Psych. Johannes Graser oder Dipl.-Psych. Charlotte Weßlau, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften, Kontaktaufnahme per Email an meditationsstudie@gmail.com oder auf den Anrufbeantworter mit umgehendem Rückruf. Tel.: (069) 798 – 25107.

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Okt 29 2012
15:16

Veranstaltung an der Goethe-Universität widmet sich der Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs in Hochschule und betrieblicher Bildung

HERBSTIMPULSE 2012: Mobile Learning

FRANKFURT. Unter dem Titel „Mobile Learning“ finden am 5. November im Gästehaus der Goethe-Universität Frankfurt die dritten HERBSTIMPULSE statt. In der diesjährigen Veranstaltung werden Konzepte und Erfahrungen mit mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-PCs in Hochschulen und in der betrieblichen Bildung vorgestellt. Für den inhaltlichen Input konnten die beiden Fachexperten Dr. Christoph Igel (CeLTech - Universität Saarbrücken) und Udo Sonne (Lufthansa AG) gewonnen werden. Ziel der Veranstaltung ist der Austausch zwischen Theorie und Praxis unter dem Motto: Wissenschaft trifft Wirtschaft. Im Anschluss an die Vorträge können die Besucher aktuelle mobile Anwendungen, die an der Goethe-Universität entwickelt werden, erproben.

Bereits zum dritten Mal führen studiumdigitale, die zentrale eLearning-Einrichtung der Universität, und die Frankfurter eLearning-Agentur canudo GmbH diese Kooperationsveranstaltung durch. „Mit den dritten Herbstimpulsen wollen wir an die positiven Rückmeldungen der bisherigen Veranstaltungen anknüpfen und wieder Entwicklungen und Ergebnisse aus Forschung und Praxis weitergeben und so Wirtschaft und Wissenschaft miteinander in Verbindung bringen“, betonen die Veranstalter Claudia Bremer, Prof. Dr. Detlef Krömker und Hajo Noll.

Die HERBSTIMPULSE 2012 finden am 05.11.2012 von 16–20 Uhr im Gästehaus der Goethe-Universität in Frankfurt am Main statt. Hochschulangehörige erhalten unter Angabe ihrer Hochschule einen ermäßigten Teilnahmepreis.

Weitere Informationen: http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/events/va/hi12/

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Okt 29 2012
13:37

Wissenschaftler und Schriftsteller setzen sich mit Geschichte und Kultur des Landes auseinander

Internationales Symposium zu Guatemala

FRANKFURT. Zur Erinnerung an den im Mayakalender bevorstehenden Epochenwechsel (Oxlajú B´aktun, am 21.12.2012) ernannte die UNESCO Guatemala-Stadt im Jahr 2012 zur „Welthauptstadt der Philosophie“. Auch an der Goethe-Universität setzen sich Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen und Schriftsteller mit dem mittelamerikanischen Land auseinander: Das Symposium „Nunca más – Niemals wieder“ - Vom Trauma des Bürgerkrieges zur ethnischen Integration, Demokratie und sozialen Gerechtigkeit“ findet vom  1. bis 3. November an der Goethe-Universität, Campus Westend (Casino R.1.802), Grüneburgplatz 1, und dem Instituto Cervantes Frankfurt, Staufenstraße 1, statt.

Die öffentliche Veranstaltung ermöglicht den aus verschiedenen Disziplinen und Wissenskulturen kommenden Teilnehmern einen Meinungsaustausch. 30 Jahre nach dem Höhepunkt der Gewalt und 20 Jahre nach dem Friedensnobelpreis für Rigoberta Menchú wird das transkulturelle Potential der Gedächtnisforschung anhand aktueller Tendenzen in Politik, Wirtschaft, Justiz, Kirche und Kultur aufgezeigt. Am Beispiel der aktuellen Entwicklung von Menschenrechtsfragen wird Guatemala mit anderen Gedächtniskulturen verglichen. Dabei geht darum, neue zivilgesellschaftliche, kulturelle und gedächtnistheoretische Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren.

Das Symposium findet auf Spanisch statt, die abendlichen Podiumsveranstaltungen im Instituto Cervantes werden gedolmetscht. Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei und stehen allen Interessierten offen.

  • 1. November, 19:30, Eröffnungsbeiträge:  (Simultanübersetzung) Otilia Lux de Cotí und Tom Koenigs, „20 Jahre nach dem Friedens-Nobelpreis – Was bedeutet „Nunca más“ heutzutage?“ Moderation. Elisabeth Rohr und Roland Spiller
  • 2. November, 20:00, Podiumsdiskussion: (Simultanübersetzung) Gustavo Porras, Otilia Lux de Cotí, Carolina Escobar Sarti, Arturo Taracena, “Überwindung des Traumas und die Gestaltung der Zukunft”. Moderation: Gerhard Strecker
  • 3. November, 19:30, „Nacht der Literatur“, Lesung der Autoren Dante Liano / Alan Mills/ Carol Zardetto. Moderation: Valeria Grinberg und Werner Mackenbach

Leitung des Symposiums: Prof. Dr. Roland Spiller, Institut für Romanische Sprachen und Literaturen; Schirmherr: Tom Koenigs, (MdB). Mitorganisatoren: Prof. Dr. Thomas Schreijäck, Katholische Theologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main. Mit freundlicher Unterstützung der Volkswagen-Stiftung, des DSV, Theologie Interkulturell, Goethe-Universität, Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe Universität sowie des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften der Goethe Universität

Anmeldung und weitere Informationen: Gerhard Strecker, Koorganisator und derzeit Organisationssekretär des Guatemala-Symposiums, Tel. 069-764410, gerhardstrecker@yahoo.de

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Okt 29 2012
13:33

Einladung zum Medientermin:

Wie kommt das Wissen in den Markt?

FRANKFURT. Moderne Gesellschaften leben von Innovationen als Wachstumstreiber. Was Gesellschaften und Unternehmen morgen brauchen, wird nicht selten heute schon an Universitäten vorgedacht. Doch wie kommt dieses Wissen in den Markt?

Das Tochterunternehmen INNOVECTIS der Goethe-Universität wurde dafür vor 10 Jahren gegründet. Es ist zuständig für den erfolgreichen Transfer von akademischem Know-how in die wirtschaftliche Praxis.

Anlässlich ihres Zehnjährigen lädt die INNOVECTIS Experten zu einer Festveranstaltung mit Podiumsdiskussion ein – allen voran den renommierten Trendforscher Eike Wenzel. Dieser wird in einem Impulsvortrag einen Blick in die Zukunft von Gesellschaft und der Wissensproduktion werfen.

Wir würden uns freuen, Sie als Medienvertreter/in zu diesem Termin begrüßen zu können am

Dienstag, dem 30.10.2012, um 19.00 Uhr
auf dem Campus Westend der Goethe-Universität,
Renate-von-Metzler-Saal.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Beste Grüße

Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher
Goethe-Universität Frankfurt

Kontakt: Dr. Ottmar Schöller, Geschäftsführer, Tel.: 069 25616 32-18, info@innovectis.de,

Veranstaltungen

Okt 24 2012
16:29

Bewerbungsstrategien optimieren und erste Firmenkontakte knüpfen

Jobbörse für Jungakademiker an der Goethe-Uni

FRANKFURT. Die 14. Frankfurter Jobbörse richtet sich an Absolventen und Studierende der Naturwissenschaften und der Medizin, die sich schon vor dem Abschluss ihres Studiums über Möglichkeiten des Berufseinstiegs  informieren und Kontakte mit Unternehmen knüpfen wollen. Auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität bietet der Workshoptag am 7. November Gelegenheit, die eigenen Bewerbungsstrategien zu optimieren. Beim Ausstellertag am 8. November können die angehenden Absolventen Unternehmen vornehmlich aus der Chemie-, Pharma- und Life-Science-Branche kennen lernen. Veranstalter sind die Goethe-Universität, das JungChemikerForum der Gesellschaft Deutscher Chemiker und das Hochschulteam der Agentur für Arbeit Frankfurt/Main.

Mit Messeständen präsentieren sich am 8. November 22 namhafte Unternehmen, darunter Abbott, ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, Celanese, Clariant, Engelhard Pharma, Eurofins Food, Evonik Industries, Fresenius-Gruppe, Heraeus, Hoffmann–La Roche, Lanxess Deutschland, Life Technologies GmbH, Merck, Merz, Pharmexx, Procter & Gamble, Roche Diagnostics, Sanofi-Aventis Deutschland, Thermo Fischer sowie VBIO. Sie informieren darüber, welche Anforderungen die Bewerber erfüllen und welche Hürden sie bis zur Einstellung nehmen müssen. Highlights des Begleitprogramms am 8. November 2012 sind die Präsentationen verschiedener Unternehmen und ein vor Publikum geführtes Bewerbungsgespräch.

Workshoptag: Mittwoch, 7. November 2012, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ausstellertag
: Donnerstag, 8. November 2012, 9:30 bis 16:30 Uhr
Adresse
: Campus Riedberg, Max-von-Laue-Str. 9, 60438 Frankfurt am Main

Hinweise für Teilnahmer: Alle Angebote sind kostenlos. Der Workshoptag ist bereits ausgebucht. Ein kostenloser Shuttlebus verkehrt am 8. November zwischen Hauptbahnhof und Campus Riedberg.

Informationen: www.jobboerse-ffm.de.

Personalia/Preise

Okt 24 2012
15:06

Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts Anne Bohnenkamp-Renken jetzt auch ordentliche Professorin an der Universität

Goethe verbindet: Hochstift und Universität wollen stärker kooperieren

FRANKFURT. Das Freie Deutsche Hochstift und die Goethe-Universität rücken in der Geburtsstadt des großen Dichters näher zusammen. Heute wurde gefeiert, was schon seit einiger Zeit erfolgreich praktiziert wird: die Kooperation der beiden Institutionen, die mit der Berufung der Direktorin des Hochstifts, Prof. Anne Bohnenkamp-Renken, an den Fachbereich Neuere Philologien, Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik, weiter intensiviert werden soll. Die 51-jährige Germanistin, die seit 2003 mit dem Hochstift eines der ältesten Kultur- und Forschungsinstitute in Deutschland leitet, ist eine international renommierte Goethe-Forscherin und schon seit 2004 Honorarprofessorin an der Goethe-Universität.

Bohnenkamp-Renken zu den neuen Chancen dieser Zusammenarbeit, der auch ein Vertrag der beiden Institutionen zugrunde liegt: „Es gibt eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten, die wir nun konsequenter verfolgen können: ob in der Forschung, wenn es um die Erschließung unserer Sammlungen, um die im Hause entstehenden Editionen oder generell um die Medialität von Literatur geht, oder in der Lehre: Studierende können zukünftig im Hochstift auch an Originalen in einer der bedeutendsten Handschriftensammlungen arbeiten, die wissenschaftliche Bibliothek mit mehr als 130.000 Büchern nutzen oder erste Erfahrungen in den Bereichen Edition, Archiv und Ausstellung sammeln.“ Seit ihrem Studium in Göttingen beschäftigt sie sich intensiv mit dem in Frankfurt geborenen Universalgelehrten, und sie ist sicher: „Goethe ist so vielseitig, dass er nie langweilig wird. Nicht nur literarische Themen lassen sich mit ihm erschließen. Bildende Kunst, Geschichte, Naturwissenschaften und mehr: Dass Goethe sich sogar mit Fragen der Ökonomie befasst hat, lässt sich zurzeit in unserer aktuellen Ausstellung ‚Goethe und das Geld‘ studieren.“ Die Wissenschaftlerin hat gleich nach ihrem Studium der Germanistik, Philosophie und Publizistik in Göttingen mit ihren intensiven Goethe-Studien begonnen: Als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Albrecht Schöne war sie an der Herausgabe von Goethes „Faust“ im Deutschen Klassiker Verlag beteiligt; eine Studienausgabe, die in der Fachwelt Maßstäbe gesetzt hat. Es folgte eine intensive Lehr- und Forschungszeit am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität München von 1989 bis 2003, wo sie an der von Hendrik Birus herausgegebenen Ausgabe von Goethes „West-östlichen Divan“ mitarbeitete und die späten ästhetischen Schriften Goethes herausgab (beides Deutscher Klassiker Verlag). Im Mittelpunkt steht hier Goethes Konzept einer „Weltliteratur“‘, die er auch als „geistigen Handelsverkehr“ bezeichnet. Gemeint ist der internationale und interkulturelle Austausch, bei dem nicht zuletzt die Übersetzer und das Übersetzen eine wichtige Rolle spielen, die auch der Komparatistin Bohnenkamp-Renken sehr am Herzen liegen.

Zurzeit erarbeitet sie mit ihrem Team eine neue historisch-kritische Hybrid-Edition von Goethes „Faust“, die es erstmals erlauben wird, die rund 60 Jahre umfassende Entstehung von Goethes Drama anhand der überlieferten Arbeitshandschriften nach zu verfolgen. Während dieses DFG-Projekt in Kooperation mit dem Goethe- und Schiller-Archiv der Klassik Stiftung Weimar und der Computerphilologie der Universität Würzburg läuft, ist Bohnenkamp-Renken auch an dem Frankfurter LOEWE-Schwerpunkt „Digital Humanities“ beteiligt, in dem ausgelotet wird, welche Möglichkeiten sich für die Textwissenschaften aus dem aktuellen Medienwandel ergeben. Zu den konkreten Projekten gehören die Erstellung einer Datenbank mit den im Hochstift gesammelten Illustrationen zu „Faust“, die in Ergänzung der digitalen historisch-kritischen Ausgabe die Möglichkeit bieten wird, Faust-Darstellungen aus unterschiedlichsten Epochen mit der jeweiligen Textstelle im Drama zu verknüpfen.

Außerdem verantwortet Bohnenkamp-Renken Ausstellungen rund um Goethe und die Romantik; dazu gehört auch die zurzeit in Kooperation mit Wirtschaftshistorikern der Goethe-Universität entwickelte Ausstellung „Goethe und das Geld“ im Frankfurter Goethe-Haus. In den Kellermagazinen des Hochstifts am Großen Hirschgraben, direkt neben dem Haus, wo Goethe aufgewachsen ist, werden nicht nur Handschriften Goethes aufbewahrt – dort liegt eine der vielseitigsten Sammlungen zur Literatur der deutschen Romantik mit Nachlässen und Teilnachlässen von Clemens und Bettine Brentano, Achim von Arnim, Friedrich von Hardenberg (Novalis), Joseph von Eichendorff u.a. Zudem befindet sich der Nachlass Hugo von Hofmannsthals zu großen Teilen in diesen Magazinen. Die Erforschung dieser Schätze zieht Wissenschaftler aus aller Welt nach Frankfurt und wird auch Nachwuchsforscher und Studierenden der Goethe-Universität noch intensiver beschäftigen.

Von diesem Wintersemester an wird Bohnenkamp-Renken ihre Kompetenz auch in Gremien ihres Fachbereichs Neuere Philologien einbringen. Dekanin Prof. Susanne Opfermann und Vizepräsident Prof. Lutz-Bachmann zeigen sich hoch erfreut von der Berufung einer „weithin anerkannten Goethe-Forscherin“, die auch in einschlägigen wissenschaftlichen Gesellschaften – wie der Goethe-Gesellschaft Weimar, der Klassik Stiftung Weimar und dem Dachverband der literarischen Gesellschaften in Deutschland – hervorragend vernetzt ist. Lutz-Bachmann betont: „Wir sind stolz, dass wir Frau Bohnenkamp-Renken nun als eine Kollegin bei uns an der Universität begrüßen dürfen und bereits erste gemeinschaftliche Forschungsprojekte von Hochstift und Goethe-Universität bewilligt wurden.“ Auch der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Hochstifts, Carl von Boehm-Bezing, begrüßt die Berufung als einen strategischen Schritt zur Stärkung beider Partnerinstitutionen: „Dies unterstreicht die zentrale Rolle, die im Spektrum der Aufgaben des Hochstifts den Bereichen Forschung und Lehre zukommt. Wir freuen uns über den zukunftsweisenden Schritt, der die traditionsreiche Verbindung zwischen unseren Institutionen stärkt und beste Voraussetzungen schafft für die Fortführung und den Ausbau der guten Zusammenarbeit.“ Vor Bohnenkamp-Renken waren bereits 2008 der stellvertretende Direktor des Städel, Jochen Sander, und der Direktor des Frankfurters Zoos, Manfred Niekisch, zu Kooperationsprofessoren der Goethe-Universität ernannt worden. Diese Professuren sind ein Ausdruck der erweiterten Autonomie der Stiftungsuniversität. Grundlage für die ungewöhnliche Art der Kooperation ist die seit 1. Januar 2008 gültige Berufungssatzung der Goethe-Universität. Danach ist eine „kooptative Berufung“ einer Persönlichkeit (also ohne Ausschreibungsverfahren) möglich, wenn diese/r Wissenschaftler/in bereits in leitender Position an einer anderen Hochschule, einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder einer vergleichbaren Institution tätig ist.

 

Veranstaltungen

Okt 23 2012
13:25

Feierstunde an der Goethe-Universität anlässlich der Berufung von Prof. Bohnenkamp-Renken.

Goethe-Expertin des Frankfurter Hochstifts übernimmt Professur an der Universität

FRANKFURT. Von diesem Wintersemester an wird Prof. Anne Bohnenkamp Renken, Direktorin des Frankfurter Hochstifts, ihre Kompetenz in der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft als ordentliche Professorin in Lehre und Forschung des Instituts für Deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Goethe-Universität einbringen. Anlässlich der Kooptation richtet die Goethe-Universität eine Feierstunde aus:

am 24. Oktober 2012 um 12 Uhr c.t. im Eisenhower-Saal, IG-Farben-Gebäude, Campus Westend.

Vizepräsident Prof. Lutz-Bachmann, der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Hochstifts, Carl von Boehm-Bezing, und die Dekanin des Fachbereichs 10, Prof. Susanne Opfermann, werden Grußworte sprechen. Die wissenschaftliche Würdigung von Frau Bohnenkamp-Renken übernimmt Prof. Heinz Drügh.

Bitte teilen Sie uns mit, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen.

Mit besten Grüßen

Dr. Olaf Kaltenborn
Leiter Abteilung Marketing und Kommunikation

Tel: (069) 798-23935, Fax: (069) 798-28530,
kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

Weitere Informationen: Dr. Martin Schuhmann, Tel: (069) 798-32744, Schuhmann@lingua.uni-frankfurt.de 

Veranstaltungen

Okt 19 2012
13:47

Vortrag im Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften. Im Anschluss Ausstellungseröffnung zu Yto Barrada „Hand-Me-Downs"

Wenn sich Historiker mit Rhythmen beschäftigen

FRANKFURT. Über die Geschichte der mittelalterlichen Rhythmen hält Jean Claude Schmitt, Professor für Mittelalterliche Geschichte und Directeur d’études an der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris, am Mittwoch (24. Oktober) um 18 Uhr im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend, einen öffentlichen Vortrag. Der Wissenschaftler kommt auf Einladung des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität im Rahmen der Mittwochskonferenz.

Der Vortrag wird sich mit der Geschichte der sozialen Rhythmen beschäftigen – wobei der Begriff Rhythmus als übergreifendes Werkzeug Verwendung findet, um alle sozialen und kulturellen Aspekte der mittelalterlichen Gesellschaft zwischen dem 5. und dem 16. Jahrhundert zu analysieren. An den 1985 verstorbenen bekannten französischen Historiker Fernand Braudel anschließend stellt sich Schmitt die Frage: Wie kann der Historiker die Rhythmen in der Geschichte, d. h. in verschiedenen Bereichen des sozialen Lebens, mit den Rhythmen der Geschichte, d. h. des historischen Zeitlaufs, verknüpfen?

In Zusammenhang mit Musik, Tanz und Dichtkunst ist der Begriff des Rhythmus Historikern geläufig; sie haben ihn aber – im Gegensatz zum Zeitbegriff – in ihrer eigenen Disziplin nicht theoretisiert. Es ist das Verdienst von Soziologen sowie Kultur- und Sozialanthropologen wie Emile Durkheim, Marcel Mauss, Georg Simmel oder Pierre Bourdieu, aber auch von Künstlern und Theoretikern moderner Kunst wie Paul Klee, sich mit dem Begriff Rhythmus im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften theoretisch auseinandergesetzt zu haben. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut français d’histoire en Allemagne statt.

Im Anschluss an diesen Vortrag wird um 20 Uhr die Ausstellung zu dem Video „Hand-Me-Downs" der marokkanischen Künstlerin Yto Barrada eröffnet; sie findet statt in der Studiengalerie 1.357 im ersten Stock des IG-Farben-Hauses (Raum 1.357). „Hand-Me-Downs“, so erklärt Yto Barrada zu Beginn des Videos, ist eine Bezeichnung für Kleidungsstücke, die innerhalb von Familien weitergereicht und aufgetragen werden. Auf eine ähnliche Weise sollen auch die Erzählungen, die den Kern des Videos ausmachen, verstanden werden.

„Hand-Me-Downs“ behandelt die politischen und sozialen Folgen des Kolonialismus. Dabei geht es nicht um die große Erzählung, sondern um kleine Erzählungen aus dem Alltag der Betroffenen. Insgesamt 15 „weitergereichte“ Geschichten werden von der Künstlerin in neutralen Tonfall vorgetragen. Die Herkunft der Geschichten wird nicht offengelegt, Kontexte sind nur angedeutet. Das Video umkreist Lebenssituationen im Übergang vom Kolonialismus zum Postkolonialismus in Marokko – Brüche in den Identitäten, in den Familien, in den Biografien. Yto Barrada ist 1971 in Paris geboren und in Tanger, Marokko, aufgewachsen. Sie studierte zunächst Geschichtswissenschaft und Politologie an der Sorbonne in Paris, später studierte sie am International Center of Photographie in New York. Yto Barrada lebt in Tanger, wo sie sich in der Kultur- und Sozialarbeit engagiert. Im Jahr 2011 wurde sie als Deutsche Bank Artist of the Year ausgezeichnet.

Die Studiengruppe „Geschichtspolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“ hat Inhalte, Kontexte und künstlerische Strategien des 14-minutigen Videos im vergangenen Semester, unterstützt von Lehrenden unterschiedlicher Fachrichtungen, erarbeitet. Dabei stehen Fragen nach dem bildlichen Umgang mit Geschichte und dem Verhandeln von Geschichte und Erinnerung in der aktuellen Videokunst im Mittelpunkt. Der Film ist vom 25. Oktober bis 29. November 2012 montags bis donnerstags zwischen 12 und 17 Uhr in der Studiengalerie 1.357 im I.G.-Farben-Haus zu sehen.

Die Studiengalerie 1.357 ist Teil einer Kooperation des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität und des Städel Museums Frankfurt. Die Studierenden erlernen Grundlagen des Umgangs mit ästhetischen Verfahren geschichtspolitischer Arbeit. Initiiert wurde die Gruppe von Prof. Dr. Bernhard Jussen vom Historischen Seminar und Dr. Martin Engler, Leiter Gegenwartskunst am StädelMuseum.

Informationen: Zum Vortrag: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Zur Studiengalerie: Prof. Dr. Bernhard Jussen, Historisches Seminar, Campus Westend, Tel.: 069/798-32427, jussen@em.uni-frankfurt.de; Dr. Martin Engler, Leiter Gegenwartskunst am Städel Museum, Tel.: 069/605098210, engler@staedelmuseum.de; Dr. Henning Engelke, Kunsthistorisches Institut, Campus Bockenheim, Tel 069/798-23470, engelke@kunst.uni-frankfurt.de; Bild- und Textmaterial:Studiengruppe „Geschichtspolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“ unter http://studiengalerie1357.wordpress.com/

Veranstaltungen

Okt 18 2012
15:23

Öffentliche Vortragsreihe im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft.“ – Zum Auftakt spricht der Phänomenologe Waldenfels

Vom Eigensinn der Dinge

FRANKFURT. Nie zuvor war der Mensch von einer solch großen Anzahl von Dingen umgeben wie heute. Die Dinge erweisen sich als immer komplexer und ihre Beherrschung verlangt dem Einzelnen und der Gesellschaft außerordentliche Anstrengungen ab. Die öffentliche Vortragsreihe „Vom Eigensinn der Dinge“, die im Wintersemester im Rahmen der seit 1986 an der Goethe-Universität angesiedelten Deutsche Bank-Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ stattfindet, will zeigen, wie wenig die bislang geltenden Vorstellungen vom Wert und Sinn der Dinge ausreichen. Zum Auftakt spricht der Bochumer Philosophie-Professor Bernhard Waldenfels am Donnerstag (25. Oktober um 18.15 Uhr) über „Die Mitwirkung der Dinge in der Erfahrung“.

Für den Phänomenologen Waldenfels sind die Dinge keine bloßen Objekte, sondern in ihnen verkörpern sich Bedeutungen, Erinnerungen und Erwartungen. Sie sind eben stets mehr als bloße Dinge – wie der Wissenschaftler zeigen wird. Außerdem wird er belegen, wie sich unser heutiges Denken im Vergleich zum klassischen verändert hat: Während das klassische Denken dazu neigt, Dinge als Träger von Eigenschaften zu identifizieren, drohen die Dinge heute, ihr Eigengewicht einzubüßen. „Der Mensch ohne Eigenschaften scheint umgeben von Dingen ohne Eigenheiten“, bringt Waldenfels es auf den Punkt. Entsprechend groß sei die Versuchung, aus den technischen, ökonomischen oder administrativen Netzwerken auszubrechen und nach Resten handfester, fühlbarer, auch exotischer Präsenz zu suchen. Moderieren wird diese Veranstaltung der Philosophie-Professor und Vize-Präsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann.

Konzipiert und organisiert wurde diese Vortragsreihe von Ethnologen und Archäologen aus dem Frankfurter Graduiertenkolleg „Wert und Äquivalent“, das eine international zusammengesetzte Gruppe von 20 Doktoranden betreut. „Archäologie und Ethnologie als Wissenschaften der materiellen Kultur haben sich schon immer der Herausforderung durch die Dinge gestellt und versucht, diese genau zu untersuchen und in den gegebenen Kontexten differenziert zu interpretieren", betont der Ethnologe Prof. Dr. Hans Peter Hahn.

Im Konzert mit Fachleuten aus Archäologie und Ethnologie sowie aus Kunstgeschichte, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte wird die Vortragsreihe den überraschenden Zusammenhängen nachgehen, die sich aus dem „Eigensinn der Dinge“ ergeben. Die Vorträge werden zeigen, wie wenig die bislang vorgestellten Ordnungen der Dinge ausreichend sind, um die Welt des Materiellen zu verstehen. Der Eigensinn der Dinge wird dabei sowohl als Phänomen einzelner herausragender Objekte wie auch als Frage des Verstehens materieller Kultur insgesamt und damit nach der „conditio humana“ behandelt. Der Archäologe Prof. Dr. Hans-Markus von Kaenel ergänzt: „Im Mittelpunkt der Vorträge stehen Eigenschaften der Dinge selbst, die in den gängigen Theorien zur Welt des Materiellen oftmals übersehen wurden.“

Das Programm im Einzelnen:

Alle Vorträge finden auf dem Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 5, statt. Beginn jeweils 18.15 Uhr.

  • 25. Oktober 2012: Prof. Bernhard Waldenfels (Ruhr-Universität Bochum)
    Die Mitwirkung der Dinge in der Erfahrung
  • 8. November 2012: Prof. Harald Meller (Landesamt Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
    Zwischen Logos und Mythos

    Zum „Eigensinn“ der Himmelsscheibe von Nebra. Über die Deutung einer der wichtigsten archäologischen Funde des letzten Jahrhunderts.
  • 29. November 2012: Prof. Monika Wagner (Universität Hamburg)
    Das Material der Dinge

    Ton und Gips als plastische Werkstoffe. Über die Bedeutung von Kunst als Bewahrer ursprünglicher Materialien und ihrer Verarbeitung.
  • 13. Dezember 2012: Prof. Jan Assmann (Universität Heidelberg)
    Festliche Dinge im Alten Ägypten

    Über die Assoziationen, die in Form und Dekoration von Objekten zum Ausdruck kommen.
  • 17. Januar 2013: Prof. Susanne Küchler (University College London)
    Wie Dinge Netzwerke vermitteln

    Über das Wissen der Dinge etwa aus fremden Welten, die die Lagerräume unserer Museen füllen.
  • 7. Februar 2013: Prof. Hans-Jörg Rheinberger (Max-Planck-Institut Berlin)
    Über epistemische Dinge

    Mit Beispielen aus den Biowissenschaften des 20. Jahrhunderts.

Informationen: Prof. Dr. Hans Peter Hahn, Institut für Ethnologie, Prof. Dr. Hans-Markus von Kaenel, Institut für Archäologische Wissenschaften, Campus Westend, 069-798 32293, value@em.uni-frankfurt.de, www.value-and-equivalence.de

Veranstaltungen

Okt 18 2012
11:29

Amerikanische Islamwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin hält Vortrag auf Einladung des Cornelia Goethe Centrums

Frauen im Islam – Strategien zur Gleichberechtigung

FRANKFURT. In der Reihe „Geschlechterverhältnisse in den Weltreligionen“ ist die amerikanische Islamwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Amina Wadud am Mittwoch (24. Oktober) zu Gast in der Goethe-Universität. Sie berichtet in ihrem Vortrag „Islam, Gender and Reform“ über die Grundlagen und Herausforderungen eines „Islamischen Feminismus“. Die öffentliche Veranstaltung des Cornelia Goethe Centrums findet von 18 bis 20 Uhr auf dem Campus Bockenheim, AfE-Turm (2. Stock, Raum 238) statt.

Die renommierte Wissenschaftlerin zeigt die unterschiedlichen Ansätze in ihren jeweiligen kulturellen Kontexten auf und verknüpft diese gleichzeitig mit möglichen Strategien, um die Gleichberechtigung der Frau zu erreichen, Islamophobie zu bekämpfen und neues Wissen über den Islam zu produzieren. Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Amina Wadud lehrte unter anderem in Harvard und an der Universität von Melbourne. Sie ist Visiting Scholar an der Starr King School in Berkeley und Autorin grundlegender Bücher wie „Qur'an and Woman: Re-Reading the Sacred Text from a Woman's perspective“ und „Inside the Gender Jihad: Women's Reform in Islam".

Informationen: Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhaeltnisse, Tel.(069)798-23625, E-Mail: cgcentrum@soz.uni-frankfurt.de, www.cgc.uni-frankfurt.de

Forschung

Okt 18 2012
11:26

Frankfurter Wirtschaftspädagogen untersuchen wirtschaftliche Kompetenz von Lehrkräften und Lehramtsstudierenden / Ausbildung meist mangelhaft

Ökonomische Kenntnisse von Lehrkräften auf dem Prüfstand

FRANKFURT. Wer die ökonomische Bildung von jungen Menschen verbessern möchte, muss ihre Lehrkräfte entsprechend ausbilden. Dieser Einsicht folgend startet die Abteilung Wirtschaftspädagogik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main ein auf drei Semester angelegtes Forschungsprojekt zur Förderung der ökonomischen Kompetenz von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen. Das Projekt wird von der Marga-Coing-Stiftung mit 10.000 Euro gefördert.

„Es gibt viele Studien, die belegen, dass Jugendliche nur sehr wenig über wirtschaftliche Zusammenhänge wissen“, erklärt Prof. Dr. Eveline Wuttke, die das Projekt leitet. Zwar wurden die Lehrpläne an den allgemeinbildenden Schulen in den letzten Jahren angepasst. In Hessen gibt es etwa seit 2002 das Fach „Politik und Wirtschaft“, in dem ökonomische Grundkenntnisse vermittelt werden sollen. Doch in den Studienordnungen findet sich die wirtschaftliche Zielsetzung nur bedingt wieder. So müssen angehende „PoWi“-Lehrerinnen und Lehrer in Hessen hauptsächlich Module aus dem Bereich „soziologische und politikwissenschaftliche Grundlagen“ absolvieren, wirtschaftswissenschaftlich orientierte Veranstaltungen sind freiwillig. „Weder die aktuellen PoWi-Lehrkräfte noch die zukünftigen verfügen somit über systematisch erworbene ökonomische Kenntnisse“, sagt Wuttke. „Ihr Wissen in diesem Gebiet ist eher beliebig und entspringt im besten Falle persönlichen Interessen.“

Mit den Mitteln der Marga-Coing-Stiftung sollen nun drei aufeinander aufbauende Masterarbeiten ein Konzept zur Lehreraus- und -weiterbildung entwickeln. Auf der Grundlage von Lehrplananalysen und Interviews mit Lehrkräften wird zunächst analysiert, über welche wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnisse (angehende) Lehrkräfte verfügen sollten. Anschließend wird ein Trainings- und Evaluationskonzept entwickelt und an Studierenden getestet. Am Ende steht die kontrollierte Durchführung des Trainings mit Lehramtsstudierenden und Lehrkräften. Die dabei gewonnen Erfahrungen sowie die Ergebnisse der Erfolgsmessung sollen schließlich in Überlegungen einfließen, wie sich das Training im Rahmen der Studienordnung und der Lehrerweiterbildung  verstetigen ließe.

Informationen: Prof. Dr. Eveline Wuttke, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Campus Westend, Tel. (069) 798 34690, wuttke@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Okt 18 2012
11:20

Junger niederländischer Autor liest im Casino auf dem Campus Westend der Goethe-Universität

Aus unspektakulären Themen werden fesselnde Geschichten

FRANKFURT. Aus seinen beiden auch ins Deutsche übersetzten Romanen „Wie es begann“  und „Morgen sind wir in Pamplona“ liest der niederländische Autor Jan van Mersbergen am Mittwoch (31. Oktober) um 19.30 Uhr. Der 1971 geborene Schriftsteller zählt zu den renommiertesten niederländischen Autoren der jüngeren Generation. Diese öffentliche Veranstaltung findet auf Initiative des Lektorats Niederländisch des Fachbereichs Neuere Philologien auf dem Campus Westend, Casino, Raum 1.802 (1. Stock) statt, der Eintritt ist frei. Die Lesung ist in Niederländisch und in Deutsch.

Jan van Mersbergen hat bereits sechs erfolgreiche Romane veröffentlicht, wobei der letzte „Naar de overkant van de nacht“ (2011) für die drei großen Literaturpreise 2012 nominiert war. „Zo begint het“ („Wie es begann“)  und „Morgen zijn we in Pamplona“ („Morgen sind wir in Pamplona“) wurden außer ins Deutsche auch ins Englische und Französische übersetzt, sein letzter Roman erschien sogar auf Spanisch und Türkisch. In „Wie es begann“ schreckt eine Zeitungsmeldung  vier Menschen auf, deren Lebensläufe sich sonst nie gekreuzt hätten. In „Morgen sind wir in Pamplona“ geht es um eine Männerfreundschaft, die ihre Intensität aus dem Ungesagten gewinnt, zwei Männer sind auf der Flucht vor sich selbst, vor dem, was ihr Leben ausmacht.

In seinen Romanen behandelt van Mersbergen – wie es scheint – unspektakuläre Themen, aber er versetzt sich so tief in die verschiedenen Charaktere, dass die Geschichte äußerst fesselnd wird. Das Ende ist immer völlig unerwartet. Jan van Mersbergens gelungene Struktur in Kombination mit viel Sinn fürs Detail, Kenntnis über die menschliche Psyche und ihre Tiefen, und eine saubere, fast ätherische Sprache, reißen den Leser mit in die Tiefen einiger faszinierender Persönlichkeiten. Nichts Menschliches scheint ihm fremd zu sein.

Informationen: Laurette Artois, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Lektorat Niederländisch, Campus Westend, Tel.: (069) 798 32851, artois@lingua.uni-frankfurt.de

www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/Niederlaendische_Sprache_Literatur_Kultur/index.html

Forschung

Okt 16 2012
10:06

Boehringer Ingelheim Stiftung fördert Krebsforscher Krishnaraj Rajalingam

Dem Körper helfen, Krebszellen gezielt zu vernichten

FRANKFURT. Krebszellen können sich auch deshalb ungehemmt vermehren, weil der Körper sie nicht mehr als defekt erkennt und eliminiert. Das liegt unter anderem an einer Gruppe von Proteinen, den so genannten Apoptose-Inhibitoren, die den programmierten Zelltod (Apoptose) hemmen. In Krebszellen kommen sie gehäuft vor und sind daher auch das Ziel neuer Wirkstoffe, die derzeit klinisch erprobt werden. Die physiologische Rolle der Apoptose-Inhibitoren ist derzeit kaum bekannt. Für die weitere Erforschung dieser Proteingruppe erhält der Zellbiologe Dr. Krishnaraj Rajalingam vom Institut für Biochemie II der Goethe-Universität in den kommenden drei Jahren bis zu 825.000 Euro von der Boehringer Ingelheim Stiftung. Er wurde in das Perspektiven-Programm PLUS 3 aufgenommen, mit dem die Stiftung neue Anreize für die Verbesserung der medizinischen Grundlagenforschung in Deutschland schaffen möchte.

Dr. Krishnaraj Rajalingam, geboren in Mayiladuthurai, Indien, studierte von 1995 bis 2000 Lebenswissenschaften an der Bharathidasan University und kam anschließend nach Deutschland, wo er am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin seine Doktorarbeit schrieb. 2008 wechselte er als Nachwuchsgruppenleiter im Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft an das Institut für Biochemie II der Goethe-Universität.

Rajalingams internationale Arbeitsgruppe konnte kürzlich aufklären, welche Rolle Apoptose-Inhibitoren bei der Wanderung von Zellen und damit bei der Metastasierung von Krebs spielen. Mithilfe der Förderung durch die Boehringer Ingelheim Stiftung möchte er nun erforschen, wie genau Apoptose-Inhibitoren in gesunden und kranken Zellen funktionieren. Ziel ist es, neue Wege zu finden, dem Körper bei der Vernichtung von Krebszellen zu helfen.

Ein Porträtfoto zum Download finden Sie: hier.

Informationen: Dr. Krishnaraj Rajalingam, Institut für Biochemie II, Universitätsklinik, Tel.: 069-63015450, rajalingam@biochem2.uni-frankfurt.de

Die Boehringer Ingelheim Stiftung ist eine eigenständige und gemeinnützige Stiftung zur Förderung der medizinischen, biologischen, chemischen und pharmazeutischen Wissenschaft. Errichtet wurde sie 1977 von Hubertus Liebrecht (1931 – 1991), einem Mitglied der Gesellschafterfamilie des Unternehmens Boehringer Ingelheim. Mit dem Perspektiven-Programm PLUS 3 möchte die Boehringer Ingelheim Stiftung herausragenden Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leitern in Medizin, Biologie und Chemie die Möglichkeit geben, das eigenständige Forschungsprofil weiter zu entwickeln und die Berufbarkeit zu erlangen. Das Programm ist als Impuls zur Verbesserung der medizinischen Grundlagenforschung in Deutschland gedacht. Weitere Informationen zur Stiftung und ihren Förderprogrammen: www.boehringer-ingelheim-stiftung.de.

Sonstige

Okt 15 2012
15:58

Aktuelle Ausgabe der Zeitung UniReport zum Semesterstart bietet Schwerpunkt zum Thema Sucht und Drogen

Auch Arzneimittel haben Abhängigkeitspotenzial

FRANKFURT. Hat der jugendliche Drogenkonsum zugenommen? Eine Studie des Centre for Drug Research an der Goethe-Universität, die in der neuen Ausgabe des UniReport vorgestellt wird, weist in eine andere Richtung. Die unter Frankfurter Jugendlichen durchgeführte Untersuchung zeigt auf, dass die Jugendlichen keineswegs früher anfangen zu trinken. Der Alkoholkonsum ist sogar zurückgegangen. Allerdings, das zeigt die Studie auch, konsumiert ein Fünftel der Jugendlichen Drogen in einer riskanten Menge.

Die Drogengeschichte von Michael Jackson haben zwei Frankfurter Pharmakologen, Prof. Dingermann und Prof. Steinhilber, aus wissenschaftlicher Sicht analysiert. Sie unterstreichen die Bedeutung von „legalen“ Drogen für heutige Suchtgeschichten und appellieren dabei besonders an Pädagogen und Eltern, den Gebrauch von Arzneimitteln mit Abhängigkeitspotenzial bei jungen Menschen verantwortungsvoll zu beobachten.  

Weitere Themen der aktuellen Ausgabe:

  • 10 Jahre Bologna-Reform: Goethe-Universität zieht Bilanz
  • Liebling der Medien: Hirnforschung zwischen Labor und Talkshow
  • Organisierte Verantwortungslosigkeit: Der neue Gesundheitsweise Prof. Gerlach über Mängel im Gesundheitssystem
  • Erfolgreiche Olympionikin: Goethe-Studentin Betty Heidler über ihre Tage in London 2012.

Die aktuelle Ausgabe des UniReport steht zum kostenlosen Download bereit unter www.unireport.info/43518412/unireport_5-12.pdf

 Kontakt: Dr. Dirk Frank, Pressereferent, Pressereferent /stv. Leiter, Abteilung Marketing und Kommunikation, Tel. (069) 798-23753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Okt 15 2012
15:46

Vortrag und Diskussion am 23. Oktober 2012 am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität

Das Private hat auch im Web seinen Wert

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Das Internet kommt ins Gerede - vor allem offline. Zeitungsdossiers warnen vor der Macht der großen vier: Apple, Amazon, Facebook und Google. Bücher berichten darüber, wie wir im Web „entmündigt“ würden. Zu den zentralen Themen der Debatten gehören das Private und die Selbstbestimmung. Denn was heißt „privat“ noch, wenn im Netz – ob man nun immer will oder nicht – selbst intime Details verfügbar sind? Und hat die Privatheit in der digitalen Welt überhaupt noch einen Wert, oder muss das Konzept womöglich ganz neu interpretiert werden? Der Begriff des Privaten wirft im Zeitalter sozialer Netzwerke grundsätzliche Fragen auf. Sie stehen im Mittelpunkt eines Vortrags mit anschließender Podiumsdiskussion zum

Thema: „Online und Offline. Die soziale Bedeutung des Privaten“
am: Dienstag, dem 23. Oktober 2012, um 18.30 Uhr
Ort: Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe

Die interessierte Öffentlichkeit ist nach vorheriger Anmeldung herzlich willkommen. Den Auftaktvortrag des Abends hält die Philosophieprofessorin Beate Rössler. Sie wird der Frage nachgehen, was wir als Gesellschaft einbüßen, wenn wir unsere Privatheit mehr und mehr verlieren: Wie verändern sich soziale Beziehungen, wie verändern wir uns, und wie verändert sich die Gesellschaft, wenn der Wert des Privaten an Bedeutung verliert? Wenn der Schutz des Privaten gefährdet ist, so die zentrale These Beate Rösslers, ist nicht nur die Möglichkeit individueller Autonomie gefährdet, sondern auch die Möglichkeit sozialer Interaktion sowie sozialer Praktiken und Zusammenhänge. Die Philosophin wird in ihren Ausführungen auch die möglichen Unterschiede der sozialen Bedeutung des Privaten online und offline erörtern – und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch anhand konkreter Beispiele: Freundschaften in der „echten“ Welt und Freundschaften im Netz.

Die Einführung der Veranstaltung liegt in den Händen des Frankfurter Rechtsphilosophen Klaus Günther. Die Moderation hat Spiros Simitis, Professor für Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität und Datenschutzspezialist. Auf dem Podium sitzen der Psychologe Christoph Engemann, die Schriftsteller und Blogger Christian Heller und Kathrin Passig sowie der Journalist Konrad Lischka. Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Digitales Selbst. Ende der Privatheit – Befreiung oder Bedrohung?“, das seit dem vergangenen Wintersemester von der Johanna Quandt Universitäts-Stiftung am Forschungskolleg gefördert wird. Am Folgetag der öffentlichen Podiumsdiskussion findet eine wissenschaftliche Tagung statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Prof. Beate Rössler lehrt Praktische Philosophie an der Universität Amsterdam und befasst sich mit theoretischen und praktischen Problemen der Autonomie. Sie veröffentlichte die Studie „Der Wert des Privaten“ sowie „Von Person zu Person. Zur Moralität persönlicher Beziehungen“ (mit Axel Honneth).

Christoph Engemann, Psychologe, arbeitet am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) der Bauhaus-Universität Weimar über Digitale Identität/Authentifikationsmedien und ihre Geschichte.

Prof. Klaus Günther lehrt Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Goethe-Universität. Er ist Mitglied des Direktoriums am Forschungskolleg Humanwissenschaften und Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität.

Christian Heller, Schriftsteller und Blogger, protokolliert in seinem PlomWiki als Post-Privacy-Experiment öffentlich seinen Tagesablauf. 2011 erschien sein Buch „Post-Privacy. Prima leben ohne Privatsphäre“ im Verlag C.H. Beck.

Konrad Lischka, Journalist, verantwortet als stellvertretender Leiter das Ressort Netzwelt bei SPIEGEL ONLINE.

Kathrin Passig, Schriftstellerin, Journalistin und Bloggerin, erhielt 2006 den Ingeborg-Bachmann-Preis für ihre Erzählung „Sie befinden sich hier“. Im Herbst 2012 erscheint bei Rowohlt „Internet – Segen oder Fluch“ (mit Sascha Lobo).

Prof. Spiros Simitis lehrt Rechtswissenschaften an der Goethe-Universität und ist Mitglied des Direktoriums des Forschungskollegs Humanwissenschaften. Der langjährige Datenschutzbeauftragte des Landes Hessen bekleidet zahlreiche internationale Ämter und ist als Berater u.a. für die Europäische Union aktiv.

Anmeldung:

Andreas Reichhardt, Tel: (06172) 13977-16, Fax: (06172) 13977-39, a.reichhardt@forschungskolleg-humanwissenschaften.de, www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Informationen:

Prof. Dr. Klaus Günther, Direktorium, Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe- Universität, k.guenther@jur.uni-frankfurt.de;

Ingrid Rudolph, Geschäftsführerin des Forschungskollegs, Tel.: 06172-13977-10, i.rudolph@forschungskolleg-humanwissenschaften.de  

Veranstaltungen

Okt 12 2012
16:06

Dritte lateinamerikanische Woche auf dem Campus Westend, 13.-21. Oktober

Kulturelles und Kulinarisches aus Lateinamerika

FRANKFURT. Lateinamerika auf dem Campus Westend: Ein buntes Programm an Literatur, Ausstellungen, Vorträgen, Konzerten, Cine Latino, Kulinarischem und Folklore wird in der Woche vom 13. bis 21. Oktober an der Goethe-Universität Frankfurt präsentiert: Die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) und Evangelische Studierendengemeinde (ESG) werden Gastgeber für internationale Begegnung und Austausch sein. Lateinamerika wird mit seinen Facetten die Besucher bezaubern, faszinieren und herausfordern.

Diese Veranstaltungsreihe wird von den Hochschulgemeinden (KHG und ESG), dem International Office der Goethe-Universität und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ausgerichtet. Des Weiteren unterstützen die Lateinamerikanischen Konsulate in Frankfurt, die Mittelamerikanischen Botschaften in Berlin, Bildungs- und Kulturinstitutionen Deutschlands und Lateinamerikas, entwicklungspolitische Institutionen der Kirchen sowie insbesondere lateinamerikanische Studierende diese einzigartige Veranstaltung im Rhein-Main Gebiet.

Eröffnung: Die Dritte Lateinamerikanische Woche wird offiziell am Montag, den 15. Oktober um 19.00 Uhr von Prof. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität, eröffnet. Weitere Redner sind Frau Stadträtin Dr. Eskandari-Grünberg, Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt, Botschafter Céxar Amaral, Generalkonsul von Brasilien in Frankfurt, Karla Luzette Betetta, Geschäftsträgerin Botschaft von Nicaragua in Deutschland und Präsidentin Pro-Témpore der mittelamerikanischen Botschaften in Deutschland. Lateinamerikanische Klänge untermalen die Eröffnungsfeierlichkeiten. Im Anschluss findet die Vernissage der Ausstellung „Lateinamerikanische Künstler in Frankfurt“ mit Bildern von José Luis Morales (Chile), Clélia Apostel (Brasilien) und Lia Thoma (Brasilien) statt.

Veranstaltungsort:  Campus Westend, Siolistr. 7, 60323 Frankfurt am Main; jeweils im Saal der KHG und der ESG.

Nähere Informationen unter www.lateinamerika-im-westend.de und www.khg-frankfurt.de