Pressemitteilungen 

Personalia/Preise

Jul 12 2012
17:30

Judaistin, Jurist und Mathematiker sind die Preisträger 2012

1822-Universitätspreis für exzellente Lehre

FRANKFURT. Zum elften Mal ist am Donnerstag der „1822-Universitätspreis für exzellente Lehre“ an der Goethe-Universität verliehen worden. Preisträger sind in diesem Jahr die Judaistin Dr. Annelies Kuyt (1. Preis: 15.000 Euro), der Jurist Dr. Timo Tohidipur (2. Preis: 10.000 Euro) und der Mathematiker Prof. Dr. Anton Wakolbinger (3. Preis: 5.000 Euro).

Der von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse getragene „1822-Universitätspreis für exzellente Lehre“, der seit 2002 jährlich gemeinsam mit der Universität vergeben wird und den die Studierenden durch ihr Vorschlagsrecht maßgeblich mitgestalten, schenkt der grundständigen Lehre besondere Bedeutung, die Preisträger müssen hier besonders engagiert sein. Seine Vergabe wird von Lehrenden wie Lernenden gleichermaßen aufmerksam verfolgt. „Der Preis ist längst eine Institution und eine wertvolle Initiative, die Bedeutung und Wahrnehmung der Lehre in und außerhalb der Universität zu stärken“, betont der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl. Dies unterstrich auch Herbert Hans Grüntker, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Frankfurter Sparkasse: “Mit der Vergabe des 1822-Universitätspreises wollen wir die Bedeutung der Lehre hervorheben, die an einer Hochschule naturgemäß immer ein wenig im Schatten der Forschung steht. Dass uns dies gelingt, zeigt das Engagement, mit dem Studentinnen und Studenten alljährlich für die von Ihnen nominierten Professoren eintreten und wie überzeugend sie für ihre Favoriten plädieren.“

In diesem Jahr hatte die Jury die Qual der Wahl, ihre Entscheidung aus 16 Vorschlägen zu treffen. Aus diesen wählte eine Kommission, bestehend aus Studierenden, Professoren und Mitarbeitern der Universität sowie eines Vertreters der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, die Preisträger aus. Der Vorsitzende der Kommission, Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, lobt: „Gute Lehre lebt von dem Engagement des Einzelnen; Studierende spüren sofort, wem die Lehre eine Herzensangelegenheit ist und wem es gelingt, Begeisterung für das Fach zu wecken.“ 

Die Qualität der Lehre ist in Zeiten dramatisch steigender Studierendenzahlen von entscheidender Bedeutung. Als Indikator für die Attraktivität einer Universität gewinnt sie immer mehr an Gewicht. Bereits im letzten Jahr ist es der Goethe-Universität im Rahmen des Qualitätspakts Lehre mit dem Programm „Starker Start ins Studium“ gelungen, hier deutliche Akzente zu setzen. Das mit rund 21 Mio. Euro dotierte Programm zielt auf eine systematische Verstärkung der Studieneingangsphase.

Zu den Preisträgern:

Dr. Annelies Kuyt (Fachbereich 9 – Sprach- und Kulturwissenschaften): Die Judaistin mit dem Forschungsschwerpunkt jüdische Mystik und jüdische Traumdeutung unterrichtet an der Goethe-Universität u.a. Neu-Hebräisch und Bibel-Hebräisch. Damit Hebräisch nicht nur eine biblische Sprache für die Studierenden bleibt, hat Frau Dr. Kuyt umfangreiche eLearning-Lehrformate entwickelt. Neben dem Spracherwerb führt  Frau Dr. Kuyt ihre Studierenden mit Hilfe sogenannter „Screencasts“  in das wissenschaftliche Arbeiten mit Originalquellen ein. Besonders beeindruckte die Jury der Einsatz von Frau Kuyt für das Institut für Judaistik, dessen Interimsleitung sie fast vier Jahre innehatte. Für dieses Engagement und die kreative Vermittlung des Hebräischen wurde Frau Kuyt mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Dr. Timo Tohidipur (Fachbereich 01 – Rechtswissenschaft): Zum ersten Mal in der Geschichte des 1822-Universitätspreises wird mit Dr. Tohidipur ein Jurist für sein Engagement in der Lehre ausgezeichnet. Dr. Tohidipur arbeitet derzeit an einer  Habilitationsschrift zur „Staatsverfassung im Islam“ (AT). Doch profitieren  seine Studierenden nicht nur von diesem  Thema, sondern auch von seiner Auseinandersetzung mit Menschen-, Sicherheits- und Migrationsverwaltungsrecht, das er lebhaft zu vermitteln weiß. Besonders  hervorzuheben ist sein Einsatz für eine Internationalisierung des Jurastudiums: Neben seiner Lehre in Frankfurt lehrt Dr. Tohidipur regelmäßig bei Summer Schools im europäischen Ausland und setzt sich dafür ein, dass Studierende Auslandserfahrungen während ihres Studiums sammeln. Für seinen Einsatz und sein Engagement wird Herrn Dr. Tohidipur der 2. Preis verliehen.

Prof. Dr. Anton Wakolbinger (Fachbereich 12 – Informatik und Mathematik):  Anton Wakolbinger, Professor der Mathematik,  wurde, und das ist eine Besonderheit, von den Studierenden der Informatik vorgeschlagen – was nicht nur für seine mitreißende Lehre im Pflichtcurriculum spricht, sondern auch sein Engagement als Studiendekan des Fachbereichs 12 honoriert. In den letzten beiden Jahren hat er sich für die Belange beider Fächer eingesetzt und war für alle Studierenden seines Fachbereichs geschätzter Ansprechpartner. Besondere Verdienste hat sich Professor Wakolbinger mit dem  Aufbau eines Lernzentrums Mathematik erworben, in dem die Studierenden Arbeitsmaterialien, immer aber auch Ansprechpartner finden, die zur Beratung zur Verfügung stehen. Im Juli wird  Professor Wakolbinger das Amt des Studiendekans an einen Nachfolger übergeben; die Auszeichnung ist somit nicht nur ein Dank für besondere Lehrleistung, sondern auch für sein Engagement als Studiendekan.

Als Preisträgerinnen und Preisträger vorgeschlagen worden waren neben den Ausgezeichneten folgende Lehrende:

Prof. Dr. Volker Wieland, Fachbereich 02 - Wirtschaftswissenschaft
Dr. Michelle Becka, Fachbereich 07 - Katholische Theologie
Prof. Dr. Frank Bernstein, Fachbereich 08 – Philosophie und Geschichtswissenschaften
Prof. Dr. Lisette Gebhardt, Fachbereich 09 - Sprach- und Kulturwissenschaften
Prof. Dr. Georg Peez, Fachbereich 09 - Sprach- und Kulturwissenschaften
Jesko Bender, FB 10 – Neuere Philologien
Anne Marlene Hastenplug, FB 10 – Neuere Philologien
Dr. Karsten Tolle, FB 12 – Informatik und Mathematik
Dr. Götz Olaf Munsionius und Sven Jarohs, FB 12 – Informatik und Mathematik;
Dr. Georg Wille, FB 13 – Physik
Prof. Dr. Alexander Heckel, FB 14 - Biochemie, Chemie und Pharmazie
Dr. Bernd Sorg, FB 14 - Biochemie, Chemie und Pharmazie
Dr. Tobias Weberschock, Fachbereich 16 – Medizin.

Informationen: Dr. Kerstin Schulmeyer-Ahl, Stabsstelle Lehre und Qualitätssicherung, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798-22431, Fax.: (069) 798-22599, schulmeyer@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jul 10 2012
16:53

Interdisziplinäre Tagung auf dem Campus Westend der Goethe-Universität

Theologische Orakel in der Spätantike

FRANKFURT. Zu den Charakteristika spätantiker Philosophie gehört das Interesse für inspirierte Texte. Neben Homer und weiteren Dichtern, die aus der Perspektive eines philosophischen Ansatzes interpretiert wurden, beschäftigten vor allem die Neuplatoniker theologische oder religiöse Dichtungen wie die Orphischen Hymnen. Andere Texte wurden als Orakel auf die Götter zurückgeführt und als deren direkte Mitteilung aufgefasst. Bei der internationalen Tagung „Theologische Orakel in der Spätantike“ befassen sich Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten vom 18. bis 21. Juli auf dem Campus Westend mit diesen Texten und setzen sich mit übergreifenden Fragen von Produktion, Verbreitung und Rezeption sowie der wechselseitigen Kontextualisierung auseinander.

„Häufig befassen sich diese Orakel mit Fragen zum Wesen Gottes oder der Götter und mit dem Wirken der Götter im Kosmos, so dass von theologischen Orakeln gesprochen werden kann“, erläutert Prof. Dr. Dr. Helmut Seng, Organisator der Tagung. Die verschieden Aspekte theologischer Orakel werden von Referenten aus den Bereichen der Klassischen Philologie, Religionsgeschichte, Theologie und Philosophie analysiert und aus dem Blickwinkel ihrer jeweiligen Disziplinen betrachtet Die Vorträge sind in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache, die Manuskripte werden zum Mitlesen ausgegeben. Interessierte Bürger sind als Gäste willkommen.

Informationen: Prof. Dr. Dr. Helmut Seng, Institut für klassische Philologie, Campus Westend, Helmut.Seng@em.uni-frankfurt.de, Tel.: (069) 798-32485, Raum 4.55; Programm unter: http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/klassphil/download/Theologische-Orakel-Programm-220512.pdf

Forschung

Jul 10 2012
16:05

Die beiden Wissenschaftsministerien bewilligen Fördergelder für bilaterale Kooperation in der Nachwuchsförderung

Deutsch-französischer Forschungsverbund „Europa als Herausforderung“

FRANKFURT. Die Goethe-Universität und das Institut Français d’Histoire en Allemagne (IFHA), das seit 2009 im alten Hauptgebäude der Universität ansässig ist und sich dem wissenschaftlichen Austausch zwischen deutschen und französischen Historikern widmet, setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort: Am 1. Oktober startet der zunächst auf fünf Jahre angelegte Forschungsverbund „Saisir l´Europe – Europa als Herausforderung“. Jetzt wurde die Fördergelder vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (2,3 Mio. Euro) und von seinem französischen Pendant, dem Ministère de l´Enseignement Supérieur et de la Recherche, bewilligt (zunächst in einer ersten Anzahlung voraussichtlich 580.000 Euro). Weitere Partner in Deutschland und Frankreich sind die Humboldt-Universität und das Centre Marc Bloch in Berlin sowie das Maison des Sciences de l’Homme, das Deutsche Historische Institut und das Centre Interdisciplinaire d’Etudes et de Recherche sur l’Allemagne (CIERA) in Paris.

Der Forschungsverbund bildet die Basis für kooperative, deutsch-französische und europäische Forschungsprojekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Er verfolgt besonders den Aufbau eines föderativen wissenschaftlichen Netzwerks für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein wesentliches Ziel des Forschungsnetzwerkes ist es, eine neue Generation von jungen Forschern beider Länder zu fördern; dazu gehören drei Postdoktoranden und sechs Doktoranden auf deutscher Seite und jeweils die gleiche Zahl auf der französischen Seite. „Wirtschaftliche wie politische Krisenphänomene machen es erforderlich, Europa und seine Gesellschaften innerhalb dieses innovativen Rahmens neu zu denken: nicht als etwas Gegebenes, sondern als eine Herausforderung für die Politik, für die Gesellschaft, aber auch für die Wissenschaft“, betont Prof. Dr. Pierre Monnet, Direktor des Institut Français d'Histoire en Allemagne in Frankfurt, der diesen Forschungsverbund initiiert hat.

Drei Teilprojekte sollen in interdisziplinärer und internationaler Kooperation in den nächsten fünf Jahren bearbeitet werden: Das erste widmet sich dem europäischen Sozialstaat und seinen ökonomischen und politischen Krisen. Im zweiten Projekt sollen Konzepte und Praktiken der nachhaltigen Entwicklung erforscht werden. Dabei geht es nicht nur um ökologische Aspekt und den Umweltschutz, sondern auch um die historische Perspektive. Das dritte Teilprojekt konzentriert sich auf aktuelle Gewaltprobleme europäischer Großstädte in Vergangenheit und Gegenwart. Das zweite Teilprojekt leiten Goethe-Universität und Institut Français d'Histoire en Allemagne gemeinsam.

Informationen: Prof. Dr. Dr. Mathias Lutz-Bachmann, Vize-Präsident der Goethe-Universität, lutz-bachmann@em.uni-frankfurt.de, Tel. (069) 798 22343; Prof. Dr. Pierre Monnet, Institut Français d'Histoire en Allemagne, pierre.monnet@institutfrancais.de, Tel. (069) 798 31900; Projektkoordination: Anne Seitz, Centre Marc Bloch Berlin, anne.seitz@cmb.hu-berlin.de

Veranstaltungen

Jul 10 2012
15:58

Im Rahmen der Frankfurter Universitätsmusik präsentieren Chor und Orchester einen „Abend in Wien“ und den „Lobgesang“

Semesterabschlusskonzerte an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Chor und Orchester der Goethe-Universität unter der Leitung von Helmut Bartel geben zum Semesterabschluss zwei Konzerte: Am 10. Juli steht „Ein Abend in Wien“ auf dem Programm; am 12. Juli wird die 2. Sinfonie „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn Bartholdy gegeben (Marina Unruh: Sopran; Aljoscha Lennert: Tenor). Die Konzerte finden statt 

am: Dienstag, 10. Juli, und Donnerstag, 12. Juli, jeweils um 20.00 Uhr
Ort: Aula der Universität
, Campus Bockenheim/Mertonstraße. Eintritt ist frei!

 Das Sinfonieorchester der Goethe-Universität - auch unter dem Namen Akademisches Orchester oder Collegium musicum bekannt - setzt sich nicht nur aus Studierenden aller Fachbereiche zusammen, es spielen auch Mitglieder des Lehrpersonals, Ehemalige und interessierte externe Musikerinnen und Musiker mit. Auch außerhalb der Universität hat sich das Ensemble inzwischen einen Namen gemacht.

Das Programm des Sinfonieorchesters ist breit gefächert und reicht vom Barock bis in die Moderne. Ein Schwergewicht liegt auf sinfonischen Werken und Solokonzerten. Aber es wurden auch Oratorien, Opern- oder Operettenauszüge einstudiert und gemeinsam mit dem Akademischen Chor der Universität aufgeführt.

Weitere Informationen: www.unimusik-frankfurt.de/4-0-Akademisches+Orchester.html

Veranstaltungen

Jul 9 2012
15:48

Medieneinladung zur Verleihung des „1822-Universitätspreises für exzellente Lehre“ am 12. Juli.

Ausgezeichnete Lehre

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stiftung der Frankfurter Sparkasse hat vor elf Jahren den „1822-Universitätspreis für exzellente Lehre“ gestiftet. Der Preis zeichnet jährlich Hochschullehrende der Goethe-Universität aus, die sich in besonderer Weise in der Lehre engagieren. Der Preis möchte die Bedeutung der universitären Lehre hervorheben und ihre Qualität an der Goethe-Universität auch bundesweit sichtbar machen. Das Vorschlagsrecht liegt allein bei den Studierenden.

Ich darf Sie im Namen des Stifters, der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, und des Präsidiums der Universität sehr herzlich zur diesjährigen Preisverleihung einladen,

am: Donnerstag, dem 12. Juli 2012, um 17.00 Uhr,
Ort:
Campus Westend, IG-Farben-Haus, Raum NG 1.741b  
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main.

Die drei mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preise werden von Herbert Hans Grüntker übergeben, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes der Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Das Grußwort hält Universitätspräsident  Prof. Werner Müller-Esterl. Die diesjährigen Preisträger, ausgezeichnete Hochschullehrer der vergangenen Jahre sowie Vertreter der Stiftung stehen für Gespräche zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um eine kurze Nachricht mit beigefügtem Antwort-Fax, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dirk Frank
Pressereferent

Veranstaltungen

Jul 6 2012
11:59

Auf der Akademischen Feier 2012 wurden bedeutende Preise an Jungwissenschaftler verliehen. Eingeladen hatten die Freunde und Förderer der Goethe-Universität

Herausragender Nachwuchs

FRANKFURT. Eine Feierstunde für herausragende Nachwuchswissenschaftler an der Goethe-Universität: Im Rahmen der Akademischen Feier 2012 wurde wieder eine Reihe von bedeutenden Preisen verliehen. Der Vorsitzende der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität, Prof. Wilhelm Bender, und Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl überreichten die Auszeichnungen für Forschungsvorhaben, herausragende Abschlussarbeiten und Dissertationen. Die Akademische Feier der Freunde und Förderer ist einer der wichtigsten inneruniversitären Veranstaltungen für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung.

Der von Dr. Hans Messer gestiftete Adolf Messer-Stiftungspreis, mit 25.000 Euro der am höchsten dotierte, richtet sich an promovierte Nachwuchswissenschaftler aus den Naturwissenschaften. In diesem Jahr ging der Preis an Dr. Elke Duchardt-Ferner, die in Frankfurt aufgewachsen ist und ein Biochemie-Studium an der Goethe-Universität absolviert hat. Nach ihrer Promotion am Massachusetts Institute of Technology in Boston und einem Postdoktorat in Nordschweden ist sie jetzt als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Goethe-Universität beschäftigt. Den Preis erhält die Biowissenschaftlerin für ihr Forschungsprojekt „Stepping out of the dark: Green fluorescent protein-like flourescent RNA-aptamers for in-cell visualization – structural characterization and optimazation of fluorescent RNA probes”.

Den Preis der Dr. Paul und Cilli Weill-Stiftung für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Humanmedizin, der im zweijährlichen Turnus vergeben wird und mit 10.000 Euro dotiert ist, erhielt Dr. Michael Potente, Oberarzt an der Medizinischen Klinik III/Kardiologie der Goethe-Universität und wissenschaftlicher Arbeitsgruppenleiter am Institut für Kardiovaskuläre Regeneration. Er erhält den Preis für seine Publikation „Acetylation-dependent regulation of endothelial Notch signalling by the SIRT1 deacetylase”.

Der Preis der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität wird jährlich für die beste naturwissenschaftliche Arbeit an der Universität vergeben. In diesem Jahr ging der Preis an den Dipl. Phys. Dr. phil. nat. Moritz Meckel, der Diplom und Promotion am Institut für Kernphysik der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem National Research Council of Canada, Ottawa erworben hat. Den mit 6.000 Euro dotierten Preis erhält er für seine Dissertation zum Thema „Laser-Induced Electron Tunneling and Diffraction“. Zwei weitere Dissertationen werden mit jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet. Eine Dissertation ist von Dr. Sina Reckel und trägt den Titel „Strategies for the structural characterisation of cell-free expressed α-helical membrane proteins-application to proteorhodopsin“. Die andere Dissertration ist von Dr. phil. nat. Ulrike Basten und hat den Titel „Trait Anxiety and the Neural Efficiency of Cognitive Processing“.

Mit einem Preis für die beste Dissertation fördert die Firma WISAG den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Goethe-Universität. Ausgezeichnet wird die beste sozial- oder geisteswissenschaftliche Dissertation, dotiert ist der Preis mit 5.000 Euro. Der WISAG-Preis 2012 ging an Dr. Sabine Flick für ihre Dissertation zum Thema „Leben durcharbeiten. Selbstsorge als Perspektive der Arbeitsforschung“.

Der Frankfurter Forschungspreis 2012 der Rudolf-Geißendörfer-Stiftung wird von der Rudolf-Geißendörfer-Stiftung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und dem Fachbereich Medizin der Goethe-Universität jährlich in Form eines Stipendiums vergeben. Preisträger in diesem Jahr ist PD Dr. med. habil. Christian Senft. Er erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis für seine Klinische Studie „Intraoperative MRI guidance and extent of resection in glioma surgery: a randomised, controlled trial“.

Der 2012 zum ersten Mal verliehene Stifterpreis „Sozialpsychiatrie Frankfurt 2012“ ging an Dr. rer. med. Valentina Tesky. Sie hat an der Goethe-Universität studiert und arbeitet mittlerweile im Institut für Allgemeinmedizin im Arbeitsbereich Altersmedizin. Den mit 3.000 Euro dotierten Stifterpreis erhält sie für ihre Dissertation „Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Interventionsprogramms zur aktiven kognitiven Stimulation im Alter (AKTIVA)“.

Der Frankfurter Dissertationspreis für Philosophie vom gleichnamigen Stiftungsfonds zeichnet an der Goethe-Universität eingereichte, philosophisch relevante Dissertationen aus. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis ging an Dr. des. Titus Stahl, der als Akademischer Rat auf Zeit am Institut für Philosophie der Goethe-Universität lehrt.

Der Preis zur Förderung der Geisteswissenschaften (Friedrich-Sperl-Preis), gestiftet von Senator Dr. h.c. Friedrich Sperl, Wirtschaftsmanager im Widerstand gegen Hitler und nachmals engagierter Förderer von Kultur und Wissenschaft, zeichnet herausragende Arbeiten des Historiker-Nachwuchses aus. Preisträger ist in diesem Jahr PD Dr. Gregor Rohmann, der für seine Habilitationsschrift „Tanzwut. Kosmos, Kirche und Mensch in der Bedeutungsgeschichte eines spätmittelalterlichen Krankheitskonzeptes“ ausgezeichnet wurde. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Der Gottfried Michelmann-Preis, vom Stifter Gottfried Michelmann zur Förderung herausragender Habilitationsschriften oder Dissertationen auf dem Gebiet des Medienrechts ausgelobt, ist mit 3.000 Euro dotiert. Der Preis geht in diesem Jahr an Dr. jur. Miriam Siegle, die Rechtswissenschaften in Frankfurt studiert hat und Rechtsreferendarin ist. Ausgezeichnet wird ihre Dissertation zum Thema „Das Spannungsverhältnis von Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrecht – zur Problematik der Darstellung realer Personen in Kunstwerken“.

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Kontaktstelle der Freunde in der Universität, Tel. (069) 798-22756, l.lentes@vdv.uni-frankfurt.de

Bildmaterial zur Veranstaltung können Sie hier downloaden.

Personalia/Preise

Jul 4 2012
16:21

Zentrum in Finanzwissenschaft und Schwerpunkt in Biowissenschaften werden vom Land gefördert. Beteiligung an weiteren zwei Projekten

Goethe-Universität erhält Zuschlag zu zwei neuen LOEWE-Projekten

FRANKFURT. Die Goethe-Universität hat beim landesweiten Wettbewerb LOEWE erneut Stärke gezeigt. Gleich vier Forschungsprojekte werden gefördert, davon zwei federführend und zwei in Kooperation mit weiteren universitären Partnern. „Nach der jüngsten Entscheidung zur Exzellenzinitiative ist das erneut ein großer Erfolg, der zeigt, wie gut die Goethe-Universität in ihrer fachlichen Breite aufgestellt ist“, erklärte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl.

Die Entscheidung über die fünfte Staffel des Forschungsförderprogramms LOEWE fiel am heutigen Mittwoch im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Insgesamt werden fünf Projekte mit rund 30 Millionen Euro gefördert. Demnach hat die Goethe-Universität den Zuschlag für das neue LOEWE-Zentrum ‚Sustainable Architecture for Finance in Europe‘ und den neuen LOEWE-Schwerpunkt ‚Integrative Pilzforschung‘ erhalten; zudem sind Forscher der Goethe-Universität an den beiden neuen Schwerpunkten ‚Elektronendynamik chiraler Systeme‘ sowie ‚Sensors Towards Terahertz‘ beteiligt, die jeweils von den Universitäten Kassel und TU Darmstadt geleitet werden. „Damit werden zentrale Felder unserer Forschung gestärkt. Ich gratuliere den Antragstellern für ihre gute Arbeit, insbesondere dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Krahnen zu diesem Coup!“, sagte Müller-Esterl.

LOEWE steht für Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz. Die Regierung in Wiesbaden startete sie 2008 mit dem Ziel, den Forschungsstandort Hessen zu stärken. LOEWE fördert besonders die enge Zusammenarbeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen und trägt so zur weiteren Schwerpunktsetzung und Profilierung der Hochschulen bei. Der Goethe-Universität gelang es in den vergangenen vier Förderrunden die meisten Mittel einzuwerben. Die Universität ist bereits an vier Zentren und zehn Schwerpunkten beteiligt und hat dadurch insgesamt ca. 138 Millionen Euro eingeworben.

Das neue LOEWE-Zentrum „Sustainable Architecture for Finance in Europe“, kurz: SAFE, wird vom Land mit rund 13 Millionen für den Zeitraum von 2013-2015 gefördert. SAFE hat sich zum Ziel gesetzt, die Anforderungen an einen optimalen Ordnungsrahmen für die Finanzmärkte und ihre Akteure zu erforschen. Funktionsfähige Finanzmärkte sind für eine florierende Wirtschaft, Wachstum und Wohlstand unerlässlich. Die vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass Fehlentwicklungen an den Finanzmärkten ungeahnte Risiken für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat bergen. „Wir brauchen daher einen Rahmen, der so flexibel wie möglich ist, um Innovation und Wettbewerb zuzulassen, und gleichzeitig so rigide wie nötig, um Stabilität zu gewährleisten“, so Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies und wissenschaftlicher Koordinator des neuen LOEWE-Zentrums. Das neue LOEWE-Zentrum setzt auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit von mehr als 35 Professorinnen und Professoren aus den Bereichen Finanzwirtschaft, Mikro- und Makroökonomie, Finanzmathematik, Marketing und Recht. Neben der Graduiertenausbildung und einem internationalem Gastwissenschaftlerprogramm besteht ein bedeutendes Vorhaben des Zentrums in der Zusammenstellung einer umfangreichen Forschungsdatenbank. Darüber hinaus wird sich SAFE intensiv einer professionellen Politikberatung widmen.

 

Der neue LOEWE-Schwerpunkt „Integrative Pilzforschung (IPF)“ wird sich der Innovation anwendungs- und grundlagenorientierter Forschung zur Nutzung der pilzlichen Vielfalt widmen. Die Landesförderung beträgt rund 4,5 Millionen Euro für den Zeitraum von 2013-2015. Pilze gehören zu den größtenteils unbekannten Lebewesen unseres Planeten. Sie sind artenreicher als Pflanzen, Fische und Säugetiere zusammen genommen. Schätzungen zufolge sind 90 Prozent ihrer Arten noch unentdeckt. Bedenkt man, dass einige Pilzarten eine große wirtschaftliche Bedeutung haben, etwa bei der Herstellung von Brot, Käse und Wein, aber auch von Antibiotika, erscheint es überaus lohnend, die Pilze gründlicher zu erforschen. „Wir haben dafür in Hessen sehr gute Bedingungen, da hier fast zwei Drittel der deutschen Pilzforscher arbeiten“, erklären Prof. Helge Bode und Prof. Marco Thines, Sprecher des Loewe-Schwerpunkts „Integrative Pilzforschung“. Das Besondere ist, dass Spezialisten für die Klassifizierung der Pilze (Biodiversitäts-Forscher) erstmals mit Biochemikern, Biotechnologen und Molekulargenetikern zusammen arbeiten. Damit erweitert sich das Wissen über die Pilzvielfalt in Hessen und ausgewählten tropischen Regionen. Zugleich kann die Entdeckung neuer nutzbarer Substanzen schneller in biotechnologische Prozesse umgesetzt werden.

Zudem ist die Goethe-Universität an folgenden zwei neuen Schwerpunkten beteiligt: „Elektronendynamik chiraler Systeme (ELCH)“ wird unter Leitung der Universität Kassel Fragestellungen zur Chiralität (Händigkeit) in der Elektronendynamik beantworten. Beim Schwerpunkt „Sensors Towards Terahertz – Neuartige Technologien für Life Sciences, Prozess- und Umweltmonitoring“ geht es um ein interdisziplinäres Forschungsprojektes für neue Sensortechnologie auf Grundlage der elektromagnetischen Wechselwirkung von Sensorstrukturen. Federführend ist die TU Darmstadt.

Weitere Informationen: Mareike Schmitt, Leitung der Stabsstelle für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Goethe-Universität Frankfurt, Tel. (069) 798-25194, schmitt@pvw.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Jul 4 2012
13:54

Studierende für kreative Kurzvideos ausgezeichnet

Wettbewerb zur Zukunft des Lernens und Studierens

FRANKFURT. Mit Unterstützung der Microsoft Deutschland GmbH hatte  studiumdigitale, die eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität, einen Ideen- und Videowettbewerb zum Thema “Zukunft des Lernens – Zukunft des Studierens” ausgeschrieben. Eingeladen waren alle Studierende der Goethe-Universität, sich mit einem kleinen Video und einem erklärenden Konzeptpapier an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im Rahmen des Fachforums „Gestenbasierte Anwendungen in Bildungsprozessen“ wurden nun die originellsten und visionärsten Beiträge ausgezeichnet.

„Wir sind beeindruckt von der Vielfalt an Ideen, aber auch von der Professionalität der Umsetzung“, betonte Claudia Bremer, Geschäftsführerin von studiumdigitale, bei der Preisverleihung. „Die Videos zeigen, dass junge Menschen sich mit der heutigen und künftigen Lernkultur sehr reflektiert auseinandersetzen und dabei innovativ mit verschiedensten Medien umgehen“, ergänzte Michael Grözinger von der Microsoft Deutschland GmbH.

Der 1. Preis, der mit 2.000 Euro dotiert ist, ging an den Beitrag „FuturePast“, den vier Studierende der Humangeographie eingereicht hatten. Kontrastiv geht der Film dem Wandel der Lern- und Wissenskulturen an der Goethe-Universität nach. Analoge  und digitale Medien, aber auch alte und neue Studienorte stehen hier in einem engen Wechselspiel.

Zweimal wurde der 2. Preis vergeben, verbunden mit einem Preisgeld von jeweils 750  Euro. „Auf Traumreise“ zeigt aus Sicht einer Studierenden, die sich in Gedanken in zurückliegende Jahrzehnte versetzt, die Bedeutung des Sozialen für Lernprozesse auf. „Body of Knowledge“ spürt mit einer experimentellen Kamera- und Bildführung dem Zusammenhang von Architektur und Forschung nach. 

Die Videos und Begleittexte stehen bereit unter www.goethetube.de

Weitere Informationen: Claudia Bremer, studiumdigitale, Zentrale eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt, Tel. (069) 798-24609, bremer@sd.uni-frankfurt.de, www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jul 4 2012
08:31

Medieneinladung

Akademische Feier 2012

FRANKFURT. Eine hochkarätige Verleihung von Preisen für hervorragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses: Die Vereinigung von Freunden und Fördern der Goethe-Universität lädt auch in diesem Jahr wieder ein zur Akademischen Feier 2012. Im Rahmen der Feier werden folgende Preise verliehen:

  • Adolf Messer-Stiftung-Preis
  • Frankfurter Forschungspreis der Rudolf Geißendörfer-Stiftung
  • Gottfried Michelmann-Preis
  • Stifterpreis „Sozialpsychiatrie Frankfurt“
  • Preis der Dr. Paul und Cilli Weill-Stiftung für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Humanmedizin
  • Preis der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs
  • WISAG-Preis

Die Akademische Feier findet statt

am: Donnerstag, den 5. Juli, um 16.00 Uhr
Ort: Casino, Renate-von-Metzler-Saal (Raum 1.801), Campus Westend.

Die Verleihung findet in Anwesenheit des Präsidenten der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl, statt.

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Kontaktstelle der Freunde in der Universität, Tel. (069) 798-22756, l.lentes@vdv.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jul 4 2012
08:25

Bürgeruniversität in Kooperation mit der F.A.Z. betreibt Ursachenforschung und zeigt Lösungswege / Öffentliche Auftaktdiskussion am 11. Juli an der Goethe-Universität

Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte?

FRANKFURT. Die Bürgeruniversität der Goethe-Universität widmet sich im kommenden Wintersemester in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit der Reihe „Krise des Kapitalismus – Krise der Demokratie?“  erneut einem Thema von hoher Aktualität und Relevanz.

Eröffnet wird das Themenfeld der gegenwärtigen Krise bereits bei einem öffentlichen Diskussionsabend

am Mittwoch, den 11. Juli, 19 Uhr, Campus Westend,
Casino, Raum 1.801 (Metzler Saal),
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt

zum Abschluss des aktuellen Sommersemesters, zu dem die Goethe-Universität einlädt.

Es diskutieren die beiden Finanzwissenschaftler Prof. Jan-Pieter Krahnen und Prof. Reinhard Schmidt sowie der Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaft, Prof. Cornelius Prittwitz mit dem Blockupy-Aktivisten Jan Umsonst. Es moderiert Dr. Rainer Hank von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Derzeit stehen Staaten  kurz vor dem Zusammenbruch – vor wenigen Jahren in Europa noch undankbar. Durch Abwertungen der Ratingagenturen verschärft sich die Abwärtsspirale von Banken und Staaten weiter. Derweil wetten die Finanzmärkte munter weiter auf das Eintreten von Staatspleiten und gegen den Euro. Ein teuflischer Kreislauf scheint entstanden zu sein. Welche Folgen für das gesellschaftspolitische Gleichgewicht haben diese bedrohlichen Entwicklungen? Ist die Demokratie in den Würgegriff der Finanzmärkte geraten? Oder haben sich einige Regierungen mit der Realisierung immer teurerer Wahlversprechen und Ausweitung öffentlicher Aufgaben in den letzten Jahrzehnten selbst an den Rand des Abgrunds manövriert?

Diese und andere Fragen werden auch im Mittelpunkt der geplanten Bürgeruniversität stehen. Die Reihe startet voraussichtlich am 12. November 2013 und endet am 11. Februar 2013. Der genaue Ort und die die Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

An insgesamt sechs Abenden stellen renommierte Experten aus den Wirtschafts- und Politikwissenschaften der Goethe-Universität, der Finanzwirtschaft sowie Redakteure der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, aber auch Aktivisten der entsprechenden Protestbewegungen einem Publikum aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern ihre Sichtweisen der Krise vor und suchen nach Lösungswegen. Wie bei allen Bürgeruniversitäten seit 2008 ist das Publikum unmittelbar in die Diskussion mit einbezogen.

Werner D´Inka, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sagte: „Mit der gemeinsamen Reihe haben wir die Chance, vielen Menschen Hintergrundinformationen und Deutungen anzubieten. Ich verspreche mir von dieser Reihe daher auch interessante redaktionelle Anregungen und bin sehr gespannt auf die Diskussionen und Vorträge, die von F.A.Z.-Redakteuren moderiert werden.“

Dr. Olaf Kaltenborn, Pressesprecher der Goethe-Universität und Initiator der Bürgeruniversität erklärte: „Mit der Bürgeruniversität greifen wir Themen von grundlegender Bedeutung auf, die viele Menschen bewegen. Wir möchten zeigen, dass in der Goethe-Universität und anderswo derzeit intensiv über diese Fragen nachgedacht wird und nach Lösungen gesucht wird. Ich bin überzeugt, dass die Reihe eine große Resonanz erfahren wird.“

Veranstaltungen

Jul 2 2012
13:44

Ausstellung zum 80. Geburtstag von Ror Wolf im Haus des Buches in Frankfurt.

Sammler von Tatsachen

FRANKFURT. Am 29. Juni 2012 wurde der 80. Geburtstag von Ror Wolf gefeiert. Sein literarisches Werk erscheint 1962-1980 bei Suhrkamp, einige Jahre verstreut und schließlich bei Schöffling & Co. Alle Titel aus 50 Jahren Autorschaft entwickeln sich historisch vom gleichen Ausgangspunkt: von der Redaktionsstube des DISKUS im Studentenhaus auf dem Campus Bockenheim der Goethe-Universität. Hier leitet Wolf von 1959 bis 1963 das Feuilleton der Frankfurter Studentenzeitung. Im DISKUS wird aus Richard Wolf Ror Wolf, hier legt er seine künftigen Geschichten in Prosa und Lyrik an, hier beginnt ihm Raoul Tranchirer mit Collagen zur Hand zu gehen.

Die Ausstellung nimmt den Besucher mit auf Zeitsprünge vom Debüt im DISKUS 1958 zur Gesamtausgabe bei Schöffling & Co., von Wolfs Anfängen am Hessischen Rundfunk zur Edition seiner Hörspiele, alles vor der Kulisse seiner großen Collagen.

Die Ausstellung zum 80. Geburtstag von Ror Wolf im „Fenster zur Stadt“ läuft

vom 4. Juli bis 12. August 2012

im Haus des Buches, Braubachstr. 18-22.

Hochschulpolitische Themen

Jul 2 2012
13:30

LRK Baden-Württemberg, Universität Bayern und Konferenz Hessischer Universitätspräsidien verabschieden Papier bei ihrem Treffen am 29. Juni 2012 in München.

Universitätsleitungen in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen unterstützen Vorstoß der Bundesregierung zur Lockerung des Kooperationsverbots

FRANKFURT. Die Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg, die Universität Bayern und die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien fordern Bund und Länder auf, die Bundes­regierung bei ihrem Vorstoß zu unterstützen, Artikel 91b des Grundgesetzes noch in dieser Legislaturperiode dahingehend zu ändern, dass dem Bund eine dauerhafte Förderung von Universitäten und ihren Einrichtungen möglich ist.

Begründung:

Seit der Föderalismusreform 2006 darf der Bund nur mehr befristet „Vorhaben der Wissenschaft und Forschung“ von überregionaler Bedeutung unter­stützen. Eine durch dieses Kooperationsverbot ausgeschlossene institutionalisierte Förderung ist aber dringend geboten, um die Universitäten finanziell für die großen Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs in Forschung und Lehre bei zugleich steigenden Studierendenzahlen auszustatten. Darüber hinaus gilt es, die Nachhaltigkeit der Exzellenzinitiative über 2017 hinaus zu gewährleisten.

Für die Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg:

Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer (Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Für die Universität Bayern e.V.

Prof. Dr. Rüdiger Bormann (Präsident der Universität Bayreuth)

Für die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien

Prof. Dr. Werner Müller-Esterl (Präsident der Goethe-Universität Frankfurt / Main)

Veranstaltungen

Jun 29 2012
15:10

Die Goethe-Universität lädt zum Sommerfest am 6. Juli ein

aufgeweckt!

FRANKFURT. Die Goethe-Universität steht für einen wachen, offenen Geist. „aufgeweckt!“  lautet daher das Motto zum Sommerfest 2012. Es startet am 6. Juli ab 15 Uhr auf dem Campus Westend. Eingeladen sind neben Studierenden und Hochschul-Angehörigen alle Interessierten, die Lust haben, die Vielfalt der Goethe-Universität kennen zu lernen.

Ein Höhepunkt an diesem Tag ist die Präsentation der Skulpturen von Igor Mitoraj, die bereits seit einigen Wochen am Campus Westend zu sehen sind. Nach einer Einführung in das Werk des Künstlers mit Universitätspräsident Werner Müller-Esterl wird Galerist Peter Femfert (DIE GALERIE) bei einem Rundgang zu den einzelnen Skulpturen mehr über Igor Mitorajs Arbeitsweise berichten.

Vorstellen möchten sich an diesem Tag auch die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Deutschland-Stipendiums. Sie haben verschiedene Projekte erarbeitet und werden diese auf dem Gelände und im Hörsaalzentrum präsentieren. Dazu zählen auch Kunst- und Filmprojekte, Zukunftsvisionen und neue Ideen für Umweltschutz und ehrenamtliches Engagement.

Ein kleines Festival für sich ist das Live-Musikprogramm auf der Hauptbühne des Campusplatzes. Mit dabei sind viele Studierende und Alumni der Goethe-Universität, angefangen bei der Jazz-Company über die Shakin´Shots bis hin zum Moderator und DJ des Programms, Tilmann Köllner von YOU FM.

Außerdem erwarten die Gäste Informationsstände zum Universitätsleben und verschiedene Mitmachaktionen, wie etwa die Original-Torwand aus dem ZDF Sportstudio. Ganz neue Einblicke bieten Führungen über den Campus, auch mit Architekt Ferdinand Heide, dem Schöpfer des Masterplans für die Neugestaltung des Campus Westend.

Selbstverständlich wird es auch für Kinder allerlei zu entdecken geben  – nicht nur rund um das Spielmobil vom Abenteuer-Spielplatz Riederwald. Auch der Seifenblasenkünstler Blub wird die Blicke immer wieder auf sich ziehen.

Für leckeres Essen und kühle Getränke sorgen unter anderem die Küchen des Studentenwerks.

Informationen: www.campusfest.uni-frankfurt.de

Forschung

Jun 28 2012
15:01

Bäume gewinnen die Oberhand über Gräser

Machtwechsel in der Savanne

FRANKFURT. Weite Teile der afrikanischen Savanne könnten bis zum Jahr 2100 zu Wäldern werden, wenn ein bestimmter CO2-Wert in der Atmosphäre überschritten wird. Da diese Schwelle regional unterschiedlich ist, geschieht der Wandel aber nicht überall gleichzeitig, was das Risiko einer Erschütterung des gesamten Erdsystems verringert. Die Entwicklung könnte sogar von praktischem Nutzen für den Klimaschutz sein, weil neu wachsende Wälder große Mengen an CO2 speichern. Allerdings verschwindet mit den Graslandschaften und offenen Savannen auch eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Dies geht aus einer Studie des Biodiversität und Klima Forschungszentrums und der Goethe Universität Frankfurt hervor, die heute  in der Fachzeitschrift “Nature” erscheint.

In der Savanne liegen Gräser und Gehölze im permanenten Wettstreit miteinander. Deshalb hat die Savanne viele Gesichter: tropische Graslandschaften gehören ebenso dazu wie offene Grasebenen mit vereinzeltem Gehölzbestand oder sogar mehr oder weniger dichte Wälder. Ob die Gräser oder Bäume schneller wachsen, hängt von Umweltbedingungen wie Schwankungen der Temperatur, des CO2-Gehalts in der Atmosphäre und Feuern ab. „Mit dem aktuellen CO2-Anstieg geht das Wachstum der Savannenbäume erst richtig los“, sagt Steven Higgins, Leitautor der Studie.

Der hieraus resultierende Vegetationswandel, den Higgins und Simon Scheiter in ihrer Studie modellieren, ist ein Beispiel für einen „regime shift“ ­ einen Umbruch, der durch kleine Veränderungen an den Stellschrauben des Gesamtsystems ausgelöst wird. Damit wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die einander verstärken, so dass sich das ganze System zunehmend schneller verändert. Die Studie ergab, dass der Savannenkomplex bereits Anzeichen eines solchen Umbruchs zeigt. „Die Möglichkeit eines ‚regime shifts‘ in einem so weit verbreiteten Ökosystem wie der Savanne rückt diese nun in den Fokus der Erdsystem-Wissenschaftler”, kommentiert Higgins.

Voraussichtlich wird dieser Umbruch in Gegenden, in denen die Temperatur klimawandelbedingt schneller ansteigt (zum Beispiel im Zentrum Südafrikas), später stattfinden, da der steile Temperaturstieg Gräser begünstigt. Diese können dadurch trotz steigender Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre länger erfolgreich mit Bäumen konkurrieren. Obwohl einzelne Gegenden also jeweils signifikante Umbrüche erleben werden, wird der Vegetationswandel über die Gesamtregion betrachtet allmählich stattfinden. „Dass so eine Erschütterung des Erdsystems durch einen abrupten, großflächigen Vegetationswandel vermieden wird, mag zunächst beruhigend klingen. Aber wir müssen uns auch bewusst sein, dass die Veränderung aus geologischer Sicht gesehen enorm schnell abläuft”, so Higgins.

Als praktische Erkenntnis für den Klimaschutz identifizieren die Autoren eine breite Zone im nördlichen Zentralafrika, in der sich bei gleichzeitiger Feuerunterdrückung  mehr Savannen zu Wäldern  entwickeln könnten. „Wenn man Projekte zur CO2-Speicherung plant, sollte man das dort tun. Der Haken daran ist, dass sich diese optimalen Zonen noch verschieben werden, wenn sich der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre weiter ändert“, erklärt Higgins. Sollten Graslandschaften und offene Savannen durch Baumsavannen oder Wälder ersetzt werden, geht zudem eine einzigartige Flora und Fauna verloren. Denn ein Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre ist ein weiterer Stressfaktor für  bereits durch Überweidung, Plantagenwirtschaft und Ackerbau stark beanspruchte Ökosysteme.

Publikation: Steven I. Higgins, Simon Scheiter (2012). Atmospheric CO2 forces abrupt vegetation shifts locally, but not globally. Nature, DOI: 10.1038/nature11238

Bilder zum Download finden Sie unter: www.bikf.de/root/index.php?page_id=152

Informationen: Dr. Simon Scheiter, Institut für Physische Geographie; LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Campus Riedberg; Tel. (069) 798 40167; scheiter@em.uni-frankfurt.de

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Jun 28 2012
12:31

Tagung beschäftigt sich mit den Perspektiven religiöser und ästhetischer Gestaltung des „Hauses der Stille“ an der Goethe-Universität

Sakraler Raum für Menschen aller Glaubensrichtungen

FRANKFURT. Das "Haus der Stille" auf dem Campus Westend dürfte wohl einmalig sein in der deutschsprachigen Hochschullandschaft. Der sakrale Raum, in dem es keine eindeutigen religiösen Symbole gibt, kann von Menschen aller Glaubensrichtungen und Kulturen als Rückzugsort genutzt werden. Die Tagung „Raum und Sinn“

am 3. Juli 2012, 9.00-22.00 Uhr 

im Casino, Raum 1.81, Campus Westend

möchte daher den Modellcharakter dieses Projektes als Raum gelebter Diversität erörtern. Vertreter beider christlichen Konfessionen, des Judentums und des Islams, der Architekt des Gebäudes, Ludwig Karl, sowie der Experte für moderne Sakralarchitektur, Professor Albrecht Gerhardts, werden die religiösen und ästhetischen Dimensionen des Hauses diskutieren. Drei Solisten werden dann am Abend den Raum mit jüdischer, islamischer und christlicher Instrumentalmusik zum Klingen bringen.

Informationen und Anmeldung: Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, daher wird um Anmeldung gebeten unter info@ekhn-stiftung.de oder 069-597990-53.

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Jun 26 2012
11:01

DVPW-Arbeitskreises „Wahlen und politische Einstellungen“ tagt in Frankfurt

Warum gehen immer weniger Menschen zur Wahl?

FRANKFURT. Immer weniger Menschen gehen zur Wahl. Haben sie einfach das Interesse an der Politik verloren? Glauben sie, dass die Politiker und Parteien doch nichts für sie tun? Warum sind es gerade sozial Benachteiligte, die zunehmend weniger politisch aktiv sind, obwohl sie auf staatliche Unterstützung angewiesen sind? Am 28. (Donnerstag) und 29. Juni (Freitag) werden sich 80 Politikwissenschaftler im Gästehaus der Frankfurter Universität mit solchen und ähnlichen Fragen des sozialen und politischen Wandels in den vergangenen Jahrzehnten beschäftigen.

„Wenn immer mehr Bürger ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen, dann gefährdet dies auch die Legitimationsgrundlage der demokratischen Ordnung“, konstatiert Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher vom Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse der Goethe-Universität; sie hat gemeinsam mit Kollegen aus Mannheim und Düsseldorf die Tagung des DVPW-Arbeitskreises „Wahlen und politische Einstellungen“ organisiert. Dieser Arbeitskreis der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaften (DVPW) besteht inzwischen seit 25 Jahren. Eine Reihe von Studien mit langfristigen Perspektiven sind in dieser Zeit entstanden. Diskutiert wird in Frankfurt auch über folgende Fragen: Wie hat sich das Wahlverhalten bei den Bundestagswahlen von 1961 bis 2009 verändert? Welche Faktoren bestimmen die Koalitionspräferenzen der Wähler in den Bundesländern von 1990 bis 2009? Was lässt sich über die Links-Rechts-Orientierung im Laufe der Jahrzehnte sagen? Wie haben sich die Wahlchancen der Frauen für ein Bundestagsmandat von 1953 bis heute gewandelt? Wie kommt es, dass sich immer mehr Wähler erst in letzter Minute entscheiden?

Informationen: Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher, Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse , Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Campus Bockenheim, Tel. (069) 798-22050, Mobil 0151-24041397, Rossteutscher@soz.uni-frankfurt.de

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Jun 26 2012
10:53

14 frisch ausgebildete Tutoren beraten ihre Kommilitonen vom 2. bis 5. Juli auf den Campi Westend und Bockenheim

Zum Auftakt: Mobile Schreibberatung auf Augenhöhe

FRANKFURT. Schreibtipps und Blitzberatungen – das gibt es vom 2. Juli (Montag) bis 5. Juli (Donnerstag) an zentralen Orten des Campus Westend und des Campus Bockenheim der Goethe-Universität. Zum Auftakt der studentischen Schreibberatung bieten 14 frisch ausgebildete Peer-Tutoren und -Tutorinnen mobile Schreibberatungen an. Außerdem können dort Termine für Einzelberatungen vereinbart werden. „Wir sind für alle Studierenden, für jede Textsorte vom Exposé bis zur Hausarbeit und für jede Schreibphase ansprechbar“, erklärt die 22-jährige Hannah Maria Alfter, Studentin der Germanistik und Romanistik.

Mobile Schreibberatung findet statt auf dem Campus Westend in der Eingangshalle des IG-Farben-Hauses und im Foyer des Casinos, auf dem Campus Bockenheim im Foyer der Mensa. Weitere Termine für Schreibberatung können die Studierenden auch per Mail vereinbaren unter: katinalinguri@stud.uni-frankfurt.de

Die Peer Tutoren geben Feedback auf entstehende Texte, zum Beispiel zur Gliederung, Argumentation oder Fragestellung. Außerdem kennen sie Methoden zur Überwindung von Motivationsproblemen und Schreibblockaden und können beim Zeitmanagement beraten. „Studierende fragen am liebsten andere Studierende um Rat, um sich über das akademische Schreiben zu informieren“, so Dr. Nadja Sennewald, eine der Leiterinnen des universitären Schreibzentrums, die die Fortbildung entwickelt hat. Das Lernen auf Augenhöhe mit Kommilitonen falle vielen Studierenden leichter als in einem hierarchischen Gefüge, wie es bei einer Lehrenden-Studierenden-Konstellation immer gegeben sei – so auch das Ergebnis einer Studie, die Sennewald durchgeführt hat.

Die Erfahrung mit ähnlichen Projekten an den Universitäten Göttingen, Bielefeld oder auch der ETH Zürich zeigt, dass die studentische Schreibberatung sehr gut angenommen wird. Für die Studierenden ist es ein niedrigschwelliges Angebot, das einen Gegenpol zu vielen universitären Seminar-, Vorlesungs- und Sprechstundensituationen bildet, in denen der „Uni-Bluff“ vorherrscht: Wissenslücken, Unsicherheiten und elementare Fragen werden oft von Studierenden (und mitunter auch von Lehrenden) kaschiert. Ein solcher „Uni-Bluff“ ist in der studentischen Schreibberatung nicht notwendig, da sie außerhalb jeglicher Prüfungs- und Benotungssituationen stattfindet.

Die studentische Schreibberatung wird ermöglicht durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Programm „Starker Start ins Studium“, das zur Verbesserung der Studienbedingungen an der Goethe-Universität eingerichtet wurde.

Informationen: Dr. Nadja Sennewald, Schreibzentrum, Campus Westend, Tel. (069) 798 32845, sennewald@em.uni-frankfurt.de, zum Schreibzentrum:  www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/Schreibzentrum/index.html;
zu Starker Start ins Studium: http://www.starkerstart.uni-frankfurt.de/starkerstart  

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Jun 22 2012
15:18

Frankfurter Bürgeruniversität hört zum Abschied Herbert Grönemeyer

Bochum für alle

FRANKFURT. Seine Lieder sind Hymnen. Herbert Grönemeyer versteht es, dem modernen Zeitgefühl Ausdruck zu verleihen. Mit wenigen, nüchternen Worten beschreibt er was ihn und die Welt bewegt. Seine Lieder begleiten den Eintritt der deutschen Gesellschaft in die international vernetzte Welt mit dem Versprechen auf eine Verortung. Das Ruhrgebiet, in dem Grönemeyer seine frühe geistige Prägung erfährt, wird Ursprungsort für ein schier unerschöpfliches Programm: der robuste Stolz auf einen Lebensentwurf der Demut und Schicksalsakzeptanz, der grimmige Sozialkritik ebenso zulässt wie die melancholische Selbstreflexion einer Generation der Nachgeborenen. Der Vortrag über einen der erfolgreichsten Künstler Deutschlands, will der Frage nachgehen, wie das künstlerische Gespür Grönemeyers für die Stimme einer modernen Heimatlosigkeit lebensgeschichtlich entstanden ist.

Dieter Bartetzko ist der Referent des Abends und gleichzeitig der letzte Redner innerhalb der Vortragsreihe „Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien“, in der bekannte Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen vorgestellt werden. Die ausgewählten Lebenswege stellen dabei exemplarisch Stationen der deutschen Sozial- und Kulturgeschichte dar. Speziell für das Programm der Frankfurter Bürgeruniversität, hat Professor Tilman Allert diese Reihe erdacht. Er lehrt an der Goethe-Universität Soziologie und Sozialpsychologie mit dem Schwerpunkt Bildungssoziologie.

„Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien“

Dieter Bartetzko über Herbert Grönemeyer – Bochum für alle

am:                Montag, 25. Juni 2012, um 19.30 Uhr,

Ort:                Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt

Beginn um 19.30 Uhr

Eintritt frei

Anfahrt: www.stadtbuecherei.frankfurt.de

Das komplette Programm der 7. Frankfurter Bürger-Uni: www.buerger.uni-frankfurt.de

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Jun 22 2012
13:30

Als Festredner der Tagung spricht am 27. Juni Avi Primor – Vorträge zu Gelehrten und ihren Forschungskonzepten aus den 1920er und 1930er Jahren

„Politisierung der Wissenschaft“: Jüdische, völkische und andere Wissenschaftler an der Universität Frankfurt

FRANKFURT. Wenn es um das Verhältnis zwischen herausragenden jüdischen und bekannten ‚völkischen‘ Wissenschaftlern geht, dann lässt sich dies besonders eindrucksvoll an der Goethe-Universität studieren: Ab 1933 durften von circa 300 Forschern 100 aus politischen Gründen oder wegen ihrer jüdischen Herkunft nicht weiter lehren und wurden entlassen. Die internationale Tagung „‘Politisierung der Wissenschaft‘: Jüdische, völkische und andere Wissenschaftler an der Universität Frankfurt am Main“ wird von Mittwoch (27. Juni) bis Freitag (29. Juni) diese Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Zahlreiche Vorträge zu berühmten Frankfurter Gelehrten und ihren Forschungsthemen stehen auf dem Programm; unter anderem geht es um den Historiker Ernst Kantorowicz, den ersten Soziologie-Professor Franz Oppenheimer, den Physiker Friedrich Dessauer, den Mathematiker Max Dehn und den Rassehygieniker Otmar Freiherr von Verschuer.

Als Festredner des interdisziplinären Kongresses, der vom Historische Seminar der Goethe-Universität und dem Fritz Bauer Institut Frankfurt veranstaltet wird, spricht der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, am Mittwoch (27. Juni) um 18 Uhr im Casino (Raum 1.801), Campus Westend. Er wird sich dem Thema „Wie politisch soll die Wissenschaft sein?“ widmen; dabei geht es auch um die aktuellen Fragen, inwieweit die Politik dem Einfluss der Geisteswissenschaften unterliegt, unterliegen soll und unterliegen darf. Die Tagung sowie der Festvortrag sind öffentlich.

Mit Blick auf das 100jährige Bestehen der Goethe-Universität im Jahr 2014 haben die Frankfurter Historiker Prof. Dr. Moritz Epple, Prof. Dr. Johannes Fried, Prof. Dr. Raphael Gross und Janus Gudian M.A. diese Tagung zur interdisziplinären Wissenschafts- und Universitätsgeschichte konzipiert, zu der etwa 100 Wissenschaftler erwartet werden. „Da die Frankfurter Universität der Erfahrungshorizont war, aus dem heraus jüdische und völkische Wissenschaftler ihre Fragen entwickelten, erlaubt gerade die Untersuchung ihrer Koexistenz innovative Einblicke in die Gedankenführungen und das Zustandekommen wegweisender Theorien, so z.B. Karl Mannheims Werterelativismus“, so Fried.

Der Fokus der Tagung liegt auf den jüdischen Professoren und ihren Gegenspielern, etwa den deutsch-völkischen Gelehrten oder den Nutznießern der jüdischen Entlassungen von 1933/34. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Wie gestaltete sich dieses „Miteinander“ der disparaten politischen Anschauungen und wissenschaftlichen Arbeitsweisen? Welcher Wissenschaftler vertrat welche politische Auffassung? In welchem Verhältnis standen politische Anschauung und wissenschaftliches Weltbild? Welche neuen, gesellschaftlich relevanten Forschungsfragen entsprangen aus dieser Arbeitsatmosphäre? Welche Kommunikationsstrategien bildete der wissenschaftliche Diskurs im „Zeitalter der Extreme“ aus? Und inwiefern konstituierte der politisierte wissenschaftliche Diskurs den akademischen Erfahrungsraum, aus dem Frankfurter Professoren ihre gesellschaftspolitisch relevanten Wissenschaftskonzepte entwickelten?

Informationen: Janus Gudian M.A., Historisches Seminar, Campus Westend, Tel. (069) 798-32426;  gudian@em.uni-frankfurt.de

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Jun 20 2012
13:13

80 Oberstufenschüler ab 1. Juli bei Workshops und Informationsveranstaltungen auf den Campi Westend und Riedberg

Bundesweit erster Schülercampus für Geistes- und Naturwissenschaften an der Goethe-Universität

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

aus Anlass des bundesweit ersten Schülercampus für Geistes- und Naturwissenschaften laden wir herzlich zu einem Mediengespräch und einem gemeinsamen Lunch mit teilnehmenden Schülern, Wissenschaftlern und Initiatoren ein

am 4. Juli (Mittwoch) um 12:30 Uhr im Biozentrum auf dem Campus Riedberg, Bauteil N 101, Raum 1.14 (oberhalb der Mensa „Pi x Gaumen“)

Ihre Gesprächspartner sind neben Schülern aus dem geistes- und naturwissenschaftlichen Programm:

  • Prof. Dr. Arnim Lühken (Didaktik der Chemie)
  • Dr. Titus Stahl (Philosophie)
  • ·         Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität
  • Dr. Kerstin Schulmeyer, Leiterin der Stabsstelle Lehre und Qualitätssicherung
  • Benjamin Gilde, Stabsstelle Lehre und Qualitätssicherung, verantwortlich für den Schülercampus

Bei Interesse können Sie anschließend oder zu einem anderen Zeitpunkt an einer der naturwissenschaftlichen Arbeitsgruppen und geisteswissenschaftlichen Workshops teilnehmen. Auch Fotos sind möglich.

Bitte kurze Rückmeldung bis Mittwoch, 27. Juni, ob Sie teilnehmen werden, an jaspers@pvw.uni-frankfurt.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Jaspers

Referentin für Wissenschaftskommunikation, E-Mail: jaspers@pvw.uni-frankfurt.de, Tel. (069) 798-23266

Hintergrundinformationen zum Frankfurter Schülercampus

FRANKFURT. Zum ersten Mal veranstaltet eine deutsche Universität einen Schülercampus, der einen umfassenden Einblick in die Natur- und die Geisteswissenschaften gibt: Vom 1. bis 7. Juli werden 80 Oberstufenschüler aus dem gesamten Bundesgebiet eine Woche an der Goethe-Universität „Wissenschaft entdecken! Universität erleben!“ – so das Motto des ersten Frankfurter Schülercampus.

Knapp 300 Schüler haben sich für das attraktive Orientierungsprogramm beworben, das Einblicke in die Breite und Vielfalt der Geistes- und Naturwissenschaften geben und an wissenschaftliche Arbeits- und Forschungsmethoden heranführen soll. „Die Qualität der Bewerbungen war sehr überzeugend. Besonders erfreulich ist es für uns, dass das geisteswissenschaftliche Programm auf ebenso großes Interesse stieß wie das naturwissenschaftliche Angebot“, so Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität und verantwortlich für die Lehre. Auch leistungsstarke Schüler haben oft keine klare Vorstellung von den konkreten Inhalten und Studienvoraussetzungen der verschiedenen Fächer und stolpern deshalb nicht selten zunächst in das falsche Studienfach. Die insgesamt 50 Schülerinnen und 30 Schülern, die für den Schülercampus ausgewählt wurden, sammeln durch das Programm wertvolle Erfahrungen, die sie für ihre eigene Studienorientierung nutzen sowie an ihre Mitschüler zu Hause weiter geben können.

Das geisteswissenschaftliche Angebot des Schülercampus besteht zum einen aus fachübergreifenden Seminaren und Exkursionen sowie Gesprächen zu beruflichen Perspektiven. Zum anderen erhalten die Teilnehmer in Workshops Einblick in spezifische Gegenstände und Methoden der einzelnen Fächer. Besonders gefragt war der Workshop des Philosophen Dr. Titus Stahl zum Thema „Gibt es moralische Wahrheiten?“ Darin befassen sich die Schüler mit den Versuchen der gegenwärtigen Philosophie, Gründe zu finden, die für oder gegen die Existenz moralischer Wahrheiten sprechen. Ein weiteres Beispiel: In einem literaturwissenschaftlichen Workshop lernen die Jugendlichen, angeleitet von Prof. Dr. Heinz Drügh, wie man wissenschaftlich mit der Lyrik der Romantik umgeht, und anschließend erörtern sie im Freien Deutschen Hochstift den Erkenntniswert von Handschriften für die Gedichtanalyse.

Das naturwissenschaftliche Programm bietet zunächst einen Überblick über das Fächerspektrum. Den Großteil der Woche verbringen die Schüler in einer fachspezifischen Arbeitsgruppe, in der sie einer wissenschaftlichen Fragestellung auf den Grund gehen. Dabei arbeiten sie in Laboren der Universität und gehen auf Exkursionen zu wissenschaftlichen Einrichtungen oder Messstationen. Die biowissenschaftliche Arbeitsgruppe etwa wird unter Anleitung von Prof. Dr. Paul Dierkes Testverfahren und Arbeitsweisen der Ökotoxikologie erproben und durch eigenes Experimentieren Erkenntnisse über Schadstoffe und deren Effekte auf biologische Systeme gewinnen. In der Arbeitsgruppe des Chemiedidaktikers Prof. Dr. Arnim Lühken lernen die Teilnehmer die chemische und biochemische Forschung der Goethe-Universität kennen. In verschiedenen Forschungsinstituten entdecken die Schüler anhand eigener Experimente den Grenzbereich zwischen Chemie und Biologie.

Für das einwöchige Programm inklusive Übernachtung und Verpflegung zahlen die Schüler einen Eigenbeitrag von 160 Euro. Die Reisekosten werden bis zu 100 Euro erstattet. Der Schülercampus wird gefördert durch das Programm „Wandel gestalten!“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung sowie durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die FAZIT-Stiftung, die Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität und den Bundeswettbewerb Informatik. Auch im nächsten Jahr soll wieder ein Schülercampus veranstaltet werden, die Ausschreibung wird vermutlich im Februar 2013 starten.

Informationen: Benjamin Gilde, Stabsstelle Lehre und Qualitätssicherung, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798-22457, schuelercampus@uni-frankfurt.de; www.schuelercampus.uni-frankfurt.de