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Veranstaltungen

Aug 29 2012
16:15

Vom Froschkönig, blinden Fischen und den Tricks des Gehirns

Frankfurter Kinder-Uni feiert ihren 10. Geburtstag

FRANKFURT. In diesem Jahr feiert die Frankfurter Kinder-Uni vom 10. bis 14. September  auf dem Campus Westend ihren 10. Geburtstag. Sechs Wissenschaftler berichten in täglich drei Vorlesungen über ihr Forschungsgebiet. Sie vermitteln, was sie neugierig macht, warum sie hartnäckig bleiben und nicht aufhören sich zu wundern. Während die Vorlesungen am Vormittag Schulklassen vorbehalten sind, lädt die Universität zum Jubiläum Kinder auch mit ihren Eltern und anderen Interessierten in die Vorlesungen am Nachmittag ein.

„Unser Konzept, Acht- bis Zwölfjährige durch altersgerechte Vorlesungen für Forschung zu begeistern, hat sich bewährt“, resümiert Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz die Erfahrungen der vergangenen zehn Jahre. Das bestätigen auch zahlreiche positive Rückmeldungen von Kindern, Lehrern und Eltern. Bewusst öffnet sich die Kinder-Uni für Schüler aller Schulformen. „Damit möchten wir auch Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern für ein späteres Studium interessieren“, ergänzt Schubert-Zsilavecz. Die Bilanz seit Beginn der Kinder-Uni im Jahr 2003 kann sich sehen lassen: Knapp 73.000 Schülerinnen und Schüler haben die 115 Vorlesungen besucht.

Auch in diesem Jahr erwartet die Kinder ein spannendes Programm: Zum Auftakt am Montag (10. September) berichtet der Physiker Prof. Henner Büsching in seiner Vorlesung „Wie baut man ein Atom“ über die kleinsten Bausteine der Materie und den weltweit größten Teilchenbeschleuniger am CERN bei Genf. Dort wurde vor Kurzem das Higgs-Teilchen entdeckt, nach dem die Physiker so lange gesucht hatten.

Zum 200. Geburtstag der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm haben wir am Dienstag (11. September) die Märchenforscherin Dr. Claudia Pecher eingeladen. Auf die Frage „Wer hat den Frosch geküsst?“ gibt sie in ihrer Vorlesung einige überraschende Antworten. Ausschnitte aus Filmen lassen die Märchenfiguren der Brüder Grimm lebendig werden.

Als Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2012 (Zukunftsprojekt Erde) veranschaulicht der Evolutionsbiologe Privatdozent Dr. Martin Plath, wie Artenvielfalt entsteht. Das macht er am Beispiel seines Lieblingstiers, des Höhlenfischs. Dessen Vorfahren lernten einst, sich im Dunkeln zu recht zu finden und eroberten so einen neuen Lebensraum. Mehr dazu in der Vorlesung „Warum der Höhlenfisch keine Augen mehr braucht“ am Mittwoch (12. September)

Gerechtigkeit ist ein Thema, das Kinder schon früh beschäftigt. Am Donnerstag (13. September) geht es um gerechte Strafen und darum, wie es in einem demokratischen Staat in Gerichtsverhandlungen zugehen muss. Die beiden Kriminalwissenschaftler Dr. Milan Kuhli und Dr. Martin Asholt fragen in ihrer Vorlesung „Was passiert mit Gaunern und Ganoven?“.  Sie sind dabei dem Verdächtigen auf der Spur und zeigen, wie ein Strafprozess abläuft, an dem sich die Kinder auch beteiligen können.

Zum Abschluss beschäftigt sich der Hirnforscher Dr. Christian Kell mit den Tricks, die unser Gehirn anwendet, um aus einer Flut von Informationen die wichtigen heraus zu filtern und möglichst energiesparend zu interpretieren. Dabei passieren manchmal auch Pannen, wie der Neurologe in seiner Vorlesung am Freitag (14. September) zeigt. Er beantwortet die Frage: „Wieso sieht unter Gehirn mehr als unsere Augen?“.

Zum 10.  Geburtstag besucht auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann die Kinder-Uni:  Am Mittwoch (12. September) schaut er sich zunächst eine Vorlesung an und nutzt dann die Gelegenheit,  mit  Frankfurter Schülerinnen und Schülern über ihre Wünsche und Bedürfnisse ins Gespräch  zu kommen.

Mehr als 15 000 Schülerinnen und Schüler  haben sich in diesem Jahr zu den Vorlesungen am Vormittag angemeldet, im vergangenen Jahr war die Zahl der Interessierten ähnlich hoch. Über die Vergabe der 12 000 Plätze entschied gestern das Los. Klassen, die leider kein Glück bei der Verlosung hatten, können die ausgewählte Vorlesung auch per Live-Stream im Klassenzimmer verfolgen – oder sich später alle Vorlesungen im Internet anschauen.

Ohne Voranmeldung können alle interessierten Acht- bis Zwölfjährigen nachmittags um 16 Uhr zur Kinder-Uni kommen, lediglich Gruppen ab fünf Personen von Horten, KiTas oder Schul-AGs sollten sich im Voraus anmelden. Da der Hörsaal groß genug ist, können Eltern und andere Erwachsene die Kinder am Nachmittag gern begleiten. Der Hörsaal wird etwa 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet.

Besonders eifrige Besucher der Kinder-Uni, die an drei oder mehr Vorlesungen beteiligt haben, können an der Verlosung teilnehmen und einen von vielen tollen Preisen gewinnen – unter anderem: GEOlino-Abonnements, Kinder-Uni-Bücher und –Hör-CDs, Schüler-Timer, Theaterkarten für das Schauspiel Frankfurt und Kinder-Uni-T-Shirts. Wer vom vielen Denken hungrig geworden ist, kann sich in einer der beiden Mensen des Studentenwerks oder im Bistrorante „Sturm und Drang“ im Erdgeschoss des Hörsaalgebäudes stärken. In den Betrieben des Studentenwerks Frankfurt bekommen die Schüler gegen Vorlage ihres „Studentenausweises“ ein Kinder-Menü oder einen Snack und ein Getränk für 2,50 Euro.

Die 10. Frankfurter Kinder-Uni unterstützen folgende Partner: Bistrorante „Sturm und Drang“, Frankfurter Rundschau, GEOlino, Märchen-Stiftung Walter Kahn, Schauspiel Frankfurt, Buchhandlung Eselsohr, Studentenwerk Frankfurt am Main, CampuService, Esslinger-Verlag, dtv junior, Gerstenberg-Verlag, Hanser-Verlag, Arena-Verlag, Sauerländer-Verlag.

Informationen: Ulrike Jaspers, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23266, jaspers@pvw.uni-frankfurt.de, www.kinderuni.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Aug 28 2012
16:30

Medieneinladung zur Jubiläumsveranstaltung am 31. August, 11.45 Uhr

75 Jahre Bienenforschung in Oberursel

Sehr geehrte Damen und Herren,

als das Institut für Bienenkunde 1937 von der Polytechnischen Gesellschaft gegründet wurde, drohte die Bienenhaltung in Deutschland zusammenzubrechen. Es war ein Gebot der Stunde, ein modernes Forschungsinstitut zu bauen. Heute, 75 Jahre später, ist die Arbeit am Institut nach wie vor brennend aktuell: Die parasitische Milbe Varroa destructor bedroht Bienenvölker weltweit; innovative Bekämpfungsmittel zu entwickeln ist eine der Aufgaben des Teams um den Neurowissenschaftler und Leiter des Instituts, Prof. Dr. Bernd Grünewald. In der Grundlagenforschung stehen die Gehirnprozesse im Vordergrund, die Lernen und Gedächtnis bei Bienen zugrunde liegen.

Am 31. August 2012 ab 13.00 Uhr feiert das Oberurseler Institut, das seit 1963 gemeinsam mit der Goethe-Universität getragen wird, sein 75jähriges Jubiläum. Über die reichhaltige Forschungspalette gestern und heute informieren Mitmachexperimente und Ausstellungen von Institutsmitarbeitern und Studierenden. Hierzu laden wir Sie herzlich ein! Vorab besteht die Möglichkeit sich über Geschichte und Forschung am Institut zu informieren:

am: Freitag, den 31. August 2012, 11.45 Uhr,
Ort: Institut für Bienenkunde, Karl-von-Frisch-Weg 2, 61440 Oberursel
.

Um 13:00 Uhr beginnt der Festakt. Nach den Grußworten laden wir zu einem kleinen Empfang und anschließend zu Vorführungen rund um Gehirn und Verhalten der Honigbiene ein.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um eine kurze Nachricht bis zum 24. August, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dirk Frank
Pressereferent

Veranstaltungen

Aug 28 2012
07:41

Get-Together des Arbeitskreises „Chancengleichheit in der Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker. 7. September, Campus Westend

Netzwerke zum Erfolg

FRANKFURT. Der Arbeitskreis „Chancengleichheit in der Chemie“ (AKCC) trifft sich am 7. September 2012 auf dem Campus Westend der Universität Frankfurt am Main zu seinem jährlichen Get-Together. Die Veranstaltung will unter dem Titel "Netzwerke zum Erfolg" in diesem Jahr die Bedeutung von Netzwerken für Frauen in den Naturwissenschaften aufzeigen und für ein Engagement in Netzwerken und Fachgesellschaften werben. Verschiedene Netzwerk- und Förder-Modelle vom Studium bis in den Beruf werden von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und ihren Partnerorganisationen vorgestellt und diskutiert.

Die Veranstaltung findet statt

am: Freitag, dem 7. September 2012, 13.30 Uhr,
Ort: Campus Westend der Goethe-Universität, Anbau Casino, Saal West.

Mit von der Partie sind z.B. das MentorinnenNetzwerk Hessen, das Dechema-VBU-Businessnetzwerk für Managerinnen in den Life Sciences und der Verband der Führungskräfte in der Chemie (VAA). Das Get-Together richtet sich Frauen in Studium und Beruf, die Orientierung, Perspektiven und Vorbilder für Ihren Karriereweg suchen und die sich gerne informieren, vernetzen und austauschen möchten.

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.

Anmeldungen: Renate Kießling, r.kiessling@gdch.de, Tel: 069/7917-580

Weitere Informationen und Programm: https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/akcc/get-together-2012.html

Kontakt: Prof. Dr. Holger Stark, Prodekan des Fachbereich Biochemie, Chemie und Pharmazie, Goethe-Universität, Tel.: 069/798-29211, dekanatfb14@uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Aug 27 2012
17:00

Forschungsgebäude des Exzellenzclusters „Makromolekulare Komplexe“ trägt künftig den Namen des Stifters

Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften feierlich eingeweiht

FRANKFURT. Die Goethe-Universität hat einen weiteren Meilenstein im Ausbau ihres naturwissenschaftlichen Campus Riedberg erreicht: Das Forschungsgebäude des Exzellenzclusters „Makromolekulare Komplexe“ ist mittlerweile voll funktionsfähig und wurde in einer feierlichen Zeremonie eingeweiht. Zu Ehren des Stifters Dr. h.c. Josef Buchmann trägt es den Namen „Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften“. „Josef Buchmann hat sich auf vorbildliche Weise bürgerschaftlich für Wissenschaft und Forschung engagiert. Wir können uns glücklich schätzen, ihn zu unseren Förderern zählen zu dürfen“, würdigte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl in seinem Grußwort die Leistung des langjährigen Mäzens.

In weniger als fünf Jahren wurde der hoch technisierte Neubau auf dem Riedberg geplant und gebaut. Der Bau wurde je zur Hälfte vom Land Hessen und vom Bund getragen, nachdem der Wissenschaftsrat auf Antrag des Exzellenzclusters 2008 die Finanzierung empfohlen hatte. Auf 3.000 qm bietet er nun Arbeitsplätze für mehr als 180 Wissenschaftler. „Unsere Vision ist, das Institut zu einem Flaggschiff der Goethe-Universität im Bereich Lebenswissenschaften zu machen“, so Direktor Prof. Ivan Dikic. Seit August 2011 sind elf Forschergruppen aus den Disziplinen Biologie, Biochemie, Chemie, Physik und Medizin eingezogen. Sie versuchen, eine der Grundlagen des Lebens besser zu verstehen: Gemeinsam sind sie makromolekularen Komplexen auf der Spur, jenen winzigen Maschinen aus Proteinen, die für das Funktionieren einer Zelle unersetzlich sind. Es gibt viele molekulare Maschinen, und wie sie dynamisch miteinander agieren wird bislang nur ansatzweise verstanden. „Fehlfunktionen im Netzwerk der molekularen Maschinen können schwere Erkrankungen wie Krebs, Alzheimer oder Parkinson auslösen, daher ist unsere Arbeit von großer biomedizinischer Bedeutung. Diese wissenschaftlichen Fortschritte werden die Lebensverhältnisse der Gesellschaft nachhaltig verbessern“, erklärte Dikic.

Diese Fortschritte haben auch das Interesse des Frankfurter Unternehmers und Mäzens Dr. h.c. Josef Buchmann geweckt, der sich mit seiner Stiftung nicht nur für die Goethe-Universität und den Standort Frankfurt sehr engagiert, sondern auch für die Tel Aviv Universität in Israel. Insbesondere die Hilfe für junge Wissenschaftler ist Josef Buchmann wichtig. So hat er seit 1985 beispielsweise 80 Jahresstipendien für Promovierende gewährt. Dem Neubau des Zentrums der Kinderheilkunde am Universitätsklinikum in Frankfurt hat er mit einer großzügigen Spende unter die Arme gegriffen, dort ist ein Gebäudeflügel nach ihm benannt. Ebenso wie der Vogelsaal im Senckenberg Museum, wo er die Neugestaltung unterstützt hat. Darüber hinaus finanziert er im Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) eine Professur. Und nun unterstützt er auch das Forschungsinstitut des Exzellenzclusters mit einem substanziellen Betrag. Zum Dank für sein nachhaltiges Engagement für die Goethe-Universität wurde dem Gebäude nun der Name „Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften“ verliehen.

„Die Spende von Herrn Buchmann leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Exzellenz an unserem Institut“, betonte Prof. Harald Schwalbe, Sprecher des Exzellenzclusters, das im Juni gerade den Zuschlag für eine weitere Förderperiode im bundesweiten Wettbewerb erhalten hatte. „Damit können wir weiteren ausgewiesenen jungen Wissenschaftlern die Chance geben, eine eigene Forschergruppe in Frankfurt aufzubauen.“ Rekrutiert wird der Nachwuchs weltweit, mehr als 18 Nationalitäten arbeiten in dem Gebäude, viele von ihnen haben zuvor an führenden Instituten gelernt oder erste Berufserfahrungen gesammelt. Oft ist es die interdisziplinäre Ausrichtung des Exzellenzclusters, die sie auf den Riedberg lockt.  „Nur in einem solchen Umfeld lassen sich komplexe Strukturen wie molekulare Maschinen aufklären“, so Schwalbe. „Wir hoffen, damit entscheidend zum Verständnis von Erkrankungen wie Demenzen und Krebs beitragen zu können.“

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Harald Schwalbe, Tel. (069)798-29737, schwalbe@nmr.uni-frankfurt.de
Prof. Dr. Ivan Dikic, Tel. (069)798-42501, ivan.dikic@biochem2.de

Veranstaltungen

Aug 23 2012
14:04

Wir stellen Ihnen die Themen und Referenten vor

10. Geburtstag der Frankfurter Kinder-Uni

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

in der Woche vom 10. bis 14. September lädt die Goethe-Universität zur 10. Frankfurter Kinder-Uni ein. Warum uns diese turbulente Woche mit einigen tausend Kindern immer wieder Spaß macht und was dieses Jahr auf dem Programm steht, erfahren Sie

am: Mittwoch, dem 29. August 2012, um 11.00 Uhr
im
: Eisenhower-Raum des Poelzigbaus (IG 1.314) auf dem Campus Westend, Grüneburgplatz 1, 60629 Frankfurt am Main.

Ihre Gesprächspartner:

  • Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität
  • Privatdozent Dr. Martin Plath, Evolutionsbiologe
  • Prof. Henner Büsching, Teilchenphysiker
  • Dr. Claudia Pecher, Märchenforscherin
  • Dr. Milan Kuhli und Dr. Martin Asholt, Kriminalwissenschaftler

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um eine kurze Nachricht bis 27. August 2012 an jaspers@pvw.uni-frankfurt.de, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

Mit besten Grüßen

Anne Hardy und Ulrike Jaspers
Referentinnen für Wissenschaftskommunikation

Veranstaltungen

Aug 22 2012
13:07

Medieneinladung zur Einweihungszeremonie am 27. August, 17 Uhr

Einweihung des Buchmann Institute for Molecular Sciences

Sehr geehrte Damen und Herren,

das im Exzellenzcluster ‚Makromolekulare Komplexe‘ gegründete Buchmann Institute for Molecular Life Sciences ist nicht nur baulich fertiggestellt, sondern auch der Forschungsbetrieb läuft mittlerweile auf vollen Touren. Elf Gruppen aus den vier Fachbereichen Physik, Chemie, Biochemie und Pharmazie, Biowissenschaften und Medizin haben das neue Institut bezogen, um interdisziplinäre Projekte zur Erforschung makromolekularer Strukturen voranzutreiben. 

Zu Ehren des Förderers Dr. h. c. Josef Buchmann und seiner Frau Bareket möchten wir Sie zu einer feierlichen Einweihungszeremonie einladen:

am: Montag, dem 27. August 2012, 17.00 Uhr,
Ort: Foyer des Buchmann Institute for Molecular Sciences, Goethe-Universität Frankfurt, Max-von-Laue-Str. 15, 60438 Frankfurt am Main
.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um eine kurze Nachricht bis zum 24. August, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dirk Frank
Pressereferent

Veranstaltungen

Aug 21 2012
11:16

Goethe-Universität bietet Schülern und Lehrkräften wieder ein hochkarätiges Programm. 25./26. September, Otto-Stern-Zentrum, Campus Riedberg

Tag der Naturwissenschaften

FRANKFURT. Zum Jubiläum noch mehr Mitmachprogramm: Der Tag der Naturwissenschaften findet in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt. Die Goethe-Universität lädt Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer herzlich dazu ein. Geboten wird Ihnen am 25./26. September ein vielfältiges Programm aus Vorträgen und Experimentalständen. Die Naturwissenschaften einmal außerhalb des Klassenzimmers kennen lernen: Erstaunlich, wo überall Physik drin steckt, wie breit die Forschungsfelder der Biologie aufgestellt sind oder wie spannend Mathematik sein kann!

Am Tag der Naturwissenschaften können folgende Fächer „besichtigt“ werden: Biochemie, Bioinformatik, Biophysik, Biowissenschaften, Chemie, Geographie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Medizin, Meteorologie, Pharmazie, Physik und Zahnmedizin. Alle Studiengänge haben bestimmte inhaltliche Anforderungen und setzen Vorwissen aus der Schule voraus. Vermittelt wird, welches Vorwissen gefragt ist und wie die Kurswahl in der Oberstufe gezielt angegangen werden kann, gerade auch im Hinblick auf ein späteres Studium in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Medizin.

Neu im Programm ist ein Workshop für Lehrerinnen und Lehrer. In einem Impulsreferat wird die Arbeit des Vereins MINT-EC vorgestellt. Der Verein unterstützt Schulen beim Aufbau eines naturwissenschaftlichen Profils. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit, sich über konkrete Projekte in den Schulen auszutauschen.

Auch für Schülerinnen und Schüler wird ein interaktives Element ausprobiert. Geplant ist ein Science-Slam, bei dem einzelne oder kleine Gruppen ein naturwissenschaftliches Thema in 8-10 Minuten in lustiger Art und Weise aufs Korn nehmen. Das Publikum kürt den Sieger durch Dauer und Lautstärker des  Applauses. Das Siegerteam erhält einen Preis. Anmeldungen für den Science Slam sind bis zum 14.09.2012 möglich.

Weitere Informationen: Programmheft und Anmeldung stehen bereit unter www.tdn.uni-frankfurt.de

Ansprechpartner: Marco Blasczyk, blasczyk@em.uni-frankfurt.de

Forschung

Aug 20 2012
14:57

Ionenkanäle steuern Aktivitätsmuster dopaminerger Nervenzellen

Dem Reiz des Neuen und dem Morbus Parkinson auf der Spur

FRANKFURT. Wie hängen die Aktivität von Neuronen, das Explorationsverhalten und die Parkinson-Erkrankung zusammen? Forschergruppen um die NGFN-Wissenschaftler Professor Birgit Liss in Ulm und Professor Jochen Roeper in Frankfurt haben nun herausgefunden, dass ein spezielles Protein, ein so genannter K-ATP Ionenkanal, entscheidend für die Aktivitätsmuster bestimmter Dopamin-produzierender Nervenzellen ist – und damit wichtig für die Pathophysiologe des Morbus Parkinson, aber auch für das Explorationsverhalten.

Diese neuen Erkenntnisse der unter anderem über das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN), den Frankfurter Sonderforschungsbereich „Redox Regulation“ (SFB815), den Ulmer SFB 497 und die Alfried Krupp-Stiftung geförderten Arbeit wurden nun im renommierten Fachjournal Nature Neuroscience veröffentlicht.

Die Erstautorin der Studie Julia Schiemann, Doktorandin in der Arbeitsgruppe von Prof. Jochen Roeper, entdeckte, dass ein spezielles Protein, ein sogenannter Kalium-Ionenkanal (K-ATP), bei Mäusen in den Dopamin-produzierenden Nervenzellen der Substantia Nigra (SN-DA) – einer Region des Mittelhirns, aktiv und zudem wichtig für eine zeitweilig stark erhöhte Aktivität ist, die so genannte „Burstaktivität“. Diese geht mit einer verstärkten Dopamin-Freisetzung einher. Die neu erkannte Funktion der Ionenkanäle zeigte sich als essentiell für das Verhalten der untersuchten Mäuse. „Wenn wir diese Kanäle selektiv in bestimmten SN-DA-Nervenzellen mit Hilfe viraler Techniken ausschalten, „bursten“ diese Neuronen im intakten Gehirn kaum noch, und die so behandelten Tiere untersuchen mit weniger Interesse eine neue Umgebung“, erläutern Prof. Roeper, Leiter des Instituts für Physiologie II der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und Prof. Liss, Leiterin des Instituts für Angewandte Physiologie der Universität Ulm.

Zusätzlich spielen die K-ATP-Kanäle auch pathophysiologisch eine Rolle. In Zusammenarbeit mit Dr. Zaghloul vom National Institute of Health (NIH) konnten die Forscher zeigen, dass eben diese SN-DA-Nervenzellen auch bei Parkinson-Patienten eine hohe „Burstaktivität“ aufweisen. Das Absterben dieser Nervenzellen ist eine der Hauptursachen der Parkinson-Symptomatik, wie erschwerte Bewegungen und das Zittern der Muskulatur. Darüber hinaus zeigten die Forscher, dass eine regulatorische Untereinheit des K-ATP-Kanals, das so genannte SUR1-Gen, in den überlebenden Nervenzellen bei Parkinson-Patienten verstärkt exprimiert ist, also mehr Kanäle in der Zellmembran vorliegen sollten. „Diese Befunde weisen darauf hin, dass der K-ATP-Kanal bei Parkinson-Patienten in den SN-DA-Nervenzellen stärker aktiv ist und zur Pathophysiolgie des Morbus Parkinson beitragen könnte“, erklären Prof. Liss und Prof. Roeper.

Bereits 2005 haben Prof. Liss und Prof. Roeper diesen K-ATP Kanal mit der Parkinson’schen Krankheit in Verbindung gebracht. Die Forscher zeigten damals, dass eine generelle Inaktivierung der K-ATP-Kanäle das Absterben der SN-DA-Nervenzellen verhindern kann. Die eigentliche Funktion des Kanals in den SN-DA-Nervenzellen war jedoch bislang unklar.

Weitere Untersuchungen sollen nun klären, wie die K-ATP-Kanäle im Detail zu der Parkinson-Pathophysiologie und auch dem Verhalten Neuem gegenüber beim Menschen beitragen. Die Kalium-Kanäle in den SN-DA-Nervenzellen könnten auch einen möglichen Ansatzpunkt für die Parkinson-Therapie darstellen, indem ihre Öffnung und damit die Aktivität der Nervenzellen pharmakologisch beeinflusst wird. Medikamente, die die Öffnung von K-ATP-Kanälen hemmen, sind in der Therapie des Altersdiabetes (Diabetes mellitus Typ II) bereits im Einsatz. Hierbei bewirken sie die Schließung der Kalium-Kanäle und ermöglichen so eine erhöhte Insulinausschüttung aus den Pankreaszellen. Medikamente, die die Blut-Hirn-Schranke passieren und möglichst selektiv auf die K-ATP-Kanälen der SN-DA Neurone wirken, könnten das Fortschreiten des Zelltods bei der Parkinson-Erkrankung verzögern, hoffen die Wissenschaftler.

Originaltitel der Publikation: Nature Neuroscience. K-ATP channels in dopamine substantia nigra neurons control bursting and novelty-induced exploration. Julia Schiemann, Falk Schlaudraff, Verena Klose, Markus Bingmer, Susumu Seino, Peter J Magill, Kareem A Zaghloul, Gaby Schneider, Birgit Liss & Jochen Roeper

Nationales Genomforschungsnetz (NGFN)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Untersuchung von Neurodegenerativen Erkrankungen seit 2001 im Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN). Die Förderung wird seit 2008 im Bereich NGFN-Plus in dem Programm der Medizinischen Genomforschung fortgeführt. Die hier vorgestellten Arbeiten wurden unter Federführung des Integrierten Genomverbundes „Funktionelle Genomik des Parkinson Syndroms“ im Rahmen von NGFN-Plus angefertigt. www.ngfn.de 

Weitere Informationen: Prof. Dr. Birgit Liss, Universität Ulm, Institut für Angewandte Physiologie, Albert Einsteinallee 11, 89081 Ulm, Tel.: +49 (0)731500-36214  (PA), Telefax: +49 (0)731 50 36202, birgit.liss@uni-ulm.de; Prof. Dr. Jochen Roeper, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Neurophysiologie, Theodor Stern Kai 7, 60596 Frankfurt am Main, Tel. +49-69-6301- 84092  (PA), Telefax: +49-69-6301-7668, roeper@em.uni-frankfurt.de 

Pressekontakt NGFN: Dr. Cornelia Depner, NGFN Geschäftsstelle, c/o Deutsches Krebsforschungszentrum, V025, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg, Tel. 06221 42-4742, Fax: 06221 42-4651, E-Mail: c.depner@dkfz.de, www.ngfn.de

Pressekontakt Universität Ulm: Willi Baur, Pressesprecher,Telefon: 0731 50 220 20, Fax: 0731 50 220 48, willi.baur@uni-ulm.de

Sonstige

Aug 17 2012
15:36

Beratungstelle MAINKIND bietet Kommunikationstraining für Eltern mit hochbegabten Kindern

Starke Eltern für besondere Kinder

FRANKFURT. Vom 31. August bis 2. September bietet die Beratungsstelle MAINKIND in ihren Räumlichkeiten an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main ein besonderes Elterntraining an: „Klikk – Kommunikations- und Lösungsstrategien für die Interaktion mit klugen Kindern“. Der Diplom-Psychologe Dr. Dietrich Arnold wird Eltern mit Hilfe von Gruppenarbeiten und Diskussionen, Kommunikations- und Lösungsstrategien für die Beziehungsarbeit mit ihren hochbegabten Kindern aufzeigen.

Die Mitarbeiter der Beratungsstelle MAINKIND haben in den ersten sechs Monaten nach der Eröffnung im Januar 2012 immer wieder die Rückmeldung von Eltern erhalten, dass diese sich verunsichert im Umgang mit ihren Kindern fühlen und dass sie keine Ansprechpartner im Alltag hätten. Im Klikk-Kommunikationstraining erhalten Eltern Antworten auf  wiederkehrende Fragen; das Training verhilft somit zu mehr Sicherheit in der Beziehung zu ihren Kindern. Hochbegabte Kinder stellen an sich und auch an ihre Umwelt besondere Anforderungen, dazu benötigen sie starke Eltern an ihrer Seite. Das Training verhilft zur  Wiederentdeckung vorhandener und Entdeckung neuer Kompetenzen, die den familiären Alltag von Familien mit hochbegabten Kindern bereichern können. Der Unkostenbeitrag beträgt: 250 Euro

Arnold entwickelte das Klikk-Elterntraining 2006 bis 2008 gemeinsam mit Prof. Dr. Franzis Preckel, Inhaberin des Lehrstuhls für Hochbegabtenforschung und -förderung an der Universität Trier. Klikk wurde viele Jahre erfolgreich an der Ludwig-Maximilians Universität, München angeboten, und viele bayerische Eltern nutzen das Angebot. Die Karg-Stiftung unterstützte sowohl die Erarbeitung der Kursangebote als auch die wissenschaftliche Auswertung. Darüber hinaus wurden die Erfahrungen aus dem Klikk-Projekt in dem Elternhandbuch "Hochbegabte Kinder klug begleiten" (Beltz 2011) kommuniziert.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: mainkind@paed.psych.uni-frankfurt.de    

Die Beratungsstelle MAINKIND ist eine Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt, die durch die Karg-Stiftung (www.karg-stiftung.de), das IDeA Zentrum Frankfurt und die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) gefördert wird. MAINKIND bietet für Kinder, Jugendliche und deren Familien eine ausführliche Diagnostik und Beratung zu Lernauffälligkeiten an. Darüber hinaus werden Interventionen zu ausgewählten Themenbereichen durchgeführt. Das Team,  bestehend aus erfahrenen Diplom- Psychologen/innen, Diplom-Sozialwissenschaftlern/innen und studentischen Hilfskräften arbeitet mit Schulen und Kindertagesstätten, Beratungsstellen und Einrichtungen der Stadt Frankfurt sowie medizinischen und therapeutischen Fachkollegen/innen zusammen.

Terminvereinbarung unter: 069/798-22440, Mo – Do, 13:00 und 14:00 Uhr  oder mainkind@paed.psych.uni-frankfurt.de, bitte mit kurzer Schilderung des Anlasses. 

Forschung

Aug 16 2012
12:09

Forscher-Team veröffentlicht Ergebnisse eines Verhaltenstests in Fachzeitschrift

Wenn die Zeit rast: ADHS-Kinder nehmen Zeit anders wahr

FRANKFURT. Kinder und Jugendliche, die unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) leiden, haben offenbar eine veränderte Wahrnehmung der Zeit: Wenn Kinder mit ADHS die Dauer von Zeitspannen beurteilen sollten, erlebten sie gleiche Zeitdauern als wesentlich länger als andere Kinder. Dies haben Prof. Dr. Helmut Prior vom Institut für Psychologie der Goethe-Universität, Dr. Marco Walg vom LVR-Klinikum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Dr. Johannes Oepen vom Viktoriastift in Bad Kreuznach zeigen können.

Ergebnisse ihrer Studie haben die Wissenschaftler soeben in der Online-Ausgabe des wissenschaftlichen Magazins „Journal of Attention Disorders” veröffentlicht. Aufgrund der beteiligten Hirnstrukturen war bereits vermutet worden, dass die Verarbeitung von Zeit bei ADHS verändert ist. Die neue Studie „Adjustment of Time Perception in the Range of Seconds and Milliseconds: The Nature of Time-Processing Alterations in Children With ADHD” liefert nun den ersten klaren Beleg in Verhaltenstests.

31 Kinder mit ADHD und 29 Kinder ohne Störung lernten zunächst, ein auf dem Computerbildschirm für kurze Dauer (z.B. 1,3 Sekunden) gezeigtes Kreissymbol von einem für längere Dauer (z.B. 2,5 Sekunden) gezeigten gleich aussehenden Symbol zu unterschieden. In anschließenden Tests bewerteten sie für eine größere Serie von Zeitspannen,  ob diese „kurz“ oder „lang“ waren.  Dieselben Zeitspannen wurden von Kindern mit ADHD sehr viel häufiger als lang wahrgenommen. Außerdem taten sich ADHS-Kinder schwerer als andere Kinder, sich auf die neue Situation einzustellen, wenn die getesteten Zeitspannen insgesamt verlängert oder verkürzt wurden.

Die publizierten Befunde werfen ein neues Licht auf die Gründe für Impulsivität und mangelnde Konzentration bei ADHS, der am häufigsten diagnostizierten Störung bei Kindern und Jugendlichen. „Ein optimiertes Zeitmanagement, zum Beispiel durch Strukturierung komplexer Aufgaben in Teilaufgaben, dürfte ein wesentlicher Ansatzpunkt sein, um mit ADHS einhergehende Probleme im Schulunterricht und anderen Lebensbereichen in den Griff zu bekommen“, so der Frankfurter Wissenschaftler Prior.

Informationen: Journal of Attention Disorders, Online First, Doi: 10.1177/1087054712454570 Prof. Dr. Helmut Prior, Institut für Psychologie, Campus Bockenheim, Goethe-Universität, Tel. (069) 798- 22118 Prior@psych.uni-frankfurt.de Dr. Marco Walg, LVR-Klinikum, HHU Düsseldorf, Tel. (0211) 922 4553, marco.walg@lvr.de

Veranstaltungen

Aug 14 2012
14:26

Die IT-Girls Nacht vom 26.-27. Oktober 2012 führt Schülerinnen im Rahmen einer LAN-Party an das Fach Informatik heran. Anmeldung läuft ab sofort!

Spielend die Welt der Bits und Bytes entdecken

FRANKFURT. An die Computer – fertig – los! Das ist das Motto der nächsten „IT-Girls Nacht“ an der Goethe-Universität, die vom 26./27. Oktober (17.00-11.00 Uhr) im Fachbereich Informatik stattfindet. Schülerinnen von 12 bis 17 können wieder eine ganze Nacht lang die Welt der Informatik mit jede Menge Spiel und Spaß entdecken. Eine LAN-Party nur für Girls und mit Rundum-Verpflegung: Spannende Spiele für Computer und Smartphones, tanzende Roboter und noch jede Menge anderer digitaler Techniken können in lockerer Atmosphäre entdeckt werden. Verschiedene Workshops bieten die Möglichkeit zur Vertiefung: Wie sieht ein Job in de Informatik aus? Wie baut man einen Computer auseinander und wieder zusammen? Im Rahmen einer Mini-Vorlesung „Verschlüsselung und Zauberei“ wird Prof. Isolde Adler anschaulich zeigen, was Informatik eigentlich ist – ganz ohne Strom wird der Computer erklärt.

Während der gesamten Nacht stehen durchgehend erfahrene Fachfrauen zur Verfügung. Die angebotenen Computerspiele sind für die Altersgruppe freigegeben. Für die Übernachtung müssen die Teilnehmerinnen Schlafsack und Isomatte mitbringen.

Anmeldung und Infos zur IT-Girls Nacht: Bei der Anmeldung können die Schülerinnen den gewünschten Workshop angeben und erhalten dann ein Anmeldeformular. Diese muss von den Eltern bzw. dem Erziehungsberechtigten unterschrieben werden. Die verbindliche Zusage erfolgt natürlich nur dann, wenn noch Plätze frei sind. Die Teilnahme ist kostenfrei!
http://tinyurl.com/uniLAN

Veranstaltungsort: Goethe-Universität Frankfurt, Fachbereich Informatik, Lernzentrum, Raum 1, Robert-Mayer-Str. 11-15

Ansprechpartnerin: Shanti I. Hoebel, Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Informatik, Robert-Mayer-Str. 10, 60325 Frankfurt am Main, Tel. (069) 798-28087, Fax (069) 798-25123 lan-party@dbis.informatik.uni-frankfurt.de

Forschung

Aug 14 2012
13:39

Forscher der Universitäten Frankfurt am Main und Augsburg entdecken neuen Mechanismus, der für künftige Elektronik-Anwendungen bedeutend sein könnte

Simultanes Auftreten von Ferroelektrizität und Magnetismus in organischem Material

FRANKFURT. Materialien, die verschiedene Arten „ferroischer“ Ordnung kombinieren, sogenannte Multiferroika, könnten ein neues Zeitalter in der Elektronik einläuten,  insbesondere in der elektronischen Schaltungs-, Sensor- und Speichertechnologie. Denn in Multiferroika treten Magnetismus (die Ausrichtung mikroskopischer Magnete) und Ferroelektrizität (die Ausrichtung elektrischer Dipole) simultan auf. In ihrem soeben in Nature Materials erschienenen Beitrag „Multiferroicity in an organic charge-transfer salt that is suggestive of electric-dipole-driven magnetism“ berichten nun die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Jens Müller und Prof. Dr. Michael Lang (Goethe-Universität Frankfurt) sowie PD Dr. Peter Lunkenheimer und Prof. Dr. Alois Loidl  (Universität Augsburg)  von einer überraschenden Entdeckung: Es ist ihnen gelungen, Multiferroizität erstmals in einem Ladungstransfersalz – in einem organischen (kohlenstoffbasierten) Festkörper also – nachzuweisen und damit eine neue Klasse multiferroischer Materialien zu erschließen.

Überraschend ist diese Entdeckung, weil Ladungstransfersalze an sich schon seit langem bekannt und in der Grundlagenforschung Gegenstand intensiver Untersuchungen sind. Diese Materialien weisen eine erstaunliche Fülle interessanter physikalischer Phänomene auf, so etwa Supraleitung, magnetisch- oder ladungsgeordnete Zustände und Metall-Isolator-Übergänge. Solche Phänomene werden in Frankfurt und Augsburg im Rahmen der DFG-Sonderforschungsbereiche/TRR „Condensed Matter Systems with Variable Many-Body Interactions“ (Sprecher: Prof. Michael Lang) und „From Electronic Correlations to Functionality“ untersucht.

Was die Frankfurter und Augsburger Physiker entdeckt haben ist insofern spektakulär, als in dem untersuchten Material ein neuer Mechanismus auftritt, bei dem die ferroelektrische Ordnung die magnetische überhaupt erst möglich macht: Durch eine zunächst auftretende Ordnung von Elektronen werden konkurrierende magnetische Wechselwirkungen unterdrückt, die zuvor das spontane Ordnen der magnetischen Momente behindert haben. Erst durch diese Unterdrückung wird die antiferromagnetische, also antiparallele Ausrichtung dieser Momente ermöglicht.

Inzwischen arbeiten die Frankfurter und Augsburger Physiker bereits daran, diese neuartigen multiferroischen Eigenschaften in einem organischen Material im Detail zu verstehen und eine mögliche Wechselwirkung zwischen elektrischer und magnetischer Ordnung nachzuweisen. Eine solche Wechselwirkung wäre für mögliche Anwendungen insbesondere in der elektronischen Schaltungs-, Sensor- und Speichertechnologie von hoher Relevanz.

Originalbeitrag: Peter Lunkenheimer, Jens Müller, Stephan Krohns, Florian Schrettle, Alois Loidl, Benedikt Hartmann, Robert Rommel, Mariano de Souza, Chisa Hotta, John A. Schlueter, Michael Lang: “Multiferroicity in an organic charge-transfer salt that is suggestive of electric-dipole-driven magnetism”. http://dx.doi.org/10.1038/NMAT3400

Weitere Informationen: Prof. Dr. Jens Müller, Tel. (069) 798-47274, j.mueller@physik.uni-frankfurt.de; Prof. Dr. Michael Lang, Tel. (069) 798-47241, michael.lang@physik.uni-frankfurt.de; Physikalisches Institut, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Max-von-Laue-Straße 1, 60438 Frankfurt am Main http://www.pi.physik.uni-frankfurt.de/index.html

Personalia/Preise

Aug 13 2012
16:47

Jura-Studentin der Goethe-Universität erkämpfte nach turbulentem Finale in London den dritten Platz im Hammerweitwurf

Goethe-Universität gratuliert Betty Heidler zur Bronze-Medaille

FRANKFURT. Ein dramatischer Abend mit erfreulichem Ausgang: Die Frankfurterin Betty Heidler konnte am Freitag in London olympisches Bronze im Hammerweitwurf gewinnen. „Wir gratulieren Betty Heidler ganz herzlich zu der Bronze-Medaille. Die Goethe-Universität ist stolz auf diese Top-Athletin!“, sagte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl, und verwies auf die beeindruckende Anzahl von Heidlers sportlichen Erfolgen. Betty Heidler hält den aktuellen Weltrekord im Hammerwurf, wurde 2010 Europameisterin und 2007 Weltmeisterin in ihrer Disziplin.

Die Polizeihauptmeisterin, die Jura an der Goethe-Universität studiert und bei der LG Eintracht Frankfurt trainiert, musste am Freitagabend lange auf das endgültige Ergebnis warten. Durch einen Kampfrichterfehler war ihr stärkster Wurf zunächst nicht berücksichtigt worden. Nach Protesten der Deutschen wurde noch einmal nachgemessen und schließlich stand fest, dass Heidler mit einer Weite von 77,12 Meter auf einem Bronzeplatz lag. Heidlers Medaille bescherte dem deutschen Leichtathletikverband die insgesamt achte Medaille bei den Olympischen Spielen in London.

Forschung

Aug 13 2012
12:41

Nach Artensterben vermehrten sich Schwefelbakterien schlagartig

Vergiftete Ozeane an der Trias-Jura Grenze

FRANKFURT. Das Massensterben von Tieren und Pflanzen vor 200 Millionen Jahren führen Forscher auf massive Vulkanausbrüche zurück. Damals brach der Urkontinent auseinander und der Atlantische Ozean entstand. Die Vulkane setzten riesige Mengen Schwefeldioxid (SO2) und Kohlendioxid (CO2) frei. Diese verursachten eine Reihe von Umweltstörungen, insbesondere globale Erwärmung und einen Sauerstoffmangel in den Ozeanen. Die dramatischen Änderungen in den Ökosystemen der küstennahen Gewässer belegt jetzt der Nachweis grüner Schwefelbakterien, die Wissenschaftler der Goethe-Universität in 200 Millionen Jahre alten Sedimentproben gefunden haben. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Online-Ausgabe von Nature Geoscience publiziert.

Das Artensterben an Land hatte das Team von Dr. Bas van de Schootbrugge vom Institut für Geowissenschaften bereits 2009 untersucht. Tatsächlich führten die Vulkanausbrüche in der nördlichen Hemisphäre zu Waldsterben, worauf sich Farne und andere Pionierpflanzen rasch ausbreiteten. „Die molekularen Überreste der grünen Schwefelbakterien, die wir jetzt in schwarzem Schiefer bei Bohrungen in Norddeutschland und Luxemburg gefunden haben, vermitteln ein düsteres Bild der Küstengewässer unmittelbar nach dem Massensterben“, sagt van de Schootbrugge. Schwefelbakterien gedeihen dort besonders gut, wo reichlich Schwefelwasserstoff vorhanden ist. „Unter diesen Bedingungen vermehrten sich die Bakterien stark. Der Ozean muss im frühen Jura nach faulen Eiern gestunken haben“, erklärt van de Schootbrugge.

Zeitgleich mit der Vermehrung der grünen Schwefel-Bakterien veränderte sich die Zusammensetzung der Algen-Arten. Algen sind die Grundlage der Nahrungskette im Meer. Durch den Sauerstoffmangel verschob sich das Gleichgewicht dramatisch von roten zu grünen Algen-Arten. Das gleichzeitige Auftreten von grünen Schwefelbakterien und grünen Algen ist eine langfristige Folge hoher CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre. Diese führten zu globaler Erwärmung und einer verminderten Wasserzirkulation im Meer. „Die rauen Bedingungen, die nach dem Massensterben in den Küstenregionen herrschten, erklären auch, warum die Lebewesen am Meeresboden so lange brauchten, um sich zu erholen. Beispielsweise gab es im frühen Jura so gut wie keine Korallenriffe. Küstenregionen waren auch damals die hot spots der Biodiversität. Lange, sauerstoffarme Phasen beeinträchtigten ihre Erholung“, so Sylvain Richoz, Leitautor der Studie.

Für unsere Zukunft sind diese Befunde aus der Erdgeschichte insofern relevant, als „Totzonen“– Bereiche, in denen der Ozean keinen Sauerstoff enthält – in letzter Zeit unter dem Einfluss des Menschen zunehmen. Globale Erwärmung und Umweltverschmutzung sind die Hauptursachen. „Besonders beunruhigend ist, dass die Freisetzung großer Mengen CO2 an der Trias-Jura-Grenze so lang anhaltende Effekte auf die Biodiversität der Ozeane hatte“, schließt Sylvain Richoz.

Publikation: Sylvain Richoz, Bas van de Schootbrugge et al.: Hydrogen sulphide poisoning of shallow seas following the end-Triassic extinction, Nature Geoscience, Advanced Online Publication, 12. August 2012, DOI: 10.1038/NGEO1539.

Bilder zum download finden Sie hier.

Bildtexte:
Bild 1: Zyste einer Grünalge der Gattung Tasmanites (60 x 60 Mikrometer). Diese Prasinophyte blühte während der frühen Jurazeit. Foto: Bas van de Schootbrugge.

Bild 2: Zyste einer Grünalge der Gattung Pleurozonaria (50 x 50 Mikrometer). Diese Prasinophyte blühte während der frühen Jurazeit. Foto: Bas van de Schootbrugge.

Bild 3: Zyste einer Rotalge der Gattung Rhaetogonyaulax (40 x 60 Mikrometer). Dinoflagellaten waren häufiger, bevor das Massensterben während der späten Trias einsetzte. Foto: Bas van de Schootbrugge.

Informationen: Dr. Bas van de Schootbrugge, Institut für Geowissenschaften, Facheinheit Paläontologie, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-40178; van.de.Schootbrugge@em.uni-frankfurt.de; Dr. Sylvain Richoz, Institut für Erdwissenschaften, Bereich Geologie und Paläontologie, Karl-Franzens-Universität Graz, Tel.: +43 (0) 316 380 5581; sylvain.richoz@uni-graz.at

Personalia/Preise

Aug 10 2012
13:43

Aufnahme in die Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin

Prof. Amparo Acker-Palmer neues Mitglied der Leopoldina

FRANKFURT. Amparo Acker-Palmer, Leiterin des Instituts für Molekulare und zelluläre Neurobiologie an der Goethe-Universität, ist als neues Mitglied in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen worden. Die Leopoldina, seit 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften, wählt zu ihren Mitgliedern herausragende Wissenschaftler aus aller Welt. Sie beraten die Politik und pflegen den Austausch mit ausländischen Akademien und Wissenschaftlern. Die aus Spanien stammende Biologin beschäftigt sich mit Parallelen in der Netzwerkbildung von Nervenzellen und Blutgefäßen. Sie wird in die Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin aufgenommen. „Ich freue mich sehr über diese Würdigung meiner wissenschaftlichen Arbeit“, so Acker-Palmer, die 2010 bereits mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde. Die Mutter zweier Töchter will sich in der Leopoldina auch dafür einsetzten, dass Wissenschaftlerinnen trotz aller Schwierigkeiten Familie und Beruf besser in Einklang bringen können.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl gratulierte der Kollegin: „Es ist Anerkennung und Verpflichtung zugleich, als junge Forscherin in die Reihen der besten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen Deutschlands aufgenommen zu werden.“ Prof. Amparo Acker-Palmer untersucht EphrinB-Rezeptoren – das sind Schlüsselmoleküle für die Kommunikation von Nervenzellen an den Kontaktstellen, den Synapsen. Zu den herausragenden wissenschaftlichen Erkenntnissen ihrer Arbeitsgruppe gehört die Feststellung, dass es viele Parallelen zwischen der Verknüpfung von Nervenzellen und der Bildung von Gefäß-Netzwerken gibt. Wichtig sind diese Erkenntnisse vor allem für die Bekämpfung von Tumoren, die besonders reich an Blutgefäßen sind.

Ein Bild zum Download finden Sie hier.

Informationen: Prof. Amparo Acker-Palmer, Institut für Molekulare und zelluläre Neurobiologie, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42563; Acker-Palmer@bio.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Aug 7 2012
09:47

Informationstag für Eltern von Studieninteressierten und Studierenden

Uni–Kompakt

FRANKFURT. Welchen Anforderungen müssen sich Studierende heute stellen? Welche Studienabschlüsse gibt es? Wie kann ein Studium finanziert werden?

Diese und ähnliche Fragen zu Studienmöglichkeiten und -bedingungen beantwortet die Zentrale Studienberatung der Goethe-Universität im Rahmen des Elterninformationstages „Uni-Kompakt“

am: Samstag, den 11. August 2012, von 10 bis 13 Uhr
Ort: Campus Westend, Foyer IG-Hochhaus (Treffpunkt), Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt.

Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, die ihre Kinder aktiv und fundiert bei der Entscheidung zur Studienwahl unterstützen und ihnen mit aktuellen Informationen zur Seite stehen wollen. Sie beinhaltet neben einem Elternseminar zu Themen wie Studienorganisation, Abschlussarten und Zulassungsverfahren eine Führung über den Campus Westend. Um eine Anmeldung wird gebeten unter: www.eltern.uni-frankfurt.de/

Informationen: Elisabeth Kummert, Zentrale Studienberatung, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-28485, kummert@em.uni-frankfurt.de

Forschung

Aug 2 2012
09:32

Vor 52 Millionen Jahren wuchsen Palmen an den heutigen Eisküsten

Tropische Verhältnisse in der Antarktis

FRANKFURT. Vor dem Hintergrund des aktuellen Klimawandels interessieren sich Klimaforscher besonders für vergangene Warmzeiten, weil sich aus ihnen Erkenntnisse für das zukünftige Klima ableiten lassen. Jetzt hat ein internationales Team mit Wissenschaftlern der Goethe-Universität Frankfurt und des Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Bohrkernen erstmalig Klimazeugen aus einer Warmphase vor rund 52 Millionen Jahren zu Tage gefördert – und zwar in einer für die Klimaforschung besonders wichtigen Region: der Antarktis.  Die heute in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie belegt, dass damals an der Küste der Antarktis ein Regenwald wuchs, wie  er heute nur in den Tropen vorkommt.

Vor rund 52 Millionen Jahren war die Konzentration des Treibhausgases CO2in der Atmosphäre mehr als doppelt so hoch wie heute. „Wenn der derzeitige CO2-Ausstoß durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ungehindert voranschreitet, werden atmosphärische CO2-Konzentrationen, wie sie damals herrschten, wahrscheinlich in wenigen hundert Jahren erreicht sein“, erläutert Prof. Jörg Pross, Paläoklimatologe an der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied des Biodiversität- und Klima-Forschungszentrums (BiK-F). „Mit der Erforschung früherer, natürlicher Klimaerwärmungen wächst unser Wissen über Mechanismen und Prozesse im Klimasystem. Das trägt enorm dazu bei, dass wir die heutige, vom Menschen verursachte Erderwärmung besser verstehen.“

Aktuelle Klima-Modellierungen weisen darauf hin, dass die zukünftige Klimaerwärmung in den hohen Breiten, also in der Nähe der Pole, besonders drastisch ausfallen wird. Bisher lagen speziell für die Antarktis jedoch kaum Daten aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit vor, die zeigen, wie dortige Ökosysteme auf ein Treibhausklima mit hohen atmosphärischen CO2-Konzentrationen reagiert haben.

Die Wissenschaftler um Pross analysierten Sedimentproben aus Bohrkernen vom Meeresgrund , die vor der Küste des antarktischen Wilkes-Landes im Rahmen des Integrated Ocean Drilling Program (IODP) gewonnen wurden und zwischen 53 und 46 Millionen Jahre alt sind. Die Proben enthalten unter anderem Pollen und Sporen, die nachweislich von der Küstenregion der Antarktis stammen. Die Forscher konnten so die dortige Pflanzenwelt rekonstruieren. Demnach war die Küstenregion des Sechsten Kontinents vor 52 Millionen Jahren von einem tropischen bis subtropischen Regenwald bedeckt.

Wo heute der antarktische Eispanzer den Südozean säumt, gediehen damals offenbar extrem frostempfindliche Pflanzen wie Palmen und Vorläufer der heutigen Affenbrotbäume. Die Auswertungen der Wissenschaftler ergeben, dass damals an den antarktischen Küsten selbst im Winter milde 10 Grad Celsius herrschten – trotz dreimonatiger Polarnacht. Im Inneren des Kontinents hingegen war es merklich kühler, hier wuchs ein gemäßigter Regenwald mit Südbuchen und Araukarien, wie er heute in Neuseeland vorkommt. Zusätzliche Belege für extrem milde Temperaturen lieferte die Analyse organischer Verbindungen, die von Bodenbakterien produziert wurden. Diese Mikroorganismen besiedelten damals die küstennahen Böden von Wilkes Land.

Die neuen Befunde in der Antarktis bedeuten auch, dass der Temperaturunterschied zwischen den niederen Breiten und den hohen südlichen Breiten während der Treibhausphase des frühen Eozäns deutlich kleiner war als bisher vermutet. „Die CO2-Gehalte der Atmosphäre, wie sie bisher für den Zeitraum vor 52 Millionen Jahren angenommen werden, reichen alleine nicht aus, um die nahezu tropischen Bedingungen in der Antarktis zu erklären“, so Pross. „Ein weiterer wichtiger Faktor war der Wärmetransport durch warme Meeresströmungen, welche die Antarktis erreichten.“ Als dieser zusammenbrach und die Antarktis-Küste damit unter den Einfluss kühlerer Meeresströmungen geriet, verschwand auch die tropenähnliche Vegetation.

Foto- und Links zu Videomaterial steht als Download zur Verfügung: hier (18MB).

Publikation: Pross, J., Contreras, L., Bijl, P.K., Greenwood, D.R., Bohaty, S.M., Schouten, S., Bendle, J.A., Röhl, U., Tauxe, L., Raine, J.I., Huck, C.E., van de Flierdt, T., Jamieson, S.S.R., Stickley, C.E., van de Schootbrugge, B., Escutia, C., Brinkhuis, H., IODP Expedition 318 Scientists (2012): Persistent near-tropical warmth on the Antarctic continent during the early Eocene epoch. Nature, DOI: 10.1038/nature11300.

Informationen: Prof. Jörg Pross, Paleoenvironmental Dynamics Group, Facheinheit Paläontologie, Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität, und Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-40181, joerg.pross@em.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Aug 1 2012
11:47

Amerikanische Fachgesellschaft verleiht den mit 3.000 Dollar dotierten William C. Rose Award

US-Forschungspreis für Biochemiker Ivan Dikic

FRANKFURT. Prof. Ivan Dikic, Direktor des Instituts für Biochemie II und Wissenschaftlicher Direktor des Buchmann Instituts für Molekulare Lebenswissenschaften der Goethe-Universität, erhält den mit  3.000 US-Dollar dotierten William C. Rose Award 2013. Die Amerikanische Gesellschaft für Biochemie und Molekulare Biologie (ASMBM) vergibt den Preis jährlich für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Biochemie und der Molekularbiologie.  Außerdem werden damit Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Nachwuchsförderung einsetzen. Der Preis wird während der Jahreshauptversammlung des ASMB im Frühjahr 2013 verliehen. Hier wird Dikic seine Arbeit im Rahmen eines Vortrages vorstellen.

Ivan Dikic, geboren 1966 in Zagreb, Kroatien, ist seit 2002 am Fachbereich Medizin der Goethe-Universität. Er konzentriert sich seit mehr als 10 Jahren mit seinen Arbeitsgruppen auf die Ubiquitin-Forschung. Nun wird er von der ASMBM für seine Pionierarbeit um das Verständnis der Ubiquitin Kodierung ausgezeichnet. Die Bindung des kleinen Moleküls Ubiquitin an verschiedene Proteine der Zelle (Ubiquitinierung) tritt in unterschiedlichsten Formen in zahlreichen zellulären Prozessen auf. Bisher konzentrierte sich die Forschung auf die biochemische Charakterisierung der Ketten, Substrate oder Ubiquitin-bindenden Domänen. Unlängst hat die Arbeitsgruppe von Dikic in Kooperation mit Wissenschaftlern des Max Plank Instituts für Molekulare Physiologie in Dortmund auch eine Methode entwickelt, Ubiquitin-Ketten in ihrer physiologischen Umgebung zu studieren. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Molecular Cell berichten die Forscher über die in vivo Anwendung vielseitiger und spezifischer Poly-Ubiquitin Sensoren.

Neben der praktischen Forschung liegt Ivan Dikic die Nachwuchsförderung besonders am Herzen. Er promivierte an der Universität Zagreb, während er unter der Aufsicht von Josef Schlessinger in den USA an der Medizinischen Fakultät der New York Universität forschte. Geprägt von den positiven Erfahrungen betreut er in Frankfurt junge Wissenschaftler während ihres Promotionsstudiums und hilft ihnen beim Start in die selbständige Forschung. Nebenbei fördert er in Kroatien die Ausbildung junger Studenten an dem von ihm gegründeten Labor für Tumorbiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Split. Durch Diskussionen in den Medien, öffentliche Vorträge und über interdisziplinäre Kursangebote versucht Ivan Dikic das Verständnis für die Naturwissenschaft in der Öffentlichkeit zu verbessern. Auch für diesen Teil seiner Arbeit, wird Dikic mit dem William C. Rose Award ausgezeichnet.

Ein Bild zum Download finden Sie hier.

Pressemitteilung in Englisch downloaden (PDF)

Informationen: Prof. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II und Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften, Universitätsklinikum Campus Niederrad, Tel.: (069) 6301-5652; ivan.dikic@biochem2.de

Personalia/Preise

Jul 30 2012
09:30

Vier Athleten der deutschen Olympiamannschaft studieren in Frankfurt, Hammerwerferin Betty Heidler ist die große Medaillenhoffnung

Olympia 2012: Goethe-Studierende nehmen Medaillen ins Visier

FRANKFURT. Die Spannung steigt: Am 28. Juli starten die Olympischen Sommerspiele 2012 in London. An der Goethe Universität verfolgt man das Großereignis mit besonderem Interesse, sind doch vier Mitglieder des deutschen Teams, darunter drei Leichtathleten, Studierende der Hochschule. Mit Hammerwerferin und Weltrekordhalterin Betty Heidler, Hürdenläuferin Christiane Klopsch, Schwimmer Jan-Philipp Glania und Staffel-Läufer Niklas Zender fahren Top-Athleten nach London. Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl freut sich über die Teilnahme der Goethe-Studierenden an dem größten Sportfest der Welt: „Wir sind stolz, dass sich Studierende unserer Hochschule unter den Augen der Weltöffentlichkeit im sportlichen Wettkampf messen dürfen. Ich drücke unseren Athleten natürlich die Daumen für ihre Wettbewerbe.“

Betty Heidler zählt zu den großen Medaillenhoffnungen der deutschen Olympiamannschaft. Sie hält den aktuellen Weltrekord im Hammerwurf, wurde 2010 Europameisterin und 2007 Weltmeisterin in ihrer Disziplin. Die Polizeihauptmeisterin, die bei der LG Eintracht Frankfurt trainiert, studiert Jura in Frankfurt.

Christiane Klopsch tritt in 400 Meter Hürden an, wurde in ihrer Disziplin unter anderem schon Deutsche Meisterin. Klopsch studiert Germanistik und Kunstgeschichte an der Goethe-Universität.

Jan-Philipp Glanias Studienfach ist die Zahnmedizin. Der Weltklasseschwimmer tritt in London in 100 und 200 Meter Rücken und 4 x 100 Meter Lagen an. Glania ist Deutscher Meister über 200 Meter Rücken und belegt in der aktuellen Weltjahresbestenliste Platz 2.

Der Vierte im Bunde ist Niklas Zender, der in Frankfurt Medizin studiert und wie Betty Heidler bei der LG Eintracht Frankfurt trainiert. Zender tritt in seiner Spezialdisziplin, der 4x400-Meter-Staffel der Männer, an. Bei den Europameisterschaften in Helsinki gewann er mit der Staffel Bronze.

Forschung

Jul 24 2012
12:22

Leserbefragung im Rahmen einer Studie des Instituts für Sportwissenschaften der Goethe-Universität

Was bedeutet uns der Medaillenspiegel?

FRANKFURT. Die Fußball-Euphorie ist kaum verklungen, schon steht das nächste sportliche Großereignis bevor: Ab dem 28. Juli geht es in London um olympische Medaillen, und wieder werden Millionen von Deutschen die Wettkämpfe ihrer Sportlerinnen und Sportlern verfolgen. Das Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität und das Europäische Institut für Sozioökonomie e.V. führen aus diesem Anlass eine Online-Befragung durch, in der die Einstellungen der Bevölkerung zur Bedeutung des Medaillenspiegels, zur staatlichen Förderung der Athletinnen und Athleten, aber auch zu Doping und anderen Problemen des Leistungssports erhoben werden.

Wie kein anderer Bereich scheint der Sport eine Gelegenheit zu bieten, sich mit dem eigenen Land zu identifizieren und so vielleicht auch sozialen Zusammenhalt stiften zu können - zumindest erhofft sich dies die Politik. Sie erwartet von den olympischen Vertreterinnen und Vertretern des Landes, durch ihre Leistungen das Wir-Gefühl zuhause zu stärken, aber auch ein positives Bild der Bundesrepublik im Ausland zu vermitteln und eine Vorbildfunktion, insbesondere für die jüngere Bevölkerung, zu erfüllen.

Mit diesen Zielen wird begründet, dass der Staat jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag an Fördergeldern für den Leistungssport aufwendet. Entsprechend werden sportpolitische Strategien entworfen, wie mit dem gegebenen Budget der maximale Medaillenertrag zu erzielen ist. Aber lässt sich mit diesem Ziel auch noch der Anspruch vereinbaren, dass der olympische Sport auch sauber, fair und vorbildlich sein soll? Oder bewirkt man, wie Kritiker meinen, gerade das Gegenteil: dopende, rücksichtslose, professionelle Staats-Sportler, mit denen man sich nicht mehr identifizieren kann?

Zu diesen Fragen führen das Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität, Frankfurt/Main, und das Europäische Institut für Sozioökonomie e.V., Saarbrücken, eine wissenschaftliche Untersuchung durch. Alle Leserinnen und Leser sind herzlich eingeladen, durch ihre Teilnahme die Untersuchung zu unterstützen. Die Daten werden ausschließlich zum Forschungszweck der Studie verwendet und selbstverständlich vertraulich behandelt. Die Befragung findet man unter www.soscisurvey.de/medaillenspiegel.

Informationen: Dr. Jan Haut, Institut für Sportwissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt, Ginnheimer Landstr. 39, 60487 Frankfurt, Tel. (069) 798- 24563, haut@sport.uni-frankfurt.de