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Jan 3 2012

Archäologe Prof. Luca Giuliani zu Gast bei den Mittwochskonferenzen

Zur Doppelbödigkeit des Theaters im alten Griechenland

FRANKFURT. Im Rahmen der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität hält der Archäologe Prof. Dr. Luca Giuliani einen öffentlichen Vortrag

am: Mittwoch (11. Januar 2012) um 18 Uhr
Ort: IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend, Grüneburgplatz 1
Thema: „Possenspiel und tragischer Held. Zur Doppelbödigkeit des Theaters im 4. Jahrhundert v. Chr.“

Luca Giuliani leitet seit 2007 das Wissenschaftskolleg in Berlin und hat eine Professur für Klassische Archäologie an der Humboldt-Universität inne. Im Mittelpunkt seines Vortrags stehen Possenbilder auf unteritalienischen Vasen des 4. Jahrhunderts v. Chr. Mit welchen Mitteln wurde dort eine komische Wirkung erzeugt, und worin unterscheiden sich diese von ernsten mythologischen Bildern? Wie Giuliani zeigen wird, findet dieser Unterschied eine exakte Entsprechung in der Differenz zwischen Komödie und Tragödie als theatralischen Gattungen. Dabei erweist sich die Komödie als eine Gattung, die auch in der Lage ist, sich selbst bzw. das Theater im Allgemeinen zu thematisieren. Deshalb hat sie ein ganz anderes reflexives Potenzial als die Tragödie, obwohl sie in der aristotelischen Theorie ausdrücklich als eine mindere Gattung gilt; ein Potenzial, das sich auch bei den Possenbildern aufzeigen lässt.

Informationen: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de.