​​​​​Pressemitteilungen ​ – April 2019

 

Apr 30 2019
14:51

Neues Projekt an der Goethe-Universität untersucht die Debatte um den Wiederaufbau nach 1945 in Wochenschauen und Dokus

Filmbilder über Kriegsruinen

FRANKFURT. Wie wurde in der Nachkriegszeit über den Wiederaufbau öffentlicher Plätze berichtet? Welche Debatten wurden darüber geführt? Diese Fragestellung steht im Zentrum eines Forschungsprojekts der Filmwissenschaften an der Goethe-Universität in Kooperation mit Kollegen in Italien, Frankreich und Tschechien, das in diesen Tagen an den Start geht. Das Projekt wird im Rahmen des europäischen HERA-Programms mit rund einer Million Euro gefördert. 

Öffentliche Plätze standen im Zentrum der 6. Ausschreibung des HERA-Programms. HERA steht für Humanities in the European Research Area. Das Programm, das im Rahmen des EU-Forschungsförderprogramms Horizon 2020 gefördert wird, ist also vor allem auf geisteswissenschaftliche Forschung ausgerichtet. Die eingereichten Anträge sollten sich mit der Kultur und Integration öffentlicher Plätze in Europa befassen.

„Visual Culture of Trauma, Obliteration and Reconstruction in Post-WW II Europe“ lautet denn auch der Titel des Projekts, mit dem Prof. Vinzenz Hediger von der Goethe-Universität und seine Kollegen aus Frankreich, Italien und Tschechien reüssiert haben. Mit dem Plan, Kriegszerstörung und Wiederaufbau im nichtfiktionalen Film von 1949 bis 1953 zu untersuchen, konnten sie sich mit 21 anderen Projekten unter insgesamt 300 Bewerbern behaupten und fast die komplette Fördersumme von maximal einer Million Euro ausschöpfen. Das deutsche Teilprojekt, das auch die Koordination übernimmt, wird etwa die Hälfte dieser Summe erhalten. Diese Mittel stammen überwiegend vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 

Frankfurt bietet sich als zentraler Standort für diese filmwissenschaftliche Forschung geradezu an: Die Stadt am Main war stark zerstört, und um Wiederaufbau oder Neuanfang gab und gibt es hier Debatten wie in kaum einer anderen Stadt in Europa – bis heute. Das Projekt soll sich jedoch auf die ersten Nachkriegsjahre konzentrieren: Hier sei sehr viel Material vorhanden, das untersucht werden soll. Um an dieses Material zu kommen, haben die vier verantwortlichen Wissenschaftler – neben Hediger sind das Prof. Francesco Pitassio in Udine (Italien), Dr. Lucie Cesalkova in Prag und Prof. Sylvie Lindeperg in Paris – die nationalen Filmarchive als Partner mit ins Boot geholt. Mit deren Expertise und Ausstattung werde es gelingen, das Material zu digitalisieren und auch einer breiteren wissenschaftlichen Community zur Verfügung zu stellen, sagt Hediger. 

Im Fokus der Forschung stehen öffentliche Plätze wie der Römer in Frankfurt, Marktplätze oder politisch relevante Plätze. Untersucht werden sollen sowohl formale als auch inhaltliche Aspekte: Wie viele Luftaufnahmen gibt es? Sind wiederkehrende Elemente festzustellen? Gibt es Symbole, die immer wieder in der Debatte auftauchen? Welche Wirkung hat die filmische Berichterstattung und Dokumentation auf die Debatte gehabt? Und wo liegen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen europäischen Ländern? „Unsere Hypothese ist, dass diese Filme nicht nur präsentierten, sondern einen massiven Beitrag geleistet haben“, sagt Hediger. Denn in der Demokratie komme den öffentlichen Räumen eine zentrale Bedeutung zu, und damit auch ihrer medialen Präsentation. An der Forschung sind neben den drei verantwortlichen Wissenschaftlern jeweils ein bis zwei Postdocs beteiligt. 

Das Kick-Off-Treffen zum Start des dreijährigen Forschungsprojekts findet am 9. und 10. Mai in Frankfurt statt. Alle beteiligten Forscherinnen und Forscher kommen an der Goethe-Universität zusammen, um das gemeinsame Vorgehen festzulegen. Journalisten, die sich beim Kickoff-Meeting ein Bild des Projekts machen wollen, haben dazu nach vorheriger Anmeldung Gelegenheit.

Informationen: Prof. Dr. Vinzenz Hediger, Professur für Filmwissenschaft, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Fachbereich 9, Campus Westend, Telefon 069/798-32079, E-Mail hediger@tfm.uni-frankfurt.de

 

Apr 30 2019
13:34

Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität lädt zu Podiumsdiskussion mit Sandra Eckert, Michèle Knodt und Ingeborg Tömmel

„Europa vor den Wahlen“

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Die 9. Direktwahl zum Europäischen Parlament findet in schwierigen Zeiten statt. Die anhaltende Ungewissheit über den Brexit überschattet dringend notwendige Debatten, und Initiativen zur Weiterentwicklung der Union werden nicht aufgegriffen. Gewählt wird zwischen 23. und 26. Mai, in Deutschland am Sonntag, 26. Mai. Bei diesen Wahlen geht es nicht allein um die Ausgestaltung einzelner Politikbereiche in Europa, sondern – angesichts der wachsenden Kritik an den europäischen Institutionen – um Zukunft, Gestalt und Gewicht des europäischen Parlaments selbst. 

Über die aktuellen Entwicklungen im Kontext der Wahlen, aber auch über die grundlegenden institutionellen und politischen Probleme der Europäischen Union diskutieren am Dienstag, 7. Mai 2019, 19 Uhr, im Forschungskolleg Humanwissenschaften Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg drei Expertinnen für Europapolitik, nämlich Prof. Sandra Eckert (Goethe-Universität), Prof. Michèle Knodt (TU Darmstadt) und Prof. em. Ingeborg Tömmel (Universität Osnabrück). 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe EuropaDialoge/Dialogues d'Europe statt. Der Historiker Pierre Monnet wird in seinem Begrüßungsstatement insbesondere die Bedeutung der Wahlen im französischen Kontext aufzeigen, die Moderation des Expertengesprächs übernimmt der Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften Matthias Lutz-Bachmann.

Die Referentinnen: 

Sandra Eckert ist Juniorprofessorin für Politik im Europäischen Mehrebenensystem an der Goethe-Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die europäische Integration und Europäisierung sowie die Steuerung im europäischen Mehrebenensystem. Die Auswirkungen Europas auf Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und die Chancen der Mitgestaltung behandelt die von ihr gestaltete Seminarreihe „Europa in Frankfurt“ an der Goethe-Universität. 

Michèle Knodt ist Professorin für Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung an der TU Darmstadt. Zudem arbeitet sie seit vielen Jahren an europäischen Forschungsprojekten mit und hat über die europäische Integration zahlreiche Bücher und Aufsätze veröffentlicht. Seit 2018 leitet sie das Projekt „EU Foreign Policy Facing new Realities: Perceptions, Contestation, Communication and Relations“, das sich mit den aktuellen Herausforderungen der Außenpolitik der Europäischen Union beschäftigt und die Union zu diesem Thema auch berät. 

Ingeborg Tömmel war als Professorin für Internationale Politik an der Universität Osnabrück tätig. Sie verfügt über langjährige Forschungs- und Lehrerfahrung zu Fragen der europäischen Integration, insbesondere zum politischen System der EU, zur politischen Steuerung und Politikgestaltung der EU sowie zur Europäisierung der Mitgliedstaaten. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen zählt Das politische System der EU (De Gruyter: 4. Auflage, 2014).

Die Veranstaltungsreihe EuropaDialoge/Dialgoues d'Europe: 
Die Reihe wurde 2014 vom Forschungskolleg Humanwissenschaften und dem an der Goethe-Universität angesiedelten Deutsch-Französischen Institut der Geschichts- und Sozialwissenschaften – Institut Franco-Allemand de Sciences Historiques et Sociales (IFRA) ins Leben gerufen. Sie soll Experten aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft zu Europa-Themen zu Wort kommen lassen und die jeweiligen Positionen öffentlich diskutieren. Die Reihe wird von der Politikwissenschaftlerin Sandra Eckert, dem Philosophen Matthias Lutz-Bachmann und dem Historiker Pierre Monnet wissenschaftlich geleitet. 

Um Anmeldung zur Podiumsdiskussion wird gebeten unter info@forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Informationen: Beate Sutterlüty, Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg, Telefon 06172 13977-15 oder -0, E-Mail b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de; www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de.

 

Apr 29 2019
14:43

Dr. Reena Perschke, Prähistorische Archäologin, spricht im Museum Giersch über die Wissenschaftlerin aus dem Team von Leo Frobenius

Vortrag: Zwischen Wissenschaft und Ideologie: Die Felsbildforscherin Erika Trautmann (1897–1968) 

FRANKFURT. Der Vortrag „Zwischen Wissenschaft und Ideologie: Die Felsbildforscherin Erika Trautmann (1897–1968)“ von Dr. Reena Perschke am Donnerstag, 9. Mai 2019, um 19 Uhr im Museum Giersch der Goethe-Universität, widmet sich dem Leben und Wirken der engagierten Felsbildforscherin und -zeichnerin Erika Trautmann. Trautmann, die zum Team um den Frankfurter Ethnologen Leo Frobenius (1873–1938) gehörte, wechselte 1937 zur Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe der SS. Der Vortrag beleuchtet vor allem ihre Rolle als Wissenschaftlerin in der Zeit des Nationalsozialismus.

Donnerstag, 9. Mai 2019, 19 Uhr im Museum Giersch der Goethe-Universität Eintritt 4,- € an der Abendkasse.

Dr. Reena Perschke ist als prähistorische Archäologin tätig. Nach dem Studium der Ur- und Frühgeschichte, Religionswissenschaft und Vorderasiatischen Altertumskunde an der FU Berlin promovierte sie 2014 an der LMU München. Von 2015 bis 2017 erhielt sie ein PostDoc-Stipendium der Gerda-Henkel-Stiftung für das Forschungsprojekt: „Nationalsozialistische Archäologie in den besetzten Westgebieten (1940–1945, Frankreich/Benelux)“. Momentan arbeitet sie an ihrer Habilitation an der Freien Universität Berlin zum Thema „Kriegsarchäologie im besetzten Frankreich – Deutsche Archäologen im Schatten der Front“.

Noch bis 14. Juli 2019 sind im Museum Giersch der Goethe-Universität in der Ausstellung „Frobenius – Die Kunst des Forschens“ mehr als 200 Bildwerke aus den Sammlungen des Frobenius-Instituts zu sehen – Nachzeichnungen prähistorischer Felsbilder, ethnographische Darstellungen und Fotographien. Die Ausstellung rückt besonders die Frauen in den Fokus, von denen die überwiegende Mehrheit des Bildmaterials stammt, und zeigt mit Werken von Paul Klee, Willi Baumeister und Wols den Einfluss der Prähistorie auf die Moderne.

Bilder zum Download unter: http://www.museum-giersch.de/#/Presse

Informationen: Dipl.-Kffr. Christine Karmann, Presse und Marketing Museum Giersch der Goethe-Universität, Tel: 069/138210121, E-Mail: presse@museum-giersch.de 

Adresse: Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 60596 Frankfurt am Main

 

Apr 29 2019
14:38

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Universitätsbibliothek Frankfurt im Rahmen eines Landesprojekts 

Digitalisierung historischer Leitzeitungen in Hessen

FRANKFURT. Die historischen Zeitungen der hessischen Bibliotheken sind bedeutende Quellen zur Regional- und Ortsgeschichte und von hohem kulturhistorischem Wert. Sie stellen eine wertvolle Ergänzung zur archivischen Überlieferung dar. Denn sie beleuchten zum einen die Ereignisse aus einer anderen (nichtoffiziellen) Sicht und für ein anderes Publikum. Zum anderen schließen sie vorhandene, meist kriegsbedingte Überlieferungslücken. Die hessischen Zeitungen sind auf viele Einrichtungen verteilt und aufgrund der schlechten Papierqualität meist schwer zugänglich. In einem von der DFG geförderten Landesprojekt wird die Universitätsbibliothek Frankfurt in den nächsten 12 Monaten gemeinsam mit vier weiteren hessischen Universitäts- und Landesbibliotheken (Fulda, Gießen, Marburg, Wiesbaden) und der HeBIS-Verbundzentrale (Hessischer Bibliotheksverbund) speziell ausgewählte historische Leitzeitungen von überregionaler Bedeutung digitalisieren lassen. Über ein Portal werden die mit Texterkennungssoftware (OCR) erschlossenen Volltexte für Wissenschaft, Forschung und Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

Die ausgewählten Leitzeitungen, die in besonderer Weise die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Vielfalt des Landes Hessen für die politisch wichtigen Zeiträume 1871 - 1913 und 1919 - 1945 widerspiegeln, sind:

  • Casseler Neueste Nachrichten 
  • Frankfurter Zeitung und Handelsblatt
  • Fuldaer Zeitung 
  • Gießener Anzeiger 
  • Oberhessische Zeitung 
  • Wiesbadener Tagblatt

Für die Universitätsbibliothek Frankfurt nimmt die komplett überlieferte „Frankfurter Zeitung“ aufgrund regionaler wie nationaler Bedeutung eine herausgehobene Stellung ein. Sie gilt als Vorgängerin der 1949 neu begründeten “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und steht für die historische Rolle Frankfurts als ein Zentrum des Liberalismus in Deutschland, geprägt von starkem gesellschaftlichen Engagement ihrer Bürger. Im Feuilleton der Frankfurter Zeitung veröffentlichten regelmäßig fast alle wichtigen Intellektuellen und Schriftsteller der Zeit, darunter Walter Benjamin, Erich Kästner, Thomas Mann, Theodor W. Adorno, Theodor Heuss oder Stefan und Arnold Zweig. Ab 1933 war die Zeitung gezwungen, zahlreiche jüdische Mitarbeiter und Autoren des Frankfurter Verlagshauses zu entlassen. Sie konnte sich allerdings der Gleichschaltung der Presse entziehen, bis sie 1943 von den Nationalsozialisten endgültig verboten wurde. Aufgrund dieser großen Bedeutung ließ die Frankfurter Universitätsbibliothek ihren Bestand der FZ im vergangenen Jahr komplett von einem Spezialdienstleister „entsäuern“, um dem eingetretenen Papierzerfall entgegenzutreten.

In dem bewilligten Verbundprojekt stellen die Bibliotheken die Leitzeitungen in den nächsten Monaten sowohl für die Forschung, als auch für die interessierte Öffentlichkeit kostenfrei und komfortabel zur Verfügung. Voraussichtlich werden 1,2 Millionen Zeitungsseiten online zur Benutzung bereitgestellt. Das Projekt bildet damit auch die Grundlage für weitere verteilte Digitalisierungsmaßnahmen mit der Perspektive, dass mittelfristig das gesamte Spektrum der hessischen Zeitungen im Netz sichtbar wird. Es schließt direkt an die Digitalisierung und Erschließung der regionalen hessischen Zeitungen aus der Zeit des ersten Weltkrieges an. Hierbei hatten die hessischen Bibliotheken in enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL) das umfangreiche Material von über 120 Regionalzeitungen der Jahre 1914 bis 1918 digitalisiert, mit OCR aufbereitet und u.a. durch einen Themennavigator inhaltlich strukturiert. Das Ergebnis: „Der Blick auf den Krieg“, http://hwk1.hebis.de/

Weitere Informationen: Dr. Mathias Jehn, Leiter der Abteilung Bestandserhaltung und Digitalisierung sowie des Archivzentrums und der Sammlung Frankfurt & Seltene Drucke, Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg, Bockenheimer Landstraße 134-138, 60325 Frankfurt am Main, Tel. +49 (69) 798 39007; m.jehn@ub.uni-frankfurt.de

 

Apr 25 2019
11:20

Zwei Vorträge an der Goethe-Universität befassen sich mit einer lange verkannten Sprache

Afrikaans – Tochter oder Schwester des Niederländischen?

FRANKFURT. Afrikaans ist heute die drittgrößte von elf offiziellen Sprachen in Südafrika. Doch lange Zeit wurde dieses Idiom zu Unrecht mit dem Apartheid-System in Verbindung gebracht. Der renommierte südafrikanische Sprachwissenschaftler Wannie Carstens macht sich in zwei Vorträgen, die

am Montag, 29. April, um 19 Uhr und am Dienstag, 30. April,
um 16 Uhr jeweils im Seminarhaus (Max-Horkheimer-Str. 4, 60629 Frankfurt am Main),
Raum 3.105 bzw. 3.103

stattfinden, für mehr Interesse am Afrikaans stark. Montags spricht er in afrikaanser Sprache (wer Niederländisch versteht, versteht auch Afrikaans) über die afrikaanse Literatur, dienstags wird er auf Englisch erklären, wie sich Afrikaans entwickelt hat und welchen Stellenwert es heute hat.

Als die ersten niederländischen Siedler sich 1652 unter Leitung von Jan van Riebeeck in Südafrika am Kap der Guten Hoffnung niederließen, brachten sie selbstverständlich auch ihre Sprache mit. Dieser südholländische Dialekt des Niederländischen, der später die Grundlage des Afrikaans bilden sollte, blieb die offizielle Sprache, bis die Engländer 1795 Südafrika einnahmen. Das Afrikaans hat sich dann aus dem Niederländischen entwickelt, mit vielen Einflüssen aus dem Englischen und Portugiesischen, dem Malaiischen und den Bantusprachen, sowohl im Wortschatz als auch in der Grammatik.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Afrikaans in Südafrika als eigenständige Sprache propagiert, vor allem als Reaktion auf die wachsende Bedeutung des Englischen in der Gesellschaft. 1861 erschien das erste gedruckte Buch auf Afrikaans, 1876 die erste Grammatik, 1933 die erste Bibelübersetzung. 1925 erhielt Afrikaans schließlich neben Englisch und Niederländisch den Status einer offiziellen Landessprache.

Heute ist Afrikaans die drittgrößte von elf offiziellen Sprachen in Süd-Afrika, gesprochen von fast sieben Millionen Muttersprachlern. An erster Stelle steht Zulu, an zweiter Stelle Xhosa, Englisch kommt an fünfter Stelle, während Niederländisch nicht mehr zu den anerkannten Landessprachen gehört.

Professor Wannie Carstens von der Nordwest-Universität Potchefstroom und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Standardwerke über die Sprache Afrikaans hat es sich nach seiner Emeritierung zur Aufgabe gemacht, im Ausland das Interesse für diese Sprache „aus Europa und von Afrika“ zu wecken.

Information und Anmeldung: Laurette Artois, Lektorat Niederländisch, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Telefon 069-79832851, artois@lingua.uni-frankfurt.de

Ein Bild zum Download finden Sie unter www.uni-frankfurt.de/77459568. (Foto: privat)

 

Apr 25 2019
11:10

Strafrechtler Prof. Matthias Jahn von der Goethe-Universität sieht in Deutschland strukturelle Mängel bei der Pflichtverteidigung

Legal Aid: Richtlinie soll Vertrauen in Europa stärken

FRANKFURT. Das System der Pflichtverteidigung – oder „notwendigen Verteidigung“ – in Deutschland steht auf dem Prüfstand: Die Legal Aid-Richtlinie der Europäischen Kommission verlangt eine europaweite Angleichung und Verbesserung bis zum 25. Mai 2019. Der Frankfurter Strafrechtler Prof. Matthias Jahn erklärt im Online-Interview, worum es geht.

Zwei Jahre hatten die Mitgliedsstaaten Zeit, um die europäische Legal Aid-Richtlinie in nationale Regelungen umzusetzen, Ende Mai tritt die Richtlinie in Kraft. In Deutschland hat Justizministerin Katarina Barley (SPD) einen Gesetzentwurf vorgelegt. Doch es gibt Kritik von Seiten der Bundesländer – und der Boulevardpresse. Umstritten ist insbesondere das zentrale Element der „Verteidigung der ersten Stunde“, die besagt, dass der Beschuldigte noch vor der ersten Vernehmung Anspruch auf vom Staat vergüteten rechtlichen Beistand hat. Die Kritiker warnen vor hohen Kosten und einem Rückgang von ad-hoc-Geständnissen. „Das ist eine abwegige Vorstellung vom Sinn und Zweck des Strafverfahrens“, sagt Prof. Jahn dazu. Das Strafrecht sei schließlich nicht dazu da, möglichst leicht Geständnisse in einer Überrumpelungssituation zu generieren, sondern, die Tat aufzuklären.

Jahn zufolge ist es höchste Zeit, dass die Pflichtverteidigung neu aufgestellt wird. In einer großangelegten Studie hat er 2014 nachgewiesen, dass bei der Rekrutierung von Anwälten oft subjektive Auffassungen von Richtern den Ausschlag geben: Nicht selten seien persönliche Bekanntschaft oder ein möglichst „pflegeleichter“ Auftritt vor Gericht entscheidend für die Anfrage bei bestimmten Juristen. Das Beispiel anderer europäischer Ländern – zum Beispiel den Niederlanden oder Litauen – zeige Wege auf zu einem objektiveren und die Interessen des Beschuldigten stärker berücksichtigenden Vorgehensweise. An den Kosten dürfe eine Neukonzeption nicht scheitern, meint Jahn: „Kostenneutral gibt's nichts, und das ist auch gut so.“ Einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag gegenüber bestehe die Gefahr deutlich höherer Summen wegen Vertragsverletzung – und eines weiteren Reputationsverlusts für Deutschland.

Das gesamte Interview mit Professor Jahn über die Anforderungen der Legal Aid Richtlinie, den Alltag an deutschen Gerichten und die Bedeutung der Beschuldigtenperspektive lesen Sie im Online-Magazin der Goethe-Universität.

Den Link zum Interview finden Sie unter: http://tinygu.de/Matthias-Jahn

Ein Bild zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/77459466

Bildunterschrift: Prof. Dr. Matthias Jahn, Professor für Strafrecht und Rechtstheorie an der Goethe-Universität und Richter am Oberlandesgericht Frankfurt. (Foto: Mike Schraft)

Informationen: Prof. Dr. Matthias Jahn, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtstheorie, Institut für Kriminalwissenschaft und Rechtsphilosophie, Fachbereich Rechtswissenschaft, Theodor-W.-Adorno-Platz 4, Telefon 069/798-34336, E-Mail jahn@jur.uni-frankfurt.de

 

Apr 24 2019
16:25

Ringvorlesung „Realities of the Scripted“ der Hessischen Theaterakademie im Sommersemester 2019

Script und Wirklichkeit

FRANKFURT. Die Annahme, dass das Aufgeschriebene unsere Realitäten bestimmt, rückt das alltägliche Leben in eine verblüffende Nähe zu dem, was in Theater, Performance und Choreographie auf der Bühne passiert. Doch während wir dort wie hier gehalten sind, das Script zu vergessen und die Realität zu betrachten, wirft die Ringvorlesung der Hessischen Theaterakademie die Frage auf, was es mit der Realität des Scripts selbst auf sich hat: Wer schreibt wie vor und nach, was in Black Box, White Cube oder öffentlichem Raum passiert? 

Den Auftakt macht am morgigen Donnerstag, 25. April, 18:30 Uhr im Studio des MA CoDE, Eschersheimer Landstraße 50-54 Prof. Nikolaus Müller-Schöll, Theaterwissenschaftler an der Goethe-Universität. Titel seines Vortrags ist: „Zurück in die Zukunft: Vom Text zum Script“.

Weitere Vortragende aus Theater, Performance, Choreographie, Film, Musik und Digitalen Medien sind eingeladen, aus ihrer Praxis der Realities of the Scripted zu berichten und den Blick darauf zu öffnen, was einer Aufführung zugrunde liegt und was von dieser Grundlage bleibt. Ganz gleich, ob es sich beim Script um eine Art Text, eine Partitur, ein Score, eine Notation, eine technische Anweisung, ein Organisationschema oder all das zusammen handelt.

Weitere Termine und Themen im Überblick: 

25. April
Zurück in die Zukunft: Vom Text zum Script
Nikolaus Müller-Schöll (Frankfurt) 

02. Mai
Konzepte zwischen Script und Algorhithmus bei Rimini Protokoll
Stefan Kaegi (Berlin) 

09. Mai 
Bauproben – Full Scale Models
Heike Schuppelius (Berlin/Offenbach) 

16. Mai 
No More Ghosts
Omer Fast (Berlin) 

23. Mai
What Do We Do with Scores? What Do Scores Do with Us?
Xavier Le Roy (Gießen) 

6. Juni
From Noise to Signal (And Back to Noise Again)
Katarina Petrović (Den Haag) 

13. Juni
The Gaps Between
Jonathan Burrows (London)
Diese Veranstaltung findet im Rahmen des F°LAB Festivals statt, Veranstaltungsort: FRANKFURT LAB, Schmidtstraße12, 60326 Frankfurt am Main 

27. Juni
Scripted Reality (Frankfurt / Bochum)
Encrypted 🙀 Reality 

4. Juli
Erledigt! Die Gewalt der Liste Judith Kasper (Frankfurt) 

11. Juli
Von Skripten, Texten und Dramatik
Elena Backhausen (Frankfurt), Katja Brunner (Zürich/Gießen), Liat Fassberg (Frankfurt), Maxi Zahn (Frankfurt/Gießen) 

18. Juli
Scripting the Glance: A Detour through the Computer Vision Lab
Nicolas Malevé (Brüssel) 

Realities of the Scripted ist eine gemeinsame Veranstaltung der Studiengänge Angewandte Theaterwissenschaft, JLU Gießen (Xavier Le Roy), Szenographie/Bühnenbild, HfG Offenbach (Heike Schuppelius), MA Dramaturgie/CDPR, GU Frankfurt (Nikolaus Müller-Schöll), sowie der HfMDK/HTA (Philipp Schulte), kuratiert von Fanti Baum (MA Dramaturgie, GU Frankfurt). 

Information und Anmeldung: Fanti Baum, wissenschaftliche Mitarbeiterin Theaterwissenschaft, Fachbereich Neuere Philologien, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, f.baum@tfm.uni-frankfurt.de, https://hessische-theaterakademie.de/de/

 

Apr 24 2019
12:21

Der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität analysiert Filme über fragile Kinoproduktionen

Making-of mit Hindernissen

FRANKFURT. Eine spezifische Beschäftigung mit dem Film und seiner Erzählstruktur gehört von Anfang an zu den Forschungsinhalten des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität – verbunden mit sehr gut besuchten Kino- und Vortragsveranstaltungen. In seiner jüngsten Filmreihe nimmt der geistes- und sozialwissenschaftliche Verbund die Diagnose einer „Fragilität normativer Ordnungen“ zum Anlass, die Krisenhaftigkeit solcher Ordnung an dem Mikrokosmos derjenigen Akteure zu untersuchen, die an der Produktion von Filmen beteiligt sind. 

Die öffentliche Reihe „Fragile Kooperationen: Produktionskrisen des Kinos“ umfasst vier Termine und startet am 30. April. Referentin zum Auftaktthema „Fragile Zeitlichkeiten“ ist Lisa Gotto, Professorin für Theorie des Films am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Nach einem einleitenden Vortrag ist jeweils die Vorführung eines Films (OmU) geplant; anschließend gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Veranstaltungsort ist das Frankfurter Museum für Moderne Kunst. 

Beispielhaft beleuchtet werden Kinofilme, die das Scheitern oder Misslingen solcher Produktionen in fiktionalen und dokumentarischen Formen zum Thema haben. Das Herstellen von Spielfilmen wird dabei als ein kooperatives Projekt mit erheblichem Konfliktpotential und höchst ungewissem Ausgang vergegenwärtigt. Was sich bei der Planung und Durchführung von Filmproduktionen ereignet, erweist sich als ein „theatrum mundi“ im Kleinen, in dem sich das dissonante Kräftespiel der großen Welt spiegelt. Erkundet wird, wie sich an der Krisenanfälligkeit kreativer Prozesse die Krisenanfälligkeit gesellschaftlicher Verhältnisse in ihrer Polarität von Integration und Desintegration manifestiert. 

Die Reihe wird auswärtigen Gästen die Gelegenheit geben, jeweils am Beispiel eines dem Publikum vorgeführten Films aus philosophischer, ästhetischer und soziologischer Perspektive über die Brüchigkeit normativer Ordnungen zu reflektieren. Es handelt sich hierbei um ein in den vergangenen Jahren ebenso bewährtes wie erfolgreiches Format, das es erlaubt, im öffentlichen Rahmen an künstlerischen Beispielen über aktuelle gesellschaftliche Tendenzen zu diskutieren. 

Organisiert wird die Reihe in diesem Sommersemester von den Clustermitgliedern Angela Keppler (Professorin für Mediensoziologie der Universität Mannheim), Christoph Menke (Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Politische Philosophie und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität) und Martin Seel (Professor für Philosophie an der Goethe-Universität). Martin Seel, Pionier der Beschäftigung mit dem Film am Frankfurter Exzellenzcluster, gehört auch zu den Mitwirkenden der Reihe „Lecture & Film“, veranstaltet u.a. in Kooperation mit dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität zum Thema „Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman“. Hier spricht Seel am 27. Juni über „Die andere Seite des Kinos: Chantal Akermans ‚De l'autre côté'“. (www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/lecture-film

Das Programm im Überblick: 

Dienstag 30. April 2019, 19:00 Uhr
Fragile Zeitlichkeiten
Prof. Dr. Lisa Gotto (Universität Wien)
Geplantes Filmprogramm: Icíar Bollaín, „También la Illuvia“ („Und dann der Regen“), MEX/ESP/F 201

Dienstag, 4. Juni 2019, 19:00 Uhr
Filme über Filme, die es nicht gibt: Das Un-Making-Of einer Don-Quixote-Verfilmung
Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff (Kiel)
Geplantes Filmprogramm: Keith Fulton / Louis Pepe, „Lost in La Mancha“, USA 2002 

Dienstag, 25. Juni 2019, 19:00 Uhr
Komik der Krise. Kooperation à la Hollywood
Prof. Dr. Christiane Voss (Bauhaus-Universität Weimar)
Geplantes Filmprogramm: Robert Altman, „The Player“, USA 1992 

Dienstag, 9. Juli 2019, 19:00 Uhr
Nach Tabernas!
Prof. Dr. Diedrich Diederichsen (Akademie der bildenden Künste Wien)
Geplantes Filmprogramm: Rainer Werner Fassbinder, „Warnung vor einer heiligen Nutte“, D 1971 

Alle Veranstaltungen finden statt im Museum MMK für moderne Kunst, Domstraße 10, 60311 Frankfurt am Main. Der Eintritt ist frei. 

Details zum Programm: www.normativeorders.net/kino 

Informationen: Bernd Frye, Pressereferent Exzellenzcluster, Tel.: 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net, http://www.normativeorders.net

 

Apr 24 2019
11:55

Der Biochemiker Ivan Dikic wurde in die Amerikanische Akademie der Wissenschaften gewählt

In guter Gesellschaft mit Albert Einstein und Michelle Obama

FRANKFURT. Prof. Ivan Dikic, Direktor des Instituts für Biochemie II, ist in die altehrwürdige American Academy of Arts and Sciences gewählt worden. Birgitta Wolff, die Präsidentin der Goethe-Universität, gratulierte dem Arzt und Biochemiker: „Ich bin stolz darauf, dass damit nach Jürgen Habermas der zweite Wissenschaftler der Goethe-Universität in die illustre Gesellschaft der Akademie aufgenommen wird.“ 

Die Akademie beruft jährlich aus mehr als 1300 Nominierungen 200 neue Mitglieder aus der Wissenschaft und Kunst, aber auch aus dem Geschäftsleben, der Regierung oder dem öffentlichen Leben – unter ihnen in diesem Jahr die ehemalige First Lady Michelle Obama. Dikic wurde als eines von 23 internationalen Ehrenmitgliedern in die Abteilung Biowissenschaften gewählt und dort gleich mehreren Spezialgebieten zugeordnet. Ausgezeichnet wurde er für seine Arbeiten zur Entschlüsselung verschiedener Mechanismen der Qualitätskontrolle in Zellen: der Ubiquitinierung und der Autophagie. 

„Ich fühle mich zutiefst geehrt, in den Kreis so vieler herausragender Wissenschaftler und anderer Persönlichkeiten aufgenommen zu werden. Mein persönlicher Dank richtet sich an die früheren und heutigen Mitglieder meines Labors, an meine Mentoren, an die Kollegen an der Goethe-Universität und an meine Familie, die mich unterstützte und ermutigte, meine Entdeckerfreude auszuleben. Den nachfolgenden Generationen möchte ich vermitteln, was für ein faszinierender Beruf die Wissenschaft ist: Sie erlaubt uns, neue Ideen unvoreingenommen zu erkunden, unsere Kreativität durch Neugier anzureichern, der Gesellschaft zu nützen und dabei gleichzeitig die Freude zu erleben, unser Wissen zu teilen und mit Studierenden und Kollegen aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten.“

„Einer unserer Gründe, außergewöhnliche Leistungen auszuzeichnen, ist, dass das Streben nach Exzellenz so oft von Enttäuschung und Selbstzweifeln begleitet ist“, erklärt David W. Oxtoby, Präsident der 1780 gegründeten American Academy of Arts and Sciences. Zu ihren Mitgliedern gehören unter anderem Benjamin Franklin (gewählt 1781), Charles Darwin (1874), Albert Einstein (1924), die Anthropologin Margaret Mead (1948), der Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Milton Friedman (1959), Martin Luther King, Jr. (1966) und der Schauspieler John Lithgow (2010). 

Die neuen Mitglieder werden im Oktober in Cambridge, Massachusetts, feierlich in die Akademie aufgenommen.

Ein Bild zum Download finden Sie unter: http://www.uni-frankfurt.de/77441741 

Bildrechte: Uwe Dettmar 

Informationen: Prof. Ivan Dikic, Direktor des Instituts für Biochemie II und Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften, Fachbereich Medizin, Campus Niederrad, Telefon: (069) 6301-5964, dikic@biochem2.uni-frankfurt.de, http://www.biochem2.com

 

Apr 23 2019
12:49

Einladung zum Auftakt der hochkarätig besetzten Vorlesungsreihe „Zukunft der Energie“mit Stefan Rahmstorf 

Nach Paris: Wie bekommen wir die Klimakrise noch in den Griff?

FRANKFURT. Die Frage, wie die Menschheit künftig mit umweltschonender Energie versorgt werden kann, steht im Zentrum der diesjährigen Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“. In der Vortragsreihe für Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Main-Region zur „Zukunft der Energie“ erläutern international renommierte Experten die neuesten Entwicklungen aus Forschung und Technologie. Themen sind die globale Erwärmung, erneuerbare Energiequellen, Energietransport, Mobilität sowie die damit einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen. 

Wir laden herzlich ein zum Auftakt-Vortrag von Prof. Stefan Rahmstorf, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung zum Thema „Nach Paris: Wie bekommen wir die Klimakrise noch in den Griff?“ am 24. April um 18 Uhr Campus Riedberg / Otto-Stern-Zentrum, Ruth-Moufang-Straße 2.

In seinem Vortrag geht Rahmstorf auf folgende Fragen ein: Wie sehen angesichts des wärmsten und längsten Sommers in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen, dem Schwächeln des Golfstromsystems, steigender Meeresspiegel und einer nicht abreißenden Folge von Wetterextremen die neuesten Daten zur globalen Erwärmung aus? Wurden bereits Kipp-Punkte des Klimasystems überschritten? Gibt es einen Zusammenhang von Klimawandel und Fluchtursachen? Und was bedeutet das Pariser Klimaabkommen für uns? Wie lässt sich die globale Erwärmung noch deutlich unterhalb der 2-Grad-Grenze stoppen? 

Weitere Vorträge in der Reihe: 

8. Mai: Prof. Wolfgang Bauer, Michigan State University und Frankfurt Institute of Advanced Studies: Eneuerbare Energien, was ist möglich, was ist erschwinglich? 

22. Mai: Prof. Thomas Klinger, MPI für Plasmaphysik Greifswald und Universität Greifswald: Fusion von Wasserstoff: Energie der Zukunft oder ewiger Traum? 

4. Juni: Dr. Dieter Zetsche, Vorstand Daimler AG: Zukunft der Mobilität 5. Juni: Prof. Martin Greiner, Universität Aarhus, Dänemark: Anpfiff zur zweiten Halbzeit der Energiewende: Grundlegende Gedanken aus den Natur- und Technikwissenschaften 

12. Juni: Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Emmendingen: Nachhaltige Energie heißt weniger Energie, aber mehr Wohlstand

Der Eintritt ist frei. 

Informationen: Prof. Dirk Rischke, Institut für Theoretische Physik, Fachbereich Physik, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-47862 , drischke@th.physik.uni-frankfurt.de

 

Apr 18 2019
12:35

​ „Das Kino von Chantal Akermann": Fortsetzung der Frankfurter Lecture & Film-Reihe ab dem 26. April

Zeiterfahrung jenseits der Stechuhr-Dramaturgie

FRANKFURT. Die Filme der belgischen Regisseurin und bildenden Künstlerin Chantal Akerman (1950 – 2015) prägen seit ihrem Erscheinen die Ausdrucksmöglichkeiten des Films. Akermans Ästhetik der Alltagserfahrung, ihr Überschreiten der Genregrenzen zwischen Spielfilm, Dokumentarfilm und Experimentalfilm, ihr Sinn für Dauer und Zeiterfahrung jenseits der Stechuhr-Dramaturgie des herkömmlichen Spielfilms machen sie zu einer Neuerfinderin der Formen des Kinos. Nach dem Auftakt im vergangenen Wintersemester wird die Lecture & Film-Reihe „Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman“ nun fortgesetzt. Ab dem 26. April stehen sieben weitere Termine auf dem Programm, bei denen jeweils nach einem einleitenden Vortrag die besprochenen Filme gezeigt werden.

Die Film- und Vortragsveranstaltungen finden in der Regel donnerstags statt und beginnen um 20.15 Uhr – mit einer wichtigen Ausnahme: Gleich zu Beginn der Sommersemester-Termine kommt Babette Mangolte am Freitag, den 26. April 2019, nach Frankfurt ins Deutsche Filminstitut & Filmmuseum. Sie ist Kamerafrau und Filmemacherin in New York und Professorin an der University of California in San Diego. Sie hat mehrere Filme mit Chantal Akerman realisiert, darunter „Jeanne Dielman“ und „News from Home“. Ihre eigenen Filmarbeiten kreisen u. a. um Fragen der Choreographie und der Performance. Der Abend mit ihr und ausgewählten Filmen beginnt bereits um 18.00 Uhr und heißt: „An Evening with Babette Mangolte“.

Die Lecture & Film-Reihe „Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman“ wird veranstaltet vom Deutschen Filminstitut &Filmmuseum und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem DFG-Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“, in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie. Kuratiert von Vinzenz Hediger und Marc Siegel.

Die Reihe findet im Kino des Deutschen Filminstituts &Filmmuseums statt (Schaumainkai 41, Frankfurt am Main). Eintritt: 5 €. Platzzahl beschränkt. Kartenreservierungen empfohlen unter: 069 / 961 220-220.

Details zum Programm:
www.chantal-akerman.de, www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/lecture-film

Informationen:
Prof. Vinzenz Hediger, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft & Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Tel. 069/798-32079: hediger@tfm.uni-frankfurt.de, www.tfm.uni-frankfurt.de
Bernd Frye, Pressereferent Exzellenzcluster, Tel.: 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net, http://www.normativeorders.net

 

Apr 18 2019
12:23

​ Der promovierte Literaturwissenschaftler Felix Giesa folgt Bernd Dolle-Weinkauf als Leiter der einzigartigen Frankfurter Comic-Sammlung

Comic als Spiegel der Gesellschaft

FRANKFURT. Dr. Felix Giesa ist neuer Leiter des Frankfurter Comic-Archivs an der Goethe-Universität. Er hat damit die Nachfolge von Dr. Bernd Dolle-Weinkauff angetreten, der 2018 in Ruhestand gegangen ist. In einem Interview im Online-Magazin der Goethe-Universität spricht Giesa über die Bedeutung des Comics in der Gegenwart und über seine Aufgabe an der Universität.

Walt Disney's „Lustige Taschenbücher“ gehörten zu den ersten Comics, die Felix Giesa verschlang. Und seine Sympathien waren klar verteilt: „Donald Duck hat mir immer besser gefallen, auch wenn er eher ein Verlierer ist. Die Geschichten waren immer abenteuerlich, es ging auf Reisen. Und seine drei Pfadfinder-Neffen, die fand ich unfassbar cool“, erzählt der 43-jährige Literaturwissenschaftler. Während eines Studiums für das Grundschullehramt in Köln machte er die frühe Leidenschaft zum Forschungsgegenstand – und widmete sich der Comicliteratur mit der „Brille der Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft“. Adoleszenzdarstellungen in zeitgenössischen Comics waren das Thema seiner Dissertation.

Die Frankfurter Comic-Sammlung ist mit ihrem wissenschaftlichen Ansatz einzigartig im deutschsprachigen Raum. Gesammelt wird in Frankfurt vor allem deutschsprachige Comic-Literatur seit den 1960er Jahren. Rund 70.000 Einzelstücke umfasst das Archiv mittlerweile. Unter den frühen Archivalien sind auch Heftchen, die vom Lehrer im Unterricht konfisziert wurden. Seit geraumer Zeit überlassen außerdem Comic-Verlage dem Archiv gern ihre Neuerscheinungen. Darüber hinaus gibt es immer wieder Nachlässe, die erschlossen werden. Als große Zukunftsaufgabe will Giesa die Digitalisierung anpacken: „Das wird die Aufgabe für die nächsten Jahre sein, den Katalog auch online zu präsentieren. So können wir die Entwicklungslinien in der deutschsprachigen Comicgeschichte sichtbar machen.“

Das vollständige Interview mit Dr. Felix Giesa finden Sie in unserem Online-Magazin unter: http://tinygu.de/Felix-Giesa 

Ein Bild zum Download finden Sie unter: http://www.uni-frankfurt.de/77399896 

Bildtext: Der neue Kustos des Frankfurter Comic-Archivs, Dr. Felix Giesa, mit einem Stück aus der Sammlung, dem Manga „Rosen von Versailles“. (Foto: Uwe Dettmar) 

Informationen: Dr. Felix Giesa, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kustos des Frankfurter Comic-Archivs, Institut für Jugendbuchforschung, Fachbereich 10, Campus Westend, Telefon 069 798-33008, E-Mail: giesa@em.uni-frankfurt.de

 

Apr 17 2019
15:02

Das „Frankfurter Stadtgespräch“ des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ widmet sich am 25. April der gemeinsamen Aufgabe gegen das Vergessen

Der Holocaust als Gegenstand von Wissenschaft und Justiz

FRANKFURT. Die selbstkritische Auseinandersetzung mit der Nazi-Zeit ist zu einem Fundament der politischen Kultur der Bundesrepublik geworden. Maßgeblichen Anteil daran hat – rechts- wie gesellschaftspolitisch – Fritz Bauer, der als hessischer Generalstaatsanwalt für die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechern kämpfte. Die Aufarbeitung des Holocaust gewinnt aktuelle Bezüge auch dadurch, dass sie Lehren für Gegenwart und Zukunft möglich macht – was in Zeiten von Rechtspopulismus und Holocaust-Leugnung umso wichtiger erscheint. Das nächste „Frankfurter Stadtgespräch“ des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ beleuchtet das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen und Akteure im Umgang mit dem Menschheitsverbrechen. Das Thema der öffentlichen Podiumsdiskussion lautet:

„Das Verbrechen des Holocaust verjährt nicht – Die Aufgaben von Historie und Justiz“ am Donnerstag, dem 25. April 2019, um 19.00 Uhr im Historischen Museum Frankfurt, Saalhof 1 (ehemals Fahrtor 2), 60311 Frankfurt am Main.

„Dadurch war aber der Gerichtshof überfordert, der nur zu einem einzigen Zweck zusammentritt, nämlich dem, Recht zu sprechen“, so Hannah Arendt, Beobachterin des Eichmann-Prozesses, den sie mit einer großen „Anzahl von Aufgaben“ und einer ganzen „Reihe politischer Nebenabsichten“ konfrontiert sah. Seit dem Jerusalemer Prozess des Jahres 1961 und den wenig später beginnenden Frankfurter Auschwitz-Prozessen, initiiert von Fritz Bauer, wird immer wieder über die Rolle der Justiz bei der Aufarbeitung des Holocaust diskutiert. Soll sie die einzelnen Verbrechen aufklären und die Täter schuldig sprechen oder soll sie auch den Opfern eine Stimme geben und zur historischen Erforschung der Gründe, Ursachen und Folgen dieses Menschheitsverbrechens beitragen?

Schon bald werden die letzten mutmaßlichen Täter gestorben sein – wie auch die Überlebenden der Opfergeneration. Was bringt es, Greise vor Gericht zu stellen? Warum kann erst seit Kurzem jeder belangt werden, der in einem KZ gedient hat? Welche Aufgaben hat die Geschichtswissenschaft im Unterschied zur Justiz? Wie sollten sich beide zu den jüngsten Relativierungsversuchen und der Gefahr eines wachsenden Antisemitismus verhalten? Unter anderem darüber diskutiert die Historikerin Sybille Steinbacher, Mitglied des Exzellenzclusters und Direktorin des Fritz Bauer Instituts, mit dem Rechtswissenschaftler Boris Burghardt von der HU Berlin, der die strafrechtliche Aufarbeitung von Unrechtsregimen erforscht, und Günther Feld, der zunächst als Staatsanwalt und dann als Vertreter der Nebenklage an vielen NS-Verfahren beteiligt war. Die Moderation hat Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Clusters.

Prof. Sybille Steinbacher ist Direktorin des Fritz Bauer Instituts, einer Stiftung bürgerlichen Rechts, die als An-Institut mit der Goethe-Universität assoziiert ist. Sie ist zudem Inhaberin des Lehrstuhls zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust und Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität.

PD Dr. Boris Burghardt ist Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht, Strafprozessrecht und Juristische Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Sommersemester 2019 hat er die Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut inne.

Oberstaatsanwalt a.D. Günther Feld war von 1978 bis 2011 Staatsanwalt in Köln und langjähriger Leiter der Abteilung für NS-Verbrechen. Er führte etwa 30 Verfahren gegen SS-Angehörige. Heute arbeitet er als Rechtsanwalt und vertritt Holocaust-Überlebende und deren Angehörige als Nebenkläger in den letzten Auschwitz-Prozessen.

Der Eintritt zu den Stadtgesprächen ist frei. Kooperationspartner der aktuellen Veranstaltung sind das Historische Museum Frankfurt und das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main. Das „Frankfurter Stadtgespräch“ des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität findet jetzt zum 22. Mal statt. Ziel ist es, unter Einbeziehung prominenter Gäste mit geistes- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen an eine breitere außerakademische Öffentlichkeit zu treten. Zu den bisherigen Gästen gehörten die Publizistin Thea Dorn, der Schriftsteller Feridun Zaimoglu, die Politiker Erhard Eppler, Tom Königs und Rita Süssmuth, der Historiker Christopher Clark und Bundespräsident Joachim Gauck.

Informationen: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin), Tel.: 069/798-31401, rebecca.schmidt@normativeorders.net; 

Bernd Frye (Pressereferent), Tel.: 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net; www.normativeorders.net/frankfurter-stadtgespraech

 

Apr 12 2019
16:49

Frauendezernentin Rosemarie Heilig und Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff eröffnen anlässlich der Europawahl die Vortragsreihe „Gender unter Druck“.

Wer hat Angst vor Gender Studies?

FRANKFURT. In sieben Vorträgen beschäftigt sich die Reihe „Gender unter Druck“ mit Geschlechterpolitik in Europa und den Angriffen von rechten und rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen. Warum Angriffe auf Gender Studies auch Angriffe auf die Demokratie darstellen, erläutert Prof. Sabine Hark, eine der bekanntesten Geschlechterforscher*innen Deutschlands, im Eröffnungsvortrag

„Wer hat Angst vor Gender Studies? Feminismus, Gender und die Zukunft der Geschlechterforschung in neoreaktionären Zeiten“ am 24. April 2019, um 18 Uhr, an der Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ 11.

Das Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse lädt in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen und dem Gleichstellungsbüro der Goethe-Universität alle Interessierten herzlich ein. Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Detaillierte Informationen zum Programm hier.

Weitere Termine: 

8. Mai
Prof. Dr. habil. Andrea Pető DSc., Central European University, Budapest: Hungary: An Exceptional Backlash or A Laboratory for a New Form of Governance? 

23. Mai (Donnerstag!)
Roundtable: Die radikale Rechte im Europaparlament Es diskutieren: Dr. Petra Ahrens, Universiteit Antwerpen, Belgien / Universität Tampere, Finnland; Prof. Dr. Bożena Chołuj, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder); Prof. em. Birte Siim, Aalborg University, Dänemark. Moderation: Prof. Dr. Sandra Seubert, Goethe-Universität Frankfurt 

5. Mai
Prof. Dr. Birgit Sauer, Universität Wien: Anti-Genderismus als männliche Identitätspolitik? 

12. Juni
Prof. Dr. Birgit Riegraf, Universität Paderborn: Gender Mainstreaming und Diversity Politics – eine kritische Diskussion der Politik der Gleichstellung in der EU 

26. Juni
Prof. Dr. Annette Henniger, Philipps-Universität Marburg: Antifeminismus in Deutschland im Kontext europäischer Entwicklungen 

10. Juli
Prof. Dr. Nikita Dhawan, Justus-Liebig-Universität Gießen Europe: What can it teach us? 

Zeit & Ort: jeweils mittwochs, 18-20 Uhr, PEG-Gebäude, Raum PEG 1.G191, Campus Westend, Goethe-Universität Frankfurt. Ausnahmen: Mittwoch, 24. April im Hörsaalzentrum HZ 11 und Donnerstag, 23. Mai im Casino Festsaal. 

Kontakt: Franziska Vaessen, Cornelia Goethe Centrum, Telefon: 069/798-36517, Mail: vaessen@em.uni-frankfurt.de

 

Apr 12 2019
16:47

Landesticket weiter Bestandteil des Tarifpakets

Tarifeinigung an der Goethe-Universität 

FRANKFURT. Die Goethe-Universität und die Gewerkschaften ver.di und GEW haben am 10. April 2019 eine Tarifeinigung für die Beschäftigten der Goethe-Universität mit einer Laufzeit von insgesamt 33 Monaten erzielt. Die Tarifbeschäftigten der Goethe-Universität erhalten rückwirkend zum 1. März 2019 eine Einkommenserhöhung von 3,2 Prozent und ab Februar 2020 eine um weitere 3,2 Prozent. Ab Januar 2021 erfolgt eine Erhöhung um 1,4 Prozent. Für die Auszubildenden wurde, neben einer Einkommenserhöhung, auch der Urlaubsanspruch aufgestockt und eine Kinderzulage eingeführt.

Der Tarifabschluss orientiert sich an dem des Landes Hessen. Das Landesticket ist über das Jahr 2019 hinaus bis zum 31. Dezember 2021 für die Beschäftigten der Goethe-Universität gültig. 

„Im Interesse unserer Mitarbeitenden sind wir sehr froh, dass wir diese Einigung in diesem Jahr vergleichsweise früh erzielen konnten. Erfreulich ist, dass das bereits sehr erfolgreich eingeführte Landesticket auch weiterhin Bestandteil des Gesamtpakets ist“, sagte Universitätskanzler Dr. Albrecht Fester.

 

Apr 12 2019
10:45

Die neue Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität beginnt am 24. April 

Vortragsreihe: Demokratie in der Krise?

FRANKFURT. Der Eindruck einer Krise der Demokratie ist im Jahr 2019 so verbreitet, dass er kaum mehr einer Begründung bedarf: Die Erosion von Rechtsstaatlichkeit und liberalen Institutionen, die populistische Verunsicherung des repräsentativen Systems, die neuen Autoritarismen und verschärften geopolitischen Verwerfungen hinterlassen tiefe Spuren im politischen Selbstverständnis unserer Zeit. Diesem Themenkomplex widmet sich die Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ unter dem Titel „Democracy in Crisis? Rupture, Regression, Resilience“ („Demokratie in der Krise? Bruch, Regression und Resilienz“). 

Die Reihe startet am 24. April 2019 und umfasst im Sommersemester acht Vorträge in deutscher und englischer Sprache. Sie beginnen jeweils um 18.15 Uhr im Hörsaalzentrum (Raum HZ 6) auf dem Campus Westend der Goethe-Universität. Die fachliche Leitung haben Prof. Martin Saar, Mitglied des Exzellenzclusters und Professor für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität, und PD Dr. Thomas Biebricher, Postdoktorand im Bereich Politische Theorie am Exzellenzcluster. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. 

Die mit hervorragenden Fachleuten aus dem In- und Ausland besetze Ringvorlesung wird das Thema von verschiedenen disziplinären und theoretischen Seiten beleuchten – mit Fragen nach der Logik der derzeitigen Zersetzung, der zu erwartenden institutionellen Konsequenzen und der Möglichkeit einer künftigen Wiederherstellung demokratischer Legitimität. Die Diskussionen sollen so auch zu dem Streit um die Demokratie beitragen, der – nach markanten Höhepunkten 1968 und 1989 – heute neu entfesselt ist: Wie soll nach dieser Krise der Demokratie, wie wir sie kannten, staatsbürgerschaftliche Zugehörigkeit organisiert sein, wie kann soziale Teilhabe gewährleistet werden und auf welchen staatlichen und überstaatlichen Ebenen ist Demokratie überhaupt grundsätzlich realisierbar? Auch von Antworten auf diese und andere Fragen, denen sich die Ringvorlesung widmet, wird es abhängen, ob der Niedergang der Demokratie ab einem bestimmten Punkt als irreversibel akzeptiert werden muss oder ob sie – vielleicht – aus den Verwerfungen und Bestreitungen unter Aufbietung der ihr eigenen Selbstheilungskräfte erneuert und gestärkt hervorgehen kann. 

Die Vorträge finden in der Regel mittwochs statt – mit einer Ausnahme: Prof Michael Walzer, einer der einflussreichsten politischen Theoretiker und Moralphilosophen der Gegenwart, spricht am Dienstag, 28. Mai, über „Immigration and Nationalism“. 

 Die Termine im Überblick:
(Jeweils Campus Westend der Goethe-Universität, Hörsaalzentrum HZ 6, 18.15 Uhr) 

24. April 2019: Prof. Oliver Marchart (Universität Wien)
Was ist radikal an radikaler Demokratie? Vorschläge zur Behebung des institutionentheoretischen Defizits radikaler Demokratietheorie 

8. Mai 2019: Prof. Catherine Colliot-Thélène (Universität Rennes) „Die verbindende Kraft alles Rechts …“ Was bleibt vom revolutionären Verständnis der Rechte? 

28. Mai 2019: Prof. Michael Walzer (Institute for Advanced Study, Princeton, NJ) Immigration and Nationalism 

29. Mai 2019: Prof. Ulrike Guérot (Donau-Universität Krems) Europa als Republik? Von der Gemeinschaft der Nationalstaaten zu einer echten europäischen Demokratie 

5. Juni 2019: Prof. Oliver Nachtwey (Universität Basel) Entzivilisierung – über Regressionen in westlichen Demokratien 

26. Juni 2019: Prof. John P. McCormick (University of Chicago) Rethinking Democratic Athens and Republican Rome in an Age of Plutocracy and Populism 

10. Juli 2019: Prof. Regina Kreide (Justus-Liebig-Universität Gießen) Ungleichheit und der Verlust demokratischer Visionen 

17. Juli 2019: Prof. Philip Manow (Universität Bremen) Demokratisierung der Demokratie, Entdemokratisierung der Demokratie 

Informationen: PD Dr. Thomas Biebricher, thomas.biebricher@normativeorders.net Prof. Martin Saar, 069/798-32632, saar@em.uni-frankfurt.de 

Bernd Frye, Pressereferent Exzellenzcluster, 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net; www.normativeorders.net 

Detailliertes Programm: http://www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/ringvorlesungen

 

Apr 12 2019
10:20

Die Eiskunstläuferin Katarina Witt steht am 29. April im Fokus der Frankfurter Bürger-Universität 

Pirouetten in Deutschland vor und nach 1989

FRANKFURT. Als die Mauer fiel, war sie jung, schön und vor allem auf dem Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere: Mit zwei Olympiasiegen und mehreren Weltmeistertiteln zählte die Eiskunstläuferin Katarina Witt zu den Vorzeigetalenten, mit deren Erfolgen das DDR-Regime die Leistungsfähigkeit des Systems demonstrieren konnte. Katarina Witt war mit diesem System aufgewachsen und hatte selbst zweifellos davon profitiert. Wie ihr weiteres Leben verlief und wie sie es wahrgenommen hat, darüber spricht der Frankfurter Soziologe Prof. Tilman Allert 

am Montag, 29. April, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Frankfurt, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main. 

Sein Vortrag eröffnet in diesem Jahr die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität, die 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer Lebensläufe in den Blick nimmt, die in irgendeiner Weise geprägt waren von Diktatur und Unfreiheit, aber auch von Lebenswillen und Energie. Individuelle Biografien aus Ost und West ergeben in der Zusammenschau ein Bild der deutschen Sozial- und Kulturgeschichte, die das heutige Deutschland geprägt haben. Neben Katarina Witt geht es um den Schriftsteller und Widerstandskämpfer Jean Améry, der 1978 den Freitod wählte, den genialen Filmemacher Rainer Werner Fassbinder, die Nietzsche-Nachlassverwalterin Elisabeth Förster-Nietzsche, den bedeutenden Designer Otl Aicher und die frühere DDR-Ministerin Margot Honecker.

Die Reihe „Wie wir wurden, wer wir sind“ wird seit 2008 von Prof. Tilman Allert, Soziologe an der Goethe-Universität, kuratiert. Die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität im Sommersemester stellt an insgesamt sechs Abenden Biographien von bekannten Akteuren aus West- und Ostdeutschland vor

Folgende Biografien erwarten Sie außerdem im Sommersemester: 

6. Mai
Jean Améry

Hand an sich legen
Referent: Prof. Matthias Bormuth 

20. Mai
Rainer Werner Fassbinder

Angst essen Seele auf
Referent: Prof. Martin Seel 

27. Mai
Elisabeth Förster-Nietzsche

Die Macht des Willens
Referent: Prof. Ulrich Sieg 

17. Juni
Otl Aicher

Die Welt als Entwurf
Referent: Prof. Klaus Klemp 

24. Juni
Margot Honecker

Im stahlharten Gehäuse des bürokratischen Sozialismus
Referent: Prof. Tilman Allert

Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Eintritt frei. 

Alle Veranstaltungen finden im Foyer der Zentralbibliothek der Stadtbücherei (Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main) statt. 

Die Frankfurter Bürger-Universität ist ein Veranstaltungsformat, in dem Bürgerinnen und Bürger im Sommersemester „deutschen Biografien“ begegnen können und das im Wintersemester wechselnde Themen mit städtischem, gesellschaftsrelevantem Bezug aufgreift. Oft verlässt die Goethe-Uni mit ihren Hauptreihen den Campus und zieht an wechselnde Orte in der Stadt, um dort mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Bürger-Universität wird jedes Semester von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Dieses beinhaltet neben der eigens konzipierten Vortragsreihe eine vielfältige Auswahl an öffentlichen Veranstaltungen der Goethe-Universität, ihrer Fachbereiche, (An)-Institute und Initiativen. Die Broschüre mit mehr als 100 Veranstaltungen steht unter www.buerger.uni-frankfurt.de zur Verfügung.

 

Apr 12 2019
09:55

Benzin wird bereits am Vormittag ein weiteres Mal teurer, haben Ökonomen der Goethe-Universität herausgefunden.

Neues Preismuster an deutschen Tankstellen

FRANKFURT. Es ist nun schon lange bekannt, dass die Benzinpreise an den Tankstellen stark schwanken – auch innerhalb eines einzelnen Tages. Dabei wurden die Preise bis zuletzt typischerweise morgens, mittags, nachmittags und abends kräftig erhöht und dazwischen wieder Schritt für Schritt verringert. Doch seit Anfang April erhöhen die Tankstellen nun am Vormittag ein weiteres Mal die Preise für Benzin und Diesel. Aus diesem Grund haben sich auch die Tageszeiten, zu denen günstig getankt werden kann, verändert, berichten Dr. Steffen Eibelshäuser und Sascha Wilhelm, zwei Ökonomen der Goethe-Universität Frankfurt. 

Die beiden Forscher haben herausgefunden, dass Aral als erste Marke die Vormittagspreiserhöhung am 30. März 2019 um 10:00 Uhr eingeführt hat. Und seit Anfang April machen es die anderen Tankstellenketten ihnen nach. Somit kommt es aktuell in Deutschland jeden Tag zu bis zu fünf Preiserhöhungen. Dabei betragen die Preisschwankungen innerhalb eines Tages an ein und derselben Tankstelle bis zu 10 Cent pro Liter. 

Am günstigsten tankt man jeweils vor den Preiserhöhungsrunden, also typischerweise 9-10 Uhr, 12-13 Uhr, 15-16 Uhr sowie 20-21 Uhr. Während sich die Uhrzeiten für günstiges Benzin in den Tagesstunden immer wieder ändern, prognostiziert das Forschungsmodell auch für die Zukunft die besten Preise in den Abendstunden, kurz bevor die Mehrheit der Tankstellen schließt. 

Die regelmäßigen Preiszyklen kommen dadurch zustande, dass die Tankstellen durch gegenseitiges Unterbieten versuchen, die Kunden von der Konkurrenz abzuwerben, erklärt Eibelshäuser. Sobald ein niedriges Preisniveau erreicht ist, lohnt sich das Unterbieten nicht mehr. Es folgt eine starke Preiserhöhung und das Spiel beginnt aufs Neue. Eibelshäuser und Wilhelm haben dafür ein spieltheoretisches Modell entwickelt, mit dem sie den bereits jetzt zum zweiten Mal die Einführung einer weiteren Preiserhöhung vorhersagen konnten. 

Link zum wissenschaftlichen Papier von Eibelshäuser und Wilhelm (2019): https://ssrn.com/abstract=2879392 

Infografiken zum Thema können bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden.

Kontakt: Dr. Steffen Eibelshäuser, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt. Tel. +49 (69) 798-34815, E-Mail: eibelshaeuser@econ.uni-frankfurt.de

 

Apr 11 2019
15:29

Porträt des Masterstudiengangs „Religiöse Kommunikation“ im neuen UniReport. 

Wenn die Kirchengemeinde plötzlich twittert

FRANKFURT. Wer heute über religiöse Themen kommunizieren möchte, findet dafür ganz unterschiedliche Formate und Medien. Auch in den sozialen Medien spielen Fragen des Glaubens eine Rolle. Religiöse und nicht-religiöse Kommunikationsformen bilden häufig Schnittmengen, wenn etwa im politischen Diskurs religiöse Inhalte auftauchen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn in Debatten vor der „Islamisierung des christlichen Abendlandes“ gewarnt wird. Das zunehmende Neben- und Miteinander von religiösen Sprachformen erfordere eine interreligiöse und interkulturelle Kompetenz bei den Beteiligten, betont Prof. Christof Mandry, Studiendekan des Fachbereichs Katholische Theologie an der Goethe-Universität, im Beitrag über den neuen Masterstudiengang „Religiöse Kommunikation“ im UniReport. Dieses neue Studienangebot hat es sich zum Ziel gesetzt, dass sich Studierende des Fachs wissenschaftlich mit der heutigen Vielfalt von religiöser Kommunikation auseinandersetzen können. Der Studiengang ist auf die Forschung ausgerichtet, beinhaltet aber auch ein Berufspraktikum. „Religiöse Kommunikation“ steht übrigens allen Interessierten offen, unabhängig von Konfession oder Religion.

Die weiteren Themen im UniReport April: 

  • Ungebrochene Anziehungskraft der Kritischen Theorie: Ein Gespräch zwischen Studierenden und Lehrenden zu „100 Jahre Soziologie an der Goethe-Universität“. 
  • Archäologie auf dem Dachboden: In vielen wissenschaftlichen Sammlungen der Goethe-Universität schlummern ungeahnte Schätze, so wie in der Abteilung für Vorderasiatische Archäologie. 
  • Andauernde Revolution: Der Wirtschaftshistoriker Prof. Werner Plumpe erzählt in seinem Buch „Das kalte Herz“ die Geschichte des Kapitalismus. 
  • Kinder und Jugendliche als Experten ihrer Lebenswelt: Prof. Sabine Andresen hat gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung eine repräsentative Befragung mit rund 3450 Kindern und Jugendlichen durchgeführt. 
  • Ein Fußballstadion wäre in Frankfurt schneller angeschlossen worden: An der Goethe-Universität formt sich ein Bündnis, das bei der geplanten Verlängerung der U4 auch eine Campus-Westend-Station fordert.
  • Kunstmarkt in Frankfurt: Ein soziologisches Forschungsseminar untersuchte das Netzwerk der Galerien.
  • Der neue Herr über das Comic-Archiv: Der promovierte Literaturwissenschaftler Felix Giesa kümmert sich um die renommierte Frankfurter Sammlung. 
  • Goethe, Deine Forscher: Die Geologin Silke Voigt untersucht, wie in der Erdgeschichte Klimasysteme funktioniert haben. 
  • Reichtum wechselseitiger Beziehungen: Die Goethe-Fellows Bertram Schefold und Iwo Amelung untersuchen im Forschungskolleg Humanwissenschaften, wie sich chinesisches und europäisches Wirtschaftsdenken unterscheidet. 
  • CRISPR/Cas-Bibliotheken: neue Chancen für die Krebsforschung. 
  • Die Früchte des Fleißes: Immer mehr Geflüchteten gelingt es, an deutschen Hochschulen ein Studium aufzunehmen. Erfolgsgeschichten, wie sie auch an der Goethe-Universität geschrieben werden. 
  • Frobenius – Die Kunst des Forschens: Eine Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Universität • Traum von der eigenschaftslosen Sprache: Fragen an Martin Mosebach, dessen Roman „Westend“ im Fokus des diesjährigen Lesefestes „Frankfurt liest ein Buch“ steht. 
  • Philosophie neu denken: Eine Ringvorlesung zu “Contemporary Approaches to Feminist Philosophy", organisiert von Dr. Kristina Lepold und Dr. Marina Martinez Mateo. 
  • Morgens Hörsaal, nachmittags Schulbank: Niels Dehio durfte als einer der ersten Schüler Hessens parallel zur Schule studieren, jetzt forscht er als Informatiker zur Künstlichen Intelligenz mit Robotern. 
  • Wie wir wurden, wer wir sind: Die Bürgeruni-Reihe von Prof. Tilman Allert stellt dreißig Jahre nach dem Mauerfall prominente Ostbiografien vor. 
  • Wie wird aus einem Start-up ein Scale-up? Dr. Thomas Funke, Co-Direktor des Frankfurter TechQuartiers, und Research Manager Dominik Zborek zur Studie „Scale-ups in Europe: an untapped potential“.

Der UniReport 2/2019 steht zum kostenlosen Download bereit unter http://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe .

 

Apr 11 2019
14:22

Öffentlicher Abendvortrag der drei führenden europäischen Astrophysiker mit Prof. Luciano Rezzolla von der Goethe-Universität

Wie wir das Schwarze Loch sichtbar machten

FRANKFURT. Das erste Bild eines Schwarzen Lochs ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von 200 Wissenschaftlern weltweit im Event Horizon Telescope-Projekt (EHT-Projekt). Mit von der Partie ist das europäische Black Hole Cam (BHC)-Team unter der Leitung von Astrophysikern der Goethe-Universität, des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn und der Radboud University in Nijmegen, Niederlande. Die drei führenden europäischen Wissenschaftler werden über die Hintergründe dieses wissenschaftlichen Abenteuers in einem öffentlichen Abendvortrag berichten:

am Mittwoch, dem 17. April um 20 Uhr Campus Riedberg, Otto Stern Zentrum, OSZ H 1.

Die Vortragenden: Prof. Luciano Rezzolla, Institut für Theoretische Physik, Goethe-Universität Prof. Michael Kramer, Max Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn Prof. Heino Falcke, Radboud Universität, Niederlande 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns über Ihr Kommen! 

Information: Dr. Anne Hardy, Abteilung PR & Kommunikation, Campus Westend, Tel. (069) 798 12498, E-Mail: hardy@pvw.uni-frankfurt.de.