​​​​​​​Pressemitteilungen ​​​ – Oktober 2013

Veranstaltungen

Okt 31 2013
14:26

Mädchen lernen die Welt der Informatik im Rahmen einer nächtlichen LAN-Party spielerisch kennen

IT-Girls-Nacht

FRANKFURT. Im Rahmen der „IT-Girls-Nacht“ an der Goethe-Universität, die am 01./02. November 2013  von 17.00-11.00 Uhr im Fachbereich Informatik und Mathematik stattfindet, können Schülerinnen von 12 bis 17 wieder eine ganze Nacht lang die Welt der Informatik mit jeder Menge Spiel und Spaß entdecken.

Eine LAN-Party nur für Girls und mit Rundum-Verpflegung: Spannende Spiele für Computer und Smartphones, tanzende Roboter und noch jede Menge anderer digitaler Techniken können in lockerer Atmosphäre entdeckt werden. Verschiedene Workshops bieten die Möglichkeit zur Vertiefung: Wie sieht ein Job in der Informatik aus? Wie baut man einen Computer auseinander und wieder zusammen? Im Rahmen einer Mini-Vorlesung wird Prof. Isolde Adler anschaulich zeigen, was Informatik eigentlich ist.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich einen Eindruck von der lebendigen Veranstaltung vor Ort zu machen!

Veranstaltungsort:
Goethe-Universität Frankfurt,
Fachbereich Informatik und Mathematik,
Lernzentrum, Raum 1,
Robert-Mayer-Str. 11-15,
60325 Frankfurt am Main

Ansprechpartnerin: Jenny Quasten, Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Informatik, Tel. (069) 798-24635, lan-party@informatik.uni-frankfurt.de; http://lan-party.informatik.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Okt 31 2013
12:15

Rund 160.000 Bände stehen Studierenden, Wissenschaftlern und Bürgern zur Verfügung – Wiedereröffnung am 7. November

Erweitere Asienbibliothek an neuem Ort

FRANKFURT. Das Interdisziplinäre Zentrum für Ostasienstudien (IZO) der Goethe-Universität Frankfurt feiert am 7. November (Donnerstag) die Wiedereröffnung der Asienbibliothek am neuen Standort: Im Zentralgebäude der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg auf dem Campus Bockenheim hat die Asienbibliothek, die bisher im Juridicum untergebracht war, ein neues Zuhause gefunden. Die wachsenden Bestände sind nun erweitert worden um die Sonderbestände des ehemaligen Japan-Zentrums der Universität Marburg sowie die Sammlung der Stiftung Asienhaus Köln.

Die Goethe-Universität trägt damit der weiter wachsenden weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Bedeutung der Region Rechnung. Mit insgesamt fast 160.000 Bänden und Schwerpunkten im Bereich der Sammlungen asiatischer Sprachen zählt die Frankfurter Asienbibliothek zu den bedeutendsten Fachbibliotheken zum ost- und südostasiatischen Raum in Deutschland. Bibliothekar Holger Warnk erklärt: „Die Asienbibliothek enthält neben Beständen in europäischen Sprachen auch zahlreiche Werke in Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Indonesisch, aber auch in Malaiisch, Thai, Vietnamesisch, Khmer, Javanisch und vielen anderen Sprachen. Ein besonderes Highlight ist die Bibliothek des Missionars Emil Lüring, die aus einzigartigen seltenen Lithographie-Drucken des 19. Jahrhunderts aus Singapur und Malaysia besteht, die teilweise sonst nirgendwo auf der Welt vorhanden sind“. Von der Stiftung Asienhaus, die vor einiger Zeit von Essen nach Köln umgezogen ist, kam ein umfangreicher Buchstand zu den asiatischen Gesellschaften und zur modernen Geschichte Ost- und Südostasiens im vergangenen Jahr nach Frankfurt und wurde jetzt in die erweiterte Asienbibliothek integriert.

Damit haben Studierende, Wissenschaftler des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien (IZO), aber auch interessierte Bürger Zugriff auf einen Buchbestand, der die Themen des fächerübergreifend organisierten IZO abbildet. Das IZO wurde 2008 als interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Ost- und Südostasien gegründet und ist im Zuge der vom Land Hessen geförderten Zentrenbildung geistes- und regionalwissenschaftlicher Fächer an hessischen Hochschulstandorten entstanden. Mit elf dem Zentrum zugeordneten Professuren und rund 70 Mitgliedern bündelt es heute in Frankfurt am Main die gesamte hessenweite Expertise zu dieser wichtigen Region mit mehr als zwei Milliarden Menschen. In der Forschung werden große Verbundprojekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der VolkswagenStiftung gefördert.

Bei der Wiedereröffnung, die am 7. November um 16 Uhr im Asien-Lesesaal, 1. Obergeschoss der Universitätsbibliothek, Bockenheimer Landstraße 134-138 beginnt, hält Prof. Schmidt-Glintzer, Direktor der namhaften Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, den Festvortrag zum Thema „Zur Rolle der deutschen Asienbibliotheken im ‚asiatischen Jahrhundert’“. Begrüßt werden die Gäste von dem Direktor der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Dr. Heiner Schnelling, Grußworte sprechen neben Prof. Matthias Lutz-Bachmann, Vizepräsident der Goethe-Universität, und Prof. Arndt Graf, Geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien (IZO), auch Dr. Britta Woldering, Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main; sie wendet sich dem Thema „Die Asienbibliothek der Goethe-Universität im Kontext der Frankfurter Bibliothekslandschaft“ zu. Und ein weiteres Grußwort hält Dr. Klaus Fritsche, Mitglied der Geschäftsführung der Stiftung Asienhaus Köln; er spricht über „Soziale Bewegungen Asiens in der Sondersammlung Asienhaus der Frankfurter Asienbibliothek“. Für die musikalische Umrahmung sorgt das „Mindeulle Ensemble“ mit koreanischer Fusionsmusik. Im Anschluss an den offiziellen Teil können sich die Besucher individuell über die Asienbibliothek an neuem Ort informieren.

Informationen: PD Dr. Thomas Feldhoff, Wissenschaftlicher Koordinator des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien,  Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23284, Feldhoff@em.uni-frankfurt.de,  Anmeldung per Email: izo@uni-frankfurt.de

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Okt 30 2013
09:06

Das Schreibzentrum der Goethe-Universität macht den November zum „Schreibmonat“ – nicht nur Studierende sind zum Mitmachen eingeladen

Ab Freitag 16 Uhr wird geschrieben, geschrieben, geschrieben…

FRANKFURT. Ab Freitag (1. November) 16 Uhr wird geschrieben, geschrieben, geschrieben: Innerhalb von 30 Tagen können Frankfurter Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Interessierte von außerhalb mit dem Schreibzentrum der Goethe-Universität an ihren Texten arbeiten. Ob Hausarbeit, Essay, Dissertation, Fachartikel oder Roman, ob täglich oder ab und zu, ob 1000 Wörter oder drei Stunden am Stück: Das Schreibziel, das erreicht werden soll, legen alle selbst fest.

„Vielen fällt es im Alltagsstress schwer, regelmäßig und motiviert an den eigenen Texten zu arbeiten. Auch Schreibprofis und alte Hasen plagen sich mit immer näher rückenden Abgabeterminen, Aufschieberitis und Phasen, in denen nichts aufs Papier will“, so Dr. Nadja Sennewald, eine der beiden Leiterinnen des Schreibzentrums an der Goethe-Universität. Viele Dinge werden oft vorgeschoben, um das Schreiben zu umgehen – das Schreibzentrum holt die Zögerlichen ab mit „Schreiben, obwohl man eigentlich keine Zeit hat“. Erfahrungen aus der universitären Praxis haben gezeigt, dass es sehr motivierend sein kann, sich als Teil einer Gemeinschaft von Schreibenden zu begreifen. „Aus diesem Grund gibt es, angelehnt an den amerikanischen Academic Writing Month, nun wieder die Möglichkeit, einen Monat lang intensiv und konzentriert an den eigenen Texten zu arbeiten“, ergänzt ihre Kollegin Dr. Stephanie Dreyfürst.

Teilnehmen können alle – virtuell von zu Hause aus oder auch live mit anderen zusammen in der Bibliothek Geisteswissenschaften auf dem Campus Westend. „Gemeinsam schreibt man weniger allein“ ist das Motto. Der virtuelle Schreibraum ist immer geöffnet, der analoge im 6. Stock des Bibliothekszentrums Geisteswissenschaften im IG-Farben-Haus (Gruppenraum in Q1) täglich von 16 bis  bis 20 Uhr. Dort gibt es täglich um 16 Uhr eine „Einschreibübung", und die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums bieten eine individuelle Schreibberatung an. Sie beantworten Fragen zum Schreibprozess, zur Themenplanung, zur Argumentation, aber auch zum Zeitmanagement und zur Motivation bei umfangreichen Textprojekten.

Wer sich ein tägliches Schreibziel setzen will, online mitschreiben oder einfach nur sehen möchte, wer sich auf der ganzen Welt seinen selbstgesteckten Schreibzielen nähert, der kann sich auf einer gemeinsam genutzten Online-Tabelle eintragen: http://bit.ly/19lzFxg. Sich gegenseitig anspornen und Tipps austauschen können alle Schreibenden alternativ auch über Twitter unter dem Hashtag #AcWriMo.

Informationen: Dr. Stephanie Dreyfürst und Dr. Nadja Sennewald, Schreibzentrum der Goethe-Universität, Campus Westend, Telefon (069) 798-32845; dreyfuerst@lingua.uni-frankfurt.de; sennewald@em.uni-frankfurt.de; http://schreibzentrum.uni-frankfurt.de

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Okt 23 2013
14:17

Ausstellung der Liebieghaus Skulpturensammlung in Kooperation mit der Goethe-Universität

Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur

FRANKFURT. In der Sonderausstellung „Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur“ präsentiert die Liebieghaus Skulpturensammlung vom 30. Oktober 2013 bis zum 23. Februar 2014 erstmals die spektakulären Funde der mehr als 2.000 Jahre alten Nok-Kultur aus dem subsaharischen Raum. Die über 100 Skulpturen und Fragmente, die Archäologen der Goethe-Universität Frankfurt geborgen haben, werden in der Ausstellung gemeinsam im Dialog mit zeitgleichen Werken der altägyptischen und griechisch-römischen Antike aus der Sammlung des Liebieghauses gezeigt. Diese zugespitzte Präsentation thematisiert den großen Konflikt um das radikal veränderte Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts: Europas figurative Kunst auf der einen Seite, auf der anderen die freien Formen der sogenannten primitiven Kunst.

Die aus Terrakotta hergestellten Nok-Figuren gehören zu den frühesten Zeugnissen afrikanischer Plastik und wurden in den vergangenen acht Jahren an über 200 Grabungsstellen im westafrikanischen Nigeria gefunden. In der gemeinsam von der Goethe-Universität Frankfurt und dem Liebieghaus konzipierten Präsentation können die ausdrucksstarken Skulpturen nun erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden. Die rötlichen Figuren werden nach aufwendiger Restaurierung rund 60 zeitgleich entstandenen Kunstwerken der ägyptischen Spätzeit und der griechischen Klassik gegenübergestellt. Während der Austausch dieser Kulturen vor 2.000 Jahren durch die Sahara blockiert war, bietet die Ausstellung die Möglichkeit, die völlig eigenständig entstandenen Nok-Skulpturen mit der Kunst der Zeitgenossen des mediterranen Raums zu vergleichen. Zugleich thematisiert die Präsentation im Liebieghaus die Forschungsergebnisse dieses langjährigen und außergewöhnlich erfolgreichen Grabungsprojekts und zeigt neben den Skulpturen Funde von Alltagsgegenständen wie Tongefäßen, Steingeräten oder Schmuck, sodass ein umfassendes Bild dieser bemerkenswerten archäologischen Kultur Westafrikas vermittelt wird.

Die Forschungsergebnisse der seit 2005 stattfindenden Grabungen eines Archäologenteams der Goethe-Universität Frankfurt um Prof. Dr. Peter Breunig werden im Vortragssaal im Untergeschoss des Liebieghauses ausführlich vorgestellt. Bisher konzentrierten sich die Forschungen auf ein ca. 15 mal 20 Kilometer großes Kerngebiet in Nigeria. Dieses Untersuchungsgebiet soll bis zum Jahr 2020 erweitert werden. Während der alljährlichen mehrmonatigen Feldaufenthalte arbeiten die Frankfurter Forscher ebenso mit der für archäologische Projekte zuständigen nigerianischen Bundesbehörde wie mit zwei Universitäten des Landes zusammen. Mithilfe lokaler Informanten konnten auf diese Weise in den vergangenen Jahren zahlreiche außergewöhnliche und bemerkenswerte Funde von Terrakotta-Skulpturen verzeichnet werden. Die Plastiken der Nok-Kultur wurden erstmals Mitte des 20. Jahrhunderts von Bernhard Fagg, einem britischen Archäologen, entdeckt. Die Funde stammten damals aus Zinnminen. Bis in die 1970er-Jahre hinein sammelte Fagg gemeinsam mit Minenarbeitern insgesamt rund 150 Fragmente von Nok-Figuren. Namensgebend für die Kultur war das kleine Dorf Nok, das in der Nähe des ersten Fundortes liegt. Die im Liebieghaus erstmals zu sehenden Sensationsfunde mit ihren großartigen, freien Formen werden nach Ende der Ausstellung in Frankfurt zurück nach Nigeria transportiert, wo sie in einer Präsentation gezeigt werden.

Die Ausstellung „Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur“ in der Liebieghaus Skulpturensammlung wird in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt realisiert und durch Leihgaben der National Commission for Museums and Monuments, Nigeria unterstützt. Die Ausstellung steht unter Schirmherrschaft von Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages.
Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert und erfährt von der Julius Berger International GmbH zusätzliche Unterstützung.

Pressevorbesichtigung: Dienstag, 29. Oktober 2013, 11 Uhr, Liebieghaus Skulpturensammlung.

Pressebilder stehen bereit unter http://www.liebieghaus.de/lh/index.php?StoryID=508

Weitere Presse-Informationen: Axel Braun (Leitung), Silke Janßen, Karoline Leibfried, Städel Museum, Dürerstraße 2, 60596 Frankfurt, Tel. (069) 605098-234, presse@liebieghaus.de; www.liebieghaus.de

Hochschulpolitische Themen

Okt 23 2013
12:21

2013 wechselt eine hohe Zahl von Wissenschaftlern aus dem Ausland an die Goethe-Universität

Auslandsberufungen im Aufwind

FRANKFURT. Die Goethe-Universität wird zunehmend zum Anziehungspunkt für ausländische Forscherinnen und Forscher. Das zeigt der positive Trend in diesem Jahr: Von den 34 bis Ende September neu besetzten Professuren wurden allein 15 an Kandidatinnen und Kandidaten mit ausländischem Pass vergeben (41%). Zum größten Teil kamen sie direkt aus dem Ausland, darunter von so renommierten Einrichtungen wie der University of Oxford, der London Business School, der ETH Zürich, der University of Minnesota oder der Federal Reserve Bank of Boston.

Seit 2008 waren durchschnittlich neun Forscher aus dem Ausland an die Goethe-Universität gewechselt. Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl führt  die gestiegene Zahl ausländischer Berufungen auf eine „höhere internationale Sichtbarkeit der Goethe-Universität“ zurück: „Wir haben in den vergangenen Jahren enorm aufgeholt. Vor allem dank unserer herausragenden Forschungsprojekte wie der Exzellenzcluster, der Gesundheits- und LOEWE-Zentren. Ich freue mich über jede ausländische Kollegin und jeden ausländischen Kollegen, den wir für Frankfurt gewinnen können.“

Veranstaltungen

Okt 22 2013
12:52

Vortragsprogramm der Frankfurter Geographischen Gesellschaft

Mobilität – Migration – Integration – Ursachen und räumliche Auswirkungen

FRANKFURT. Wie konnten die Menschen von Afrika vor zwei Millionen Jahren die Welt besiedeln? Wie tragen Bahnhöfe und Flughäfen zur Entwicklung von Städten bei? Können Pflanzen dem Klimawandel hinterherwandern? Und welche Probleme bringt der rasant wachsende Naturtourismus mit sich? Das sind Themen der Vortragsreihe „Mobilität – Migration – Integration – Ursachen und räumliche Auswirkungen“ der Frankfurter Geographischen Gesellschaft, zu der Wissenschaftler aus ganz Deutschland eingeladen sind. Die spannenden und gesellschaftlich relevanten Vorträge stehen einem breiten, interessierten Publikum offen.

Wann? mittwochs  um 18.15 Uhr.
Wo? Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude, Hörsaal H14, 4.Stock.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am 30. Oktober mit dem Vortrag  „Ursprünge, Umbrüche, Umwege: Sechs Millionen Jahre Mensch“ von Prof. Friedemann Schrenk von der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft. Er erläutert die Geschichte der Menschen und deren Ausbreitung von Zentralafrika in die ganze Welt während der letzten zwei Millionen Jahre.

Am 13. November wird Zsolt Bottlik von der Universität Budapest in seinem Vortrag „Integrationsschwierigkeiten der Minderheitenbevölkerung in Südosteuropa“ die sich mit der Integration in die Europäische Union verschärfenden wirtschaftlichen und ökonomischen Disparitäten der südosteuropäischen Länder diskutieren.

Bernhard Hager aus Frankfurt wird in seinem Vortrag „Galgenfeld, Bismarck und Lenin – 125 Jahre Hauptbahnhof Frankfurt“ am 27.November die Entwicklungsgeschichte des Frankfurter Hauptbahnhofs samt späteren S-Bahn-Bau Revue passieren lassen und dessen Wechselwirkung mit der Frankfurter Stadtentwicklung beleuchten.

Der Vortrag „Migration, Umwelt und politisch-soziale Krisen im westafrikanischen Sahel“ am 11. Dezember von Thomas Krings, Professor an der Universität Freiburg, behandelt die Rolle der Migration insbesondere im Kontext erhöhter Vulnerabilität gegenüber Umwelt- und Nahrungskrisen, hoher Verstädterungsraten sowie transnationaler Überlebenssicherungssysteme zwischen Afrika und Europa.

Im Zeitalter der Globalisierung hat der internationale Luftverkehr einen besonderen Einfluss auf die Standortzentralität. Wie die Entwicklung der Flughäfen sich auf das rasante Städtewachstum auswirkt zeigt Thomas Feldhoff, Privatdozent an der Universität Frankfurt, in seinem Vortrag „Globalisierung, Luftverkehr und Metropolenwachstum in Ost- und Südostasien“ am 15.Januar 2014.

Am 29. Januar 2014 wird Oliver Tackenberg, Professor an der Universität Frankfurt, in seinem Vortrag „Geo-Botanik: ‚Klimawandel und Neophyten‘“ die Auswirkungen des prognostizierten Klimawandels auf die Biodiversität verdeutlichen. Außerdem geht er der Frage nach, ob die Ausbreitungsrate der Pflanzenarten mit der Geschwindigkeit der Klimaänderungen mithalten kann.

Hubert Job, Professor an der Universität Würzburg, diskutiert in seinem Vortrag „Hawaii vs. Balkonien – Shapers und Shifters im globalen Tourismus“ am 5. Februar 2014 die Pros und Contras des in den letzten Jahren stark angewachsenen Naturtourismus.

Die Frankfurter Geographische Gesellschaft wurde am 9. Dezember 1836 als "Geographischer Verein zu Frankfurt am Main" von interessierten Bürgern der Stadt gegründet. Der Geographische Verein ist somit die zweitälteste geographische Gesellschaft in Deutschland und, nach Paris, Berlin und London, die viertälteste der Welt. Am 31. Oktober 1961 erfolgte auf Beschluss der Mitgliederversammlung die Namensänderung in "Frankfurter Geographische Gesellschaft e.V." Die Frankfurter Geographische Gesellschaft ist eng mit den geographischen Instituten am Fachbereich Geowissenschaften/Geographie der Goethe-Universität verknüpft.

Informationen: Peter Behr, Tel.: (069) 798-40336, Behr@em.uni-frankfurt.de, http://www.geo.uni-frankfurt.de/ipg/fgg/

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Okt 18 2013
13:08

„Markt der Möglichkeiten“ bringt Ausblick auf das „große“ Jubiläum 2014

Goethe-Universität feiert 99. Geburtstag

FRANKFURT. Mit einer Feier für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende sowie Bürgerinnen und Bürger im Uni-Casino hat die Goethe-Universität Frankfurt heute Ihren 99. Geburtstag begangen. Ein eigens dafür aufgebauter „Markt der Möglichkeiten“ gab bereits einen detaillierten Ausblick auf das Festprogramm des Jahres 2014, in das der 100. Geburtstag fällt.

„Die Vorbereitungen auf den 100. Geburtstag laufen auf vollen Touren“, sagte Vizepräsident Prof. Manfred Schubert Zsilavecz, der als Moderator durch die Veranstaltung führte. „Wir wollen unseren 99. Geburtstag nutzen, um allen Uni-Angehörigen, aber auch Menschen aus Stadt und Region Geschmack zu machen auf das große Jubiläum im kommenden Jahr.“

Präsidium, Fachbereiche und Studierendenschaft befinden sich seit 2011 in einem intensiven Vorbereitungsprozess. Das Ergebnis: 2014 stehen, über das ganze Jahr verteilt, weit mehr als 100 Veranstaltungen auf dem Programm, 60 davon allein aus den Fachbereichen, viele auch von Studierenden. Höhepunkt ist am 18. Oktober 2014, exakt 100 Jahre nach der Eröffnung der Goethe-Universität, der Festakt mit Bundespräsident Joachim Gauck in der Frankfurter Paulskirche.

Künstler, Literaten und Politikprominenz werden das gesamte Jahr über erwartet:  So gastiert im Februar zu Ehren der Goethe-Universität der Dirigent Zubin Mehta mit seinem 100-köpfigen Orchester in der Frankfurter Alten Oper. Auch der Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt steht 2014 im Zeichen des Universitätsjubiläums. Die Festrede hält Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl. Nach Zubin Mehta folgt im Juni Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“) im Rahmen der Frankfurter Poetikgastdozentur. Ende Juni erwartet die Goethe-Universität den Schauspieler Klaus Maria Brandauer mit einer Lesung aus Goethes Faust.

Veranstaltungen und Festwochen werden das gesamte Jahr prägen: Der Kongress „The University and the City“ bringt die Oberbürgermeister und Uni-Präsidenten aller Partnerstädte Frankfurts an die Goethe-Universität. Ziel ist es, in Verbindung mit den Hochschulkulturen in den verschiedenen Ländern gemeinsam Dimensionen des Urbanen zu diskutieren. Dabei stehen auch die verschiedenen Grade der Autonomie von Hochschulen im Mittelpunkt.

Ein echtes kulturelles Highlight ist neben der Sommerfestwoche auf dem Campus Westend und der Week of Science auf dem Campus Riedberg die Ausstellung „Wunderbare Dinge“ im Museum Giersch. Erstmals in ihrer Geschichte öffnet die Goethe-Universität die Schatzkammern ihrer 40 wissenschaftshistorischen und künstlerischen Sammlungen und präsentiert diese in einer aufwändigen Schau der Öffentlichkeit.

Begleitet wird das Jubiläum auch von einem „Wissenschaftsstadtplan“. Dieser soll künftig Orte in Frankfurt mit einer Plakette markieren, an denen herausragende Köpfe der Goethe-Universität gewohnt haben. Damit gewinnt die Stadt Frankfurt auch die Chance, wissenschaftstouristische Führungen anzubieten.

Bildmaterial zum Download: hier. Bitte als Quelle angeben: (Uwe Dettmar/Goethe-Universität)

Mehr Informationen: Das gesamte Programm der 100-Jahr-Feier findet sich neben weiteren Informationen über das Festjahr unter http://www.uni-frankfurt.de/gu100

Hochschulpolitische Themen

Okt 18 2013
12:32

Positionspapier der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) in Wiesbaden vorgestellt

Hessens Universitäten als Herzstück der Wissenschaft stärken

FRANKFURT.  Die hessischen Universitäten erwarten von einer künftigen Landesregierung konsequente Unterstützung, um das hohe Niveau der Wissenschaft im Bundesland zu erhalten. „Die Universitäten sind von zentraler Bedeutung für das Wissenschaftssystem in Hessen und müssen ihren breit gesteckten Aufgaben gerecht werden können“, unterstrich der Sprecher der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU), Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, am Freitag in Wiesbaden.

In einem Positionspapier beschreibt  die KHU die Funktion der Universitäten im hessischen Wissenschaftsgefüge: „Nur die Universitäten decken das gesamte Spektrum wissenschaftlicher Fächer sowie wissenschaftlicher Leistungserbringung ab. Alle anderen Organisationstypen des Wissenschaftssystems sind auf sie angewiesen“, heißt es darin. „Nur die Stärkung des universitären Zentrums kann den Erfolg der Wissenschaft made in Hessen insgesamt langfristig und nachhaltig sichern.“

So erbrächten die Universitäten Forschungsleistungen sowohl in der Grundlagenforschung als auch in angewandter Forschung in größter Breite. Beleg dafür sei z.B. das stetig steigende Drittmittelvolumen, das mittlerweile bei rund 400 Mio. Euro pro Jahr liege und damit etwa  96 Prozent der Drittmittel aller hessischen Hochschulen ausmache. Als förderlich habe sich das LOEWE-Programm erwiesen, mit dem das Land Hessen Spitzenforschung finanziell unterstützt. Auch Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen, die Publikationsqualität ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ihr internationales Renommee zeigten die Forschungsstärke der hessischen Universitäten. Forschungsstark und international erfolgreich sei auch der wissenschaftliche Nachwuchs aus Hessen. „Nur die Universitäten haben für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses über die engere fachliche Qualifikation hinaus Strukturen und Angebote aufgebaut, die der Qualifizierung und Profilierung der künftigen Führungskräfte in Wissenschaft, Wirtschaft sowie im öffentlichen Sektor dienen. Das exklusive Promotionsrecht der Universitäten, die alleinig die hierfür erforderliche disziplinäre Vielfalt und interdisziplinären Plattformen vorhalten, ist daher im Gesamtinteresse des Wissenschaftssystems zu erhalten“, schreibt die KHU.

Darüber hinaus heben die Universitäten ihre Bedeutung für das regionale Umfeld hervor: „Die hessischen Universitäten sind Lokomotiven der Internationalisierung der hessischen Wissenschaftslandschaft, der gesellschaftlichen Öffnung ihrer Städte und Regionen sowie des wirtschaftlichen Erfolgs Hessens in einer globalisierten Welt“, heißt es in dem Papier. Sie kämen zudem im Wissens- und Technologietransfer ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in besonderer Weise nach.

Die fünf hessischen Universitäten schulterten den Löwenanteil der akademischen Ausbildung im Bundesland. Rund 65 Prozent aller Studierenden in Hessen seien an einer Universität eingeschrieben und erhielten dort eine hochwertige wissenschaftliche Ausbildung, die sie zur selbstständigen Anwendung und Entwicklung wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse auch in der beruflichen Praxis befähige. „Die forschungsorientierte Lehre ist Alleinstellungsmerkmal der Universitäten“, schreibt die KHU in ihrem Positionspapier. Auch die Ausbildung in den Staatsexamensfächern Jura, Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie sowie für das Lehramt obliege allein ihnen. Auf dieser Grundlage „sollte die Arbeitsteilung im Wissenschaftssystem zwischen Universitäten und Fachhochschulen verstärkt und die Komplementarität ihrer Studienangebote erhöht werden“, heißt es weiter.

In diesem Kontext verwies Postlep auch auf die hohe  Zahl der Studierenden:  Im Wintersemester 2013/14 seien  an den fünf hessischen Universitäten voraussichtlich 144.300 Frauen und Männer eingeschrieben, erneut mehr als im Vorjahr. „Wir bewegen uns auf einem Hochplateau der studentischen Nachfrage, das auf absehbare Zeit die Situation an den Universitäten bestimmen wird“, so Postlep weiter.

Aus ihrer zentralen Bedeutung für das hessische Wissenschaftssystem ergebe sich die Notwendigkeit, die Universitäten verlässlich mit angemessenen Ressourcen auszustatten, hob der KHU-Sprecher hervor: „Die deutschlandweit formulierte Forderung nach Steigerung der Grundfinanzierung gilt auch für Hessen. Die Universitäten brauchen für ihre vielfältigen Aufgaben bessere und vor allem stabilere finanzielle Bedingungen. Die stetig wachsende Abhängigkeit von befristeten Programmen ist der falsche Weg.“ Hier sei ein Kurswechsel dringend nötig. Nicht zuletzt sei der Bund gefordert, sich mit den Ländern auf eine dauerhafte Beteiligung an einer auskömmlichen Hochschulfinanzierung zu einigen. Postlep verwies zugleich auf die Wahlprüfsteine der KHU vom Januar, deren Forderungen auch nach der Landtagswahl Bestand hätten.

In der KHU sind die Präsidien der fünf hessischen Universitäten zusammengeschlossen: der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Universität Kassel.

Bild von Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident der Universität Kassel und Sprecher der KHU, zur freien Verwendung: www.uni-kassel.de/uni/uploads/tx_ukpersons/postlep.jpg

Wahlprüfsteine der KHU vom 28. Januar 2013: www.khu-hessen.de/doku.php/pressemitteilungen/2013-01-28-wahlpruefsteine-hessenwahl-2013

Kontakt: Sebastian Mense, Universität Kassel. Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Tel.: (0561) 804-1961, presse@uni-kassel.de

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Okt 17 2013
13:58

Gastvortrag von Susan Lindquist zu Krankheiten durch falsch gefaltete Proteine

Sie studiert Parkinson an Hefezellen

FRANKFURT. Wie falten sich Proteine richtig und was passiert, wenn sie es nicht tun? Die korrekte Faltung der zunächst langkettigen Moleküle wird in den letzten Jahren intensiv erforscht, nicht zuletzt dank der Pionierarbeiten von Susan Lindquist. Denn eine Störung im korrekten Ablauf der Proteinfaltung kann dramatische Folgen haben: Alzheimer, Chorea Huntington und Parkinson zählen zu den Krankheiten, denen eine fehlerhafte Proteinfaltung zu Grunde liegt. Die Forscherin vom Whitehead Institute for Biomedical Research in Massachusetts, USA, wird in ihrem Vortrag an der Goethe Universität im Rahmen der Sanofi Perspective Lectures über ihre neuesten Forschungsergebnisse berichten.

Wann? Dienstag, 22. Oktober um 18 Uhr 15.
Wo?    Klinikum der Goethe-Universität, Campus Niederrad, Hörsaalgebäude 22-1.

Proteine beeinflussen durch Um- und Neufaltungen wichtige biologische Vorgänge wie die Aktivierung von Funktionseiweißen, zu denen die Enzyme und Hormone gehören. Mittels veränderter Proteinfaltung kann eine Zelle außerdem auf extremen Stress wie Hitze oder Toxine reagieren. Lindquist und ihrem Team gelang es, wichtige Schritte in diesem Prozess aufzuklären und zu beschreiben. 

Lindquist konnte in Hefezellen die biologischen Folgen der Parkinson-Krankheit reproduzieren. Mit dem von ihr speziell entwickelten Verfahren prüft sie zurzeit verschiedene Substanzen, mit denen man die Krankheit verhindern beziehungsweise behandeln könnte. Für ihre herausragenden Beiträge zur Weiterentwicklung des Wissens in der Biologie erhielt sie 2010 vom Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika die national medal of science.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Informationen: Prof. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II, Campus Niederrad, Tel: (069) 6301-5964, ivan.dikic@biochem2.de

Veranstaltungen

Okt 17 2013
13:56

Letzter Geburtstag vor dem 100.: Goethe-Uni feiert mit Mitarbeitern, Studierenden und Bürgern

99 Jahre und kein bisschen leise

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit einem Fest für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende, Bürgerinnen und Bürger feiert die Goethe-Universität am Freitag, den 18. Oktober 2013 ab 12.30 Uhr ihren 99. Geburtstag. Neben einem Ausblick auf das 100. Jahr stehen Präsentationen von vielen Einzelprojekten im Mittelpunkt, die für das Festjahr 2014 geplant sind. Dafür wird der Festsaal des Casinos der Goethe-Universität auf dem Campus Westend zu einem „Markt der Möglichkeiten“ umgebaut.

An fast 30 Ständen stellen die Verantwortlichen aus der Studierendenschaft, den Fachbereichen und aus der zentralen Verwaltung wesentliche Projekte und Aktivitäten vor. Ziel der Veranstaltung ist es, in die Universität hinein und in die Stadtgesellschaft hinaus über Aktivitäten des Jubiläums zu informieren und auf das kommende Jahr Lust zu machen. Pünktlich um 12.30 Uhr wird der für das Jubiläum verantwortliche Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz die letzten 365 Tage bis zum eigentlichen Geburtstag am 18. Oktober 2014 buchstäblich einläuten. Er schlägt auf einen großen Gong. Dann steigen 99 Luftballons im Jubiläumsdesign in den Himmel über dem Campus auf.

Als Medienvertreter lade ich Sie ein, ab 12.30 Uhr beim öffentlichen Teil der 99-Jahr-Feier der Goethe-Universität mit dabei zu sein. Gern stehen Ihnen die Projektverantwortlichen sowie Prof. Schubert-Zsilavecz während und im Anschluss an die Veranstaltung für Gespräche zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Olaf Kaltenborn

Veranstaltungen

Okt 17 2013
13:50

Hauptreihe der Frankfurter „Bürger-Universität“ fokussiert das Thema Bildung/ Programmbroschüre präsentiert breites Veranstaltungsangebot

Bleibt die Gerechtigkeit auf der Strecke?

FRANKFURT. Die 10. Frankfurter „Bürger-Universität“ – ein Veranstaltungsprogramm, das sich speziell an Bürgerinnen und Bürger wendet, bietet erneut die Möglichkeit die große Vielfalt der Goethe-Universität kennenzulernen. Von Oktober bis April locken populärwissenschaftliche Vorlesungen, Vorträge mit überraschenden und spannenden wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Forschung und Lehre, Kunst, Konzerte und Wissenschaftsangebote für Kinder. Fast 120 Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, gezielt mit der Universität und ihren Akteuren in Kontakt zu treten.

Zum großen Publikumserfolg entwickelt hat sich dabei die eigens für die Bürger-Universität erdachte Diskussionsreihe, die sich auch in diesem Winter wieder mit einer wichtigen gesellschaftspolitischen Debatte beschäftigt. „Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“, so die Überschrift  einer Reihe von insgesamt sechs Veranstaltungen. Ganz im Sinne einer von Frankfurter Bürgern geschaffenen Bildungseinrichtung will die Goethe-Universität damit die Bildungsdebatte weiter vorantreiben. Gemeinsam mit Wissenschaftlern, Experten und den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern sollen einzelne Aspekte hervorgehoben und diskutiert werden. Vom Blick auf die sogenannten „Bildungsverlierer“ über Lernen mit Migrationshintergrund bis hin zu verschulten Studiengängen als Folge der Bologna-Reform. Gesellschaftliche Überakademisierung und Bildung aus Sicht von Ökonomen und Großunternehmern sind weitere Aspekte dieser Reihe. Schirmherr der Bürger-Universität ist der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann, dessen großes Interesse an der Bildungsdebatte auch in seiner persönlichen Biografie begründet. Bevor er 2012 Oberbürgermeister wurde, war Feldmann u.a. Leiter eines Ausbildungs- und Jugendzentrums: „Seit 2008 sind Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankfurt und des Rhein-Main-Gebiets eingeladen, wichtige gesellschaftliche Themen öffentlich miteinander zu diskutieren. Die Goethe-Universität nimmt ihren Bildungsauftrag ernst und stellt erneut auch ihre eigene bildungspolitische Rolle zur Diskussion“, schreibt der Oberbürgermeister im Vorwort der aktuellen Programm-Broschüre.

Neben der Reihe zur Bildungsdebatte enthält das Programm weitere Highlights, zum Beispiel die Vortragsreihe der Stiftungsgastprofessur Wissenschaft und Gesellschaft, „Vom Urknall ins Labor“. International renommierte Forscher gewähren spannende Einblicke in die realen und virtuellen Laboratorien der Physik. Die traditionsreiche und bundesweit beachtete Poetikgastdozentur gestaltet in diesem Semester Terézia Mora, die gerade erst mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Das Verhältnis Mobilität – Migration – Integration steht im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe der Frankfurter Geographischen Gesellschaft. Vorträge der Filmwissenschaft, des Fritz Bauer Instituts und eine vom Konfuzius-Institut – mit der vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin Ursula Krechel – gestaltete Lesung und Gesprächsrunde, versprechen weitere interessante Einblicke in Forschungsgebiete der Universität. Musikalisch begleitet wird das Programm durch die Konzerte der Frankfurter Universitätsmusik und dem Kammerorchester „Skyline Symphony“.

Wie üblich sind alle Veranstaltungen in einem Programmheft zusammengefasst, das an 50 verschiedenen Orten Frankfurts kostenlos ausliegt, aber auch direkt über die Universität bezogen werden kann.

Übersicht Einzeltermine Diskussionsreihe im Wintersemester 13/14

Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte

11. November 2013: Auftaktveranstaltung: Ungelernt und chancenlos? Die Bildungsverlierer

Mit der Direktorin der Sophienschule Frankfurt Katja Cabrini, dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Dr. Roland Kaehlbrandt und Prof. Udo Rauin von der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung . Moderation: Marc Dugge, Hessischer Rundfunk.

25. November 2013: Ausgegrenzt und unterschätzt? Migranten im deutschen Bildungssystem

Mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Frank-Olaf Radtke, den Autoren von „Unerwünscht – Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte“ Masoud und Mojtaba Sadinam und Suat Yilmaz, Talentscout der Westfälischen Hochschule. Moderation: Riccardo Mastrocola, Hessischer Rundfunk

9. Dezember 2013: Verschult und überfrachtet? Bildung zwischen Theorie und Praxis

Mit der Politologin und Vize-Präsidentin der Goethe-Universität Prof. Tanja Brühl, der Soziologin und Direktorin am Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur Prof. Birgit Blättel-Mink, dem Frankfurter AStA- Vorsitzenden Georgio Nasseh und dem Wirtschaftswissenschaftler und Präsidenten der Leuphana Universität Lüneburg Prof. Sascha Spoun. Moderation: Petra Boberg, Hessischer Rundfunk.

16. Dezember 2013: Dressiert und angepasst? Wege aus dem einseitigen Lernen

Mit Prof. Gerhard Büttner von der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung, dem Präsidenten des deutschen Lehrerverbandes Prof. Josef Kraus und der Reformpädagogin Enja Riegel. Moderation: Petra Boberg, Hessischer Rundfunk.

13. Januar 2014: Exklusiv und effizient? Bildung als Ware

Mit der Leiterin des Studiumdigitale Claudia Bremer, dem Direktor der Strothoff International School Dreieich Andreas Koini und der Elternsprecherin Eva Segner, dem Soziologen Sighard Neckel und der Bildungsökonomin Prof. Kerstin Schneider von der Bergischen Universität Wuppertal. Moderation: Marc Dugge, Hessischer Rundfunk.

27. Januar 2014: Abgehoben und überakademisiert? Wie viel Bildung verträgt der Mensch?

Mit dem Pisa-Studien Experten Prof. Manfred Prenzel, dem Gründer der Biomarke Alnatura Götz Rehn, dem Gründer der Drogeriekette Rossmann Dirk Roßmann und dem Leiter der Universitätsbibliothek Dr. Heiner Schnelling. Moderation: Petra Boberg, Hessischer Rundfunk

Veranstaltungsort:
Campus Westend, Festsaal im Casino-Gebäude.
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main.

Beginn jeweils 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Mehr Informationen: www.buerger.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Okt 15 2013
16:28

Die Goethe-Universität ehrt den Erfinder der Pille an seinem 90. Geburtstag

Ehrenpromotion für Carl Djerassi

FRANKFURT. An seinem 90. Geburtstag wird der Naturstoffchemiker Carl Djerassi mit der Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie der Goethe-Universität ausgezeichnet. Für Djerassi ist es die 27. Ehrenpromotion, aber die erste für sein Lebenswerk. Dieses umfasst neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten – die wichtigste führte zur Entwicklung der Antibabypille – auch zahlreiche Romane und Theaterstücke. Djerassi ist zudem als Kunstsammler und Mäzen bekannt. Die Ehrendoktorwürde wird im Rahmen einer akademischen Feier verliehen, zu der die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist.

Wann? 29. Oktober 2013, 17:00 Uhr.
Wo? Campus Riedberg, Otto-Stern-Zentrum, Hörsaal H2.

„Djerassi verkörpert wie kaum ein anderer Mensch der Gegenwart die Vereinbarkeit von Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften sowie Künsten in einer Person“, begründete Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz die Auszeichnung. Er vergleicht Djerassi mit Leonardo da Vinci (1452–1519), Thomas Jefferson (1743–1826) und Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832). „Sie alle stehen für ein Ideal der umfassenden humanistischen Bildung, dem sich auch die Universität Frankfurt verschrieben hat“, so Schubert-Zsilavecz weiter.

Der 1923 in Wien als Sohn jüdischer Eltern geborene Carl Djerassi emigrierte 1939 in die Vereinigten Staaten. 1945 promovierte er im Alter von 22 Jahren an der University of Wisconsin. Er arbeitete zunächst als forschender Chemiker in der Industrie. Als associate director of chemical research der Firma Syntex in Mexiko entwickelte er eine neue Synthesemethode für Cortison. Im Alter von 27 Jahren gelang ihm die Synthese des Sexualhormons Noretisteron. Damit schuf er die Grundlage für die Entwicklung der Antibabypille, die 1961 auf den Markt kam. 1952 folgte Djerassi dem Ruf auf eine Professur für Chemie nach Wayne State, USA, einige Jahre später wechselte er an die Stanford-Universität, wo er bis heute aktiv ist. Er bietet Seminare zu „Science-in-Fiction“ an, in denen Studierende lernen, naturwissenschaftliche Inhalte in eine spannende Rahmenhandlung einzubetten.

Djerassis wissenschaftliche Verbindung zur Goethe-Universität reicht in die 1990er Jahre zurück, als der ebenfalls aus Wien stammende Chemiker Prof. Christian Noe Direktor des hiesigen Instituts für Pharmazeutische Chemie war. Prof. Noe wird die Laudatio auf Carl Djerassi halten. „Im Zentrum von Djerassis Arbeiten standen die Strukturaufklärung und Totalsynthese einer Vielfalt von Naturstoffen. Eine wissenschaftliche Disziplin, die auch in meinem Fachbereich eine wichtige Rolle spielt - etwa im Bereich der Wirkstoffforschung“, resümiert Prof. Thomas Prisner, Dekan des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie.

Frankfurt ist auch der Handlungsort des Romans „Vier Juden auf dem Parnass“, in dem Djerassi sich mit der nicht-religiösen jüdischen Identität auseinandersetzt. In fünf dialogisch angelegten Szenen lässt er die Philosophen Theodor Adorno und Walter Benjamin, den Zionisten Gershom Scholem und den Komponisten Arnold Schönberg diskutieren. Er selbst und der Maler Paul Klee treten als Beobachter der Handlung auf. Djerassi nutzte seine Aufenthalte bei Konferenzen in Frankfurt zur Recherche der historischen Rahmenhandlung.

Informationen: Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Institut für Pharmazeutische Chemie, Tel.: (069) 798-29339, Schubert-Zsilavecz@pharmchem.uni-frankfurt.de.

Personalia/Preise

Okt 15 2013
14:56

Merz-Stiftungsgastprofessorin Jennifer Lippincott-Schwartz gibt Einblicke in das unbekannte Innere von Zellen

Sie bringt Zell-Strukturen zum Leuchten

FRANKFURT. Auf die Friedrich Merz-Stiftungsprofessur, deren Themenspektrum von Grundlagenforschung bis zur Versorgungsforschung reicht, wurde in diesem Jahr Prof. Jennifer Lippincott-Schwartz berufen. Die amerikanische Zellbiologin und Biochemikerin forscht am National Institute of Health über dynamische Prozesse in der Zelle, die in direktem Zusammenhang mit einer Reihe von neurodegenerativen, Stoffwechsel- und Krebs-Erkrankungen stehen. In der Woche vom 21. bis 24. Oktober hält sie Vorlesungen für Studierende der Medizin und der Lebenswissenschaften an der Goethe-Universität. Höhepunkt ihres Aufenthalts ist ein zu ihren Ehren veranstaltetes Symposium mit Wissenschaftlern aus ganz Europa.

Leitgedanke der 1987 gestifteten Friedrich Merz-Stiftungsgastprofessur ist die Förderung internationaler wissenschaftlicher Beziehungen der Goethe-Universität in den Bereichen Medizin und Pharmazie. In diesem Jahr lädt die Universität erstmals auch interessierte Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Biologie im Rhein-Main Gebiet zu den Vorlesungen für Studierende ein. Schülerinnen der St. Angela Schule in Königstein werden während der Mittagspause des Symposiums am 22. Oktober um 13 Uhr mit Lippincott-Schwartz über die Karriere von Frauen in den Naturwissenschaften diskutieren.

Bekannt ist Lippincott-Schwartz für die Entwicklung neuer mikroskopischer Techniken mit nahezu molekularer Auflösung. Damit ist es ihr gelungen, eine Vielzahl von Zellkomponenten in bisher ungeahnter zeitlicher und räumlicher Auflösung zu studieren. Das Interesse der 1952 in Kansas geborenen Forscherin an Naturwissenschaften geht in ihre Kindheit zurück.  Ihr Vater, ein Professor für Chemie, hatte in der Küche ein Periodensystem aufgehängt. Durch den Umzug auf eine Farm in Virginia, wo ihre Familie Pferde und andere Tiere hielt, erwachte ihr Interesse an der Biologie.

Doch Lippincott-Schwartz strebte zunächst keine wissenschaftliche Karriere an. Nach ihrem Bachelor-Abschluss am Swarthmore College lehrte sie mehrere Jahre an einer Mädchenschule in Kenia. Zurück in den USA schloss sie ihren Master in Biologie an der Stanford University ab. Sie promovierte an der Johns Hopkins University (Baltimore) und arbeitete anschließend mit Richard Klausner am National Institute of Health (NIH). Lippincott-Schwartz ist Leiterin der Sektion Organell-Biologie im Bereich Zellbiologie und Stoffwechsel am NIH. Sie ist Mitglied der National Academy of Sciences.

Informationen: Prof. Robert Tampé, Institut für Biochemie, Campus Riedberg, Tel: (069) 798-29475, tampe@em.uni-frankfurt.de; www.biochem.uni-frankfurt.de/

Veranstaltungen

Okt 14 2013
17:02

Wie lässt sich der Wohnraummangel in Studentenstädten beheben? Ausstellung auf dem Campus Westend zeigt Abschlussarbeiten, die sich mit temporären Lösungen beschäftigt haben

Ideen gegen studentische Wohnungsnot

FRANKFURT.  Vom 15. bis 17. Oktober 2013 findet auf dem Campus Westend die Ausstellung „studTOPIA – Ideen gegen studentische Wohnungsnot“ statt. Die Ausstellung zeigt Abschlussarbeiten von Masterstudenten der Fachhochschule Frankfurt, deren Aufgabestellung es war, ein Studentenwohnheim in temporärer Bauweise am Danziger Platz in Frankfurt zu entwerfen. Die Arbeiten wurden von Prof. Jean Heemskerk betreut, der den Anstoß für dieses Thema durch einen Studenten der Goethe-Universität, Sebastian Bur, erhielt. Der Prozess der Aufgabenstellung wurde außerdem von Harald Heußer, Architekt und Fachbereichsleiter des Hochbauamtes der Stadt Frankfurt, unterstützt.

Die Ausstellung soll einen konstruktiven Beitrag zu den aktuellen Diskussionen um Wohnraummangel in Frankfurt, insbesondere um den Wohnraummangel für Studierende, liefern und anhand der Abschlussarbeiten verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, in temporärer Bauweise ein Wohnheim zu errichten sowie die Umsetzungsperspektive für Frankfurt zu beleuchten. Die Ausstellung beginnt um 10.00 Uhr im Foyer des Casino-Gebäudes und wird unter anderem mit fachlichen Vorträgen von Prof. Jean Heemskerk, Fachhochschule Frankfurt, und Harald Heußer, Fachbereichsleiter des Hochbauamtes Frankfurt, eröffnet.

Prof. Jean Heemskerk und Harald Heußer stehen außerdem als Experten und Gesprächspartner nach den Vorträgen für eine Führung durch die Ausstellung und Rückfragen zur Verfügung.

Weitere Informationen: Sebastian Bur, Tel. 0160-4061134, Sebastian_Bur@hotmail.com

Veranstaltungen

Okt 11 2013
11:19

10. Frankfurter Bürger-Universität wirft einen kritischen Blick auf das deutsche Bildungssystem

Bildung ohne Gerechtigkeit?

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Frankfurter Bürger-Universität zählt inzwischen zur festen Größe im geistigen Leben Frankfurts. Bereits zum 10. Mal wartet im kommenden Wintersemester wieder ein umfangreiches Programm auf interessierte Bürgerinnen und Bürger. Von Oktober 2013 bis April 2014 werden unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl fast 100 Veranstaltungen angeboten, die aktuelle Forschung in allgemeinverständlicher Form präsentieren und Einblicke in verschiedene Bereiche der Universität ermöglichen. Wie bereits in den zurückliegenden Semestern, bietet eine begleitende Broschüre Orientierung und Informationen über die Vielfalt an Veranstaltungen.

Eigens für die Bürger-Universität konzipiert, wurde auch in diesem Wintersemester wieder eine gesellschaftspolitische Diskussionsreihe. Der große Erfolg der Reihe zur Finanzkrise im letzten Winter, hat das Konzept einer gesellschaftspolitischen Schwerpunktreihe bestätigt. In diesem Semester steht erneut ein diskussionswürdiges Thema im Mittelpunkt: „Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“. Die Reihe findet in Kooperation mit hr-info, der Infowelle des Hessischen Rundfunks, statt. An sechs Abenden diskutieren Wissenschaftler und Experten aus Politik, Kultur und Wirtschaft über die Herausforderung einer gerechten Bildung. Die Schwerpunktreihe sowie das vielfältige Gesamtprogramm der Frankfurter Bürger-Universität möchten wir Ihnen im Rahmen eines Mediengesprächs vorstellen.

am:     Mittwoch, den 16.Oktober 2013, um 10 Uhr
Ort:     Campus Westend, PA-Gebäude, Raum 0.P 22, Grüneburgplatz 1, Frankfurt am Main

Als Gesprächspartner erwarten Sie die Initiatoren der Bürgeruniversität, der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl und Prof. Udo Rauin, Leiter der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Goethe-Universität.

Bitte teilen Sie uns mit, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen.

Mit besten Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn
Leiter Abteilung Marketing und Kommunikation

Personalia/Preise

Okt 10 2013
13:24

Gewinner des Digital Publishing Wettbewerbs auf Buchmesse ausgezeichnet

Ideen für das Verlagswesen von morgen

FRANKFURT. Die Gewinner des ersten Digital Publishing Creative Ideas Wettbewerb wurden heute auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben. Ziel des internationalen Wettbewerbs war es, kreative und neue Ideen im Bereich Digital Publishing zu finden - ein noch wenig erforschtes, aber für die Zukunft sehr wichtiges Feld. Der Wettbewerb wurde erstmals in einer Kooperation zwischen dem Goethe-Unibator (Existenzgründerzentrum der Goethe-Universität) und der Frankfurt Academy (als Teil der Buchmesse) ins Leben gerufen. Eine Expertenjury des Goethe-Unibators hat die Einsendungen nach den Kriterien innovative Nutzung von bestehenden Technologien, nachhaltiges Geschäftsmodell und Einfluss auf Industrie und Gesellschaft bewertet und ausgewählt.

Bei den drei Gewinnern handelt es sich um sehr unterschiedliche Ideen:

  • Florian Stahl und Gottfried Vossen (Münster) überzeugten die Juroren mit einer themenzentrierten, integrierten Wissensplattform in Form einer elektronischen Buch-App, die zum aktiven Austausch zwischen möglichst vielen Studierenden beitragen soll. 
  • Andreas Dollmayer (Stuttgart) konnte sich mit der Idee für einen interaktiven Reiseführer durchsetzen: Auf der Basis digitaler Karten- und Bilderdienste sowie Blogs und in Verbindung mit Social Media entstehen intelligente Reiseführer in verschiedensten Ausgabeformaten, an die sich Reiseanbieter andocken können.
  • Hiroki Kamata (Tokio) wiederum behauptete sich mit einer Projektidee, bei der antike Bücher, die vor der Zeit Gutenbergs hergestellt wurden, auf der Basis einer digitalen Arbeitsumgebung wieder zum Leben erweckt werden.


"Wir freuen uns sehr, dieses gemeinsame Projekt mit der Frankfurt Academy ins Leben rufen zu können. Es ist eine interessante Möglichkeit, neue Technologien im Bereich des digitalen Publizierens zu präsentieren", betonte Prof. Roberto Zicari vom Goethe-Unibator bei der Bekanntgabe der Gewinner auf der Frankfurter Buchmesse.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zum Goethe-Unibator unter http://www.goetheunibator.de/index.php/de/digital-publishing.html

Veranstaltungen

Okt 10 2013
12:25

Während des ganzen Wintersemesters: Workshops auf dem Campus Westend

Neues Angebot für Studierende: „Frankfurter akademisches Schlüsselkompetenz-Training“

FRANKFURT. „Wie bewältige ich Studienstress und Prüfungsdruck? Wie motiviere ich mich für Themen, die mich weniger interessieren? Wie verschaffe ich mir einen Überblick, ohne mich im Detail zu verlieren? Wie vertrete ich meinen Standpunkt in Seminaren angemessen?“ Techniken, wie man diese Fragen aktiv angehen und damit das eigene Studierverhalten reflektieren kann, bietet die Goethe-Universität mit ihrem neuen „Frankfurter akademisches Schlüsselkompetenz-Training“, das mit zahlreichen Workshops zum Wintersemester auf dem Campus Westend startet. Damit wird das bisherige Angebot an überfachlichen Workshops zu sogenannten Schlüsselkompetenzen stärker an die Fachlehre angebunden.

„Mit thematischen Workshops, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Studierenden eingehen und die unterschiedlichen Anforderungen der Fächer berücksichtigen, greifen wir Wünsche vieler Studierenden und Anregungen der Lehrenden auf“, so Diplom-Pädagogin Kathrin Henrich, die in den vergangenen Monaten dieses Programm entwickelt hat. Mehr als 300 Workshop-Stunden werden insgesamt von zehn Profis angeboten, die alle vielfältige Erfahrung in der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen mitbringen und selbst ein Hochschulstudium abgeschlossen haben.

„Wir servieren den Studierenden kein ‚Komplett-Menü‘, sie sollen sich nach ihren Bedürfnissen an dem ‚Büfett‘ bedienen können“, ergänzt Henrich. So gibt es zweitägige Intensiv-Workshops, knackige Kurzformate von vier bis sechs Stunden und Veranstaltungen, die über einen längeren Zeitraum die kontinuierliche Arbeit am eigenen Studierverhalten begleiten. „Dabei vergeben wir keine Noten“, so Henrich, „und schaffen damit eine bewertungsfreien Raum, in dem sich Studierende gut ausprobieren können.“

Ab Freitag (11.10.) können sich die Studierenden für die Kurse online anmelden. Maximal zwei Workshops pro Semester kann jede/r Studierende besuchen, damit möglichst viele an dem Angebot teilnehmen können. Das Angebot steht allen Studierenden der Goethe-Universität offen und bietet somit auch die Möglichkeit, sich über Fachgrenzen hinweg kennenzulernen und zu vernetzen.

Das Frankfurter Akademische Schlüsselkompetenz-Training legt den Schwerpunkt darauf, die Studierenden bei grundlegenden Studiertechniken zu unterstützen. Das Angebot wird deshalb in enger Kooperation mit einem Gremium aus Lehrenden und Studierenden entwickelt. „Die Fachnähe ist uns ein besonderes Anliegen“, betont Privatdozentin Dr. Barbara Wolbring. Die Historikerin ist wissenschaftliche Koordinatorin des Zentrums Geisteswissenschaften im Bund-Länder-Programm „Starker Start ins Studium“ an der Goethe-Universität. An diesen Zentren, in denen die Fächer entsprechend bestimmter grundlegender fachlicher und methodischer Gemeinsamkeiten in der Lehre zusammenarbeiten, ist das Angebot an Schlüsselkompetenz-Workshops jetzt angesiedelt. So ist auch ein enger Kontakt zum Schreibzentrum möglich. „Wir wollen eine Vernetzungsstelle sein für alle überfachlichen Zusatzangebote der Universität“, so Henrich, „es gibt daher auf unserer Homepage Links zu den verschiedenen überfachlichen Angeboten der Universität wie Sprachkursen, e-learning und vieles mehr.“

„Für viele Studierende ist es eine große Herausforderung  insbesondere am Beginn des Studiums, sich Zeit und Pensum einzuteilen“, weiß Henrich, „sich nicht zu viel vorzunehmen etwa, aber seine Zeit auch nicht zu vertrödeln.“ In einigen Fächern müssen große Stoffmengen so gelernt werden, dass sie in Klausuren abrufbar sind. Da kann der gezielte Einsatz von Merktechniken hilfreich sein. Die Studierenden erfahren, wie sie sich Lerninhalte am besten kurz-, mittel- und auch langfristig merken und sie dann auch in Prüfungssituationen abrufen können. In anderen Fächern müssen Studierende Inhalte selbst erarbeiten und präsentieren. Die fachlichen Gepflogenheiten können sich dabei unterscheiden. So spielt Englisch als Alltagssprache der Wissenschaft für Naturwissenschaftler schon im Studium eine noch größere Rolle als für viele Geisteswissenschaftler.

Um die Workshops nicht nur fachlich, sondern auch räumlich näher zu den Studierenden zu bringen, gibt es eigene Angebote auf dem Campus Westend und auf dem Campus Riedberg. Finanziert werden diese Programme aus Mitteln zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre, die das Land Hessen den Hochschulen seit Wegfall der Studiengebühren zur Verfügung stellt, und aus Mitteln des Programms „Starker Start ins Studium“. Hier ist das Frankfurter Akademische Schlüsselkompetenz-Training auch organisatorisch angebunden. „So können wir das Angebot in den nächsten Semestern noch näher an die Bedürfnisse der Fachlehre anpassen“, ist Wolbring zuversichtlich.

Informationen:  http://schluesselkompetenzen.uni-frankfurt.de; PD Dr. Barbara Wolbring;  wolbring@em.uni-frankfurt.de Tel. 798-32321; Dipl. Päd. Kathrin Henrich; ka.henrich@em.uni-frankfurt.de Tel.: 798-32643

Hochschulpolitische Themen

Okt 10 2013
12:22

Bekim Agai auf die neue Professur für Kultur und Gesellschaft des Islam in Geschichte und Gegenwart berufen

Erstmalig in Deutschland: An der Goethe-Uni startet Masterstudiengang „Islamische Studien“

FRANKFURT. Für das Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam startet das Wintersemester an der Goethe-Universität mit zwei positiven Nachrichten: Die ersten 30 Studierenden beginnen mit dem zweijährigen Masterstudiengang „Islamische Studien“, und der 39-jährige Dr. Bekim Agai übernimmt die Professur für Kultur und Gesellschaft des Islam in Geschichte und Gegenwart.

Der Masterstudiengang bietet erstmalig die Möglichkeit, vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse der islamischen Theologie in Deutschland zu erwerben, unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse selbständig zu arbeiten sowie rational über Glauben und Religion zu reflektieren. „Mit dem Masterstudium bilden wir erstmals hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftler heran, von denen es bisher sowohl in der Lehre als auch in der Forschung in Deutschland noch zu wenig gibt“, unterstreicht Prof. Matthias Lutz-Bachmann, im Präsidium der Goethe-Universität verantwortlich für das Zentrum für Islamische Studien.

Unter den Master-Studierenden sind einige der ersten Absolventen des Bachelor Studiengangs „Islamische Studien“ der Goethe-Universität und entsprechender Studiengänge anderer Universitäten im In- und Ausland, die Verteilung der 30 Plätze erfolgte im Verhältnis 80 (national) zu 20 (international). Die Master-Studierenden können ihre Ausbildung dadurch erweitern, dass sie vertiefte Einsichten in die theoretischen und methodischen Grundlagen des Fachs gewinnen und exemplarische Probleme der Bereiche Koranexegese, systematische Theologie, Kultur, Gesellschaft und Geschichte des Islams sowie Ideengeschichte (Philosophie, Mystik, Ethik) bearbeiten.

Der neu berufene Islamwissenschaftler Bekim Agai hat bisher an der Universität Bonn die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Nachwuchsforschergruppe „Europa von außen gesehen – Nahöstliche Ansichten aus Europa auf Europa“ geleitet. Er studierte in Bochum, Bonn und Kairo Islamwissenschaft, Geschichte und Psychologie. Der in Essen geborene Agai spricht fünf Sprachen: neben Deutsch auch Englisch, Türkisch, Französisch, Arabisch. Außerdem beherrscht er Osmanisch und Latein. In den vergangenen Jahren hat er sich intensiv mit der Erforschung moderner islamischer Diskurse und soziokulturellen Entwicklungen im Nahen Osten, in Europa und der Türkei beschäftigt. In seiner Dissertation, die er im Herbst 2003 im Rahmen einer von der VolkswagenStiftung geförderten Nachwuchsforschergruppe an der Ruhr-Universität vorlegte, ging es um die flexible Umsetzung modernen islamischen Gedankenguts, darin verglich er das Bildungsnetzwerk um Fethullah Gülen in der Türkei, Deutschland und Albanien. In seinem Habilitationsprojekt, das er in Frankfurt fortsetzen wird, beschäftigt sich Agai unter anderem mit Abgrenzung und Integration von Ideen, die sich zwischen europäischen und nahöstlich-islamischen Identitäten entwickelt haben.

In Frankfurt ist Agai kein Unbekannter: Er hat den Aufbau der Islamischen Studien beratend begleitet und war im Wintersemester 2010/2011 auch Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität. Als Inhaber der Frankfurter Professur für „Kultur und Gesellschaft des Islam“ wird er nun ab Wintersemester die islamische Theologie sowohl mit der Islamwissenschaft als auch mit den Kultur- und Gesellschaftswissenschaften verzahnen. Dazu Lutz-Bachmann: „Diese Professur wird Kontextwissen darüber in das Institut einbringen, unter welchen Bedingungen sich islamisches Denken historisch formiert hat und in der Gegenwart bildet. Auf diese Weise soll die Entwicklung eines spezifischen akademischen Selbstverständnisses des Islam in Deutschland gefördert werden, das sowohl dem geistigen Erbe des Islam als auch der religiösen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Pluralität in Deutschland Rechnung trägt.“

Mit der Berufung Agais forschen und lehren nun an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Zentrum an Universität Frankfurt zwei Wissenschaftler mit dauerhaft besetzten Professuren. Bereits seit vergangenem Jahr hat Ömer Özsoy die Professur für Koranexegese in Frankfurt inne. Daneben lehrt Prof. Abdullah Takim als Stiftungsprofessor in Frankfurt. Für zwei weitere Professuren laufen zurzeit in Frankfurt die Auswahlverfahren. Diese Stellen werden derzeit vertreten, eine der beiden zuletzt durch den Schriftsteller und Islamwissenschaftler Dr. Navid Kermani. Zudem konnten im vergangenen Semester zwei Gastprofessuren vergeben werden.

Informationen: Prof. Mattias Lutz-Bachmann, Vize-Präsident der Goethe-Universität, Tel. (069) 798-13043; Lutz-Bachmann@em.uni-frankfurt.de; Prof. Ömer Özsoy, Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam, (069) 798-32751, Oezsoy@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Okt 10 2013
10:45

Reihe des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ mit neuen Perspektiven auf die internationale Politik startet am 16. Oktober 2013

Ringvorlesung „Beyond Anarchy“

FRANKFURT. Es gibt keine Weltregierung und auch keine übergeordnete Regelungsinstanz, die genug Autorität hätte, drängende globale Herausforderungen – von der Bekämpfung der Armut über die Folgen des Klimawandels bis zur Friedenssicherung – gleichsam von oben herab in Angriff zu nehmen. Auch wegen dieser Abwesenheit zentraler Herrschaft wird das internationale Machtgefüge häufig als „anarchisch“ beschrieben. Doch wie zutreffend ist dieser Befund – zumal in einer sich ändernden normativen Ordnung der internationalen Beziehungen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Ringvorlesung „Beyond Anarchy: Rule and Authority in the International System”.

Die Reihe umfasst in diesem Wintersemester zwölf englischsprachige Vorträge internationaler Experten aus den Politik- und Rechtswissenschaften und der Soziologie. Veranstalter ist der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität. Organisiert wird die Ringvorlesung, die am 16. Oktober 2013 im Hörsaalzentrum auf dem Frankfurter Campus Westend beginnt, von Prof. Nicole Deitelhoff und Prof. Christopher Daase.

In den letzten Jahrzehnten haben sowohl Nichtregierungsorganisationen als auch inter- und supranationale Institutionen an Einfluss gewonnen. Der klassische Nationalstaat verliert dagegen immer mehr an Bedeutung. Trotzdem hält sich die Vorstellung einer „Anarchie“ in der internationalen Politik. Und auch wenn auf der überstaatlichen Ebene mittlerweile weitreichende Entscheidungen fallen: Im Sinne der Anarchie-These haben die Staaten die dazu nötige Autorität zuvor delegiert – mit der Option, sie wieder zurücknehmen. Die nicht-staatlichen Entscheidungsstrukturen sind von dieser Warte aus kein Element von Herrschaft im internationalen System.

In einem gewissen Gegensatz dazu steht eine Auffassung, die vor allem von Rechtswissenschaftlern vertreten wird. Demnach sind gesetzliche Regelungen das Kernstück einer modernen Weltordnung. Kennzeichnend für diese Perspektive sind auch eine zunehmende „Zentralisierung“ mit den Vereinten Nationen an der Spitze und die wachsende Zahl internationaler Organisationen.

Die Ringvorlesung thematisiert das Spannungsfeld zwischen den zwei Perspektiven und stellt dabei eine Frage, die beide gleichermaßen betrifft: Was genau ist jeweils mit Autorität und Herrschaft auf internationaler Ebene gemeint? Auch mit diesem Zugang soll das Verständnis für die Veränderungen in der internationalen normativen Ordnung geschärft werden.

Der erste Redner der Reihe ist zugleich einer der profiliertesten Wissenschaftler auf seinem Gebiet. Die Ringvorlesung beginnt am 16. Oktober mit Prof. Robert O. Keohane von der Princeton University. Der Politikwissenschaftler spricht um 18.15 Uhr im Hörsaalzentrum (HZ 3) über „New Modes of Pluralist Global Governance“. Als eine neue Art der pluralistischen globalen Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung stellt Keohane „Global Experimentalist Governance“ in das Zentrum seiner Ausführungen. Charakteristisch für diese Vorgehensweise sind u.a. eine intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten, aus dem öffentlichen wie auch privaten Bereich, ohne formale Hierarchien. Zu den Voraussetzungen des Gelingens gehören eine prinzipielle Aufgeschlossenheit für die grundsätzlichen Ziele und eine starke Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen Akteuren und Experten. Beispiele sind die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und das Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht.

Die hochkarätige Ringvorlesung bietet fast im Wochentakt ein neues Thema und einen neuen Blickwinkel auf die sich verändernde internationale Politik. Von Seiten des Exzellenzclusters mit dabei sind Prof. Nikita Dhawan (23.10.13: „The Politics of the Governed: Alter-Globalization and Subalternity“), Prof. Armin von Bogdandy (15.1.14: „The Advent of International Public Authority“) und Prof. Harald Müller (29.1.14: Anarchy, Hierarchy, Polyarchy, Monarchy or else? What sort of global rule for a time of power change?). Ebenfalls zum Cluster gehören die Organisatoren der Reihe, Prof. Nicole Deitelhoff und Prof. Christopher Daase. Sie halten am 12. Februar 2014 den abschließenden Vortrag mit dem Titel „A Gordian Knot? Rule and Resistance in International Relations“.

Alle Vorlesungen finden im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend der Goethe-Universität statt. Sie beginnen jeweils um 18.15 Uhr. Bitte beachten: Die Vorträge finden innerhalb des Hörsaalzentrums in wechselnden Hörsälen statt. Die Raumnummern sowie alle Termine im Überblick finden sich im Programm.

Programm: www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/ringvorlesungen

Kontakt: Prof. Nicole Deitelhoff, Goethe Universität Frankfurt, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Campus Westend, Tel.: 069-798-31444, nicole.deitelhoff@normativeorders.net, www.normativeorders.net

Hochschulpolitische Themen

Okt 9 2013
11:12

Goethe-Universität bereitet sich intensiv wie nie auf Semesterstart vor

Für Studierendenrekord gewappnet

FRANKFURT. Ein deutschlandweit einzigartiges Professurenprogramm für insgesamt 40 neue Hochschullehrende, ein neues Seminargebäude, ein weiteres im Bau sowie 100 neue Mensa-Plätze für 400 - 500 zusätzliche Essen täglich, ein Strategieprozess zur Verbesserung der Lehre, Fortsetzung der erfolgreichen Bologna-Werkstätten sowie die Diskussion und Umsetzung von Ergebnissen einer repräsentativen Studierendenbefragung vom Sommer 2013: Dies alles sind Aktivitäten, die Präsidium, Fachbereiche und Studentenwerk ergreifen, um den 44.500 bis 45.000 Studierenden (davon allein rund 8.500 Erstsemester) der Goethe-Universität im Wintersemester eine attraktive Studienperspektive zu geben.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, der bei der Unistart-Messe am 10. Oktober im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend die Erstsemester persönlich begrüßt (ab 15.00 Uhr), betont die besondere Rolle der Goethe-Universität für die Region: „Die Goethe-Universität – ihre nationale und internationale Ausstrahlung – ist einer unserer wichtigsten Standortfaktoren der Region Rhein-Main. Ich freue mich, dass so viele junge Menschen aus allen Teilen der Welt ihr Studium in Frankfurt beginnen. Ich verspreche Ihnen, dass sie unsere Stadt mit offenen Armen empfängt und dass sich hier für sie große persönliche Entwicklungschancen bieten.“

„Noch nie hat die Goethe-Universität vor einem Semesterstart eine so große Zahl von Maßnahmen ergriffen, um möglichst vielen einen guten Semesterstart zu garantieren. Aber natürlich können wir angesichts der erneut historisch hohen Studierendenzahlen nicht ausschließen, dass es gerade in den ersten Wochen zu Engpässen in der Mensa oder Hörsälen kommt“, sagt die für die Lehre zuständige Vizepräsidentin Prof. Tanja Brühl.

In der fast 100-jährigen Geschichte der Goethe-Universität haben noch nie so viele Studierende die verschiedenen Standorte der Goethe-Universität bevölkert. Brühl: „Über diesen enormen Vertrauensbeweis so vieler junger Menschen aus der Region, Deutschland, Europa und der Welt freuen wir uns. Ich verspreche Ihnen, dass wir Ihre Interessen ernst nehmen. Sollte einmal etwas nicht so rund laufen, bitten wir Sie, uns das mitzuteilen, damit wir, wenn möglich, Abhilfe schaffen können.“ Ein entsprechendes Kontakt-Feld für Mitteilungen findet sich auf der universitären Webseite unter http://www2.uni-frankfurt.de/37365084/Studienbedingungen

Anstrengungen, die die Goethe-Universität trotz sinkender Grundmittel unternimmt, wirken sich nicht nur in der Lehre aus. Auch im Wintersemester setzt die Hochschule ihr ambitioniertes Bauprogramm ungebremst fort. Am Westend entsteht ein Seminarpavillon, der bereits ab Januar 2014 zur Verfügung steht. Noch mehr Raum für die Lehre bietet das vom Frankfurter Architekten Ferdinand Heide geplante Seminarhaus, das voraussichtlich ab Anfang 2015 genutzt werden kann. Für die möglichst zügige und bedarfsgerechte Realisierung dieses Gebäudes beschreitet die Goethe-Universität Neuland: Ihre Autonomie bietet erstmals die Möglichkeit, dieses Gebäude in Eigenregie zu errichten. Parallel dazu nimmt der Architektenwettbewerb für das Studierendenhaus Fahrt auf und die Realisierung des dritten Bauabschnitts für die Kulturwissenschaften steht ebenfalls bevor.

Auch auf dem Riedberg, dem naturwissenschaftlichen Campus, bewegt sich etwas: Gerade wurde das Gewächshaus übergeben – mit Auswirkungen auf das Westend. Damit kann der ehemalige biowissenschaftliche Standort in der Siesmeyerstraße bald komplett aufgegeben werden. Auf dem Riedberg werden zudem die Außenanlagen rund um das Otto-Stern-Zentrum komplettiert und die ersten Schritte für die künftige Realisierung von Mathematik und Informatik sowie der Chemie unternommen.

Große Sorge bereitet der Vizepräsidentin die angespannte Situation am Wohnungsmarkt. Hier sei über Jahrzehnte nicht bedarfsgerecht geplant worden. Jetzt bedürfe es einer großen Anstrengung von Stadt, Land, Studentenwerk und Universität, aber auch Privater, dieses Defizit auszugleichen. „Die Situation am Wohnungsmarkt ist gegenüber anderen Studierendenstädten eindeutig ein Standortnachteil“, so Brühl.

Unistart Wintersemester 2013/14, Campus Westend, Hörsaalzentrum

13.00-17.00 Uhr: Messe
Ab 15.00 Uhr: Oberbürgermeister Peter Feldmann, Vizepräsident Prof. Rainer Klump und ein Vertreter des AStA der Goethe-Universität begrüßen die Erstsemester.