EINLADUNG zum Mediengespräch / Keine separaten Kurse: Kinder sollen ihr Deutsch im Alltagsumfeld von Kita und Grundschule verbessern

Im Frankfurter Westen ist ein von der BHF-BANK-Stiftung gefördertes Modellprojekt zur Sprachförderung angelaufen – begleitet von Erziehungswissenschaftlerinnen der Goethe-Universität

Veröffentlicht am: Dienstag, 01. November 2016, 17:00 Uhr (266)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Thema ist nicht neu, aber die Herangehensweise ändert sich: Immer mehr Kinder benötigen Sprachförderung, dazu zählen nicht nur Kinder aus Migrationsfamilien, sondern auch viele aus bildungsfernen Familien kommen bereits mit sprachlichen Defiziten in den Kindergarten. Doch während Bildungsexperten lange auf zusätzliche Kurse außerhalb des regulären Unterrichts setzten, zeichnet sich inzwischen eine Trendwende ab: Die Kinder sollen nicht länger separiert werden, sondern in ihrem Alltagsumfeld ihre Sprachkompetenz verbessern, sei es möglichst früh in der Kita oder spätestens in der Grundschule.

In Frankfurt läuft dazu seit einem halben Jahr ein Modellversuch: „Sprachentdecker! Alltagsintegrierte Sprachförderung in Kitas und Grundschulen im Frankfurter Westen“. Finanziert wird das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt von der BHF-BANK-Stiftung, neben drei Grundschulen und fünf Kitas in Griesheim und Höchst beteiligen sich auch das Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt und das Staatliche Schulamt der Stadt. Die wissenschaftliche Leitung haben Prof. Dr. Diemut Kucharz und ihr Team, Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe vom Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität, übernommen.

Wie sieht ein solches Förderkonzept in Kita und Schule und insbesondere im Übergang zur Grundschule aus, mit dem Kinder zwischen drei und zehn Jahren gut Deutsch lernen? Welche Fortbildungen und Coachingangebote benötigen die beteiligten Pädagogen? Welche Rolle spielt das Netzwerk dieser Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung? Wie gewinnt man die Eltern zur Mitarbeit? Innerhalb des Modellprojekts werden diese und viele andere Fragen im Berufsalltag angegangen. Über das Projekt und die Erfahrungen aus den ersten sechs Monaten wird berichtet:

am: Dienstag, 8. November, um 11.30 Uhr,
Ort: Seminarpavillon, Hansaallee/ Ecke Stralsunder Straße, Raum SP 2.03, gegenüber vom Campus Westend
(siehe Lageplan, Haus Nr.21: http://www.uni-frankfurt.de/38093807/Campus_Westend-pdf.pdf)

Ihre Gesprächspartner sind: 

  • Reinhold Stahler, stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamts Frankfurt

  • Dr. Armin von Ungern-Sternberg, Leiter des Amts für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt

  • Prof. Dr. Tanja Brühl, Vizepräsidentin Goethe-Universität Frankfurt

  • Prof. Diemut Kucharz, die die wissenschaftliche Leitung des Projekts innehat und

  • Dietmar Schmid, Vorsitzender des Vorstands der BHF-BANK-Stiftung
  • Pädagoginnen aus den beteiligten Kita und Grundschule

Über Ihre Zusage freuen wir uns, mailen Sie uns doch bitte bis zum 4.November (jaspers@pvw.uni-frankfurt.de).

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Jaspers,
Referentin für Wissenschaftskommunikation