27. Januar: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Goethe-Universität begeht den Gedenktag mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, Vorträgen und Ausstellungen.

Veröffentlicht am: Donnerstag, 21. Januar 2016, 14:44 Uhr (015)

FRANKFURT. Der 27. Januar ist ein offizieller Gedenktag, an dem der Befreiung von Auschwitz gedacht wird. Die Goethe-Universität, der AStA, das Fritz Bauer Institut sowie CampusService möchten mit einer Reihe von Veranstaltungen an dieses geschichtsträchtige Datum erinnern.

Bereits am 25. Januar gibt das Webern Trio Frankfurt ein Konzert zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im PA-Gebäude auf dem Campus Westend. Am Tag darauf wird das Buch „Der Weg zur Schule war eine tägliche Qual“, in dem überlebende jüdische Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit berichten, im Casino vorgestellt. OB Peter Feldmann, Trude Simonsohn vom Beirat der Überlebenden/Fritz-Bauer-Institut und Prof. Benjamin Ortmeyer werden im Rahmen der Buchpräsentation über die Bedeutung des Jahrestages sprechen.

Am Abend des 26. Januars zeigen CampuService und das Fritz Bauer Institut den Film „Im Labyrinth des Schweigens“, der die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitzprozesse thematisiert und auch an der Goethe-Universität gedreht wurde, im IG-Farben-Haus. Der AStA bietet am 27. Januar in der Zeit von 14-16 Uhr vier Workshops an, die sich verschiedenen Aspekten der Erinnerung an Auschwitz widmen.

Ein Symposium des Fachbereichs Erziehungswissenschaften greift am 29. Januar die Frage auf, welchen Stellenwert die Vorstellung Adornos über die „Erziehung nach Auschwitz“ für das Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften hat. Zum Abschluss der Veranstaltung (14 Uhr) werden auf dem Podium unter anderem Prof. Micha Brumlik (Berlin), Jutta Ebeling, Vorsitzende des Fördervereins des Fritz-Bauer-Instituts und Prof. Diemut Kucharz, Dekanin des FB 04, über den Stellenwert des Themas für Schule und Hochschule diskutieren.


Übersicht über alle Veranstaltungen:

25. Januar
Musica Judaica: Konzert zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Webern Trio Frankfurt, Lobby PA-Gebäude, Campus Westend, 19:30 Uhr. Eintritt: 15 Euro, Mitglieder: 10 Euro, Studierende/Schüler frei. www.musica-judaica.de/downloads/MJ-Konzert-2016-01-25.pdf

25.-29. Januar
Ausstellung „Bilder einer Studienfahrt”, Foyer Hörsaalzentrum, Campus Westend (Initiative Studierender am IG Farben Campus)

26. Januar
Buchvorstellung "Der Weg zur Schule war eine tägliche Qual". Eine Veranstaltung des AStA und der Forschungsstelle NS-Pädagogik. 16 Uhr, Casino, Raum 1.811. www.muk.uni-frankfurt.de/59732457/0001_Buchvorstellung.pdf

Filmvorführung „Im Labyrinth des Schweigens“; 19 Uhr, IG-Farben-Haus, Raum 411, Norbert-Wollheim-Platz 1, Campus Westend. Im Anschluss an den Film offene Fragerunde mit Werner Renz, wissenschaftlicher Mitarbeiter/Archivar des Fritz Bauer Instituts sowie wissenschaftlicher Berater von Drehbuchautorin Elisabeth Bartel und Regisseur Giulio Ricciarelli. Der Eintritt ist frei.

27. Januar
Vortrag „Wohin gehen die Transporte? Vorstellungen von den Deportationen aus Deutschland“ mit PD Dr. Susanne Heim, Berlin, organisiert vom Fritz-Bauer Institut und dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, 12 Uhr, IG-Farben-Haus, Raum 1.314. http://www.fritz-bauer-institut.de/

Namenslesung im Gedenken der Opfer der IG Farben;11:30 – 18 Uhr, Foyer IG-Farben-Haus (Initiative Studierender am IG Farben Campus)

Befreit? Ein fotografisches Zeitzeugenprojekt, dezentrale Ausstellung, 12-16 Uhr (Michael Bruder)

Workshops des AStA - 14-16 Uhr: „Das Konzentrationslager Monowitz 1941-45 und heute“, Common Room, Campus Riedberg (von: Lena Dierker, Tom Uhlig, Charlotte Busch, Carla Ritte; „Erziehung nach Auschwitz?“, Seminarhaus, Raum 0.101., Campus Westend (Felix Kronau und Florian Kochendoerfer); „Befreiung und was dann?“, Seminarhaus, Raum 0.106, Campus Westend (Katha Rhein); „Inwiefern trägt die Beschäftigung mit 'Auschwitz' zum soziologischen Erkenntnisfortschritt bei ?“, Seminarhaus, Raum 0.105, Campus Westend (Prof. Ferdinand Zehentreiter).

Peter Gingold „Paris – Boulevard St. Martin No. 11: ein jüdischer Antifaschist und Kommunist in der Résistance und der Bundesrepublik“, 18 Uhr Lesung, Cafe KOZ, Campus Bockenheim; gelesen von Silvia Gingold und Alice Czyborr

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen des AStA: http://asta-frankfurt.de/aktuelles/auseinandersetzung-mit-auschwitz-2016-kein-vergeben-kein-verdraengen

29. Januar
Symposium „Erziehung nach Auschwitz – Vergewisserung und Positionierung der Erziehungswissenschaft“, Fachbereich Erziehungswissenschaften. 9:30-16 Uhr, Casino, Raum 1.811, Campus Westend. www.uni-frankfurt.de/59518384/Programm_Einladungen.docx