„Wir reden nicht nur, wir handeln!“

Goethe-Universität verbessert Situation von Hilfskräften

Veröffentlicht am: Donnerstag, 23. April 2015, 13:56 Uhr (103)

FRANKFURT. Die Goethe-Universität will sich für eine Verbesserung der Situation ihrer wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Hilfskräfte einsetzen. So plant das Präsidium der Goethe-Universität in Abstimmung mit den Fachbereichen die Vergütung in zwei Schritten zum 1. Oktober 2015 und 1. Januar 2016 um bis zu 12 Prozent zu erhöhen. Konkret wird die Besoldung  bei allen Hilfskräften zum 1.10. um zunächst 50 ct. pro Stunde angehoben; im Januar 2016 erfolgt dann eine weitere Erhöhung. „Insgesamt wird die Goethe-Universität dafür fast eine Mio. Euro zusätzlich pro Jahr aufwenden“, sagte Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff. „Damit zeigen wir, dass wir nicht nur reden, sondern auch handeln und das unter finanziell weiterhin schwierigen Bedingungen.“

Darüber hinaus wird  eine Einigung angestrebt, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen soll: „Wir sind zuversichtlich, dass wir die bereits seit längerer Zeit laufenden Gesprächen mit den Studierenden und den Fachbereichen über eine verbesserte Arbeitssituation bis spätestens Frühsommer zu einem positiven Ergebnis führen können“, sagte Universitätskanzler Holger Gottschalk. Hierbei geht es um Punkte wie Arbeitsplatzsituation, Urlaubregelung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Planungssicherheit. „Wir regeln das im Sinne einer universitären Selbstverpflichtung mit bindendem Charakter“, so Gottschalk.

Dazu könnte auch erstmals eine eigene Interessenvertretung für Hilfskräfte gehören. Eine Arbeitsgruppe, die vom Senat auf seiner gestrigen Sitzung beschlossen wurde, soll dies prüfen; ebenso soll ein Länderabgleich erfolgen, um zu erfahren, ob und wenn welche tariflichen Vereinbarungen für Hilfskräfte getroffen werden könnten.