Matthias Kleiner leitet Hochschulrat der Goethe-Universität

Nach einstimmiger Wahl tritt der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und frühere DFG-Präsident sein am Amt 1. Januar 2015 an

Veröffentlicht am: Mittwoch, 17. Dezember 2014, 10:25 Uhr (384)

FRANKFURT. Matthias Kleiner ist neuer Vorsitzender des Hochschulrates der Goethe-Universität Frankfurt. Das Gremium wählte den Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft am Dienstag einstimmig. Kleiner folgt auf den ehemaligen Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Dr. Rolf-E. Breuer, der nach zehn Jahren Amtszeit aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Als Gründungsmitglied des Hochschulrats war Breuer mehr als 13 Jahre für die Goethe-Universität tätig.

In einer Stellungnahme nach seiner Wahl sagte Kleiner am Mittwoch, er freue sich sehr über das Vertrauen der Mitglieder des Hochschulrats und wolle versuchen, dieses zu rechtfertigen. Das Forschungsprofil der Goethe-Universität habe in den letzten Jahren - auch dank hoher Einwerbungen an Drittmitteln und engen Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen - stark an Qualität und Relevanz gewonnen. „Mit der Goethe-Universität ihren außeruniversitären Einrichtungen ist die Region Rhein-Main bereits heute eine der führenden Forschungsregionen Deutschlands. Mit diesem Pfund müssen wir künftig noch stärker wuchern.“ Ihm sei es ein Herzensanliegen, im Zusammenspiel mit dem Präsidium, der Stadt und dem Land die führende Rolle der Goethe-Universität in diesem Netzwerk weiter zu stärken.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl sagte: „Ich kenne den Forschungs- und Wissenschaftsmanager Matthias Kleiner seit vielen Jahren und bin enorm froh, dass er diese Position übernimmt. Für den Vorsitz des Hochschulrats ist er eine Idealbesetzung. Er steht für eine moderne Wissenschaft und Forschung! Unter den deutschen Wissenschaftsmanagern genießt er einen herausragenden Ruf; auch politisch ist er bestens verdrahtet. Ich bin mir sicher, dass das neue Präsidium und der Senat von seinem Rat enorm profitieren werden. Er wird der Goethe-Universität auf dem Weg zu einer international anerkannten Forschungs- und Lehrstätte ein wertvoller Begleiter sein “

Biografisches: Matthias Kleiner (Jahrgang 1955) ist seit 1. Juli 2014 Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Von 2007 bis 2012 war er Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Kleiner wuchs in Dortmund auf, wo er von 1976 bis 1982 Maschinenbau studierte. 1987 wurde er mit der Arbeit Mehrprozessor Steuerungen in der Umformtechnik zum Dr.-Ing. promoviert und habilitierte sich 1991 im Fach Umformtechnik mit dem Thema Prozesssimulation in der Umformtechnik. 1994 bis 1998 war er Mitglied im Gründungsrektorat der Technischen Universität Cottbus. Seit 2004 ist er geschäftsführender Institutsleiter des Instituts für Umformtechnik und Leichtbau in Dortmund. Kleiner ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Seit 2006 ist er weiterhin Mitglied der Leopoldina. Seit dem 1. Juli 2014 ist er Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Kleiner wurde mit mehreren Forschungspreisen ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 1997 den Leibniz-Preis. 2010 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Im März 2011 berief Bundeskanzlerin Merkel Kleiner in die Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung. Kleiner leitet diese Kommission zusammen mit Klaus Töpfer. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Bildnachweis: David Ausserhofer