Startups der Goethe-Universität gewinnen Goethe-Innovationspreis

17.000 Euro an Preisgeldern für drei wegweisende Unternehmensgründungen von Studierenden und Absolventen

Veröffentlicht am: Montag, 15. September 2014, 11:27 Uhr (262)

FRANKFURT. 500 Gäste des Goethe-Innovationsforums, einer gemeinsame Veranstaltung von Goethe-Universität und Handelsblatt, wurden am vergangenen Donnerstag Zeugen von drei bemerkenswerten Unternehmenspräsentationen: Mit „Roomhero“, „Mein Unternehmensfilm“ sowie „Artgenika“ stufte die Jury des Goethe-Innovationspreises drei Startups der Goethe-Universität als so zukunftsträchtig ein, dass sie ihnen Preisgelder im Gesamtwert von 17.000 € zusprach. Der erste Preis von 10.000 € ging an Roomhero, ein Unternehmen, das durch eine intelligente, interaktive, webbasierte Netz-Plattform Privatleute und Unternehmen auf neuartige Weise bei Einrichtungsfragen unterstützt.

Dr. Friederike Lohse, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, hat das Goethe-Innovationsforum 2012 ins Leben gerufen. Seitdem stiften die „Freunde“ auch das Preisgeld. Für den Goethe-Innovations-Preis können sich Startups bewerben, bei denen Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter aus der Goethe-Universität dem Gründungsteam angehören und in den Goethe-Unibator aufgenommen wurden.

Mit den Vorstandsvorsitzenden von BASF, Porsche, BP Europa, Zeiss sowie Bosch und Siemens Hausgeräte waren im dritten Jahr des Goethe-Innovationsforums erneut herausragende Vertreter der deutschen Wirtschaft an die Universität Frankfurt gekommen. Nach einem Impulsvortrag von Dr. Karsten Ottenberg, Chef der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, diskutierten die vier übrigen Unternehmenslenker unter Leitung von Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart im Festsaal des Casinos 90 Minuten über die Bedeutung von Innovationen für die deutsche Wirtschaft, ihr Unternehmen und für sie persönlich.

  • Der 1. Preis mit 10.000 Euro geht an ROOMHERO mit dem Gründerteam Arthur Rehm, Daniel Kuczaj, Dominik Schroeter, Norbert Apostel und Steven Cardoso. Ausschlaggebend für den 1. Platz waren das innovative Vertriebskonzept verbunden mit dem Einsatz modernster Technologie sowie ein überzeugendes Gründerteam.
  • Der 2. Preis mit 5.000 Euro geht an das Startup Mein Unternehmensfilm mit den Gründern Sven Junglas,  Attila Schunke und Daniel Schunke. Gefallen haben der Jury das unternehmerische Geschick, einen Trend für sich sehr erfolgreich nutzbar zu machen, und das in einem starken Team.
  • Der 3. Preis mit 2.000 Euro geht an Artgenika mit der Gründerin Dr. Jelena Bozilovic-Djurovic sowie Dr. Hi-jea Cha und Vadim Osadchy. Das Beispiel macht deutlich, wie langwierig und schwierig Gründungen im Bereich Biotech sind. Die Juroren waren insbesondere beeindruckt von der wissenschaftlichen Fundierung sowie der Relevanz der Gründungsidee für den Gesundheitssektor.

Informationen zu den Teams:

ROOMHERO

Das Technologie-Startup Roomhero löst auf innovative Weise das Problem derjenigen, die nicht wissen, wie sie ihre Wohnung, ihr Haus oder ihren Arbeitsplatz einrichten sollen, oder keine Zeit beziehungsweise Lust haben, sich mit dem Einrichtungsprozess zu beschäftigen. Dies bekommt der Kunde dank einer von Roomhero entwickelten Augmented Reality Software als 3-D-Echtzeit-Simulation zugeschickt und kann entweder das Gesamtpaket oder einzelne Elemente daraus direkt und bequem online bestellen. Dabei ist der Einrichtungsservice von Roomhero für den Kunden kostenlos.

MeinUnternehmensfilm

MeinUnternehmensfilm produziert Erklärvideos und Imagefilme. Das Unternehmen betont, es habe den Markt für solche Filme sowohl qualitativ als auch preislich „revolutioniert“.  Filme seien damit erschwinglicher denn je. Jeder könne so von den zahlreichen Vorteilen der eigenen Bewegtbildpräsenz profitieren, komplexe Themen einfach auf den Punkt bringen und in maximal 2 Minuten Zuschauer und Kunden erreichen.

Artgenika

ArtGenika ist ein modernes Bioanalytikunternehmen, das sich auf innovative Dienstleistungen spezialisiert und spezifische Analyse-PCR-Kits für die Qualifizierung und Quantifizierung der spezifischen DNA-Fragmente im Marktbereich Medizin und Lebensmittelsicherheit produziert Durch die innovative Technologie bietet  das im Rahmen des Wettbewerbs EXIST geförderte Unternehmen seinen Kunden mehrfache Zeit- und Kostenersparnis im Bereich PCR-basierte Diagnostik von Krankheitserregern. Die Polymerase-Kettenreaktion (englisch Polymerase Chain Reaction, PCR) ist eine Methode, um die Erbsubstanz DNA in vitro zu vervielfältigen.

Über den Goethe-Unibator

Mit dem Goethe-Unibator fördert die Goethe-Universität Frankfurt seit 2001 Studierende, Mitarbeiter und Alumni bei der Gründung eigener Unternehmen. Damit werden Startups in der frühen Phase bei der Entwicklung marktreifer Produkte und Dienstleistungen sowie beim Unternehmenswachstum unterstützt. So bildet der Goethe-Unibator eine tragfähige Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Er hilft, eine lebendige Gründungskultur an der Universität Frankfurt zu etablieren und zu stärken.

Ein Bild zum Download gibt es hier.