101 Jahre Forschung am kleinen Feldberg

Einladung zum Tag der offenen Tür des Taunus-Observatoriums

Veröffentlicht am: Donnerstag, 10. Juli 2014, 14:13 Uhr (213)

FRANKFURT. Zur Feier des 100. Geburtstages der Goethe-Universität Frankfurt laden der Physikalische Verein und der Fachbereich Geowissenschaften / Geographie der Goethe-Universität zu einem Tag der offenen Tür am 19.07 2014 ab 11 Uhr auf dem kleinen Feldberg ein. Bereits ein Jahr vor der Gründung der Universität nahmen Wissenschaftler am dortigen Taunus-Observatorium ihre Arbeit auf. Die Besucher erwartet ein buntes Programm aus Vorträgen, Führungen und Wissenschaft zum Anfassen.

Das Vortragsprogramm umfasst Themen aus der Astronomie, der Bodenkunde, der Geschichte, der Seismologie und dem Wetter, sowie eine Autorenlesung zum Roman „Nachbeben“. Außerdem öffnen die Forschungseinrichtungen selbst ihre Türen und bieten einen Einblick in die jeweiligen Methoden: In der Hans-Ludwig-Neumann-Sternwarte können die Besucher einen Blick durch ein Sonnenteleskop werfen. In der alten Erdbebenwarte dürfen sie die historischen Seismographen auf ihre Funktionstüchtigkeit testen. Auch die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes und die Forschungsstation des Institutes für Atmosphäre und Umwelt/HLUG können besichtigt werden. In einer Vorführung zur Bodenkunde wird die Landschaftgeschichte und die ökologische Bedeutung des Umweltfaktors „Boden“ erläutert.

Gegründet wurde das Taunus-Observatorium im Jahr 1913 vom Physikalischen Verein als Stiftung, die sich aus den Spenden Frankfurter Bürger und der von Rheinach‘schen Stiftung finanzierte. Bereits vier Tage vor der Eröffnung reiste sogar Kaiser Wilhelm II. von seiner Sommerresidenz im Bad Homburger Schloss an, um die damals hochmoderne Erdbebenwarte und die „aerologische Station“ für Luftmessungen, die von Wetterballons gemacht wurden. Zur Gründung der Goethe-Universität im Jahr 1914 gliederte man das Observatorium an das Institut für Meteorologie und Geowissenschaft an.

Frankfurter Forscher leisteten am Observatorium Pionierarbeit in der Atmosphären- und Erdbebenforschung. Bis heute ist die seismologische Station am Kleinen Feldberg in Betrieb und Teil des „German Regional Seismic Network“. Im atmosphärenwissenschaftlichen Labor sammelt das Institut für Atmosphären- und Umweltforschung auch heute noch Daten. Von Vorteil ist die Nachbarschaft zu der vom Deutschen Wetterdienst betriebenen Wetterstation und der Luftmeßstation des Landes Hessen. 1998 kam die Hans-Ludwig-Neumann-Sternwarte hinzu, in der Mitarbeiter des Physikalischen Vereins inzwischen mehr als 100 Kleinplaneten entdeckt haben.

Für die kleinen Besucher werden an den jeweiligen Stationen interessante und themenbezogene Mitmachaktionen und Experimente angeboten, bei denen spielerisch in die Themen der Wissenschaft erlebt werden können. Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter http://www.TO.uni-frankfurt.de.

Informationen: Alexander Löwer, Tel.: (069) 798-40207, GeoAgentur@uni-frankfurt.de, http://www.TO.uni-frankfurt.de/