Vom Nutzen der Bildkunst in der Geschichte

Der Heidelberger Archäologe Tonio Hölscher spricht in der Mittwochskonferenz des Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften.

Veröffentlicht am: Dienstag, 28. Januar 2014, 16:19 Uhr (22)

FRANKFURT. „Bilder der Geschichte – Geschichte der Bilder. Vom Nutzen der Bildkunst für die Historie“ ist der Titel eines öffentlichen Vortrags, den Tonio Hölscher, emeritierter Professor für Klassische Archäologie an der Universität Heidelberg, am Mittwoch (29. Januar) hält. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus (Raum 411) auf dem Campus Westend; sie findet im Rahmen der Mittwochskonferenz statt, die das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität während des Semesters regelmäßig veranstaltet.

Die Aktualität der visuellen Medien und der „iconic turn“ der Kulturwissenschaften hätten zu einer extensiven, zugleich aber oft reduktiven Nutzung von Bildern in den Geschichtswissenschaften geführt, so Hölscher. In seinem Vortrag versucht der Archäologe, die Möglichkeiten der historischen Interpretation von Bildwerken als eines eigenständigen Mediums auszuloten, das mehr leistet als die Illustration und Ergänzung von Textzeugnissen. Dabei sollen zum einen die traditionellen Kategorien der archäologischen Bildwissenschaft beleuchtet, als auch neue Ansätze der kulturwissenschaftlichen Praxis fruchtbar gemacht werden. Sowohl die Bildwerke wie die Phänomene der Lebenswelt sollen in ihrem medialen Charakter erfasst und in einem Konzept der historischen Bildpraxis zusammengeführt werden.

Informationen: Monika Beck, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798- 32344, m.beck@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org