Wie viel Bildung verträgt der Mensch?

Letzte Veranstaltung der Bürger-Universität zum Thema Bildungsgerechtigkeit, u.a. mit den Gründern von Alnatura und Rossmann und dem PISA-Studien Experten Manfred Prenzel

Veröffentlicht am: Freitag, 24. Januar 2014, 12:16 Uhr (019)

FRANKFURT. Wie kommt es, dass die Intelligenz eines Menschen inzwischen fast ausschließlich an seinem Schulabschluss gemessen wird? Warum hat ein Ausbildungsberuf zunehmend ein schlechteres Image  als ein akademischer Titel? „Abgehoben und überakademisiert? – Wie viel Bildung verträgt der Mensch?“  so der Titel der letzten Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität, zum Thema Bildungsgerechtigkeit . Die Abschlussveranstaltung der Diskussionsreihe „ Bildung ohne Gerechtigkeit? – Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“, richtet den Blick auf eine zunehmend überakademisierte Gesellschaft, deren Vorstellung von Bildung immer einseitigere Strukturen annimmt.

Welche Rolle spielen dabei Messinstrumente wie länderübergreifende Bildungsstudien und Wissensvergleiche? Der Erziehungswissenschaftler und PISA-Studien Experte Manfred Prenzel kennt die Zusammenhänge. Götz Rehn, Gründer der anthroposophisch geprägten Lebensmittelkette „Alnatura“ und Dirk Roßmann, Geschäftsführer der Drogeriemarktkette „Roßmann“, stehen hingegen für alternative Unternehmensstrukturen und Werte, die nicht nur die Nachhaltigkeit ihrer Produkte, sondern auch die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter betreffen sollen. Wie funktioniert das? Welche wirklichen Chancen haben hier auch Menschen ohne höheren Schulabschluss? Wo sehen die Unternehmer das (ungenutzte) Potenzial der „bildungsfernen Schichten“? Zu hinterfragen ist auch, von welchem Wissen wir sprechen, wenn von Allgemeinwissen die Rede ist? Denn in Zeiten unzähliger digitaler und auf dem Internet basierender Wissensportale, ist Wissen nicht gleich Wissen. Das beschäftigt auch Heiner Schnelling, Direktor der Frankfurter Universitätsbibliothek. Als Verwalter von traditionellen Bildungsquellen, muss er über Qualität und Nutzen digitaler Quellen entscheiden.

Mit der Veranstaltung am kommenden Montag, beendet die Frankfurter Bürger-Universität die Diskussionsreihe „Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“. Entwickelt mit der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) und unterstützt von hr-iNFO, dem Informationsradio des Hessischen Rundfunks, bildet die Reihe zugleich die Brücke ins Jubiläumsjahr der Goethe-Universität 2014. In der Tradition einer von Frankfurter Bürgern geschaffenen Hochschule beschäftigt sich die Goethe-Universität mit den wichtigsten gesellschaftspolitischen Debatten unserer Zeit. In der Frankfurter „Bürger-Uni“ diskutieren Wissenschaftler, Experten und Frankfurter Bürger gemeinsam.

Abgehoben und überakademisiert? Wie viel Bildung verträgt der Mensch?

am: Montag, 27. Januar 2014, um 19.30 Uhr.
Ort: Campus Westend, Casino Festsaal, Raum 823, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main Es diskutieren: Prof. Manfred Prenzel, Erziehungswissenschaftler und PISA-Studien Experte (Impulsvortrag) Götz Rehn, Gründer von Alnatura, Dirk Rossmann, Gründer von Rossmann Dr. Heiner Schnelling, Leiter der Universitätsbibliothek

und die Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern.

Moderation: Petra Boberg von hr-iNFO. / Freier Eintritt!

Wichtige Hinweise: Alle Veranstaltungen können auch per Livestream verfolgt werden und sind anschließend über unser Archiv abrufbar: www.buerger.uni-frankfurt.de