Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte?

Hauptreihe der 8. Frankfurter Bürger-Universität startet am 12. November, u.a. mit OB Peter Feldmann und FAZ-Herausgeber Dr. Frank Schirrmacher

Veröffentlicht am: Montag, 05. November 2012, 15:52 Uhr (251)

FRANKFURT. Die Auftaktveranstaltung zur Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität unter der Schirmherrschaft des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann richtet im Wintersemester 2012 den Blick auf den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Demokratie. „Am Scheideweg: Krise des Kapitalismus – Krise der Demokratie?“, unter diesem Titel soll zusammen mit Experten und Bürgern eine erste Einordnung des ebenso aktuellen wie komplexen Themas stattfinden. Eine Einführung dazu kommt von Dr. Frank Schirrmacher, einem der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die in diesem Jahr Medienpartner der Frankfurter Bürger-Universität ist. Halten die Finanzmärkte die Demokratie tatsächlich im Würgegriff? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Antworten und Meinungen soll auch die Podiumsdiskussion liefern, die von folgenden Experten gestaltet wird:

* Peter Feldmann (Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt)

* Dr. Frank Schirrmacher (Herausgeber Frankfurter Allgemeine Zeitung)

* Prof. Reinhard H. Schmidt (Wirtschaftswissenschaftler)

* Prof. Christoph Deutschmann (Soziologe)

* Erik Buhn (Frankfurter Occupy-Aktivist)

* und den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern

 

* Moderation: Manfred Köhler (FAZ)

am:         Montag, 12. November 2012, um 19.30 Uhr

Ort:        Oper Frankfurt, Holzfoyer, Untermainanlage 11 (Willy-Brandt-Platz), 60311 Frankfurt

An insgesamt sechs Abenden greift die Diskussionsreihe der Frankfurter Bürger-Universität wichtige Aspekte eine der global drängendsten Fragen unserer Zeit auf. Beleuchtet werden sollen die Leitaspekte der gegenwärtigen Finanzkrise, die auch zu einer Krise der westlichen Demokratie geworden scheint. Wer kontrolliert Banken und Ratingagenturen? Ist es die Gier, die unser gesellschaftliches Zusammenleben ruiniert? Und welche Rolle spielt die Wissenschaft? Muss Forschung Politik und Öffentlichkeit mehr Orientierung geben? Oder ist der Protest der Occupy-Bewegung der richtige Weg, um sich aus dem immer stärker werdenden Griff des Finanzsystems zu befreien?

„Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte? - Diskussionsreihe mit Experten und Bürgern“

Weitere Vorträge:

26. November 2012

Ohnmächtige Demokratie – autistische Ökonomie Wer kontrolliert Finanzsystem und Ratingagenturen?, u.a. mit Dr. Gertraud Traud (Chefvolkswirtin Helaba) und Prof. Jan-Pieter Krahnen (Wirtschaftswissenschaftler)

10. Dezember 2012

Falsche Anreize - Ruiniert Gier die Basis unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens?, u.a. mit Prof. Rolf Haubl (Psychologe) und Prof. Sighard Neckel (Soziologe)

17. Dezember 2012

Enteignung der öffentlichen Hand - Von der Banken zur Staatsschuldenkrise?, u.a. mit Prof. Otmar Issing (ehem. Chefvolkswirt der Deutschen Bundesbank, Dr. Christopher Pleister (Vorsitzender des Leitungsausschusses der Finanzmarktstabilisierungsanstalt) und Dr. Sahra Wagenknecht (stellvertr. Fraktionsvorsitzende „Die Linke“ im Deutschen Bundestag)

14. Januar 2013

Wissenschaft als Krisenhelfer - Muss Forschung Politik und Öffentlichkeit mehr Orientierung geben?, u.a. mit Prof Tilman Allert (Soziologe), Prof. Andreas Hackethal (Wirtschaftswissenschaftler) und Karlheinz Weimar (Hessischer Finanzminister a.D.)

28. Januar 2013

Was hat´s gebracht - Occupy als Anfang einer neuen Bürgerbewegung?, u.a. mit Prof. Axel Honneth (Philosoph), Prof. Werner Plumpe (Historiker) und Jan Umsonst (Occupy Frankfurt); mit einem Nachwort von OB Feldmann.

Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Wichtiger Hinweis: Veranstaltungsort ist ab dem 26. November immer die Evangelische Akademie in Hessen und Nassau e.V., Römerberg 9, 60311 Frankfurt.

Das komplette Programm der 7. Frankfurter Bürger-Uni: www.buerger.uni-frankfurt.de