Aus unspektakulären Themen werden fesselnde Geschichten

Junger niederländischer Autor liest im Casino auf dem Campus Westend der Goethe-Universität

Veröffentlicht am: Donnerstag, 18. Oktober 2012, 11:20 Uhr (232)

FRANKFURT. Aus seinen beiden auch ins Deutsche übersetzten Romanen „Wie es begann“  und „Morgen sind wir in Pamplona“ liest der niederländische Autor Jan van Mersbergen am Mittwoch (31. Oktober) um 19.30 Uhr. Der 1971 geborene Schriftsteller zählt zu den renommiertesten niederländischen Autoren der jüngeren Generation. Diese öffentliche Veranstaltung findet auf Initiative des Lektorats Niederländisch des Fachbereichs Neuere Philologien auf dem Campus Westend, Casino, Raum 1.802 (1. Stock) statt, der Eintritt ist frei. Die Lesung ist in Niederländisch und in Deutsch.

Jan van Mersbergen hat bereits sechs erfolgreiche Romane veröffentlicht, wobei der letzte „Naar de overkant van de nacht“ (2011) für die drei großen Literaturpreise 2012 nominiert war. „Zo begint het“ („Wie es begann“)  und „Morgen zijn we in Pamplona“ („Morgen sind wir in Pamplona“) wurden außer ins Deutsche auch ins Englische und Französische übersetzt, sein letzter Roman erschien sogar auf Spanisch und Türkisch. In „Wie es begann“ schreckt eine Zeitungsmeldung  vier Menschen auf, deren Lebensläufe sich sonst nie gekreuzt hätten. In „Morgen sind wir in Pamplona“ geht es um eine Männerfreundschaft, die ihre Intensität aus dem Ungesagten gewinnt, zwei Männer sind auf der Flucht vor sich selbst, vor dem, was ihr Leben ausmacht.

In seinen Romanen behandelt van Mersbergen – wie es scheint – unspektakuläre Themen, aber er versetzt sich so tief in die verschiedenen Charaktere, dass die Geschichte äußerst fesselnd wird. Das Ende ist immer völlig unerwartet. Jan van Mersbergens gelungene Struktur in Kombination mit viel Sinn fürs Detail, Kenntnis über die menschliche Psyche und ihre Tiefen, und eine saubere, fast ätherische Sprache, reißen den Leser mit in die Tiefen einiger faszinierender Persönlichkeiten. Nichts Menschliches scheint ihm fremd zu sein.

Informationen: Laurette Artois, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Lektorat Niederländisch, Campus Westend, Tel.: (069) 798 32851, artois@lingua.uni-frankfurt.de

www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/Niederlaendische_Sprache_Literatur_Kultur/index.html