Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte?

Bürgeruniversität in Kooperation mit der F.A.Z. betreibt Ursachenforschung und zeigt Lösungswege / Öffentliche Auftaktdiskussion am 11. Juli an der Goethe-Universität

Veröffentlicht am: Mittwoch, 04. Juli 2012, 08:25 Uhr (149)

FRANKFURT. Die Bürgeruniversität der Goethe-Universität widmet sich im kommenden Wintersemester in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit der Reihe „Krise des Kapitalismus – Krise der Demokratie?“  erneut einem Thema von hoher Aktualität und Relevanz.

Eröffnet wird das Themenfeld der gegenwärtigen Krise bereits bei einem öffentlichen Diskussionsabend

am Mittwoch, den 11. Juli, 19 Uhr, Campus Westend,
Casino, Raum 1.801 (Metzler Saal),
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt

zum Abschluss des aktuellen Sommersemesters, zu dem die Goethe-Universität einlädt.

Es diskutieren die beiden Finanzwissenschaftler Prof. Jan-Pieter Krahnen und Prof. Reinhard Schmidt sowie der Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaft, Prof. Cornelius Prittwitz mit dem Blockupy-Aktivisten Jan Umsonst. Es moderiert Dr. Rainer Hank von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Derzeit stehen Staaten  kurz vor dem Zusammenbruch – vor wenigen Jahren in Europa noch undankbar. Durch Abwertungen der Ratingagenturen verschärft sich die Abwärtsspirale von Banken und Staaten weiter. Derweil wetten die Finanzmärkte munter weiter auf das Eintreten von Staatspleiten und gegen den Euro. Ein teuflischer Kreislauf scheint entstanden zu sein. Welche Folgen für das gesellschaftspolitische Gleichgewicht haben diese bedrohlichen Entwicklungen? Ist die Demokratie in den Würgegriff der Finanzmärkte geraten? Oder haben sich einige Regierungen mit der Realisierung immer teurerer Wahlversprechen und Ausweitung öffentlicher Aufgaben in den letzten Jahrzehnten selbst an den Rand des Abgrunds manövriert?

Diese und andere Fragen werden auch im Mittelpunkt der geplanten Bürgeruniversität stehen. Die Reihe startet voraussichtlich am 12. November 2013 und endet am 11. Februar 2013. Der genaue Ort und die die Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

An insgesamt sechs Abenden stellen renommierte Experten aus den Wirtschafts- und Politikwissenschaften der Goethe-Universität, der Finanzwirtschaft sowie Redakteure der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, aber auch Aktivisten der entsprechenden Protestbewegungen einem Publikum aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern ihre Sichtweisen der Krise vor und suchen nach Lösungswegen. Wie bei allen Bürgeruniversitäten seit 2008 ist das Publikum unmittelbar in die Diskussion mit einbezogen.

Werner D´Inka, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sagte: „Mit der gemeinsamen Reihe haben wir die Chance, vielen Menschen Hintergrundinformationen und Deutungen anzubieten. Ich verspreche mir von dieser Reihe daher auch interessante redaktionelle Anregungen und bin sehr gespannt auf die Diskussionen und Vorträge, die von F.A.Z.-Redakteuren moderiert werden.“

Dr. Olaf Kaltenborn, Pressesprecher der Goethe-Universität und Initiator der Bürgeruniversität erklärte: „Mit der Bürgeruniversität greifen wir Themen von grundlegender Bedeutung auf, die viele Menschen bewegen. Wir möchten zeigen, dass in der Goethe-Universität und anderswo derzeit intensiv über diese Fragen nachgedacht wird und nach Lösungen gesucht wird. Ich bin überzeugt, dass die Reihe eine große Resonanz erfahren wird.“