​​​​​​​Pressemitteilungen ​​​ – Oktober 2012

Veranstaltungen

Okt 11 2012
11:12

Symposium mit Merz-Stiftungsgastprofessorin Marjan van den Akker

Evidenzbasierte Medizin trifft Multimorbidität

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

zum Symposium „Evidence-Based Medicine Meets Multimorbidity: A Blind Date?“ mit der diesjährigen Merz- Stiftungsgastprofessorin Marjan van den Akker laden wir Sie herzlich ein

am 17. Oktober von 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr
im
Vortragssaal der Deutschen Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt.

Internationale Wissenschaftler aus den Bereichen evidenzbasierte Medizin und Multimorbidität diskutieren die Dilemmata und Herausforderungen der Multimorbidität sowie Strategien, diese zu überwinden. Sie zeigen die Probleme auf, die sich aus Multimorbidität und Multimedikation ergeben und erörtern, welche Entscheidungshilfen die evidenzbasierte Medizin schon jetzt liefern kann. Das Symposium findet im Rahmen der Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur statt, die seit 1985 an Forscher aus der Pharmazie und Humanmedizin vergeben wird.

Marjan van den Akker ist außerordentliche Professorin im Fachbereich Allgemeinmedizin der Universität Maastricht (School for Public Health and Primary Care; Caphri) und Gastdozentin an der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Sie war Gründungsmitglied der „International Research Community on Multimorbidity“ und ist an verschiedenen nationalen wie internationalen Forschungsprojekten beteiligt, die sich den Themen Multimorbidität und Multimedikation widmen.

Das Programm finden Sie als Download hier.

In der Mittagspause (12.25 – 13.25 Uhr) haben Sie Gelegenheit zu einem Gespräch mit Prof. Marjan van den Akker und Prof. Ferdinand Gerlach, Kurator der Stiftungsgastprofessur und Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität. Bitte teilen Sie uns per Mail (hardy@pvw.uni-frankfurt.de) mit, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Anne Hardy
Referentin für Wissenschaftskommunikation

Die Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur

Die Friedrich-Merz-Gastprofessur wurde im Dezember 1985 anlässlich des 100. Geburtstags von Friedrich Merz gestiftet. Ziel ist es, jedes Jahr einen besonders angesehenen Wissenschaftler aus den Bereichen der Pharmazie oder Humanmedizin an die Universität Frankfurt zu berufen. Die Stiftungsgastprofessur ist benannt nach dem Firmengründer Friedrich Merz, der als einer der ersten Mitglieder der Senckenbergischen Gesellschaft mit der Frankfurter Universität eng verbunden war und die Wissenschaft gefördert hat. Die Gastprofessur und das Symposium bieten Forschern aus der Hochschule und der Industrie alljährlich die Gelegenheit zum Wissensaustausch und zu einer weitergehenden Zusammenarbeit.

Veranstaltungen

Okt 11 2012
09:05

Messe unistart bietet neuen Studierenden informatives Programm zum Semesterbeginn. 11. Oktober, Campus Westend, ab 13 Uhr

Oberbürgermeister begrüßt Erstsemester der Goethe-Uni

FRANKFURT. Jedes Semester entscheiden sich mehrere tausend junge Menschen für ein Studium an der Goethe-Universität. Mit der Veranstaltung „unistart“ begrüßen Universität und Stadt gemeinsam alle Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Zentrale Bereiche der Universität und ausgewählte Partner stellen sich auf der Messe von 13 bis 17 Uhr im Hörsaalzentrum vor und informieren über die vielseitigen Angebote, wie etwa Auslandsstudium, Sportmöglichkeiten und Campus-Leben.

Besonderes Highlight in diesem Jahr: Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann wird die Studierenden persönlich begrüßen. Um 15.00 Uhr wird er gemeinsam  mit der Vizepräsidentin der Goethe-Universität, Prof. Tanja Brühl, und dem AStA-Vorstand Daniel Katzenmaier zu den Erststudierenden im Audimax sprechen.

Die anschließende große Party bietet den Studierenden die Möglichkeit, erste Kontakte an der Universität zu knüpfen. Die Studienanfängerinnen und Studienanfänger werden persönlich eingeladen und bekommen ihre Eintrittskarten bei Abholung der Goethe-Card im Studien-Service-Center (SSC) ausgehändigt. Darüber hinaus erhalten alle Erstsemester als Willkommensgeschenk eine Tasche der Universität, die für jede unistart-Veranstaltung individuell gestaltet und angefertigt wird. Begrüßung und Messe finden im Hörsaalzentrum, die Party im Casino auf dem Campus Westend, statt. DJs von planet radio sorgen dann dafür, dass die erste Party unvergesslich wird.

„unistart“ ist eine Veranstaltung der Goethe-Universität Frankfurt, organisiert von der Tochtergesellschaft der Universität, CAMPUSERVICE; die unistart-Party wird von der Universität gemeinsam mit planet radio gestaltet.

Medienvertreter sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen! Die Messe „unistart“ bietet die ideale Möglichkeit, sich einen Eindruck von den neuen Studierenden, ihren Erwartungen und Interessen zu machen.

Kontakt: Dr. Dirk Frank, Pressereferent, Abteilung Marketing und Kommunikation, Tel. (069) 798-23753, mobil: 0170-2107012, frank@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Okt 11 2012
09:01

Alfred Wittinghofer über molekulare Schalter als Ziel für die Tumortherapie

Prominenter Krebsforscher an der Goethe Universität

FRANKFURT. Seit über 30 Jahren erforscht der Biochemiker Alfred Wittinghofer die molekularen Schalter in der Zelle, die die unbegrenzte Zellteilung und damit Krebs auslösen können. In seinem Vortrag an der Goethe-Universität im Rahmen der Vortragsreihe Perspectives in Oncology fasst er seine Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte zusammen und erklärt, wie diese zur erfolgreichen Tumortherapie verwendet werden können.

Wann? Dienstag, 16. Oktober, 18:15 Uhr
Wo?
Klinikum der Goethe-Universität, Hörsaal-Gebäude 22, Hörsaal 1

Welche Rolle Gen-Mutationen bei der Entstehung von Krebs spielen, weiß wohl niemand besser als der Direktor der Abteilung Strukturelle Biologie am Max Planck Institut für Molekulare Physiologie in Dortmund. Seine Forschung konzentriert sich auf eine Gruppe von Krebsgenen, die in einem Drittel aller Krebsfälle mutiert sind. Diese sogenannten ras-Onkogene wurden zuerst in Rattentumoren entdeckt und stellen den Dreh- und Angelpunkt in einem Netzwerk komplizierter Signalkaskaden dar.

Im Menschen ist es vor allem die Aktivierung des K-Ras-Onkogens, die zu bösartigen Krebsformen wie Bronchial- oder Bauchspeicheldrüsen-Karzinomen führt. In den 1980er Jahren gelang es Wittinghofer, durch biochemische und biophysikalische Analysen die Ras-Funktion näher zu charakterisieren und schließlich die Kristallstruktur von aktivem H-Ras zu lösen. Dadurch konnte geklärt werden, warum einige Ras-Mutanten unter bestimmten Umständen Krebs auslösen können. Ras wurde somit als attraktives Target für die Tumortherapie erkannt und ist bis heute Gegenstand intensiver Forschung. Für seine grundlegenden Beiträge zum Verständnis der zellulären Signaltransduktion erhielt Wittinghofer unter anderem 2003 die Warburg Medaille, eine der wichtigsten Ehrungen im Bereich der Biochemie in Deutschland.

Informationen: Prof. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II, Campus Niederrad, Tel: (069) 6301-5652, ivan.dikic@biochem2.de.

Veranstaltungen

Okt 10 2012
11:49

8. Frankfurter Bürger-Universität macht die Finanzkrise zum Thema und diskutiert mit zahlreichen Experten und Bürgern

Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte?

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach dem anhaltenden Erfolg der Frankfurter Bürger-Universität präsentiert die Goethe-Universität auch im Wintersemester zum 8. Mal ein umfangreiches Programm: Vom 10. Oktober bis zum 16. März stehen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl insgesamt 109 Veranstaltungen auf dem Programm, die aktuelle Forschung in allgemeinverständlicher Form präsentieren und Einblicke in verschiedene Bereiche der Universität ermöglichen. Wie bereits in den zurückliegenden Semestern, bietet eine begleitende Broschüre Orientierung und Informationen über die Vielfalt an Veranstaltungen. Besonders hinweisen möchten wir auf die eigens für die Frankfurter Bürger-Universität entwickelte Hauptreihe: „Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte?“ In Kooperation mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Evangelischen Akademie in Hessen und Nassau, greift die Reihe eine der global drängendsten Fragen auf: Inwieweit bedroht die Finanzkrise unser demokratisches System? Dazu diskutieren u.a. Wissenschaftler der Goethe-Universität wie Prof. Ottmar Issing, Prof. Rolf Haubl und Prof. Jan-Pieter Krahnen, Politiker wie Dr. Sarah Wagenknecht und Karlheinz Weimar, Frankfurter Occupy-Aktivisten, die Chefvolkswirtin der Frankfurter Helaba, Dr. Getraud Traud und Dr. Christoph Pleister von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilsierung.

Die sechs Abende umfassende Reihe sowie das vielfältige Gesamtprogramm der Frankfurter Bürger-Universität möchten wir Ihnen im Rahmen eines Mediengesprächs vorstellen. Auch im Namen von Oberbürgermeister Peter Feldmann, dem Schirmherren der Frankfurter Bürger-Universität, laden wir Sie daher herzlich ein:

am: Donnerstag, den 11. Oktober 2012, um 13 Uhr
Ort: Büro
des Oberbürgermeisters, Römerberg 23, 60311 Frankfurt am Main

Als Gesprächspartner erwarten Sie Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl und Oberbürgermeister Peter Feldmann. Bitte teilen Sie uns mit, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen (ott@pvw.uni-frankfurt.de).

Mit besten Grüßen

Dr. Olaf Kaltenborn
Leiter Abteilung Marketing und Kommunikation

www.buerger.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Okt 8 2012
15:30

Ausstellung über legendäre Sekretärin von Siegfried Unseld in der Deutschen Nationalbibliothek, 10.-20. Oktober.

„Für Burgel Zeeh, das Glück des Hauses“

FRANKFURT. Ob Uwe Johnson oder Thomas Bernhard, ob Wolfgang Koeppen oder Max Frisch – für mehr als eine Generation von Autoren führte kein Weg an Burgel Zeeh (1937-2009) vorbei. Sie wechselte 1967 von Luchterhand zu Suhrkamp, wo sie fortan das Vorzimmer des Verlegers Siegfried Unseld leitete. Für die zeitgenössischen Autoren und Kollegen in der Verlagsbranche wurde sie zur Institution. Pretiosen aus ihrem persönlichen Nachlass erzählen ein Stück gelebter Literaturgeschichte.

Die Ausstellung der Deutschen Nationalbibliothek findet in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt statt. Kurator ist Wolfgang Schopf (Universitätsarchiv).

Die Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, 9.Oktober, um 19 Uhr. Begrüßung: Dr. Eliabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek; Grußwort: Prof. Dr. Katharina Mommsen; Erinnerungen eines Freundes: Peter Bichsel; Einführung in die Ausstellung: Wolfgang Schopf.

Anmeldung und weitere Informationen: Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main, Tel: (069) 1525-1905, ausstellungen-frankfurt@dnb.de        

Veranstaltungen

Okt 8 2012
15:28

Ausstellung von Doktoranden der Goethe-Universität im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Von Bräuten, Muscheln, Geld und Kupfer

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ausstellung „Werte im Widerstreit – Von Bräuten, Muscheln, Geld und Kupfer“ erschließt in lebendiger und spannender Weise 16 Studien von Doktoranden aus der Archäologie, Ethnologie und Volkswirtschaft. Damit betreten das Graduiertenkolleg „Wert und Äquivalent“ der Goethe-Universität und die Deutsche Forschungsgemeinschaft Neuland. Präsentiert werden – oft überraschende – Objekte wie Biberfelle, Elefantenstoßzähne, Keilschrifttexte, Steinbeile, Muscheln und Münzen. Ein einführender Film porträtiert die Forscher bei ihrer Arbeit und gibt einen seltenen Blick hinter die Kulissen der universitären Tätigkeit.

Zur Pressevorbesichtigung der Ausstellung laden wir Sie herzlich ein

am: Donnerstag, dem 11. Oktober, um 16 Uhr
Ort: Ausstellungshalle des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, Rheinstraße 23-25, 65185 Wiesbaden.

Prof. Hans-Markus von Kaenel, Sprecher des Graduiertenkollegs „Wert und Äquivalent“ der Goethe-Universität, und Dr. Charlotte Trümpler, Kuratorin der Ausstellung, informieren über Details der Ausstellung und über das Graduiertenkolleg.

Im Anschluss um 18 Uhr findet die Eröffnung der Ausstellung statt, bei der Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Präsident der Goethe-Universität Prof. Werner Müller-Esterl und Dr. Robert Paul Königs, Leiter der Abteilung Fachliche Angelegenheiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft sprechen werden.

Die Ausstellung wird vom 12. Oktober bis 16. Dezember, dienstags bis sonntags von 11-17 Uhr geöffnet sein. Eintritt kostenlos. Zur Ausstellung erscheint eine reich bebilderte Begleitpublikation mit 80 Seiten und 120 farbigen und Schwarz-Weiß-Abbildungen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Charlotte Trümpler, Kuratorin der Ausstellung

Informationen: Dr. Charlotte Trümpler, Kuratorin der Ausstellung, Tel: 0179 7104028, truempler@em.uni-frankfurt.de; auf Anfrage wird die Pressemappe nach der Eröffnung mit der reich bebilderten Begleitpublikation (80 Seiten und 120 farbigen und s/w Abbildungen) sowie einer DVD mit dem Einführungsfilm zur Verfügung gestellt.

Forschung

Okt 5 2012
12:13

Untersuchung zur Hypochondrie – Psychologen suchen Betroffene für weitere Studie

Psychotherapie bei Krankheitsängsten: Nennenswerte Verbesserung bereits nach drei Therapiesitzungen

FRANKFURT. Bereits nach drei speziellen therapeutischen Sitzungen verbessert sich die Lebenssituation von Menschen erheblich, die unter der Angst leiden, eine ernsthafte Krankheit zu haben. Das zeigen Auswertungen einer Studie, die zurzeit an der Goethe-Universität läuft und über die der Frankfurter Psychologe Dr. Florian Weck und seine Mitautoren soeben in der Fachzeitschrift Cognitive Therapy and Research berichtet haben.

Wenn sich jemand gelegentlich um seine Gesundheit sorgt, lässt dies die Psychologen noch nicht aufhorchen. Bei manchen Menschen geht aber die Angst vor ernsthaften Krankheiten so weit, dass sie sich nahezu jeden Tag damit beschäftigen, ob sie ernsthaft erkrankt sind. Diese besonders ausgeprägte Form bezeichnen die Wissenschaftler als Hypochondrie. Die Betroffenen sind durch die Rückversicherung des Arztes meist nur kurzzeitig beruhigt und haben nach einiger Zeit wieder Zweifel, ob sie auch wirklich gesund sind. Um diese Unsicherheit zu reduzieren, suchen Personen mit Krankheitsängsten auch häufig im Internet nach Informationen über mögliche Krankheiten oder versuchen bei Angehörigen Rückversicherung zu bekommen. „Vermehrte Aufmerksamkeit auf körperliche Symptome und Rückversicherungsverhalten sehen wir als wichtige Faktoren für die Aufrechterhaltung von Krankheitsängsten an“, erläutert der Leiter der Frankfurter Studie, Dr. Florian Weck.

Zwei unterschiedliche Behandlungsansätze, die in der Studie verglichen wurden, zeigen ähnlich gute Resultate: In der Konfrontationstherapie geht es eher um die Auseinandersetzung mit den Ängsten; dagegen ist die Kognitive Therapie stärker darauf ausgerichtet, die Bewertung von körperlichen Symptomen und das häufig überschätzte eigene Risiko für Krankheiten zu verändern. Interessant ist der schnelle therapeutische Erfolg. So zeigt sich in Folge der Strategien, die die Patienten in der Therapie erlernten, eine bedeutsame Abnahme von krankheitsbezogenen Ängsten bereits nach den ersten drei therapeutischen Sitzungen.

In der einen Gruppe wurde ein Aufmerksamkeitstraining durchgeführt, in dem die Patienten lernen, ihre Aufmerksamkeit weg von ihrem Körper und hin zu Sinneseindrücken in ihrer Umwelt zu richten; dies gehörte zur Kognitiven Therapie. Und in der anderen Gruppe wurde als Teil der Konfrontationstherapie angestrebt, sich nicht ständig bei Angehörigen oder Ärzten rückversichern zu müssen, wie es um die eigene Gesundheit steht. „Wir freuen uns, dass die Behandlung bereits nach drei therapeutischen Sitzungen zu so deutlichen Erfolgen führt. Natürlich sind diese drei Sitzungen aber noch nicht ausreichend, da die Patienten häufig seit Jahren unter Krankheitsängsten leiden“, so Weck.

Insgesamt umfasst das Behandlungsangebot 15 Therapiesitzungen, von denen bisher nur die ersten drei Sitzungen genauer betrachtet wurden. Die Behandlungsstudie läuft voraussichtlich noch bis Sommer 2013. Es werden noch Betroffene gesucht, die sich eine Behandlung wegen ihrer Krankheitsängste wünschen und an der Studie teilnehmen möchten.

Informationen: Julia Neng und Dr. Florian Weck, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798 - 23994, neng@psych.uni-frankfurt.de, weck@psych.uni-frankfurt.de

Literaturangabe: Weck, Neng & Stangier (2012). The effects of attention training on the perception of bodily sensations in patients with hypochondriasis: a randomized controlled pilot trial. Cognitive Therapy and Research. DOI 10.1007/s10608-012-9482-3. Zusammenfassung unter http://www.springerlink.com/content/g4l6kj2m8v3r3140/

 

Forschung

Okt 4 2012
16:19

Struktur und Dynamik eines „Helfer-Proteins“ aufgeklärt

Den Tricks der Tuberkulose-Bakterien auf der Spur

FRANKFURT. Tuberkulose-Bakterien können über viele Jahre im Körper überleben, weil sie von den Fresszellen (Makrophagen) des Immunsystems zwar eingeschlossen, aber nicht immer abgetötet werden können. Sobald der infizierte Mensch geschwächt ist, etwa durch Alkoholismus, AIDS oder das Immunsystem unterdrückende Medikamente, kann die Krankheit ausbrechen. Warum das Mykobakterium tuberkulosis sich der „Verdauung“ durch die Makrophagen widersetzt, ist nur ansatzweise erforscht. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein spezifisches Protein, das von den Bakterien freigesetzt wird, um deren Überleben in Makrophagen zu sichern. Ein Forscherteam der Goethe-Universität hat die Struktur und Dynamik dieses Proteins jetzt aufgeklärt und herausgefunden, warum es bisher nicht durch spezifische Wirkstoffe ausgeschaltet werden konnte. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.

Bei dem untersuchten Protein handelt es sich um die Protein Tyrosin Phosphatase A, kurz MptpA, mit einer Bindungstasche für Reaktionspartner. In MptpA gibt es drei flexible Molekülregionen, die zusammen eine Art Tasche bilden. Sobald ein Bindungspartner an diese Regionen andockt, ändern sie ihre Orientierung und gehen von einer offenen in eine geschlossene Konformation über, ähnlich wie bei einem Rucksack, den man zuschnürt und schließt. Um das Protein durch einen Wirkstoff gezielt ausschalten zu können, müsste man diesen so entwerfen, dass er optimal in die Bindungstasche passt und mit ihr eine starke Bindung eingeht. Damit wäre eine Manipulation der Makrophagen durch MptpA nicht mehr möglich und das Tuberkulosebakterium würde verdaut werden, wie die meisten anderen Bakterien auch.

„Das Problem ist, dass man bisher nur Strukturdaten von MptpA im gebundenen Zustand kannte. Das war für ein computergestütztes Wirkstoffdesign irreführend, denn die Bindungstasche erscheint dann viel enger“, erklärt die Chemikerin Tanja Stehle, die das Protein im Rahmen ihrer Doktorarbeit am Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie von Prof. Harald Schwalbe untersuchte.

„Die Lösung bestand darin, das ungebundene Protein mittels NMR-Spektroskopie in wässriger Lösung zu untersuchen“, berichtet Dr. Henry Jonker, Postdoktorand im Arbeitskreis von Prof. Schwalbe. Dazu haben die Chemiker das MptpA zusätzlich mit nicht-radioaktiven Isotopen markiert. Aus den Experimenten konnte durch aufwändige Rechnungen nicht nur die Struktur des ungebundenen Proteins, sondern auch seine Dynamik aufgeklärt werden. „Tatsächlich hat der Rucksack eine größere Öffnung, als bisher angenommen, wir haben also mehr Platz fürs Wirkstoffdesign“, fasst Stehle die wichtigste Erkenntnis zusammen. Die neuen Strukturdaten sollten es nun Wirkstoff-Designern ermöglichen, Moleküle zu entwerfen, die das MptpA gezielt blockieren können.

Ein Bild erhalten Sie auf Anfrage von Anne Hardy (hardy@pvw.uni-frankfurt.de)

Bildtext: Struktur des Proteins MptpA, von Tuberkulosebakterien (rechts) freigesetzt, um nicht von Makrophagen verdaut zu werden. Hintergrund: Torax Aufnahme von TBC Patient, Boden NMR-Spektrum von MptpA.

Publikation:

Tanja Stehle et al.: The Apo-structure of the Low Molecular Weight Protein-tyrosine Phosphatase A (MptpA) from Mycobacterium tuberculosis Allows for Better Target-specific Drug Development, Journal of Biological Chemistry, Vol. 287, Issue 41, 34569-34582, October 5, 2012, DOI: 10.1074/jbc.M112.399261.

Informationen:

Prof. Harald Schwalbe, Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie, Campus Riedberg, Tel.: 069-798-29737, schwalbe@nmr.uni-frankfurt.de.

Diplom-Chemikerin Tanja Stehle, Tel.: 069-798-29933, stehle@nmr.uni-frankfurt.de.

Dr. Henry Jonker, Tel.: 069-798-29137, h.jonker@nmr.uni-frankfurt.de.

Forschung

Okt 4 2012
11:18

Beitrag zur Geschichte der reichsten Ente der Welt in der aktuellen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“

Dagobert Duck: Vom Griesgram zum Fantastilliardär

FRANKFURT. Onkel Dagobert hat in Zeiten der Finanzkrise, der Diskussion über Gier und Geiz Hochkonjunktur – kaum eine Occupy-Veranstaltung ohne den Enterich als überlebensgroße Marionette. Niemand verkörpert Besitzstreben, Reichtum und die Macht der Finanzwelt eindeutiger als die reichste Ente der Welt. Dr. Bernd Dolle-Weinkauff, international anerkannter Comic-Forscher an der Goethe-Universität, geht in seinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Forschung Frankfurt der Geschichte von Dagobert Duck nach und zeigt auf, welche Stationen er auf dem Weg zur Perfektion durchlief.

1944 schuf Carl Barks das legendäre Entenhausen (im amerikanischen Original »Duckburgh«) und als einen der profiliertesten Bewohner jenen Scrooge McDuck, der von der langjährigen deutschen Übersetzerin Erika Fuchs im seit 1951 erscheinenden Micky-Maus-Heft in Dagobert Duck umgetauft wurde. „In der Namensgebung des amerikanischen Originals, den Barks als misanthropen alten Enterich in grünem Hausgewand mit breitem Schottenkaro-Kragen zeichnete, verweist er absichtsvoll auf den notorischen Geizhals Ebenezer Scrooge in Charles Dickens‘ Erzählung A Christmas Carol von 1843“, erläutert der Frankfurter Literaturwissenschaftler.

Doch bis Dagobert Duck zu einer „Stehenden Figur“ wurde, wie sie in Comics mit ihren stets gleichen Stärken und Schwächen üblich sind, vergingen einige Jahre. In seinem zweiten Auftritt 1948 ist er noch weit entfernt von dem Nimbus des skrupellosen Monopolkapitalisten: In der Geschichte Das Gespenst von Duckenburgh will Dagobert weder ins Bild vom skrupellosen Kapitalisten noch vom heimtückischen Griesgram passen. Denn hier gibt Dagobert den netten Opa, der seine Neffen sehr höflich darum bittet, ihm bei der Sicherung seines legitimen Erbes in der schottischen Heimat behilflich zu sein. Dazu Dolle-Weinkauff: „Dieser jähe Umschlag der Charakterzüge zwischen zwei aufeinanderfolgenden Geschichten vom nörglerischen Menschenfeind zum treuherzigen Großvater zeigt an, dass die Figur Dagoberts noch sehr unfertig war.“

In den 15 Auftritten, die bis zur 1953 etablierten eigenen Heftreihe uncle scrooge zu verzeichnen sind, setzt sich der Choleriker immer stärker gegen den Besonnenen, der Despot gegen den freundlichen Alten durch. „Zum entscheidenden Merkmal aber baut Carl Barks über verschiedene Stufen sein fetischistisches Verhältnis zu Geld und Gewinn auf, das dem Leser wachsendes Vergnügen am höchst wunderlichen Umgang mit Reichtum beschert“, so der Comic-Forscher. „Dazu gehört zunächst, dass Dagoberts Existenz aller bloß profan wirkenden Professionalität entkleidet und mit Mythen ausgestattet wird, die im Hinblick auf realhistorische Kapitalakkumulation eher parodistisch wirken.“ Dazu gehörte die Frage, wo der Fantastilliardär sein Geld wohl unterbringen mag. Er nutzte ein riesiger Speicher, der sich – im Milieu dieser Story nicht ganz unplausibel – als ein von Münzen und Scheinen überquellendes, hölzernes Futtersilo präsentiert. „Bereits mit der noch im gleichen Jahr erschienenen Story Eingefrorenes Geld hat Dagobert jedoch den Übergang vom Agrar- zum urbanen Finanzkapitalismus vollzogen, und der Hort seines Schatzes steht auf einem Hügel in Entenhausen – in Form jenes überdimensionalen, mit allen technischen Finessen gesicherten Tresors“, beschreibt Dolle-Weinkauff. „Der Übergang zu Hightech ist allerdings auch dringend angesagt, denn mit den von Barks just zu dieser Zeit in die Serie neu eingeführten Panzerknackern sind Dagobert mächtige Gegner erwachsen, deren höchst erfindungsreiche Attacken nur darauf gerichtet sind, den reichsten zum ärmsten Mann der Welt zu machen.“

Den Zustand der Vollkommenheit als „Stehende Figur“ erreicht Dagobert Duck erst, als Geld für ihn den Reiz als Tauschwert verliert, und stattdessen Geld zu besitzen und sich darin baden zu können, für den notorischen Geizhals das Wichtigste wird. Der Literaturwissenschaftler ergänzt: „Das Geldbad wird von nun an zum Ritus, zur in zahllosen Geschichten wieder aufgenommen heiligen Handlung, die stets begleitet ist vom Gebet des reichen Mannes, das da lautet: ‚Es ist mir ein Hochgenuß, wie ein Seehund hineinzuspringen und wie ein Maulwurf darin herumzuwühlen und es in die Luft zu schmeißen, dass es mir auf den Kopf prasselt.‘“

Informationen: Dr. Bernd Dolle-Weinkauff, Institut für Jugendbuchforschung, Campus Westend, Telefon (069) 798-33001, dolle-weinkauff@rz.uni-frankfurt.de

„Forschung Frankfurt“ kostenlos bestellen: ott@pvw.uni-frankfurt.de ; im Internet: www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/34831594/aktuelle_Ausgabe

Hochschulpolitische Themen

Okt 4 2012
10:46

Zusammenfassung der Sitzung vom 1. Oktober 2012

Neues aus dem Hochschulrat

FRANKFURT. Im Mittelpunkt der Hochschulratssitzung vom 1. Oktober standen der Bericht des Vorsitzenden aus dem Wirtschafts- und Finanzausschuss (WFA) sowie der Rechenschaftsbericht des Präsidiums. Dem Präsidium wurde daraufhin von Seiten des Hochschulrates Entlastung erteilt.

Als neues Mitglied des Präsidiums stellte sich Prof. Dr. Tanja Brühl dem Hochschulrat vor und erläuterte ihre Konzepte in den Bereichen Lehre und Weiterbildung.

Auf Basis einer entsprechenden Präsentation des Universitätskanzlers diskutierte das Gremium auch darüber, wie sich der Hessische Hochschulpakt und der starke Studierendenaufwuchs auf die weiteren Entwicklungsperspektiven der Goethe-Universität auswirken.

Dabei wurde vom Vorsitzenden festgehalten, dass sich die Goethe-Universität im Zielkonflikt zwischen stagnierenden Grundmitteln und stark steigenden Studierendenzahlen in einem Prozess der strategischen Neujustierung befinde. Es müsse eine geeignete Balance gefunden werden zwischen der seit vielen Jahren erfolgreich betriebenen Ausrichtung als starke Forschungsuniversität und dem Faktum einer vermutlich über viele Jahre sehr hohen Auslastung mit Studierenden. Neben der G8-Problematik sei es vor allem das sich aus dem Hochschulpakt ergebende, stark veränderte Mittelverteilungsmodell der Landesregierung, das diesen Aufwuchs in der Konsequenz bewirkt habe.

Es müsse geprüft werden, wie sich auch in Zukunft unter diesen Prämissen der besondere Anspruch einer autonomen Stiftungsuniversität erfolgreich einlösen lasse. Der Hochschulrat sagte in diesem Prozess seine Unterstützung zu.

Forschung

Okt 1 2012
17:03

Beiträge zu „Goethe und Geld“ im aktuellen Wissenschaftsmagazin „Forschung Frankfurt“ ergänzen Sonderausstellung im Goethe-Haus

Einblicke in seine Haushaltsbücher: Goethe lebte auf großem Fuß

FRANKFURT. Goethe lebte auf großem Fuß, das belegen seine akribisch geführten Haushaltsbücher aus der Weimarer Zeit. Großzügig war er, wenn es um die fürstliche Bewirtung seiner Gäste, seine zahlreichen Reisen und die Neuanschaffungen für seine Sammlungen ging. Bescheidener lebte er im engeren Familienkreis. Geprägt von den bürgerlichen Prinzipien seines Frankfurter Elternhauses war ihm die sorgfältige Kostenkontrolle immer ein Anliegen, wie die Frankfurter Wirtschafts- und Sozialhistorikerin Dr. Vera Hierholzer in ihrem Beitrag in dem soeben erschienenen Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität beschreibt.

„Forschung Frankfurt“ widmet die aktuelle Ausgabe ausschließlich dem Thema Geld; gleich drei Beträge beschäftigen sich mit „Goethe und Geld“. Neben dem Artikel über Goethes Lebensführung im Spiegel seiner Haushaltsbücher geht der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Bertram Schefold der Frage nach, ob Goethe ein tüchtiger Ökonom war. Und die Germanistin und Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, beschäftigt sich mit der Papiergeldszene im zweiten Teil von Goethes „Faust“; sie zeigt, dass diese Schlüsselszene jeder ökonomischen Deutung des Dramas an Aktualität nichts eingebüßt hat. „Goethe und das Geld. Der Dichter und die moderne Wirtschaft“ ist auch der Titel einer Sonderausstellung im Frankfurter Goethe-Haus, die noch bis 30. Dezember zu sehen ist und von Vera Hierholzer im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen der Goethe-Universität und dem Freien Deutschen Hochstift gemeinsam mit der Stuttgarter Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Sandra Richter kuratiert wurde. Einige der Goethe’schen Haushaltsbücher sind dort zu sehen.

Etwa 25.000 Blatt umfasst der Bestand der Haushaltsbücher im Weimarer Goethe- und Schillerarchiv, bisher wurden sie noch nicht umfassend wissenschaftlich erschlossen. Doch einiges ist bereits untersucht worden. Mit wachsendem Einkommen nahmen die Hefte an Format und Dicke zu, später nutzte der Dichter und Finanzminister des kleinen Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach sogar gebundene Bücher mit vorgedruckten Spalten und verzierten Einbänden. „Zwar kontrollierte Goethe meist die Endabrechnungen, er experimentierte sogar kurze Zeit mit einer doppelten Buchführung. Allerdings führte er die Bücher aber nur selten selbst. In der Regel übernahmen dies – mit unterschiedlicher Genauigkeit – seine Bediensteten, zeitweise seine Frau Christiane, später der Sohn August“, erläutert Hierholzer.

Goethe galt als freigiebig, musste sich aber im Laufe seines Lebens immer wieder Geld leihen, in frühen Weimarer Jahren von seiner Mutter, später auch Freunden und sogar von ehemaligen Dienern. Seine Ausgaben für den Haushalt stiegen von etwa 4.000 Talern 1817 auf das Dreifache im Jahr 1832. Doch dagegen stand ein stattliches Einkommen: Im Laufe seines Lebens verdiente Goethe 120.000 Taler als Minister und 160.000 Taler aus den Honoraren für seine literarischen Werke, hinzu kamen noch das elterliche Erbe von 14.250 Talern sowie Zuwendungen des Herzogs und der Eltern, Vermögenszinsen, Theatertantiemen. Fast 80 Prozent seines Lebenseinkommens von rund 350.000 Talern gab er aus oder investierte er in seine Immobilien und Sammlungen.

Wofür nutze Goethe sein Geld? Verglichen mit anderen bürgerlichen Haushalt reiste er sehr viel: Mehr als 40.000 Kilometer hat er auf den verschiedenen Reisen innerhalb Deutschlands, nach Italien, Frankreich und in die Schweiz zurückgelegt – das kostete ihn mit Unterkunft insgesamt etwa 100.000 Taler. Aufwendig war auch die Führung seines Haushalts im Haus am Frauenplan, dort lebten vielfach Verwandte, enge Freunde wie der Kunstmaler Johann Heinrich Meyer. Außerdem mussten die zahlreichen Bediensteten bezahlt werden.

Bei Teegesellschaften, Ball- und Musikabenden und Festen wurde vom Feinsten serviert: Gänseleber, Trüffel, Kaviar, Muscheln, Lachs, Ingwer sowie Champagner und Weine. Aus ganz Europa ließ sich Goethe kulinarische Genüsse nach Weimar bringen; Lieferanten brachten regelmäßig auch Zitronen, Parmesan und Schokolade aus Italien und der Schweiz zum Frauenplan.

„Nach Vorbild seines Vaters begann Goethe schon in jungen Jahren, eine umfassende Kunstsammlung aufzubauen“, so die Frankfurter Historikerin, „gern ersteigerte er selbst oder über Mittelsmänner Kunstwerke auf Auktionen.“ Rund 50.000 Stücke umfasst diese Sammlung, darunter neben zahlreichen Gemälden, Kupferstichen und Radierungen auch Großplastiken, Gemmen, Gefäße und Schaustücke aus Ton. Außerdem baute er auch seine naturwissenschaftlichen Sammlungen konsequent aus, sie umfasste 25.000 Stücke, viele davon hatte er von seinen Reisen und Wanderungen mitgebracht.

„Besitz sah Goethe vor allem als Möglichkeit zur Bildung und Welterfahrung an, und von dieser Überzeugung war auch sein Umgang mit Geld geprägt“, resümiert Vera Hierholzer.

Informationen: Dr. Vera Hierholzer, Historisches Seminar, Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Campus Westend, Tel.: (069) 798- 32620 oder 13880-256 (im Frankfurter Goethe-Haus), hierholzer@em.uni-frankfurt.de; Webseite zur Ausstellung: www.goetheunddasgeld.com

„Forschung Frankfurt“ kostenlos bestellen: ott@pvw.uni-frankfurt.de ; im Internet: www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/34831594/aktuelle_Ausgabe