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Mär 5 2020
11:25

Der österreichische Autor und Essayist spricht am Samstag auf dem Campus Westend über „Unterwegs nach Babylon“

60 Jahre Frankfurter Poetikvorlesungen: Jubiläumsdozentur mit Christoph Ransmayr

FRANKFURT. Im Wintersemester 2019/20 feiert die Frankfurter Poetikvorlesung ihr 60-jähriges Jubiläum. Die Jubiläumsvorlesung wird von Christoph Ransmayr gehalten. Eingeleitet und begleitet wurde die Dozentur von einer dreiteiligen wissenschaftlichen Vortragsreihe, die vertiefende Einblicke in das Werk Ransmayrs vermittelte.

60 Jahre Frankfurter Poetikvorlesungen: Christoph Ransmayr - Unterwegs nach Babylon

Öffentliche Vorlesung. Samstag, 7. März, 18 Uhr c.t.. Hörsaalzentrum (HZ 1&2), Campus Westend.

Die wieder von Wolfgang Schopf (Literaturarchiv der Goethe-Universität) kuratierte Begleitausstellung zur Poetikdozentur im „Fenster zur Stadt“/Restaurant Margarete wird im Anschluss an die Vorlesung eröffnet; die Ausstellung ist täglich geöffnet von 11 bis 24 Uhr.
Die Abschlusslesung findet am Montag, 9. März, ab 19.30 Uhr im Literaturhaus Frankfurt statt.

„Geschichten ereignen sich nicht, Geschichten werden erzählt.“ Dieses Zitat stammt aus dem Vorwort des 2012 erschienenen Reise-Erzählbandes „Atlas eines ängstlichen Mannes“ von Christoph Ransmayr und kann als poetologischer Leitsatz für sein gesamtes Werk gelesen werden. In seinem Roman „Die letzte Welt“ (1988) erfüllt Ransmayr diesen Anspruch par excellence und es gelingt ihm der internationale Durchbruch. Zahlreiche weitere Romane folgten seitdem, insbesondere sind hier „Morbus Kitahara“ (1995), „Der fliegende Berg“ (2006) sowie sein aktuellster Roman „Cox oder Der Lauf der Zeit“ (2016) hervorzuheben. Daneben zählen auch Theaterstücke (u.a. „Die Unsichtbare. Tirade an drei Stränden“ (2001), Essays und literarische Reportagen zu seinem Œuvre. Die vielfältigen Perspektiven, Formen, Genres und Medien des Erzählens erkundet Ransmayr in seinem mittlerweile zehn Bände umfassenden großen Projekt „Spielformen des Erzählens“.

Für sein kreatives Schaffen wurde Christoph Ransmayr inzwischen mit unzähligen Auszeichnungen und Preisen geehrt; so erhielt er allein im vergangenen Jahr den Würth-Preis für Europäische Literatur, den Kleist-Preis, den Nicolas-Born-Preis, den Preis der Stadt Wien für Literatur sowie den Bayerischen Buchpreis. Im kommenden Mai wird Ransmayr den Ludwig-Börne-Preis 2020 erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat als diesjähriger Preisrichter den Preisträger ausgewählt, er wird auch die Laudatio halten.

Weitere Informationen:
Prof. Susanne Komfort-Hein, Geschäftsführung: Frankfurter Poetikvorlesungen, Goethe-Universität Frankfurt. Tel (069) 798 32855; E-Mail: Koch@lingua.uni-frankfurt.de.
www.poetikvorlesung.uni-frankfurt.de