​​​​​​Pressemitteilungen ​​​ – Oktober 2014

Veranstaltungen

Okt 1 2014
17:01

Studentische Arbeitsgruppe setzt sich mit dem früheren Universitätsgebäude als Erfahrungsraum auseinander. Foyer PEG-Gebäude, Campus Westend

Ausstellung zum AfE-Turm

FRANKFURT. Anfang Februar wurde er gesprengt, doch die Erinnerungen an den AfE-Turm sind noch sehr lebendig. Eine studentische Arbeitsgruppe mit Namen „TurmGeschichten“ beschäftigt sich seit 2012 mit der Geschichte des legendären Universitätsgebäudes, das in der Erinnerung auch für politisches Engagement und kritische Meinungsbildung steht. Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Goethe-Universität gibt nun die Ausstellung „AfE-Turm als Erfahrungsraum“ mit Bildern, Collagen und Texten Einblicke in die bewegte Geschichte und das widersprüchliche Innenleben des Turms. Individuelle und kollektive Alltagserfahrungen und Raumaneignungsprozesse von Menschen, die im Turm studiert und gearbeitet haben, werden in der Ausstellung beleuchtet.

Begleitet wird die Ausstellung von drei thematischen „Erzählcafés“ zu Frauenräumen, Turmblockaden und Studieren & Arbeiten im Turm. Das Publikum hat die Möglichkeit, sich mit den eingeladenen Gästen an die Zeit im Turm zu erinnern und in den Austausch zu treten. Zudem wird im Rahmen der Ausstellung ein Schreibwettbewerb zum Thema „Meine Geschichte mit dem Turm“ ausgerufen. Die ersten drei preisgekrönten Geschichten werden in dem Sammelband „AfE-Turm als Erfahrungsraum“ aufgenommen, den die Arbeitsgruppe Ende des Jahres herausgeben wird.

Die Ausstellung „AfE-Turm als Erfahrungsraum“ findet vom 6. Oktober bis zum 7. November im Foyer des PEG-Gebäudes statt. Die Vernissage ist am 6. Oktober um 18 Uhr.

Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Turmgeschichten“ ist angesiedelt im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und arbeitet in enger Kooperation mit dem Cornelia Goethe Zentrum sowie dem Projekt c.t. – cum tempore von Leonhardi Kulturprojekte e. V.

Kontakt: Dr. Minna-Kristiina Ruokonen-Engler, Institut für Soziologie, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, ruokonen-engler@soz.uni-frankfurt.de

 

 

Veranstaltungen

Okt 1 2014
16:57

Diskussion mit Buchvorstellung zu Effektivität, Nachhaltigkeit und Verantwortung im internationalen Bankgeschäft am 8. Oktober an der Goethe-Universität

Investment Banking der Zukunft

FRANKFURT. Die Zukunftsfähigkeit des internationalen Bankgeschäfts ist ins Wanken geraten, wie die Finanzkrisen der vergangenen Jahre und die Verhandlungen über Reglementierungen zeigen. Das vorherrschende Businessmodell der Finanzindustrie steht in der Kritik. Vor dem Hintergrund der tiefgreifenden sozio-ökologischen Veränderungen unserer Zeit stellt sich die Frage, ob Rendite, Risiko und Liquidität die einzigen Parameter für Investments sein können und sollen. Um die Zukunft des Investment Bankings sowie um Nachhaltigkeit, Effektivität und Verantwortung in der Bankenwelt geht es bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Banking of the Future“ am 8. Oktober an der Goethe-Universität.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen von Banken und aus der Wissenschaft, von Internationalen Regierungsorganisationen (IGOs) und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Die Vorträge und Diskussionsrunden beginnen am 8. Oktober um 17.00 Uhr im Casinogebäude (Raum 1.811) auf dem Campus Westend der Goethe-Universität. Zu den Kooperationspartnern gehört der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen an der Goethe-Universität. Anlass der Veranstaltung ist eine Neuerscheinung zum Thema gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und unternehmerischem Handeln („Corporate Social Responsibility“, kurz CSR). Der Sammelband, herausgegeben von Karen Wendt, Expertin für nachhaltiges Investment Banking, heißt „CSR und Investment Banking“ und erscheint im Springer Gabler Verlag.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung durch Rainer Klump, Professor für Wirtschaftsentwicklung und Integration an der Goethe-Universität und Mitglied des Exzellenzclusters. Im weiteren Verlauf steht das Diskussionsthema „Investment Banking zwischen Krise und positiven Wirkungen“ auf dem Programm. Kernfragen sind unter anderem: Wie können Banken proaktiv ihre Geschäftstätigkeit auf eine positive gesellschaftliche Wirkkraft ausrichten, ohne Risiko, Rendite und Liquidität als Steuergrößen zu vernachlässigen? Welche messbaren Indikatoren für Chancen und Risiken von Investments in Bezug auf die Gesellschaft braucht es? Wie effektiv können Banken beispielsweise bei der Schaffung klimafreundlicher Märkte mitwirken? Die Veranstaltung ist öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten.

 

Information und Anmeldung:

http://responsible-investmentbanking.com/events/frankfurt-8-okt-2014/

Kontakt: Dr. Manuel Wörsdörfer, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Telefon: (069) 798-34782, manuel.woersdoerfer@normativeorders.net, http://www.normativeorders.net/de/

Veranstaltungen

Okt 1 2014
12:34

Französischer Wirtschaftsprofessor stellt die Hauptthesen seines weltbekannten Buches vor. 10. Oktober, 14 Uhr, Campus Westend

Prof. Dr. Thomas Piketty hält Vortrag an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Anlässlich der Übersetzung seines Buches „Le capital au XXIe siècle“ ins Deutsche kommt Prof. Dr. Thomas Piketty an die Goethe-Universität. Der Forschungsdirektor an der EHESS Paris und Professor an der Paris School of Economics wurde bekannt durch seine kritischen Reflektionen über die Beziehung zwischen Kapital und Einkommen und die Auswirkungen auf Wohlstand und Wachstum. Der Vortrag ist der Auftakt zur neuen Reihe „EuropaDialoge/Dialogues d’Europe“, konzipiert vom Forschungskolleg Humanwissenschaften (Bad Homburg) der Goethe Universität und dem Institut français d’histoire en Allemagne in Frankfurt.

„Capital in the 21st Century“ – Vortrag von Prof. Thomas Piketty.
Freitag, 10. Oktober, 14-16 Uhr. Hörsaal 2, Campus Westend,
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main.

Eintritt ist frei. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Das Grußwort spricht Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität, gefolgt von S. E. Monsieur Philippe Étienne, französischer Botschafter in Deutschland. Die Begrüßung übernehmen Prof. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, Vizepräsident der Goethe-Universität und Vorsitzender des Direktoriums und Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften der Goethe-Universität, und Prof. Dr. Pierre Monnet, Forschungsdirektor an der EHESS, Paris und Leiter des Institut français d’histoire en Allemagne an der Goethe-Universität. Die anschließende Diskussion wird Prof. Dr. Dres. h.c. Bertram Schefold, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität, moderieren.

Eine Veranstaltung des Forschungskollegs Humanwissenschaften der Goethe-Universität und des Instituts français d’histoire en Allemagne in Zusammenarbeit mit dem Verlag C.H.Beck und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt e.V..

www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

www.ifha.fr

Kontakt für Presseanfragen: Katrin Dähn, Verlag C. H. Beck,. Tel. (089) 3 81 89 – 405; katrin.daehn@beck.de

Sonstige

Okt 1 2014
12:11

Straßen und Plätze auf dem Campus Westend erhalten erstmals Namen/Verlegung des Adorno-Platzes auf den Campus Westend beschlossen

Ortsbeirat billigt universitäres Gesamtkonzept

FRANKFURT. Mit großer Mehrheit hat der Ortsbeirat 2 in seiner Sitzung am 29. September 2014 dem Senatskonzept zur Neubenennung von Straßen und Plätzen auf dem Campus Westend nach Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Norbert Wollheim zugestimmt. Damit ist der Weg frei für eine Umsetzung noch in diesem Jahr. Der Senat der Goethe-Universität hatte in seiner Sitzung vom 23. Juli ein Gesamtkonzept vorgelegt und mit deutlicher Mehrheit gebilligt, das derzeit folgende Straßen und Plätze umfasst: 

* Der zentrale Universitätsplatz zwischen Casinoanbau und Hörsaalzentrum wird künftig Theodor-W.-Adorno-Platz genannt.

* Die heutige Lübecker Straße im Osten erhält den Namen Max-Horkheimer-Straße.

* Der Grüneburgplatz und dessen Zufahrtswege von Ost und West heißen künftig Norbert-Wollheim-Platz.

Der Ortsbeirat stimmte zugleich der Verlegung des Theodor W. Adorno-Platzes und des dort befindlichen Adorno-Schreibtisches von Bockenheim auf den Campus Westend zu.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl lobte den Beschluss: „Der Ortsbeirat und die Goethe-Universität sind damit ihre historischen Verantwortung gerecht geworden. Ich danke dem Ortsbeirat für dieses klare Signal der Unterstützung.“ Damit kann 13 Jahre nach der Übergabe des IG-Farben-Hauses sowie des umliegenden Areals an die Goethe-Universität ein aufeinander abgestimmtes Konzept realisiert werden, das historische Persönlichkeiten der Goethe-Universität sowie ein prominentes Opfer des IG-Farben-Konzerns würdigt.“

Zudem sei so erstmals eine eindeutige Zuordnung von Gebäuden auf dem Campus möglich. Mit der Benennung erhalten diese Adressen, die sich am Namen des jeweiligen Platzes oder der Straße orientieren. Eine einheitliche Campus-Adresse sei aufgrund der immer komplexer werdenden Bebauungsstruktur des Campus Westend nicht mehr praktikabel.

Zu den genannten Personen:

Theodor W. Adorno: 1903-1969, deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist; zählt zu den Hauptvertretern der Frankfurter Schule. 1921-34 Studium und Habilitation in Frankfurt/Tätigkeit als Privatdozent, 1934-45 Vertreibung und Exil in England und USA, 1953 Rückkehr nach Deutschland, bis 1969 Professor für Philosophie und Soziologie an der Goethe-Universität sowie einer der Direktoren des wiedereröffneten Frankfurter Instituts für Sozialforschung.

Max Horkheimer: 1895-1973, Sozialphilosoph, Hauptvertreter der Frankfurter Schule, ehemaliger Rektor; 1919-1922 Studium in München, Frankfurt und Freiburg, 1922 Promotion in Frankfurt bei Hans Cornelius, 1925 Habilitation, 1930 Ernennung zum Ordinarius für Sozialphilosophie an der Philosophischen Fakultät in Frankfurt sowie Ernennung zum Direktor des Instituts für Sozialforschung bis zu dessen Schließung durch die Nationalsozialisten. 1933 Emigration in die USA, 1949 Rückkehr auf den Doppellehrstuhl für Philosophie und Soziologie. 1950 Wiedereröffnung des Instituts für Sozialforschung unter seiner Leitung (mit Adorno als stellvertretendem Direktor), 1951 Wahl zum Rektor der Goethe-Universität

Norbert Wollheim: 1913-1998 war Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, ehemaliges Direktoriums-Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland. 1943 Deportation nach Auschwitz; Zwangsarbeit für die I.G. Farben, 1945 erfolgreiche Flucht auf dem Todesmarsch, einziger Überlebender seiner Familie. Die 1950 eingereichte Klage gegen die I.G. Farben auf Entschädigung für geleistete Zwangsarbeit war das erste Musterverfahren in der deutschen Nachkriegszeit.