​​​​​​Pressemitteilungen ​​​ – Mai 2015

Veranstaltungen

Mai 4 2015
13:23

Esoterische und parawissenschaftliche Theorien auf dem kritischen Prüfstand – Interessierte Öffentlichkeit willkommen

Gurus, Geister, Galileo. Die „SkepKon 2015“ zu Gast am Campus Westend

FRANKFURT. Zur „SkepKon“, Jahreskonferenz der „Skeptiker“, treffen sich vom 14. bis 16. Mai die Mitglieder der Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) auf dem Campus Westend. Auf der Veranstaltung stellen Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachbereiche esoterische und parawissenschaftliche Theorien auf den kritischen Prüfstand. Während der Eröffnungstag am 14. Mai für alle Neugierigen gedacht ist, richten sich die Vorträge am 15. und 16. Mai eher an fachlich Interessierte.

Dr. Stephanie Dreyfürst, Leiterin des Schreibzentrums der Goethe-Universität und gleichzeitig Vorstandsmitglied der GWUP, freut sich auf das „Heimspiel“ am Frankfurter Campus Westend. Sie wird in ihrem Vortrag auf der SkepKon der Frage nachgehen, warum Wissenschaftler wie Galileo oder Einstein wie Heilige oder Popstars verehrt wurden und werden. Neben diesem eher kulturwissenschaftlichen Blick auf Wissenschaft(ler) kommen auch andere Disziplinen nicht zu kurz: Die Biologin Bettina Wurche wirft am Eröffnungstag einen Blick in die (nicht ganz) extra-terrestrische Fauna des Star Wars-Universums, der selbsternannte „Guru“ Lorenz Meyer erklärt, wie er auszog, der Welt Sheng Fui zu bringen. Und Deutschlands bekanntester Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke führt in die Geheimnisse ungeklärter Todesfälle ein, bevor am Abend des Eröffnungstags die englische Bloggerin Hayley Stevens aus ihrem Dasein als ehemalige Geisterjägerin berichtet.

Mit großer Spannung erwartet wird auch der Vortrag von Dr. David Bardens, der über seinen gerade erkämpften „Sieg“ im so genannten Masernprozess berichten wird. Daneben stehen am Freitag und Samstag die Versprechungen der Beauty-Hersteller im Fokus (Claudia Courts), das esoterische Erziehungskonzept der Maria Montessori (Marc Fabian Buck) sowie Esoterik in der Unternehmensberatung (Dr. Holm Hümmler) – ein Thema, über das sich in „Mainhattan“ trefflich diskutieren lässt. Dass die Skeptiker sich auch in die vermeintlich dunkelsten Ecken wagen, beweist der Vortrag von Lydia Benecke, Kriminalpsychologin, die in ihrem Vortrag „Teufelswerk oder Hexenjagd“ untersucht, was es mit den angeblichen Satanistenmorden der „Schwarzen Szene“ wirklich auf sich hat.

Die GWUP ist eine Gesellschaft zur kritischen Aufklärung und im Sinne des Verbraucherschutzes. In dem 1987 gegründeten gemeinnützigen Verein mit Sitz in Roßdorf bei Darmstadt sind über 1300 Wissenschaftler und interessierte Laien organisiert. Die GWUP klärt die Öffentlichkeit über para- und pseudowissenschaftliche Behauptungen auf Basis des aktuellen Wissensstandes auf. Im deutschsprachigen Raum ist sie die zentrale Informationsstelle für Behörden, Medien und alle anderen Anfragenden. Die GWUP fordert einen besseren Schutz der Gesellschaft vor unseriösen Anbietern, insbesondere im medizinischen und therapeutischen Bereich.

Tagungsort ist das IG Farben-Haus, Campus Westend der Goethe-Universität. Der Eintritt fürs Nachmittags- und Abendprogramm am Donnerstag (14. Mai), kostet jeweils 5 Euro, die Tageskarte 8 Euro. Tickets für die gesamte Konferenz sind ab 70 Euro erhältlich. Studierende der Goethe-Universität erhalten bei Vorlage ihres Studierendenausweises einen Sonderrabatt: Wer an allen drei Tagen an der Konferenz teilnehmen möchte, zahlt 50 Euro, wer Mitglied der GWUP wird, nur 35 Euro. Studierende anderer Unis können ab 15 Teilnehmern einen Gruppenrabatt bekommen und zahlen dann ebenfalls nur 35 Euro.

Informationen: Dr. Stephanie Dreyfürst, Schreibzentrum der Goethe-Universität, dreyfuerst@lingua.uni-frankfurt.de; Dr. Martin Mahner, Tel. 06154-695023; Inge Hüsgen, Tel. 06154-695024; presse@gwup.org;Programm unter; www.skepkon.org

Anmeldung unter skepkon.org; Anmeldung für Studierende bei Dr. Stephanie Dreyfürst unter dreyfuerst@lingua.uni-frankfurt.de (Kopie des Studienausweises bitte per Mail mitschicken).

Veranstaltungen

Mai 4 2015
12:54

Lektorat Niederländisch der Goethe-Universität lädt zu Lesungen

Bildromane und Poesie aus den Niederlanden

FRANKFURT. Es ist noch eine Weile hin bis zur Buchmesse 2016, deren Ehrengäste die Niederlande und Flandern sein werden. Einen Vorgeschmack auf die niederländischsprachige Literatur bietet schon jetzt das Lektorat Niederländisch der Goethe-Universität: An drei Abenden im Mai werden die Literaturgattungen Graphic Novel und Poesie erlebbar.

Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung, die am 7. Mai um 19 Uhr am Campus Westend stattfindet, stehen Judith Vanistendael aus Flandern und Typex (Pseudonym für Raymond Koot) aus Amsterdam, deren Werke deutlich machen, dass die Graphic Novel durchaus geeignet ist für ernste Themen. In ihrem Bildroman „Als David seine Stimme verlor“ erzählt Vanistendael von einer todbringenden Krebserkrankung. In ausdrucksstarken Aquarellbildern zeigt die belgische Künstlerin, wie die einzelnen Familienmitglieder und auch der Kranke selbst mit dem Schicksal umgehen. Die Künstlerbiographie „Rembrandt“ des Niederländers Typex holt den wohl berühmtesten niederländischen Maler Rembrandt van Rijn ins 21. Jahrhundert und zeigt den Künstler von seiner menschlichen Seite. Das Buch, das leider noch nicht in deutscher Sprache vorliegt, erntete viel positive Kritik. Die vollkommene Einheit von Erzähltem und bildlich anspruchsvoller Darstellung in den Graphic Novels dieser beiden renommierten Illustratoren verspricht einen spannenden Abend. Die Veranstaltung ist zweisprachig, Auszüge aus den Werken werden mit Beamer an die Wand projiziert.

Zum „Treffen der Nationaldichter“ kommt es am Donnerstag, 21. Mai: Charles Ducal aus Flandern und Anne Vegter aus den Niederlanden wurden in ihrem jeweiligen Heimatland zum „Dichter des Vaterlands“ gekürt. Diesen Titel gibt es in den Niederlanden seit dem Jahre 2000, in Belgien seit 2014. Die Geehrten haben die Aufgabe, zu wichtigen Ereignissen im Land Gedichte zu schreiben. Ducal und Vegter werden aus ihren „nationalen“ Gedichten auf Niederländisch und auf Deutsch vorlesen. Sie werden über ihr Amt und dessen Ausfüllung sowie über die Entstehungsgeschichte der nationalen Gedichte erzählen. Der Abend wird ebenfalls zweisprachig sein. Im Anschluss bietet die Generaldirektion der Regierung Flanderns in Berlin einen Empfang an.

Auch der Auftaktabend zum dreitägigen 8. Europäischen Poesiefestival Frankfurt am darauffolgenden Tag präsentiert zwei niederländischsprachige Poeten: Willem van Toorn (Niederlande) und Miriam Van hee (Belgien) werden ebenso wie Franco Buffoni (Italien) und Barbara Zeizinger (Deutschland) aus ihren Werken vortragen. Anschließend findet eine Diskussion statt zum Thema: „Europa heute. Wie die Dichter es empfinden“.

Graphic Novel: Lesung mit Judith Vanistendael und Typex, Donnerstag, 7. Mai 2015, 19 Uhr, PEG-Gebäude, Raum 1.G.135, Campus Westend

Treffen der Nationaldichter: Lesung mit Charles Ducal und Anne Vegter, Donnerstag, 21. Mai 2015, 19 Uhr, Raum 1.801, Casinogebäude, Campus Westend

Auftakt zum 8. Europäischen Poesiefestival: Lesung mit Willem van Toorn und Miram Van hee, Freitag, 22. Mai 2015, 19 Uhr, Raum 1.802,  Casinogebäude, Campus Westend

Bilder zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/55414632

Bildtexte:

1) Der Amsterdamer Illustrator Typex hat eine kongeniale Bildbiographie des Künstlers Rembrandt van Rijn geschaffen.

2) Eine beeindruckende Persönlichkeit: In seinem Bildroman „Oog & Blik“ hat Typex den Maler Rembrandt van Rijn ins 21. Jahrhundert geholt.

Forschung

Mai 4 2015
12:41

Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung lädt zu Diskussion und Vorträgen

Alternsforschung blickt über den Tellerrand einzelner Disziplinen

FRANKFURT. Das Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung der Goethe-Universität (FFIA) beleuchtet das Phänomen des Alterns aus ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Blickwinkeln. Dazu lädt das Forum am Donnerstag, 7. Mai zu zwei Vorträgen und einer Diskussion auf den Campus Westend.

„Herausforderungen und Nutzen interdisziplinärer Alternsforschung“ – unter diesem Titel stellt der Psychologe Manfred Diehl seine Beobachtungen und Reflektionen vor. Diehl lehrt und forscht an der Colorado State University in den USA. Er kommt ursprünglich aus Deutschland, hat in den USA viele Jahre selbst ein interdisziplinäres Zentrum für Alternsforschung geleitet und kennt die Herausforderungen der Forschung über den Tellerrand aus eigener Erfahrung. In seiner eigenen Tätigkeit geht er unter anderem der Frage nach, wie Menschen das Älterwerden überhaupt wahrnehmen und wie sie mit alltäglichen Belastungen im Alltag umgehen. Der Sozialwissenschaftler und ehemalige Altenpfleger Hermann Brandenburg, der den Lehrstuhl für Gerontologische Pflege an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar innehat, wird über das Thema Interdisziplinarität aus Sicht der Philosophie und Pflegewissenschaft sprechen. Antworten sowohl auf Fragen des gesunden und mobilen Alterns, als auch des Alterns mit Belastungen werden künftig im Zusammenspiel verschiedener Disziplinen gegeben werden. Nach den Vorträgen gibt es Gelegenheit zur Diskussion im Plenum. Die Veranstaltung findet am 7. Mai von 10 bis 12 Uhr in der Lobby des PA-Gebäudes auf dem Campus Westend statt (der Eintritt ist frei).

Im Anschluss an die Veranstaltung finden sich die Mitglieder des FFIA zur nichtöffentlichen konstituierenden Sitzung zusammen. Das Forum, das am 16. Oktober 2014 feierlich eröffnet wurde, bringt Wissenschaftler/-innen aus den Fachbereichen Rechtswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie und Sportwissenschaften, Geographie und Medizin zusammen. Sie alle haben in ihrer Forschung mit Phänomenen des Alterns zu tun. Ziel des Forums ist es, neuartigen interdisziplinären Projekten zum Durchbruch zu verhelfen, den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Promotionsstipendien gezielt zu fördern und Frankfurt als Standort für die Alternsforschung sichtbarer zu machen. Sprecher der Initiativgruppe ist Prof. Dr. Frank Oswald. Das Besondere an der Frankfurter Alternsforschung ist die Verknüpfung von lebens-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven mit dem Ziel der Förderung und Erhaltung von Lebensqualität. Inhaltlich geht es bisher beispielsweise um Wohnen im Quartier, Gesundheitskompetenz, Mobilität und Klimawandel, Kommunikation und Kunsterleben bei Demenz, Chancen und Grenzen von Robotik, oder um die Vermeidung von Risiken in der häuslichen Pflege. Altern wird dabei nicht als Defizit oder Krankheit betrachtet, sondern als normaler Abschnitt unseres Lebens. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich das Leben im Alternsverlauf gestalten und meistern lässt, was also Individuen und Gesellschaft lernen und leisten müssen, um erfolgreich, zufrieden und würdevoll zu altern.

Informationen: Professor Dr. Frank Oswald, Telefon +49 (0)69  798 36398, E-Mail: oswald@em.uni-frankfurt.de