​​​​​Pressemitteilungen ​ – Juli 2012

Personalia/Preise

Jul 30 2012
09:30

Vier Athleten der deutschen Olympiamannschaft studieren in Frankfurt, Hammerwerferin Betty Heidler ist die große Medaillenhoffnung

Olympia 2012: Goethe-Studierende nehmen Medaillen ins Visier

FRANKFURT. Die Spannung steigt: Am 28. Juli starten die Olympischen Sommerspiele 2012 in London. An der Goethe Universität verfolgt man das Großereignis mit besonderem Interesse, sind doch vier Mitglieder des deutschen Teams, darunter drei Leichtathleten, Studierende der Hochschule. Mit Hammerwerferin und Weltrekordhalterin Betty Heidler, Hürdenläuferin Christiane Klopsch, Schwimmer Jan-Philipp Glania und Staffel-Läufer Niklas Zender fahren Top-Athleten nach London. Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl freut sich über die Teilnahme der Goethe-Studierenden an dem größten Sportfest der Welt: „Wir sind stolz, dass sich Studierende unserer Hochschule unter den Augen der Weltöffentlichkeit im sportlichen Wettkampf messen dürfen. Ich drücke unseren Athleten natürlich die Daumen für ihre Wettbewerbe.“

Betty Heidler zählt zu den großen Medaillenhoffnungen der deutschen Olympiamannschaft. Sie hält den aktuellen Weltrekord im Hammerwurf, wurde 2010 Europameisterin und 2007 Weltmeisterin in ihrer Disziplin. Die Polizeihauptmeisterin, die bei der LG Eintracht Frankfurt trainiert, studiert Jura in Frankfurt.

Christiane Klopsch tritt in 400 Meter Hürden an, wurde in ihrer Disziplin unter anderem schon Deutsche Meisterin. Klopsch studiert Germanistik und Kunstgeschichte an der Goethe-Universität.

Jan-Philipp Glanias Studienfach ist die Zahnmedizin. Der Weltklasseschwimmer tritt in London in 100 und 200 Meter Rücken und 4 x 100 Meter Lagen an. Glania ist Deutscher Meister über 200 Meter Rücken und belegt in der aktuellen Weltjahresbestenliste Platz 2.

Der Vierte im Bunde ist Niklas Zender, der in Frankfurt Medizin studiert und wie Betty Heidler bei der LG Eintracht Frankfurt trainiert. Zender tritt in seiner Spezialdisziplin, der 4x400-Meter-Staffel der Männer, an. Bei den Europameisterschaften in Helsinki gewann er mit der Staffel Bronze.

Forschung

Jul 24 2012
12:22

Leserbefragung im Rahmen einer Studie des Instituts für Sportwissenschaften der Goethe-Universität

Was bedeutet uns der Medaillenspiegel?

FRANKFURT. Die Fußball-Euphorie ist kaum verklungen, schon steht das nächste sportliche Großereignis bevor: Ab dem 28. Juli geht es in London um olympische Medaillen, und wieder werden Millionen von Deutschen die Wettkämpfe ihrer Sportlerinnen und Sportlern verfolgen. Das Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität und das Europäische Institut für Sozioökonomie e.V. führen aus diesem Anlass eine Online-Befragung durch, in der die Einstellungen der Bevölkerung zur Bedeutung des Medaillenspiegels, zur staatlichen Förderung der Athletinnen und Athleten, aber auch zu Doping und anderen Problemen des Leistungssports erhoben werden.

Wie kein anderer Bereich scheint der Sport eine Gelegenheit zu bieten, sich mit dem eigenen Land zu identifizieren und so vielleicht auch sozialen Zusammenhalt stiften zu können - zumindest erhofft sich dies die Politik. Sie erwartet von den olympischen Vertreterinnen und Vertretern des Landes, durch ihre Leistungen das Wir-Gefühl zuhause zu stärken, aber auch ein positives Bild der Bundesrepublik im Ausland zu vermitteln und eine Vorbildfunktion, insbesondere für die jüngere Bevölkerung, zu erfüllen.

Mit diesen Zielen wird begründet, dass der Staat jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag an Fördergeldern für den Leistungssport aufwendet. Entsprechend werden sportpolitische Strategien entworfen, wie mit dem gegebenen Budget der maximale Medaillenertrag zu erzielen ist. Aber lässt sich mit diesem Ziel auch noch der Anspruch vereinbaren, dass der olympische Sport auch sauber, fair und vorbildlich sein soll? Oder bewirkt man, wie Kritiker meinen, gerade das Gegenteil: dopende, rücksichtslose, professionelle Staats-Sportler, mit denen man sich nicht mehr identifizieren kann?

Zu diesen Fragen führen das Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität, Frankfurt/Main, und das Europäische Institut für Sozioökonomie e.V., Saarbrücken, eine wissenschaftliche Untersuchung durch. Alle Leserinnen und Leser sind herzlich eingeladen, durch ihre Teilnahme die Untersuchung zu unterstützen. Die Daten werden ausschließlich zum Forschungszweck der Studie verwendet und selbstverständlich vertraulich behandelt. Die Befragung findet man unter www.soscisurvey.de/medaillenspiegel.

Informationen: Dr. Jan Haut, Institut für Sportwissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt, Ginnheimer Landstr. 39, 60487 Frankfurt, Tel. (069) 798- 24563, haut@sport.uni-frankfurt.de

Hochschulpolitische Themen

Jul 20 2012
16:04

Goethe-Universität Frankfurt und die Santander Bank unterzeichnen Abkommen für eine Zusammenarbeit. Ziel ist der Aufbau eines „Welcome Centers“ für internationale Wissenschaftler sowie die finanzielle Unterstützung des Instituts für Romanische Sprachen

Goethe-Universität baut mit Unterstützung von Santander „Welcome Center“ für internationale Wissenschaftler

FRANKFURT. Die Santander Bank, eine Zweigniederlassung der Santander Consumer Bank AG, und die Goethe-Universität Frankfurt haben am heutigen Freitag ein Abkommen über eine künftige Zusammenarbeit geschlossen. Ziel der Kooperation ist der Aufbau eines „Welcome Centers“ für internationale Wissenschaftler sowie die Schaffung einer Stelle für Didaktik des Spanischen im Institut für Romanische Sprachen und Literaturen im Fachbereich Neuere Philologien. Außerdem wird Santander jährlich 20 Deutschlandstipendien für Studenten der Goethe-Universität zur Verfügung stellen.

Santander unterstützt diese Projekte über den globalen Unternehmensbereich „Santander Universidades“. Im Rahmen des sozialen Engagements der Bank unterhält „Santander Universidades“ Partnerschaften mit mehr als 1.020 akademischen Institutionen in 17 Ländern weltweit. Die Goethe-Universität Frankfurt ist nach der Universität Heidelberg und der Universität zu Köln die dritte deutsche Universität, die dem Kreis der „Santander Universitäten“ beitritt. Bis zum Ende des Jahres 2013 werden Vereinbarungen mit neun weiteren Top-Universitäten in Deutschland angestrebt.

Das Abkommen wurde von Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt, und Emilio Botín, Chairman von Banco Santander, unterzeichnet. An der feierlichen Vertragsunterzeichnung nahmen ebenfalls Ulrich Leuschner, Vorstandsvorsitzender der Santander Consumer Bank, sowie Pedro de Elejabeitia, Generalbevollmächtigter der Santander Consumer Bank, zuständig für das Retailgeschäft Santander Bank, teil.

Die Kooperationsvereinbarung sieht den Aufbau eines „Welcome Centers“ für internationale Wissenschaftler vor. An der Goethe-Universität Frankfurt sind jährlich circa 800 Personen aus dem Ausland zu Gast, größtenteils Gastwissenschaftler und neu berufene Professoren. Innerhalb von drei Jahren soll sich das neue „Welcome Center“ als eine feste Anlaufstelle für diese internationalen Gäste etablieren, das den ausländischen Akademikern das Einleben in die Universitätsstadt Frankfurt und speziell den Zugang zur Goethe-Universität erleichtern wird. Ebenfalls fördert die Santander Bank die Einrichtung einer zusätzlichen halben Stelle (E 13, Hochdeputat) für Didaktik des Spanischen im Institut für Romanische Sprachen und Literaturen im Fachbereich Neuere Philologien. Ziel ist es, der gesteigerten Nachfrage in der Lehramtsausbildung im Fach Spanisch Rechnung zu tragen und Umfang sowie Qualität der Lehre in diesem Bereich zu verbessern.

Zusätzlich wird Santander jährlich 20 Deutschlandstipendien zur Verfügung stellen. Das Deutschlandstipendium ist eine Initiative der Bundesregierung. Begabte Studenten erhalten eine Unterstützung von monatlich 300 Euro, die Hälfte des Geldes stellt ein privater Träger – in diesem Fall Santander – zur Verfügung, die andere Hälfte der Bund.

Kontakt: Alicia Santa Maria, Communications, Tel. 02161- 6905749, alicia.santamaria@santander.de

Bildmaterial zur Veranstaltung können Sie hier downloaden (9MB).

Forschung

Jul 18 2012
16:02

Simulationssystem prognostiziert Spritverbrauch und Abgase

Bessere Luft durch klug regulierten Verkehr

FRANKFURT. Wie würde sich die Luftqualität in Frankfurt durch den Bau des Riederwaldtunnels ändern? Wie beeinflussen Tempolimits auf der Autobahn den Spritverbrauch? Diese Fragen lassen sich mithilfe eines neuartigen Verkehrssimulationssystems beantworten, das derzeit von Informatikern der Goethe-Universität entwickelt wird. Das System MAINS²IM kann aus Straßenkarten vollautomatisch eine Simulationsumgebung generieren, in der nicht nur Autos, sondern auch Fahrräder und Fußgänger berücksichtigt werden. Dabei wird das Verhalten jedes Verkehrsteilnehmers individuell simuliert.

„Unsere Fallstudien zeigen, welchen Einfluss Höhenunterschiede und der nicht-motorisierte Verkehr auf den Kraftstoffverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß haben“, erklärt Jörg Dallmeyer, der MAINS²IM im Rahmen seiner Doktorarbeit am Institut für Informatik der Goethe-Universität bei Prof. Ingo Timm entwickelt. Der Student Carsten Taubert erweiterte das System in seiner Masterarbeit um ein Kraftstoffverbrauchsmodell. Die Nachwuchsforscher haben die Leistungsfähigkeit ihres Systems erprobt, in dem sie eine CO2-Landkarte der Stadt Hanau erstellten.

Da Emissionen nicht dort bleiben, wo sie freigesetzt werden, arbeitet Dallmeyer derzeit daran, MAINS²IM an eine Gas-Ausbreitungssimulation anzukoppeln. Dazu kooperieren er und sein Kollege Dr. Andreas Lattner mit Experten für Geoinformatik an der George Mason University in den Vereinigten Staaten. Ihr Ziel ist es, künftig den Einfluss des Wetters auf die Verteilung von CO2-Emissionen in Frankfurt zu ermitteln.

Die Fragestellungen, die mit dem neuen System untersucht werden können, sind vielfältig: „Wenn eine Gemeinde einen neuen Kindergarten bauen möchte und mehrere Bauplätzen zur Auswahl stehen, könnten wir herausfinden, wo die Belastungen durch Emissionen des Verkehrs am geringsten sind“, erläutert Dallmeyer. Interessant könnte das System auch für Automobilhersteller sein, die wissen möchten, welche Reichweite ein neues Elektroauto im simulierten Verkehr hätte.

Informationen: Jörg Dallmeyer, Institut für Informatik, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798-24634, dallmeyer@informatik.uni-frankfurt.de, www.mainsim.de

Personalia/Preise

Jul 17 2012
16:21

Mit Holger Gottschalk hat ein ausgewiesener Finanzexperte das Amt des Kanzlers übernommen

Goethe-Universität mit neuem Kanzler

FRANKFURT. Die Goethe-Universität hat einen neuen Kanzler. Holger Gottschalk hat zum 1. Juli das Amt des obersten Verwaltungschefs angetreten. Die Aufgaben sind dem Diplomkaufmann wohl vertraut. Denn bereits seit einem Jahr ist er dafür als ständiger Vertreter des Kanzlers gemeinsam mit dem Vizepräsidenten Prof. Rainer Klump zuständig. Aber auch darüber hinaus ist Gottschalk an der Goethe-Universität längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. So trat er vor mehr als zehn Jahren in die Verwaltung ein; zunächst als Controller, später als Koordinator Rechnungswesen und dann als Leiter der Finanzen.

Der Kanzler ist Mitglied des Präsidiums und leitet nach dessen Richtlinien die Hochschulverwaltung; er ist somit für Finanz-, Personal- und Rechtsangelegenheiten und die Studierendenadministration der Universität zuständig. An der autonomen Stiftungsuniversität, die über mehr Rechte als herkömmlich staatliche Hochschulen in Hessen verfügt, ist der Kanzler zudem Beauftragter sowohl für den Haushalt als auch für Tarifangelegenheiten und verantwortlich für das Liegenschafts- und Vermögensmanagement nach den Richtlinien des Präsidiums.

Aus einem mehrstufigen Auswahlverfahren war Gottschalk als bester Kandidat hervorgegangen. Der Präsident der Goethe-Universität, Professor Werner Müller-Esterl, holte daraufhin das Votum bei Senat und Hochschulrat ein; beide Gremien folgten seinem Vorschlag. „Mit Herrn Gottschalk ist ein ausgewiesener Verwaltungsfachmann und echter Kenner der Goethe-Universität zum Kanzler bestellt worden. Nun gilt es, gemeinsam die großen Aufgaben anzupacken. Dazu wünsche ich ihm viel Glück und eine sichere Hand!“

“Das Amt bedeutet eine große Verantwortung für die Universität als Ganzes. Diese nehme ich gerne an und freue mich, die Entwicklung der Goethe-Universität unterstützen und gestalten zu können“, sagte Gottschalk, der an der Goethe-Universität auch studiert hat. Der neue Kanzler steht für ein modernes und effizientes Hochschulmanagement. „Das bedeutet als Verwaltung Instrumente für die Steuerung der Hochschule sowie passgenauen Service für Wissenschaftler, Fachbereiche und Studierende anzubieten“, erläutert Gottschalk. Schwerpunkte will Gottschalk er auch bei der Attraktivität der Goethe-Universität als Arbeitgeber setzen: „Dazu gehören beispielsweise Familienfreundlichkeit und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten.“ Nur mit zufriedenen Mitarbeitern könne die Universität Bestes in Forschung und Lehre leisten.

Die Goethe-Universität sei in den letzten zehn Jahren zu den forschungsstärksten Universitäten Deutschlands aufgestiegen und verfüge über ein sehr hohes Drittmittelvolumen. „Darauf können wir sehr stolz sein“, so Gottschalk. Eine große Herausforderung sieht er in dem Studierendenzuwachs der nächsten Jahre und betont: „Hier haben wir die Verpflichtung, jungen Menschen trotz teils schwieriger Bedingungen gute Studienbedingungen zu bieten.“ Für die kommenden Jahre rechnet Gottschalk mit knapper werdenden öffentlichen Mitteln. „Wir müssen daher sparsam und strategisch klug mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen. Zusätzlich zur Reduzierung von Kosten setzen wir auf eine Verbreiterung der Einnahmenbasis etwa durch das Einwerben privater Stiftungsmittel“, erklärt er und bekräftigt die Bedeutung konsolidierter Finanzen. Strategische Ziele und finanzieller Rahmen müssten, so Gottschalk, in Einklang gebracht werden; dies bedeute auch, Schwerpunkte in Forschung und Lehre zu hinterfragen. Ein Weg den man zusammen mit den Fachbereichen gehen werde. Um gemeinsame Wege geht es ihm auch in der Beziehung zwischen der Universität und der Stadt Frankfurt sowie der Region. „Es ist wichtig, dass wir als Universität gesellschaftliche Themen aufgreifen und etwas an die Bürger zurückgeben.“

Das komplette Interview mit Holger Gottschalk im UniReport kann hier nachgelesen werden (PDF-Download).

Kurz-Vita Holger Gottschalk:

  • Seit Juli 2012 Kanzler der Goethe-Universität
  • 2011 bis 2012 ständiger Vertreter des Kanzlers
  • 2007 bis 2011 Leiter Finanzen
  • 2005 bis 2007 Koordinator Rechungswesen
  • 2004 bis 2005 Stellvertretender Leiter Controlling
  • 2001 bis 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Goethe-Universität
  • 1994 bis 2001 Studium BWL an der Goethe-Universität
  • Geboren Kelkheim/Taunus 1970

Weitere Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn,  Leiter Marketing und Kommunikation, Tel. (69) 798-23935, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de, www.muk.uni-frankfurt.de

Hochschulpolitische Themen

Jul 13 2012
14:40

Goethe-Universität baut ihre strategische Partnerschaft mit der University of Toronto aus

Vielfalt als Stärke

FRANKFURT. „Vielfalt ist unsere Stärke“ – so lautet das Motto Torontos, Frankfurts kanadischer Partnerstadt. Die boomende Metropole am Ontariosee, in der die Hälfte der Einwohner nicht in Kanada geboren wurde, gilt weltweit als Vorbild für die erfolgreiche Integration von Migranten aus aller Welt. Toronto ist auch der Sitz von Kanadas größter und bester Universität, die zu den weltweit führenden Forschungsuniversitäten zählt. Vor drei Jahren begann die Frankfurter Goethe-Universität eine institutionalisierte Zusammenarbeit mit der University of Toronto, in  die inzwischen zahlreiche Fächer und Fakultäten einbezogen werden konnten. 

Ende Juni besuchte eine Delegation der Goethe-Universität unter Leitung von Vizepräsident Prof. Dr. Rainer Klump die University of Toronto, um an einem hochrangig besetzten Workshop teilzunehmen, der den institutionellen Bedingungen erfolgreicher Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt, ins Erziehungssystem, in soziale und kulturelle Netzwerke gewidmet war. Da an der Goethe-Universität demnächst mit Unterstützung der Hertie-Stiftung ein neues interdisziplinäres Institut für Migrations- und Integrationsforschung eingerichtet wird, stieß das Thema des Workshops in Toronto auf besonders großes Interesse.

Am Rande des Workshops konnte Vizepräsident Klump ein umfassendes Kooperationsabkommen  zwischen der Goethe-Universität und der University of Toronto unterzeichnen, das den bilateralen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern regelt. Für die Goethe-Universität ist, wie Klump betonte, „der weitere Ausbau der Kooperation mit der University of Toronto auf allen Ebenen von Forschung, Lehre und Verwaltung ein zentraler Baustein unserer Internationalisierungsstrategie. Gerade Toronto zeigt, wie sinnvoll eine Verzahnung der städtischen und der universitären Partnerschaften ist.“

In ähnlicher Weise hat die Goethe-Universität in den letzten Jahren  auch ihre Kooperationen  mit den Universitäten in Tel Aviv, Birmingham und Prag weiter ausgebaut, sowie neue Kontakte zu den Universitäten in Lyon, Krakau und Guanghzou geknüpft. Die Goethe-Universität plant für ihr Jubiläumsjahr 2014 ein Treffen mit Vertretern aller ihrer strategischen internationalen Partner. Auch dabei wird die Partnerschaft mit der University of Toronto und das Themenfeld Migration-Integration-Diversität mit Sicherheit wieder eine herausragende Rolle spielen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Rainer Klump, Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt, Tel. (069) 798 22242, E-Mail: laig@pvw.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Jul 12 2012
17:30

Judaistin, Jurist und Mathematiker sind die Preisträger 2012

1822-Universitätspreis für exzellente Lehre

FRANKFURT. Zum elften Mal ist am Donnerstag der „1822-Universitätspreis für exzellente Lehre“ an der Goethe-Universität verliehen worden. Preisträger sind in diesem Jahr die Judaistin Dr. Annelies Kuyt (1. Preis: 15.000 Euro), der Jurist Dr. Timo Tohidipur (2. Preis: 10.000 Euro) und der Mathematiker Prof. Dr. Anton Wakolbinger (3. Preis: 5.000 Euro).

Der von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse getragene „1822-Universitätspreis für exzellente Lehre“, der seit 2002 jährlich gemeinsam mit der Universität vergeben wird und den die Studierenden durch ihr Vorschlagsrecht maßgeblich mitgestalten, schenkt der grundständigen Lehre besondere Bedeutung, die Preisträger müssen hier besonders engagiert sein. Seine Vergabe wird von Lehrenden wie Lernenden gleichermaßen aufmerksam verfolgt. „Der Preis ist längst eine Institution und eine wertvolle Initiative, die Bedeutung und Wahrnehmung der Lehre in und außerhalb der Universität zu stärken“, betont der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl. Dies unterstrich auch Herbert Hans Grüntker, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Frankfurter Sparkasse: “Mit der Vergabe des 1822-Universitätspreises wollen wir die Bedeutung der Lehre hervorheben, die an einer Hochschule naturgemäß immer ein wenig im Schatten der Forschung steht. Dass uns dies gelingt, zeigt das Engagement, mit dem Studentinnen und Studenten alljährlich für die von Ihnen nominierten Professoren eintreten und wie überzeugend sie für ihre Favoriten plädieren.“

In diesem Jahr hatte die Jury die Qual der Wahl, ihre Entscheidung aus 16 Vorschlägen zu treffen. Aus diesen wählte eine Kommission, bestehend aus Studierenden, Professoren und Mitarbeitern der Universität sowie eines Vertreters der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, die Preisträger aus. Der Vorsitzende der Kommission, Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, lobt: „Gute Lehre lebt von dem Engagement des Einzelnen; Studierende spüren sofort, wem die Lehre eine Herzensangelegenheit ist und wem es gelingt, Begeisterung für das Fach zu wecken.“ 

Die Qualität der Lehre ist in Zeiten dramatisch steigender Studierendenzahlen von entscheidender Bedeutung. Als Indikator für die Attraktivität einer Universität gewinnt sie immer mehr an Gewicht. Bereits im letzten Jahr ist es der Goethe-Universität im Rahmen des Qualitätspakts Lehre mit dem Programm „Starker Start ins Studium“ gelungen, hier deutliche Akzente zu setzen. Das mit rund 21 Mio. Euro dotierte Programm zielt auf eine systematische Verstärkung der Studieneingangsphase.

Zu den Preisträgern:

Dr. Annelies Kuyt (Fachbereich 9 – Sprach- und Kulturwissenschaften): Die Judaistin mit dem Forschungsschwerpunkt jüdische Mystik und jüdische Traumdeutung unterrichtet an der Goethe-Universität u.a. Neu-Hebräisch und Bibel-Hebräisch. Damit Hebräisch nicht nur eine biblische Sprache für die Studierenden bleibt, hat Frau Dr. Kuyt umfangreiche eLearning-Lehrformate entwickelt. Neben dem Spracherwerb führt  Frau Dr. Kuyt ihre Studierenden mit Hilfe sogenannter „Screencasts“  in das wissenschaftliche Arbeiten mit Originalquellen ein. Besonders beeindruckte die Jury der Einsatz von Frau Kuyt für das Institut für Judaistik, dessen Interimsleitung sie fast vier Jahre innehatte. Für dieses Engagement und die kreative Vermittlung des Hebräischen wurde Frau Kuyt mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Dr. Timo Tohidipur (Fachbereich 01 – Rechtswissenschaft): Zum ersten Mal in der Geschichte des 1822-Universitätspreises wird mit Dr. Tohidipur ein Jurist für sein Engagement in der Lehre ausgezeichnet. Dr. Tohidipur arbeitet derzeit an einer  Habilitationsschrift zur „Staatsverfassung im Islam“ (AT). Doch profitieren  seine Studierenden nicht nur von diesem  Thema, sondern auch von seiner Auseinandersetzung mit Menschen-, Sicherheits- und Migrationsverwaltungsrecht, das er lebhaft zu vermitteln weiß. Besonders  hervorzuheben ist sein Einsatz für eine Internationalisierung des Jurastudiums: Neben seiner Lehre in Frankfurt lehrt Dr. Tohidipur regelmäßig bei Summer Schools im europäischen Ausland und setzt sich dafür ein, dass Studierende Auslandserfahrungen während ihres Studiums sammeln. Für seinen Einsatz und sein Engagement wird Herrn Dr. Tohidipur der 2. Preis verliehen.

Prof. Dr. Anton Wakolbinger (Fachbereich 12 – Informatik und Mathematik):  Anton Wakolbinger, Professor der Mathematik,  wurde, und das ist eine Besonderheit, von den Studierenden der Informatik vorgeschlagen – was nicht nur für seine mitreißende Lehre im Pflichtcurriculum spricht, sondern auch sein Engagement als Studiendekan des Fachbereichs 12 honoriert. In den letzten beiden Jahren hat er sich für die Belange beider Fächer eingesetzt und war für alle Studierenden seines Fachbereichs geschätzter Ansprechpartner. Besondere Verdienste hat sich Professor Wakolbinger mit dem  Aufbau eines Lernzentrums Mathematik erworben, in dem die Studierenden Arbeitsmaterialien, immer aber auch Ansprechpartner finden, die zur Beratung zur Verfügung stehen. Im Juli wird  Professor Wakolbinger das Amt des Studiendekans an einen Nachfolger übergeben; die Auszeichnung ist somit nicht nur ein Dank für besondere Lehrleistung, sondern auch für sein Engagement als Studiendekan.

Als Preisträgerinnen und Preisträger vorgeschlagen worden waren neben den Ausgezeichneten folgende Lehrende:

Prof. Dr. Volker Wieland, Fachbereich 02 - Wirtschaftswissenschaft
Dr. Michelle Becka, Fachbereich 07 - Katholische Theologie
Prof. Dr. Frank Bernstein, Fachbereich 08 – Philosophie und Geschichtswissenschaften
Prof. Dr. Lisette Gebhardt, Fachbereich 09 - Sprach- und Kulturwissenschaften
Prof. Dr. Georg Peez, Fachbereich 09 - Sprach- und Kulturwissenschaften
Jesko Bender, FB 10 – Neuere Philologien
Anne Marlene Hastenplug, FB 10 – Neuere Philologien
Dr. Karsten Tolle, FB 12 – Informatik und Mathematik
Dr. Götz Olaf Munsionius und Sven Jarohs, FB 12 – Informatik und Mathematik;
Dr. Georg Wille, FB 13 – Physik
Prof. Dr. Alexander Heckel, FB 14 - Biochemie, Chemie und Pharmazie
Dr. Bernd Sorg, FB 14 - Biochemie, Chemie und Pharmazie
Dr. Tobias Weberschock, Fachbereich 16 – Medizin.

Informationen: Dr. Kerstin Schulmeyer-Ahl, Stabsstelle Lehre und Qualitätssicherung, Campus Bockenheim, Tel.: (069) 798-22431, Fax.: (069) 798-22599, schulmeyer@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jul 10 2012
16:53

Interdisziplinäre Tagung auf dem Campus Westend der Goethe-Universität

Theologische Orakel in der Spätantike

FRANKFURT. Zu den Charakteristika spätantiker Philosophie gehört das Interesse für inspirierte Texte. Neben Homer und weiteren Dichtern, die aus der Perspektive eines philosophischen Ansatzes interpretiert wurden, beschäftigten vor allem die Neuplatoniker theologische oder religiöse Dichtungen wie die Orphischen Hymnen. Andere Texte wurden als Orakel auf die Götter zurückgeführt und als deren direkte Mitteilung aufgefasst. Bei der internationalen Tagung „Theologische Orakel in der Spätantike“ befassen sich Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten vom 18. bis 21. Juli auf dem Campus Westend mit diesen Texten und setzen sich mit übergreifenden Fragen von Produktion, Verbreitung und Rezeption sowie der wechselseitigen Kontextualisierung auseinander.

„Häufig befassen sich diese Orakel mit Fragen zum Wesen Gottes oder der Götter und mit dem Wirken der Götter im Kosmos, so dass von theologischen Orakeln gesprochen werden kann“, erläutert Prof. Dr. Dr. Helmut Seng, Organisator der Tagung. Die verschieden Aspekte theologischer Orakel werden von Referenten aus den Bereichen der Klassischen Philologie, Religionsgeschichte, Theologie und Philosophie analysiert und aus dem Blickwinkel ihrer jeweiligen Disziplinen betrachtet Die Vorträge sind in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache, die Manuskripte werden zum Mitlesen ausgegeben. Interessierte Bürger sind als Gäste willkommen.

Informationen: Prof. Dr. Dr. Helmut Seng, Institut für klassische Philologie, Campus Westend, Helmut.Seng@em.uni-frankfurt.de, Tel.: (069) 798-32485, Raum 4.55; Programm unter: http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/klassphil/download/Theologische-Orakel-Programm-220512.pdf

Forschung

Jul 10 2012
16:05

Die beiden Wissenschaftsministerien bewilligen Fördergelder für bilaterale Kooperation in der Nachwuchsförderung

Deutsch-französischer Forschungsverbund „Europa als Herausforderung“

FRANKFURT. Die Goethe-Universität und das Institut Français d’Histoire en Allemagne (IFHA), das seit 2009 im alten Hauptgebäude der Universität ansässig ist und sich dem wissenschaftlichen Austausch zwischen deutschen und französischen Historikern widmet, setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort: Am 1. Oktober startet der zunächst auf fünf Jahre angelegte Forschungsverbund „Saisir l´Europe – Europa als Herausforderung“. Jetzt wurde die Fördergelder vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (2,3 Mio. Euro) und von seinem französischen Pendant, dem Ministère de l´Enseignement Supérieur et de la Recherche, bewilligt (zunächst in einer ersten Anzahlung voraussichtlich 580.000 Euro). Weitere Partner in Deutschland und Frankreich sind die Humboldt-Universität und das Centre Marc Bloch in Berlin sowie das Maison des Sciences de l’Homme, das Deutsche Historische Institut und das Centre Interdisciplinaire d’Etudes et de Recherche sur l’Allemagne (CIERA) in Paris.

Der Forschungsverbund bildet die Basis für kooperative, deutsch-französische und europäische Forschungsprojekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Er verfolgt besonders den Aufbau eines föderativen wissenschaftlichen Netzwerks für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein wesentliches Ziel des Forschungsnetzwerkes ist es, eine neue Generation von jungen Forschern beider Länder zu fördern; dazu gehören drei Postdoktoranden und sechs Doktoranden auf deutscher Seite und jeweils die gleiche Zahl auf der französischen Seite. „Wirtschaftliche wie politische Krisenphänomene machen es erforderlich, Europa und seine Gesellschaften innerhalb dieses innovativen Rahmens neu zu denken: nicht als etwas Gegebenes, sondern als eine Herausforderung für die Politik, für die Gesellschaft, aber auch für die Wissenschaft“, betont Prof. Dr. Pierre Monnet, Direktor des Institut Français d'Histoire en Allemagne in Frankfurt, der diesen Forschungsverbund initiiert hat.

Drei Teilprojekte sollen in interdisziplinärer und internationaler Kooperation in den nächsten fünf Jahren bearbeitet werden: Das erste widmet sich dem europäischen Sozialstaat und seinen ökonomischen und politischen Krisen. Im zweiten Projekt sollen Konzepte und Praktiken der nachhaltigen Entwicklung erforscht werden. Dabei geht es nicht nur um ökologische Aspekt und den Umweltschutz, sondern auch um die historische Perspektive. Das dritte Teilprojekt konzentriert sich auf aktuelle Gewaltprobleme europäischer Großstädte in Vergangenheit und Gegenwart. Das zweite Teilprojekt leiten Goethe-Universität und Institut Français d'Histoire en Allemagne gemeinsam.

Informationen: Prof. Dr. Dr. Mathias Lutz-Bachmann, Vize-Präsident der Goethe-Universität, lutz-bachmann@em.uni-frankfurt.de, Tel. (069) 798 22343; Prof. Dr. Pierre Monnet, Institut Français d'Histoire en Allemagne, pierre.monnet@institutfrancais.de, Tel. (069) 798 31900; Projektkoordination: Anne Seitz, Centre Marc Bloch Berlin, anne.seitz@cmb.hu-berlin.de

Veranstaltungen

Jul 10 2012
15:58

Im Rahmen der Frankfurter Universitätsmusik präsentieren Chor und Orchester einen „Abend in Wien“ und den „Lobgesang“

Semesterabschlusskonzerte an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Chor und Orchester der Goethe-Universität unter der Leitung von Helmut Bartel geben zum Semesterabschluss zwei Konzerte: Am 10. Juli steht „Ein Abend in Wien“ auf dem Programm; am 12. Juli wird die 2. Sinfonie „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn Bartholdy gegeben (Marina Unruh: Sopran; Aljoscha Lennert: Tenor). Die Konzerte finden statt 

am: Dienstag, 10. Juli, und Donnerstag, 12. Juli, jeweils um 20.00 Uhr
Ort: Aula der Universität
, Campus Bockenheim/Mertonstraße. Eintritt ist frei!

 Das Sinfonieorchester der Goethe-Universität - auch unter dem Namen Akademisches Orchester oder Collegium musicum bekannt - setzt sich nicht nur aus Studierenden aller Fachbereiche zusammen, es spielen auch Mitglieder des Lehrpersonals, Ehemalige und interessierte externe Musikerinnen und Musiker mit. Auch außerhalb der Universität hat sich das Ensemble inzwischen einen Namen gemacht.

Das Programm des Sinfonieorchesters ist breit gefächert und reicht vom Barock bis in die Moderne. Ein Schwergewicht liegt auf sinfonischen Werken und Solokonzerten. Aber es wurden auch Oratorien, Opern- oder Operettenauszüge einstudiert und gemeinsam mit dem Akademischen Chor der Universität aufgeführt.

Weitere Informationen: www.unimusik-frankfurt.de/4-0-Akademisches+Orchester.html

Veranstaltungen

Jul 9 2012
15:48

Medieneinladung zur Verleihung des „1822-Universitätspreises für exzellente Lehre“ am 12. Juli.

Ausgezeichnete Lehre

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stiftung der Frankfurter Sparkasse hat vor elf Jahren den „1822-Universitätspreis für exzellente Lehre“ gestiftet. Der Preis zeichnet jährlich Hochschullehrende der Goethe-Universität aus, die sich in besonderer Weise in der Lehre engagieren. Der Preis möchte die Bedeutung der universitären Lehre hervorheben und ihre Qualität an der Goethe-Universität auch bundesweit sichtbar machen. Das Vorschlagsrecht liegt allein bei den Studierenden.

Ich darf Sie im Namen des Stifters, der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, und des Präsidiums der Universität sehr herzlich zur diesjährigen Preisverleihung einladen,

am: Donnerstag, dem 12. Juli 2012, um 17.00 Uhr,
Ort:
Campus Westend, IG-Farben-Haus, Raum NG 1.741b  
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main.

Die drei mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preise werden von Herbert Hans Grüntker übergeben, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes der Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Das Grußwort hält Universitätspräsident  Prof. Werner Müller-Esterl. Die diesjährigen Preisträger, ausgezeichnete Hochschullehrer der vergangenen Jahre sowie Vertreter der Stiftung stehen für Gespräche zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um eine kurze Nachricht mit beigefügtem Antwort-Fax, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dirk Frank
Pressereferent

Veranstaltungen

Jul 6 2012
11:59

Auf der Akademischen Feier 2012 wurden bedeutende Preise an Jungwissenschaftler verliehen. Eingeladen hatten die Freunde und Förderer der Goethe-Universität

Herausragender Nachwuchs

FRANKFURT. Eine Feierstunde für herausragende Nachwuchswissenschaftler an der Goethe-Universität: Im Rahmen der Akademischen Feier 2012 wurde wieder eine Reihe von bedeutenden Preisen verliehen. Der Vorsitzende der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität, Prof. Wilhelm Bender, und Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl überreichten die Auszeichnungen für Forschungsvorhaben, herausragende Abschlussarbeiten und Dissertationen. Die Akademische Feier der Freunde und Förderer ist einer der wichtigsten inneruniversitären Veranstaltungen für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung.

Der von Dr. Hans Messer gestiftete Adolf Messer-Stiftungspreis, mit 25.000 Euro der am höchsten dotierte, richtet sich an promovierte Nachwuchswissenschaftler aus den Naturwissenschaften. In diesem Jahr ging der Preis an Dr. Elke Duchardt-Ferner, die in Frankfurt aufgewachsen ist und ein Biochemie-Studium an der Goethe-Universität absolviert hat. Nach ihrer Promotion am Massachusetts Institute of Technology in Boston und einem Postdoktorat in Nordschweden ist sie jetzt als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Goethe-Universität beschäftigt. Den Preis erhält die Biowissenschaftlerin für ihr Forschungsprojekt „Stepping out of the dark: Green fluorescent protein-like flourescent RNA-aptamers for in-cell visualization – structural characterization and optimazation of fluorescent RNA probes”.

Den Preis der Dr. Paul und Cilli Weill-Stiftung für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Humanmedizin, der im zweijährlichen Turnus vergeben wird und mit 10.000 Euro dotiert ist, erhielt Dr. Michael Potente, Oberarzt an der Medizinischen Klinik III/Kardiologie der Goethe-Universität und wissenschaftlicher Arbeitsgruppenleiter am Institut für Kardiovaskuläre Regeneration. Er erhält den Preis für seine Publikation „Acetylation-dependent regulation of endothelial Notch signalling by the SIRT1 deacetylase”.

Der Preis der Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe-Universität wird jährlich für die beste naturwissenschaftliche Arbeit an der Universität vergeben. In diesem Jahr ging der Preis an den Dipl. Phys. Dr. phil. nat. Moritz Meckel, der Diplom und Promotion am Institut für Kernphysik der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem National Research Council of Canada, Ottawa erworben hat. Den mit 6.000 Euro dotierten Preis erhält er für seine Dissertation zum Thema „Laser-Induced Electron Tunneling and Diffraction“. Zwei weitere Dissertationen werden mit jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet. Eine Dissertation ist von Dr. Sina Reckel und trägt den Titel „Strategies for the structural characterisation of cell-free expressed α-helical membrane proteins-application to proteorhodopsin“. Die andere Dissertration ist von Dr. phil. nat. Ulrike Basten und hat den Titel „Trait Anxiety and the Neural Efficiency of Cognitive Processing“.

Mit einem Preis für die beste Dissertation fördert die Firma WISAG den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Goethe-Universität. Ausgezeichnet wird die beste sozial- oder geisteswissenschaftliche Dissertation, dotiert ist der Preis mit 5.000 Euro. Der WISAG-Preis 2012 ging an Dr. Sabine Flick für ihre Dissertation zum Thema „Leben durcharbeiten. Selbstsorge als Perspektive der Arbeitsforschung“.

Der Frankfurter Forschungspreis 2012 der Rudolf-Geißendörfer-Stiftung wird von der Rudolf-Geißendörfer-Stiftung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und dem Fachbereich Medizin der Goethe-Universität jährlich in Form eines Stipendiums vergeben. Preisträger in diesem Jahr ist PD Dr. med. habil. Christian Senft. Er erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis für seine Klinische Studie „Intraoperative MRI guidance and extent of resection in glioma surgery: a randomised, controlled trial“.

Der 2012 zum ersten Mal verliehene Stifterpreis „Sozialpsychiatrie Frankfurt 2012“ ging an Dr. rer. med. Valentina Tesky. Sie hat an der Goethe-Universität studiert und arbeitet mittlerweile im Institut für Allgemeinmedizin im Arbeitsbereich Altersmedizin. Den mit 3.000 Euro dotierten Stifterpreis erhält sie für ihre Dissertation „Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Interventionsprogramms zur aktiven kognitiven Stimulation im Alter (AKTIVA)“.

Der Frankfurter Dissertationspreis für Philosophie vom gleichnamigen Stiftungsfonds zeichnet an der Goethe-Universität eingereichte, philosophisch relevante Dissertationen aus. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis ging an Dr. des. Titus Stahl, der als Akademischer Rat auf Zeit am Institut für Philosophie der Goethe-Universität lehrt.

Der Preis zur Förderung der Geisteswissenschaften (Friedrich-Sperl-Preis), gestiftet von Senator Dr. h.c. Friedrich Sperl, Wirtschaftsmanager im Widerstand gegen Hitler und nachmals engagierter Förderer von Kultur und Wissenschaft, zeichnet herausragende Arbeiten des Historiker-Nachwuchses aus. Preisträger ist in diesem Jahr PD Dr. Gregor Rohmann, der für seine Habilitationsschrift „Tanzwut. Kosmos, Kirche und Mensch in der Bedeutungsgeschichte eines spätmittelalterlichen Krankheitskonzeptes“ ausgezeichnet wurde. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Der Gottfried Michelmann-Preis, vom Stifter Gottfried Michelmann zur Förderung herausragender Habilitationsschriften oder Dissertationen auf dem Gebiet des Medienrechts ausgelobt, ist mit 3.000 Euro dotiert. Der Preis geht in diesem Jahr an Dr. jur. Miriam Siegle, die Rechtswissenschaften in Frankfurt studiert hat und Rechtsreferendarin ist. Ausgezeichnet wird ihre Dissertation zum Thema „Das Spannungsverhältnis von Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrecht – zur Problematik der Darstellung realer Personen in Kunstwerken“.

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Kontaktstelle der Freunde in der Universität, Tel. (069) 798-22756, l.lentes@vdv.uni-frankfurt.de

Bildmaterial zur Veranstaltung können Sie hier downloaden.

Personalia/Preise

Jul 4 2012
16:21

Zentrum in Finanzwissenschaft und Schwerpunkt in Biowissenschaften werden vom Land gefördert. Beteiligung an weiteren zwei Projekten

Goethe-Universität erhält Zuschlag zu zwei neuen LOEWE-Projekten

FRANKFURT. Die Goethe-Universität hat beim landesweiten Wettbewerb LOEWE erneut Stärke gezeigt. Gleich vier Forschungsprojekte werden gefördert, davon zwei federführend und zwei in Kooperation mit weiteren universitären Partnern. „Nach der jüngsten Entscheidung zur Exzellenzinitiative ist das erneut ein großer Erfolg, der zeigt, wie gut die Goethe-Universität in ihrer fachlichen Breite aufgestellt ist“, erklärte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl.

Die Entscheidung über die fünfte Staffel des Forschungsförderprogramms LOEWE fiel am heutigen Mittwoch im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Insgesamt werden fünf Projekte mit rund 30 Millionen Euro gefördert. Demnach hat die Goethe-Universität den Zuschlag für das neue LOEWE-Zentrum ‚Sustainable Architecture for Finance in Europe‘ und den neuen LOEWE-Schwerpunkt ‚Integrative Pilzforschung‘ erhalten; zudem sind Forscher der Goethe-Universität an den beiden neuen Schwerpunkten ‚Elektronendynamik chiraler Systeme‘ sowie ‚Sensors Towards Terahertz‘ beteiligt, die jeweils von den Universitäten Kassel und TU Darmstadt geleitet werden. „Damit werden zentrale Felder unserer Forschung gestärkt. Ich gratuliere den Antragstellern für ihre gute Arbeit, insbesondere dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Krahnen zu diesem Coup!“, sagte Müller-Esterl.

LOEWE steht für Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz. Die Regierung in Wiesbaden startete sie 2008 mit dem Ziel, den Forschungsstandort Hessen zu stärken. LOEWE fördert besonders die enge Zusammenarbeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen und trägt so zur weiteren Schwerpunktsetzung und Profilierung der Hochschulen bei. Der Goethe-Universität gelang es in den vergangenen vier Förderrunden die meisten Mittel einzuwerben. Die Universität ist bereits an vier Zentren und zehn Schwerpunkten beteiligt und hat dadurch insgesamt ca. 138 Millionen Euro eingeworben.

Das neue LOEWE-Zentrum „Sustainable Architecture for Finance in Europe“, kurz: SAFE, wird vom Land mit rund 13 Millionen für den Zeitraum von 2013-2015 gefördert. SAFE hat sich zum Ziel gesetzt, die Anforderungen an einen optimalen Ordnungsrahmen für die Finanzmärkte und ihre Akteure zu erforschen. Funktionsfähige Finanzmärkte sind für eine florierende Wirtschaft, Wachstum und Wohlstand unerlässlich. Die vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass Fehlentwicklungen an den Finanzmärkten ungeahnte Risiken für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat bergen. „Wir brauchen daher einen Rahmen, der so flexibel wie möglich ist, um Innovation und Wettbewerb zuzulassen, und gleichzeitig so rigide wie nötig, um Stabilität zu gewährleisten“, so Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies und wissenschaftlicher Koordinator des neuen LOEWE-Zentrums. Das neue LOEWE-Zentrum setzt auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit von mehr als 35 Professorinnen und Professoren aus den Bereichen Finanzwirtschaft, Mikro- und Makroökonomie, Finanzmathematik, Marketing und Recht. Neben der Graduiertenausbildung und einem internationalem Gastwissenschaftlerprogramm besteht ein bedeutendes Vorhaben des Zentrums in der Zusammenstellung einer umfangreichen Forschungsdatenbank. Darüber hinaus wird sich SAFE intensiv einer professionellen Politikberatung widmen.

 

Der neue LOEWE-Schwerpunkt „Integrative Pilzforschung (IPF)“ wird sich der Innovation anwendungs- und grundlagenorientierter Forschung zur Nutzung der pilzlichen Vielfalt widmen. Die Landesförderung beträgt rund 4,5 Millionen Euro für den Zeitraum von 2013-2015. Pilze gehören zu den größtenteils unbekannten Lebewesen unseres Planeten. Sie sind artenreicher als Pflanzen, Fische und Säugetiere zusammen genommen. Schätzungen zufolge sind 90 Prozent ihrer Arten noch unentdeckt. Bedenkt man, dass einige Pilzarten eine große wirtschaftliche Bedeutung haben, etwa bei der Herstellung von Brot, Käse und Wein, aber auch von Antibiotika, erscheint es überaus lohnend, die Pilze gründlicher zu erforschen. „Wir haben dafür in Hessen sehr gute Bedingungen, da hier fast zwei Drittel der deutschen Pilzforscher arbeiten“, erklären Prof. Helge Bode und Prof. Marco Thines, Sprecher des Loewe-Schwerpunkts „Integrative Pilzforschung“. Das Besondere ist, dass Spezialisten für die Klassifizierung der Pilze (Biodiversitäts-Forscher) erstmals mit Biochemikern, Biotechnologen und Molekulargenetikern zusammen arbeiten. Damit erweitert sich das Wissen über die Pilzvielfalt in Hessen und ausgewählten tropischen Regionen. Zugleich kann die Entdeckung neuer nutzbarer Substanzen schneller in biotechnologische Prozesse umgesetzt werden.

Zudem ist die Goethe-Universität an folgenden zwei neuen Schwerpunkten beteiligt: „Elektronendynamik chiraler Systeme (ELCH)“ wird unter Leitung der Universität Kassel Fragestellungen zur Chiralität (Händigkeit) in der Elektronendynamik beantworten. Beim Schwerpunkt „Sensors Towards Terahertz – Neuartige Technologien für Life Sciences, Prozess- und Umweltmonitoring“ geht es um ein interdisziplinäres Forschungsprojektes für neue Sensortechnologie auf Grundlage der elektromagnetischen Wechselwirkung von Sensorstrukturen. Federführend ist die TU Darmstadt.

Weitere Informationen: Mareike Schmitt, Leitung der Stabsstelle für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Goethe-Universität Frankfurt, Tel. (069) 798-25194, schmitt@pvw.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Jul 4 2012
13:54

Studierende für kreative Kurzvideos ausgezeichnet

Wettbewerb zur Zukunft des Lernens und Studierens

FRANKFURT. Mit Unterstützung der Microsoft Deutschland GmbH hatte  studiumdigitale, die eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität, einen Ideen- und Videowettbewerb zum Thema “Zukunft des Lernens – Zukunft des Studierens” ausgeschrieben. Eingeladen waren alle Studierende der Goethe-Universität, sich mit einem kleinen Video und einem erklärenden Konzeptpapier an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im Rahmen des Fachforums „Gestenbasierte Anwendungen in Bildungsprozessen“ wurden nun die originellsten und visionärsten Beiträge ausgezeichnet.

„Wir sind beeindruckt von der Vielfalt an Ideen, aber auch von der Professionalität der Umsetzung“, betonte Claudia Bremer, Geschäftsführerin von studiumdigitale, bei der Preisverleihung. „Die Videos zeigen, dass junge Menschen sich mit der heutigen und künftigen Lernkultur sehr reflektiert auseinandersetzen und dabei innovativ mit verschiedensten Medien umgehen“, ergänzte Michael Grözinger von der Microsoft Deutschland GmbH.

Der 1. Preis, der mit 2.000 Euro dotiert ist, ging an den Beitrag „FuturePast“, den vier Studierende der Humangeographie eingereicht hatten. Kontrastiv geht der Film dem Wandel der Lern- und Wissenskulturen an der Goethe-Universität nach. Analoge  und digitale Medien, aber auch alte und neue Studienorte stehen hier in einem engen Wechselspiel.

Zweimal wurde der 2. Preis vergeben, verbunden mit einem Preisgeld von jeweils 750  Euro. „Auf Traumreise“ zeigt aus Sicht einer Studierenden, die sich in Gedanken in zurückliegende Jahrzehnte versetzt, die Bedeutung des Sozialen für Lernprozesse auf. „Body of Knowledge“ spürt mit einer experimentellen Kamera- und Bildführung dem Zusammenhang von Architektur und Forschung nach. 

Die Videos und Begleittexte stehen bereit unter www.goethetube.de

Weitere Informationen: Claudia Bremer, studiumdigitale, Zentrale eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt, Tel. (069) 798-24609, bremer@sd.uni-frankfurt.de, www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jul 4 2012
08:31

Medieneinladung

Akademische Feier 2012

FRANKFURT. Eine hochkarätige Verleihung von Preisen für hervorragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses: Die Vereinigung von Freunden und Fördern der Goethe-Universität lädt auch in diesem Jahr wieder ein zur Akademischen Feier 2012. Im Rahmen der Feier werden folgende Preise verliehen:

  • Adolf Messer-Stiftung-Preis
  • Frankfurter Forschungspreis der Rudolf Geißendörfer-Stiftung
  • Gottfried Michelmann-Preis
  • Stifterpreis „Sozialpsychiatrie Frankfurt“
  • Preis der Dr. Paul und Cilli Weill-Stiftung für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Humanmedizin
  • Preis der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs
  • WISAG-Preis

Die Akademische Feier findet statt

am: Donnerstag, den 5. Juli, um 16.00 Uhr
Ort: Casino, Renate-von-Metzler-Saal (Raum 1.801), Campus Westend.

Die Verleihung findet in Anwesenheit des Präsidenten der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl, statt.

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Kontaktstelle der Freunde in der Universität, Tel. (069) 798-22756, l.lentes@vdv.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jul 4 2012
08:25

Bürgeruniversität in Kooperation mit der F.A.Z. betreibt Ursachenforschung und zeigt Lösungswege / Öffentliche Auftaktdiskussion am 11. Juli an der Goethe-Universität

Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte?

FRANKFURT. Die Bürgeruniversität der Goethe-Universität widmet sich im kommenden Wintersemester in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit der Reihe „Krise des Kapitalismus – Krise der Demokratie?“  erneut einem Thema von hoher Aktualität und Relevanz.

Eröffnet wird das Themenfeld der gegenwärtigen Krise bereits bei einem öffentlichen Diskussionsabend

am Mittwoch, den 11. Juli, 19 Uhr, Campus Westend,
Casino, Raum 1.801 (Metzler Saal),
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt

zum Abschluss des aktuellen Sommersemesters, zu dem die Goethe-Universität einlädt.

Es diskutieren die beiden Finanzwissenschaftler Prof. Jan-Pieter Krahnen und Prof. Reinhard Schmidt sowie der Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaft, Prof. Cornelius Prittwitz mit dem Blockupy-Aktivisten Jan Umsonst. Es moderiert Dr. Rainer Hank von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Derzeit stehen Staaten  kurz vor dem Zusammenbruch – vor wenigen Jahren in Europa noch undankbar. Durch Abwertungen der Ratingagenturen verschärft sich die Abwärtsspirale von Banken und Staaten weiter. Derweil wetten die Finanzmärkte munter weiter auf das Eintreten von Staatspleiten und gegen den Euro. Ein teuflischer Kreislauf scheint entstanden zu sein. Welche Folgen für das gesellschaftspolitische Gleichgewicht haben diese bedrohlichen Entwicklungen? Ist die Demokratie in den Würgegriff der Finanzmärkte geraten? Oder haben sich einige Regierungen mit der Realisierung immer teurerer Wahlversprechen und Ausweitung öffentlicher Aufgaben in den letzten Jahrzehnten selbst an den Rand des Abgrunds manövriert?

Diese und andere Fragen werden auch im Mittelpunkt der geplanten Bürgeruniversität stehen. Die Reihe startet voraussichtlich am 12. November 2013 und endet am 11. Februar 2013. Der genaue Ort und die die Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

An insgesamt sechs Abenden stellen renommierte Experten aus den Wirtschafts- und Politikwissenschaften der Goethe-Universität, der Finanzwirtschaft sowie Redakteure der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, aber auch Aktivisten der entsprechenden Protestbewegungen einem Publikum aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern ihre Sichtweisen der Krise vor und suchen nach Lösungswegen. Wie bei allen Bürgeruniversitäten seit 2008 ist das Publikum unmittelbar in die Diskussion mit einbezogen.

Werner D´Inka, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sagte: „Mit der gemeinsamen Reihe haben wir die Chance, vielen Menschen Hintergrundinformationen und Deutungen anzubieten. Ich verspreche mir von dieser Reihe daher auch interessante redaktionelle Anregungen und bin sehr gespannt auf die Diskussionen und Vorträge, die von F.A.Z.-Redakteuren moderiert werden.“

Dr. Olaf Kaltenborn, Pressesprecher der Goethe-Universität und Initiator der Bürgeruniversität erklärte: „Mit der Bürgeruniversität greifen wir Themen von grundlegender Bedeutung auf, die viele Menschen bewegen. Wir möchten zeigen, dass in der Goethe-Universität und anderswo derzeit intensiv über diese Fragen nachgedacht wird und nach Lösungen gesucht wird. Ich bin überzeugt, dass die Reihe eine große Resonanz erfahren wird.“

Veranstaltungen

Jul 2 2012
13:44

Ausstellung zum 80. Geburtstag von Ror Wolf im Haus des Buches in Frankfurt.

Sammler von Tatsachen

FRANKFURT. Am 29. Juni 2012 wurde der 80. Geburtstag von Ror Wolf gefeiert. Sein literarisches Werk erscheint 1962-1980 bei Suhrkamp, einige Jahre verstreut und schließlich bei Schöffling & Co. Alle Titel aus 50 Jahren Autorschaft entwickeln sich historisch vom gleichen Ausgangspunkt: von der Redaktionsstube des DISKUS im Studentenhaus auf dem Campus Bockenheim der Goethe-Universität. Hier leitet Wolf von 1959 bis 1963 das Feuilleton der Frankfurter Studentenzeitung. Im DISKUS wird aus Richard Wolf Ror Wolf, hier legt er seine künftigen Geschichten in Prosa und Lyrik an, hier beginnt ihm Raoul Tranchirer mit Collagen zur Hand zu gehen.

Die Ausstellung nimmt den Besucher mit auf Zeitsprünge vom Debüt im DISKUS 1958 zur Gesamtausgabe bei Schöffling & Co., von Wolfs Anfängen am Hessischen Rundfunk zur Edition seiner Hörspiele, alles vor der Kulisse seiner großen Collagen.

Die Ausstellung zum 80. Geburtstag von Ror Wolf im „Fenster zur Stadt“ läuft

vom 4. Juli bis 12. August 2012

im Haus des Buches, Braubachstr. 18-22.

Hochschulpolitische Themen

Jul 2 2012
13:30

LRK Baden-Württemberg, Universität Bayern und Konferenz Hessischer Universitätspräsidien verabschieden Papier bei ihrem Treffen am 29. Juni 2012 in München.

Universitätsleitungen in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen unterstützen Vorstoß der Bundesregierung zur Lockerung des Kooperationsverbots

FRANKFURT. Die Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg, die Universität Bayern und die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien fordern Bund und Länder auf, die Bundes­regierung bei ihrem Vorstoß zu unterstützen, Artikel 91b des Grundgesetzes noch in dieser Legislaturperiode dahingehend zu ändern, dass dem Bund eine dauerhafte Förderung von Universitäten und ihren Einrichtungen möglich ist.

Begründung:

Seit der Föderalismusreform 2006 darf der Bund nur mehr befristet „Vorhaben der Wissenschaft und Forschung“ von überregionaler Bedeutung unter­stützen. Eine durch dieses Kooperationsverbot ausgeschlossene institutionalisierte Förderung ist aber dringend geboten, um die Universitäten finanziell für die großen Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs in Forschung und Lehre bei zugleich steigenden Studierendenzahlen auszustatten. Darüber hinaus gilt es, die Nachhaltigkeit der Exzellenzinitiative über 2017 hinaus zu gewährleisten.

Für die Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg:

Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer (Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Für die Universität Bayern e.V.

Prof. Dr. Rüdiger Bormann (Präsident der Universität Bayreuth)

Für die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien

Prof. Dr. Werner Müller-Esterl (Präsident der Goethe-Universität Frankfurt / Main)