​​​​​Pressemitteilungen ​ – Januar 2015

Veranstaltungen

Jan 30 2015
17:47

Regisseur gewährt Einblicke in seine Arbeit für Kino und Fernsehen. 3. Februar, Campus Westend

Frankfurter Poetikvorlesungen: Dominik Graf spricht über den Erzähler im Kino

FRANKFURT. Den zweiten Vortrag der aktuellen Frankfurter Poetikvorlesungen übernimmt der renommierte Film- und Fernsehregisseur Dominik Graf. Er spricht über den „Erzähler im Kino. Antagonismus von Kommentar und Kamera?“ Den ersten Vortrag der kleinen Reihe „Poetiken zwischen den Künsten – Dialoge mit der Literatur“ hatte der Komponist Wolfgang Rihm am vergangenen Dienstag gehalten.

Der in München geborene und aufgewachsene Graf studierte dort erst Germanistik und Musikwissenschaften, bevor er ab 1974 die Hochschule für Fernsehen und Film besuchte. Seit 2004 ist Graf Professor für Spielfilmregie an der Internationalen Filmschule Köln. 2012 gewann er bereits zum zehnten Mal den Grimme-Preis, damit ist er der in Marl am häufigsten ausgezeichnete Preisträger.

Graf hat zahlreiche Kinofilme vorgelegt, beherrscht aber ebenso die unterschiedlichen Formate der Fernseh-Fiktion. Zu seinen bekanntesten Werken zählen der Kinofilm „Die Katze“ (mit Götz George und Gudrun Landgrebe, 1988) und „Die geliebten Schwestern“ (2014), der die Liebe Schillers zu den Schwestern Charlotte und Caroline von Lengefeld erzählt. Der Film lief bei der Berlinale im Wettbewerb.

Grafs Krimis für das Fernsehen zählen sicherlich zu den ambitioniertesten und wertvollsten des Genres. So gilt „Frau Bu lacht“ aus dem Jahre 1995 vielen Kennern als der beste Tatort aller Zeiten. Erst kürzlich lieferte Graf mit dem Polizeiruf 110 „Smoke on the water“ (2014) wiederholt den Beweis, dass sich deutsche Fernsehproduktionen keineswegs hinter den international hochgeschätzten amerikanischen Serien verstecken müssen.

Prof. Vinzenz Hediger, Filmwissenschaftler an der Goethe-Universität, sagt, dass Graf mit dem Zehnteiler „Im Angesicht des Verbrechens“ (2010) bereits das „Modell“ für die „allseits geforderten deutschen ‚Qualitätsserien‘“ geliefert habe. Hediger fährt fort: „Dass Graf in den USA (noch) nicht so gefeiert wird wie die Macher des ‚quality TV‘ liegt vor allem daran, dass amerikanische Fernsehkritiker nur ‚Wetten dass‘ kennen.“

„Poetiken zwischen den Künsten – Dialoge mit der Literatur“.
Frankfurter Poetikvorlesungen im Wintersemester 2014/15.
3. Februar: Dominik Graf. 18 Uhr c.t. im Hörsaalzentrum (HZ 1&2), Campus Westend der Goethe-Universität.

Beitrag von Vinzenz Hediger
im aktuellen UniReport unter http://www.uni-frankfurt.de/53303289  (S. 19).

Mehr Informationen unter http://www.uni-frankfurt.de/45662348/aktuelle_dozentur

Forschung

Jan 30 2015
11:15

Bäckerhefe trägt als Modellorganismus zur Aufklärung bei

Veränderte Ribosomen verzögern das Altern

FRANKFURT. Mit der Bäckerhefe als Modellorganismus konnten Karl-Dieter Entian und seine Mitarbeiter Sunny Sharma, Jun Yang und Peter Kötter vom Institut für Molekulare Biowissenschaften die molekulare Funktion des Hefegens RCM1 als Methyltransferase der ribosomalen RNA aufklären. Gemeinsam mit  Markus Schosserer und Johannes Grillari vom Department für Biotechnologie der Universität für Bodenkultur Wien konnten sie nun zeigen, dass das funktionell homologe Gen des Menschen, NSUN5, den Alterungsprozess verschiedener Organismen beeinflussen kann. Durch das Ausschalten von NSUN5 (RCM1) wird die Proteinsynthese in Zellen „umprogrammiert“. Mit der Bäckerhefe als Modellorganismus und genetisch veränderten Rcm1 Methyltransferasen konnten diese Befunde erhärtet werden. Diese Studie unter Beteiligung mehrerer Partner im In- und Ausland wurde soeben im renommierten Wissenschaftsjournal „Nature Communications“ veröffentlicht.

Ribosomen sind molekulare Maschinen und in Zellen für die Synthese von Proteinen zuständig. In den letzten Jahren wurde klar, dass dies kein starrer Prozess ist, sondern Ribosomen spezielle Proteine je nach vorherrschenden Umgebungsbedingungen erzeugen. Diese „spezialisierten“ Ribosomen helfen der Zelle rasch auf Einflüsse von außen, wie beispielsweise Hitze oder oxidativen Stress, zu reagieren.

Nachdem die Funktion von Rcm1 als Methyltransferase der ribosomalen RNA im Institut für Molekulare Biowissenschaften  aufgeklärt war, konnte das Forscherteam mit Mutanten nachweisen, dass das Fehlen einer einzelnen Methylgruppe in der ribosomalen RNA, die ein wichtiger Baustein der Ribosomen ist, Fruchtfliegen, Fadenwürmer und Bäckerhefe resistenter gegen Stress macht und diese Organismen länger leben lässt.

Wie die Frankfurter Arbeitsgruppe in den letzten Jahren gezeigt hat, haben viele der bei Hefe gefundenen Methyltransferasen homologe Proteine  im Menschen, von denen einige bei Krankheitsprozessen eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn der Weg von einfachen Modellorganismen zu einer Anwendung im Menschen noch weit ist, sehen die beteiligten Wissenschaftler dennoch in ihren Forschungsergebnissen hohes Potenzial, um in Zukunft Krankheiten, die durch Methylierungsstörungen der ribosomalen RNA hervorgerufen werden, frühzeitig zu entdecken, zu vermindern und möglicherweise Therapieverfahren zu entwickeln.

Links: http://www.nature.com/ncomms/index.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3799443/

Kontakt / Rückfragen: Prof. Dr. Karl-Dieter Entain Institut für Molekulare Biowissenschaften der Goethe Universität Frankfurt, Max-von-Laue Strasse 9, 60438 Frankfurt/M., Tel.: +69 798 29525, entian@bio.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 30 2015
10:51

Einladung zum Medientermin / Feierstunde auf dem neuen „Norbert-Wollheim-Platz

Campus Westend: Straßen und Plätze tragen neue Namen

FRANKFURT. Nobert Wollheim, Theodor W. Adorno, Max Horkheimer sind prominente Namen, nach denen ab sofort Straßen und Plätze auf dem Campus Westend der Goethe-Universität benannt sind. Weitere Benennungen  werden in absehbarer Zeit im Westend und auf dem Riedberg folgen.

Zusammen mit der Stadt Frankfurt und dem Ortsbeirat 2 möchten wir Sie anlässlich einer medienöffentlichen Feierstunde

am Mittwoch, den 4. Februar, 11 Uhr, Ort: Campus Westend,
Vorplatz IG Farben Haus, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt

einladen, an der der Enthüllung der Straßenschilder teilzunehmen. Bitte teilen Sie uns mit, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher
Goethe-Universität Frankfurt

Personalia/Preise

Jan 30 2015
10:04

Feierliche Vergabe der Stipendien mit Universitätspräsidentin Birgitta Wolff

511 Deutschland-Stipendien: Goethe-Universität wieder mit Spitzenergebnis

FRANKFURT. Bei einer Feierstunde im Festsaal auf dem Campus Westend überreichte Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff den Deutschland-Stipendiatinnen und -Stipendiaten des akademischen Jahres 2014/15 ihre Urkunden. Mit 511 Stipendien und einer Gesamtsumme von 919.800 Euro an eingeworbenen Spenden hat die Goethe-Universität zum wiederholten Male ein Spitzenergebnis unter den deutschen Hochschulen erzielt. Ein Großteil der Stipendien, nämlich 65 Prozent, sind dabei zweckungebunden und können unabhängig von Fach und Studiengang vergeben werden. Damit entscheidet die Eignung und nicht das gewählte Studienfach über die Vergabe eines Stipendiums.

Birgitta Wolff gratulierte den glücklichen Studierenden zu dieser Auszeichnung. „Sie stehen auch beispielhaft für die Vielfalt und gesellschaftliche Durchlässigkeit der Goethe-Universität.“ 62 Prozent der Stipendiaten seien Frauen, 30 Prozent der Stipendiaten hätten einen Migrationshintergrund und 40 Prozent stammten aus bildungsfernen Schichten. Bei der Auswahl der Stipendiaten seien nicht nur schulische oder akademische Leistungen, sondern ebenso soziales Engagement und die eigene Biografie entscheidend gewesen.Hier sitzen 511 Menschen, die sich für ihre Ziele einsetzen und Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für die Gesellschaft übernehmen.

Wolff hob ferner das bereits vom Stifterverband für Wissenschaft ausgezeichnete ideelle Förderprogramm hervor: So engagieren sich die Stipendiaten im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagement für wichtige gesellschaftliche Fragen. In Projektgruppen, die von Mentoren aus Unternehmen und Stiftungen begleitet werden, widmen sich die Studierenden so unterschiedlichen Themen wie der Betreuung von Flüchtlingen oder dem Papierrecycling. „Sie als Stipendiaten geben den Stiftern und Bürgern damit ideell etwas für ihre materielle Unterstützung zurück“, betonte Wolff.

Die Universitätspräsidentin dankte in ihrer Rede allen 287 Förderern und hob dabei die Mäzenin Johanna Quandt hervor, die sich seit vielen Jahren für die Goethe-Universität engagiert und die Ehrensenatorenwürde trägt. Quandt finanziert in diesem Jahr knapp die Hälfte der Stipendien.

In einer von Universitätsvizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz moderierten Gesprächsrunde betonten Förderer den gesamtgesellschaftlichen Nutzen des Deutschland-Stipendiums. Bettina Langenberg gewährte Einblicke in ihre Motivation als private Förderin; Alexander Heck von der Freiherr Carl von Rothschild‘sche Stiftung und Udo Schweers vom Unternehmen ‚Santander Universitäten‘ stellten dar, warum Stiftungen und Unternehmen das Deutschland-Stipendium unterstützen.

Zum Deutschland-Stipendium: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 300 Euro für mindestens ein Jahr. Die eine Hälfte der Förderung spenden private Förderer, die andere Hälfte gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dazu. Gefördert werden sowohl Studienanfänger als auch Studierende höherer Semester, deren bisheriger Werdegang besonders gute Leistungen im Studium erwarten lässt oder bereits aufweist. Berücksichtigt werden außerdem das gesellschaftliche Engagement der Studierenden sowie besondere persönliche Umstände, die sich beispielsweise aus der familiären Herkunft, der Betreuung für Familienangehörige oder einem Migrationshintergrund ergeben.

Foto zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/53893324

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Stabsstelle Fundraising, Goethe-Universität. Tel. (069) 798-12756; lentes@pvw.uni-frankfurt.de; www2.uni-frankfurt.de/44947252/chancen_schenken 

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Jan 29 2015
16:41

Ein Abend im Café Sturm & Drang mit Film, Lesung und Ausstellung erinnert an den AfE-Turm

TURM reloaded

FRANKFURT. Seit einem Jahr ist der AfE-Turm Geschichte. Aus diesem Anlass erinnert ein multimedialer Abend im Café Sturm & Drang, der am 2. Februar, also genau ein Jahr nach der Sprengung stattfindet, an das schon legendäre Gebäude. Filmische, fotografische, textliche und bildnerische Annäherungen lassen den Turm, der für viele, die dort studiert und gearbeitet haben, der Inbegriff der kritischen Wissenschaft war, für einen Abend nochmal lebendig werden.

Zuerst präsentiert Vladimir Alexeev seinen Film über das Uni-Hochhaus. Danach werden Maria Marchel und Manfred Simon persönlich gefärbte Anekdoten und Stories aus der Arbeitswelt im Turm zum Besten geben. Die Sprüche und Graffiti an den Wänden des Turms wird Albert Schmude mit einer Lesung aus seinen bekannten Werken „Turm forever“ und „Freiheit für Grönland, weg mit dem Packeis“ in Erinnerung rufen. Die Ausstellung „Turm-Diversität“ zeigt Kohlezeichnungen von Petra Boßhammer und Siebdrucke von Michael Bloeck. Um fotografische Ansichten des einst höchsten Gebäudes in Frankfurt geht es schließlich im Bildband „Der AfE-Turm“, den Christian Engels mit seinem Kollegen Per Schorn herausgebracht hat.

TURM reloaded 2.2
Montag, 2. Februar, 18.00 Uhr im Restaurant/Café-Bistro Sturm und Drang
Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Grüneburgplatz 1/Theodor-W.-Adorno-Platz 5, 60323 Frankfurt

Mehr Informationen unter http://cafe-sturm-und-drang.de/specials/

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Jan 29 2015
13:02

Jubiläumsausstellung der Goethe-Universität im Museum Giersch zeigt noch bis 8. Februar außergewöhnliche Stücke aus 40 Sammlungen

„Wunderbare Dinge“ nur noch kurze Zeit zu sehen

FRANKFURT. „Wunderbare Dinge“ sehen kann man derzeit im Museum Giersch, allerdings nur noch für kurze Zeit: Die Ausstellung, die anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Goethe-Universität Seltenes, Spektakuläres und Historisches aus 40 uniinternen Sammlungen zeigt, ist noch bis 8. Februar geöffnet. Wer sich für Geschichte und Gegenwart der Frankfurter Universität und ihrer verschiedenen Forschungsbereiche interessiert, hat bis dahin Gelegenheit für einen Besuch. Am Donnerstag, 4. Februar, findet nochmals eine öffentliche Führung statt, und für 5- bis 10-Jährige gibt es ein Kinderprogramm. Die Finissage mit Lesungen und Musik findet am Samstag, 7. Februar, statt.

„Ich sehe wunderbare Dinge“, diesen Aufruf Howard Carters bei der Entdeckung des Tutenchamun-Grabes im Tal der Könige hat Kuratorin Dr. Charlotte Trümpler als Motto für diese einmalige Zusammenstellung von Exponaten ausgewählt. Denn bei der Recherche in Depots, Büros, Archivräumen und Dachböden der Universität sind sie und ihr Team oft ähnlich wie Carter auf Unerwartetes, Verblüffendes und Wertvolles gestoßen.  Die schönsten Stücke wurden für die Ausstellung ausgewählt und nach wohlüberlegten Kriterien geordnet. Neben erklärenden Tafeln zu den Exponaten sind auch 41 Filme entstanden, die dem Besucher einen humorvollen Blick über die Schulter der Wissenschaftler eröffnen.

Zu Beginn der Ausstellung kann der Besucher Einzigartiges, aber auch Alltägliches selbst entdecken und so die Sammlungsvielfalt kennenlernen. Gezeigt wird der älteste menschliche Fund, ein 2,4 Millionen Jahre alter Unterkiefer aus Malawi (Afrika), das älteste Ziehbilderbuch der Welt, gesammelt von Walter Benjamin, oder ein handsigniertes Plakat von Andy Warhol, aber auch eine Motorradjacke aus den wilden 60er-Jahren. Ein weiterer Raum gibt mit Hilfe von Fotografien Einblick in die Sammlungen selbst, in die Aufbewahrung der Objekte in meterlangen Kellerregalen, gestapelten Kisten und gefüllten Depots.

Der größte Teil der Schau zeigt die Objekte jedoch nicht nach Sammlungszugehörigkeit geordnet, sondern nach thematischen Gesichtspunkten. Die verschiedenen Bereiche sind überschrieben mit Schlagworten wie Neugier, Glaube, Köpfe, Bewegung, Gewalt, Zeit usw. Durch die Gegenüberstellung verschiedener Exponate werden Gemeinsamkeiten und Berührungspunkte der Disziplinen verdeutlicht. Am Ende der Ausstellungsräume erwartet den Besucher eine eher leichtfüßige Thematik: Der von Studierenden mitgestaltete Raum widmet sich dem Thema Kaffee, Kaffeetassen von Universitätsangehörigen zeigen zum Teil einen ganz eigenen Humor. Bei einer heißen Tasse kann sich der Besucher vom Rundgang ausruhen, im Katalog blättern, die neu entstandene Plattform zu den Sammlungen anschauen oder sich mit den Filmen beschäftigen.

Öffnungszeiten: Di, Mi 12-19 Uhr, Do 12-21 Uhr, Fr, Sa, So 10-18 Uhr

Flyer, Foto und Bildtext zur Herunterladen unter: www.uni-frankfurt.de/53866851.

Begleitprogramm:

Öffentliche Führung im Museum Giersch sonntags um 15 Uhr sowie am Mittwoch, 4. Februar um 17.30 Uhr; Kosten: 2 Euro (zuzügl. Eintritt); Sonderführungen auf Anfrage unter 069 63304128;

Kinderprogramm „Forscher aufgepasst!“: Wie echte Wissenschaftler erforschen die 5- bis 10-Jährigen Objekte, sammeln Bilder und Informationen und ordnen das Gesammelte in eigene Mappen; Mittwoch, 4. Februar, 15.30 bis 17.30 Uhr; Kosten: 6 Euro; verbindliche Anmeldung bis 2.  Februar unter 069 63304128

Finissage: Samstag, 7. Februar, 15-22 Uhr mit dem Jazz Trio Contrast; 17-18 und 19-20 Uhr Lesungen zu Objekten aus den Sammlungen, ab 17 Uhr Getränkeverkauf. Eintritt Erwachsene 5 Euro/Ermäßigt 3 Euro, Kinder unter 12 Jahren und Studierende haben freien Eintritt.

Veranstaltungen

Jan 29 2015
12:44

Ganztägiges Symposium der EKHN Stiftung will Licht in aktuelle Medizindebatte bringen

Stammzellen: Große Hoffnung und viele offene Fragen

FRANKFURT.„Der erneuerbare Mensch?“ – so lautet der Titel des naturwissenschaftlichen Symposiums, zu dem die EKHN Stiftung am Samstag, 7. Februar, an die Goethe-Universität lädt. Es geht um Methoden und Erkenntnisse der Stammzellforschung – aber gerade auch um die vielen offenen Fragen.

Viele Hoffnungen verbinden sich mit möglichen künftigen Therapien: Könnten so in Zukunft chronische Krankheiten wie Parkinson, Multiple Sklerose und Alzheimer überwunden werden oder kinderlose Paare neue Hoffnung auf Nachwuchs schöpfen: Für viele Menschen enthält die Stammzellforschung eine Art Heilsversprechen. Dies bestätigt eine Umfrage, die Emnid 2013 im Auftrag des Kompetenznetzwerks Stammzellforschung NRW erstellt hat. Danach waren mehr als 90 Prozent der Befragten überzeugt, dass die Biomedizin in der näheren Zukunft bei der Behandlung von Krankheiten eine sehr wichtige Rolle spielen werde, und 77 Prozent wären selbst zu einer Stammzellenspende bereit. Insgesamt stellten die Meinungsforscher fest, dass die Bevölkerung bei diesem Thema gut informiert ist.

Dem gegenüber steht die ethische Debatte: Kaum eine andere Fachrichtung innerhalb der Medizin dürfte so umstritten sein wie die Stammzellforschung. Denn was zunächst vor allem als Chance erscheint, kann auch weitergedacht werden: Mit Hilfe dieser Technologie können beliebig Organe nachgezüchtet werden, der Selbstoptimierung des Menschen scheinen damit kaum noch Grenzen gesetzt. Nicht die Linderung von Leid allein stünde dann im Fokus dieses medizinischen Teilbereichs, sondern möglicherweise das Design des perfekten Menschen. Wer es sich leisten kann, legt sich beizeiten ein „Ersatzteillager“ für seine Organe an – nicht unbedingt eine sympathische Vorstellung.

Noch sind auch viele Forschungsfragen nicht geklärt – etwa die nach Immunabstoßungsreaktionen und Tumorbildungen nach einer Stammzellenimplantation –, aber die gesellschaftliche Debatte über das Thema muss dringend geführt werden. Was ist tatsächlich machbar bisher? Was ist ethisch erlaubt in der Stammzellforschung? Diesen Fragen widmet sich das ganztägige wissenschaftliche Symposium, zu dem die EKHN Stiftung am Samstag, 7. Februar, ins Auditorium Maximum auf dem Campus Westend der Goethe-Universität lädt. In Einzelvorträgen beleuchten renommierte Biologen, Mediziner, Pharmakologen und Theologen die Thematik aus ihrer Perspektive und stehen anschließend zur Diskussion mit den teilnehmenden Bürgern bereit.

Mit dabei sind der Frankfurter Pharmakologe Theodor Dingermann (Goethe-Universität), Prof. Regine Kollek (Professorin für Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie, Universität Hamburg), Prof. Magdalena Götz (Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum München und Inhaberin des Lehrstuhls für Physiologische Genomik an der Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Anthony Ho (Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin V, Universität Heidelberg und Mitglied der Zentralen Ethikkommission zur Stammzellforschung), Prof. Klaus Tanner (Ordinarius für Systematische Theologie und Ethik, Universität Heidelberg) und Prof. Oliver Brüstle (Direktor des Instituts für Rekonstruktive Neurobiologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn). Moderiert wird das Symposium von Joachim Müller-Jung, Ressortchef für „Natur und Wissenschaft“ bei der FAZ und Autor des Buches „Das Ende der Krankheit. Die neuen Versprechen der Medizin“.

Das Symposium findet zum dritten Mal statt. In den Jahren 2011 und 2013 ging es um die Themen Klimawandel bzw. Hirnforschung. Die Veranstaltung, die sich regelmäßig zum Publikumsmagneten entwickelt, richtet sich vor allem an ein jüngeres Publikum. Dem Symposium im Audimax geht denn auch ein zweitägiges vorbereitendes Schülerseminar voraus, an dem rund 200 Oberstufenschüler aus Hessen und Rheinland-Pfalz teilnehmen. Das Schülerseminar steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dingermann. Die Schirmherrschaft für die gesamte Veranstaltung haben in diesem Jahr der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Peter Feldmann, der Kirchenpräsident der EKHN Dr. Volker Jung und Uni-Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavec übernommen.

Teilnahmebedingungen: Anmeldung zum Symposium möglich bis 6. Februar auf der Webseite www.ekhn-stiftung.de/symposium2015.

Information: Friederike von Bünau, Geschäftsführerin EKHN Stiftung, Telefon 069 59799051, Fax 069597990 52, E-Mail info@ekhn-stiftung.de

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Jan 29 2015
12:42

Reihe zur Übersetzung von Normen und Normativität endet am 5. Februar 2015 mit einem Vortrag des renommierten Kulturhistorikers

Peter Burke spricht zum Abschluss der Ringvorlesung

FRANKFURT. Das Finale der Ringvorlesung „Translating Normativity: New Perspectives on Law and Legal Transfers“ ist gleichzeitig ihr Höhepunkt. Am 5. Februar kommt Peter Burke, der international als einer der bedeutendsten Kulturhistoriker gilt, an die Goethe-Universität. Der Cambridge-Professor widmet sich einem Thema, das für die Beschäftigung mit Fragen des Rechtstransfers zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen grundlegend ist: „Translating norms: strengths and weaknesses of a concept”. Sein öffentlicher Vortrag in englischer Sprache beginnt um 18.15 Uhr im Casinogebäude (Raum 1801) auf dem Campus Westend.

Veranstalter der jetzt zu Ende gehenden Ringvorlesung ist der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität in besonderer Zusammenarbeit mit dem Partner des Exzellenzclusters, dem Frankfurter Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte. Was passiert, wenn rechtliche Normen in einen neuen kulturellen oder sprachlichen Kontext übertragen werden? Wie verändert sich das Recht, wie verändert sich seine Normativität? Vor allem auch diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Reihe, deren Ziel es ist, das komplexe Zusammenspiel zwischen dem Fremden und dem Eigenen in interkulturell verflochtenen Rechtsbildungsprozessen zu beleuchten.

Recht und rechtliches Wissen waren im Laufe der Geschichte stets über Kulturgrenzen hinweg in Bewegung. Die Aufnahme fremden Rechts erfolgte teils freiwillig, teils wurde sie von außen erzwungen. Nach Systemumbrüchen oder Regimewechseln sowie im Rahmen der juristischen Entwicklungszusammenarbeit dient ausländisches Recht regelmäßig als Vorbild bei der Erschaffung einer stabilen und funktionsfähigen Rechtsordnung. Bei den damit verbundenen Vorgängen handelt es sich jedoch nicht um ein lineares Geben oder Nehmen. Ein erkenntnisleitender Begriff der Ringvorlesung ist deshalb die „kulturelle Übersetzung“. Damit soll der Blick auf die Eigendynamiken gerichtet werden – von der Begegnung, Verständigung und Aushandlung bis zu Widerständen.

In seinem Vortrag diskutiert Peter Burke die Stärken aber ebenso mögliche Schwächen des Konzepts „cultural translation“ unter besonderer Berücksichtigung der Übersetzung rechtlicher Normen. Das Konzept der kulturellen Übersetzung sei, so Burke, eine Möglichkeit, kulturellen Wandel auf verschiedenen Gebieten zu beschreiben. Im Fall des Rechts müsse auch berücksichtigt werden, dass es bereits in einem bestimmten kulturellen Kontext formuliert wurde. Das Recht wird also nicht, wie auch die rechtswissenschaftliche Forschung zeigt, schlicht durch die Hand des Gesetzgebers geschaffen, sondern ist stets schon verwoben mit Sprache und Tradition.

Peter Burke, der in Oxford studiert hat, ist emeritierter Professor für Kulturgeschichte an der Universität Cambridge. International bekannt wurde er durch seine Werke zur Renaissance und deren Sozialgeschichte. Seine 26 Bücher und rund 200 Artikel sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt worden. Seine jüngste, im Jahr 2014 auf Deutsch erschienene Monographie „Die Explosion des Wissens. Von der Encyclopedie bis Wikipedia“ geht der Geschichte des Wissens und der Wissensgesellschaft der vergangenen 250 Jahre nach.

Information: Dr. Lena Foljanty, Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Tel. (069) 78978-186, foljanty@rg.mpg.de, www.rg.mpg.de, www.normativeorders.net

Programm: www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/ringvorlesungen

Veranstaltungen

Jan 29 2015
12:39

Goethe-Universität im vierten Jahrgang der Förderung wieder mit herausragendem Ergebnis

Feierliche Vergabe der Deutschland-Stipendien

FRANKFURT. Im Rahmen einer Feierstunde im Festsaal auf dem Campus Westend werden die Deutschland-Stipendien des akademischen Jahres 2014/15 vergeben. Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff wird den Studierenden die Urkunden überreichen. Im vierten Jahrgang des Deutschland-Stipendiums kann die Goethe-Universität wie bereits in den Vorjahren ein sehr gutes Ergebnis erzielen: Über 500 Stipendien können vergeben werden.

Mit dem Deutschland-Stipendium werden begabte und leistungsstarke Studierende mit je 300 Euro im Monat gefördert. Die eine Hälfte der Förderung spenden private Förderer, die andere Hälfte gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung dazu. Eine Besonderheit des Stipendiums an der Goethe-Universität ist das ideelle Förderprogramm.

Vergabefeier der Deutschland-Stipendien
Donnerstag, 29. Januar 2015, um 19 Uhr. Festsaal Casino, Campus Westend.

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Stabsstelle Fundraising, Goethe-Universität. Tel. (069) 798-12756; m.pacera@vdv.uni-frankfurt.de

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Jan 27 2015
14:04

Der Politikwissenschaftler und Alfred Grosser-Gastprofessor Yves Sintomer spricht in einer öffentlichen Vorlesung über gegenwärtige Entwicklungen in beiden Ländern

Deutschland und Frankreich im Vergleich

FRANKFURT. Europa erlebt derzeit eine Krise der politischen Repräsentation. Die Parteien verlieren Mitglieder, das Vertrauen in die Politik wird geringer, vielerorts entwickeln sich autoritäre Tendenzen. Was dies für Deutschland und Frankreich bedeutet, erforscht der Franzose Prof. Dr. Yves Sintomer. Entwicklung und Geschichte beider Länder sind eng miteinander verflochten. Gegenwärtig entwickeln sich die Staaten jedoch unterschiedlich. Sintomers Diagnose: Anders als Deutschland hat Frankreich erhebliche Schwierigkeiten mit Reformen, die Politik verliert an Sachlichkeit, Rechtspopulismus nimmt zu. Doch ist die Krise in Frankreich wirklich so tief? Welche Perspektiven haben Deutschland und Frankreich? Antworten gibt der aktuelle Inhaber der Frankfurter Alfred Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung in seinem Vortrag.

Prof. Yves Sintomer: „Die Krise der repräsentativen Demokratie: Frankreich und Deutschland im Vergleich“.
Vortrag im Rahmen der  Alfred Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung
29. Januar 2015, 19 Uhr, PEG-Gebäude, Raum 1.G 192, Campus Westend.

Yves Sintomer ist Professor an der Université Paris 8 und Senior Fellow des Institut Universitaire de France. Seine Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung deliberativer Demokratie, die Ausprägungen partizipativer Demokratie in Europa und die Veränderung der politischen Repräsentation in Frankreich, Deutschland, Brasilien und China. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Sozialforschung (IfS) ist Sintomer mit Frankfurt verbunden.

Die Alfred Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt wurde 2009 auf Initiative der Deutsch-Französischen Gesellschaft von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft gestiftet. Mit dem Projekt sollen die Forschung und der öffentliche Diskurs über die Bürgergesellschaft am Standort Frankfurt vorangebracht und international sichtbar gemacht werden. Namenspatron ist der in Frankfurt geborene renommierte Politikwissenschaftler Alfred Grosser.

Forschung

Jan 27 2015
14:02

Grabungen in Nigeria zurzeit nicht möglich – Frankfurter Archäologen wollen kein Sicherheitsrisiko eingehen – Nun werden vorhandene Daten in Frankfurt ausgewertet

1,6 Mio Euro von der DFG: Erforschung der Nok-Kultur geht in die dritte Runde

FRANKFURT. Das Wissenschaftler-Team des Instituts für Archäologische Wissenschaften, das seit 2005 die Nok-Kultur in Nigeria erforscht, kann seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird das auf insgesamt 12 Jahre Laufzeit angelegte Forschungsprogramm weitere drei Jahre mit 1,6 Millionen Euro unterstützten. Ziel ist es mehr zu erfahren über die mit 2000 bis 3000 Jahren älteste Figuralkunst in Afrika südlich der Sahara sowie die Lebensumstände dieser Kultur.

Allerdings zwingen die politischen Unruhen in Nigeria die Forscher zu einer Änderung ihrer Pläne. Grund sind die politischen Unruhen in Nigeria, insbesondere die Anschläge der islamistischen Terrororganisation Boko Haram: „Das Sicherheitsrisiko für das Team ist zu groß, deshalb müssen wir die Feldarbeiten in Nigeria verschieben und der sich hoffentlich verbessernden Situation anpassen“, so Prof. Dr. Peter Breunig. Der Frankfurter Archäologe bereist das westafrikanische Land seit 1989 regelmäßig.

In der Zwischenzeit planen die zehn Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die bisherigen Ausgrabungen und die vorliegenden Fundinventare von 79 Grabungsstellen auszuwerten und die Aufarbeitung, Publikation und Internet-Präsentation der bisher zusammengetragenen Daten vorzuziehen. Die Frankfurter Ergebnisse könnten vielleicht schon bald das einzige und nicht mehr zu erweiterbare Wissen über diese Kultur darstellen. Denn die Raubgräber, die seit Jahrzehnten in Nigeria aktiv sind, lassen sich von den politischen Unruhen wenig beeindrucken; ihr Geschäft geht weiter: „Die Skulpturen sind auf dem internationalen Kunstmarkt weiter sehr begehrt. Die Raubgräber zerstören auf der Suche nach diesen Schätzen systematisch eine Fundstelle nach der anderen“, bedauert Breunig.

Neben den bis zu einem Meter großen, über 2000 Jahre alten Terrakotten, die bei vielen Grabungen gefunden werden, sind die Wissenschaftler auch auf andere Funde wie Keramikgefäße, Steingeräte, Eisenobjekte und pflanzliche Reste gestoßen, deren Auswertung ein umfassendes Bild der Nok-Kultur liefern wird. Dazu der Frankfurter Archäologe: „So lassen beispielsweise die Keramikgefäße, die sich in Form und Verzierung unterscheiden, Entwicklungsabschnitte erkennen, die eine Grundlage der Chronologie der Nok-Kultur bilden.“

Ein eigener, von Prof. Dr. Katharina Neumann geleiteter Projektteil, widmet sich den pflanzlichen Resten, die sich regelmäßig in den Ausgrabungsflächen finden. Sie liefern Hinweise auf die Umwelt und die Wirtschaftsweise. Bereits jetzt ist erkennbar, dass die Nok-Kultur nur wenige Kulturpflanzen genutzt hat. „Von Anfang an waren Hirse und eine Bohnenart, außerdem verschiedene Wildfrüchte vertreten; erst nach dem Ende der Nok-Kultur kamen die Ölpalme sowie ein ‚Fonio’ genanntes Getreide hinzu“, erläutert die Archäobotanikerin Neumann. „Unter Umständen war die konservative Haltung der Menschen, die sich in ihrem begrenzten Kulturpflanzenspektrum und in der standardisierten Herstellung der Terrakotta-Skulpturen ausdrückt, mit ein Grund für das Verschwinden der Nok-Kultur um 300 v. Chr.“

Als übergeordnetes Thema betrachten die Archäologen die gesellschaftliche Entwicklung in der Nok-Kultur von kleinen Gruppen aus Jägern und Sammlern zu großen Gemeinschaften mit zunehmend komplexen Formen menschlichen Zusammenlebens. „Die Nok-Kultur mit ihrer rätselhaften Verwendung der zahllosen Terrakotten verkörpert ein vielversprechendes Beispiel dieser Entwicklung“, ergänzt Breunig. Aus dem Fundzusammenhang schließen die Archäologen, dass zumindest ein Teil der Plastiken Bestandteil komplexer Ritualpraktiken waren, die am ehesten mit Ahnenkult in Verbindung zu bringen sind.

Das Frankfurter Archäologen-Team will noch mehr erfahren über die Siedlungs- und Wirtschaftsweise, die soziale Organisation sowie die Rolle, die das Aufkommen der Eisenmetallurgie als eine große technologische Umwälzung dabei spielte. Während in den ersten beiden Phasen der DFG-Förderung die Chronologie und Struktur der Fundstellen im Mittelpunkt standen, werden sich die Forscher in den kommenden drei Jahren den regionalen Differenzierungen im Verbreitungsgebiet der Nok-Kultur widmen, das fast die fünffache Größe Hessens umfasst. Auf dem Programm stehen u.a. exemplarische Untersuchungen einer großen Siedlungskammer, in der Fundstellen der Nok-Kultur zahlreich auftreten und Einblick in die Siedlungsgewohnheiten der Menschen damals versprechen, und von Plätzen zur Eisenverhüttung. Denn die Nok-Kultur liefert Hinweise auf das früheste Eisen im sub-saharischen Afrika, was weiter untermauert werden soll.

Finanziert wurde von der DFG auch die große erfolgreiche Skulpturenausstellung, die vom Oktober 2013 bis März 2014 in Kooperation mit dem Frankfurter Liebieghaus stattfand. Dort wurden über 100 Skulpturen und Fragmente der Nok-Kultur und eine Zusammenfassung bisheriger Forschungsergebnisse gezeigt. Sämtliche Objekte aus der Frankfurter Ausstellung wurden inzwischen wieder an die zuständige Bundesbehörde in Nigeria zurückgegeben, wo sie in einer Ausstellung in der Landeshauptstadt Kaduna gezeigt werden. Sie waren nur Leihgabe für die wissenschaftliche Auswertung und die Frankfurter Ausstellung.

Informationen: Prof. Peter Breunig, Instituts für Archäologische Wissenschaften, Bereich Archäologie und Archäobotanik Afrikas, Campus Westend, Tel. (069) 798-32094, breunig@em.uni-frankfurt.de

Fotos und Bildtexte zur Herunterladen unter: www.uni-frankfurt.de/53831781

Veranstaltungen

Jan 27 2015
13:52

Kristien Hemmerechts und Franca Treur lesen auf dem Campus Westend – Neue Veranstaltungsreihe des Lektorats Niederländisch

Flämische Schriftstellerin rührt an nationalem Trauma: Roman über die Frau des Kinderschänders Marc Dutroux

FRANKFURT. Mit Lesungen und Diskussionsveranstaltungen zur Literatur bereitet das Lektorat Niederländisch der Goethe-Universität das interessierte Frankfurter Publikum auf den Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016 vor: Regelmäßig werden in den kommenden Monaten jeweils ein niederländischer und ein flämischer Gast eingeladen.

Zum Auftakt kommen am 6. Februar (Freitag) die Schriftstellerinnen Franca Treur und Kristien Hemmerechts. Sie werden auf Niederländisch aus ihren Romanen „Dorsvloer vol confetti“ (deutsch: „Ein Dreschboden voller Konfetti“) und „De vrouw die de honden eten gaf“ (deutsch: „Die Frau, die den Hunden zu essen gab“) lesen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Casino, Raum 1.812, Campus Westend. Sowohl Kristien Hemmerechts als auch Franca Treur haben mit ihren Romanen jeweils empfindliche Stellen in der belgischen bzw. niederländischen Gesellschaft getroffen und sehen sich deshalb einiger Kritik ausgesetzt; auch darüber werden sie mit den Zuhörern diskutieren.

Selten hat in den letzten Jahren das Erscheinen eines Romans so viel Diskussionen, Kontroversen und Kritik ausgelöst wie das Anfang 2014 erschienene Buch von Kristien Hemmerechts „De vrouw die de honden eten gaf“. In dem Roman versucht sich die Autorin in Michelle Martin – Belgiens meist gehasste Frau – hineinzuversetzen. Die Frage, die sie dabei beschäftigt ist, wie eine Mutter von drei Kindern es fertigbrachte, die Hunde ihres inhaftierten Ehemannes, des Kinderschänders Marc Dutroux, zu füttern, während sie wusste, dass im Keller zwei junge Mädchen eingesperrt waren und verhungerten. Die Reaktionen auf Kristien Hemmerechts Versuch zeigen, dass Belgiens nationales Trauma noch lange nicht geheilt und die Verarbeitung immer noch ein Tabu ist.

Kristien Hemmerechts (geb. 1955) hat bereits etwa 30 Bücher, meist Romane veröffentlicht, die häufig als provozierend wahrgenommen wurden. „De vrouw die de honden eten gaf „wurde bereits ins Französische und Englische übersetzt, eine schwedische Übersetzung ist in Vorbereitung.

Franca Treurs Debütroman „Dorsvloer vol confetti“ aus dem Jahre 2009 wurde in den Niederlanden sehr positiv aufgenommen, er wurde mit dem Selexyz-Preis für das beste Debüt ausgezeichnet und im vergangenen Jahr verfilmt. Es ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das in den 1990er Jahren in der Provinz Seeland in einer streng reformierten, kinderreichen Bauernfamilie aufwächst – ein Familienmodell, von dem man angenommen hatte, es würde der Vergangenheit angehören. Aufgrund dieser Thematik wird Franca Treur (geb. 1979) mit Schriftstellern wie Jan Siebelink und Maarten`t Hart verglichen, obwohl sie fast 40 Jahre jünger ist. Da der Roman deutliche autobiografische Züge aufweist, wird Franca Treur in reformierten Kreisen als Nestbeschmutzerin kritisiert.

Keiner der beiden Romane ist bisher ins Deutsche übersetzt worden, aber vielleicht ändert sich das noch bis zur Buchmesse 2016.

nformationen: Laurette Artois, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Lektorat Niederländisch, Campus Westend, Tel.: (069) 798 32851, artois@lingua.uni-frankfurt.de; http://www2.uni-frankfurt.de/42255016/Veranstaltungsreihe

Veranstaltungen

Jan 27 2015
13:48

Rhein-Main Neuronetz goes public/ Öffentlicher Vortrag von Wolf Singer

Ein starkes Netzwerk für die Hirnforschung

FRANKFURT. Das Rhein-Main Neuronetz (rhine-main neuroscience network, rmn²) gehört in Forscherkreisen zu den international sichtbaren Standorten der Hirnforschung in Deutschland. Gegründet wurde es vor fünf Jahren als Zusammenschluss von Forschungsinstitutionen in Frankfurt und Mainz, um Forschungsgeräte und Technologien gemeinsam zu nutzen und neue Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis umzusetzen. Nun stellt sich das rmn² erstmals der Öffentlichkeit vor.

Was? 1. rmn² lecture mit Prof. Wolf Singer: „Das Gehirn, ein sich selbst organisierendes, dynamisches System: Herausforderungen eines Paradigmenwechsels“

Wann? Montag, dem 2. Februar 2015 um 17:15 Uhr

Wo? Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Hörsaalzentrum  HZ1, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt

Die Vorlesungen werden von nun an jährlich abwechselnd in an der Goethe-Universität und der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, stattfinden. Weitere Mitglieder des Netzwerks sind die Universitätskliniken beider Städte, das Institut für Molekulare Biologie Mainz, das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), das Ernst Strüngmann Institut sowie die Max-Planck Institute für Hirnforschung und Empirische Ästhetik in Frankfurt.

Die internationale Sichtbarkeit des Neuro-Forschungsverbunds steht auf einer Stufe mit den Forschungsnetzwerken in Berlin und München. Zu den größten, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Verbundprojekten des rmn² gehören die „Molekularen und Zellulären Mechanismen der Neuralen Homöostase“ und “Multiple Sklerose: Von einem neuen Verständnis der Pathogenese zur Therapie“.

In seinem Vortrag wird Wolf Singer, ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung, Mitbegründer des FIAS und Senior Fellow am Ernst-Strüngmann- Institut für Neurowissenschaften, aufzeigen, dass die Funktionen des Gehirns auf dem Zusammenwirken einer Vielzahl räumlich verteilter Prozesse beruhen, die sich ohne Zutun einer zentralen Instanz koordinieren. Für die Grundlagenwissenschaft ist es eine große Herausforderung, die Prinzipien dieser Eigendynamik zu verstehen.  Nicht zuletzt, weil vermutlich eine Reihe neurologischer und vor allem psychiatrischer Erkrankungen auf Störungen dieser Dynamik beruhen.

Wird ein vertieftes Verständnis der Verarbeitungsprozesse im Gehirn in naher Zukunft die Entwicklung intelligenter, künstlicher Systeme begünstigen? Und wie wird dies den Blick auf uns selbst verändern? Auch diese Fragen werden im Rahmen des Vortrags thematisiert.

Alle Interessierten sind zu Vortrag, Diskussion und kleinem Umtrunk eingeladen.

Informationen: Dr. Gabi Lahner, Koordinatorin des Rhine-Main Neuroscience Network (rmn²), Neuroscience Center, Universitätsklinikum Frankfurt, Tel.: (069) 6301-6021, lahner@em.uni-frankfurt.de.
www.rmn2.de

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Jan 27 2015
09:31

Vortrag von Trude Simonsohn, Überlebende des Holocaust, anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz

Die Kinder im KZ Theresienstadt

FRANKFURT. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von sowjetischen Truppen befreit. Auschwitz ist heute ein Synonym für den Holocaust. Trude Simonsohn, Überlebende des Konzentrationslagers Theresienstadt und des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, spricht anlässlich des Gedenktages über „Die Kinder im KZ Theresienstadt“. Simonsohn betreute selbst als junge Frau jugendliche Mädchen unter den Ausnahmebedingungen des Konzentrationslagers Theresienstadt. Sie überlebte und berichtet seit vielen Jahren in Schulen und Universitäten über ihre Erlebnisse.

Die öffentliche Veranstaltung ist Teil der Vorlesung „Zur Problematik der ‚Klassiker der Pädagogik‘“ von Prof. Benjamin Ortmeyer.

Trude Simonsohn: „Die Kinder im KZ Theresienstadt.“
Mittwoch, 28. Januar, 10.15 Uhr. Hörsaalgebäude,
Raum H V, Campus Bockenheim der Goethe-Universität, Gräfstr.

Veranstaltungen

Jan 26 2015
14:40

Der Altphilologe und Philosoph Heinz Wismann hält Abendvortrag im Forschungskolleg Humanwissenschaften

Der deutsch-französische Dialog und seine sprachlichen Strukturen

FRANKFURT. Im Deutschen muss man jeden Satz beenden – vor allem wenn das Prädikat zweigeteilt ist. Darüber hat schon Madame de Staël in ihrem Deutschland-Buch „De l’Allemagne“ geklagt: Diese Eigenschaft des Deutschen verhindere das produktive Stimmengewirr französischer Salons. Die sprachlichen Unterschiede zwischen dem Deutschen und dem Französischen und die zugrunde liegenden geistigen Unterschiede thematisiert der Altphilologe und Philosoph Heinz Wismann bei einem Vortrag am Mittwoch, 28. Januar, im Forschungskolleg Humanwissenschaften.

„Gegenstrebige Fügung. Zur sprachlichen Problematik des deutsch-französischen Dialogs“: So lautet der Titel des Abendvortrags, den der Wissenschaftler am Mittwoch, 28. Februar, um 19 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg halten wird. Das Interesse für die verschiedenen Formen sprachlicher Zugänge zur Wirklichkeit und die Konsequenzen, die daraus für den Dialog der Kulturen entstehen, keimte Ende des 18. Jahrhunderts auf. Im Gefolge nationalstaatlicher Entwicklungen gewann es rasch an Bedeutung. Ausgehend von Germaine de Staëls Überlegungen und Humboldts Entwurf einer vergleichenden Sprachwissenschaft, will Wismann das produktive Spannungsverhältnis zwischen den beiden Nachbarsprachen auf lexikalischer, morphologischer und syntaktischer Ebene beschreiben. Das Freilegen der geistigen Strukturen soll dazu dienen, Missverständnisse auszuräumen und zu zeigen, wie sich die beiden Grundeinstellungen gegenseitig ergänzen.

Der Altphilologe und Philosoph Heinz Wismann, Jahrgang 1935, ist Forschungsdirektor an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris. Sein jüngstes Buch „Penser entre les langues“ von 2012 befasst sich mit dem „linguistischen Dazwischen“ des Denkens, eine Figur, die als Modell für die europäischen Kulturen dient und sowohl deren Zusammenhalt als auch die Unterschiede zum Ausdruck bringt. Die Einführung zum Vortrag hält Prof. Pierre Monnet, der das an der Goethe-Universität angesiedelte Institut français d’histoire en Allemagne leitet und zugleich auch Forschungsdirektor an der École des Hautes Ètudes en Sciences Sociales ist.

Die Vortrag in der Reihe EuropaDialoge/Dialogues d‘Europe statt, die gemeinsam vom Forschungskolleg und dem an der Goethe-Universität angesiedelten Institut français d’histoire en Allemagne veranstaltet wird. Im vorigen Jahr konnte der französische Wirtschaftswissenschaftler Prof. Thomas Piketty („Das Kapital im 21. Jahrhundert“) für einen Abend gewonnen werden. Weitere Vorträge werden in diesem Jahr unter anderem Prof. Dr. Udo di Fabio, Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Lucia Puttrich halten.

„Gegenstrebige Fügung. Zur sprachlichen Problematik des deutsch-französischen Dialogs“. Abendvortrag im Rahmen der Reihe „EuropaDialoge/Dialogues d’Europe“. Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe.

Anmeldung: per Fax unter der Nummer 06172/13977-39 oder per E-Mail an info@forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Information: www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de, bei Prof. Dr. Pierre Monnet, Telefon 069/798-31901, E-Mail: monnet@ehess.fr oder bei Prof. Matthias Lutz-Bachmann, Vizepräsident der Goethe-Universität, Telefon: 069/798-32779; -32776, E-Mail: Lutz-Bachmann@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 23 2015
11:54

Am 27. Januar spielt das Trio Chagall Werke von Dmitri Schostakowitsch und Mieczyslaw Weinberg

Konzert zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

FRANKFURT. Der Verein Musica Judaica lädt gemeinsam mit der Goethe-Universität am Dienstag, 27. Januar 2015, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, zu einem Gedenkkonzert ein. Das Trio Chagall mit Marat Dickermann (Violine), Stephan Breit (Violoncello), Monica Gutman (Klavier) wird an dem Abend das Klaviertrio e-Moll op. 67 (1944) von Dmitri Schostakowitsch sowie das Klaviertrio a-Moll op. 24 (1945) von Mieczyslaw Weinberg spielen. Ebenso wie der Verein Musica Judaica engagiert sich das Frankfurter Ensemble durch Konzerte und Einspielungen dafür, Werke jüdischer Komponisten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Dmitri Schostakowitsch (1906–1975), einer der bedeutendsten Komponisten Russlands im  20. Jahrhundert, integrierte Themen und Elemente jüdischer Musik in seine Werke. So auch in seinem Klaviertrio op. 67 aus dem Jahr 1944. Mit diesem kompositorischen Schaffen, zeigte Schostakowitsch sich solidarisch gegenüber zahlreichen Kollegen und Freunden, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft verfolgt wurden. Im Spätsommer 1942 wurden mehrere jüdische Dozenten des Moskauer Konservatoriums entlassen. Das zweite an diesem Abend gespielte Klaviertrio op. 24, wurde 1945 von Mieczys?aw Weinberg (1919–1996) komponiert. Der aus einer jüdisch-polnischen Familie stammende Komponist war auf der Flucht vor den Nationalsozialisten 1943 in die Sowjetunion gelangt. Auf Einladung Schostakowitschs kam Weinberg nach Moskau – eine Künstlerfreundschaft entstand. Die beiden in dem Konzert gespielten Klaviertrios von Schostakowitsch und Weinberg zeigen trotz ihrer starken Individualität sowohl in der kompositorischen Anlage als auch durch außermusikalische Bezüge deutliche Parallelen. 

Zur Erläuterung des Programms gibt Prof. Dr. Daniela Philippi, Vorstand des Vereins Musica Judaica e.V., einen kurzen Einführungsvortrag.

Konzert zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, Beginn: 19.30 Uhr, Lobby der Zentralverwaltung PA Gebäude, Campus Westend.

Eintritt 15 Euro, für Mitglieder 10 Euro, für Studierende und Schüler frei.

Kontakt: Prof. Daniela Philippi, Institut für Musikwissenschaft, Tel. (069) 798-22161, philippi@em.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Jan 23 2015
11:33

Medien-Einladung: Universitätspräsidentin Birgitta Wolff überreicht am 27. Januar den DAAD-Preis 2014 an besten ausländischen Studierenden der Goethe-Universität.

Neujahrsempfang für internationale Wissenschaftler

FRANKFURT. Im Rahmen des Neujahrsempfangs des International Office und des Goethe Welcome Centre wird Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender verleihen. Im Anschluss daran wird Wolff die internationalen Wissenschaftler an der Goethe-Universität begrüßen.

Ablauf der Feier am 27. Januar

16.30-18.00 Uhr: Begrüßung der DAAD-Stipendiatinnen und –Stipendiaten seitens der Goethe-Universität und des DAAD 18.00 Uhr: Verleihung des DAAD-Preises 2014 19.00 Uhr: Neujahrsempfang 2015 für die internationalen Wissenschaftler an der Goethe-Universität; Rede von Universitätspräsidentin Birgitta Wolff Ab 19.30 Uhr: Eröffnung des Büffets, geselliges Beisammensein.
Ort: Gästehaus der Goethe-Universität, Frauenlobstr. 1.

Die Verleihung des DAAD-Preises 2014 und der Neujahrsempfang bieten Medienvertretern Gelegenheit, mit den internationalen Studierenden und Wissenschaftlern an der Goethe-Universität ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen: Florian von Bothmer, International Office, Director Goethe Welcome Centre, Goethe-Universität Frankfurt. Tel.:(069)-798-17192; vonBothmer@em.uni-frankfurt.de

 

Veranstaltungen

Jan 22 2015
09:06

Premiere von „Natural Affection“ ist am 30. Januar auf dem Campus Westend

Chaincourt Theatre Company präsentiert Mutter-Sohn-Drama

FRANKFURT. Eine Mutter, hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrem Sohn und einer neuen Beziehung: Wie wird sie sich entscheiden, kann sie sich überhaupt entscheiden? Die Chaincourt Theatre Company, angesiedelt am Institut für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität, präsentiert ihr neuestes Stück Natural Affection“ von William Inge. Am 30. Januar ist Premiere des englischsprachigen Stücks.

In Sues Leben läuft nur wenig falsch: Sie hat einen guten Job in Chicago und lebt zusammen mit ihrem jüngeren Liebhaber Bernie in einem eigenen Apartment. Diese Ruhe droht jedoch zu kippen, als ihr Sohn Donnie über Weihnachten zu Besuch kommt. Er hat den größten Teil seines Lebens im Waisenhaus verbracht und lebt seit mehreren Jahren in einer Besserungsanstalt, die er nun wegen guter Führung verlassen dürfte – wenn Sue ihn bei sich aufnimmt. Doch es kommt zu Spannungen zwischen Donnie und Bernie, und auch die Besuche von Claire und Vince, dem Ehepaar gegenüber, stellen die Beziehungen von Sue zu den beiden Männern auf die Probe. Am Ende muss sie sich entscheiden – will sie ihrer Liebe und Verpflichtung ihrem Sohn gegenüber nachkommen, oder will sie ihr Leben mit Bernie, trotz aufgekommener Unstimmigkeiten, wie bisher weiterführen?

Die Premiere von „Natural Affection“ 1962 fiel in die Zeit des Kritikerstreiks in New York – obwohl William Inge ein machtvolles, tragendes Drama geschaffen hatte, entging es der Aufmerksamkeit des Publikums. Jetzt präsentiert die Chaincourt Theatre Company „Natural Affection“ neu – aber immer noch so aktuell, wie vor über fünfzig Jahren.

Chaincourt Theatre Company: “Natural Affection“

Premiere: 30. Januar 2015; weitere Aufführungen: 31. Januar, 6. Februar u. 7. Februar 2015.
Vorstellungsbeginn: jeweils um 19.30 Uhr.

Ort:  IG-Farben-Nebengebäude, Raum 1.741, Campus Westend
Karten: 10 €/5 € (ermäßigt), erhältlich an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn oder in „Zimmer 17“ (Raum 3.257, IG-Farben-Haus, Tel. 793 32550); Montag 12-16; Dienstag 10-14; Mittwoch 14-16; Donnerstag 10-14.

Kontakt:  James Fisk, Künstlerische Leitung (fisk@em.uni-frankfurt.de)

Weitere Informationen unter www.chaincourt.org

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Jan 21 2015
16:55

Komponist spricht am 27. Januar auf dem Campus Westend.

Wolfgang Rihm eröffnet Frankfurter Poetikvorlesungen

FRANKFURT. Den Auftakt der Frankfurter Poetikvorlesungen im Wintersemester 2014/15 bestreitet der renommierte Komponist und Professor für Komposition Wolfgang Rihm. Sein Vortrag am 27. Januar trägt den Titel „Über das Erfinden von Musik“. Die Poetikvorlesungen stehen in diesem Semester unter dem Motto „Poetiken zwischen den Künsten – Dialoge mit der Literatur“. Ausgelotet werden Bezüge zwischen musikalischen, filmischen und literarischen Kompositionen. Den zweiten Vortrag am 3. Februar wird der Film- und Fernsehregisseur Dominik Graf halten.

Wolfgang Rihm hat in Karlsruhe, Köln und Freiburg bei Eugen Werner Velte, Karlheinz Stockhausen, Klaus Huber, Wolfgang Fortner und Humphrey Searle Komposition studiert. Seit 1985 hat er an der Musikhochschule Karlsruhe eine Professur für Komposition inne. Rihm erhielt unter anderem den Rolf Liebermann-Preis, das Bundesverdienstkreuz, den Jacob Burckhardt-Preis der Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung, den Bach-Preis der Stadt Hamburg sowie den Ernst von Siemens Musikpreis. Er ist ferner Mitglied der Akademien der Künste München, Berlin und Mannheim.

„Wolfgang Rihms Musik ist im aktuellen Konzertleben in einem Maße präsent wie wohl keine andere der Komponistenkollegen seiner Generation. Dies mag sich zum einen seinem enormen Œuvre verdanken, das mittlerweile um die 500 Werke unterschiedlichster Gattungen und Besetzungen umfasst, von Solowerken für verschiedene Instrumente über Lieder-Zyklen, Kammer- und Ensemblemusik bis hin zu zahlreichen Orchester- und einer ganzen Reihe von Bühnenwerken, die Interpreten und Veranstaltern viele Möglichkeiten für die Programmgestaltung bieten und zudem auch noch sehr gut spielbar sind“, sagt Prof. Marion Saxer, Musikwissenschaftlerin an der Goethe-Universität, im aktuellen UniReport über Rihm.

„Poetiken zwischen den Künsten – Dialoge mit der Literatur“.
Frankfurter Poetikvorlesungen im Wintersemester 2014/15.
27. Januar: Wolfgang Rihm. 18 Uhr c.t. im Hörsaalzentrum (HZ 1&2), Campus Westend der Goethe-Universität.

Am 3. Februar wird der Regisseur und Drehbuchautor Dominik Graf den zweiten Vortrag im Rahmen der Frankfurter Poetikvorlesungen halten. Er spricht dann über den „Erzähler im Kino: Antagonismus von Kommentar und Kamera?“.

Porträts von Wolfgang Rihm und Dominik Graf im aktuellen UniReport unter http://www.uni-frankfurt.de/53303289 (S. 19).

Weitere Informationen unter: www.poetikvorlesung.uni-frankfurt.de

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Jan 21 2015
14:46

Am 26. Januar diskutiert die Frankfurter Bürger-Universität über Flüchtlingselend und Fachkräftemangel

Welche Einwanderungspolitik braucht Deutschland?

FRANKFURT. Die Flüchtlingsströme über das Mittelmeer nach Europa reißen nicht ab. Viele der Menschen fliehen vor Krieg, Verfolgung und Armut. Doch nicht alle schaffen den Weg nach Europa. „Dass es nicht gelingt, die Seenotrettung so zu organisieren, dass die Menschen nicht zu hunderten im Meer ersaufen, ist ein Verstoß gegen die Menschlichkeit, den sich Europa nicht leisten sollte“, äußert sich Tom Koenigs. Koenigs ist neben anderen prominenten Experten Teilnehmer des Podiums der nächsten Bürger-Universität zum Thema Flüchtlingspolitik. Der menschenrechtspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen fordert darüber hinaus die Aufnahme von mehr Flüchtlingen in Deutschland. Aus seiner Sicht bereichern sie unser Land. Auch im aktuellen UniReport 6.14 (S. 24, http://www.uni-frankfurt.de/53303289) äußert sich Koenigs in einem Gastbeitrag dazu.

Diejenigen, die es nach Europa geschafft haben, dürften laut Dubliner Abkommen jedoch nur in jenem Land Asyl beantragen, wo sie als erstes europäischen Boden betreten haben. Pater Peter Balleis, ebenfalls mit auf dem Podium der Bürger-Universität,  plädiert daher dafür, dass sich Asylbewerber frei für ein Land entscheiden können: „Die Flüchtlinge wissen sehr wohl, wo sie eine bessere Chance haben, sich zu integrieren, wo sie vielleicht schon Bekannte und Verwandte haben“, sagt der Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Asylbewerber immer weiter angestiegen. Knapp über 200.000 Asylanträge wurden 2014 in Deutschland gestellt. Im Jahr zuvor waren es noch rund 73.000 weniger. Die meisten der Bewerber kamen aus Syrien.

Das Flüchtlingselend beschäftigt am Montag, den 26. Januar 2015, 19.30 Uhr, auch die Experten und die interessierte Öffentlichkeit anlässlich der Bürger-Universität: „Welche Einwanderungspolitik braucht Deutschland? Flüchtlingselend und Fachkräftemangel“, lautet der Titel. Auf dem Podium diskutieren neben Grünen-Politiker Tom Koenigs und Pater Peter Balleis auch der Migrationsforscher Prof. em. Dietrich Thränhardt sowie der Integrationsbeauftrage der Bayerischen Staatsregierung Martin Neumeyer über zentrale Fragen der Einwanderungspolitik in Deutschland: Ist es aus humanitären Gründen nicht geboten, so viel zu helfen, wie wir können? Und was kann in den Herkunftsländern getan werden, um die Fluchtgründe zu beseitigen? Wie könnte eine Einwanderungspolitik aussehen, die sowohl dem Gebot der Menschlichkeit nachkommt als auch den Bedürfnissen der Wirtschaft nach dringend benötigten Fachkräften?

Die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität nimmt sich im Wintersemester 2014/15 unter dem Titel „Alles nur Schwarzmalerei?“ der kaum noch überschaubaren Krisenanhäufungen der Gegenwart an. An insgesamt sechs Abenden werden exemplarisch sechs Krisen und Konflikte analysiert, die uns in den kommenden Jahren sicherlich weiter beschäftigen werden.

Wie immer wird die Frankfurter Bürger-Universität von einer umfangreichen Broschüre begleitet. Diese beinhaltet neben den eigens konzipierten Diskussionsabenden auch zahlreiche Veranstaltungen aus den Fachbereichen der Goethe-Universität. Alle stehen den Bürgerinnen und Bürger Frankfurts und des Rhein-Main-Gebiets größtenteils kostenfrei offen.

Die Broschüre können Sie über die Homepage www.buerger.uni-frankfurt.de anfordern.

Frankfurter Bürger-Universität: „Welche Einwanderungspolitik braucht Deutschland? Flüchtlingselend und Fachkräftemangel“, Dominikanerkloster, Kurt-Schumacher-Str. 23, 60311 Frankfurt am Main, Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt frei