​​​​​​Pressemitteilungen ​​​ – Februar 2014

Veranstaltungen

Feb 6 2014
12:37

Ringvorlesung des Fachbereichs Rechtswissenschaft zum Universitätsjubiläum

Rechtswissenschaft in Frankfurt – vor den Herausforderungen der nächsten 100 Jahre

FRANKFURT. Der Fachbereich Rechtswissenschaft veranstaltet im Jubiläumsjahr der Goethe-Universität eine öffentliche Ringvorlesung mit dem Thema „Rechtswissenschaft in Frankfurt vor den Herausforderungen der nächsten 100 Jahre – Erfahrungen und Erwartungen“. Den Auftakt bildet am Mittwoch (12. Februar) der Themenkomplex „Grundlagen des Rechts“, es referieren Prof. Dr. Thomas Duve, Direktor des Frankfurter Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte, zu „Rechtsgeschichte – Traditionen und Perspektiven“ und Prof. Dr. Hasso Hofmann, Humboldt-Universität zu Berlin, zu „Über Volkssouveränität“. Die Vorträge, zu den auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist, beginnen um 14 Uhr im Casino (Raum 1.801), Campus Westend

An insgesamt vier Terminen beschäftigen sich international renommierte Wissenschaftler mit den Bereichen Grundlagen des Rechts, Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Die Vortragenden greifen Themenstellungen auf, zu denen der Fachbereich in der Vergangenheit durch seine Forschung beigetragen hat und sich auch in Zukunft weiter positionieren wird. „Mit der Ringvorlesung präsentiert der Fachbereich zum einen die Breite seiner thematischen Aufstellung und erhofft sich zum anderen Impulse für die zukünftige Orientierung unserer Forschungsschwerpunkte Grundlagen des Rechts, Internationalisierung des Rechts sowie Law and Finance“, so der Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Georg Hermes.

Weitere Termine für die Ringvorlesung sind:

30. April 2014, 14-17 Uhr, Raum 1.801 (Casino, Campus Westend)

  • Law and Finance – Neue Ansätze / Prof. Dr. Katharina Pistor, Columbia Law School
  • Wirtschaftsverfassung oder Wirtschaftsdemokratie. Franz Böhm und Hugo Sinzheimer jenseits des Nationalstaates / Prof. Dr. Gunther Teubner, Goethe-Universität

21. Mai 2014, 14-17 Uhr, Raum 1.801 (Casino, Campus Westend)

  • Das verschleierte Gesicht – Grund für strafrechtliche Verbote? / Prof. Dr. Tatjana Hörnle, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Die Bedeutung fundamentaler Strafrechtsprinzipien im modernen EU-Strafrecht / Prof. Dr. Maria Kaiafa-Gbandi, Aristoteles-Universität Thessaloniki

11. Juni 2014, 14-20 Uhr, Raum 1.801 (Casino, Campus Westend)

  • Public International Law in Frankfurt
         Prof. Dr. Michael Bothe, Goethe-Universität Frankfurt
  • The Future of Public International Law
         Prof. Dr. Martti Koskenniemi, University of Helsinki
  • The Internet in Global      Constitutionalism
         Prof. Dr. Ingolf Pernice, Humboldt-Universität zu Berlin
  • The Future of European (Union) Law
         Prof. Dr. Joseph H. H. Weiler, New York University School of Law

Informationen: Dr. Susanne Pelster, Dekanat Fachbereich Rechtswissenschaft, Campus Westend, Tel. 069/798-34205, Pelster@jur.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Feb 5 2014
10:51

Sein Thema „Schlagzeilen vom Rand der Wirklichkeit“ – Vorlesung bei der Vortragsreihe „Vom Urknall ins Labor“ im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“

Prof. Harald Lesch hält öffentlichen Vortrag auf dem Campus Riedberg

FRANKFURT. Zum Abschluss der öffentlichen Vorlesungsreihe „Vom Urknall ins Labor“ hält am Montag (10. Februar) um 19 Uhr der bekannte Münchner Physiker Prof. Dr. Harald Lesch einen Vortrag, zu dem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in den großen Hörsaal des Otto-Stern-Zentrums auf dem Campus Riedberg eingeladen sind. Sein Thema „Schlagzeilen vom Rand der Wirklichkeit“; Lesch betrachtet die Physik als eine Reise an den Rand der Möglichkeiten. Er zeigt, wie die Physik sich nicht nur auf unser Bild von der Welt auswirkt, sondern auch unser Leben fast vollständig durchdringt.

Der Münchner Physiker beschäftigt sich auch mit der Frage, wieso wir so weit weg von den normalen Formen des Alltags und der Anschauung noch sinnvolle Aussagen über die Grenzbereiche der Wirklichkeit machen können. Seine knappe Antwort: „Wir irren uns empor!“ Nichtsdestotrotz hat die systematische Auseinandersetzung von Experiment und Hypothesen und Theorien die Physik zu einer extrem erfolgreichen Wissenschaft werden lassen, wie Lesch anschaulich unter Beweis stellen wird. Die Vorlesungsreihe „Vom Urknall ins Labor“ findet im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG statt. International renommierte Forscher haben interessierten Laien in diesem Wintersemester Blicke in die realen und virtuellen Laboratorien der Physik gewährt.

Prof. Dr. Harald Lesch studierte Physik und Philosophie an den Universitäten Gießen und Bonn. Er promovierte 1987 mit einer astrophysikalischen Arbeit über aktive galaktische Kerne. Danach war Lesch wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Landessternwarte Königstuhl in Heidelberg und am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Seit 1995 ist er Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik an der Universitätssternwarte der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zudem lehrt er als Professor für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München. Einem großen Publikum ist Lesch, der 2005 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet wurde, durch zahlreiche Fernseh- und Radiosendungen zu einem breiten Spektrum naturwissenschaftlicher Themen und als Sachbuchautor bekannt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne, Naturphilosophie.

Organisatoren und Veranstalter dieser Reihe sind neben der Goethe-Universität das „Helmholtz International Center for Fair“ (Hic for Fair) und das FIAS. Frankfurt ist als Austragungsort einer solchen Ringvorlesung besonders geeignet, da in der Rhein-Main-Region eine Reihe von führenden Forschungsinstitutionen dem Gebiet „Materie unter extremen Bedingungen“ beheimatet ist. Physiker der Goethe-Universität arbeiten eng zusammen mit dem Helmholtzzentrum GSI (Gesellschaft für Schwerionenforschung) in Darmstadt und mit der dort entstehenden Großforschungsanlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research). Begleitet werden diese Aktivitäten vom Mitveranstalter der Vortragsreihe, dem Helmholtz International Center for FAIR (HIC for FAIR), das demnächst sein neues Forschungsgebäude auf dem Campus Riedberg beziehen wird, und von dem benachbarten, theoretisch arbeitenden interdisziplinären Forschungsinstitut FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies).

Informationen: Prof. Dr. Marcus Bleicher, Helmholtz International Center for FAIR, Institut für Theoretische Physik, Campus Riedberg, Tel. (069) 798-47834, contact@hicforfair.de; Dr. Joachim Reinhardt, Frankfurt Institute for Advanced Studies, Institut für Theoretische Physik, Campus Riedberg, Tel. (069) 798-47866, reinhardt@fias.uni-frankfurt.de; fias.uni-frankfurt.de/materie

Personalia/Preise

Feb 4 2014
15:58

Biologin Anja Bremm ist neue Emmy Noether-Stipendiatin an der Goethe-Universität. Sie erforscht Ubiquitin

Kleines Protein mit vielen Funktionen

FRANKFURT. Als Anja Bremm sich Ende 2012 entschied, von Cambridge (UK) nach Frankfurt zu wechseln, war es wegen eines Proteins. Das kleine, im Körper allgegenwärtige Ubiquitin wird von einer Frankfurter Arbeitsgruppe um Prof. Ivan Dikic seit Jahren intensiv erforscht. Ubiquitin wird wie ein Etikett an Proteine in der Zelle geheftet. Diese Markierung kann, je nach Struktur, unterschiedlichste Funktionen in der Zelle übernehmen. Anja Bremm hat eine spezielle Ubiquitin-Struktur charakterisiert, die bei der Anpassung der Zelle an Stresssituationen eine Rolle spielen könnte. Mithilfe eines Emmy-Noether-Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft setzt die Biologin ihre Arbeiten an der Goethe-Universität fort und qualifiziert sich für eine wissenschaftliche Laufbahn.

„Zuerst dachte man, Ubiquitin diene ausschließlich dazu, beschädigte Proteine in der Zelle für die Entsorgung zu markieren“, erklärt die Biologin. „Dann entdeckte man, dass es auch an der Übermittlung von Signalen beteiligt ist.“ Dies läßt sich auf die Fähigkeit von Ubiquitin zurückführen, strukturell unterschiedliche Ketten zu bilden, welche von Adaptoren erkannt und in eine entsprechende Antwort übersetzt werden. Während ihrer Post-Doktoranden-Zeit am MRC Laboratory of Molecular Biology in Cambridge arbeitete Anja Bremm an einer atypischen und bis daher kaum untersuchten Ubiquitinkette. Sie konnte das betreffende Molekül anreichern, kristallisieren und dessen Struktur ermitteln.

Im Rahmen des Emmy Noether Programms wird Anja Bremm die Rolle dieses speziellen Ubiquitin-Signals untersuchen. Dabei wird ihr auch eine weitere Entdeckung aus ihrer Zeit in England helfen: Ein Enzym, das den schönen Namen Cezanne trägt, spaltet Ubiquitinketten dieses Typs spezifisch. Man hat damit ein Werkzeug, um neue physiologische Funktionen dieser atypischen Modifikation zu erforschen. „Soweit wir bisher wissen, spielen atypische Ubiquitin-Signale eine Rolle im zellulären Anpassungsprozess an Stresssituationen, die beispielsweise durch Sauerstoffmangel hervorgerufen werden. Unsere Erkenntnisse könnten künftig dazu beitragen, Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Medikamente zu finden“, erläutert Bremm. Bereits jetzt werden Wirkstoffe, die das Ubiquitin-System hemmen, in der Krebstherapie getestet. „Das verdeutlicht die Dringlichkeit intensiver Forschung auf diesem Gebiet“, unterstreicht die Forscherin. 

Mit Krebsforschung beschäftigte sich Anja Bremm schon während ihrer Doktorarbeit an der Technischen Universität München. Damals untersuchte sie den Zusammenhang von Zelladhäsion und Aktivität des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) im Magenkarzinom. Während dieser Zeit wurde auch ihr Interesse an der Strukturbiologie geweckt. Der berühmte Bruder von EGFR, der Her2-Rezeptor, spielt eine wichtige Rolle in Brustkrebszellen. Dieser kann heute durch einen Antikörper (Trastuzumab) gezielt blockiert werden, was die Prognose der Patientinnen deutlich verbessert. „Die Kristallstrukturen des Her2-Rezeptors, beschrieben von der Gruppe um Daniel J. Leahy in Baltimore (USA), und die Erkenntnisse die daraus gewonnen wurden, haben mir verdeutlicht, dass Zellbiologie in Kombination mit Strukturbiologie ein mächtiges Werkzeug sein kann“, erinnert sie sich.

Die Strukturbiologie ist ein Schwerpunkt des Exzellenzclusters Makromolekulare Komplexe an de Goethe-Universität. Sie beschäftigt sich insbesondere mit der Struktur von Proteinen in der Zelle und der Zellmembran. Deshalb hat Anja Bremm seit kurzem auch ein Büro und Laborräume im Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften auf dem Campus Riedberg bezogen.

Ein Foto zum Download finden Sie hier.

Informationen: Dr. Anja Bremm, Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42510, bremm@em.uni-frankfurt.de.

Veranstaltungen

Feb 4 2014
10:45

„Bewegliche Territorien“: Buch- und Medienpraxis der Goethe-Universität veranstaltet zwei Abende mit Lesung und Diskussion

Ukrainische Autoren in Frankfurt

FRANKFURT. Seit Ende November protestieren Ukrainer in Kiew auf dem Majdan Platz und in anderen Städten gegen die politische Führung des Präsidenten Janukowitsch und für eine Öffnung der Ukraine zur EU. Die politische Lage hat sich in den letzten Wochen noch verschärft. Vor diesem brisanten politischen Hintergrund veranstalten die Studierenden des Fortbildungsprogramms Buch- und Medienpraxis unter der Leitung von Hanne Kulessa zwei ukrainische Abende mit Literatur und Diskussion. Überschrieben sind die Abende, die Teil des Jubiläumsprogramms der Goethe-Universität sind, mit dem Titel „Bewegliche Territorien“. Der zweite Abend wird von einer Ausstellung begleitet, die ab 18.00 Uhr geöffnet ist.

Der erste Abend am Mittwoch, 5. Februar, findet im Literaturhaus Frankfurt statt. Es lesen die Autoren Juri Andruchowytsch, Tanja Maljartschuk, Jurko Prochasko und Serhij Zhadan, die zu den wichtigsten der ukrainischen Gegenwartsliteratur zählen, aus ihren Werken. Die Moderation übernimmt Katharina Raabe. Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 5/3 Euro.

Die Deutsch sprechenden Autoren werden dann am Donnerstag, 6. Februar, auf dem Campus Westend über die politische Situation in ihrem Land diskutieren. Moderieren wird der FAZ-Osteuropa-Korrespondent Konrad Schuller. Beginn: 19.30 Uhr, Casino, Renate-von-Metzler-Saal. Eintritt ist frei. 

Die Veranstaltungen werden von der Otto Wolff Stiftung (Köln) und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt) unterstützt. 

Weitere Informationen: http://ukraine.buchundmedienpraxis.de/ 

Hochschulpolitische Themen

Feb 3 2014
13:00

Architektenwettbewerb entschieden: 1. Preis für Gießener Büro „hjp architekten“

Studierendenhaus auf dem Campus Westend nimmt Gestalt an

FRANKFURT. Im Architektenwettbewerb zum Neubau des Studierendenhauses auf dem Campus Westend hat sich der Entwurf des Architekturbüros „hjp architekten“ aus Gießen unter insgesamt 22 eingereichten Arbeiten durchgesetzt. Der Neubau auf dem Campus Westend war nötig geworden, da die Goethe-Universität ihren Gründungsstandort Bockenheim bis 2017 aufgibt. Damit muss auch das traditionsreiche Studierendenhaus an den neuen Uni-Standort im Westend umziehen.

Das Bockenheimer Studierendenhaus wurde 1953 eröffnet. Es entstand durch eine großzügige Spende der Amerikanischen Hochkommission sowie durch Zuschüsse des Landes und der Stadt. Zweck des Studierendenhauses ist es damals wie heute, in gemeinnütziger Weise allen Studierenden als Stätte des Gemeinschaftslebens und der internationalen Verständigung zu dienen.

Das Studierendenhaus steht somit für den Erhalt und die Fortentwicklung der freiheitlichen und fortschrittlichen Tradition, die die Goethe-Universität Frankfurt seit ihrer Gründung 1914 auszeichnet und durch die Rückkehr zu ihren Stiftungswurzeln im Jahr 2008 wieder besonderes Gewicht erhalten hat. Um diese Tradition auch am neuen Campus Westend Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, finanziert und errichtet das Land Hessen den Neubau eines Studierendenhauses, der mit der Wettbewerbsentscheidung am 27. Januar 2014 einen weiteren wichtigen Schritt voran gekommen ist.

Der Präsident der Goethe-Universität Prof. Werner Müller-Ersterl sagte bei einer Pressekonferenz am Montag (3. Februar) in Frankfurt, bei der der Siegerentwurf präsentiert wurde: „Wir sind dem Land Hessen sehr dankbar, dass es mit der Finanzierung des Studierendenhauses auch die einzigartige studentische Tradition an der Goethe-Universität würdigt und fortführt. Dies ist besonders in unserem Jubiläumsjahr ein schönes Signal! Das Ensemble des Westendcampus erfährt damit eine wichtige architektonische Ergänzung.“

Als Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst betonte Frau Ministerialdirigentin Irene Bauerfeind-Rossmann: „Ich freue mich, dass insbesondere durch die engagierte Beteiligung des ASTA als Vertreter der Studierendenschaft und zukünftigem Nutzer ein Bauentwurf ausgewählt werden konnte, der als Studierendenhaus einen starken eigenen Charakter entwickelt und sich gleichzeitig hervorragend in den Gesamtkontext des Campus Westend einfügt.“

Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurf des Architekturbüros „hjp architekten“ aus Gießen überzeugte durch eine eigenständige Lösung, die das architektonische Repertoire des Campus Westend geschickt und vielschichtig eingesetzt, um daraus den besonderen Baustein „Studierendenhaus“ zu entwickeln.

Durch einen plastischen Gestaltungsansatz für die Gebäudekubatur sowie eine Fassade mit spielerisch erscheinenden großmaßstäblichen Öffnungen in den öffentlichen Bereichen und einem regelmäßigen Fensterraster vor den Bürobereichen lassen sich die Nutzungen bereits von außen gut ablesen. Besonders signifikant ist ein zweigeschossiger, zum Zentrum des Campus ausgerichteter Fassadeneinschnitt, hinter dem sich das verglaste Foyer des großen Saales befindet, und der einen „Vorhang“ aus Rankpflanzen erhalten soll.

Überzeugend aus der Sicht der Studierenden war die innovative Fassadengestaltung, die sich deutlich vom restlichen Gesamtensemble des Westendcampus abhebt, ohne ihm zu widersprechen. Auch die gelungene Verbindung der inneren Organisation in Verbindung mit dem vorbildlichen Energiekonzept war für den ASTA ein Grund, dem Entwurf eine Sonderanerkennung in Höhe von 4.500 € zukommen zu lassen. Eine weitere Sonderanerkennung in Höhe von 1.500 € hat der Entwurf der Architekten Stein Hemmes Wirtz aus Frankfurt erhalten.

Das neue Gebäude auf dem Westend Campus, das spätestens bis 2017 fertiggestellt werden soll, eröffnet in neuer und zeitgemäßer Form Raum für die bestehenden Einrichtungen des Studierendenhauses in Bockenheim wie ein Café, ein Kino sowie Veranstaltungs- und Partyräume. Auf einer Fläche von mehr als 2.500 m² werden zudem Aufenthalts-, Lern- und Gruppenräume für die Studierenden, Büros für die Studierendenvertretung und eine Fahrradwerkstatt eingerichtet.

In der Preisgerichtssitzung am 27.01.2014 unter Vorsitz von Prof. Ulrike Lauber wurden insgesamt folgen Preise und Anerkennungen bestimmt:

1.  Preis (20.000 €): hjp architekten, Prof. Jürgen Hauck, Herbert Osel; Gießen

2.  Preis (14.000 €): Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH, Martin Bez, Thorsten Kock; Stuttgart

3.  Preis (10.000 €): bogevischs büro architekten & stadtplaner GmbH, Rainer Hoffmann; München

4. Preis (8.000 €): wulf architekten GmbH, Prof. Tobias Wulf, Kai Bierich, Alexander Vohl; Stuttgart

5.  Preis (6.000 €): pbr Planungsbüro Rohling AG, Architekten und Ingenieure, Heinrich Eustrup; Braunschweig

Anerkennung (4.000 €): Prof. Zvonko Turkali Architekt BDA – Turkali Architekten; Frankfurt am Main

Sonderpreis des ASTA: hjp architekten, Prof. Jürgen Hauck, Herbert Osel; Gießen (4.500 €) und Architekten Stein Hemmes Wirtz, Frankfurt am Main (1.500 €)

Dem Preisgericht gehörten an:

Fachpreisrichter

  • Cem Arat, Architekt, Stuttgart  
  • Sabina Freienstein, Architektin, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Inge Laste, Architektin, Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden
  • Prof. Ulrike Lauber, Architektin, München/Berlin
  • Prof. Kirsten Schemel, Architektin, Darmstadt
  • Prof. Kerstin Schultz, Architektin, Darmstadt
  • Prof. Ludwig Wappner, Architekt, München

Sachpreisrichter

  • Irene Bauerfeind-Rossmann Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst,

Wiesbaden

  • Guido Brennert Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden
  • Dr. Michael Kummer, Bauaufsicht, Stadt Frankfurt am Main
  • Prof. Werner Müller-Esterl, Präsident, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Giorgio Nasseh, AStA, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Thomas Platte, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Mai

Stellvertretende Fachpreisrichter

  • Ulrike Berendsen-Manderscheid, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Sibylle Waechter, Architektin, Darmstadt

Stellvertretende Sachpreisrichter

  • David Malcharczyk, AStA der Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Thorsten Schmidt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden

Als Sachverständige waren einbezogen

  • Julian Artner, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Bernd Becker, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Stefan Brückner, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main    
  • Antonio Cassi, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Mai
  • Ebru Celtikli, Baukoordinatorin AStA, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Thorsten Dettmer, Bauaufsicht, Stadt Frankfurt am Main
  • Dr. Albrecht Fester, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • Andrea Georgi-Thomas, ee-conzept, Darmstadt
  • Monika Hauck, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Mathias Hillebrand, hbm, Frankfurt am Main
  • Jens Kunze, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Christoph Knickel, Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main
  • Jessica Lehmann, hbm, Frankfurt am Main
  • Prof. Dirk Lorenz, IBC Ingenieurbau-Consult GmbH, Mainz
  • Christina Stiel, Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main
  • Birgit Welling, Bauaufsicht, Stadt Frankfurt am Main

Das Wettbewerbsmanagement übernahm das Büro ANP aus Kassel. Die Wettbewerbsarbeiten sind vom 4. bis 17. Februar 2014, Montags bis Freitags von 10:00 – 18:00 Uhr zu sehen in der Ehemaligen Neuen Mensa, Bockenheimer Landstraße 133, Frankfurt am Main.

Bild des Siegerentwurfes zum Download: hier.

Hochschulpolitische Themen

Feb 3 2014
10:41

Universitätspräsident Prof. Werner Müller Esterl zur Sprengung des AFE-Turms

Symbol des Abschieds und Aufbruchs

FRANKFURT. Als einen „symbolträchtigen“ Abriss bezeichnete Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl die Sprengung des AFE-Turms am vergangenen Sonntag. Im Beisein zehntausender Schaulustiger aus der ganzen Welt war das 116 Meter hohe, ehemalige Uni-Hochhaus an der Senckenberganlage um 10 Uhr gesprengt worden. 50.000 Tonnen Beton gingen zu Boden.

Die Sprengung sei für die Universität zugleich ein Symbol des Abschieds und des Aufbruchs: „Wir verabschieden uns – nicht ohne eine gewisse Sentimentalität – von unserem Gründungsstandort Bockenheim und verlegen bis 2017 die geistes-, sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächer komplett auf den Campus Westend.“ Dies sei für die Universität ein enormer Kraftakt, der seinen Ausgang bereits mit dem Bezug des IG-Farben-Gebäudes 2001 genommen habe, so Müller-Esterl.  Verbunden mit dem schrittweisen Umzug sei auch ein Prozess der Selbstvergewisserung der Goethe-Universität in Gang gekommen, der nicht zuletzt mit Blick auf das diesjährige Jubiläumsjahr zur Rückbesinnung auf die Ideale der Bürger- und Stiftungsuniversität geführt habe.

Müller-Esterl hob hervor, dass der AFE-Turm selbst zum Symbol einer wichtigen Epoche der Nachkriegsgeschichte geworden sei: „Er beherbergte Generationen von Studierenden und steht als Sinnbild für die Bildungsexpansion der 1960er und 1970er Jahre.“ Damit fügt er sich nahtlos in die Tradition der Goethe-Universität, nämlich ihrer Offenheit für die Gesellschaft und ihren Herausforderungen. „Wissenschaft findet hier nicht im Elfenbeinturm statt, sondern im steten Kontakt mit den Menschen. Ich würde mich freuen, wenn wir diesen Geist auch auf unseren Campus Westend mitnehmen.“

Download Bilder: hier (60MB). / Bild: Goethe-Universität / Uwe Dettmar