​​​​​​Pressemitteilungen ​​​ – April 2018

 

Apr 10 2018
11:51

Das Gehirn verarbeitet schwache visuelle Reize morgens und abends besser als mittags

Optimierte Wahrnehmung zu Zeiten der Dämmerung

FRANKFURT. In vorindustrieller Zeit war die Dämmerung für Menschen eine gefährliche Zeit, da sie dann nachtaktiven Raubtieren begegnen konnten. Wer trotz schwachem Licht noch etwas erkennen konnte, hatte einen evolutionären Vorteil. Wie Neurowissenschaftler der Goethe-Universität jetzt herausgefunden haben, bereitet sich das menschliche Gehirn auf die Dämmerung vor, indem es zu diesen Zeitpunkten die Ruheaktivität in der Sehrinde herunterfährt, damit schwache Sehreize nicht im Rauschen untergehen.

Der Wechsel von Tag und Nacht, hell und dunkel, bestimmt die Wahrnehmung mehr, als dem Menschen bewusst ist. Besonders relevant wirkt sich die Tageszeit auf die Qualität visueller Signale in der Umwelt aus. Das visuelle System hat sich im Laufe der Evolution optimal an die Beleuchtungsbedingungen am Tag angepasst. Doch auch für die Dämmerung hat es eine Strategie entwickelt: Offenbar erlaubt es die innere Uhr, diese Zeiten vorherzusehen und das visuelle System auf Zeiten schlechter Signalqualität vorzubereiten.

„Während das Uhrwerk der inneren Uhr bereits gut untersucht ist, war bisher nicht bekannt, mithilfe welchen Mechanismus die visuelle Wahrnehmung zu Zeiten erwartbar schlechter Signalqualität optimiert wird“, erklärt Privatdozent Dr. Christian Kell vom Brain Imaging Center der Goethe Universität. Sein Doktorand Lorenzo Cordani untersuchte deshalb in einer aufwändigen funktionellen Kernspintomographie-Studie an 14 gesunden Probanden, wie diese zu sechs verschiedenen Tageszeiten auf visuelle Reize reagierten.

Der Kerngedanke der Untersuchung bestand darin, die Wahrnehmung von sensorischen Signalen mit der Ruheaktivität des Gehirns ins Verhältnis zu setzen. Im Gehirn gibt es nämlich auch beim völligen Fehlen äußerer Reize ein gewisses „Grundrauschen“. Das internationale Team um Lorenzo Cordani, Joerg Stehle und Christian Kell konnte zeigen, dass der Körper die Ruheaktivität in den sensorischen Arealen während der Morgen- und Abenddämmerung selbständig herunterreguliert. Je mehr die Ruheaktivität reduziert war, desto besser konnten die Probanden in einer nachfolgenden Messung schwache visuelle Signale wahrnehmen.

Das bedeutet, dass Menschen schwache visuelle Reize zu Zeiten der Morgen- und Abenddämmerung besser als zu anderen Tageszeiten wahrnehmen können. Anders ausgedrückt: Während der Dämmerung verbessert sich in den sensorischen Hirnarealen das Signal zu Rauschen-Verhältnis. Da die Ruheaktivität zu Zeiten der Dämmerung nicht nur in visuellen, sondern auch in auditorischen und somatosensorischen Hirnregionen abnimmt, vermuten die Forscher, dass die Wahrnehmung nicht nur im visuellen System geschärft wird. In einer früheren Studie wurde bereits gezeigt, dass schwache Hörreize zu Zeiten der Dämmerung besser wahrgenommen werden. Der nun aufgedeckte Mechanismus, der in der aktuellen Ausgabe von Nature Communications publiziert wurde, könnte daher einen wesentlichen evolutionären Vorteil darstellen, der in vorindustriellen Zeiten das Überleben sicherte.

Ein Bild zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/71301541

Bildtexte:

  1. In den gezeigten Gehirnarealen nimmt die Varianz der Ruheaktivität während der Dämmerung signifikant ab. Die Varianz beschreibt die Veränderung der Hirnaktivität im Zeitverlauf einer Messung. (1) visuelle,  (2-4) somatosensorische und (5) auditorische Hirnrinde.
  2. Die Varianz der Ruheaktivität – hier beispielhaft im visuellen Kortex – ist um 8 und 20Uhr im Vergleich zu den anderen Tageszeiten reduziert.
  3. Parallel zur Reduktion der Varianz der Ruheaktivität verbessert sich das Erkennen schwacher visueller Reize im Dämmerlicht bei gleichen Beleuchtungsbedingungen. Um 8 und 20 Uhr übersehen die Probanden weniger visuelle Reize.

Bildrechte: Cordani et al., Nat. Comm.

Publikation Lorenzo Cordani, Enzo Tagliazucchi, Céline Vetter, Christian Hassemer, Till Roenneberg, Jörg H. Stehle, Christian A. Kell: Endogenous Modulation of Human Visual Cortex Activity Improves Perception at Twilight, in: Nature Communications http://dx.doi.org/10.1038/s41467-018-03660-8

Information: Privatdozent Dr. Christian Kell, Brain Imaging Center der Goethe-Universität, Cognitive Neuroscience Group, Fachbereich Medizin, Campus Niederrad, Tel: (069) 6301 5739; c.kell@em.uni-frankfurt.de.

 

Apr 9 2018
15:04

Goethe-Uni wirbt zwei ERC-Advanced Grants ein/ Je 2,5 Millionen Euro für fünf Jahre

EU fördert Forschung zu Kryogesellschaften und Immunsystem

FRANKFURT. Zwei ERC-Advanced Investigator Grant des Europäischen Forschungsrats mit je 2,5 Millionen Euro gehen an Forscher der Goethe-Universität Frankfurt. Der Soziologe Prof. Thomas Lemke erforscht die gesellschaftlichen Auswirkungen der Kryobiologie, die sich mit dem Einfrieren und der dauerhaften Konservierung organischen Materials beschäftigt. Der Biochemiker Prof. Robert Tampé will die verschlungenen Pfade des Immunsystems innerhalb der Zelle aufklären.

Projekt „Cryosocieties“ erforscht „suspendiertes Leben“

Die Kryobiologie hat in den vergangenen Jahrzehnten einen enormen Aufschwung erfahren. Immer mehr Arten von Gewebe und zelluläres Material können eingefroren, gelagert und wieder aufgetaut werden, ohne einen nachweisbaren Verlust an Vitalität. Heute stellen kryobiologische Praktiken nicht nur eine wichtige infrastrukturelle Bedingung für viele medizinische Anwendungen und einen wesentlichen Motor biowissenschaftlicher Innovationen dar, sondern sie bilden zentrale Optionen für individuelle Reproduktionsentscheidungen ebenso wie die Erhaltung der globalen Biodiversität.

„Im Projekt Cryosocieties möchte ich die Auswirkungen der Kryokonservierung auf unser Verständnis des Lebens untersuchen. Ich gehe von der These aus, dass kryobiologische Praktiken eine spezifische Form des Lebens hervorbringen, die ich „suspendiertes Leben“ oder im Englischen „suspended life“ nenne. Sie hält vitale Prozesse in einem Schwebezustand zwischen Leben und Tod, in welchem die biologischen Substanzen weder völlig lebendig noch gänzlich tot sind“, erklärt Prof. Thomas Lemke vom Institut für Soziologie. Ziel des Projekts an der Schnittstelle zwischen Biologie, Soziologie und Technik ist es zu untersuchen, wie Kryopraktiken zeitliche und räumliche Beziehungen und Konfigurationen sowie unser Verständnis von Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, (Un-)Fruchtbarkeit und Nachhaltigkeit verändern.

Lemke und sein Team werden in drei verschiedenen Kontexten untersuchen, wie „suspendiertes Leben“ in aktuellen Praktiken der Kryokonservierung hervorgebracht wird. Die Teilprojekte befassen sich mit dem Einfrieren von Nabelschnurblut als Vorbereitung auf spätere regenerative Therapien, mit der Kryokonservierung von Eizellen für Reproduktionszwecke sowie mit dem Aufbau von Kryobanken für den Erhalt bedrohter oder bereits ausgestorbener Tierarten.

Immunabwehr in der Zelle

Obwohl das Immunsystem eines der komplexesten Systeme des menschlichen Körpers ist, das sich aus vielen verschiedene Zelltypen, Transport- und Botenmoleküle zusammensetzt, gelingt es Krankheitserregern und Krebszellen immer wieder, es auszutricksen. So haben Herpes- und Pocken-Viren ausgefeilte Strategien entwickelt, bestimmte Pfade der Immunabwehr gezielt anzugreifen. Normalerweise werden Viren, die in die Zelle eingedrungen sind, in einer Art Molekül-Schredder (Proteasom) zerlegt und zur Zelloberfläche transportiert, wo sie den T-Zellen des Immunsystems präsentiert werden. Herpes- und Pocken-Viren schaffen es aber, sich in der Zelle zu verstecken, weil sie das Transportmolekül angreifen, das sie an die Oberfläche befördert.

Bisher weiß man, dass Eiweiß-Schnipsel (Peptide) aus dem Proteasom vom einem großen Molekülkomplex und vielen Hilfsmolekülen für ihre Reise an die Zelloberfläche prozessiert werden. Dieser sogenannte Peptid-Lade-Komplex sitzt im „Maschinenraum der Zelle“, dem endoplasmatischen Retikulum. In dem stark gefalteten System von Membran umschlossenen Hohlräumen werden Proteine hergestellt, gefaltet, kontrolliert und für ihre Reise an die Zelloberfläche vorbereitet.

„Mein Ziel ist es, den Mechanismus der Antigen-Prozessierung im Detail zu untersuchen. Mit dieser Forschung begeben wir uns auf einen der dornenreichsten Pfade der Lebenswissenschaften, weil wir es mit großen, unterschiedlich gebauten Molekülen zu tun haben, die außerdem noch relativ selten in interzellulären Membranen vorkommen“, erklärt Prof. Robert Tampé vom Institut für Biochemie das Forschungsvorhaben. Da es seiner Gruppe in den vergangenen Jahren jedoch gelungen ist, einige wichtige Strukturen des Peptid-Lade-Komplexes und deren Funktion aufzuklären, ist er für das neue Forschungsprojekt gut vorbereitet. „Wir erwarten, dass unsere Arbeit einen erheblichen Einfluss auf viele Gebiete der Lebenswissenschaften, insbesondere in Bereich der Krebsforschung sowie Infektions- und Autoimmunkrankheiten haben wird“, so Tampé.

Bilder zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/71298300

Informationen:
Prof. Dr. Thomas Lemke, Institut für Soziologie, Fachbereich 3, Campus Westend, Tel.: (069) 798 36664, lemke@em.uni-frankfurt.de
Prof. Dr. Robert Tampé, Institut für Biochemie, Fachbereich 14, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798 29475, tampe@em.uni-frankfurt.de.

 

Apr 6 2018
15:15

Porträt des neuen Masterstudienganges „Science and Technology Studies“ im aktuellen UniReport

Wie wird wissenschaftliches Wissen erstellt und angewendet?

FRANKFURT. Das Alltagsleben ist heute aufs engste mit technischen Infrastrukturen verbunden. Klimawandel, selbstfahrende Autos, Atomenergie, Datensicherheit im Internet, Impfpflicht gegen Masern – das sind Fragen, die nicht nur Experten, sondern auch Laien umtreiben. Diese im Normalfall unbemerkt bleibenden Verflechtungen und die weitreichenden Wechselwirkungen von Alltag und Technik gehören zum Forschungsfeld einer Fachrichtung, den Science and Technology Studies. In der aktuellen Ausgabe des UniReports wird der neue Masterstudiengang an der Goethe-Universität vorgestellt.

Prof. Gisela Welz vom Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie beschreibt in ihrem Beitrag einige zentrale Fragen dieser in Deutschland noch recht neuen Disziplin: „Dass die Bewertung der gleichen technologischen Option in verschiedenen Ländern ganz unterschiedlich sein kann, dass Legitimitätskonflikte zwischen Wissenschaftlern und ethische Debatten über mögliche Technikfolgen auch historische und kulturelle Gründe haben, dass wirtschaftliche Interessen, politische Konflikte und rechtliche Regelungen Wissenschaftsdynamiken befeuern und häufig entscheidend dafür sind, welche technologischen Neuerungen implementiert werden und welche nicht, steht auf dem Lehrplan des Masterstudienganges Science and Technology Studies.“

Die weiteren Themen im aktuellen UniReport:

  • Bau der neuen Universitätsbibliothek rückt näher: Universitätspräsidentin  Prof. Birgitta Wolff über Perspektiven für den Neubau der UB nach der 100-Millionen-Euro-Zusage der Landesregierung aus dem Verkauf des alten Polizeipräsidiums.
  • Sicher über den Campus: Die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Anja Wolde spricht im Interview über Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt an der Uni.
  • „Stimmt so!“ - Warum Trinkgeld mehr ist als nur etwas ‚oben drauf‘: Ein soziologisches Forschungsseminar hat Gäste und Kellner zum Thema Trinkgeld befragt.
  • „Melange aus Fakten und Fiktionen“: Christian Kracht übernimmt im Sommersemester die Frankfurter Stiftungsgastdozentur für Poetik.
  • Vom Philosophicum ins Doctor Flotte: Andreas Maier verarbeitet in seinem neuen Roman „Die Universität“ seine Studienzeit a der Goethe-Uni.
  • Rätsel Deutschland: Prof. Tilman Allert über seine beliebte Biografien-Reihe, die sich im Sommersemester mit dem Thema „68“ beschäftigt.
  • Vielfalt in der Natur: Die Biologin Prof. Kathrin Böhning-Gaese untersucht, ob und wie Vielfalt für das Funktionieren eines Ökosystems bedeutend ist.
  • Sich der eigenen Geldgeschichte bewusst werden: Die Soziologin Birgit Happel erforscht den Zusammenhang von Geld und Lebensgeschichte.
  • Wohin willst Du? Studierende werden bei der Jobsuche beraten und erhalten Hilfestellung beim Berufseinstieg.

Der UniReport 2/2018 steht zum kostenlosen Download bereit unter www.unireport.info/71145627/Unireport_2-18.pdf

 

Apr 6 2018
12:15

Philosophisches Buchsymposion soll abwechselnd an den Unis in Gießen und Frankfurt stattfinden

Gemeinsames Philosophieren an Lahn und Main

FRANKFURT/GIESSEN. Frankfurter und Gießener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich zu einer neuen Kooperation zusammengefunden: Am 19. und 20. April findet in Gießen erstmals das gemeinsame Frankfurt-Gießener Philosophische Buchsymposion statt – nach dem Vorbild des traditionsreichen Frankfurter Buchsymposions. Der Veranstaltungsort des Buchsymposions soll mal in Gießen, mal in Frankfurt sein. Der Auftakt ist der Philosophin Prof. Katja Crone und ihrem 2016 erschienen Buch „Identität von Personen. Eine Strukturanalyse des biographischen Selbstverständnisses“ gewidmet.

Ein öffentlicher Abendvortrag mit der Philosophin findet

am Donnerstag, 19. April, um 18 Uhr
im Senatssaal der Justus-Liebig-Universität (Hauptgebäude),
Ludwigstr. 23, 35390 Gießen

statt. Unter dem Titel „Jenseits des Narrativen – Grundlagen des Selbstverständnisses von Personen“ wird Crone die Grundthesen ihres Buches vorstellen: Sie geht davon aus, dass unserem Selbstverständnis als Personen eine scheinbar spannungsreiche Struktur zugrunde liegt. Wir begreifen uns als identische und über die Zeit hinweg existierende Personen, zugleich aber als in vielerlei Hinsichten veränderlich und damit auch als Subjekte einer persönlichen Biographie. Indem sie philosophische Analysen und empirische Forschungen zusammenführt, arbeitet die Philosophin heraus, wie kognitive Fähigkeiten und soziale Rahmenbedingungen zusammenwirken, um das komplexe Phänomen des biographischen Selbstverständnisses entstehen zu lassen.

Am Freitag, 20. April, wird das Symposion mit einen Workshop fortgesetzt, an dem die Autorin sowie Tim Henning (Stuttgart), Christian Kietzmann (Erlangen), Martina Büttner, Oliver Schütze und Gerson Reuter (Gießen) sowie Eva Backhaus, Jasper Liptow und Andreas Müller (Frankfurt/M.) mitwirken.

Katja Crone ist seit 2014 Professorin für Philosophie mit dem Schwerpunkt Philosophie des Geistes an der TU Dortmund. Im Zentrum ihrer Forschungsarbeit stehen Probleme des Selbstbewusstseins, der personalen Identität, der sozialen Kognition und der kollektiven Intentionalität. Veranstalter des Symposions sind das Gießener Institut für Philosophie und das Philosophische Institut der Goethe-Universität.

Information: Prof. Dr. Gerson Reuter, Institut für Philosophie der Justus-Liebig-Universität Gießen, Rathenaustraße 8, Raum 209, 35394 Gießen, Telefon 0641 99-15532/1, E-Mail Gerson.Reuter@phil.uni-giessen.de; Eva Backhaus, Institut für Philosophie der Goethe Universität Frankfurt, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60629 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-32769, E-Mail backhaus@em.uni-frankfurt.de oder unter http://www.jlug.de/buchsymposion-frankfurt-giessen

Anmeldung (zum Workshop): alexandra.darabos@phil.uni-giessen.de

 

Apr 5 2018
18:12

Nächster Termin der „Goethe Lectures Offenbach“ des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und der Stadt Offenbach am 10. April 2018 im Klingspor Museum

Geistiges Eigentum in Afrika

FRANKFURT. Wem gehören Töne und Texte, wenn sie erst einmal aufgezeichnet sind? Wer darf daran verdienen? Und wie wird die Weitergabe geregelt? Auch mit diesen Fragen beschäftigen sich die Intellectual Property Rights, die geistigen Eigentumsrechte. Doch was als typisch „westliche“ Normenhervorbringung gilt, stößt in anderen Kulturen auf Skepsis, wenn nicht Widerspruch – oder wird den lokalen Gegebenheiten pragmatisch angepasst. Um dieses Spannungsfeld geht es in der kommenden „Goethe Lecture Offenbach“. Der Ethnologe Mamadou Diawara spricht zum Thema

„Im Namen des Gesetzes: Geistiges Eigentum und Urheberrecht im afrikanischen Kontext“ am Dienstag, dem 10. April 2018, um 19.00 Uhr im Klingspor Museum, Herrnstraße 80, 63065 Offenbach am Main.

Das Eigentumsrecht steht mehr als je zuvor im Zentrum der Handlung von Firmen und Regierungen. Dies gilt nicht nur für diejenigen Länder, in denen diese „normative Ordnung“ entstanden ist, sondern auch dort, wo sie kolonial bedingt eingeführt wurde. Wie jedoch wird dieses geistige Eigentumsrecht in den unterschiedlichen Kontexten verstanden und erlebt? Anhand von Beispielen aus Afrika hinterfragt der Ethnologie-Professor Mamadou Diawara, wie sich die kolonialbedingte Genealogie des Urheberrechts auf dem Kontinent behauptet. In seinem Vortrag stellt er dar, wie sich die Problematik der Globalisierung des Eigentumsrechts gegenüber Ländern und Gesellschaften verhält, die ihre eigenen Normen umsetzen, und wie diese von Akteurinnen und Akteuren insbesondere aus Afrika südlich der Sahara ausgehandelt werden.

Prof. Mamadou Diawara lehrt am Institut für Ethnologie der Goethe-Universität und ist Angehöriger des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Außerdem ist er Direktor von Point Sud, Forschungszentrum für lokales Wissen in Bamako, Mali, Herausgeber der „Arbeitspapiere zum Thema Lokales Wissen“ (Point Sud, Bamako), Redaktionsmitglied des „Mande Studies Association Review“, von „africa spectrum“ und von „Paideuma“ sowie Mitglied der Arbeitsgruppe Entwicklungsethnologie. Seine thematischen Schwerpunkte sind Entwicklungsethnologie, oral history/mündliche Traditionen im Medienzeitalter, Globalisierung, Geschichte Afrikas. Sein regionaler Forschungsschwerpunkt liegt auf dem subsaharischen Afrika, insbesondere Mali.

Veranstalter des Vortragsabends im Klingspor Museum und auch der Gesamtreihe „Goethe Lectures Offenbach“ sind neben dem Exzellenzcluster die Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach, die einen deutlichen Fokus auf die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft legt, und das Klingspor Museum Offenbach, das sich mit seinen Schwerpunkten Schriftkunst und Typografie auch überregional einen Namen gemacht hat. Ziel der Partnerschaft der Institutionen, der bereits mehrere erfolgreiche Kooperationsprojekte in Offenbach vorausgegangen sind, ist der Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Stadtgesellschaft. Im Anschluss an den Vortrag besteht auch dieses Mal die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Informationen: 
Bernd Frye, Pressereferent des Exzellenzclusters, Tel.: 069/798-31411, bernd.frye@normativeorders.net; www.normativeorders.net/de
Ria Baumann, Wirtschaftsförderung Stadt Offenbach, Tel.: 069 80652392, kreativwirtschaft@offenbach.de, www.offenbach.de/wirtschaft

 

Apr 5 2018
09:58

Blauwal-Erbgut enthüllt Paarung über Artgrenzen hinweg

Wal-Verwandtschaften

FRANKFURT. Wissenschaftler der Goethe-Universität, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Universität Lund haben erstmals das komplette Erbgut des Blauwals sowie drei weiterer Furchenwalarten entziffert. Das Genom der Wale ermöglicht es, die Evolutionsgeschichte des größten Tieres der Welt und seiner Verwandten detailliert nachzuvollziehen. Überraschenderweise zeigt es, dass sich verschiedene Furchenwalarten im Lauf ihrer Geschichte miteinander gepaart haben. Darüber hinaus haben sich Furchenwale wohl ohne geografische Barrieren in verschiedene Arten aufgespalten. Dabei handelt es sich um ein sehr seltenes Phänomen. Die Studie ist soeben im Fachmagazin „Science Advances“ erschienen.

Sie sind die Giganten der Meere – Blauwale. Mit bis zu 33 Metern Länge und bis zu 200 Tonnen Gewicht sind Blauwale die größten Tiere der Erde. Während die sanften Riesen durch den Menschen bis Ende der 80er Jahre an den Rand des Aussterbens gebracht wurden, erholen sich die Populationen langsam wieder. Neue Forschung zeigt nun, dass die Evolution der Blauwale unkonventionelle Wege nahm.

Wie ein Team um den Evolutionsgenomiker Prof. Axel Janke, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und Goethe-Universität nämlich herausgefunden hat, haben sich die Furchenwale, zu denen der Blauwal zählt, während und nach ihrer Artbildung über die entstehenden Artgrenzen hinweg gepaart. „Diese sogenannte ‚Artbildung mit Genfluss‘ gilt in der Natur als selten. Arten bilden sich gewöhnlich durch reproduktive Isolation, die durch genetische oder geografische Barrieren entsteht. Beides scheint für Furchenwale nicht zu gelten“, erklärt der Ko-Erstautor der Studie, Fritjof Lammers, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum.

Gemeinsam mit seinen Kollegen und dem schwedischen Walforscher Ulfur Arnason hat er erstmals das komplette Genom des Blauwals und weiterer Furchenwalarten, darunter Buckelwal und Grauwal, sequenziert. Geografische Barrieren gibt es in den Weiten der Ozeane für Wale nicht. Das Genom zeigt nun, dass es anscheinend auch keine genetischen Barrieren zwischen den Arten gab und es in der Vergangenheit Genfluss zwischen vielen Furchenwalarten gegeben hat.

Sogar heute noch werden Hybride von Finn- und Blauwalen gesichtet. Im Erbgut konnten die Forscher solche Spuren einer Liaison zwischen den beiden Arten aber noch nicht direkt nachweisen.  Der Evolution der Furchenwale auf die Spur gekommen, sind die Wissenschaftler mit sogenannten Netzwerkanalysen. „Damit wird die Artentstehung nicht wie üblich als stammesgeschichtlicher Baum, sondern als verwobenes Netz betrachtet. Dies ermöglicht ansonsten versteckte genetische Signale zu entdecken,“ so Prof. Axel Janke.

Außerdem stellte das Team fest, dass auch die Verwandtschaftsverhältnisse unter den anderen Furchenwalen komplizierter sind als angenommen. So gilt der Buckelwal bisher aufgrund seiner enormen Brustflossen als Außenseiter unter den Furchenwalen. Die Studie bestätigt nun, dass diese klassische Taxonomie nicht der evolutionären Systematik entspricht. Gleiches gilt für den Grauwal, von dem man annahm, dass er nicht zu den Furchenwalen gehört. Tatsächlich sind Grauwale aber sehr nahe mit anderen Furchenwalen verwandt. Sie haben sich nur eine andere Lebensquelle erschlossen und ernähren sich von Krebstieren am Grund von Küstengewässern.

„Die Studie zeigt, welche enormes Potential uns die Genomik bietet, biologische Prozesse und die Grundlagen der biologischen Vielfalt besser zu verstehen. Wir können daraus sogar lesen, wie sich die Grösse der Populationen der Furchenwale in den letzten Millionen Jahren entwickelte“, resümmiert Janke, der auch Sprecher des gerade neu gegründeten hessischen LOEWE Forschungszentrums für Translationale Biodiversitätsgenomik (LOEWE-TBG) ist. Das im Januar 2018 gestartete Forschungszentrum hat sich der systematischen Analyse des vollständigen Genoms beziehungsweise aller aktiven Gene verschrieben. Damit soll nicht nur Grundlagenforschung betrieben werden, sondern das neue Wissen soll aktiv für die Erforschung von Naturstoffen und den Erhalt der Biodiversität genutzt werden.

Publikation: Arnason, U. et. al (2018): Whole genome sequencing of the blue whale and other rorquals find signatures for introgressive gene flow. Science Advances, DOI 10.1126/sciadv.aap9873

Bilder zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/71146015

Gigant der Meere: der Blauwal. Copyright: Florian Schulz

Finnwale (Balaenoptera physalus) vor der Küste Grönlands. Copyright: Florian Schulz

Auch das Genom des Buckelwals wurde untersucht. Copyright: Florian Schulz

Information: Prof. Axel Janke, Institut für Ökologie, Evolution und Diversität, Fachbereich 15 und Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum sowie LOEWE Forschungszentrum für Translationale Biodiversitätgenomik, Tel.: (069) Tel.: (069) 7542 1842, axel.janke@senckenberg.de

 

Apr 4 2018
14:59

Unistart-Messe für alle Erstsemester auf dem Campus Westend

Goethe-Universität begrüßt neue Studierende

FRANKFURT. Über 3.000 Studierende werden am Donnerstag zur zentralen Begrüßungsveranstaltung der Goethe-Universität für alle Erstsemester erwartet. Begrüßt werden sie von Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff, Stadtrat Dr. Bernd Heidenreich, dem AStA-Vorstand sowie den Fachschaftsvertretern. Auf dem Markt der Möglichkeiten können sich die neuen Studierenden  über Angebote und Serviceleistungen der Goethe-Universität informieren: So präsentieren sich auf der Messe unter anderem das Studierenden-Service-Center (SSC), der Hochschulsport, das International Office, das Career Center und viele studentische Initiativen. Abends gibt es dann eine Party für alle „Erstis“ im Casino.

Medienvertreter sind herzlich zur Semestereröffnung eingeladen.

Unistart-Messe Sommersemester 2018: Die Uni stellt sich vor
5. April, 13.00-16.00 Uhr, Campus Westend, Hörsaalzentrum

Begleitprogramm
13.00 Uhr, HZ 3: Das Hochschulrechenzentrum stellt seine IT-Services vor.
13.30 Uhr, HZ 3: Arbeiterkind, Studienfinanzierung
14.00 Uhr, HZ 2: Zentrale Begrüßung durch die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Birgitta Wolff, Frankfurts Stadtrat Dr. Bernd Heidenreich, dem AStA-Vorstand und Fachschaftsvertreterinnen und -vertreter der Standorte der Goethe-Universität.

15.00 Uhr, HZ 3: Deutschlandstipendium – Studienfinanzierung durch ein Stipendium.
15.15 Uhr, HZ 2: Der Career Service stellt sich vor.
15.30 Uhr, HZ 3: Improved Reading – schnelleres und effektiveres Lesen leicht gemacht.
15.45 Uhr, HZ 2: Founder Club/FRAPPE – der Founder Club stellt sich vor.
Ab 21.00 Uhr: Party für alle Erstsemester im Casino.

Weitere Infos unter www.uni-frankfurt.de/48370161/unistart-frankfurt

 

Apr 4 2018
14:58

Kooperation mit der weltweit führenden Biodiversity Heritage Library (BHL)

Universitätsbibliothek Frankfurt jetzt Partner einer internationalen Online-Bibliothek zur Biodiversität

FRANKFURT. Seit Ende März ist die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg (UB JCS) in Frankfurt am Main offizieller Partner der Biodiversity Heritage Library (BHL), einer Online-Bibliothek zur Biodiversität, die von einem internationalen Konsortium naturkundlicher Bibliotheken und Museen getragen wird. Mit diesem Schritt will die UB JCS als erste deutsche Bibliothek das Ziel von BHL unterstützen, Informationen über die biologische Vielfalt der Erde leichter zugänglich zu machen, und zudem digitalisierte Literatur aus ihrer eigenen Sammlung Biologie in BHL auffindbar machen.

Die neue Partnerschaft manifestiert sich im Status der Universitätsbibliothek als BHL Affiliate. Damit verbunden ist neben dem Einbringen eigener Digitalisate in die Online-Bibliothek auch eine Mitwirkung an weiteren Digitalisierungsaktivitäten und an Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Das Konsortium der Biodiversity Heritage Library umfasst derzeit annähernd 40 Einrichtungen aus allen Teilen der Welt (bislang jedoch ohne deutschen Partner). Die Online-Bibliothek bietet mehr als 54 Millionen Seiten aus 220.000 Bänden. Damit nimmt BHL im Bereich der Biodiversitätsliteratur eine weltweit führende Stellung ein und ist für viele Wissenschaftler eine unverzichtbare Anlaufstelle.

Die UB JCS bewahrt mit ihrer Sammlung Biologie, die aus der einschlägig bekannten „Senckenbergischen Bibliothek“ hervorgegangen ist, einen exzellenten Bestand an historischer und moderner Literatur zur Biologie, der in dieser Breite und Tiefe in kaum einer anderen deutschen Bibliothek zu finden ist. Im Rahmen eines Projekts zur Digitalisierung botanischer Zeitschriften wurden bereits Teile dieses Bestandes online verfügbar gemacht. In dem aktuellen Projekt Fachinformationsdienst Biodiversitätsforschung (FID Biodiversität) wird angestrebt, historische und aktuelle Literatur zur Biodiversität noch umfassender in zeitgemäßen Formaten zur Verfügung zu stellen. Die UB JCS führt dieses Projekt gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der AG Texttechnologie am Institut für Informatik der Goethe-Universität durch. Aktuell wird im FID-Projekt unter anderem an der Digitalisierung von Hunderten weiterer Bände gearbeitet.

Mit der nun beginnenden Partnerschaft mit der Biodiversity Heritage Library forciert die UB JCS ihre Bemühungen um freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Allgemeinen und zu Biodiversitätsliteratur im Besonderen.

Weitere Informationen:

Information: Dr. Gerwin Kasperek, Fachreferat Biologie und Projektleitung FID Biodiversitätsforschung, Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg, Bockenheimer Landstraße 134-138, 60325 Frankfurt am Main, Tel: (069) 798 39365, E-Mail: biofid@ub.uni-frankfurt.de

 

Apr 4 2018
14:53

Zum Auftakt der Vortragsreihe „Wie wir wurden, wer wir sind“ wird die Lebensgeschichte Wolf Biermanns vorgestellt

Die Frankfurter Bürger-Universität startet mit Biografien der 68er ins Sommersemester

FRANKFURT. Die Frankfurter Bürger-Universität startet ab dem 9. April mit einer Neuauflage der Reihe „Wie wir wurden, wer wir sind“ ins Sommersemester 2018. Sie begeht in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen: Die beim Publikum beliebte Biografienreihe wird 10 Jahre alt. Seit 2008 wurden rund 60 Lebensgeschichten deutscher Persönlichkeiten vorgestellt, die die deutsche Sozial- und Kulturgeschichte präg(t)en. Außerdem steht die Kulturbewegung der 68er, die in diesem Jahr ihr 50jähriges Jubiläum feiert, an den insgesamt sechs Abenden im Fokus, allerdings gerahmt mit Wolf Biermann durch eine Biografie, die den Nachklang des Aufklärungs- und Reflexionspathos aufscheinen lässt, sowie mit Ingeborg Bachmann eine, die der kulturellen Vorgeschichte des Aufbegehrens nachspürt und die zeigt, wie das Nachdenken über die eigene Geschichte und die der Eltern schon die Nachkriegszeit bestimmte hatte. Weitere Biografien sind Ulla Hahn, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Rudi Dutschke.

Der erste Vortrag im Sommersemester „Wolf Biermann – Warte nicht auf bessere Zeiten“

am Montag, 9. April 2018, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Frankfurt, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main

von Tilman Allert, Professor für Soziologie an der Goethe-Universität und Kurator der Vortragsreihe, geht der Lebensgeschichte des Liedermachers Wolf Biermann nach. Als Sohn eines Hamburger Hafenarbeiters übersiedelte er sechzehnjährig im Jahr 1953 in die DDR, geriet als überzeugter Kommunist und aufgrund seines öffentlichen Engagements für die Meinungsfreiheit mit der politischen Führung in Konflikt, die darauf im Jahre 1976 mit der Ausbürgerung nach Westdeutschland reagiert. Wie keine andere Biografie bündelt die Geschichte Biermanns die kulturellen Verwerfungen der deutschen Geschichte im Schatten von Nationalsozialismus, kommunistischer Diktatur und Aufbruch der Nachkriegszeit.

Folgende Biografien erwarten Sie außerdem im Sommersemester:

16. April 2018
Andreas Platthaus
Ulla Hahn
Marxismen und Lyrismen

07. Mai 2018
Prof. Matthias Bormuth
Ulrike Meinhof
Die Geburt der Radikalität aus dem Geist der Ambivalenz

14. Mai 2018
Dr. Gerd Koenen
Gudrun Ensslin
Die Dämonen des deutschen Familienromans

28. Mai 2018
Prof. Ingrid Gilcher-Holtey
Rudi Dutschke
„Ohne Provokation werden wir gar nicht wahrgenommen“

11. Juni 2018
Dr. Ina Hartwig
Ingeborg Bachmann
Ich existiere nur, wenn ich schreibe

Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Alle Veranstaltungen finden im Foyer der Zentralbibliothek der Stadtbücherei (Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main) statt.

Die Frankfurter Bürger-Universität ist ein Veranstaltungsformat, in dem Bürgerinnen und Bürger im Sommersemester „deutschen Biografien“ begegnen können und das im Wintersemester wechselnde Themen mit städtischem, gesellschaftsrelevantem Bezug aufgreift. Oft verlässt die Goethe-Uni mit ihren Hauptreihen den Campus und zieht an wechselnde Orte in der Stadt, um dort mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Bürger-Universität wird jedes Semester von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Dieses beinhaltet neben der eigens konzipierten Vortragsreihe eine vielfältige Auswahl an öffentlichen Veranstaltungen der Goethe-Universität, ihrer Fachbereiche, (An)-Institute und Initiativen. Die Broschüre mit über 100 Veranstaltungen steht unter www.buerger.uni-frankfurt.de zur Verfügung.

Weitere Veranstaltungen der Goethe-Universität im Rahmen des Jubiläums „50 Jahre 68“ finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/68er-reihe