​​​​​​Pressemitteilungen ​​​ – April 2015

Veranstaltungen

Apr 15 2015
13:21

Eröffnung am Mittwoch – 20 Fotogravuren der englischen Installationskünstlerin und Fotografin Tacita Dean

Ausstellung in der Studiengalerie 1.357: „The Russian Ending – eine Serie letzter Bilder“

FRANKFURT. Die Studiengalerie 1.357 der Goethe-Universität zeigt vom 29. April bis 29. Mai Arbeiten der international renommierten englischen Installationskünstlerin und Fotografin Tacita Dean. Präsentiert werden 20 Fotogravuren aus „The Russian Ending – eine Serie letzter Bilder“. Die Eröffnung findet am Mittwoch (29. April) um 20 Uhr im I.G. Farben-Haus im ersten Stock, Raum 1.357, statt. Tacita Dean, 1965 in Canterbury geboren, studierte an der Falmouth School of Art und der Supreme School of Fine Arts in Athen. Derzeit lebt und arbeitet sie in Berlin. 2006 erhielt Tacita Dean den Hugo Boss Preis, 2009 den Kurt Schwitters Preis und 1998 war sie für den international wichtigsten Kunstpreis, den Turner Prize, nominiert.

Ist es wirklich das Schicksal und Verhängnis der Fotografie, bloßes Abbild momenthafter Raumerscheinungen zu sein? Tacita Dean versucht es anders: Buchstäblich schreibt sie jeder der 20 Fotogravuren ein Geschehen ein. In ihren weißen, schnell notierten Anmerkungen deutet sie Zeitabfolgen an, benennt Personen, gibt Instruktionen für Licht, Ton und Kameraführung, zitiert Szenen antiker Mythologie, aber auch Filme und Gemälde. Mit ihren Notizen schafft die Künstlerin ein Storyboard, die Bilder werden ihr zu Mitteln einer fiktiven Regieführung.

Als Vorlage für ihre Bearbeitungen wählt Dean Fotos aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die Naturkatastrophen und Kriegsereignisse darstellen: sinkende Schiffe, einen gestrandeten Wal, Granatexplosionen, einstürzende Brücken, die Luftaufnahme eines Schlachtfeldes. Den „Ausbruch des Vesuvs“ versieht Dean – historisch korrekt – mit der Jahreszahl 1906. Aus den Jahren um den Ersten Weltkrieg stammen die Aufnahmen „Der Rückzug aus Verdun“ (1916), „La Bataille d’Arras“(1917) und „Die Erinnerungen an den Weltkrieg“ (1918). Auf dem Bild „Beautiful Sheffield“ notiert sie die Jahreszahl 1956.

Zur Sammlung der Bilder wurde Dean, glaubt man dem Londoner Ausstellungskatalog, durch eine Anekdote ihres Kollegen Niels Borg Jensen angeregt. Dieser erzählte ihr von der dänischen Filmindustrie, die Anfang des 20. Jahrhunderts je ein glückliches Ende für den amerikanischen Markt und ein tragisches Ende für den russischen produziert habe. Dieser Anekdote verdankt Dean ihre Idee: Sie inszenierte ihre Werke als tragische Enden nicht existierender Geschichten. In der Wahl ihrer Sujets holt die Künstlerin auf inhaltlicher Ebene das Moment der Endlichkeit ein. Ob die eingestürzte Brücke, der zur letzten Ruhe verabschiedete Priester, die brach liegende Landschaft oder der gestrandete Wal – es sind alles Aufnahmen von „Seiendem“, das im Begriff ist zu enden.

Über Deans Anmerkungen kann der Betrachter Aufschluss über die Szene bekommen, in die Dean das Bild eingeordnet wissen möchte – nicht immer leicht zu entziffern, gelegentlich mit Pfeilen zur Bewegungsrichtungen über den Bildrand hinaus versehen. Doch allein das Werk zu begreifen, verwehrt Dean dem Betrachter. In doppelter Hinsicht auf Text und Bild bleibt die Auflösung des Gemeinten unscharf.

Die von der DZ-BANK Kunstsammlung geförderte Ausstellung ist von Montag bis Donnerstag zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet.

In der Studiengruppe „Gedächtniskultur und Bildgebrauch“ arbeiten Studierende und Lehrende verschiedener Disziplinen in enger Kooperation mit dem Städel Museum projektorientiert an der Erforschung des bildlichen Umgangs moderner Gesellschaften mit Geschichte. Die Studiengruppe stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Kunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus.

Informationen: Prof. Dr. Bernhard Jussen, Historisches Seminar, Campus Westend, Tel.: 069/798-32424, jussen@em.uni-frankfurt.de; Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter für Kunst nach 1945 am Städel Museum, Tel.: 069/605098210, engler@staedelmuseum.de; Dr. Henning Engelke, Kunsthistorisches Institut, Campus Bockenheim, Tel 069/798-23470, engelke@kunst.uni-frankfurt.de; Madeleine Hesse, studentische Mitarbeiterin der Studiengalerie 1.357, madeleine.hesse@stud.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 15 2015
10:49

Uni-Botaniker führen von April bis Oktober durch den neuen Garten am Riedberg

Tropenpflanzen im Wissenschaftsgarten

FRANKFURT. Noch ist der im vergangenen Jahr eröffnete Wissenschaftsgarten am Uni-Campus Riedberg ein Geheimtipp. Welche Schätze an tropischen Pflanzen in der neuen, hochmodernen Gewächshausanlage zu finden sind, erklärt der wissenschaftliche Leiter des Wissenschaftsgartens, Prof. Georg Zizka, im Rahmen einer Führung am Freitag, dem 17. April 2015, um 16:00 Uhr im Rahmen einer Führung. Von April bis Oktober wird es jeden dritten Freitag im Monat eine Führung für interessierte Laien geben.

Rund 2.000 tropische und subtropische Pflanzenarten werden im Gewächshaus des Wissenschaftsgartens der Goethe-Universität am Campus Riedberg kultiviert. Dies sind zum einen Arten, die von Wissenschaftlern aus allen Teilen der Welt im Rahmen von Forschungsprojekten zusammengetragen wurden. So zum Beispiel Ameisenpflanzen aus Südost-Asien, seltene tropische Lianen oder Palmfarne aus Cuba. Zum anderen stellt ein großer Teil der Pflanzen Besonderheiten im Pflanzenreich dar in Bezug auf Wuchs, Trockenheitsresistenz, Giftigkeit. Die Pflanzen dienen in der universitären Lehre als lebendiges Anschauungsmaterial. Natürlich dürfen auch wichtige Kultur- und Zierpflanzen nicht fehlen.

Treffpunkt für die Führung ist der freie Platz vor dem Gewächshaus

Informationen: Prof. Georg Zizka, Institut für Ökologie, Evolution und Diversität, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42176 oder 97075-1166, gzizka@senckenberg.de

Programm der Führungen: www.uni-frankfurt.de/wissenschaftsgarten, dort unter Vorträge/Führungen.

Veranstaltungen

Apr 9 2015
16:03

Am 7. Mai findet Infotag zum Medizin- und Zahnmedizinstudium statt

Fachbereich Medizin der Goethe-Universität informiert über Studiengänge

FRANKFURT. Der Fachbereich Medizin der Goethe-Universität lädt am Donnerstag, den 7. Mai 2015, am Universitätsklinikum zu einem Informationstag über sein Studienangebot ein. Das Angebot richtet sich insbesondere an Studieninteressierte, die im Wintersemester 2015/2016 ein Studium der Medizin oder Zahnmedizin beginnen möchten. Die Einrichtungen des Fachbereichs informieren zu relevanten Themen Rund ums Studium wie Zulassungsverfahren oder Auslandssemester und geben einen Einblick in ihre Aktivitäten: Auf dem Programm stehen Vorträge und Vorlesungen zu speziellen Themen aus Vorklinik und Klinik sowie Führungen beispielsweise durch die anatomische Sammlung oder die Kinderklinik. Zudem geben Veranstaltungen zu Themen wie Anatomie, chirurgisches Nähen oder Notfallmedizin, praktische Einblicke in die medizinische Arbeit. Im Austausch mit Medizinstudierenden besteht für Besucher die Möglichkeit, authentische Einblicke in die Studienpraxis zu erhalten.

Die Teilnahme an dem Infotag ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist jedoch eine Anmeldung unter www.med.uni-frankfurt.de/infotag erforderlich.

Kontakt: Alexander Abt, Dekanat Vorklinik, Fachbereich Medizin, Tel. (069) 6301-7238, alexander.abt@kgu.de

Sonstige

Apr 9 2015
10:28

Im neuen UniReport kritisiert der Biologie-Didaktiker Hans Peter Klein die Forderung nach höheren Akademikerzahlen

Lohnt sich ein Hochschulstudium heute noch?

FRANKFURT. Zum Semesterstart werden knapp 3.000 neue Studierende an der Goethe-Universität erwartet. Aber werden ihre Erwartungen an eine akademische Biographie auch erfüllt? Ist das Hochschulstudium heute noch ein Garant dafür, einen  attraktiven und hoch dotierten Beruf zu ergattern? Prof. Hans Peter Klein, Biologie-Didaktiker an der Goethe-Universität, warnt angehende Akademiker vor zu hohen Erwartungen. Auch in Deutschland sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt keineswegs rosig: Die Gehälter der meisten Akademiker seien in den letzten Jahrzehnten deutlich nach unten korrigiert worden. „Es reicht nicht, einfach eine Masse von Akademikern zu produzieren, ohne dafür auch nur annähernd genügend adäquate Arbeitsplätze bereit zu stellen“, so Klein im Interview mit dem UniReport. Die Forderung nach Akademikerquoten von bis zu 70 % gefährde zudem die Berufsausbildung im Dualen System, die Universitäten würden von einer immer größeren Zahl nicht studierfähiger Abiturienten geflutet. 

Weitere Themen der aktuellen Ausgabe: 

  • Eine Schule für alle? Streitgespräch darüber, ob und wie sich Inklusion in den Schulen umsetzen lässt.
  • Let’s party? Wie feiern die Fachbereiche an der Goethe-Universität ihre Absolventinnen und Absolventen?
  • „Eine Universität muss heute dynamisch sein“. Prof. Matthias Kleiner, neuer Vorsitzender des Hochschulrats, im Gespräch.
  • Theorie oder Praxis? Frankfurter-Schule-Experte Dr. Rolf Wiggershaus rezensiert exklusiv für den UniReport das Adorno-Theaterstück „Wut und Gedanke“. 

Die aktuelle Ausgabe des UniReport steht zum kostenlosen Download bereit unter www.uni-frankfurt.de/54939957

Veranstaltungen

Apr 7 2015
10:44

Mit der unistart-Messe im Hörsaalzentrum werden wieder die Erstsemester an der Goethe-Universität begrüßt.

Medieneinladung / Informieren, kommunizieren und feiern

FRANKFURT. Das Sommersemester 2015 beginnt für die knapp 3.000 Erstsemester am Donnerstag, dem 9. April, mit der unistart-Messe auf dem Campus Westend:  Zentrale Bereiche der Universität und ausgewählte Partner stellen sich auf der Messe von 14 bis 17 Uhr bei den Studienanfängerinnen und -anfängern vor und informieren über die umfangreichen und vielseitigen Angebote, wie etwa ein Auslandsstudium oder Sportmöglichkeiten und das Leben am Campus. Begrüßt werden die neuen Studierenden von Universitätspräsidentin Birgitta Wolff, vom Frankfurter Stadtrat Christian Setzepfandt und von einem Vertreter des AStA-Vorstands.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich einen Eindruck von der Veranstaltung zu verschaffen und ins Gespräch mit den neuen Studierenden zu kommen.

Programm:

14-17 Uhr: Messe im Foyer des Hörsaalzentrums/Campus Westend
ab 15 Uhr: Zentrale Begrüßung der Studierenden, Raum HZ 2
ab 21 Uhr: Party im Casino für alle Erstsemester.

unistart ist eine Veranstaltung der Goethe-Universität Frankfurt, organisiert von der Tochtergesellschaft der Universität, CAMPUSERVICE; die unistart-Party wird von der Universität gemeinsam mit planet radio gestaltet.

Weitere Informationen unter www.uni-frankfurt.de/43733063/unistart

Sonstige

Apr 2 2015
14:06

Studierende wurden beim „National Model United Nations“ in New York mehrfach ausgezeichnet.

Delegation der Goethe-Uni bei Simulation der Vereinten Nationen erfolgreich

FRANKFURT. Eine 22-köpfige Delegation der Goethe-Universität hat in New York am National Model United Nations (NMUN) teilgenommen. Bei der Simulation der Vereinten Nationen vertraten die Studierenden unter der Leitung der Politikwissenschaftlerin Anne Peltner die Republik Kuba und wurden für ihr Engagement mehrfach prämiert. Die „National Collegiate College Association“ zeichnete die Delegation als „Honorable Mention Delegation“ aus. Zudem gingen fünf Preise für „Outstanding Position Papers In Committee“ an die Komitees, in denen Kuba während des NMUN vertreten war.

„Es hat uns sehr gefreut, dass die harte Arbeit, die wir in die Position Papers investiert haben, auch international gewürdigt wurde“, sagt Lea Seefeld, eine der Teilnehmerinnen. Diese Papiere stellen sehr konzentriert die speziellen Standpunkte des zu vertretenden Landes in Bezug auf die Komitee-Themen zusammen und sind damit das kondensierte Ergebnis der ausführlichen Recherchearbeiten der Delegierten. „Die Studierenden haben nicht nur während der langen Vorbereitungszeit, sondern auch während der Simulation an sich durchweg ein sehr hohes Engagement gezeigt. In New York versuchten sie, andere Teilnehmende von Ihrer Position zu überzeugen oder Kompromisse zu finden. Diese immense Einsatzbereitschaft zeigte sich nicht zuletzt an den abendlichen Reflexionssitzungen im Anschluss an den jeweiligen Sitzungstag, die teilweise bis nach Mitternacht reichten. Hier unterstützen die Teilnehmer sich gegenseitig und gaben einander Tipps für kniffelige Verhandlungssituationen“, sagt Peltner.

Die Goethe-Universität stellte 2015 zum zwölften Mal eine Delegation bei der Simulation in New York. Die Studierenden bereiteten sich über zwei Semester intensiv auf die Konferenz vor. Dafür wurde auch auf die Expertise der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), der Schirmherrin des Projektes an der Goethe-Universität, zurückgegriffen. Diese umfasste Expertengespräche, die Analyse von Reden kubanischer Diplomaten und die Einarbeitung in die Geschichte, Wirtschaft und Politik des zu vertretenden Staates.

Das NMUN ist eine der größten und renommiertesten Simulationen der Vereinten Nationen, die jährlich von einer Nichtregierungsorganisation mit engen Verbindungen zu den Vereinten Nationen veranstaltet wird. Innerhalb der Verhandlungen vertritt jede Delegation einen Staat, so dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgaben und Positionen von Diplomaten übernehmen und Interessen, Werte und Standpunkte „ihres“ Landes einnehmen. Eine einzigartige Besonderheit bei der sechstägigen Simulation ist die Abschlusssitzung in den Gebäuden der Vereinten Nationen, die dieses Jahr von Generalsekretär Ban Ki Moon besucht wurde. Unangekündigt hielt er eine Rede für die Teilnehmenden.

Weitere Informationen: Anne Peltner, Arbeitsgruppe "Internationale Institutionen und Friedensprozesse", Institut für Politikwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt. Tel. (069)-798-36657. peltner@soz.uni-frankfurt.de

Website der National Model United Nations (NMUN): http://www.nmun.org/nmun_ny.html

Sonstige

Apr 1 2015
18:01

Goethe-Universität als eine von fünf deutschen Hochschulen für Transfer-Audit ausgewählt

Auf dem Weg zur „Third Mission“

FRANKFURT. Mit ihrem Konzept „Third Mission – Partnerschaften für gesellschaftliche Innovationsprozesse“ ist die Goethe-Universität unter 51 Bewerbungen als eine von fünf Hochschulen in Deutschland für ein so genanntes „Transfer-Audit“ ausgewählt worden. Ziel des vom Stifterverband und von der Nixdorf-Stiftung ins Leben gerufenen Programms ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft institutionell auszubauen. Die Hochschulen der einjährigen Pilotphase erhalten einen Zuschuss von je 25.000 Euro.

Universitätspräsidentin Birgitta Wolff freut sich: „Neben Forschung und Lehre ist die Third Mission ein wesentliches Profilelement der Goethe-Universität. Die Teilnahme an der Pilotphase des Transfer-Audit stärkt unsere Aktivitäten auf diesem Feld. Als Bürgeruniversität haben wir gute Voraussetzungen, um weitere partnerschaftliche Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft für  gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.“

Das Konzept „Third Mission – Partnerschaften für gesellschaftliche Innovationsprozesse“ sieht vor, die institutionelle Strategie für die Kooperation mit externen Partnern im Bereich der „dritten Mission“ weiterzuentwickeln. Folgende Themenfelder sind darin enthalten: Beiträge zur Politikentwicklung und ‐gestaltung auf nationaler und auf europäischer Ebene; translationale Forschung und Innovationspartnerschaften; Partnerschaften für kreative Innovationen im Kultursektor und „Community Research“ mit einem Fokus auf lokalen Transformationsprozessen.

Weitere Informationen: Dr. Justus Lentsch, Leiter Stabsstelle „Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs“, Goethe-Universität Frankfurt. Tel. (69) 798-15193. E-Mail: lentsch@pvw.uni-frankfurt.de

Sonstige

Apr 1 2015
18:00

Renommierte AACSB-Akkreditierung wurde für weitere fünf Jahre verlängert. Nur neun Business Schools in Deutschland können diese Auszeichnung vorweisen.

Frankfurter Wirtschaftswissenschaften weiterhin auf internationalem Niveau

FRANKFURT. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt darf weiterhin das begehrte Gütesiegel der Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) tragen. Bereits zum zweiten Mal nach 2010 hat die AACSB den Fachbereich erfolgreich re-akkreditiert. Im Januar 2005 wurden die Frankfurter Wirtschaftswissenschaften – als damals dritte Lehreinrichtung in Deutschland – erstmals mit der Akkreditierung ausgezeichnet.

„Wir freuen uns, dass wir das AACSB-Siegel weiterhin führen dürfen“, sagt Andreas Hackethal, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften. Das Evaluierungsverfahren sei zwar sehr aufwändig, der Aufwand lohne sich jedoch. „Es ist sehr wichtig, alle Prozesse regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen, zu hinterfragen, ob das Zielfoto noch stimmt und ob man auf dem richtigen Weg ist.“ In die Evaluierung, für die drei Gutachter aus Zürich, Groningen und Istanbul, den Fachbereich Anfang Februar eineinhalb Tage lang unter die Lupe nahmen, waren neben Uni-Präsidentin Birgitta Wolff, Kanzler Holger Gottschalk und zahlreichen Professoren des Fachbereichs auch Studierende aus den verschiedenen Studienprogrammen sowie Alumni eingebunden.

Um mit der anerkannten Auszeichnung werben zu dürfen, muss der Fachbereich eine Vielzahl anspruchsvoller Akkreditierungsstandards erfüllen. Dazu gehört etwa, ein klares Leitbild zu definieren, die Ziele zu beschreiben, auf die dieses Leitbild ausgerichtet ist, sowie Strategien zu formulieren, wie man diese Ziele erreichen möchte. Ferner müssen klare, effektive und konsistent durchgeführte Prozesse rund um das Studium nachgewiesen werden – von der Zulassung über das Curriculum bis zum Abschluss und der Platzierung auf dem Arbeitsmarkt. Die Forschungs- und Lehrqualität der Professoren wird überprüft, die Kommunikation zwischen Professoren und Studenten, Organisation und Verwaltung und vieles mehr.

Die AACSB ist eine Non-Profit Organisation mit Sitz in Tampa, Florida, zu deren Mitgliedern weltweit mehr als 1400 Bildungseinrichtungen sowie private und öffentliche Institutionen aus dem Bildungsbereich gehören. Derzeit sind neun universitäre Fachbereiche und Business Schools in Deutschland akkreditiert, weltweit sind es 727 in 48 Staaten.

Weitere Informationen: Dr. Muriel Büsser, Geschäftsführerin, House of Finance. Leitung Forschungskommunikation, FB Wirtschaftswissenschaften. Tel.  (069) 798-34006. E-Mail: buesser@hof.uni-frankfurt.de

Forschung

Apr 1 2015
09:03

Erstes Studienangebot dieser Art einer Universität im Binnenland startet zum Wintersemester 2015/16

Neuer Studiengang Maritime Wissenschaften

+++ April, April: Bei dieser Meldung handelt es sich um einen Aprilscherz. Die Goethe-Universität bietet keinen neuen Studiengang "Maritime Wissenschaften" an +++

FRANKFURT/FEHMARN. Die nächste Küste liegt von Frankfurt aus mindestens 500 Kilometer entfernt. Dennoch startet die Goethe-Universität im kommenden Wintersemester als erste deutsche Universität im Binnenland einen neuen Studiengang „Maritime Wissenschaften“. Für die nötige Praxisnähe der Studierenden sorgt ein ungewöhnliches Modell: Hat doch die Goethe-Universität in den letzten Jahren auf der Ostseeinsel Fehmarn ein neues Institutsgebäude direkt in Hafennähe errichten sowie einen ehemaligen Fischkutter zu einem hochseetüchtigen Forschungsschiff umbauen lassen.

Friedhelm Prinz, Professor für subozeanische Wellenbewegungen an der Goethe-Universität, hat lange auf diesen Moment hingearbeitet. „Die einzigartige Bedeutung der Meere für das gesamte Ökosystem unseres Planeten mag vielleicht noch vielen Küstenbewohnern vertraut sein, nicht aber den Bewohnern des Binnenlandes.“ Hier besteht nach seiner Ansicht „enormer Nachholbedarf“, beeinflusse doch auch der Lebensstil im Binnenland das Ökosystem der Meere massiv. Prinz weiter: „Der Studiengang sensibilisiert für diese Zusammenhänge, insbesondere dadurch, dass die Studierenden bei längeren Praxisphasen in unserem universitätseigenen Institut auf Fehmarn, bei Wattwanderungen oder maritimen Exkursionen auf dem Forschungsschiff selbst erfahren können, welch weitreichende Konsequenzen das binnenländische Leben für das ökologische Gleichgewicht der Ozeane hat.“

Die Nachfrage nach dem neuen Studienangebot ist groß: Bereits ein halbes Jahr vor Studienstart gibt es mehr als 50 Bewerbungen – kurioserweise auch von Studienbewerben von der Nord- und Ostseeküste, ja sogar aus Hawaii. Prinz erklärt die große Nachfrage damit, dass der Studiengang „einen Nerv trifft“ und sehr gute Berufsaussichten bietet. Die besondere Ausrichtung der Maritimen Wissenschaften an der Goethe-Universität ermöglicht sowohl eine spätere Karriere in der Meeresforschung, als auch bei Umweltverbänden, in der politischen Beratung sowie im umweltpädagogischen Bereich. Folgerichtig werden die Maritimen Wissenschaften im Rahmen des Lehramtsstudiums als Wahlmodul angeboten. Auch im Rahmen der Frankfurter Politologie werden sie als Vertiefungsmöglichkeit für eine spätere Arbeit bei Umweltverbänden und der Politik angeboten. Insgesamt hat die Goethe-Universität mehr als drei Millionen Euro in den Aufbau der für den Studiengang nötigen Infrastruktur auf Fehmarn investiert. Das Geld kommt zum größten Teil aus Stiftungsmitteln.

„Diese vergleichsweise große Investition zeigt, dass auch das Präsidium der Goethe-Universität an die Zukunft dieses Studienganges und an eine auch dauerhaft hohe Nachfrage glaubt“, freut sich Prinz. Im Spätsommer 2015 steht jetzt erst einmal  die Eröffnung des Forschungszentrums an. Prinz ist sich sicher: „Rechtzeitig zum Wintersemester wird alles fertig sein.“ Über den genauen Eröffnungstermin werden die Medien rechtzeitig informiert.

Weitere Informationen: www.uni-frankfurt.de/54587315/maritim