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Dez 13 2018
17:46

Fünfter Vortrag in der Reihe „Kunst als Wertschöpfung“ der Deutsche Bank Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“

Ästhetische Angebote im Zeichen des Konsums – Ausdifferenzierung oder Einheitsbrei?

FRANKFURT. Die Frankfurter Schule behauptet, ästhetische Angebote unter Marktbedingungen würden die Kultur zu etwas Immergleichen machen, sie als Ware kommerziell vermarkten. Die enorme Ausdifferenzierung populärer Künste, etwa der Pop-Musik seit den 1950er Jahren, scheint dieses Urteil nicht zu bestätigen. Aber wie steht es mit der Literatur? Wie verhält sich diese zur Popkultur? Und wie verhalten wir uns generell gegenüber den Erzeugnissen der globalen Kulturindustrie?

Diesen Fragen geht Prof. Moritz Baßler in seinem Vortrag „Ästhetische Angebote im Zeichen des Konsums – Ausdifferenzierung oder Einheitsbrei?“ 

am 19. Dezember (Mittwoch) um 18 Uhr im Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt 

nach. Baßler ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sein Studium der Germanistik und Philosophie absolvierte er in Kiel, Tübingen und Berkeley, bevor er 1993 bei Gotthart Wunberg in Tübingen über „Die Entdeckung der Textur“ promovierte. Anschließend war er Redaktor des Reallexikons der deutschen Literaturwissenschaft, bevor er sich 2003 in Rostock habilitierte. Heute leitet er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster den Studiengang „Kulturpoetik der Literatur und Medien“. 

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Kunst als Wertschöpfung. Zum Verhältnis von Ökonomie und Ästhetik“ im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“, finanziert von der Deutsche Bank AG. Die inhaltliche Verantwortung und Moderation der Veranstaltungsreihe liegt bei Prof. Heinz Drügh, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Prof. Vinzenz Hediger, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, und Prof. Johannes Völz, Institut für England- und Amerikastudien. In insgesamt sieben öffentlichen Vorträgen denken namhafte Expertinnen und Experten aus den Wirtschaftswissenschaften, der Kunstgeschichte und den Kulturwissenschaften das Verhältnis von Ökonomie und Ästhetik neu. 

Weitere Termine und Themen im Überblick: 

23. Januar 2019
Prof. Wolfgang Ullrich
Der westliche Kunstbegriff im Sog des globalisierten Kunstmarkts
Moderation: Prof. Heinz Drügh, Goethe-Universität

6. Februar 2019
Prof. Julika Griem
Ökonomien des Spiels in Kunst und Wissenschaft
Moderation: Prof. Johannes Völz, Goethe-Universität

Beginn jeweils um 18 Uhr. Alle Veranstaltungen finden im Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt, statt.

Programm im Internet: http://kunstalswertschoepfung.de/

Informationen: Prof. Dr. Vinzenz Hediger, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Fachbereich Neuere Philologien, hediger@tfm.uni-frankfurt.de