Traumatherapie aus interkultureller Perspektive

Vierter Vortrag in der Reihe „Gesellschaft in Bewegung: Interdisziplinäre Perspektiven auf Flucht und Migration“

Veröffentlicht am: Freitag, 26. Januar 2018, 13:12 Uhr (026)

FRANKFURT. Der kulturelle Hintergrund eines Menschen hat einen tiefgreifenden Einfluss auf seine Traumaerfahrungen. Diese führen zu einer Reihe von Symptomen, welche kulturell unterschiedlich interpretiert werden. Daraus wiederum resultieren verschiedene Betrachtungsweisen auf sowohl psychische als auch körperliche Beschwerden.

Wie die Kultur die Sichtweise auf Traumata und deren Behandlung beeinflusst, wird der Anthropologe und Psychiater Prof. Devon Hinton in seinem Vortrag „Trauma in a Cross-Cultural Perspective“

am 31. Januar 2018 um 18.00 Uhr im Anbau Casino Saal West, Campus Westend.

aufzeigen. Der Vortrag findet statt im Rahmen der interdisziplinären Reihe „Gesellschaft in Bewegung: Interdisziplinäre Perspektiven auf Flucht und Migration“. Sie wird veranstaltet von den Fachbereichen Erziehungswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Psychologie sowie der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Goethe-Universität und durch die Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG finanziert. Die Moderation an diesem Abend übernimmt Prof. Ulrich Stangier, Goethe-Universität.

Prof. Devon Hinton erläutert in seinem Vortrag anhand von Beispielen aus Kambodscha, Afghanistan und Syrien die Schlüsselsymptome und –syndrome für Traumata. Wie diese Symptome und der Einfluss unserer kulturell angepassten psychologischen Behandlungsweisen für Traumaopfer wirken, wird der Psychiater mittels eines Modells aufzeigen.

Devon E. Hinton ist Anthropologe und Psychiater. Er ist außerordentlicher Professor der Psychiatrie am Massachusetts General Hospital und am Department of Global Health and Social Medicine der Harvard Medical School. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf kulturspezifischen Erscheinungen körperlicher Symptome, Panikattacken, Panikstörungen und Posttraumatischen Belastungsstörungen bei geflüchteten Menschen.

Termine und Themen im Überblick:

07. Februar 2018
Migration im Verlauf der Schulbiografie. Die Situation migrierter Kinder, Jugendlicher sowie junger Erwachsender im deutschen Bildungssystem und Möglichkeiten der Professionalisierung im Lehramt
Mona Massumi, Lehrerin und Mitarbeiterin im Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln
Moderation: Prof. Isabell Diehm, Goethe-Universität

14. Februar 2018
Let’s Talk about Difference. Enpowering First-generation College Students to Succeed
Nicole M. Stephens, Professorin für Management und Organisation an der Kellogg School of Management
Moderation: Prof. Tanja Brühl, Prof. Rolf van Dick, beide Goethe-Universität 

Beginn jeweils um 18 Uhr. Für die Vorträge in englischer Sprache werden Zusammenfassungen in deutscher Sprache bereit gelegt.

Alle Veranstaltungen finden im Anbau Casino Saal West, Campus Westend, statt.

Programm im Internet: www.abl.uni-frankfurt.de/vortragsreihe

Informationen: Ute Kandetzki, Geschäftsführerin Goethe-Lehrerakademie, Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung, Campus Bockenheim, Tel. (069) 798 22650, E-Mail: vortragsreihe@abl-uni-frankfurt.de