Forschungsstelle NS-Pädagogik stellt sich vor

Auf öffentlicher Veranstaltung werden aktuelle Publikationen besprochen

Veröffentlicht am: Dienstag, 24. Oktober 2017, 12:24 Uhr (223)

FRANKFURT. Die „Forschungsstelle NS-Pädagogik“ an der Goethe-Universität wurde zur Förderung der Verbindung von Forschung und Lehre und zur zentralen Sammlung bisheriger Studien und Materialien zum Thema „Erziehungswissenschaft und Pädagogik in der NS-Zeit“ 2012 unter der Leitung von Prof. Micha Brumlik und Prof. Benjamin Ortmeyer gegründet. Auf einer öffentlichen Veranstaltung, die am kommenden Donnerstag auf dem Campus Westend stattfindet, steht die Arbeit der Forschungsstelle im Fokus; neuere Publikationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden vorgestellt und diskutiert.

Die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Zeynep Ece Kaya hat sich in ihrem Buch „Kolonialpädagogische Schriften in der NS-Zeit“ mit der Geschichte des deutschen Kolonialrassismus in der deutschen Erziehungswissenschaft beschäftigt. Das Buch wurde 2017 mit dem Werner-Pünder-Preis ausgezeichnet.

Ebenfalls vorgestellt wird der von Micha Brumlik und Benjamin Ortmeyer herausgegebene Band „Max Traeger – kein Vorbild“. In dem Buch wird die öffentliche Auseinandersetzung über den Zusammenhang zwischen dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) anhand des Namensgebers der GEW-Stiftung Max Traeger analysiert.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Fritz Bauer Institut, dem AStA der Goethe-Universität, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen sowie dem Verlag Beltz Juventa.

Öffentliche Veranstaltung zur Arbeit der „Forschungsstelle NS-Pädagogik“
26. Oktober 2017, 18.15 Uhr, Casino Raum 1.811, Campus Westend.

Kontakt: Prof. Benjamin Ortmeyer, Forschungsstelle NS-Pädagogik, Goethe-Universität Frankfurt. Tel. (069) 798-22091; BOrtmeyer@t-online.de