Kriminalstatistiken klären auf

Am 12. Dezember diskutiert die Bürger-Universität im Rahmen ihrer „Tatort-Reihe“ über reale Bedrohungen und gefühlte Ängste

Veröffentlicht am: Mittwoch, 07. Dezember 2016, 11:57 Uhr (317)

FRANKFURT. Jährlich legt das Bundeskriminalamt die deutsche polizeiliche Kriminalstatistik vor, deren Angaben sich nicht immer mit der subjektiv empfundenen Bedrohung der Menschen durch Kriminalität in Deutschland decken. Die Schlagzeilen der Medien wie „Das Monster schlägt wieder zu“ oder „Skandal: Warum wurde er wieder freigelassen?“ tun ihr Übriges. Inwiefern verzerrt die Berichterstattung tatsächlich die Wahrnehmung der Menschen? Ist die zunehmende Sorge, Opfer eines Gewaltdeliktes zu werden, berechtigt? Welche Bedrohungen sind tatsächlich vorhanden, welche nur empfunden? Und inwiefern lösen auch fiktionale Formen der Gewaltdarstellung wie beispielsweise im Tatort Ängste aus?

Diese und weitere Fragen stehen am Montag, 12. Dezember, im Mittelpunkt der letzten Veranstaltung in der Reihe „Tatort-Forschung“ der Frankfurter Bürger-Universität, zu der die Goethe-Universität gemeinsam mit dem Hessischen Landeskriminalamt interessierte Bürgerinnen und Bürger einlädt. Expertinnen und Experten sowohl aus dem Bereich der Sozial- und Kriminalpsychologie als auch seitens der Medien diskutieren auf dem Podium: Kriminalpsychologe Prof. Dr. Rudolf Egg, Sozialpsychologe Prof. Rolf van Dick von der Goethe-Universität, FAZ-Redakteurin Katharina Iskandar und Polizeisprecherin Carina Lerch. Die Moderation übernimmt Petra Boberg von hr-iNFO.

Kriminalstatistiken klären auf. Wovor müssen wir wirklich Angst haben?
Montag, 12. Dezember 2016, 19.30 Uhr
Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt
Der Eintritt ist frei.

Kooperationspartner der Diskussionsreihe sind: Stadtbücherei Frankfurt und hr-iNFO.

Das Programmheft der Bürger-Universität im Web: www.buerger.uni-frankfurt.de