Spiritual Care – ein neues Feld im Gesundheitswesen

Vortrag im Rahmen des Projektes Medizinethik in der Klinikseelsorge

Veröffentlicht am: Dienstag, 19. April 2016, 13:00 Uhr (093)

FRANKFURT.Prof. Simon Peng-Keller hat seit 2015 die neugegründete Professur für „Spiritual Care“ an der Universität Zürich inne. In seinem Vortrag wird er über dieses neue Forschungs- und Praxisfeld im Gesundheitswesen und in der geistlichen Begleitung sprechen. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten im Gesundheitswesen, in Seelsorge und Begleitung, in Theologie und Psychologie. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Prof. Simon Peng-Keller: „Spiritual Care – Erkundungen eines neuen Forschungs-, Lehr- und Praxisfeldes“
21. April 2016, 18-20 Uhr. Goethe-Universität, Campus Westend, Seminarhaus R. 3.105. Der Eintritt ist frei.

Zum Hintergrund: Spiritual Care ist im Kontext der palliativen Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen entstanden und versteht sich als Bestandteil eines ganzheitlichen Ansatzes: Patientinnen und Patienten im Krankenhaus sollen umfassend begleitet werden – einschließlich ihrer geistlich-spirituellen Bedürfnisse. Dabei weitet der Begriff der Spiritualität den Blick über traditionelle Religionen hinaus und möchte jede individuelle Sinnsuche einbeziehen, auch wo sie säkular oder postmodern-religiös formuliert wird. Dem Anliegen von Spiritual Care zufolge ist das Erfassen und Begleiten der spirituellen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten eine Aufgabe für das gesamte Behandlungs- und Begleitungsteam. Nicht allein die Klinikseelsorge, sondern auch die Ärzte, die Pflegekräfte, Sozialarbeiter und Therapeutinnen sollen die Spiritualität von Patientinnen und Patienten achtsam aufnehmen und begleiten. Diese umfassende Orientierung am seelischen Wohl wirkt sich empirischen Untersuchungen zufolge positiv auf die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten aus und kann sogar ihrer Heilung dienlich sein. Was sind die Grundlagen von Spiritual Care, welche Konsequenzen hat dieser Ansatz für Medizin, Pflege und Seelsorge, und wo liegen vielleicht auch Nebenwirkungen von Spiritual Care?

Veranstalter: Projekt Medizinethik in der Klinikseelsorge, Fachbereich Katholische Theologie, unter Leitung von Prof. Dr. Christof Mandry.

Kontakt: Gwendolin Wanderer, Goethe-Universität Frankfurt, FB 07 - Katholische Theologie, Medizinethik in der Klinikseelsorge. Tel. (069) 69 798-33352, ethik-in-der-klinikseelsorge@em.uni-frankfurt.de