Medien-Einladung / Dürfen Vereine und Stiftungen um Erbschaften werben?

Internationales Fachsymposium zum Thema Nachlass-Fundraising an der Goethe-Universität.

Veröffentlicht am: Donnerstag, 11. Februar 2016, 11:40 Uhr (040)

FRANKFURT. Am 18. und 19. Februar findet an der Goethe-Universität das Fundraising-Symposium 2016 zum Thema Nachlass-Fundraising statt. Diese Internationale Fachtagung dient dem Erfahrungsaustausch gemeinnütziger Organisationen, die seit Jahren Erbschaften und Vermächtnisse erhalten und diese für die Allgemeinheit einsetzen wollen. Die Tagung richtet sich an Vorstände, Geschäftsführer und Verantwortliche für Großspenden und Nachlässe in gemeinnützigen Organisationen, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Körperschaften, wie Zoos und Kultureinrichtungen. Veranstalter ist die Fachzeitschrift "Fundraiser-Magazin " in Kooperation mit der Agentur für Nachlass-Fundraising und der Goethe Universität.

„Wir freuen uns, dass dieses internationale Symposium an der Goethe-Universität stattfindet. Unsere Universität hat das Fundraising in den letzten Jahren bereits systematisch aufgebaut. Auch im Nachlass-Fundraising haben wir erste Erfahrungen gesammelt, die wir gerne weiterentwickeln möchten. Deshalb sind wir sehr gespannt auf die fachliche Diskussion mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bildungseinrichtungen und Spendenorganisationen“, erklärt Andreas Eckel, Leiter Private Hochschulförderung der Goethe-Universität.

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge werden bis 2024 in Deutschland 3,1 Billionen Euro vererbt. Gleichzeitig wächst die Zahl der Kinderlosen und Alleinstehenden. Viele Menschen denken beim Testament deshalb auch an gemeinnützige Organisationen, denen sie meist über Jahrzehnte als Förderer treu verbunden waren. Die repräsentative GfK-Studie „Gemeinnütziges Vererben in Deutschland“ zeigt: Bereits jeder zehnte Deutsche über 60 Jahre würde mit seinem Erbe auch einen guten Zweck unterstützen; bei den Kinderlosen ist es sogar jeder dritte.

Das Fundraising-Symposium diskutiert diesen Trend mit internationalen Referenten aus Großbritannien und den Niederlanden sowie erfahrenen Praktikern aus Deutschland. Keynote Speaker am 19. Februar ist Richard Radcliffe. Der umtriebige Experte arbeitete schon auf drei Kontinenten für gemeinnützige Organisationen und überzeugte Menschen davon, über den Tod hinaus etwas für die Allgemeinheit und die gute Sache zu tun. Er wird internationale Trends und seine Erfahrungen mit Nachlass-Gebern vorstellen. Erfahrene Experten, wie Gerhard Wallmeyer von Greenpeace oder Lars Flottmann von UNICEF, werden mit den Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutieren, ob und wie man für das "gute Erbe" werben darf, wie Nachlässe abgewickelt werden und welche ethischen Standards eingehalten werden müssen. Denn Testamente für gemeinnützige Organisationen haben nichts mit Erbschleicherei, sondern meist mit langen Beziehungen der Förderer zum Verein, Zoo oder der Stiftung und großem Vertrauen zu tun.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, am Fundraising-Symposium teilzunehmen und darüber zu berichten.

Akkreditierung: matthias.daberstiel@fundraising-symposium.de

Ansprechpartner
Matthias Daberstiel, matthias.daberstiel@fundraising-symposium.de; www.fundraising-symposium.de