Wie lebt Frankfurt?

Am 30. November startet die zweite Diskussionsreihe der Frankfurter Bürger-Universität im Haus am Dom

Veröffentlicht am: Mittwoch, 25. November 2015, 15:24 Uhr (310)

FRANKFURT.Wie lebt Frankfurt? Eine zunächst unscheinbare wirkende Frage entpuppt sich als echte Herausforderung. Denn wie soll man eine Stadt kritisch hinterfragen, die von den meisten ihrer Bewohner in den höchsten Tönen gelobt wird? Wer sich hier in Frankfurt einmal richtig eingelebt hat, will nicht mehr weg. Worüber also diskutieren?

Zum Beispiel über die Klischees, die über die Stadt im Umlauf sind und natürlich die Versprechen der lokalen Politik. Inwiefern stimmen diese – oder eben auch nicht – mit der Realität überein? Und was erwartet uns in den kommenden Jahren? Weiter steigende Mieten? Eine Überalterung der sonst so jungen Stadt – die hohe Lebensqualität zieht schließlich die kaufkräftige Babyboomer-Generation an, die nicht auf dem Land altern will. Und wenn dann die Generation Praktikum übernimmt – kann die sich dann noch Oper, Theater & Co. leisten?

Der Auftaktabend am 30. November möchte zusammen mit Expertinnen und Experten sowie mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Frage diskutieren: „Wie generationengerecht ist Frankfurt? Älterwerden in der City“.

Im öffentlichen Fokus stehen allzu oft die jungen Familien und die Frage, ob sie sich die Stadt leisten können. Tatsache aber ist, dass die Gesellschaft immer älter wird und daher auch dieser Teil der Gesellschaft im öffentlichen Diskurs sowie der öffentlichen Wahrnehmung viel stärker vertreten sein sollte. Wie lebt es sich als alter Mensch in Frankfurt? Fühlen sich Senioren in der Main-Metropole gut aufgehoben oder vernachlässigt? Ist das Angebot für sie ausreichend, die Anlaufstellen für Hilfe?

Eine alternde Gesellschaft bedeutet eine Herausforderung für Städte und Kommunen, in deren Verantwortung es liegt, das Älterwerden so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Aufgabe von Stadtplanern, Kulturbeauftragten und Forschern ist es, eine nachhaltige Demografie-Strategie zu entwickeln. Wie sieht eine solche nachhaltige Strategie für die nachfolgende Generation aus? Wie wird derzeit in Frankfurt mit der zunehmenden Verstädterung, dem Älterwerden der Bevölkerung und der Isolierung des Einzelnen umgegangen? Wie funktioniert derzeit das Zusammenleben der Generationen in Frankfurt?

Diese Fragen stellen sich am 30. November zusammen mit Oberbürgermeister Feldmann, Birgit Kasper vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V., Prof. Frank Oswald, Leiter des Arbeitsbereichs Interdisziplinäre Alternswissenschaft der Goethe-Universität und Prof. Johannes Pantel, Leiter des Arbeitsbereichs Altersmedizin des Frankfurter Universitätsklinikum. Die Moderation übernimmt Petra Boberg von hr-iNFO.

Veranstaltungsort:

Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Beginn jeweils 19:30 Uhr
Eintritt frei

Die Diskussionsreihe findet in Kooperation mit hr-iNFO statt.

Weitere Abende der Diskussionsreihe sind:

7. Dezember 2015: Wer kann sich Frankfurt (noch) leisten? Eine Stadt für alle oder für die Reichen.

14. Dezember 2015: Wird Frankfurt seinem Integrationsanspruch gerecht? Miteinander oder nebeneinander.

24. Januar 2016: Zu etabliert um cool zu sein? Frankfurt und seine Subkultur.

1. Februar 2016: Wofür engagiert sich Frankfurt? Private versus öffentliche Verantwortung.

Das Programmheft der Bürger-Universität Programm im Netz: http://www.buerger.uni-frankfurt.de

Bestellung von Programmheften bitte an Frau Marthe Lisson, E-Mail: m.lisson@vdv.uni-frankfurt.de