13 Jungwissenschaftler ausgezeichnet

Verleihung von bedeutenden Preisen auf der Akademischen Feier 2015

Veröffentlicht am: Freitag, 03. Juli 2015, 08:35 Uhr (192)

FRANKFURT. Dreizehn junge Forscherinnen und Forscher haben im Rahmen der Akademischen Feier 2015 ihre Preise erhalten. Der Vorsitzende der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität, Prof. Wilhelm Bender, und Universitätsvizepräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff überreichten die Auszeichnungen für Forschungsvorhaben, herausragende Abschlussarbeiten und Dissertationen. Die Akademische Feier der Freunde und Förderer gilt als eine der wichtigsten inneruniversitären Veranstaltungen für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung und fand bereits zum 30. Mal statt.

Der von der Adolf-Messer-Stiftung seit 1994 vergebene Preis ist mit 25.000 Euro der am höchsten dotierte auf der Akademischen Feier. Preisträgerin des Adolf-Messer-Stiftungspreises 2015 ist Dr. phil. nat. Nadine Schrodt, die für ihr DFG-Projekt „Which C/N ratio leads to the polymerisiation of small molecules in the system C-H-N-O at very high pressures and temperatures“ ausgezeichnet wurde. Schrodt arbeitet am Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität.

Der Barbara und Piergiuseppe Scardigli-Preis für die kleinen geisteswissenschaftlichen Fächer, dotiert mit 3.000 Euro, ging an den Juniorprofessor Dr. Roland Scheel. Ausgezeichnet wurde seine Dissertation mit dem Thema „Skandinavien und Byzanz. Bedingungen und Konsequenzen mittelalterlicher Kulturbeziehungen“.

PD Dr. rer. Nat. Dr. med. habil. Katrin Schröder, seit 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Goethe-Universität, erhielt für ihre translationale Grundlagenforschung zum Thema „Protektive Sauerstoffradikale: Die unerwarteten Funktionen der NADPH Oxidase Nox4“ den Dr. Paul und Cilli Weill-Preis. Der Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Humanmedizin wird in einem zweijährigen Rhythmus vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. 

Den mit 5.000 Euro dotierten Frankfurter Forschungspreis der Rudolf-Geißendörfer-Stiftung erhielt in diesem Jahr Dr. med. Mazen A. Juratli. Ausgezeichnet wurde Juratli, der in der Frankfurter Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie arbeitet,  für seine Grundlagenforschung „Preventing treatment-induced circulating tumor cell release“.

Der Mediterran-Preis zur Förderung des Nachwuchses in der Archäologie ging in diesem Jahr an drei Forscher: Ali Zalaghi, M.A., wurde für seine Magisterarbeit mit dem Thema „Entwicklung der Siedlungsmuster im Westen des Karkheh-Flusses in der Susiana, Südwestiran, während prähistorischer Zeit“ ausgezeichnet.  Patrick Biedermann, M.A., erhielt den Preis für seine Magisterarbeit „Die Stratigraphie und Architektur der frühbronzezeitlichen Besiedlung auf der Kuppe im Kharab Sayyar Areal B“. Lars Heinze, M.A., wurde für seine Dissertation mit dem Thema „Untersuchungen zur spätklassischen und frühhellenistischen Gefäßkeramik von Priene“ ausgezeichnet. Der Preis ist jeweils mit 4.000 Euro dotiert.

Der Preis der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs, der mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist, wurde in diesem Jahr auf zwei Preisträger aufgeteilt:

Der Biologe Dr. phil. nat. Julio Cesar Hechavarria Cueria, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Zellbiologie und Neurowissenschaft der Goethe-Universität, erhielt den Preis für seine Doktorarbeit „Processing of target-distance information in the dorsal auditory cortex of echolocating bats“.

Dr. phil. nat. Alina S. Hernandez Bark, Postdoc in der Sozialpsychologie der Goethe-Universität, wurde für ihre Dissertation mit dem Thema „Machtmotivation: Geschlechtsunterschiede und Zusammenhänge zu Führungsverantwortung“ ausgezeichnet.

Der Procter & Gamble-Nachhaltigkeitspreis, der wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Umweltschutzes honoriert, ging in diesem Jahr an Dr. Carolin Völker. Die Biologin erhielt den mit 4.000 Euro dotierten Preis für ihre Dissertation mit dem Thema „Ecotoxicological Analysis of Silver Nanoparticles: A Contribution to the Risk Assessment of Nanomaterials“. Zusätzlich wurde ein Förderpreis in Höhe von 1.500 Euro verliehen, der in diesem Jahr an Nina-Christin Bart ging für ihre Masterarbeit „Bewertung der Ökosystemdienstleistung Hochwasserschutz am Beispiel eines Auwaldes in Hessen“.

Mit dem Stifterpreis „Sozialpsychiatrie Frankfurt“ werden herausragende sozialpsychiatrische oder sozialpsychologische Forschungsarbeiten ausgezeichnet, der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Preisträgerin ist in diesem Jahr Dr. phil. nat. Dipl. Psych. Hannah Cholemkery, die für ihre Forschungsarbeit „Differentialdiagnostik und Gruppentherapie bei hochfunktionalen Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes- und Jugendalter“ ausgezeichnet wurde.

Mit dem WISAG-Preis für die beste sozial- oder geisteswissenschaftliche Dissertation wurde in diesem Jahr die Soziologin Dr. des. Greta Wagner ausgezeichnet. Wagner ist seit 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie an der Goethe-Universität. In ihrer Dissertation hat sie sich mit „Neuroenhancement. Kritik und Praxis pharmakologischer Leistungssteigerung“ beschäftigt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Kontaktstelle der Freunde in der Universität, Tel. (069) 798-22756, l.lentes@vdv.uni-frankfurt.de