Nur ja nicht für sich selbst sammeln!

Die Frankfurter Bürger-Universität stellt Kunst-Mäzen Peter Ludwig vor

Veröffentlicht am: Donnerstag, 11. Juni 2015, 12:02 Uhr (168)

FRANKFURT. Das Museum Ludwig in Köln ist den meisten in Deutschland bekannt, den wenigsten jedoch sein Namensgeber: Peter Ludwig.
Peter Ludwig stieg in den 1950er Jahren in die Schokoladenfirma Leonhard Monheim ein, baute diese in den 1970er und 1980er Jahren zu einem der führenden deutschen Unternehmen in dieser Branche aus. Heute heißt sie Ludwig Schokolade. Seine Leidenschaft aber war das Sammeln von Kunst. Er brachte die PopArt nach Deutschland, kaufte auf der documenta 4 1968 auf einen Schlag zehn Werke von Andy Warhol und Jasper Johns; Künstler, die heute weltberühmt sind. Seine Sammlung beschränkt sich jedoch nicht nur auf das 1976 gegründete Museum Ludwig in Köln. Schon zu Lebzeiten verteilte er seinen Sammlungsschatz weltweit, gründete oder beschenkte Institutionen und Museen, etwa in Sankt Petersburg, Budapest, Basel oder Cuba.

Was bringt einen Menschen  dazu, den größten Teil seines persönlichen Reichtums für Kunst auszugeben, die er dann in alle Welt verleiht und verschenkt? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Vortrag des bekannten Kasseler Soziologen Prof. Heinz Bude und zeichnet die Geschichte des Mäzens als einer Figur unserer Kultur. Ludwigs Weg ist ein Beispiel einer Karriere nach 1945 und die Geschichte einer persönlichen Besessenheit, die immer den Glanz der Bilder suchte.

Die Veranstaltung ist Teil der vom Soziologen Prof. Tilman Allert konzipierten Vortragsreihe „Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien“. Die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität stellt an insgesamt sechs Abenden Lebensläufe berühmter Protagonisten deutscher Sozial- und Kulturgeschichte vor.

Sammeln für die Öffentlichkeit  – Peter Ludwig
Referent: Prof. Heinz Bude lehrt Makrosoziologie an der Universität Kassel

Zeit: Montag, 15. Juni 2015, um 19.30 Uhr
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt

Der Eintritt ist frei.

Das komplette Programm der Frankfurter Bürger-Uni: www.buerger.uni-frankfurt.de