Waffen und Gesetze beim römischen Militär

Internationales Sommerseminar für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte findet erstmals in Frankfurt statt

Veröffentlicht am: Mittwoch, 13. Mai 2015, 15:56 Uhr (128)

FRANKFURT. Das Militär in der römischen Antike steht im Mittelpunkt des dreitägigen Internationalen Sommerseminars für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte, das vom kommenden Donnerstag (Christi Himmelfahrt) an im Gästehaus der Goethe-Universität stattfindet. Unter dem Titel „Arma et Leges – Rechtliche Aspekte des römischen Militärwesens“ beschäftigen sich Professoren und Studierende aus fünf europäischen Ländern mit den juristischen Dimensionen des historischen Soldatenalltags. Thematisiert werden unter anderem  Militärdiplome und die damit verbundenen Bürgerrechtsverleihungen (Prof. Dr. Eva Jakab, Szeged/Ungarn), das Militärstrafrecht (Steffen Jauß, Frankfurt), Soldatentestamente (Matthias Bieniakonski, Mainz), aber auch die Bedeutung der Vorstellung von einem gerechten Krieg für das Privatrecht (Henrik Held, Zagreb/Kroatien) oder der Umgang mit der Kriegsbeute (Dr. Kirsten Jahn, Magdeburg). Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Carsten Amrhein, der Direktor des Saalburgmuseums, über „Leben an der Grenze – Römischer Soldatenalltag in der Provinz“. Das Seminar umfasst auch eine Exkursion zum Römerkastell Saalburg mit Führung durch den Direktor und Abendessen in der Taberna sowie einen rechtshistorischen Stadtrundgang durch Frankfurt.

Das Internationale Sommerseminar für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte wurde Mitte der 90er Jahre vom inzwischen emeritierten österreichischen Rechtshistoriker Prof. Dr. DDr. h.c. Gerhard Thür ins Leben gerufen. Anlass waren die damaligen politischen Veränderungen in Mittel- und Osteuropa, die auch mit Veränderungen in der akademischen Welt einhergingen. Der Frankfurter Rechtshistoriker Prof. Dr. Guido Pfeifer ist seit 2007 Mitveranstalter der Reihe. Das Sommerseminar findet in diesem Jahr erstmals in der Mainmetropole statt. Frankfurt ist inzwischen zu einem Zentrum der international profilierten rechtshistorischen Kompetenz geworden: Neben dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, einer der weltweit führenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Rechtsgeschichte, existiert an der Goethe-Universität das größte rechtshistorische Institut aller deutschen Universitäten.

Informationen: Professor Dr. Guido Pfeifer, Telefon +49 (0)69  798 34327, E-Mail: pessoa@jur.uni-frankfurt.de