„Sind Deutschland und Frankreich noch der Motor Europas?“

EuropaDialoge/Dialogues d’Europe: Vortrag der Hessischen Europaministerin Lucia Puttrich am Forschungskolleg

Veröffentlicht am: Dienstag, 10. März 2015, 14:28 Uhr (071)

FRANKFURT/BAD HOMBUG. Vor mehr als 50 Jahren, am 22. Januar 1963, unterzeichneten der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer den „Elysée-Vertrag“ – den Freundschaftsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland, der nach dem zweiten Weltkrieg die Zusammenarbeit beider Länder in der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik begründete. Die engen Beziehungen zwischen den beiden Staaten prägten die europäische Integrationsgeschichte maßgeblich, weshalb sie sehr früh als „Motor Europas“ bezeichnet wurden.

Lucia Puttrich, Hessische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund, wird die deutsch-französischen Beziehungen zum Gegenstand eines öffentlichen Vortrages mit anschließender Diskussion machen. Sie beleuchtet das Verhältnis der Nachbarn aus dem Blickwinkel eines deutschen Bundeslandes, das selbst enge Kontakte zu Frankreich unterhält, und wird einen Ausblick auf die neuen Herausforderungen für Frankreich und Deutschland zur Gestaltung der Europäischen Union geben.

Der Vortrag Puttrichs „Sind Deutschland und Frankreich noch der Motor Europas? Die Zukunft der europäischen Union − deutsche und französische Ansätze“ findet statt am Donnerstag, dem 12. März, um 18.00 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften (Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe). Matthias Lutz-Bachmann, Professor für Philosophie an der Goethe-Universität und Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften, wird in das Thema einführen.

Der Vortrag ist Teil der Reihe EuropaDialoge/Dialogues d’Europe, die gemeinsam vom Forschungskolleg Humanwissenschaften und dem Institut français d’histoire en Allemagne veranstaltet wird. In diesem Rahmen sind Expert*innen aus Politik und Wirtschaft sowie aus den Rechts-, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften dazu eingeladen, die viel umstrittene Frage zu diskutieren, was aus Europa werden kann und werden sollte. Weitere Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2015 sind die Vorträge des Frankfurter Ökonomen Jan Pieter Krahnen (22. April 2015), der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Ulrike Lunacek (30. April 2015), des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Di Fabio (27. Mai 2015), des französischen Historikers Michael Werner (10. Juni 2015) und des Frankfurter Ökonomen Otmar Issing (24. Juni 2015). Nähere Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden sich auf den Homepages des Forschungskollegs Humanwissenschaften www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de und des Institut français d’histoire en Allemagne www.ifha.fr. Weitere Vorträge sind in Planung.

Information:  Professor Dr. Dr. Lutz-Bachmann (lutz-bachmann@em.uni-frankfurt.de); Professor Dr. Pierre Monnet (pierre.monnet@institutfrancais.de)

Anmeldung: Um Anmeldung zu der Veranstaltung unter info@forschungskolleg-humanwissenschaften.de wird gebeten.