Stellungnahme des Senats zur Hochschulfinanzierung

Gremium fordert, dass zusätzliche Mittel des Bundes auch bei den Hochschulen ankommen

Veröffentlicht am: Donnerstag, 26. Juni 2014, 11:59 Uhr (194)

FRANKFURT. Der Senat der Goethe-Universität Frankfurt begrüßt die jüngste Entscheidung der Wiesbadener Landesregierung, die 81 Millionen Euro Rückflüsse an das Land vom Bund infolge der vollständigen Übernahme des Bafögs den hessischen Hochschulen zur Verfügung zu stellen, z.B. zur Dynamisierung der QSL-Mittel sowie zur Stärkung der Grundfinanzierung. Diese freigesetzten Mittel seien dringend erforderlich zur Bewältigung der steigenden Studierendenzahlen, so das Kollegialorgan.

Gemäß jüngsten Prognosen der Kultusministerkonferenz soll die Zahl der Studienanfänger bis 2015 nun doch auf höchstem Niveau verharren. So müssen die deutschen Hochschulen im Gegensatz zu früheren KMK-Prognosen allein von 2012 bis 2025 mit bis zu 500.000 Studienanfängern zusätzlich rechnen. Aus Sicht des Senats der Goethe-Universität ist es daher wichtig, die Mittel „on top“ auf den jährlichen Landeszuschuss über die bereits zugesagte ein bis drei Prozent Etatsteigerung hinaus zu gewähren. Eine solche zusätzliche Etatsteigerung von ein bis drei Prozent pro Jahr entspräche auch den Koalitionsvereinbarungen, wie sie im Dezember  2013  von Schwarz-Grün getroffen wurden. Auf keinen Fall aber dürften die 81 Millionen Euro an anderer Stelle des Universitäts-Etats durch Einsparungen wieder abgezogen werden, so das Gremium.