Globale Wissenschaften und die koloniale Ausbeutung um 1800

Vortrag des britischen Wissenschaftshistorikers Simon Schaffer in der Mittwochskonferenz des Forschungszentrums für historische Geisteswissenschaften

Veröffentlicht am: Montag, 23. Juni 2014, 12:53 Uhr (188)

FRANKFURT. Der britischer Wissenschaftshistoriker Simon Schaffer nimmt in seinem öffentlichen Vortrag „Global Sciences and the Imperial Meridian“ die Zusammenhänge von wissenschaftlichen und imperialen Entwicklung um 1800 in den Blick. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Mittwochskonferenz des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften am Mittwoch (25. Juni) um 18 Uhr im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend, statt.

Schaffer ist Professor Geschichte und Philosophie der Naturwissenschaften an der Universität Cambridge. Er wird zeigen, wie sehr die Wissenschaften damals in Projekte von imperialen Angriffen und kolonialer Ausbeutung eingebunden wurden. Dabei waren sowohl die naturgeschichtlichen Disziplinen als auch die exakten Wissenschaften involviert. Wissenschaftshistoriker haben diesen Umstand in den Kontext einer zweiten wissenschaftlichen Revolution gestellt – eingeläutet durch eine Reihe von Veränderungen, zu denen weitere Disziplinen, neue Öffentlichkeiten und Unterstützungssysteme für die Forschung sowie erweiterte Modelle für die Mathematik gehörten. Schaffer wird nicht nur diese Zusammenhänge ausleuchten; er wird in seinem Vortrag auch über neuere Formen der Geschichtsschreibung (Historiographie) reflektieren, die sich mit globalen Wissenschaften beschäftigen.

Informationen: Prof. Dr. Bernhard Jussen, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798- 32427, jussen@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org