Goethe gastiert auf dem Campus Westend

Spektakuläre Kunstinstallation des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl mit 400 Skulpturen auf dem Campus Westend zum 100. Geburtstag der Goethe-Universität

Veröffentlicht am: Dienstag, 10. Juni 2014, 13:25 Uhr (168)

FRANKFURT. Der Campus Westend der Goethe-Universität ist im universitären Jubiläumsjahr 2014 Schauplatz einer spektakulären Kunstaktion mit Bezug zum Namensstifter Johann Wolfgang Goethe. Konzeptkünstler Ottmar Hörl, unter anderem bekannt durch die „Euro-Skulptur“ auf dem Platz vor der Europäischen Zentralbank, hat in der letzten Woche auf dem Rasen vor dem IG-Farben Gebäude 400 Goethe-Skulpturen aufgestellt. Mit der temporären Kunst-Installation verwandelt er die Grünfläche in eine Identität stiftende, bildstarke, kommunikative Großskulptur. Damit soll ein Impuls zur zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dem 1749 in Frankfurt geborenen Universalgelehrten gesetzt werden:

Purpurrot, Enzianblau, Honiggelb und Türkisgrün sind die Farben für die monochromen Skulpturen aus Kunststoff. Mit der Farbauswahl wird eine Verbindung zu den Gründungsfakultäten der Goethe-Universität hergestellt: „Die Goethe-Figuren sind Botschafter unserer Universität im Jubiläumsjahr“, so der für das Jubiläum zuständige Vizepräsident, Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz. „Die Goethe-Figuren werfen auch die Frage auf, was uns Goethe heute noch im Hinblick auf das Selbstverständnis der Goethe-Universität sagen kann“, erklärte Schubert-Zsilavecz.

Nach dem „Gastspiel“ in der Grünanlage seiner „Heimat-Universität“ werden einige der Goethe-Figuren noch als Botschafter auf Reisen gehen: Geplant sind Präsentationen in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden sowie den Hessischen Landesvertretungen in Berlin und Brüssel.

„Goethe ist der berühmteste Sohn der Stadt. Goethe IST Frankfurt! Und er ist eine der faszinierendsten Frankfurter Persönlichkeiten. Er war weltoffen, neugierig, blickte über den eigenen Tellerrand, entwickelte in vielen Bereichen eine unglaubliche Bandbreite, das kann Inspiration für zukünftige Generationen sein“, betont der Künstler Ottmar Hörl, der auch Professor für Bildende Kunst und Präsident der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg ist.

In Kooperation mit:

Die Biotest AG tritt  als Sponsor des Rahmenprogramms rund um die Eröffnungsfeier für die Kunstinstallation am 10. Juni hervor: Der Vorsitzender des Vorstandes, Prof. Gregor Schulz, hebt hervor, das die Biotest AG, als forschendes Pharmaunternehmen, eine enge Zusammenarbeit mit der Goethe Universität unterhält, und sich als aktiver Förderer von Wissenschaft und Kunst versteht:  „Die Installation von Ottmar Hörl auf einem der baulich schönsten Universitätsstandorte Europas eröffnet die Möglichkeit, Kunst und Wissenschaft in eine besondere Wechselwirkung treten zu lassen. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Beitrag helfen können, die Wirkung weiter zu erhöhen.“

Der Künstler Ottmar Hörl hat – wie Goethe – in Frankfurt gelebt. So studierte er hier an der Städelschule, der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste. Zahlreiche seiner Werke prägen die Main-Metropole, darunter die weltweit in den Medien präsente „Euro-Skulptur“, „Mr. Quick“ vor dem dpa-Gebäude, die weit sichtbaren plastischen Dachaufbauten auf den Finanzämtern oder die Arbeit „Wortwechsel“, entstanden in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Union Investment GmbH. In zahlreichen Projekten hat er gezeigt, wie die Kunst ihren notwendigen Platz im öffentlichen Leben zurückgewinnen kann. In vielen Städten hat er Kunstprojekte und Installationen realisiert, zuletzt in Wien für die Albertina sowie in Aachen „Karl der Große“. Mit einer seriellen Installation dieser Art ist der Künstler erstmals in Frankfurt aktiv. Seit vielen Jahren überrascht Ottmar Hörl die Welt mit verblüffenden plastischen Konzepten, basierend auf der Maxime „Skulptur als Organisationsprinzip“. Seine Vision: Möglichst viele Menschen in einen kulturellen Diskurs mit einzubeziehen.

Ziel des künstlerischen Konzepts ist es, dass jeder, der mit der Goethe-Installation in Berührung kommt, auch ein Teil davon wird. Zum Abschluss der Präsentation im Juli besteht für die Bevölkerung daher die Möglichkeit, mit Goethe auch ganz privat auch Tuchfühlung zu gehen. Goethe-Fans haben die Möglichkeit ein Exemplar zu erwerben und „ihren Goethe“ mit nach Hause zu nehmen. Jeder neue Besitzer wird somit auch zu einem Botschafter für Goethe, die Goethe-Universität, für Frankfurt und sein kulturhistorisches Erbe. Das finanzielle Risiko für seine aufwändigen Installationen trägt der Künstler selbst.

Informationen:

Die Kunstinstallation ist vom 11. Juni bis 20. Juli 2014 auf dem Campus Westend zu sehen.

Bis Ende der Präsentation besteht noch die Gelegenheit sich eine Skulptur zum vergünstigten Subskriptionspreis zu sichern. Signierte Exemplare können für 500 Euro erworben werden (danach 700 Euro), Auflage 100 Exemplare pro Farbe. Unsignierte Figuren sind für 350 Euro erhältlich.

Kontakt für Reservierungen von Goethe-Figuren: Cornelia Regner-Hörl, E-Mail: shop@ottmarhoerl.de, Internet: www.ottmar-hoerl.de

Weitere Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn, Abteilung Marketing und Kommunikation, Campus Westend, Tel.: 069/798-13035, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de