Rechtswissenschaftler ausgezeichnet: Hervorragende Arbeiten zur Rule of Law und zu Bucheffekten

Jacqueline Neumann und Ulrich Segna erhalten Baker & McKenzie-Preis 2013

Veröffentlicht am: Freitag, 25. April 2014, 12:06 Uhr (106)

FRANKFURT. Der Baker & McKenzie-Preis für die beste wirtschaftsrechtliche Dissertation bzw. Habilitation wird heute Nachmittag (Freitag) an Jacqueline Neumann und Ulrich Segna verliehen. Die beiden Preisträger erhalten die mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Auszeichnung während der Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität.

Jacqueline Neumann überzeugte das Auswahlgremium mit ihrer Dissertation „Die Förderung der Rule of Law in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein Beitrag zur Herausbildung einer völkerrechtlichen Verfassungsnorm“, die Prof. Dr. Stefan Kadelbach betreute. „Frau Neumann hat ein neues und in einer Dissertation noch nicht behandeltes Thema erschlossen und ihm durch eigenständig erarbeitete Kriterien Struktur gegeben. Dazu hat sie nicht nur eine Flut von Dokumenten aller Art verwertet, sondern es auch unternommen, durch Praktiker-Interviews der Verwaltungswirklichkeit auf die Spur zu kommen“, so Betreuer Kadelbach. Hierzu untersuchte sie bei der Weltbank, der Europäischen Kommission und der deutschen Bundesregierung die Anforderungen an Planung, Durchführung und Kontrolle der Entwicklungszusammenarbeit. „Sie hat nicht nur dazu beigetragen, einen wenig juridifizierten Bereich an rechtsstaatliche Leitbilder heranzuführen, sondern hat auch einen Beitrag zum Großthema der Konstitutionalisierung des Völkerrechts geleistet. Anhand der Entwicklungszusammenarbeit hat sie gezeigt, dass die Prinzipienwirkung bestimmter Grundsätze längst in normativen Teilordnungen ihren Niederschlag gefunden hat, die sich nicht alleine in den klassischen Quellen des Völkerrechts zur Geltung bringen“, betont Kadelbach.

Bei der weiteren preisgekrönten Arbeit handelt es sich um die Habilitationsschrift von Ulrich Segna mit dem Titel „Bucheffekten. Intermediärverwahrte Wertpapiere im deutschen und schweizerischen Recht. Ein rechtsvergleichender Beitrag zur Modernisierung des deutschen Depotrechts“. Diese Arbeit betreute Prof. Dr. Dres. h. c. Theodor Baums. Ulrich Segna befasst sich in seiner Untersuchung mit der Frage, wie ein modernes deutsches Recht für kapitalmarktgängige Wertpapiere ausgestaltet werden könnte. „In diesem rechtlich wie rechtstatsächlich äußerst komplexen Feld hat er eine Grundlagenarbeit vorgelegt, die eine tiefschürfende Untersuchung der sich stellenden Fragen und eine rechtsvergleichende Umschau mit umsichtigen rechtspolitischen Folgerungen verknüpft. Mit gutem Gespür für das Gebotene und Machbare wird ein eigenständiges, abgewogenes und überzeugendes Modell entwickelt, dem rechtspolitisch erhebliche Umsetzungschancen zuzugestehen sind“, lobt Prof. Dr. Dres. h. c. Theodor Baums das Werk.

Dr. Christian Reichel, geschäftsführender Partner von Baker & McKenzie Deutschland und Österreich, wird heute die Auszeichnung an die beiden Preisträger überreichen. „Seit 1988 verleiht unsere Kanzlei diesen Preis jährlich für herausragende Dissertationen und Habilitationen aus dem Bereich des Wirtschaftsrechts. Er ist wichtiger Teil des internationalen Programms unserer Kanzlei zur Förderung des juristischen Nachwuchses und Ausdruck der engen Verbundenheit unserer Kanzlei mit der Goethe-Universität“, sagt Dr. Christian Reichel.

Zu Baker & McKenzie: Lange bevor der Begriff „Global Player“ modern wurde, hatte Baker & McKenzie die Vision einer globalen Wirtschaftskanzlei bereits verwirklicht. 1949 von Russell Baker und John McKenzie in Chicago gegründet, zählt Baker & McKenzie heute mit mehr als 4.100 Anwälten an 75 Standorten und einem weltweiten Umsatz von über 2,4 Milliarden US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr zu den größten und leistungsstärksten Anwaltskanzleien der Welt. In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München vertreten rund 200 Anwälte, in Wien rund 35 Juristen mit ausgewiesener fachlicher Expertise und internationaler Erfahrung die Interessen ihrer Mandanten.

Informationen:  Iris Meinking, Baker & McKenzie Frankfurt, Tel.: (069) 2 99 08 322, Mobil: 0162 2 99 08 55, iris.meinking@bakermckenzie.com, http://www.bakermckenzie.com