Goethe-Universität stärkt Betreuungsniveau mit Professoren-Programm

Pünktlich zum Sommersemester: Erziehungswissenschaften erhalten drei zusätzliche Professuren

Veröffentlicht am: Donnerstag, 17. April 2014, 15:06 Uhr (102)

FRANKFURT. Mit einem bundesweit einmaligen Professoren-Programm stärkt die Goethe-Universität die Zahl der Lehrenden in besonders nachgefragten Fächern. Ende letzten Jahres hatte das Präsidium der Universität ein Programm zur Schaffung von insgesamt 40 zusätzlichen Professuren – je 20 W1/W2-Professuren bzw. Seniorprofessuren –  aufgesetzt, das aus Mitteln des Hochschulpakts HSP2020 von Bund und Land finanziert wird. Damit soll angesichts kontinuierlich steigender Studierendenzahlen das Betreuungsverhältnis – also die Zahl Studierender pro Professur – weitgehend konstant gehalten werden. Das Programm kommt vor allem Fächern zugute, die eine große Nachfrage haben.

So die Erziehungswissenschaften, die mittlerweile über 2.800 Studierende zählen und damit zu den größten Fachbereichen der Goethe-Universität gehören. Pünktlich zum Beginn des Sommersemesters konnten nun drei erziehungswissenschaftliche Professuren mit ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besetzt werden.

„Wir freuen uns, dass in einem stark nachgefragten Fach wie den Erziehungswissenschaften so zügig drei neue Professuren besetzt werden konnten. Mit dem Professoren-Programm leisten wir einen wichtigen Beitrag, um bei steigender Studierendenzahl die Qualität der Lehre aufrecht zu erhalten“, betont Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl.

Dr. Alexandra Klein von der Universität Münster hat zum 1. April die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt „Soziale Ungleichheiten in Kindheit und Jugend“ übernommen. Klein erforscht soziale Ungleichheiten sowohl im Hinblick auf Moralitäts- und Normalitätsvorstellungen als auch hinsichtlich Armutsfolgen und ungleicher Teilhabe. 

Auf die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Quantitative Forschungsmethoden wurde PD Dr. Johannes Naumann vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) berufen. Er hat seine Stelle am 16. April angetreten. Seine thematischen Schwerpunkte liegen in der Kompetenzdiagnostik, insbesondere der Modellierung von Lesekompetenz bei Hypertexten sowie dem Lese- und Hörverstehen.

Die dritte neue Professur in den Erziehungswissenschaften, die im Sommersemester besetzt wird, hat den Schwerpunkt „Neue Medien in Lehr-Lern-Kontexten“. JuniorProfessor Dr. Stefan Iske von der Universität zu Köln, der seine Stelle zum 1. April angetreten hat, untersucht in seinen Forschungsarbeiten den Stellenwert von Medien, Medialität und Mediatisierung in formalen und nonformalen Kontexten.

Von 40 im Rahmen des Professoren-Programms neu ausgeschriebenen Stellen konnte bereits mehr als die Hälfte besetzt werden. Bei der Stellenverteilung spielt der Bedarf eine entscheidende Rolle; so wird den Fachbereichen mit hoher Nachfrage eine besonders hohe Priorität eingeräumt.