Exklusiv und effizient?

Bildung als Ware. Die Frankfurter Bürger-Universität diskutiert die ökonomische Dimension von Wissen.

Veröffentlicht am: Donnerstag, 09. Januar 2014, 15:39 Uhr (006)

FRANKFURT. „Exklusiv und effizient? Bildung als Ware“, so der Titel der nächsten Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität zum Thema Bildungsgerechtigkeit . Zur Debatte stehen dabei Fragen wie: Viel Geld, viel Wissen? Kann man Intelligenz tatsächlich kaufen? Wie funktioniert das Geschäft mit der Bildung? Die Bildungsökonomin Kerstin Schneider wird in ihrem Impulsvortrag die ökonomische Dimension von Bildung charakterisieren.

Das Spannungsfeld zwischen modernen Lernformen und dem Verlust traditioneller Wissensvermittlung betrifft Lehrende und Lernende gleichermaßen. Gleichzeitig bieten Online-Angebote schnellen Zugang zu mehr Wissen, ohne Abitur und teure Studiengebühren. Claudia Bremer, Leiterin der zentralen elearning-Stelle studiumdigitale an der Goethe-Universität, wird in der Diskussion die Potenziale digitaler Medien erörtern.

Wer es sich leisten kann, schickt den Nachwuchs direkt auf eine Privatschule. Wird hier tatsächlich eine goldene Zukunft verkauft? Die Elternsprecherin Eva Segner und Andreas Koini, Leiter der Strothoff International School Dreieich, werden vom Schulalltag und sozialer Kompetenz der Eliteschüler berichten.

Der renommierte Frankfurter Soziologe Sighard Neckel hingegen erkennt im aktuellen Kampf um gute Bildung feudale Strukturen wieder und warnt vor den gesellschaftlichen Folgen.

„Exklusiv und effizient? Bildung als Ware“, mit:
Claudia Bremer, Leiterin studiumdigitale Goethe-Universität, Andreas Koini, Leiter der Strothoff International School Dreieich mit Eva Segner, Elternsprecherin, Prof. Sighard Neckel, Soziologe an der Goethe-Universität, Prof. Kerstin Schneider, Bildungsökonomin, Bergische Universität Wuppertal

und den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern

Moderation: Marc Dugge von hr-iNFO
am: Montag, 13. Januar 2014, um 19.30 Uhr
Ort: Campus Westend, Casino Festsaal, Raum 823, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main.

Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“, so der Titel der Diskussionsreihe in diesem Wintersemester, die zusammen mit der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) entwickelt wurde. Unterstützt von hr-iNFO, dem Informationsradio des Hessischen Rundfunks, bildet die Reihe zugleich die Brücke ins Jubiläumsjahr der Goethe-Universität 2014. In der Tradition einer von Frankfurter Bürgern geschaffenen Hochschule beschäftigt sich die Goethe-Universität mit einer der wichtigsten gesellschaftspolitischen Diskussionen unserer Zeit. In der Frankfurter „Bürger-Uni“ diskutieren Wissenschaftler, Experten und Frankfurter Bürger einzelne Aspekte der Auseinandersetzung um gute und schlechte Bildung.

Abschlussveranstaltung: 27. Januar 2014
Abgehoben und überakademisiert? Wie viel Bildung verträgt der Mensch? U.a. mit Götz Rehn, Gründer von Alnatura, Prof. Manfred Prenzel, Pisa-Studien-Experte, Dirk Roßmann, Gründer von Rossmann und Dr. Heiner Schnelling, Leiter der Universitätsbibliothek. Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Wichtige Hinweise: Veranstaltungsort ist immer der Campus Westend, Casino Festsaal, Raum 823, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main. Alle Veranstaltungen können per Livestream mitverfolgt werden und sind anschließend auch über unser Archiv abrufbar:  www.buerger.uni-frankfurt.de