Auszeichnungen für Forscher der Goethe-Universität

Drei ERC-Grants des Europäischen Forschungsrates. Leibniz-Preis für Forscher des Clusters „Normative Ordnungen“.

Veröffentlicht am: Dienstag, 10. Dezember 2013, 17:27 Uhr (309)

FRANKFURT. Große Freude über bedeutende wissenschaftliche Auszeichnungen an der Goethe-Universität: Zum einen war die Universität bei der Ausschreibungsrunde 2013 für den ERC Consolidator Grant so erfolgreich wie noch nie im ERC-Programm. Gleich drei Projekte wurden positiv evaluiert und zur Förderung vorgesehen. Zum anderen wurde ein Forscher des Exzellenz-Clusters „Herausbildung Normativer Ordnungen“ mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. „Ich gratuliere unseren Wissenschaftlern zu diesen herausragenden Auszeichnungen, die nachdrücklich belegen, dass sich die Goethe-Universität mit Recht zu den forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands zählen darf“, betont Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl.

Ziel der Förderlinie „Consolidator Grants“ des Europäischen Forschungsrates (ERC) ist der Aufbau und die Konsolidierung eines unabhängigen exzellenten Forschungsteams. Die Kreativität junger, vielversprechender Wissenschaftler/innen soll dabei gefördert und neue Ideen in die Forschungsfelder getragen werden.

Freuen über eine positive Evaluierung und eine vorgesehene Förderung darf sich Prof. René Reifarth, Geschäftsführender Direktor des Institutes für Angewandte Physik im Fachbereich Physik. Sein Projekt im Bereich Physical Sciences/Engineering trägt das Thema “NAUTILUS: Neutron captures constraining stellar nucleosynthesis” und untersucht die Enstehungsgeschichte chemischer Elemente.

Auch Prof. Markus Gangl, Professor für Soziologie, insbes. Sozialstruktur und Sozialpolitik im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, erhielt für sein Projekt „CORRODE: Corroding the social? An empirical evaluation of the relationship between unemployment and social stratification in OECD countries” eine positive Begutachtung. Das Projekt untersucht den Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und sozialer Schichtenbildung in OECD-Ländern.

Der Dritte im Bunde ist Prof. Christian Fiebach, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Psychologie (FB5). Sein im Bereich Social Sciences/Humanities angesiedeltes Projekt “L-POP: Language-Processing by Overlapping Predictions: A Predictive Coding Approach” wurde unter zahlreichen anderen Anträgen zur Förderung vorgesehen. Das Projekt beleuchtet die neuronalen Rechenprozesse in Sprache.

Die ERC Consolidator Grants wurden 2013 erstmals ausgeschrieben.  Die Förderung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler/innen, deren Promotion 7 bis 12 Jahre zurückliegt. Gefördert werden soll Pionierforschung, d.h. Forschung an den Grenzen des Wissens. Die Ausschreibung erfolgt themenoffen und über alle Bereiche der Wissenschaft hinweg. Alle drei Projekte der Goethe-Universität befinden sich derzeit noch in Vertragsverhandlungen.

Leibniz-Preis für Prof. Armin von Bogdandy: Der Honorarprofessor am Fachbereich Rechtswissenschaften der Goethe-Universität und Direktor des Max Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, wurde mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Nach Prof. Rainer Forst ist damit ein zweiter Forscher des Clusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ mit dem höchsten Forschungspreis der DFG geehrt worden. Verliehen wird der Leibniz-Preis März 2014 in Berlin.

"Wir dürfen uns glücklich schätzen, mit Armin von Bogdandy einen der besten deutschen Staats-, Europa- und Völkerrechtler in unseren Reihen zu haben, dessen Forschungen zum Europa- und Völkerrecht sowie zur Herausbildung einer öffentlichen Gewalt in trans- und internationalen normativen Ordnungen auch die historischen Grundlagen und die politischen Legitimationsfragen in den Blick nehmen. Seine Arbeiten bereichern unsere interdisziplinäre Perspektive auf die Herausbildung normativer Ordnungen in idealer Weise", sagten die beiden Sprecher des Clusters, Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther.